Löwenknochen nach Asien?
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Löwenknochen nach Asien?
Asien rottet Afrikas Großkatzen aus
Montag, den 16. Juli 2012
Löwenknochen für die chinesische Medizin
Der Verdacht bestand schon lange: Nachdem der Tiger als Lieferant für Produkte der traditionellen chinesischen Medizin fast ausgerottet ist, haben asiatische Händler die nächste Raubkatze im Visier: den Löwen. Seine pulverisierten Knochen gelten als Allheilmittel, genau wie der daraus hergestellte „Löwenwein“. Wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit fehlen gänzlich.
Besonders dramatisch ist das, weil die Löwenpopulation in nur wenigen Jahrzehnten um 90% eingebrochen ist: von 200.000 Tieren in den 70ern auf heute gerade mal 20.000.
Nach Informantenberichten der südafrikanischen Zeitung mail & guardian wird der Handel mit Löwenknochen durch Verbrechersyndikate aus Fernost organisiert. Sie machen gemeinsames Geschäft mit afrikanischen Farmern, Transporteuren, Jagdfarmen und Löwenzüchtern.
Das Prinzip: Südafrikanische Farmen werden nach und nach aufgekauft, so dass sich mittlerweile ein 200 Farmen umfassender Schmugglerkorridor vom südlichen tierreichen Botswana bis über die Grenze in die südafrikanische Provinz Northern Cape erstreckt.
Die getöteten Löwen stammen von Jagdfarmen, die Löwenzucht betreiben, um die Tiere dann beim so genannten „canned hunting“ (übersetzt „Gatterjagd“) reichen Jagdtouristen zum Abschuss anzubieten. Daneben, so mail & guardian, mehren sich auch Hinweise, dass nicht nur gezüchtete, sondern auch wilde Löwen nach Asien exportiert werden.
Um die getöteten Löwen, deren Knochen und Felle illegal über die Grenze zu bringen, arbeiten die Kartelle mit Viehtransporteuren zusammen: Sie verstecken die toten Raubkatzen inmitten hunderter Ziegen auf doppelstöckigen Viehtransportern, die dann ungehindert die Grenze passieren.
Weder die botswanischen, noch die südafrikanischen Behörden zeigen sich wirklich besorgt über diesen kriminellen Handel. Außer einigen wenigen Festnahmen kleiner Hintermänner an den Grenzen ist nicht viel passiert. Sie berufen sich darauf, dass das Geschäft mit Löwenknochen von gezüchteten Löwen die Wildtierbestände keinesfalls bedroht.
Dem widersprechen Artenschützer: Ein wilder Löwe, dessen Skelett übrigens umgerechnet rund 10.000 Euro bringt, gilt in den Augen mancher, auf die chinesische Heilmedizin vertrauender, Asiaten als „potenter“ und somit wertvoller. Niemand wisse, woher die Tiere wirklich kommen. Insider berichten von wildlebenden Löwenbabies, die der säugenden Mutter entrissen werden, wenn diese zum Wasserloch trinken gehen, ebenfalls wollen sie den Schmuggel von Geparden, Leoparden und Hyänen beobachtet haben.
Wie viele Löwen dem Handel zum Opfer fallen, ist unbekannt, doch offizielle Zahlen des südafrikanischen Umweltdepartements belegen, dass der Export von Löwenprodukten seit 2009 um 150% gestiegen ist – wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand.
Fakt ist, dass die Löwenknochen mittlerweile in asiatischen Apotheken angekommen sind. Belinda Wright, Direktorin der Wildlife Protection Society of India (WPSI) bestätigt dem SAVE Wildlife Conservation Fund auf Nachfrage, dass in asiatischen Apotheken nun ganz legal und offiziell pulverisierte Löwenknochen erhältlich sind. Sie ist überzeugt, dass Löwenknochen mittlerweile als Ersatz für Tigerknochen für TCM dienen. Dieser Handel ist in China völlig legal.
Artenschutzorganisationen wie SAVE befürchten schon länger den Ausverkauf von Afrikas Wildnis an den asiatischen Medizinmarkt. Löwenschützer sagen den großen Raubkatzen im südlichen Afrika das endgültige Aussterben binnen 10-12 Jahren voraus, wenn dieser kriminelle Handel nicht umgehend gestoppt wird. Sie versuchen nun, Druck auf die Regierungen auszuüben, dieses Problem nicht weiter zu bagatellisieren, sondern in seiner ganzen dramatischen Dimension anzuerkennen und zu handeln.
http://www.save-wildlife.com/de/aktuell ... katzen-aus
Montag, den 16. Juli 2012
Löwenknochen für die chinesische Medizin
Der Verdacht bestand schon lange: Nachdem der Tiger als Lieferant für Produkte der traditionellen chinesischen Medizin fast ausgerottet ist, haben asiatische Händler die nächste Raubkatze im Visier: den Löwen. Seine pulverisierten Knochen gelten als Allheilmittel, genau wie der daraus hergestellte „Löwenwein“. Wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit fehlen gänzlich.
Besonders dramatisch ist das, weil die Löwenpopulation in nur wenigen Jahrzehnten um 90% eingebrochen ist: von 200.000 Tieren in den 70ern auf heute gerade mal 20.000.
Nach Informantenberichten der südafrikanischen Zeitung mail & guardian wird der Handel mit Löwenknochen durch Verbrechersyndikate aus Fernost organisiert. Sie machen gemeinsames Geschäft mit afrikanischen Farmern, Transporteuren, Jagdfarmen und Löwenzüchtern.
Das Prinzip: Südafrikanische Farmen werden nach und nach aufgekauft, so dass sich mittlerweile ein 200 Farmen umfassender Schmugglerkorridor vom südlichen tierreichen Botswana bis über die Grenze in die südafrikanische Provinz Northern Cape erstreckt.
Die getöteten Löwen stammen von Jagdfarmen, die Löwenzucht betreiben, um die Tiere dann beim so genannten „canned hunting“ (übersetzt „Gatterjagd“) reichen Jagdtouristen zum Abschuss anzubieten. Daneben, so mail & guardian, mehren sich auch Hinweise, dass nicht nur gezüchtete, sondern auch wilde Löwen nach Asien exportiert werden.
Um die getöteten Löwen, deren Knochen und Felle illegal über die Grenze zu bringen, arbeiten die Kartelle mit Viehtransporteuren zusammen: Sie verstecken die toten Raubkatzen inmitten hunderter Ziegen auf doppelstöckigen Viehtransportern, die dann ungehindert die Grenze passieren.
Weder die botswanischen, noch die südafrikanischen Behörden zeigen sich wirklich besorgt über diesen kriminellen Handel. Außer einigen wenigen Festnahmen kleiner Hintermänner an den Grenzen ist nicht viel passiert. Sie berufen sich darauf, dass das Geschäft mit Löwenknochen von gezüchteten Löwen die Wildtierbestände keinesfalls bedroht.
Dem widersprechen Artenschützer: Ein wilder Löwe, dessen Skelett übrigens umgerechnet rund 10.000 Euro bringt, gilt in den Augen mancher, auf die chinesische Heilmedizin vertrauender, Asiaten als „potenter“ und somit wertvoller. Niemand wisse, woher die Tiere wirklich kommen. Insider berichten von wildlebenden Löwenbabies, die der säugenden Mutter entrissen werden, wenn diese zum Wasserloch trinken gehen, ebenfalls wollen sie den Schmuggel von Geparden, Leoparden und Hyänen beobachtet haben.
Wie viele Löwen dem Handel zum Opfer fallen, ist unbekannt, doch offizielle Zahlen des südafrikanischen Umweltdepartements belegen, dass der Export von Löwenprodukten seit 2009 um 150% gestiegen ist – wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand.
Fakt ist, dass die Löwenknochen mittlerweile in asiatischen Apotheken angekommen sind. Belinda Wright, Direktorin der Wildlife Protection Society of India (WPSI) bestätigt dem SAVE Wildlife Conservation Fund auf Nachfrage, dass in asiatischen Apotheken nun ganz legal und offiziell pulverisierte Löwenknochen erhältlich sind. Sie ist überzeugt, dass Löwenknochen mittlerweile als Ersatz für Tigerknochen für TCM dienen. Dieser Handel ist in China völlig legal.
Artenschutzorganisationen wie SAVE befürchten schon länger den Ausverkauf von Afrikas Wildnis an den asiatischen Medizinmarkt. Löwenschützer sagen den großen Raubkatzen im südlichen Afrika das endgültige Aussterben binnen 10-12 Jahren voraus, wenn dieser kriminelle Handel nicht umgehend gestoppt wird. Sie versuchen nun, Druck auf die Regierungen auszuüben, dieses Problem nicht weiter zu bagatellisieren, sondern in seiner ganzen dramatischen Dimension anzuerkennen und zu handeln.
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Alexander
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Wenn ich diese Beiträge lese spüre ich, wie sich meine Faust zusammen ballt. Es ist frustrierend nichts dagegen tun zu können. Da sehe ich das Geld für Ein Halsband für Philip's Löwen gut investiert.
Grüsse
Alexander
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Guido3
Re: Löwenknochen nach Asien?
Hallo,
wenn man sieht, welche Dynamik die Nashorn-Wilderei bekommen hat, dann kann einem bezüglich der Löwen Angst und Bange werden, falls die Popularität von Löwenknochen in Asien weiter steigt. Und es ist einfach so sinnlos. Aufklärung und Information scheinen kaum zu helfen, aber alles andere kann langfristig auch nicht die Lösung sein, weil es die Ursache (Nachfrage) nicht beseitigt.
Das Canned Hunting wird leider auch immer lukrativer und immer mehr zum perfekten Geschäftsmodell. Mit den Löwenbabies wird Geld verdient, in dem man Leute mit ihnen kuscheln lässt. Sind sie ein bisschen größer, dann wird Geld verdient, in dem Leute mit ihnen Gassi gehen dürfen. Sind sie ausgewachsen, dann lässt man sie für viel Geld in einem Gehege abschießen. Und an Kadaver/Knochen verdient man mittlerweile ein weiteres Mal.
Es wäre schlimm, wenn es eines Tages bestenfalls noch die psychisch und physisch völlig degenerierten Löwen im Zoo gäbe.




Beste Grüße
Guido
wenn man sieht, welche Dynamik die Nashorn-Wilderei bekommen hat, dann kann einem bezüglich der Löwen Angst und Bange werden, falls die Popularität von Löwenknochen in Asien weiter steigt. Und es ist einfach so sinnlos. Aufklärung und Information scheinen kaum zu helfen, aber alles andere kann langfristig auch nicht die Lösung sein, weil es die Ursache (Nachfrage) nicht beseitigt.
Das Canned Hunting wird leider auch immer lukrativer und immer mehr zum perfekten Geschäftsmodell. Mit den Löwenbabies wird Geld verdient, in dem man Leute mit ihnen kuscheln lässt. Sind sie ein bisschen größer, dann wird Geld verdient, in dem Leute mit ihnen Gassi gehen dürfen. Sind sie ausgewachsen, dann lässt man sie für viel Geld in einem Gehege abschießen. Und an Kadaver/Knochen verdient man mittlerweile ein weiteres Mal.
Es wäre schlimm, wenn es eines Tages bestenfalls noch die psychisch und physisch völlig degenerierten Löwen im Zoo gäbe.




Beste Grüße
Guido
Re: Löwenknochen nach Asien?
Wo ist das Problem, wenn mit Tieren Geld verdient wird? Immerhin nimmt das teilweise den Druck (Nachfrage) von Löwen aus freier Wildbahn, wenn Canned-Hunting-Löwen-Knochen nach China verkauft werden. Nicht, dass ich das jetzt uneingeschränkt gut fände [ich finde es sinnlos, Tiere zu töten, wenn man sie nicht isst (außer Ungeziefer, aber da geht es teilweise auch um Nahrung)], aber die Alternative wäre sicherlich noch mehr Wilderei.Guido3 hat geschrieben:Das Canned Hunting wird leider auch immer lukrativer und immer mehr zum perfekten Geschäftsmodell.
Außerdem, gäbe es in D keine Wildparks (in denen Tiere auch getötet und gegessen werden) und Zoos, ich hätte noch nie nen Hirsch gesehen, was schon schade wäre. Wir (ja, ich auch) müssen aufpassen, an Afrika keine anderen Maßstäbe anzulegen, als an Europa.
Gruß,
Shmuel
„Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ist die Neutralität eine kurzsichtige und unmoralische Konzeption!“ — John Foster Dulles
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Birgitt
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- Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Tatsächlich? Du hast noch nie einen Hirsch in freier Wildbahn gesehen?שמואל hat geschrieben: ich hätte noch nie nen Hirsch gesehen
Du solltest einmal durch die Wälder der Eifel spazieren
Sorry für OT, zurück zum Löwen ...
Gruß
Birgitt
-
Guido3
Re: Löwenknochen nach Asien?
Hallo,
Nicht falsch verstehen: Mir liegen militante Tierschutzpositionen fern. Auch wenn ich selbst das völlig bescheuert finde, kann ich mich mit einigen Formen der Trophäenjagd durchaus arrangieren.
Beste Grüße
Guido
Es sind vergleichsweise hoch entwickelte Lebewesen und keine Wackersteine, die man da zu Geld macht. Es wird dabei in der Regel nicht mal ansatzweise der Versuch gemacht, denen auch nur ein halbwegs artgerechtes Leben zu ermöglichen. Man züchtet mit möglichst geringen Kosten diese Tiere nur, damit Menschen sie zu ihrer Belustigung oder Befriedigung abartiger Gelüste abknallen können. Von Jagd kann man in dem Kontext ja wirklich nicht sprechen. Am Tag des Abschusses darf der Löwe aus seinem Käfig in ein größeres Gehege, wird auf den Präsentierteller gepackt und bekommt eine Kugel reingejagt. Und dann fühlt sich jemand als ganz doller Held, der einen mächtigen Löwen "gejagt" hat. Sorry, aber das ist für mich ein völlig krankes Geschäft.שמואל hat geschrieben:Wo ist das Problem, wenn mit Tieren Geld verdient wird?
Nicht falsch verstehen: Mir liegen militante Tierschutzpositionen fern. Auch wenn ich selbst das völlig bescheuert finde, kann ich mich mit einigen Formen der Trophäenjagd durchaus arrangieren.
Beste Grüße
Guido
Re: Löwenknochen nach Asien?
Löwenjagd in Südafrika
http://www.peta.de/web/loewenjagd.3353.html
Deutschlands Anteil am mörderischen Geschäft
Stand: Mai 2010
Für das blutige Canned-Hunting brauchen die Züchter der Löwenfarmen immer wieder „frisches Blut“ für ihre Zucht. Ihre jahrelange Turbo-Zucht erhöht die Inzucht und die begehrten Löwen-Merkmale (u.a. dunkle Mähne, stattliche Figur) schwinden. Das ist schlecht für das Jagdgeschäft. Trophäenjäger in der ganzen Welt machen ihr Geld nur für einen wirklich „schönen“ Löwen locker. .
Hintergrund: Das Geschäft mit Raubkatzen aus deutschen Zoos
Hintergrund: Der RTL-Punkt 12-Bericht über Löwenjagd in Südafrika
Die blutigen Fakten
Lesen Sie nun, wie viele Löwen weltweit für Zuchtfarmen nach Südafrika importiert und wie viele Trophäen dann exportiert wurden. Sehen Sie sich besonders die Zahlen für Deutschland an und machen Sie sich Ihr Bild über den blutigen Anteil, den wir am profitablen Löwengemetzel allein in Südafrika haben.
Grafik 1
Import von Zuchtmaschinen
Die zoologischen Einrichtungen in der ganzen Welt haben sie noch, die Löwen mit besonderen Merkmalen. Die Auswertung (Grafik 1) der CITES-Datenbank über den Lebend-Löwenimport macht sehr gut deutlich, wie hoch der Bedarf der Löwenfarmen in Südafrika an solchen „schönen“ noch lebenden Löwen in den letzten Jahren war. Der Anstieg der Zahlen der nach Südafrika importierten Löwen war in den letzten Jahren enorm.
Grafik 2
Die weltweiten Exportzahlen (Grafik 2) von Löwen-Trophäen aus Südafrika zeigen, mit was für einem profitablen Geschäftszweig wir es zu tun haben und was für eine verwerfliche Jagd-Tötungs-Maschinerie dahinter steht.
Grafik 3 - Klicken Sie auf das Bild für eine Vergrösserung.
Exportzahlen Löwen-Trophäen
Von 1977-2008 wurden allein aus Südafrika insgesamt 4.025 Löwen-Trophäen in die ganze Welt exportiert.
Die USA, Spanien und Deutschland waren in diesem Zeitraum (1977-2008) die Länder, die die meisten Löwen-Trophäen aus Südafrika importierten (Grafik 3).
Grafik 4
Trophäen aus Gefangenschaftzucht
Von 2.760 weltweit exportierten Löwen-Trophäen (nur bis 2005) stammten 32% (877 Stück) aus der Zucht von Löwen in Gefangenschaft.
Wie erschreckend sich die weltweiten Export-Zahlen (aus Südafrika) von Trophäen von in Gefangenschaft gezüchteten Löwen in den letzten Jahren erhöht haben, zeigen die Zahlen in der Grafik 4.
Grafik 5
Blutiger Deutschlandimport
Im Zeitraum 1977-2008 hat Deutschland insgesamt 172 Löwen-Trophäen allein aus Südafrika importiert (Grafik 5). Davon waren (nur bis 2005) 25 Löwen die in der Gefangenschaft gezüchtet wurden.
Deutschland mischt kräftig mit am Löwen-Jagd-Blutrausch in Südafrika.
Zum einen die deutschen zoologischen Einrichtungen, die für weiteren Löwennachschub für die Zuchtfarmen und letztendlich für weitere Abschusslöwen sorgen.
Dann unsere Gesetze, die Politik und die Artenschutzbehörden, die Angebot und Nachfrage nicht den Nährboden entziehen, weil sie den Export von lebenden und den Import der getöteten Löwen nicht stoppen.
Deutsche Jäger, die uneingeschränkt ihrer Lust am Töten in Südafrika frönen können, weil Deutschland für potenzielle Jagdopfer sorgt und sie sich ihre Opfer als Trophäen nach Deutschland legal importieren lassen können.
Quellennachweis:
Alle Zahlen haben wir am 07.05.2010 aus der CITES-Datenbank ermittelt.
WAS SIE TUN KÖNNEN
Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
Informieren Sie Tageszeitungen, Magazine, TV- oder Radiosender von diesem skandalösen Tierhandel
Informieren Sie Freunde, Bekannte und Verwandte über diese Fakten
Schreiben Sie Briefe an Zoos, Behörden und Politik und äußern Sie Ihre Kritik
Fordern Sie bei PETA Unterlagen an
http://www.peta.de/web/loewenjagd.3353.html
Deutschlands Anteil am mörderischen Geschäft
Stand: Mai 2010
Für das blutige Canned-Hunting brauchen die Züchter der Löwenfarmen immer wieder „frisches Blut“ für ihre Zucht. Ihre jahrelange Turbo-Zucht erhöht die Inzucht und die begehrten Löwen-Merkmale (u.a. dunkle Mähne, stattliche Figur) schwinden. Das ist schlecht für das Jagdgeschäft. Trophäenjäger in der ganzen Welt machen ihr Geld nur für einen wirklich „schönen“ Löwen locker. .
Hintergrund: Das Geschäft mit Raubkatzen aus deutschen Zoos
Hintergrund: Der RTL-Punkt 12-Bericht über Löwenjagd in Südafrika
Die blutigen Fakten
Lesen Sie nun, wie viele Löwen weltweit für Zuchtfarmen nach Südafrika importiert und wie viele Trophäen dann exportiert wurden. Sehen Sie sich besonders die Zahlen für Deutschland an und machen Sie sich Ihr Bild über den blutigen Anteil, den wir am profitablen Löwengemetzel allein in Südafrika haben.
Grafik 1
Import von Zuchtmaschinen
Die zoologischen Einrichtungen in der ganzen Welt haben sie noch, die Löwen mit besonderen Merkmalen. Die Auswertung (Grafik 1) der CITES-Datenbank über den Lebend-Löwenimport macht sehr gut deutlich, wie hoch der Bedarf der Löwenfarmen in Südafrika an solchen „schönen“ noch lebenden Löwen in den letzten Jahren war. Der Anstieg der Zahlen der nach Südafrika importierten Löwen war in den letzten Jahren enorm.
Grafik 2
Die weltweiten Exportzahlen (Grafik 2) von Löwen-Trophäen aus Südafrika zeigen, mit was für einem profitablen Geschäftszweig wir es zu tun haben und was für eine verwerfliche Jagd-Tötungs-Maschinerie dahinter steht.
Grafik 3 - Klicken Sie auf das Bild für eine Vergrösserung.
Exportzahlen Löwen-Trophäen
Von 1977-2008 wurden allein aus Südafrika insgesamt 4.025 Löwen-Trophäen in die ganze Welt exportiert.
Die USA, Spanien und Deutschland waren in diesem Zeitraum (1977-2008) die Länder, die die meisten Löwen-Trophäen aus Südafrika importierten (Grafik 3).
Grafik 4
Trophäen aus Gefangenschaftzucht
Von 2.760 weltweit exportierten Löwen-Trophäen (nur bis 2005) stammten 32% (877 Stück) aus der Zucht von Löwen in Gefangenschaft.
Wie erschreckend sich die weltweiten Export-Zahlen (aus Südafrika) von Trophäen von in Gefangenschaft gezüchteten Löwen in den letzten Jahren erhöht haben, zeigen die Zahlen in der Grafik 4.
Grafik 5
Blutiger Deutschlandimport
Im Zeitraum 1977-2008 hat Deutschland insgesamt 172 Löwen-Trophäen allein aus Südafrika importiert (Grafik 5). Davon waren (nur bis 2005) 25 Löwen die in der Gefangenschaft gezüchtet wurden.
Deutschland mischt kräftig mit am Löwen-Jagd-Blutrausch in Südafrika.
Zum einen die deutschen zoologischen Einrichtungen, die für weiteren Löwennachschub für die Zuchtfarmen und letztendlich für weitere Abschusslöwen sorgen.
Dann unsere Gesetze, die Politik und die Artenschutzbehörden, die Angebot und Nachfrage nicht den Nährboden entziehen, weil sie den Export von lebenden und den Import der getöteten Löwen nicht stoppen.
Deutsche Jäger, die uneingeschränkt ihrer Lust am Töten in Südafrika frönen können, weil Deutschland für potenzielle Jagdopfer sorgt und sie sich ihre Opfer als Trophäen nach Deutschland legal importieren lassen können.
Quellennachweis:
Alle Zahlen haben wir am 07.05.2010 aus der CITES-Datenbank ermittelt.
WAS SIE TUN KÖNNEN
Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
Informieren Sie Tageszeitungen, Magazine, TV- oder Radiosender von diesem skandalösen Tierhandel
Informieren Sie Freunde, Bekannte und Verwandte über diese Fakten
Schreiben Sie Briefe an Zoos, Behörden und Politik und äußern Sie Ihre Kritik
Fordern Sie bei PETA Unterlagen an
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Alexander
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Ich habe das mal auf unserer Face Book Seite verbreitet. In der Hoffnung, dass es dort Verbreitung findet.Jörg Pfeifer hat geschrieben:
WAS SIE TUN KÖNNEN
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Je mehr diesen Beitrag "liken", um so schneller verbreitet es sich.
Grüsse
Alexander
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Das sind Schweine auch und du isst sie trotzdem, oder?Guido3 hat geschrieben:Es sind vergleichsweise hoch entwickelte Lebewesen und keine Wackersteine, die man da zu Geld macht.
Da muss ich schonwieder die Schweine anführen. Die gehören zwar nicht hier ins Forum, aber wir sollten erstmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir und über Südafrikaner echauffieren.Guido3 hat geschrieben:Es wird dabei in der Regel nicht mal ansatzweise der Versuch gemacht, denen auch nur ein halbwegs artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Wie gesagt, vom Töten und des Tötens Willen halte ich auch nichts, aber hier geht es ja eher um das Züchten der Tiere und die Menschheit hat, auch im Tierschutz, echt größere Probleme.Guido3 hat geschrieben:Man züchtet mit möglichst geringen Kosten diese Tiere nur, damit Menschen sie zu ihrer Belustigung oder Befriedigung abartiger Gelüste abknallen können.
Na, da bin ich ja beruhigtGuido3 hat geschrieben:Nicht falsch verstehen: Mir liegen militante Tierschutzpositionen fern.
Wollt ihr wirklich, dass die Zoos mangels Besucherinteresse geschlossen werden und damit keine Erhaltungszucht für bedrohte Arten mehr betreiben können?! Oder sollen die Zoos den Nachwuchs gewisser Arten weiter heimlich aus Platzmangel töten, nur damit er nicht in Südafrika zur Zucht benutzt wird?Jörg Pfeifer hat geschrieben:Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
„Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ist die Neutralität eine kurzsichtige und unmoralische Konzeption!“ — John Foster Dulles
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Alexander
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Ich halte deine Argumentation für unüberlegt und polarisierend, u.a.שמואל hat geschrieben:Das sind Schweine auch und du isst sie trotzdem, oder?Guido3 hat geschrieben:Es sind vergleichsweise hoch entwickelte Lebewesen und keine Wackersteine, die man da zu Geld macht.
Da muss ich schonwieder die Schweine anführen. Die gehören zwar nicht hier ins Forum, aber wir sollten erstmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir und über Südafrikaner echauffieren.Guido3 hat geschrieben:Es wird dabei in der Regel nicht mal ansatzweise der Versuch gemacht, denen auch nur ein halbwegs artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Es macht einen Unterschied, ob ich ein Tier aus Spass abknalle, des Trophensammeln willens und um jedem zu zeigen, was für ein geiler, unerschrockener Typ ich bin, oder ob ich ein Tier töte, weil ich am Ende der Nahrungskette stehe und es mir als Nahrungsgrundlage dient.
Dass bei uns auch in der Schlachterei nicht alles "artgerecht" zugeht, das steht ausser Zweife.
Grüsse
Alexander
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Guido3
Re: Löwenknochen nach Asien?
Hallo,
Exemplarisch kann man das auch am berühmtesten Zootier der letzten Jahrzehnte in Deutschland nachvollziehen: Eisbär Knut. In der Natur bekommen Eisbärinnen etwa alle 3 Jahre 2-3 Junge. Knut und sein Bruder waren die erste Eisbärengeburt seit 30 Jahren im Berliner Zoo. Ganz offensichtlich klappt die natürlichste Sache der Welt bei Zooeisbären nicht. Knut und sein Bruder wurden von seiner Mutter nicht angenommen. Ein Verhalten, dass in der Natur bei Eisbären so gut wie nie vorkommt. Knuts Bruder starb nach 4 Tagen. Knut wurde bekanntlich von seinem bekannten Pfleger groß gezogen. Er starb bereits mit 4 Jahren an einer Hirn-Erkrankung. Ich kann das nicht beurteilen, aber ziemlich viele Experten führen das auf den Dauerstress zurück, dem die Tiere ausgesetzt sind. Ist das eine erforderliche oder gar sinnvolle Erhaltungszucht?
Beste Grüße
Guido
Nein, esse ich nicht. Bin Teilzeitvegetarier. Kein Schwein, Rind, Geflügel. Inkonsequent bin ich bezüglich Eiern und Milchprodukten - insbesondere Käse. Mit vegan statt vegetarisch komme ich nicht klar. Teilzeitvegetarier deshalb, weil ich nicht denke, das man grundsätzlich überhaupt kein Fleisch essen sollte. Ich halte nur die Menge an Fleisch und die daraus resultierenden Formen der Massentierhaltung mit all ihren Folgen für problematisch. Da muss aber jeder für sich selbst entscheiden, was er für verantwortbar hält. In Namibia habe ich kein Problem, zumindest ab und an mal ein Stück Oryx, Springbock o.ä. zu essen. Da weiß ich, dass das Tier bis zu seinem Ableben ein normales, freies Leben und einen schnellen Tod hatte, was bei Massentierhaltung und Schlachthöfen nicht der Fall ist.שמואל hat geschrieben:Das sind Schweine auch und du isst sie trotzdem, oder?
Es ist sicher richtig, dass wir zu gern in Afrika Vorschriften zum Tierschutz machen. Unsere Massentierhaltung verdrängen wir gern und wenn mal ein Wölfchen irgendwo auftaucht, rufen viele gleich "Abschießen, Abschießen".שמואל hat geschrieben:Da muss ich schonwieder die Schweine anführen. Die gehören zwar nicht hier ins Forum, aber wir sollten erstmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir und über Südafrikaner echauffieren.
Der Verweis auf (vermeintliche) größere Probleme ist immer das absolute Totschlagargument. Sinngemäß kann man dann auch sagen: Bevor man in Afrika in Bildung und Infrastruktur investiert, muss erst einmal auch der letzte Afrikaner satt werden. Das ist das größere Problem. Solche vereinfachten Sichtweisen funktionieren in einer hoch komplexen Welt aber garantiert nicht.שמואל hat geschrieben:Wie gesagt, vom Töten und des Tötens Willen halte ich auch nichts, aber hier geht es ja eher um das Züchten der Tiere und die Menschheit hat, auch im Tierschutz, echt größere Probleme.
Zoos müssen nicht generell geschlossen werden. Es ist aber einfach ein Fakt, dass Zoos für große Tiere unmöglich adäquate Lebensbedingungen schaffen können. Löwen im Zoo sind z.B. nur psychisch und physisch völlig degenerierte Zombies. Die Erhaltungszucht im Zoo wird bei den meisten Tieren nur vorgeschoben und taugt überhaupt nicht als pauschales Argument pro Zoo. Die Reproduktionsraten im Zoo sind bei den meisten größeren Tieren katastrophal schlecht. Das ist eine ganz natürliche Reaktion auf völlig unnatürliche Lebensbedingungen. Und bei vielen Tieren wie z.B. afrikanischen Elefanten brauchen wir derzeit auch garantiert keine Erhaltungszucht im Zoo. Auch wenn die Medien gern Schreckensbilder malen, gibt es über 700.000 Elefanten in Afrika. Wie begründest Du deren Haltung im Zoo?שמואל hat geschrieben:Wollt ihr wirklich, dass die Zoos mangels Besucherinteresse geschlossen werden und damit keine Erhaltungszucht für bedrohte Arten mehr betreiben können?!Jörg Pfeifer hat geschrieben:Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
Exemplarisch kann man das auch am berühmtesten Zootier der letzten Jahrzehnte in Deutschland nachvollziehen: Eisbär Knut. In der Natur bekommen Eisbärinnen etwa alle 3 Jahre 2-3 Junge. Knut und sein Bruder waren die erste Eisbärengeburt seit 30 Jahren im Berliner Zoo. Ganz offensichtlich klappt die natürlichste Sache der Welt bei Zooeisbären nicht. Knut und sein Bruder wurden von seiner Mutter nicht angenommen. Ein Verhalten, dass in der Natur bei Eisbären so gut wie nie vorkommt. Knuts Bruder starb nach 4 Tagen. Knut wurde bekanntlich von seinem bekannten Pfleger groß gezogen. Er starb bereits mit 4 Jahren an einer Hirn-Erkrankung. Ich kann das nicht beurteilen, aber ziemlich viele Experten führen das auf den Dauerstress zurück, dem die Tiere ausgesetzt sind. Ist das eine erforderliche oder gar sinnvolle Erhaltungszucht?
Beste Grüße
Guido
Re: Löwenknochen nach Asien?
Hallo Guido,Guido3 hat geschrieben:Der Verweis auf (vermeintliche) größere Probleme ist immer das absolute Totschlagargument. Sinngemäß kann man dann auch sagen: Bevor man in Afrika in Bildung und Infrastruktur investiert, muss erst einmal auch der letzte Afrikaner satt werden. Das ist das größere Problem. Solche vereinfachten Sichtweisen funktionieren in einer hoch komplexen Welt aber garantiert nicht.
Grundsätzlich stimme ich dir da zu, aber in diesem Fall habe ich Tierschutz vs. Tierschutz angeführt, und da kann man mMn schon schauen wo es den am meisten im Argen liegt.
Ich würde das nicht in erster Linie an der Größe der Tiere festmachen wollen. Ich bin zwar ganz sicher kein Experte, aber z. B. bei Flusspferden kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie einigermaßen artgerecht halten kannGuido3 hat geschrieben:Zoos müssen nicht generell geschlossen werden. Es ist aber einfach ein Fakt, dass Zoos für große Tiere unmöglich adäquate Lebensbedingungen schaffen können.
Doch, gerade als pauschales Argument für die bloße Existenz von Zoos taugt es denke ich schon; jeder Einzelfall muss natürlich konkreter betrachtet werden, was durchaus zu dem Ergebnis führen kann, dass ein Zoo bestimme ungefährdete Arten wie Löwen oder Elefanten eben nicht hält, andere, die artgerecht haltbar oder gefährdet sind, dagegen schon.Guido3 hat geschrieben:Die Erhaltungszucht im Zoo wird bei den meisten Tieren nur vorgeschoben und taugt überhaupt nicht als pauschales Argument pro Zoo.
…und trotzdem haben Zoos schon die eine oder andere Art vor dem Aussterben gerettet.Guido3 hat geschrieben:Die Reproduktionsraten im Zoo sind bei den meisten größeren Tieren katastrophal schlecht.
Sicher gibt es viele ungefährdete Arten in Zoos und wie schon geschrieben, hätte ich absolut nichts dagegen, wenn manche Arten einfach nicht gehalten werden würden, aber trotzdem würde ich Zoos nicht nur auf gefährdete Arten reduzieren wollen, da bei vielen Arten eine Haltung durchaus vertretbar ist.Guido3 hat geschrieben:Und bei vielen Tieren wie z.B. afrikanischen Elefanten brauchen wir derzeit auch garantiert keine Erhaltungszucht im Zoo. Auch wenn die Medien gern Schreckensbilder malen, gibt es über 700.000 Elefanten in Afrika. Wie begründest Du deren Haltung im Zoo?
Konkret bei Eisbären weiß ich nicht, ob ihr Bestand langfristig so gefährdet ist, dass ein Erhaltungszuchtprogramm notwendig wäre oder, ob das nur von „Klimaschützern“ aufgebauscht wird, aber „allein in Deutschland [wurden] seit 1980 bereits rund 70 Eisbären weitgehend unbeachtet von der Presse geboren und aufgezogen“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Knut_(Eisbär)) und auch Knuts „Eltern“ wurden nicht in der Wildnis gefangen. Die Zucht ist also schon möglich und bei etlichen Arten ist die Reproduktionsrate so hoch, dass mehr Jungtiere geboren werden, als die Zoos halten können.Guido3 hat geschrieben:Exemplarisch kann man das auch am berühmtesten Zootier der letzten Jahrzehnte in Deutschland nachvollziehen: Eisbär Knut. In der Natur bekommen Eisbärinnen etwa alle 3 Jahre 2-3 Junge. Knut und sein Bruder waren die erste Eisbärengeburt seit 30 Jahren im Berliner Zoo. Ganz offensichtlich klappt die natürlichste Sache der Welt bei Zooeisbären nicht. Knut und sein Bruder wurden von seiner Mutter nicht angenommen. Ein Verhalten, dass in der Natur bei Eisbären so gut wie nie vorkommt. Knuts Bruder starb nach 4 Tagen. Knut wurde bekanntlich von seinem bekannten Pfleger groß gezogen. Er starb bereits mit 4 Jahren an einer Hirn-Erkrankung. Ich kann das nicht beurteilen, aber ziemlich viele Experten führen das auf den Dauerstress zurück, dem die Tiere ausgesetzt sind. Ist das eine erforderliche oder gar sinnvolle Erhaltungszucht?
Ich kann deine Bedenken bzgl. Zoos schon verstehen, aber ein Abschaffen derselben wäre imho deutlich übers Ziel hinausgeschossen.
Shmuel
„Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ist die Neutralität eine kurzsichtige und unmoralische Konzeption!“ — John Foster Dulles
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Kuno
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Re: Löwenknochen nach Asien?
Da hat sich PETA wohl auch etwas am Wort "blutig" aufgeilen koennen. Dient der Sache nicht, wenn man so schreibt.Jörg Pfeifer hat geschrieben:
Für das blutige Canned-Hunting ....
Die blutigen Fakten....
den blutigen Anteil...
Blutiger Deutschlandimport...
Löwen-Jagd-Blutrausch
Wenn mich meine Kenntnisse in den Grundrechenarten nicht ganz im Stich lassen, bedeutet das, dass gerade mal 130 Loewentrophaen pro Jahr aus Suedafrika eexportiert wurden. Und deswegen ueberschlaegt sich PETA? Da gaebe es wohl einiges, was um Laengen schlimmer ist in Sachen Tiere...Jörg Pfeifer hat geschrieben:Von 1977-2008 wurden allein aus Südafrika insgesamt 4.025 Löwen-Trophäen in die ganze Welt exportiert.
Das halte ich fuer keinen guten Ratschlag.Jörg Pfeifer hat geschrieben: WAS SIE TUN KÖNNEN
Besuchen Sie keine Zoos, Safariparks, Tierparks und Wildparks
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Guido3
Re: Löwenknochen nach Asien?
Hallo Shmuel,
nur kurz:
Ansonsten sind z.B. Löwen und Eisbären deutlich gefährdeter als zumindest afrikanische Elefanten. Und Zoos will ich gar nicht abschaffen. Ich will da nur keine Tiere sehen, für die man nicht ansatzweise geeignete Bedingungen schaffen kann.
Beste Grüße
Guido
nur kurz:
Schwierig. Auch Flusspferde hängen nicht nur faul im Wasser ab, sondern laufen nachts zum Grasen bis zu 10 km. Solche Dimensionen kann ein Zoo nie bieten und entsprechend haben die Tiere ähnliche Probleme wie Menschen mit Bürojob die keinen Sport betreiben. Es bestehen weitere Interessenskonflikte im Zoo. Ein Löwe möchte z.B. tagsüber faul im Schatten dösen und seine Ruhe haben. Er ist primär nachts aktiv. Im Zoo will aber niemand Eintritt zahlen, um dafür dann keine Löwen zu sehen. Entsprechend werden die Anlagen konsequent so designed, dass es keine oder kaum nicht einsehbare Rückzugsmöglichkeiten für die Löwen gibt. Dass Ergebnis der Zoohaltung sind dann Löwen mit dünnen muskelfreien Beinchen, fetten Bäuchen die den ganzen Tag irgendwo liegen und gestört mit dem Kopf hin- und her pendeln.שמואל hat geschrieben:Ich würde das nicht in erster Linie an der Größe der Tiere festmachen wollen. Ich bin zwar ganz sicher kein Experte, aber z. B. bei Flusspferden kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sie einigermaßen artgerecht halten kann
Ansonsten sind z.B. Löwen und Eisbären deutlich gefährdeter als zumindest afrikanische Elefanten. Und Zoos will ich gar nicht abschaffen. Ich will da nur keine Tiere sehen, für die man nicht ansatzweise geeignete Bedingungen schaffen kann.
Beste Grüße
Guido
Re: Löwenknochen nach Asien?
PETA halt. Wundert dich bei denen noch irgendetwas?Kuno hat geschrieben:Da hat sich PETA wohl auch etwas am Wort "blutig" aufgeilen koennen.
Die Frage ist, ob die Nilpferde 10 km laufen, wenn sie das müssen, um Futter zu finden oder, ob sie das grundsätzlich aus Revierverhalten tun. Im ersteren Fall würde es ihnen kaum schaden, wenn sie weniger Platz haben, weil im Zoo das Futter typischerweise immer ausreichend verfügbar ist, im letzteren könnte es möglicherweise schlecht sein (wie gesagt, kenn mich da nicht übermäßig gut aus).Guido3 hat geschrieben:Schwierig. Auch Flusspferde hängen nicht nur faul im Wasser ab, sondern laufen nachts zum Grasen bis zu 10 km.
Eisbären, wie gesagt keine Ahnung, aber Löwen dürften nicht wirklich gefährdet sein, aber wenn doch, sollte man sie definitiv in Zoos halten, artgerechte Haltung hin oder her, damit sie wenigstens in Gefangenschaft überleben, falls sie in freier Wildbahn aussterben sollten, um sie evtl. wieder auswildern zu können.Guido3 hat geschrieben:Ansonsten sind z.B. Löwen und Eisbären deutlich gefährdeter als zumindest afrikanische Elefanten.
Ich im Zweifelsfall schon, Tiger z. B., die nach wie vor stark gefährdet sind.Guido3 hat geschrieben:Und Zoos will ich gar nicht abschaffen. Ich will da nur keine Tiere sehen, für die man nicht ansatzweise geeignete Bedingungen schaffen kann.
Shmuel
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