auf den Spuren der Seidenstraße
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Horst der Wuestenindianer
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- Registriert: Sa 15. Okt 2005, 08:30
- Wohnort: Wiesloch Baden
auf den Spuren der Seidenstraße
Hallo,
Hier ein kleiner Bericht von unserer aktuellen Reise. Teil 2 täte folgen, wenn wir wieder mal Zugang zum Netz haben....
Liebe Grüße aus Ulan Bator sendet Horst der Wuestenindianer
Teil 1
Unterwegs zur Seidenstraße und anderen schönen Orten. Start 1.Juli 2012 und Rückkehr?????
Der wilde Osten: Grenzen und Ihre Tücken oder andere Begebenheiten.
Vorbemerkung; wer eine solche Reise tut, ist selber schuld, mag das Autofahren, will Neues kennenlernen, oder hat einfach eine kleine Macke. Deshalb ist auch alles was hier steht eine ganz persönliche Sichtweise und Erfahrung. Ohne den Anspruch auf Richtigkeit. Unser großes Problem bei dieser Reise ist die fehlende Sprachkenntnis. Das macht alles etwas schwierig und zäh. Das macht in einigen Bereichen auch unseren Bericht persönlicher.
Euer Horst
PS.: wer Schreibfehler findet, darf diese behalten.
D – Polen
Keine Kontrolle; direkt an der Grenze wegen Baustelle „viatoll“ verpasst. Erste Ausfahrt 8km BP Autohof das Gerät gemietet.
Erstes Gerät funktioniert nicht....... also am nächsten Tag eine Tankstelle – Gerät getauscht. Polen ist bestimmt schön, aber wir sind nur auf der Durchreise. Die Rückgabe des Gerätes für die Maut scheitert an einer entsprechenden Möglichkeit bei der Ausreise – Mist 30.-€uro Kaution.......
Übernachtungen;
Lichinki- kleiner Dorfcampingplatz nahe der Autobahn 9.-€uro. Sehr ruhig und beschaulich.
Krakau- drei Sterne Platz mit allem was man so braucht Stadtnah und super zur Stadterkundung. Wir machen das nich, bleibt für eine andere Reise in der Planung. 19.-€uro
Przeworsk- kleines Gelände an der Straße sehr angenehm mit Biergarten usw. 11,50€uro
Polen – Ukraine
keine Rückgabe des Lesegerätes möglich 30.-€uro ????
10:40Uhr Ankunft an der Grenze 10:50Uhr Polen Ausreise.
Bei der Einreise UA kleine Kontrolle und Durchsuchen der Bordapotheke wegen Drogen......
11:10Uhr Grenzübergang erledigt. = Geldwechsel an der ersten Tankstelle nach der Grenze.
Übernachtungen;
Lviv bei der Pferderennbahn. Schön ohne Schatten ruhig mit Toilette Dusche usw. aber Einheitspreis 20.-€uro. -
Kiev neuer Camping im alten Messegelände mit Toilette Dusche und Entsorgungsstation für Womo. Schön ruhig im Park- schöne Umgebung aber auch hier 20.-€uro pro Übernachtung.
Ukraine – Russland 9.7.2012
14:35Uhr Ankunft an der Grenze. Passkontrolle und Zollkontrolle etwas unklar, weil unser „Bob der Baumeister“ als LKW angesehen wird. Erst der Chef klärt den Sachverhalt und wir sind ohne Probleme um 15:15Uhr aus der Ukraine ausgereist.
15:20Uhr Grenze Russland. Hier erst recht Probleme wegen dem Auto das ganze Büro wird mit uns beschäftigt und auch hier persönliche Begleitung zu drei verschiedenen Stellen bis zur Klärung der Autozuordnung. Unser Zollpapier wird von einem der freundlichen Zollbeamten ausgefüllt in der Landessprache. Drei Mann klären die einzelnen Zeilen für das Formular im PC für das „Autohaus“.
16:30Uhr wir sind in Russland. Geldwechsel verpeilt - erste Tankstelle – wir tanken mit der Masterkarte und ernten erstaunte Blicke bei der Bestellung von 200 Liter Diesel....... (beim Tanken wird an der Kasse die Menge Bezahlt und erst dann die Säule freigeschaltet.) Fast wie in USA.
Geldwechsel erst in der nächsten großen Stadt – Zheleznogorsk- erste Ausfahrt links zweite Ampel links verschiedene Geldautomaten einer auf der linken Seite auch in „englisch“. Wir haben wieder Bargeld. 39,50Rubel für einen €uro.
Die Straßen in Russland sind richtig schlecht und haben einige böse Wellen. Dies wird sich die nächsten Tage so einspielen. Abwechslung im Straßenzustand von „Super“ bis „Pistenqualität“. Es erinnert an Pistenfahren in Nordafrika. Dennoch schaffen wir einen Schnitt von 60km. Der Zustand der Straßen wechselt ständig und erfordert hohe Konzentration um nicht von einer Delle oder so überrascht zu werden. In den Städten sind tiefe löcher und ausgefahrenen Rinnen ein Normalzustand. Dennoch wundern wir uns über die Masse an neuen Autos, die hier unterwegs sind.
Die Überall beschriebenen Kontrollen durch Polizei haben wir bisher nicht festgestellt. Wir bemühen uns zur Einhaltung der Vorschriften, was bei anderen Verkehrsteilnehmern nicht ganz verstanden wird.
Eine wichtige Erfahrung ist auch, daß im Gegensatz zu Nordafrika, sich kein Mensch für uns und unser Auto interessiert. Weder in den Städten noch an den Übernachtungsplätzen auf dem Lande. Die Verständigung ist schwer und mit den paar erlernten Vokabeln kommen wir nicht sehr weit. Hände, Füsse und das ohne Worte Wörterbuch helfen weiter.
Zum Thema Stellplätze in Russland: es ist kein Problem außerhalb der Ortschaften an einem Feldweg zu stehen oder an einem Weg abseits der Straße. Es kümmert niemanden!!!!
Auf den LKW Parkplätzen kostet es Geld und ist in der Regel viel lauter und dreckiger. Bis am späten Abend kommen LKW und früh am Morgen fahren die ersten wieder weiter.
Hinter den Baumreihen entlang der Straße mit Blick aufs frei Feld ist es nicht ganz leise aber sicher und es kostet nix.
Übernachtungen; und anderes......
1. kleiner Parkplatz an der Straße im Wald. Wenn nicht gerade leere LKW vorbeikommen – sehr angenehm und ruhig. 0.-€uro
Die Straßen bleiben weiterhin wie oben beschrieben. Als Problem erweist sich die Versorgung mit Wasser. Es ist nicht wie in Westeuropa, wo es an jeder Tankstelle Wasser gibt. Es bleiben die mit einer Waschanlage oder die öffentlichen Wasserstellen in den Dörfern.
2. in Ermangelung einer anderen Gelegenheit- auf einem Feldweg hinter den Bäumen ruhiger als der Letzte, weil die Straße besser ist. 0.-€uro
Wie gehabt, es geht immer auf der selben Höhe (170-250Meter über Null) weiter gen Osten. Ein richtig großes Land. Die Größe wird dann noch klarer, wenn man die kleinen Strecken auf der Karte betrachtet, welche an einem Tag gefahren sind........
3. Kuzneck vor Samara, der erste Halt auf einem der bewachten LKW Parkplätze für 100Rubel (2,50€uro) es gibt eine verschissene Toilette und ein kleines Restaurant – alles sehr neu, wir kochen dennoch selbst.
Heute überfahren wir die Wolga. Und der Zustand der Straßen ist erbärmlich. Es fällt schwer mal einen Blick in die Landschaft schweifen zu lassen ohne, daß man ein Schlagloch erwischt. Zu allem Elend haben wir auch noch einen unserer zwei Ersatzdecken für die Räder auf dem Dach verloren ohne es zu merken. Verluste sind einzuplanen........
4. Oktryabrsky 80 Rubel für einen schlechten Rastplatz, aber es gab die letzten zwei Stunden keine Möglichkeit. Für die weitere Reise werden wir versuchen freie Plätze zu benutzen.
Wir fahren langsamer um nicht noch mehr in unseren Kästen zu zerschlagen. Tetrapack usw. Hurra heute ist die Straße viel besser als alles bisher. Wir kommen zügig wieter – trotz der vielen Baustellen.
5. Freitag der 13. - dabei war doch gestern unser Pechtag...... bei Ust-Kutav auf einer Waldwiese – sehr ruhig. Und obwohl einige Autos vorbeifahren kümmert sich keiner um uns. Wir haben haben die Ausläufer des Ural erreicht. Die Hälfte der Strecke nach Osten haben wir heute geschafft. 4.300 km. In zwei Wochen......... Ein Glas Rotwein extra!
Wir fahren über den Ural in max. 500Meter Höhe und kommen nach Chelyabinsk kaufen in einem „Spar“ ein und suchen nach einer Bank zum Geld wechseln. Diese finden wir, aber leider fünf Minuten nach Geschäftsende..... Weiter heraus aus der Stadt – Tanken und weiter nach Osten - am Horizont sind dicke Rauchschwaden von Feuern zu sehen.
6. Erster Halt in Asien. An einem Feldrand – ein wunderschöner Platz hinter der Baumreihe abseits der Straße. Wir sortieren unser Auto und machen die Vorbereitungen fürs Abendessen. Es riecht nach Feuer....... Hinter uns aus der Richtung des Windes kommt eine graue Rauchwolke. Wir räumen zusammen und fahren weiter nach Osten. In einem Birkenwald 50km weiter kochen wir unser Essen und bleiben über Nacht.
Schnelle Strecke mit einem Teilstück Feldweg bei der Umfahrung von Kasachstan in Richtung Omsk. Wenig Verkehr und überwiegend LKW.
7. Bei Ishim etwas außerhalb des Ortes fahren wir einen Feldweg und kommen sehr weit weg von der Straße an einem kleinen Wald zum Stehen. Super keine Geräusche außer den unseren..........
Heute Nacht hatten wir das erste Mal Stechmückenalarm. Geldwechsel in Omsk ohne Probleme in der Bank. Wichtig, es wird genau auf den guten Zustand der Scheine geachtet. Die Straße war mit wenigen Ausnahmestrecken recht gut zu fahren.
8. Bei Tatarsk am Rande einer großen Wiese, von der Straße getrennt durch ein Birkenwäldchen. Wir waschen unsere Wäsche und ein Treckerfahrer kommt vorbei freundliches Halle und er fährt weiter seines Weges. Mitten in der Nacht zwingt uns Gewitter zurück an die Straße. Wir haben Respekt vor dem Schlamm auf dem Feldweg. Der Rest der Nacht ist nicht sehr leise.
Weit im Osten, die Straße und der Verkehr lassen eine hohe Geschwindigkeit zu. So kommen wir heute viel weiter als geplant.
9. hinter Novosibirsk bei der ersten Gelegenheit, die sich bietet. Hinter den Bäumen an einer Wiese. Angenehme Nachtruhe. Erholsamer Schlaf.
Immer wieder durch die gleichen Landschaften. Es gibt kaum Veränderungen und so erfährt man schon die Weite des Landes. Der Verkehr lässt nicht nach und so ist immer hohe Aufmerksamkeit gefordert. Auch ist hier immer wieder mit Löchern oder Wellen in der Straße zu rechnen. Das Wetter hat sich verändert. Es ist nicht mehr so heiß und am Abend gibt es angenehme Abkühlung, wir können besser schlafen.
10. Bei Borokovka hinter den Bäumen an einer schönen Wiese. Ruhige Nacht und spätes Aufstehen. Wir brauchen mal ein bisserl Ruhe. Frühstück um 11:00Uhr Ortszeit.
Eigentlich wollten wir heute nur wenig Zeit mir fahren verbringen um die Erholung der längeren Nacht nicht gleich wieder zu zerlegen. Aber es kommt anders als man denkt..... Es ist ab 16:00Uhr unmöglich einen Stellplatz zu finden. Alle Feldwege sind matschig und die berüchtigten Parkplätze gibt es hier einfach nicht. Nach 19:00Uhr gelingt es uns einen Weg, abseits zu finden. Also Planung ist immer nur soweit gut wie Sie in der Praxis funktioniert. Natürlich sind wir am Abend etwas gefrustet und unleidlich. Es wird Zeit, daß wir mal zur Ruhe kommen. Leider gibt es die notwendige Infrastruktur hier nicht und so müssen wir auf den Baikal hoffen.
11. Nach Borolino abseits im Wald. An einer Zufahrtstraße zum nächsten Ort sehr ruhig und angenehm. Wie immer ist alles etwas zugemüllt.......
Weniger als 1000km bis nach Irkutsk. Überschaubare Entfernung. Aber die Straße ist eine Mischung von Super Straße bis Wellblechpiste mit allen Varianten..... Heute geht es echt langsam.
12. Wieder nach über einer Stunde ohne brauchbaren Platz; wir stehen abseits der Straße an einem Feld und die Geräusche der Straße sind fast nicht zu hören. Wir haben eine ruhige Nacht und stehen sehr früh auf.
Um 6:30Uhr bekommen wir Besuch von einem Menschen, der hier zu Fuß unterwegs ist. Es ist schwierig mit der Verständigung aber dennoch eine Erfahrung. Er möchte von uns einen Becher um seinen Schnaps zu trinken und wir bekommen frischen Dill und etwas Salat. Nach einiger Zeit verstehen wir was von Batterie und so bekommt er noch vier davon. Er erzählt viel – was wir nicht verstehen und verschwindet wieder im Wald. Nach einer viertel Stunde kommt er mit einem Blumenstraus zurück und benötigt noch einmal den Becher. Nun ist seine Flasche leer und nach einigen Erzählungen läuft er wieder zurück zur Straße und geht weiter seiner Wege.
Wir sind gespannt auf den weiteren Zustand der Straße. Dieser ist incl. Waschbrettpiste mit allem versehen was es so gibt. Es wird immer schlechter und wir brauchen entsprechend länger. Auch heute wird die Suche nach einem brauchbaren Stellplatz zum Geduldspiel. Matschige Feldwege oder nix. Die LKW Parkplätze gibt es hier einfach nicht mehr. Wir fragen uns, wo die LKW alle parken? Heute sehen wir die ersten Touris mit Autos auf der Straße. Einen LKW mit NVA Koffer und Kennzeichen V-........ sowie einen alten VW Bus mit französischem Kennzeichen. Bisher beschränkte sich unsere Begegnung auf Fahrradfahrer allein oder in kleinen Gruppen, welche unseren ganzen Respekt genießen. Solche Strecken mit dem Fahrrad...... Hut ab. Das erinnert uns schon an die Begegnungen in der Westsahara mit Fahrradfahrern, die am Morgen schon gesehen haben wo sie am Abend ihr Zelt aufstellen.........
13. Irgendwo zwischen drinn 80km vor Irkutsk. Nicht super aber brauchbar. Als einzige gefundene Möglichkeit ist der Platz zwischen der Straße und der Bahnlinie immer noch ein brauchbarer Stellplatz, beide Lärmquellen sind weit genug entfernt.
Die letzten 250km bis zu unserem ersten großen Etappenziel sind heute recht gemütlich. Angedacht. In Irkutsk wird im Supermarkt nochmal alles mit frischen Lebensmitteln aufgefüllt. Wir kommen über die Berge im Regen an den Baikal. Die Russischen Autofahrer sind schon extrem..... zwei liegen im Graben und dennoch wird überholt wie bekloppt. Er Liegt vor uns, der Baikal – auch im Regen eine Erfahrung wie andere, in unserem Leben z.B. Totes Meer, Wadi Rum, Bosborus oder das Rote Meer.... Vergeblich suchen wir nach einer Camping- oder anderen Struktur. Letztendlich stehen wir auf einer Waldlichtung weit weg von der Straße oberhalb des Baikal und genießen die Ruhe.
14. Baikal !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Superplatz auf einer Lichtung im Wald und oberhalb der Bahnlinie drei Minuten zu Fuß weg vom Baikalsee. Besser geht kaum. Mal sehen wie lange wir es hier aushalten. Viel Regen in der Nacht mit einigem Getöse auf dem Dach. Also nicht ganz so gut geschlafen..........
die große erste Pause unserer Reise......... Wegen dem Regen in den letzten Tagen gibt es genug Wasser und so ist mal die Wäsche dran. Trotz einem Regenschauer am Mittag kriegen wir fast alles wieder getrocknet.
15. Baikal !
Nach der Kontrolle unserer Visumdaten entscheiden wir uns, die gewonnene Zeit nicht hier zu vertrödeln. Sondern wir nutzen die Möglichkeit früher in die Mongolei einzureisen und dort die Zeit sinnvoll zu nutzen. Damit wird auch der Druck geringer in der Mongolei an einzelnen Tagen zu viel fahren zu müssen. Fünf Tage mehr ist viel Zeit. Vor der Mittagspause kaufen wir zwei frisch geräucherte Fische vom Baikal und machen direkt am See eine ausgedehnte Mittagspause. Unterwegs treffen wir auf einem Parkplatz am Rande der Straße einen MAN mit holländischen Kennzeichen und kommen ins Gespräch woher, wohin. Die sind auf der Gegenrunde und fahren schon vier Monate. Kommen aus der Mongolei und berichten, daß alles möglich ist und kein Mangel an irgendwas existiert. Ein beruhigendes Gefühl.
16. Übernachtung weit weg von allen Geräuschen der Zivilisation im Delta des Selenga. Der ruhigste Platz auf der ganzen bisherigen Reise.
Wir fahren gemütlich und das ist bei den Straßen auch ganz gut so. Wir wollen erst morgen an die Grenze fahren und somit haben wir alle Zeit der Welt.
17. Letzte Übernachtung vor der Grenze. In einem lichten Nadelwald weg von der Straße und es scheint genauso ruhig zu werden wie in der letzten Nacht. Super, das haben wir verdient. Wir genießen den Stechmückenfreien Platz ausgiebig mit draußen Sitzen und das Abendessen genießen. Superruhige Nacht.
Nachbetrachtung für Rußland;
Versorgung; Diesel gar kein Problem – Tanken mit Mastercard überall möglich. Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs überhaupt kein Problem. In gößeren Städten gibt es bereits Supermärkte wie wir diese aus Frankreich kennen. Zweimal besuchen wir einen „Mal“, der genauso gut in den USA stehen könnte. Mit dem vollen Programm des Sortimentes. (incl. IKEA) Als viel schwieriger hat sich die Suche nach Wasser herausgestellt. An den Tankstellen wie bei uns ist gar nicht möglich. Außer es ist eine Waschanlage dabei – sehr selten. Wir suchen nun in jeder Stadt nach der Autowaschanlage...... In Dörfern muß man nach den öffentlichen Wasserstellen schauen und diese wenn vorhanden nutzen. Oder teure Wasserflaschen kaufen..... Wir haben sehr bald Brauchwasser und Trinkwasser getrennt und haben jede Gelegenheit die sich ergab genutzt. Auch mal aus einem Bach im Ural - Wasser zum Waschen usw. gebunkert.
Thema Kontrollen; wir hatten zweimal das Vergnügen an den großen Kontrollstellen der Verkehrspolizei angehalten zu werden. Jedes mal, wenn sich herausstellte, daß wir ein Wohnmobil sind wurden wir freundlich weiter gewunken. Keiner wollte von uns Geld oder andere Dinge.
Rußland – Mongolei;
Ankunft an der Grenze: 10:30 Uhr. Ewiges warten mit etwas Streß um einige Drängler. Um 13:15 fahren wir auf den Abfertigungsbereich russische Seite. Alle sind freundlich und es wird eine Kollegin geholt, die mit uns in englische reden kann. Sehr angenehm. Um 14:30 sind wir fertig zur Einreise in die Mongolei. Es werden am Anfang 800Rubel Gebühren erhoben (= 20,25€uro) dann werden wir freundlich von einer Stelle zur nächsten geschickt und sind ohne eine Kontrolle unseres Autos um 15:20 sind wir auf der mongolischen Seite fertig mit den verschiedenen Stellen und kurz vor dem Verlassen des Grenzgeländes gibt es ein Büro für die KFZ Versicherung???? 64000.- in mongolischen Geld (40.-€uro). Wir hatten in der Zollhalle bereits an einem Bankschalter getauscht 1€uro sind 1622.- Tugrik. Um 15:25Uhr verlassen wir etwas entnervt das Grenzgelände.
Die Landschaft erscheint sehr unterschiedlich zu der bisherigen und auch die Straße ist besser. Sie ist nicht so breit und auch das Gebüsch wächst bis an die Fahrbahn aber der Belag hat weniger Schlaglöcher als auf der russischen Seite. Die erste Mautstelle auf der Strecke: 800Tugrik= 0,50€urocent. Wir sind in der Mongolei angekommen.......
Übernachtungen und anderes;
1. 80km nach der Grenze fahren wir in eine Piste ab und stellen uns hinter dem nächsten Hügel neben dieselbe. Perfekt. Auch hier wieder die Erfahrung, selbst wenn jemand vorbeifährt es gibt keinerlei Probleme. Sehr angenehm.
Böse Löcher in der Straße wenn man nicht damit rechnet.
2. Wir sind in Ulan Bator im Gästehaus Oasis angekommen und machen hier Pause.
Hier ein kleiner Bericht von unserer aktuellen Reise. Teil 2 täte folgen, wenn wir wieder mal Zugang zum Netz haben....
Liebe Grüße aus Ulan Bator sendet Horst der Wuestenindianer
Teil 1
Unterwegs zur Seidenstraße und anderen schönen Orten. Start 1.Juli 2012 und Rückkehr?????
Der wilde Osten: Grenzen und Ihre Tücken oder andere Begebenheiten.
Vorbemerkung; wer eine solche Reise tut, ist selber schuld, mag das Autofahren, will Neues kennenlernen, oder hat einfach eine kleine Macke. Deshalb ist auch alles was hier steht eine ganz persönliche Sichtweise und Erfahrung. Ohne den Anspruch auf Richtigkeit. Unser großes Problem bei dieser Reise ist die fehlende Sprachkenntnis. Das macht alles etwas schwierig und zäh. Das macht in einigen Bereichen auch unseren Bericht persönlicher.
Euer Horst
PS.: wer Schreibfehler findet, darf diese behalten.
D – Polen
Keine Kontrolle; direkt an der Grenze wegen Baustelle „viatoll“ verpasst. Erste Ausfahrt 8km BP Autohof das Gerät gemietet.
Erstes Gerät funktioniert nicht....... also am nächsten Tag eine Tankstelle – Gerät getauscht. Polen ist bestimmt schön, aber wir sind nur auf der Durchreise. Die Rückgabe des Gerätes für die Maut scheitert an einer entsprechenden Möglichkeit bei der Ausreise – Mist 30.-€uro Kaution.......
Übernachtungen;
Lichinki- kleiner Dorfcampingplatz nahe der Autobahn 9.-€uro. Sehr ruhig und beschaulich.
Krakau- drei Sterne Platz mit allem was man so braucht Stadtnah und super zur Stadterkundung. Wir machen das nich, bleibt für eine andere Reise in der Planung. 19.-€uro
Przeworsk- kleines Gelände an der Straße sehr angenehm mit Biergarten usw. 11,50€uro
Polen – Ukraine
keine Rückgabe des Lesegerätes möglich 30.-€uro ????
10:40Uhr Ankunft an der Grenze 10:50Uhr Polen Ausreise.
Bei der Einreise UA kleine Kontrolle und Durchsuchen der Bordapotheke wegen Drogen......
11:10Uhr Grenzübergang erledigt. = Geldwechsel an der ersten Tankstelle nach der Grenze.
Übernachtungen;
Lviv bei der Pferderennbahn. Schön ohne Schatten ruhig mit Toilette Dusche usw. aber Einheitspreis 20.-€uro. -
Kiev neuer Camping im alten Messegelände mit Toilette Dusche und Entsorgungsstation für Womo. Schön ruhig im Park- schöne Umgebung aber auch hier 20.-€uro pro Übernachtung.
Ukraine – Russland 9.7.2012
14:35Uhr Ankunft an der Grenze. Passkontrolle und Zollkontrolle etwas unklar, weil unser „Bob der Baumeister“ als LKW angesehen wird. Erst der Chef klärt den Sachverhalt und wir sind ohne Probleme um 15:15Uhr aus der Ukraine ausgereist.
15:20Uhr Grenze Russland. Hier erst recht Probleme wegen dem Auto das ganze Büro wird mit uns beschäftigt und auch hier persönliche Begleitung zu drei verschiedenen Stellen bis zur Klärung der Autozuordnung. Unser Zollpapier wird von einem der freundlichen Zollbeamten ausgefüllt in der Landessprache. Drei Mann klären die einzelnen Zeilen für das Formular im PC für das „Autohaus“.
16:30Uhr wir sind in Russland. Geldwechsel verpeilt - erste Tankstelle – wir tanken mit der Masterkarte und ernten erstaunte Blicke bei der Bestellung von 200 Liter Diesel....... (beim Tanken wird an der Kasse die Menge Bezahlt und erst dann die Säule freigeschaltet.) Fast wie in USA.
Geldwechsel erst in der nächsten großen Stadt – Zheleznogorsk- erste Ausfahrt links zweite Ampel links verschiedene Geldautomaten einer auf der linken Seite auch in „englisch“. Wir haben wieder Bargeld. 39,50Rubel für einen €uro.
Die Straßen in Russland sind richtig schlecht und haben einige böse Wellen. Dies wird sich die nächsten Tage so einspielen. Abwechslung im Straßenzustand von „Super“ bis „Pistenqualität“. Es erinnert an Pistenfahren in Nordafrika. Dennoch schaffen wir einen Schnitt von 60km. Der Zustand der Straßen wechselt ständig und erfordert hohe Konzentration um nicht von einer Delle oder so überrascht zu werden. In den Städten sind tiefe löcher und ausgefahrenen Rinnen ein Normalzustand. Dennoch wundern wir uns über die Masse an neuen Autos, die hier unterwegs sind.
Die Überall beschriebenen Kontrollen durch Polizei haben wir bisher nicht festgestellt. Wir bemühen uns zur Einhaltung der Vorschriften, was bei anderen Verkehrsteilnehmern nicht ganz verstanden wird.
Eine wichtige Erfahrung ist auch, daß im Gegensatz zu Nordafrika, sich kein Mensch für uns und unser Auto interessiert. Weder in den Städten noch an den Übernachtungsplätzen auf dem Lande. Die Verständigung ist schwer und mit den paar erlernten Vokabeln kommen wir nicht sehr weit. Hände, Füsse und das ohne Worte Wörterbuch helfen weiter.
Zum Thema Stellplätze in Russland: es ist kein Problem außerhalb der Ortschaften an einem Feldweg zu stehen oder an einem Weg abseits der Straße. Es kümmert niemanden!!!!
Auf den LKW Parkplätzen kostet es Geld und ist in der Regel viel lauter und dreckiger. Bis am späten Abend kommen LKW und früh am Morgen fahren die ersten wieder weiter.
Hinter den Baumreihen entlang der Straße mit Blick aufs frei Feld ist es nicht ganz leise aber sicher und es kostet nix.
Übernachtungen; und anderes......
1. kleiner Parkplatz an der Straße im Wald. Wenn nicht gerade leere LKW vorbeikommen – sehr angenehm und ruhig. 0.-€uro
Die Straßen bleiben weiterhin wie oben beschrieben. Als Problem erweist sich die Versorgung mit Wasser. Es ist nicht wie in Westeuropa, wo es an jeder Tankstelle Wasser gibt. Es bleiben die mit einer Waschanlage oder die öffentlichen Wasserstellen in den Dörfern.
2. in Ermangelung einer anderen Gelegenheit- auf einem Feldweg hinter den Bäumen ruhiger als der Letzte, weil die Straße besser ist. 0.-€uro
Wie gehabt, es geht immer auf der selben Höhe (170-250Meter über Null) weiter gen Osten. Ein richtig großes Land. Die Größe wird dann noch klarer, wenn man die kleinen Strecken auf der Karte betrachtet, welche an einem Tag gefahren sind........
3. Kuzneck vor Samara, der erste Halt auf einem der bewachten LKW Parkplätze für 100Rubel (2,50€uro) es gibt eine verschissene Toilette und ein kleines Restaurant – alles sehr neu, wir kochen dennoch selbst.
Heute überfahren wir die Wolga. Und der Zustand der Straßen ist erbärmlich. Es fällt schwer mal einen Blick in die Landschaft schweifen zu lassen ohne, daß man ein Schlagloch erwischt. Zu allem Elend haben wir auch noch einen unserer zwei Ersatzdecken für die Räder auf dem Dach verloren ohne es zu merken. Verluste sind einzuplanen........
4. Oktryabrsky 80 Rubel für einen schlechten Rastplatz, aber es gab die letzten zwei Stunden keine Möglichkeit. Für die weitere Reise werden wir versuchen freie Plätze zu benutzen.
Wir fahren langsamer um nicht noch mehr in unseren Kästen zu zerschlagen. Tetrapack usw. Hurra heute ist die Straße viel besser als alles bisher. Wir kommen zügig wieter – trotz der vielen Baustellen.
5. Freitag der 13. - dabei war doch gestern unser Pechtag...... bei Ust-Kutav auf einer Waldwiese – sehr ruhig. Und obwohl einige Autos vorbeifahren kümmert sich keiner um uns. Wir haben haben die Ausläufer des Ural erreicht. Die Hälfte der Strecke nach Osten haben wir heute geschafft. 4.300 km. In zwei Wochen......... Ein Glas Rotwein extra!
Wir fahren über den Ural in max. 500Meter Höhe und kommen nach Chelyabinsk kaufen in einem „Spar“ ein und suchen nach einer Bank zum Geld wechseln. Diese finden wir, aber leider fünf Minuten nach Geschäftsende..... Weiter heraus aus der Stadt – Tanken und weiter nach Osten - am Horizont sind dicke Rauchschwaden von Feuern zu sehen.
6. Erster Halt in Asien. An einem Feldrand – ein wunderschöner Platz hinter der Baumreihe abseits der Straße. Wir sortieren unser Auto und machen die Vorbereitungen fürs Abendessen. Es riecht nach Feuer....... Hinter uns aus der Richtung des Windes kommt eine graue Rauchwolke. Wir räumen zusammen und fahren weiter nach Osten. In einem Birkenwald 50km weiter kochen wir unser Essen und bleiben über Nacht.
Schnelle Strecke mit einem Teilstück Feldweg bei der Umfahrung von Kasachstan in Richtung Omsk. Wenig Verkehr und überwiegend LKW.
7. Bei Ishim etwas außerhalb des Ortes fahren wir einen Feldweg und kommen sehr weit weg von der Straße an einem kleinen Wald zum Stehen. Super keine Geräusche außer den unseren..........
Heute Nacht hatten wir das erste Mal Stechmückenalarm. Geldwechsel in Omsk ohne Probleme in der Bank. Wichtig, es wird genau auf den guten Zustand der Scheine geachtet. Die Straße war mit wenigen Ausnahmestrecken recht gut zu fahren.
8. Bei Tatarsk am Rande einer großen Wiese, von der Straße getrennt durch ein Birkenwäldchen. Wir waschen unsere Wäsche und ein Treckerfahrer kommt vorbei freundliches Halle und er fährt weiter seines Weges. Mitten in der Nacht zwingt uns Gewitter zurück an die Straße. Wir haben Respekt vor dem Schlamm auf dem Feldweg. Der Rest der Nacht ist nicht sehr leise.
Weit im Osten, die Straße und der Verkehr lassen eine hohe Geschwindigkeit zu. So kommen wir heute viel weiter als geplant.
9. hinter Novosibirsk bei der ersten Gelegenheit, die sich bietet. Hinter den Bäumen an einer Wiese. Angenehme Nachtruhe. Erholsamer Schlaf.
Immer wieder durch die gleichen Landschaften. Es gibt kaum Veränderungen und so erfährt man schon die Weite des Landes. Der Verkehr lässt nicht nach und so ist immer hohe Aufmerksamkeit gefordert. Auch ist hier immer wieder mit Löchern oder Wellen in der Straße zu rechnen. Das Wetter hat sich verändert. Es ist nicht mehr so heiß und am Abend gibt es angenehme Abkühlung, wir können besser schlafen.
10. Bei Borokovka hinter den Bäumen an einer schönen Wiese. Ruhige Nacht und spätes Aufstehen. Wir brauchen mal ein bisserl Ruhe. Frühstück um 11:00Uhr Ortszeit.
Eigentlich wollten wir heute nur wenig Zeit mir fahren verbringen um die Erholung der längeren Nacht nicht gleich wieder zu zerlegen. Aber es kommt anders als man denkt..... Es ist ab 16:00Uhr unmöglich einen Stellplatz zu finden. Alle Feldwege sind matschig und die berüchtigten Parkplätze gibt es hier einfach nicht. Nach 19:00Uhr gelingt es uns einen Weg, abseits zu finden. Also Planung ist immer nur soweit gut wie Sie in der Praxis funktioniert. Natürlich sind wir am Abend etwas gefrustet und unleidlich. Es wird Zeit, daß wir mal zur Ruhe kommen. Leider gibt es die notwendige Infrastruktur hier nicht und so müssen wir auf den Baikal hoffen.
11. Nach Borolino abseits im Wald. An einer Zufahrtstraße zum nächsten Ort sehr ruhig und angenehm. Wie immer ist alles etwas zugemüllt.......
Weniger als 1000km bis nach Irkutsk. Überschaubare Entfernung. Aber die Straße ist eine Mischung von Super Straße bis Wellblechpiste mit allen Varianten..... Heute geht es echt langsam.
12. Wieder nach über einer Stunde ohne brauchbaren Platz; wir stehen abseits der Straße an einem Feld und die Geräusche der Straße sind fast nicht zu hören. Wir haben eine ruhige Nacht und stehen sehr früh auf.
Um 6:30Uhr bekommen wir Besuch von einem Menschen, der hier zu Fuß unterwegs ist. Es ist schwierig mit der Verständigung aber dennoch eine Erfahrung. Er möchte von uns einen Becher um seinen Schnaps zu trinken und wir bekommen frischen Dill und etwas Salat. Nach einiger Zeit verstehen wir was von Batterie und so bekommt er noch vier davon. Er erzählt viel – was wir nicht verstehen und verschwindet wieder im Wald. Nach einer viertel Stunde kommt er mit einem Blumenstraus zurück und benötigt noch einmal den Becher. Nun ist seine Flasche leer und nach einigen Erzählungen läuft er wieder zurück zur Straße und geht weiter seiner Wege.
Wir sind gespannt auf den weiteren Zustand der Straße. Dieser ist incl. Waschbrettpiste mit allem versehen was es so gibt. Es wird immer schlechter und wir brauchen entsprechend länger. Auch heute wird die Suche nach einem brauchbaren Stellplatz zum Geduldspiel. Matschige Feldwege oder nix. Die LKW Parkplätze gibt es hier einfach nicht mehr. Wir fragen uns, wo die LKW alle parken? Heute sehen wir die ersten Touris mit Autos auf der Straße. Einen LKW mit NVA Koffer und Kennzeichen V-........ sowie einen alten VW Bus mit französischem Kennzeichen. Bisher beschränkte sich unsere Begegnung auf Fahrradfahrer allein oder in kleinen Gruppen, welche unseren ganzen Respekt genießen. Solche Strecken mit dem Fahrrad...... Hut ab. Das erinnert uns schon an die Begegnungen in der Westsahara mit Fahrradfahrern, die am Morgen schon gesehen haben wo sie am Abend ihr Zelt aufstellen.........
13. Irgendwo zwischen drinn 80km vor Irkutsk. Nicht super aber brauchbar. Als einzige gefundene Möglichkeit ist der Platz zwischen der Straße und der Bahnlinie immer noch ein brauchbarer Stellplatz, beide Lärmquellen sind weit genug entfernt.
Die letzten 250km bis zu unserem ersten großen Etappenziel sind heute recht gemütlich. Angedacht. In Irkutsk wird im Supermarkt nochmal alles mit frischen Lebensmitteln aufgefüllt. Wir kommen über die Berge im Regen an den Baikal. Die Russischen Autofahrer sind schon extrem..... zwei liegen im Graben und dennoch wird überholt wie bekloppt. Er Liegt vor uns, der Baikal – auch im Regen eine Erfahrung wie andere, in unserem Leben z.B. Totes Meer, Wadi Rum, Bosborus oder das Rote Meer.... Vergeblich suchen wir nach einer Camping- oder anderen Struktur. Letztendlich stehen wir auf einer Waldlichtung weit weg von der Straße oberhalb des Baikal und genießen die Ruhe.
14. Baikal !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Superplatz auf einer Lichtung im Wald und oberhalb der Bahnlinie drei Minuten zu Fuß weg vom Baikalsee. Besser geht kaum. Mal sehen wie lange wir es hier aushalten. Viel Regen in der Nacht mit einigem Getöse auf dem Dach. Also nicht ganz so gut geschlafen..........
die große erste Pause unserer Reise......... Wegen dem Regen in den letzten Tagen gibt es genug Wasser und so ist mal die Wäsche dran. Trotz einem Regenschauer am Mittag kriegen wir fast alles wieder getrocknet.
15. Baikal !
Nach der Kontrolle unserer Visumdaten entscheiden wir uns, die gewonnene Zeit nicht hier zu vertrödeln. Sondern wir nutzen die Möglichkeit früher in die Mongolei einzureisen und dort die Zeit sinnvoll zu nutzen. Damit wird auch der Druck geringer in der Mongolei an einzelnen Tagen zu viel fahren zu müssen. Fünf Tage mehr ist viel Zeit. Vor der Mittagspause kaufen wir zwei frisch geräucherte Fische vom Baikal und machen direkt am See eine ausgedehnte Mittagspause. Unterwegs treffen wir auf einem Parkplatz am Rande der Straße einen MAN mit holländischen Kennzeichen und kommen ins Gespräch woher, wohin. Die sind auf der Gegenrunde und fahren schon vier Monate. Kommen aus der Mongolei und berichten, daß alles möglich ist und kein Mangel an irgendwas existiert. Ein beruhigendes Gefühl.
16. Übernachtung weit weg von allen Geräuschen der Zivilisation im Delta des Selenga. Der ruhigste Platz auf der ganzen bisherigen Reise.
Wir fahren gemütlich und das ist bei den Straßen auch ganz gut so. Wir wollen erst morgen an die Grenze fahren und somit haben wir alle Zeit der Welt.
17. Letzte Übernachtung vor der Grenze. In einem lichten Nadelwald weg von der Straße und es scheint genauso ruhig zu werden wie in der letzten Nacht. Super, das haben wir verdient. Wir genießen den Stechmückenfreien Platz ausgiebig mit draußen Sitzen und das Abendessen genießen. Superruhige Nacht.
Nachbetrachtung für Rußland;
Versorgung; Diesel gar kein Problem – Tanken mit Mastercard überall möglich. Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs überhaupt kein Problem. In gößeren Städten gibt es bereits Supermärkte wie wir diese aus Frankreich kennen. Zweimal besuchen wir einen „Mal“, der genauso gut in den USA stehen könnte. Mit dem vollen Programm des Sortimentes. (incl. IKEA) Als viel schwieriger hat sich die Suche nach Wasser herausgestellt. An den Tankstellen wie bei uns ist gar nicht möglich. Außer es ist eine Waschanlage dabei – sehr selten. Wir suchen nun in jeder Stadt nach der Autowaschanlage...... In Dörfern muß man nach den öffentlichen Wasserstellen schauen und diese wenn vorhanden nutzen. Oder teure Wasserflaschen kaufen..... Wir haben sehr bald Brauchwasser und Trinkwasser getrennt und haben jede Gelegenheit die sich ergab genutzt. Auch mal aus einem Bach im Ural - Wasser zum Waschen usw. gebunkert.
Thema Kontrollen; wir hatten zweimal das Vergnügen an den großen Kontrollstellen der Verkehrspolizei angehalten zu werden. Jedes mal, wenn sich herausstellte, daß wir ein Wohnmobil sind wurden wir freundlich weiter gewunken. Keiner wollte von uns Geld oder andere Dinge.
Rußland – Mongolei;
Ankunft an der Grenze: 10:30 Uhr. Ewiges warten mit etwas Streß um einige Drängler. Um 13:15 fahren wir auf den Abfertigungsbereich russische Seite. Alle sind freundlich und es wird eine Kollegin geholt, die mit uns in englische reden kann. Sehr angenehm. Um 14:30 sind wir fertig zur Einreise in die Mongolei. Es werden am Anfang 800Rubel Gebühren erhoben (= 20,25€uro) dann werden wir freundlich von einer Stelle zur nächsten geschickt und sind ohne eine Kontrolle unseres Autos um 15:20 sind wir auf der mongolischen Seite fertig mit den verschiedenen Stellen und kurz vor dem Verlassen des Grenzgeländes gibt es ein Büro für die KFZ Versicherung???? 64000.- in mongolischen Geld (40.-€uro). Wir hatten in der Zollhalle bereits an einem Bankschalter getauscht 1€uro sind 1622.- Tugrik. Um 15:25Uhr verlassen wir etwas entnervt das Grenzgelände.
Die Landschaft erscheint sehr unterschiedlich zu der bisherigen und auch die Straße ist besser. Sie ist nicht so breit und auch das Gebüsch wächst bis an die Fahrbahn aber der Belag hat weniger Schlaglöcher als auf der russischen Seite. Die erste Mautstelle auf der Strecke: 800Tugrik= 0,50€urocent. Wir sind in der Mongolei angekommen.......
Übernachtungen und anderes;
1. 80km nach der Grenze fahren wir in eine Piste ab und stellen uns hinter dem nächsten Hügel neben dieselbe. Perfekt. Auch hier wieder die Erfahrung, selbst wenn jemand vorbeifährt es gibt keinerlei Probleme. Sehr angenehm.
Böse Löcher in der Straße wenn man nicht damit rechnet.
2. Wir sind in Ulan Bator im Gästehaus Oasis angekommen und machen hier Pause.
Meine Enkel sind goldiger als Deine !!!
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Horst der Wuestenindianer
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Hallo aktuelle Infos aus Kirgisien.....
Achtung Masterkarte geht hier nur in zwei Staedten !!!!! Sonst nur Visa !!!!!
LG Horst aktuell aus Karakol
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martin1101
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Danke Horst für Deine aktuellen Berichte
Martin
Martin
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Horst der Wuestenindianer
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Hallo,
für alle, die es interessiert, hier nun der ganze Bericht der Reise von D bis zurück in Pl.
Lg Horst
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Lg Horst
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Bäärti
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- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Hoi Horst
Eine grossartige Reise habt ihr da unternommen!
Erzähl doch mal: Wie lange seid ihr unterwegs gewesen? Und wie weit war die gesamte Strecke? Und so?
Gruss Bäärti
.
Eine grossartige Reise habt ihr da unternommen!
Erzähl doch mal: Wie lange seid ihr unterwegs gewesen? Und wie weit war die gesamte Strecke? Und so?
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Danke für die unterhaltsame Sonntagslektüre!
Surfy
Surfy
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Horst der Wuestenindianer
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Hallo Bäärti,
schön von Dir zu hören, wir haben uns mal beim Afrikatreff kennengelernt über Roli.
Also die Reise hat 99Tage gedauert und es waren 22680km.
Dieselverbrauch 3341,31Liter.
Das teuerste war das Visa für Russland für die dreimalige Einreise.
Liebe Grüsse aus der Kurpfalz
sendet Horst
schön von Dir zu hören, wir haben uns mal beim Afrikatreff kennengelernt über Roli.
Also die Reise hat 99Tage gedauert und es waren 22680km.
Dieselverbrauch 3341,31Liter.
Das teuerste war das Visa für Russland für die dreimalige Einreise.
Liebe Grüsse aus der Kurpfalz
sendet Horst
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Bäärti
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Re: auf den Spuren der Seidenstraße
Hoi HorstHorst der Wuestenindianer hat geschrieben:Hallo Bäärti,
schön von Dir zu hören, wir haben uns mal beim Afrikatreff kennengelernt über Roli.
Jein - wir haben uns schon vorher kennengelernt. In Genua, als wir auf die HABIB? warteten. Ist schon ein paar Jahre her!
liebe Grüsse
Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.





