besten Dank, dass ihr uns an euren schönen Reisen immer teilhaben lasst.
Ich kann mich den anderen nur anschließen und hoffen, dass euch dieses "Abenteuer" in der Türkei nicht nachhaltig beeinträchtigt und dass ihr auch weiter so tolle Reisen unternehmen könnt. Und das möglichst unbeschwert !
Turi hat geschrieben:Wie Doncarlos schon geschrieben hat, sowas sollte an die grosse Presse...
Wir haben den Bericht von Gi und Wi auf unserer facebook-Seite veröffentlicht. Wer möchte, kann den Beitrag gerne teilen und die Geschichte auf diese Art und Weise weiteren Menschen und vielleicht "der großen Presse" zugänglich machen:
*Er* und der IS Türkei legen sich wohl gerade mit den Österreichern an:
Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat der Zeitung Österreich bestätigt, dass er über Soziale Medien "Morddrohungen vom radikalen Teil der türkischen Community" erhalten hat. Außerdem drohten Erdoğan-Anhänger dort, die Terrorgruppe IS werde die österreichische Regierung "vernichten".
Auch wird der drohende Staatsbankrott der Türkei vorhergesagt. Nicht unplausibel:
Tatsächlich kostete der Putschversuch das Land nach einer Rechnung des türkischen Handelsministers Bülent Tüfenkci bislang mindestens 300 Milliarden Lira - umgerechnet etwa 90 Milliarden Euro.
Soviel bekommen die nicht mal jährlich von der EU, also von uns. Quelle.
Europas Juristen: Zurück zur Rechtsstaatlichkeit in der Türkei
Darüber hinaus appelliert IALANA an die NATO, die 102 in der Türkei stationierten Atomsprengköpfe sowie die Tornado-Einheit der Luftwaffe "unverzüglich" abzuziehen.
Mehr ...
Diese Juristen haben die Entwicklung in der Türkei treffend zusammengefaßt:
Die von Präsident Erdogan und seiner AKP-Regierung angeordneten und veranlassten Maßnahmen zielen vor allem auf die Ausschaltung einer unabhängigen Justiz, die Einschüchterung und Unterdrückung jeder Opposition, die Gleichschaltung der Presse und Medien sowie auf die möglichst ungehinderte Errichtung eines autoritären Präsidialregimes mit einem ungehemmten Führerkult.
Die türkische Regierung sorgt dafür, dass jedes Dorf erfährt, wie das böse Deutschland mit der TÜRKEI umgeht.
Die Türken die vom tourismus leben, werden uns das nicht spüren lassen, der Rest schon eher.
In die Türkei fahr ich nicht mehr.
Beim lesen des Berichtes der beiden kriegt man richtig Wut, dass die Behörden so hinterlistig agierten, wie südamerikanische Militärregime damals.
Folgende Aktionen sollten unverzüglich gestartet werden:
- w.o. berichtet Abzug aller Atomwaffen durch die NATO
- Neuverhandlung des Status der Türkei in der NATO
- Aufkündigung des Flüchtlingsvertrages
- Abbruch der EU Verhandlungen
- Stop aller Zahlungen aus der EU
- Abzug der EU Botschafter aus Ankara und einfrieren der diplomatischen Beziehungen
Hab ich was vergessen? Könnte man Adolf E. so stoppen?
SWIFT fristlos kündigen. Grenzen für Waren und Finanzen schließen. Das hat beim Iran große Wirkung gezeigt.
RobertL hat geschrieben:
Könnte man Adolf E. so stoppen?
Der alleine reicht nicht. Er hat Millionen überzeugte Fans. Nur Erdogan stoppen hieße fast 72 Millionen Märtyrer zu produzieren, zzgl. im Millionenbereich bei uns in .de.
Das 3. Reich brauchte 12Jahre, bis es an die Wand gefahren war, und selbst dann blieben noch zu viele übrig, die das für ein Erfolgsmodell hielten. Im Iran kann man schön sehen, wie so was auch ohne großen Krieg funktionieren kann.
Von den festgenommenen Putschisten hört man kaum etwas. Keiner weiß, wo sie untergebracht wurden und wie sie behandelt werden. Der türkische Wirtschaftsminister sagt deutlich, wie er sich die Zukunft der Putschisten vorstellt. Liest man die Erlebnisse von grenzenlos, kann man das Schlimmste befürchten.
"Sie sollen wie Kanalratten krepieren"
Für Aufregung sorgte weiterhin eine Aussage des türkischen Wirtschaftsministers Nihat Zeybekci, der die Putschisten als "Kanalratten" bezeichnete. In Denizli sagte er: "Wir werden ihnen so eine Strafe geben, dass sie sagen: 'Würden wir nur krepieren und davonkommen.' Solange sie leben, werden wir ihnen nie wieder Tageslicht zeigen. Solange sie leben, werden sie nie wieder Stimmen von Menschen hören. Sie werden nur ihre eigenen Stimmen hören. In 1,5 bis 2 Quadratmeter großen Räumen werden sie wie Kanalratten krepieren." mehr...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
doncarlos hat geschrieben:Hi grenzenlos,
und wenn ich dies geographisch richtig nachvollziehe wart ihr nur wenige zig-Kilometer von der syrischen grenze entfernt. Ich muss schon euren Mut -oder ist es eher Arglosigkeit- bewundern, dass ihr da überall ständig nachts wild campiert. Hättet Ihr dies z.B. auch in der vom israelischen Militär drangsalierten Westbank versucht?
Hallo doncarlos,
müssen so um die 25 Kilometer gewesen sein. Hatte vorher in den Seiten des AA nachgeschaut. Zu der Zeit, wurde auf verstärkte Kontrollen hingewiesen. In der Stadt wollte wir nicht bleiben, deshalb der Platz bei den Ruinen. Wollten am nächsten Tag zum Nemrut. Bauern hatten uns gesagt, der Platz wäre kein Problem. Wir fragen eigentlich immer die Leute vor Ort. Wir hatten auch kurz vorher eine Straßenkontrolle, da wurden wir ohne Probleme durchgelassen. Natürlich kann es sein, dass ich da etwas naiv war. Später ist man immer schlauer. Hinzu kommt, dass wir in den letzten 25 Jahren ca. 10 Touren in der Türkei unternommen haben. Es gab nie Probleme. Hatten da auch 2 x im Kurdengebiet aus Sicherheitsgründen bei Jandarmen übernachtet. Nie ein Problem, macht wahrscheinlich auch unvorsichtig. Von Januar bis Mai 2016 soll es um die 20 ähnliche Fälle von Deutschen Touristen gegeben haben.
Habe gestern die Geschichte dem AA übermittelt. Mal sehen ob es eine Antwort gibt.
Hättet Ihr dies z.B. auch in der vom israelischen Militär drangsalierten Westbank versucht
Ich bin nicht unbedingt eine Freund der israelischen Politik, nur hier muss ich für die Israelis eine Lanze brechen.
Wir fuhren und übernachteten am Rande der Westbank und in den palästinensischen Gebieten, überall im "Busch", sofern man dem in Israel so sagen kann, einschliesslich auf der Anhöhe vor Ramallah im Westjordanland.
Nicht ein mal haben wir Probleme gehabt und wurden immer höflich behandelt, auch wurden wir aufgefordert, und das sehr höflich, aber bestimmt, ein Gebiet in der Negev zu verlassen, da dort in den nächsten Minuten geschossen wird.
Das gilt für die Palästinenser genauso wie für die Israeli, wurden wir als Traveller/Touristen erkannt, waren alle wieder entspannt.
Dinge wie die Zwei in der Türkei erlebt haben sind uns dort, wie im übrigen auch in ganz Afrika, nie untergekommen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Wir sind auch ganz entsetzt von den geschilderten Erlebnissen und stellen uns im Moment natürlich die Frage, ob wir eher den Plan B ziehen sollten, wenn wir im Oktober zu unserer Afrika-Durchquerung starten. Bislang stand die Durchquerung der Türkei auf unserem Reiseplan. Gibt es im Moment Reisende in der Türkei, die etwas über die derzeitige Lage sagen können?
Grüßle Birte
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!
Und der Traum wird wahr!
grenzenlos hat geschrieben:Von Januar bis Mai 2016 soll es um die 20 ähnliche Fälle von Deutschen Touristen gegeben haben.
Siehe dazu auch den folgenden Artikel vom Mai des Jahres bei Focus:
Nach Recherchen von "Report Mainz" sind die Fälle in den letzten Monaten häufiger aufgetreten. Demnach soll es um bis zu 20 Fälle seit Anfang 2015 gehen [...] Der Bundestagsabgeordnete Jan van Aken, der für die Linken im Auswärtigen Ausschuss sitzt, kritisiert im Interview mit REPORT MAINZ das Vorgehen der deutschen Botschaft: „Dieser Fall ist auf jeden Fall eine ganz große Nachlässigkeit. Es darf nicht passieren, dass jemand ohne konsularische Hilfe sechs Tage im Knast sitzt.“
Birgitt hat geschrieben:
Nun aber zurück zu Birtes Frage: Gibt es im Moment Reisende in der Türkei, die etwas über die derzeitige Lage sagen können?
Die Fragestellung ist vielleicht nicht geeignet für eine aussagekräftige Antwort. Denn die, die was Positives zur Lage schildern, können das. Die anderen sitzen dort gerade irgendwo hinter Gittern.
Eher wäre die Frage angebracht, ob jemand irgendwelche Türkei-Reisenden vermißt. Wobei mich das spontan an den März 2003 erinnert :-(
Hi Turi,
danke für deine Aufklärung was die militärische Situation und die Möglichkeit des Wildcampens im besetzten Westjordanland angeht. Tatsächlich hatte ich mir dies anders vorgestellt bin aber gerne bereit meine Meinung zu ändern. Die israelische Tsahal scheint also tatsächlich souveräner im Umgang mit "möglichen Störenfrieden" in ihren Territorien zu sein als die türkische Armee. Warum letztere im Umgang mit unserem wüschi-Freund "grenzenlos" so brutal war sollte man mal analysieren.
Früher waren auch die türkischen Militärs und Jandarma etc. sogar äußerst hilfsbereit (halfen mir z.B. schon bei Spritpannen und waren immer für einen freundlichen Plausch beim Tee zu haben) . Wenn diese jetzt ganz anders reagieren hat das zum einen wohl auch mit der veränderten politischen Großwetterlage zu tun, d.h. einer mehr oder weniger offenen Konfrontationspolitik der Staatsführung gegen die EU im allgemeinen und Deutschland im besonderen. Dann sollte man auch bedenken dass bei den türkischen ordnungskräften gerade im grenzbereich zu syrien gegenwärtig die nerven besonders blank liegen, schließlich gibt es dort ständig Menschenschleusungen in beiderlei Richtungen, nicht zuletzt versuchen wohl immer wieder verwirrte europäische Jung-Dschihadisten über diese Pfade zum syrischen Kriegsschauplatz zu gelangen. Dann ist der wilde Campingplatz von "grenzenlos" wohl auch schon im kurdischen Aufstandsgebiet wo die türkischen Militärs sowieso äußerst dünnhäutig sind (und wer weiß vielleicht hat auch der sich zusammenbrauende Militärputsch schon seine Schatten voraus geworfen).
Wie dem auch sei, die Behandlung die "grenzenlos" von offiziellen Autoritäten des türkischen Staates erfahren hat ist nicht hinzunehmen und ich werde in meinem Umkreis alles tun um dies entsprechend anzuprangern. Anscheinend gelingt es Erdogan langsam das früher ganz gute deutsch-türkische Verhältnis nachhaltig zu vergiften. Das sollten wir ihm nicht so einfach durchgehen lassen!! Allerdings sind natürlich auch die unsäglichen Verarschungen die dieser Diktator-Präsident in der deutschen Presse und sonstigen Öffentlichkeit erfährt wahrscheinlich nur Öl ins Feuer und m.E. auch nicht die richtige Antwort meint doncarlos
"Man entdeckt keine neuen Welten ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren" (frei nach A.Gide)
doncarlos hat geschrieben: Früher waren auch die türkischen Militärs und Jandarma etc. sogar äußerst hilfsbereit (halfen mir z.B. schon bei Spritpannen und waren immer für einen freundlichen Plausch beim Tee zu haben)
Stimmt exakt, zumindest waren auch dies immer unsere Erfahrungen + da gab es viele in all den Jahren vorher. Deshalb dachte ich ja auch, die Sache wird sich sehr schnell aufklären.
doncarlos hat geschrieben:
Früher waren auch die türkischen Militärs und Jandarma etc. sogar äußerst hilfsbereit (halfen mir z.B. schon bei Spritpannen und waren immer für einen freundlichen Plausch beim Tee zu haben)
was die militärs angeht, fand ich die früher(in den 80er/90ern) ,jedenfalls im osten bzw. im kurdengebiet,
schon immer sehr unangenehm zu in- und ausländern.