Machen wir also eine kleine Reise in Bildern. Ich "oute" mich als eher schreibfaul und lasse daher lieber Bilder -mit ein paar treffenden Kommentaren- für mich sprechen.
Bombay ist eine Art Hobby von mir, neben Kathmandu und Bangkok meine Lieblingsstadt im fernen oder halbfernen Osten. Im Gegensatz zu Singapore, dass zu einem grossen Shopping Center, mit 10'000 Benimmregeln, die alles spontane Leben abwürgen vorkommen ist und wo einem spätestens nach einem halben Tag das Gesicht einschläft, ist Bombay das pure Gegenteil.
Lärm, Chaos, Menschen, ein 18 Millionen Moloch (wie viele Leute genau dort Leben weiss keiner so genau). Dies der Erste Eindruck für viele. Wenn man die Stadt aber etwas kennt und sich an die Zuständen gewöhnt hat, breitet sie ihre Faszination aus. Die grossen Sehenswürdigkeiten wie in New Delhi ..."Rotes Ford"..."Qutb Minar".. usw, findet man in Bombay nicht und daher ist Bombay touristisch auch nicht viel besucht und wird von vielen nur als kurze Zwischenstation für eine Reise in den Süden "missbraucht".
Da war einmal ein kleines Fischerdorf an einer schönen Bucht. Portugiesische Seefahrer haben es damals als Hafen genutzt. „Bom Bahia“ schöne Bucht haben sie es getauft. Als Indien von England kolonialisiert war, konnten die Tommies mit dem "Bahia" nicht viel anfangen und ersetzten es einfach mit "Bay" und Bombay war geboren. Das war dann, nach dem Abzug der Engländer, den Indischen Politikern irgendwann nicht mehr genehm und sie schufen Mumbai, aber in Mumbai, sagen immer noch alle Bombay, also kein Stress mit Namen.
Freddie Mercury Komponist und Leadsänger der Band "Queen" ist in Bombay aufgewachsen, daher vielleicht etwas mein besonderer Bezug zu dieser Stadt.
Für einen Fotografen ist es eine Herausforderung durch die Metropole zu ziehen und aussagekräftige Bilder zu machen. So viele Eindrücke, Hitze, Lärm, Farben, Gerüche.. man verliert schnell den Überblick und beginnt die üblichen Klischees, wie Tempel, Armut und Currypulver zu fotografieren.
Die Anreise ist einfach. Der Swiss Flug starten um 10 Uhr am Morgen in Zürich und setzt 7.5 h später , am frühen Abend in Bombay auf. Immigration geht heutzutage sehr schnell, freundlich und problemlos. Draussen stehen die Taxis bereit und es kann losgehen. Ich nehme immer die alten "illegalen" Klapperkisten und nicht die relativ "modernen" AC Kutschen.
Vom Flughafen in die Stadt sind es etwa 1h. Einige Fahrer müssen ihr "Rambo" Symptom ausleben, aber zum Glück, hält sie ihr "Kriegsgerät" in engen Grenzen, die Autos haben keinen Power, sind bedingt Zuverlässig und ich habe erst wenige Fahrten erlebt, die reibungslos abliefen. Oft geht das Benzin aus, oder das Auto überhitzt usw... Das ist dann in Indien immer "no problem"...also locker bleiben.
Etwas Wasser einfüllen und ein paar Minuten warten und es geht weiter
Aber die Location für die Panne war gut gewählt...Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus oder Victoria Terminus der Hauptbahnhof...
Und erste Grundregel in Indien, der Stärkere hat immer Vortritt, Rücksicht unbekannt..
Und Menschen hat es überall, wer Einsamkeit sucht ist im falschen Film hier..
Überall ist etwas los
Sein Job ist es mit einer heiligen Kuh durch die Strassen zu ziehen und sie von den Leuten mit Geldscheinen füttern zu lassen, gekonnt greift das Tier jeweils zu
Freche kleine "Rackers"...
Rustikale Wohngegend und die übliche Hektik.
Lepra gibt es leider immer noch in Indien...
Die Quality Managerin von McDonald's...
Kühe hat es überall... und da heilig können sie machen was sie wollen..
Findet man einmal ein Platz wo man seine Ruhe hat, ist man bald der Mittelpunkt. Inder lassen sich gerne mit Westlern fotografieren...
Früher Morgen am arabischen Meer
Am ehesten Ruhe vor dem Lärm und der Hektik, hat man am frühen Morgen am Marine Drive..
Sportlicher Sikh am Marine Drive.
Windrädchen Verkäuferin an der Chowpatty Beach.
Chowpatty Beach, am Wochenende hat es hier tausende Menschen..
...dies einmal der erste Teil, Fortsetzung folg...


