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Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Alexander » 09.03.2013 19:21

Dutzende Häuser von Christen in Pakistan angezündet

In der Großstadt Lahore im Osten Pakistans hat eine aufgebrachte Menschenmenge dutzende Häuser von Christen in Brand gesetzt. Rund 3000 Muslime beteiligten sich laut Polizeiangaben an einem Protest gegen eine angebliche Beleidigung des Propheten Mohammed durch einen 28-jährigen Christen. Der Zorn der Protestierenden entlud sich im Stadtteil Badami Bagh, in dem in der sogenannten Joseph Colony Angehörige der christlichen Minderheit wohnen. mehr...

Ich glaube meine Finger reichen nicht aus, um die Unruhen aufzuzählen, die durch "Beleidigung" oder "Verunglimpfung" von Religionen oder ihrer Würdenträger ausgelöst wurden. Besonders wundere ich mich über die Beleidiger besonders dann, wenn sie einer Religion angehören, die sich Eigenschaften wie Nächstenliebe auf die Fahnen geschrieben haben.

Die Eskalation der beleidigten Seite verstehe ich allerdings auch nicht.

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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Kuno » 09.03.2013 19:32

Alexander hat geschrieben:Besonders wundere ich mich über die Beleidiger besonders dann, wenn sie einer Religion angehören, die sich Eigenschaften wie Nächstenliebe auf die Fahnen geschrieben haben.


Aus dem Artikel geht nicht hervor, wie denn der Prophet beleidigt worden sein soll - es besteht einzig die Behauptung, dass es dazu gekommen sei...
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Alexander » 09.03.2013 19:47

Kuno hat geschrieben:Aus dem Artikel geht nicht hervor, wie denn der Prophet beleidigt worden sein soll - es besteht einzig die Behauptung, dass es dazu gekommen sei...

Vieleicht wurde der Prophet gar nicht beleidigt und es wurde nur so interpretiert oder man hat es bewußt falsch aufgefaßt.
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Alexander » 09.03.2013 20:03

Aus einer anderen Quelle:

Es ist nur wenig bekannt: Ein 28-jähriger Christ soll sich häufiger beleidigend über den Propheten Mohammed geäußert haben. Beweise gibt es keine, nur diese eine Behauptung von Shahi Imran, einem muslimischen Friseur. Der Mann habe “immer mal wieder” Ungehöriges gesagt, um damit Muslime zu ärgern, sagen ein paar Leute, die vor dem Haus des Christen

Sollte das wirklich so sein, dann sollte man diesem Friseur mal einen ganz besonderen Haarschnitt verpassen.
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Kuno » 22.09.2013 13:15

In Pakistan sollen sich laut den Nachrichten von heute zwei Selbstmordattentaeter in einer Kirche in Pakistan in die Luft gesprengt haben. Die Meldung spricht 70 Toten und etwa 130 Verletzten.
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Alexander » 03.10.2013 15:23

Christen in ÄgyptenIn den Gesichtern stand der pure Hass

Nirgendwo in Ägypten gab es so viel Gewalt gegen Christen wie in Minia. Die Wut der Islamisten hat das Leben dort verändert, doch die Stadtväter kümmert das wenig.

Erst flogen Steine, dann brachen die Rasenden die Zäune nieder, Minuten später schlugen aus den beiden Restaurantschiffen Mermaid und Dahabiya meterhoch die Flammen. Der 33-jährige Kellner flehte um sein Leben, die Peiniger ließen ihn gehen. Nebenan, in der Mermaid verbarrikadierten sich Koch und Kellner in Panik in der Toilette und verbrannten bei lebendigem Leibe – der eine Christ, der andere Muslim. mehr...

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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Alexander » 03.10.2014 08:47

Laut OpenDoors stirbt alle fünf Minuten ein Christ, weil er ein Christ ist. Besonders bewußt wird diese Tatsache, seit dem Auftreten der Terrorgruppe IS.

Laut dem Weltverfolgungsindex 2014 befinden sich unter den "Top 10" der Christenverfolger folgende Länder:

    1. Nordkorea
    2. Somalia
    3. Syrien
    4. Irak
    5. Afghanistan
    6. Saudi-Arabien
    7. Malediven
    8. Pakistan
    9. Iran
    10. Jemen


Christenverfolgungen: Wer nicht konvertiert, wird getötet

Das Regime Islamischer Staat tötet jeden, der nicht zum Islam konvertiert. Dabei ist die Christenverfolgung mitnichten ein einmaliges Phänomen. Alle fünf Minuten muss ein Christ sterben, weil er Christ ist. mehr...

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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Kuno » 03.10.2014 10:00

...vielleicht für viele Schnorcheltouristen interessant, dass die Malediven in den Top 10 sind.
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon lukas1980 » 03.10.2014 11:34

Auch bemerkenswert finde ich, dass 9 der Top10 muslimisch dominierte Länder sind :shake:
Bin schon gespannt auf die Kommentare des bekannten Islam-Vertreters hier in diesem Forum 8)
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon JoachimS » 04.10.2014 20:14

Mal so grundsätzlich. Wegen seines Glaubens verfolgt geht gar nicht. Wenn ich mir aber unsere westliche Toleranz so anschaue, da wird mir übel. Der Spruch von Herrn Wulff kam bei mir gar nicht gut an.
Nicht falsch verstehen, ich hab es nicht so mit den Religionen, solange die mich nicht bekehren wollen, ist für mich alles in Ordnung.
Aber, hier über die Verfolgten Christen lamentieren und gleichzeitig total vergessend, daß die ganze Völker ausradiert haben. Irgendwie nicht okay für mich.

Joachim
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Kuno » 04.10.2014 21:54

JoachimS hat geschrieben:Aber, hier über die Verfolgten Christen lamentieren und gleichzeitig total vergessend, daß die ganze Völker ausradiert haben. Irgendwie nicht okay für mich.


Ich versuche jetzt grad mal ruhig zu bleiben, ob dem, was du da grad geschrieben hast, Joachim.
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Hazi » 04.10.2014 22:23

Ich dachte eigentlich, dass wir nicht mehr Anno Tobak leben.
Die Kreuzritter sind schon ein paar Jährchen her u. ich glaube wir haben heute eine andere Sichtweise auf die damaligen Dinge. Damals schon war Machtgehabe und Gier der Grund des Ganzen.
Jetzt, einige hundert Jahre später, anderer Tun in der heutigen Zeit damit zu vergleichen, ist daneben.
Ich kann schon nicht mehr hören, wessen WIR uns durch das 3. Reich schuldig gemacht haben. Ich habe damals noch nicht gelebt, trage aber ewig die Schuld meiner "Väter"????
Umso weniger mag ich mich mit dem Tun derjenigen, die vor hunderten von Jahren unter Andersgläubigen gehaust haben, zu identifizieren und schon gar nicht in der heutigen Zeit nach dem Motto zu leben:
Christen haben damals das gemacht, deshalb dürfen wir heute nichts sagen, wenn die Muslime es heute mit den Christen machen.
Wir schreiben das Jahr 2014 und die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind auch dementsprechend, die allerdings an manchem Volk vorüber gegangen zu sein scheinen.
Aber wenn ich Stunk machen will, die Macht an mich reissen, dann fällt mir bestimmt etwas ein um zu meinem Ziel zu kommen. Das beste Mittel der Wahl war schon immer die Religion. Die ich persönlich im Übrigen nicht brauche.
Wann lernt der einzelne Mensch endlich mal, dass er nicht unendlich ist u. nur einen winzigen Augenblick auf dieser Erde ist, im Vergleich zu so manchen Gebäuden die nach Tausenden von Jahren noch stehen. Was hat er von seinen paar Jährchen der Macht?
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Jürgen Kempe » 05.10.2014 07:04

Nun, (auch) ein gläubiger Christ weiss ganz genau, welcher Gott der richtige ist; der, und kein anderer muss es sein! Da mag man natürlich nicht mit der unschönen Vergangenheit konfrontiert werden. Wir haben uns ja gebessert, sind einsichtig geworden?? Dass auch heute noch "Im Namen Christi" geächtet, gefoltert, gar getötet (der KuKluxKlan lässt -u.a.- grüssen) wird, scheint vernachlässigbar. Die Bibel schildert jede Menge göttliche Gewalt, das muss schon sein! Alle "Mono-"Religionen drohen schlimme Folgen dem an, der nach einem anderen Gott schielt, Toleranz ist in diesem Bereich ausdrücklich strafbewehert.

Klar, der aktuellen Grausamkeit der Täter, die sich anmassen, im Namen Allahs unterwegs zu sein, ist auch mit historischen Vergleichen schwer beizukommen. Aber wie wär's mit dieser (gut: kruden) Theorie: Die Christen haben annähernd 2.000 Jahre bis zur Aufklärung gebraucht; wenn die "bösen" Muslime gleich viel Zeit benötigen, bleiben ihnen ja noch ein paar hundert Jährchen...

Wie kommen wir eigentlich drauf, dass alle gleichzeitig mit der Christenheit zu humaneren Ansichten gelangen müssen? Anderswo gab's schon weit vor "unserer" Religionsschöpfung Gläubige, die der Gewaltlosigkeit anhingen, ohne, dass sie den Christen ein Vorbild gewesen wären. Es könnte ja 'mal erhoben werden, wer 1400 Jahre nach Relionsgründung mehr Morde verzeichnen kann!

Reliöser Glaube soll das Fürchten lehren; man kann -wie ich- den Schluss drauss ziehen, einen Bogen drum zu schlagen.

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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon Kuno » 05.10.2014 08:22

Jürgen und Markus;

Ich finde es unakzeptabel, dass jemand ermordet wird, nur weil er einem anderen Glauben angehört.
Ich finde es ebenfalls unakzeptabel, dass man diese Morde mit dem Argument zu rechtfertigen (oder mindestens "zu verstehen") sucht, indem man mir erklärt, dass auch schon Andersgläubige von Christen getötet worden sind - und dann noch jahrhunderteweit in der Geschichte zurückgreift.

Wenn irgendwo ein Deutscher umgebracht würde, aus dem einfachen Grund, dass er ein Deutscher ist....
...würdet ihr dann sagen: "Hmmm, ok, es gab auch schon Zeiten, da haben Deutsche andere Menschen umgebracht, weil sie sie als minderwertig betrachtet haben." und weiterlaufen?

Ihr habt beide erklärt, dass ihr einen Bogen um die Religion macht.
Das ist in der Deutschen Gesellschaft nicht nur akzeptiert sondern es liegt wahrscheinlich genauso im Trend, wie zum Beispiel in der Schweiz.

Ich nehme an, dass ihr beide, obwohl ihr um die Religion einen Bogen macht, immerhin noch andere Menschen, die eine Religion haben akzeptiert.

Die meisten Menschen auf dieser Welt sind aber der Meinung, dass es ohne Religion nicht geht.
Und nicht wenige der Menschen, die einer Religion folgen, akzeptieren eure Einstellung nicht. Für einen Muslim ist es vorstellbar, dass jemand einer anderen Religion als dem Islam folgt - es ist aber nicht vorstellbar, dass man keine Religion haben kann.

Natürlich müsst ihr euch nun nicht jedem gleich erklären und offen vor euch hertragen, dass ihr keiner Religion angehört. Ist ja alles eure Privatsache. Aber vielleicht macht ihr einfach mal den Versuch und sucht die Diskussion zu diesem Thema mit einem religösen Menschen. Ihr werdet auf Unverständtnis stossen und nicht selten auf Ablehnung.

Und jetzt stellt euch einfach mal vor, jemand wäre der Meinung, dass ihr beide, einfach deswegen, weil ihr keiner Reigion folgt, verprügelt gehört oder dass man euch deswegen sogar umbringen sollte....
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Re: Christenverfolgung in Algerien und anderswo

Beitragvon JoachimS » 05.10.2014 09:12

Kuno,

Ich rechtfertige keinen Mord, egal an wem oder warum. Ich hab mich klar distanziert, wenn du das anders verstanden hast, hab ich mich nicht klar ausgedrückt. Jetzt klar?

Niemand soll wegen seinem Glauben Verfolgungen ausgesetzt sein. Nur das läßt sich mit keinem Glauben in Einklang bringen. Eine Religion ist von ihrem Wesen her eben nicht tolerant. Die von Menschen geschaffenen Götter schon mal gar nicht.

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