„Rund 300 Menschen verwüsteten am Donnerstagnachmittag das Haus des entmachteten Regierungschefs Danijar Ussenow, bestätigte der von der Interimsregierung eingesetzte Stadtkommandant von Bischkek, Turat Modalbajew. Das Haus von Präsident Kurmanbek Bakijew war bereits am Vortag ausgeplündert worden.“
Quelle
Die Krigisen haben nun zum zweiten Mal einen Präsidenten verjagt. Man wundert sich, dass das dort so einfach ist. Mir haben sie gesagt, das liege daran, dass sich das Militär raushält oder sogar auf Seiten der Demonstraten steht. Nur die Polizei hat vergeblich versucht, die Leute aufzuhalten.
Als ich 2006 durchs Land reiste, wunderte ich mich, dass man – im Gegensatz zu den anderen zentralasiatischen Ländern – kaum Polizei auf den Straßen sah. Die Leute sagten, die Polizisten haben Angst vor der Bevölkerung, weil die ein Jahr zuvor versucht hatten, den Sturz des Präsidenten zu verhindern.
Ich wünsche diesem sympathischen Volk, dass es jetzt eine vernünftige Regierung bekommt.
Kirgisen verjagen Präsidenten
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juergen_hensgen
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Wolfgang16
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Re: Kirgisen verjagen Präsidenten
Hallo,
da kann man den Kirgisen nur wünschen, daß dann die neue Riege sich nicht wieder erstmal nur die Taschen füllt. Die ausufernde Korruption ist eines der Hauptprobleme in diesen Ländern. Wenn sich jetzt tatsächlich eine funktionierende Demokratie in Kirgisistan etablieren sollte, wäre das ein Meilenstein. Schon bei unserer letztjährigen Zentralasientour war es das Land, in dem wir uns am wohlsten gefühlt haben. Polizisten haben wir vergleichsweise viele gesehen, allerdings waren die nur mit Radarpistolen bewaffnet.
da kann man den Kirgisen nur wünschen, daß dann die neue Riege sich nicht wieder erstmal nur die Taschen füllt. Die ausufernde Korruption ist eines der Hauptprobleme in diesen Ländern. Wenn sich jetzt tatsächlich eine funktionierende Demokratie in Kirgisistan etablieren sollte, wäre das ein Meilenstein. Schon bei unserer letztjährigen Zentralasientour war es das Land, in dem wir uns am wohlsten gefühlt haben. Polizisten haben wir vergleichsweise viele gesehen, allerdings waren die nur mit Radarpistolen bewaffnet.
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Christian Desertrider
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Re: Kirgisen verjagen Präsidenten
Hallo,
mich hat erstaunt, dass es nicht gleich nach der Wahl schon zu ernsteren Vorkomnissen gekommen ist.
Ich war bis eine Woche vor der Wahl im Land auf Durchreise und die Menschen waren ob der Wahl schon skeptisch. Ihnen war fast klar, dass Bakiev gewinnen würde, aber ein Grossteil mochte ihn nicht. Da scheint es auch einen Nord-Süd-Gegensatz zu geben (wie in anderen Ländern auch). Dabei ist das Ferganabecken der eine Part und der Rest der Andere.
Die Veternwirtschaft wurde damals auch schon ins Feld geführt.
Wahrscheinlich wäre es für den Präsidenten besser die Hauptstadt ins Ferganabecken zu verlegen
Grüsse
Christian
mich hat erstaunt, dass es nicht gleich nach der Wahl schon zu ernsteren Vorkomnissen gekommen ist.
Ich war bis eine Woche vor der Wahl im Land auf Durchreise und die Menschen waren ob der Wahl schon skeptisch. Ihnen war fast klar, dass Bakiev gewinnen würde, aber ein Grossteil mochte ihn nicht. Da scheint es auch einen Nord-Süd-Gegensatz zu geben (wie in anderen Ländern auch). Dabei ist das Ferganabecken der eine Part und der Rest der Andere.
Die Veternwirtschaft wurde damals auch schon ins Feld geführt.
Wahrscheinlich wäre es für den Präsidenten besser die Hauptstadt ins Ferganabecken zu verlegen
Grüsse
Christian
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juergen_hensgen
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Re: Kirgisen verjagen Präsidenten
Ich war letztes Jahr während der Wahlen in Bishkek, war mit meiner Freundin sogar im Wahllokal, wo sie mich aber wieder rausgewiesen haben. Da ging alles zu wie bei uns. Aber die Fälschung kommt ja erst danach... Sie hatten Ausschreitungen erwartet, aber kamen nicht, damals wurde nicht von Wahlfälschung geredet.
Das Ferganatal gehört zum größten Teil zu Usbekistan. Bakiev soll ins überwiegend von Usbeken bewohnte Osh geflohen sein. Die Übergangsregierung will ihn nun doch vor Gericht stellen. Ist richtig was los da. Wär gern dabei gewesen, hier gibts einen kurzen Film (falls der nicht schon im TV zu sehen war - ich hab keinen Fernseher):
Das Ferganatal gehört zum größten Teil zu Usbekistan. Bakiev soll ins überwiegend von Usbeken bewohnte Osh geflohen sein. Die Übergangsregierung will ihn nun doch vor Gericht stellen. Ist richtig was los da. Wär gern dabei gewesen, hier gibts einen kurzen Film (falls der nicht schon im TV zu sehen war - ich hab keinen Fernseher):




