Komödie
Regie: Elia Suleiman
Deutschland 2019 - 102 min.
Kinostart: 16.01.2020
Absurdes Drama von Elia Suleiman, in dem sich der Regisseur Gedanken über den Begriff Heimat in der Ferne macht.
Elia Suleiman flüchtet auf der Suche nach einem neuen Zuhause aus Palästina, bis ihm klar wird, dass sein Heimatland ihm wie ein Schatten folgt, wohin auch immer er gehen mag. Was als Versprechen eines neuen Lebens beginnt, wandelt sich schnell in eine Komödie des Absurden. Auf seiner Reise von Paris nach New York erinnert ihn immer wieder etwas an seine Heimat ... mehr
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Birgitt
FILM | Vom Giessen des Zitronenbaums
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FILM | Vom Giessen des Zitronenbaums - Rezension
Palästina verschwindet. Von der internationalen Agenda, von der Landkarte, als Begriff. Der Filmautor Elia Suleiman aus Nazareth reagiert in der einzig möglichen Form: der Sprache des Absurden, meint Stefan Buchen in seiner Rezension zum Film "Vom Gießen des Zitronenbaums" ...
12.02.2020 - Qantara
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Birgitt
Es muss das Paradies seinEin moderner Philosoph hat einmal von der Unmöglichkeit gesprochen, einen Standort außerhalb des Getriebes einzunehmen, von dem aus der Spuk mit Namen zu nennen wäre. Die Möglichkeiten des Kinos könnte der Philosoph, es war Theodor W. Adorno, dabei übersehen haben. Die Filmfigur Elia Suleiman bezieht eine Position außerhalb des Getriebes. Er hat es verlassen. Man ahnt, dass er früher mal Teil des Getriebes gewesen ist. Aber es hat ihn sozusagen ausgespuckt und nun betrachtet er es nur noch von außen. Inszenatorisch ist es möglich, ein solches Geschehen im Kino darzustellen. Elia Suleiman ist im Film. Er hat darin sogar eine hohe visuelle Präsenz. Und doch ist er im Abseits, im Aus. Er spricht nicht. Er hört nur, was die anderen sprechen. Er scheint das Gesprochene wahrzunehmen. Ob er es auch wahrnehmen will, daran hat man leise Zweifel [...] Vier Jahre hat das Weiße Haus der palästinensischen Führung Zeit gegeben, über den "Jahrhundertplan" von Donald Trump und Jared Kushner nachzudenken. Elia Suleiman kann den "Plan", an dessen Entwurf ja kein Palästinenser beteiligt war, vor dem Schreiben seines Drehbuchs nicht gekannt haben. Daran kann kein Zweifel bestehen: Es gibt wohl keine bessere Antwort auf den "Plan" als sein Kino des Absurden. Palästina sollte also ein Video-File ans Weiße Haus schicken und eine Kopie ans State Department. Diese Adressaten haben schließlich nur eine Antwort verdient, die sie nicht verstehen.
12.02.2020 - Qantara
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Birgitt




