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Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmuggler

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Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmuggler

Beitragvon Alexander » 05.12.2013 21:51

Vorzeichen
Irgendetwas war anders als sonst. Die Luft war trübe, das Licht grell. Es war schwer in der Ferne die Linie zwischen Wüste und Horizont zu erkennen. Der Wind frischte immer mehr auf. Beschweren konnte ich mich nicht. Es war angenehmer als diese Hitze, es war erfrischend, wenn der Wind um meinen Körper strich und die aufziehenden Wolken die Sonne verdeckten. Ich ahnte noch nicht, welche Folgen diese Veränderungen haben würden.

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Gelegentlich stoße ich auf verschiedene Skulpturen, die Wind und Sand aus dem weichen Sandstein modelliert haben. Kleine Tische, Säulen oder Pilze, die aus dem Boden schießen.

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Meistens folge ich den großen Dünenriegeln, die fast in gleicher Richtung verlaufen, wie mein Kurs. Wenn ich das Gefühl habe, dass die Dünen ihre Richtung ändern, oder sie plötzlich aufhören, prüfe ich mit meinem GPS die Richtung. Ich lasse meinen Wagen stehen und laufe einige Schritte, bis das GPS die richtige Richtung anzeigt.

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Bisher hat sich die Wüstenkarre tapfer geschlagen. Es zeigen sich keine Materialprobleme oder Ermüdungserscheinungen. Die Räder und Achsen leisten ihren Dienst und die Karre trägt ohne Ausfallerscheinungen das nicht unerhebliche Gewicht, das ich alleine niemals tragen könnte. Die einzigen Wartungsarbeiten, die ich durchführe beschränken sich auf die Überprüfung des Luftdrucks und der, eigentlich überflüssigen oberflächlichen Reinigung der Achslager.

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Der zweite Tag geht zu Ende. Ich errichte mein Nachtlager und notiere in meinem Tagebuch die zurückgelegten 18,1 Kilometer, den Wasserverbrauch von 4,2 Liter und mache noch einige Notizen. Es ist schon dunkel, als ich die Notizen in mein Tagebuch eintrage. Es war ein langer Tag….

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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Uwe Schmitz » 06.12.2013 14:12

Alexander hat geschrieben:Vorzeichen
.
Irgendetwas war anders als sonst.
.
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hallo alexander,
ja, der himmel ist so komisch gefärbt, ...
bis zum abend hattest du noch kein ereignis erwähnt, was ist geschehen, ... was wird geschehen ... :?: :?: :?:
nu' spann' uns nicht so lange auf die folter, wir wollen wissen, wie's dir weiter ergangen ist!

besten dank für bisherige berichte und bilder
grüsse
uwe
Uwe Schmitz
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Wolfgang K » 06.12.2013 17:55

Alex, das klingt alles sehr spannend.
Und ich bin sehr froh, dass ich meine Skepsis was das Ziehen einer Karre mit so dünnen Rädern im Sand angeht ein wenig verborgen habe. :mrgreen:

Ich bin wirklich überrascht, dass man den Bewegungsradius tatsächlich damit ausdehnen kann. Ich hatte unterschwellig befürchtet, dass Du das Gefährt als Pistenmarkierung irgendwo lassen musst.

Bin begeistert, beeindruckt und noch viel mehr gespannt wie es weitergeht.

Klasse Aktion! :!:

Grüße
Wolfgang
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 19:29

Uwe Schmitz hat geschrieben:nu' spann' uns nicht so lange auf die folter, wir wollen wissen, wie's dir weiter ergangen ist!

Tut mir leid, dass ihr so lange auf den nächsten Teil warten müsst :mrgreen:
Ich verspreche in Kürze die Fortsetzung zu schreiben ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 19:31

Wolfgang K hat geschrieben:Ich hatte unterschwellig befürchtet, dass Du das Gefährt als Pistenmarkierung irgendwo lassen musst.

Ich hatte ähnliche Befürchtungen und habe schon überlegt, welches Schild ich an der Karre anbringe, wenn ich sie im Sand versenken muss. 8)

Wolfgang K hat geschrieben:Klasse Aktion! :!:

Danke :!: :!: :!:

Viele Grüsse
Alex
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Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmuggler

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 20:23

Wie Feuer brannte das Morgenrot am Himmel. Es verblasste, je höher die Sonne sich über den Horizont schob. Dieser Morgen erschien mir wärmer als die anderen. Die Wolken verhindern, dass die Wärme wieder in den Weltraum verschwindet und die Nacht abkühlt.

Im Gegensatz zu Tunesien oder Algerien, wo der Sand am Morgen nur so von Spuren von Käfern, Skorpionen und anderem Getier übersäht ist, hat sich der Sand in dieser Gegend über Nacht kaum verändert. Es scheint mir, als wäre ich der Einzige, neben ein paar Schlangen und einem Wüstenfuchs, der Spuren im Sand hinterlässt. Den einzigen Skorpion, den ich bisher in Ägypten sah, hatte sich in mein Hotelzimmer verirrt. :shock:

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Immer wieder Stößt man auf die Überreste aus maritimen Zeiten. Bruchstücke einer Korallenbank, Muscheln und Seeigel.

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Wie lange mag diese Ölsardinendose)ich vermute, dass es sich um eine Ölsardinendose handelt) hier schon liegen? Sollte sie nicht vom Sand blank poliert sein?

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Das Wetter scheint schlechte Laune zu haben. Es ist unverändert trüb und es fällt schwer, die Konturen des entfernten Geländes zu erkennen.

Betont vorsichtig ziehe ich meine Karre über den felsigen, teilweise scharfen Untergrund. Ich will auf jeden Fall Reifenschäden vermeiden. Eine Reparatur würde doch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Der Aufwand würde zusätzliche Kräfte, Energie und Wasser kosten. Ich schalte lieber einen Gang zurück, um den Wüstenwagen zu schonen.

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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Kuno » 06.12.2013 20:27

Uwe Schmitz hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:Vorzeichen
.
Irgendetwas war anders als sonst.
.
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hallo alexander,
ja, der himmel ist so komisch gefärbt, ...
bis zum abend hattest du noch kein ereignis erwähnt, was ist geschehen, ... was wird geschehen ... :?: :?: :?:
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besten dank für bisherige berichte und bilder
grüsse
uwe


Uwe - ein Sturm bricht los. Zuerst weht es ihm den Handkarren weg, dann wird Alexander vom Sand zugedeckt. Und man wird nie mehr eine Spur von ihm finden. So wird es ausgehen.
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 21:07

Kuno hat geschrieben:Uwe - ein Sturm bricht los. Zuerst weht es ihm den Handkarren weg, dann wird Alexander vom Sand zugedeckt. Und man wird nie mehr eine Spur von ihm finden. So wird es ausgehen.

Kuno, du nimmst wieder die ganze Spannung aus der Erzählung.
Aber wenn ich vom Winde verweht werde, wer schreibt dann diesen Reisebericht? Ein Ghostwriter? :shock:
Vieleicht bin ich gar nicht ich. Das wird bestimmt noch spannend.
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Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmuggler

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 21:49

Wasserverlust

Jeder Wüstenreisende weiß, Wasser ist das Wichtigste in der Wüste. Es heißt, dass man drei Wochen ohne Nahrung auskommen kann, aber nur drei Tage ohne Wasser. Wer zu wenige Wasser mitführt, oder sich bei der Berechnung des Wasserverbrauchs verkalkuliert, der läuft Gefahr mit lebensgefährlichen Problemen konfrontiert zu werden.

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Dieser Tag führt mich durch weite Ebenen. Der harte Boden bietet kaum Rollwiderstand und ich sollte an diesem Tag 21,5 Kilometer schaffen. Ein neuer Rekord auf dieser Reise, nachdem ich bisher weit unter 20 Kilometer lag.

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Problematisch zeigen sich Anstiege mit riffeligem Sanduntergrund, besonders wenn der Sand vorübergehen weicher wird. Auch wenn ich die Karre noch so heftig in die von mir eingeschlagene Richtung ziehe, will sie einfach in eine andere Richtung, was sie mit leichten Bocksprüngen zur Seite anzeigt. Verdammt! Ich bin hier der Steuermann und gebe die Richtung an. Die Karre quittiert mir meine Unnachgiebigkeit mit einem eigenartigen knarrenden Geräusch, dem ich zunächst keine Bedeutung schenke. Erst als diese Geräusche immer deutlicher werden entschließe ich mich, dem Geräusch auf den Grund zu gehen. An beiden Seiten hatten sich die Achsmuttern gelöst. Vermutlich hatte ich sie nicht fest genug angezogen und die Vibrationen hatten die Muttern dann soweit gelöst, dass sie fast von der Achse gefallen wären. Mit einem 17er Ringschlüssel ziehe ich die Muttern an, dieses Mal allerdings etwas fester.

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Scharfer steiniger Untergrund. Ich behandle meine Karre wie ein rohes Ei. Nur keinen Reifenschaden…

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Spät am Nachmittag lege ich noch mal eine Pause ein. Ich bin heute gut vorangekommen und ich fühle mich etwas erschöpft. Ich lege mich neben meinem Wüstenwagen in den Schatten und döse vor mich hin.

Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kann es nicht identifizieren. Vielleicht weil dieses Geräusch so unwahrscheinlich ist, ein Geräusch, dass ich nicht erwarten würde. Es hört sich an, als würde etwas tropfen. Tropf, tropf, tropf…. Trotz Müdigkeit schieße ich wie von einer Tarantel gebissen hoch. Meine Kanister verlieren Wasser!

Jedes Mal, wenn ich meine Karre abstelle, neigt sie sich nach Vorne und mit ihr die Kanister. Dadurch hebt sich der Wasserstand in den Kanister über den Einfüllstutzen. Und diese waren nicht dicht. Wie viel Wasser hatte ich schon verloren? Einen Liter, zehn Liter, oder mehr? Ich stelle eine leere 0,5 Liter Flasche unter die Tropfen und warte. Nach 20 Minuten das Ergebnis. In der Flasche hatten sich ca. 150 ml Wasser angesammelt. Das entspricht fast einem halber Liter pro Stunde. Bei jeder Pause hatte ich die Karre so stehen. Und zweimal die ganze Nacht. Vermutlich hatte ich mehr als 10 Liter Wasser verloren. Eine ganze neue Situation. Das Wasser sollte reichen, um von Siwa zum Bir Russia und wieder zurückkommen zu können. Das war nun ausgeschlossen. Was würde passieren, wenn es am Bir kein Wasser gibt oder das Wasser nicht genießbar ist? Am Bir hätte ich noch für 1,5 Tage Wasser. Die Strecke zurück würde aber mindestens fünf bis sechs Tage in Anspruch nehmen. Was tun? Zunächst dichte ich die Kanister ab. Ich lege ein Stück Plastikfolie über den Einfüllstutzen und drehe den Deckel fest zu. Dicht!

Jetzt blieb immer noch die Frage offen, was ich tun sollte. Ich hatte noch genügend Wasser, um die bisher zurückgelegte Strecke nach Siwa zurückzulaufen. Das Wasser würde auch noch bis Bir Russia reichen. Aber nicht wieder zurück. Ich schiebe die Entscheidung bis zum Abend auf. Am Nachtlager hätte ich genügend Zeit, um darüber nachzudenken.

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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon schnorr » 06.12.2013 22:12

ich will ja kein spielverderbe sein :mrgreen:
aber du wirst entweder gutes wasser finden, oder per satphone hilfe holen, die dann in zwei stunden vor ort ist. 8)
also in der heutgen zeit der technik kein problem mehr, oder? (ist der satellit abgestürzt oder von aliens entführt, hättest du allerdings ein problem)
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Alexander » 06.12.2013 22:54

Oh Jörg,

schnorr hat geschrieben:ich will ja kein spielverderbe sein :mrgreen:
oder per satphone hilfe holen, die dann in zwei stunden vor ort ist. 8)

Ich dachte, Quad Fahrer sind Abenteurer. :mrgreen: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich per Sat Phone um Hilfe bettle. 8) Da muss ein vernünftiger Plan B entwickelt werden, oder auch noch einen Plan C und D ;-)

Grüsse
Alexander
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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Surfy » 07.12.2013 08:36

Was für eine (Tor)Tour und Abenteuer!

Ich bin nun auch am mitreisen, extremst gespannt ob deine Pläne so einigermassen aufgehen.. :shock:

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Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmuggler

Beitragvon Alexander » 08.12.2013 19:07

Entscheidungen

Noch immer spukte in meinem Kopf dieses Gespenst. Dass mir das einmal passieren würde. Ich hatte immer alles sorgfältig vorbereitet und kontrolliert. Wird man irgendwann einmal zu sicher, zu routiniert, dass man das Wichtigste übersieht?

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Gegen Mittag ist meine Wasserflasche leer. Ich markiere den Wasserstand in dem Kanister und fülle meine 2,2 Liter Wasserflasche auf. Anhand des Unterschieds und dem Verbrauch der letzten Tage kann ich genauer abschätzen, wie viel Wasser ich noch übrig habe. Ich hatte mich nicht verschätzt. Ab Bir Russia reichen meine Wasserreserven noch für 1,5 Tage.

- Tag -- Liter Wasser pro Tag -- Kilometer -
1
4,2
18,8
2
4,2
18,1
3
3,8
21,5
4
3,9
22,1
5
5,0
25,1
6
4,0
10,5
7
3,7
25,3
8
3,1
22,2
9
4,0
21,4
10
4,3
15
11
3,8
22,15


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Inzwischen hatte sich das Wetter wieder beruhigt. Die Sicht war klar, die Landschaft mit ihren braunen Farben traumhaft. Die Sonne steht schon tief im Westen und es wird Zeit einen Lagerplatz zu suchen.

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Ich fülle die Flasche für den nächsten Tag auf und schreibe einige Einträge in meinem Tagebuch. Wie soll es nun weiter gehen? Welche Alternativen habe ich?

Ich könnte morgen wieder zurück gehen. Das wäre die sicherste Lösung. Wasser hätte ich genug. Ich könnte aber auch das Risiko eingehen und weiter zum Bir laufen. Wäre es möglich in zwei Tagesmärschen zurück nach Siwa zu laufen, wenn der Bir als Wasserlieferant ausfällt? Das wären 55 Kilometer pro Tag. Und wenn ich mit dem Wasser sparsam umgehe? Ich müsste alles unnötige Gewicht zurücklassen. Kleidung, Waschzeug, Werkzeug, einen Teil der Nahrungsmittel. Nur das Nötigste. Wäre das machbar? Ich hatte schon mehrmals versucht, den Bir zu erreichen. Immer wieder musste ich aufgeben. Dieses Mal nicht! Damit war die Entscheidung gefallen. Morgen setze ich meine Wanderung in Richtung Süden fort. Dieses Mal muss es klappen.

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Fortsetzung folgt
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Beitragvon Surfy » 09.12.2013 12:56

Danke für das Update!

Mal eine frage zum schlummern auf dem Boden:

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Ich hätte jetzt latent die Gefahr gesehen, dass auch eine Schlange oder ein Skorpion sich gerne unter die Matte oder an den Schlafsack kuscheln...

Dem scheint ja nicht so zu sein? :?:

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Re: Ägypten: Wüstenwanderung auf den Spuren libyscher Schmug

Beitragvon Kuno » 09.12.2013 13:00

Die Matte hat Alexander extra gross genug gewaehlt so dass sich Schlangen & Skorpione neben ihm gemuetlich einrichten koennen und es zu keinen Konflikten kommt:wink:
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