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Flüchtlingswelle nach Europa

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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon marcelloperrone » 07.07.2018 18:01

Turis Beitrag deckt sich genau mit meinen Eindrücken und egal wieviel Geld wir dort hinschicken oder Leute aufnehmen, so lange sie es selbst nicht kapieren wird sich nichts ändern....
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 07.07.2018 18:17

Was ich nicht verstehen kann ist, dass es so viele Ignoranten gibt, die den Tatsachen nicht in die Augen sehen können.
Sicher, ich bin Realist, das hat weder mit rechts noch mit links was zu tun.
Frage mich wieso man böse sein muss, nur weil man einen Ausweg sieht, der unausweichlich ist.
Ich von meiner Seite würde all denjenigen die die Willkommenskultur pflegen, die Kosten auch auferlegen,
die dadurch entstehen, vorbei mit solidarnosc.
Soll jeder für das verantwortlich gemacht werden, der das jeweilige befürwortet.
Nur vermute ich stark, dass man einem Grossteil derjenigen nichts holen kann,
da sie auch dem Staat auf der Tasche liegen, von daher ist es auch leicht immer ja zu sagen,
wenn es um's Geld verteilen geht.
die Zeche zahlen dann die, auf die man immer schimpft.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Alexander » 07.07.2018 18:42

Turi hat geschrieben: mach mal einen Vorschlag, wie wir aus dem Dilemma herauskommen sollen

Das Dilemma ist, dass man das, was man hätte machen müssen vor Jahrzehnten versäumt wurde, nämlich in Bildung zu investieren anstatt Entwicklungshilfe an korrupte Regime zu überweisen oder nur Geld in kurzfristige Lösungen, die sicherlich in vielen Fällen auch notwendig ist, zu überweisen.

Das Bildungsproblem neu anzupacken wird ein Generationsprojekt, da von heute auf morgen keine Bildungselite entsteht.
Weiterhin müsste Europa und der Rest der Welt aufhören Afrika als Quelle billiger Ressourcen zu betrachten. Aber da wir wirtschaftlich immer weiter wachsen „müssen“ und der Aktienkurz schon mal fällt, wenn die hochgesteckten Erwartungen der Analysten nicht erfüllt werden, wird das ein Wunschtraum bleiben.

Turi hat geschrieben:auch mit Gewalt die Despoten ausschalten und durch treue weisse Regierungsbeamten zu ersetzen

Das hat bisher ja auch super funktioniert. Siehe Libyen, Irak, Syrien, usw. Ziemlich weltfremd dieser Vorschlag. Wir würden uns kaum von Trump & Co. unterscheiden.

Turi hat geschrieben: ohne sie mit Gewalt an der Flucht zu hindern

Die meisten Flüchtlinge wissen, auf was sie sich einlassen. Sie nehmen das Risiko bewusst in Kauf. Sie wissen, dass sie in der Sklaverei verkauft werden können, den Tripp in den Norden nicht überleben können, oder in der Sahara ausgesetzt werden. In Ceuta gibt es meterhohe Doppelzäune mit Stacheldraht. Trotzdem mach sie sich auf den Weg, weil alles andere besser ist, als in der Heimat zu bleiben.

Turi hat geschrieben:weiterhin hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge durchfüttern zu müssen

Du tust ja gerade so, müsstest du dafür jeden Abend ein Bier weniger trinken. Menschenverachtender hättest du es kaum ausdrücken können.

Turi hat geschrieben:Entweder wir müssen, wie die Ami das Gefühl haben, Weltpolizei spielen, oder wir müssen uns abschotten, dazwischen gibt es nichts.

Wieviele Weltpolizisten brauchen wir noch, mit der Lizenz zu was? Weltpolizisten kommen sich in die Quere und verursachen zusätzliches Konfliktpotential. Besonders wenn die Polizei von einem vom Schlage Trump angeführt wird.

Turi hat geschrieben: ich steh lieber auf der Seite der Gewinner.

Wenn ich dich so lese, dann würde ich das Wort "Gewinner" mit "Egoisten" ersetzen.

Turi hat geschrieben:Was ich nicht verstehen kann ist, dass es so viele Ignoranten gibt, die den Tatsachen nicht in die Augen sehen können.
Sicher, ich bin Realist, das hat weder mit rechts noch mit links was zu tun.

In der Form fügst du das fast jedem deiner Beiträge an, was deine Aussagen nicht unbedingt richtiger machen. Ein verzweifelter Versuch, einem Argument mehr Gewicht zu geben.

Turi hat geschrieben:Nur vermute ich stark, dass man einem Grossteil derjenigen nichts holen kann,
da sie auch dem Staat auf der Tasche liegen, von daher ist es auch leicht immer ja zu sagen,
wenn es um's Geld verteilen geht.
die Zeche zahlen dann die, auf die man immer schimpft.

Ich bin froh, dass du kein Mitglied einer Regierung bist. Du würdest mit Sicherheit in die Geschichte eingehen. Allerdings nicht unter der Rubrik Nelson Madela.

Übrigens: Ich stehe auch auf der Seite derjenigen, die du so verächtlich als Gutmenschen bezeichnest. Ich liege allerdings niemanden auf der Tasche. Und ich kenne viele davon. Wieder so ein Indiz, wie haltlos deine Argumentation ist.

Grüsse
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 07.07.2018 19:47

Hallo Alexander

Das Dilemma ist, dass man das, was man hätte machen müssen vor Jahrzehnten versäumt wurde, nämlich in Bildung zu investieren anstatt Entwicklungshilfe an korrupte Regime zu überweisen oder nur Geld in kurzfristige Lösungen, die sicherlich in vielen Fällen auch notwendig ist, zu überweisen.

Das nützt heute nichts mehr, schlimmer, man macht es ja immer noch so.

Andererseits muss man in den afrikanischen Ländern noch dafür zahlen ,um nicht zu sagen schmieren,
dass man helfen darf, was für ein Affront.


Weiterhin müsste Europa und der Rest der Welt aufhören Afrika als Quelle billiger Ressourcen zu betrachten. Aber da wir wirtschaftlich immer weiter wachsen „müssen“ und der Aktienkurz schon mal fällt, wenn die hochgesteckten Erwartungen der Analysten nicht erfüllt werden, wird das ein Wunschtraum bleiben

Die Ressourcen werden ja nicht billig gekauft, sondern das Geld kommt nicht bis zur Bevölkerung im jeweiligen Land.

Turi hat geschrieben:auch mit Gewalt die Despoten ausschalten und durch treue weisse Regierungsbeamten zu ersetzen
]Das hat bisher ja auch super funktioniert. Siehe Libyen, Irak, Syrien, usw. Ziemlich weltfremd dieser Vorschlag. Wir würden uns kaum von Trump & Co. unterscheiden.

Du hast da was falsch verstanden, nicht durch Einheimische ersetzen, was bedeuten würde, dass man praktisch mit jeder der pseudo Regierungen erst mal im Krieg stände.
Das war kein Vorschlag wie zu machen soll, sondern die einzige Möglichkeit in den jeweiligen Ländern etwas zu erreichen, mit Bildung allein ist das nicht getan, siehe Südafrika, wo Studentenführer aufrufen weisse Farmer zu töten.

Die meisten Flüchtlinge wissen, auf was sie sich einlassen. Sie nehmen das Risiko bewusst in Kauf. Sie wissen, dass sie in der Sklaverei verkauft werden können, den Tripp in den Norden nicht überleben können, oder in der Sahara ausgesetzt werden. In Ceuta gibt es meterhohe Doppelzäune mit Stacheldraht. Trotzdem mach sie sich auf den Weg, weil alles andere besser ist, als in der Heimat zu bleiben.

Gerade Marokko ist ja ein gutes Beispiel, soll man alle aus den Magrebstaaten auch einladen zu uns zu kommen?
Weil du zu Anfang geschrieben hast "hätte man" würde Marokko wie viele anderen Staaten mal was an der Geburtenkontrolle drehen, so hätten mehr Arbeit und weniger müssten "auswandern" von Flüchtlingen kann man hier ja nicht reden.


Du tust ja gerade so, müsstest du dafür jeden Abend ein Bier weniger trinken. Menschenverachtender hättest du es kaum ausdrücken können.

Es geht doch nicht um mich, die Frage ist, was wird die Zukunft bringen, ich kann mir mein Bier trotzdem leisten, andererseits hätten wir vielleicht nicht so hohe Steuersätze und die Infrastruktur würde nicht verlottern, für Tagesstätten wäre Geld zur Verfügung und die Rentner könnten leben von ihrer Rente, gerade in D.
Ich meine auch nicht dass wir die Weltpolizisten brauchen, das ist ja die Ironie der Geschichte.
Wollen wir irgendwie so weiterleben wie bisher muss sich in der Flüchtlingsgeschichte was ändern, ohne die "Weltpolizei" wird es nur mit Abschottung gehen.
Andererseits, mach auch du mal einen Vorschlag der realisierbar ist und nicht ein jährliches Wirtschaftswachstum von 5%voraussetzt.
Ich wollt den "Foifer us Weggli" das gibt's halt nicht.

Wenn ich dich so lese, dann würde ich das Wort "Gewinner" mit "Egoisten" ersetzen.


Du kannst es nennen wie du willst, alles was ich habe, habe ich durch eigene Hände Arbeit erwirtschaftet, meine Mitarbeiter haben überdurchschnittlichen Lohn erhalten und ich Zahle immer meine Steuern, also habe ich mir nichts vorzuwerfen.
Habe schon einige Zeit auf dem afrikanischen Kontinent gratis gearbeitet, wo ich manchmal sagen musste; Bin ich eigentlich blöd, die Einheimischen stehen daneben und grinsen sich einen.

Ich bin froh, dass du kein Mitglied einer Regierung bist. Du würdest mit Sicherheit in die Geschichte eingehen. Allerdings nicht unter der Rubrik Nelson Madela.

Bin ich auch froh, Nelson Mandela war auch erst ein Lamm, nachdem er ziemlich wüst als Wolf gewirkt hat, ich habe bis jetzt , Gott sei Dank, noch niemanden töten müssen.

Übrigens: Ich stehe auch auf der Seite derjenigen, die du so verächtlich als Gutmenschen bezeichnest. Ich liege allerdings niemanden auf der Tasche. Und ich kenne viele davon. Wieder so ein Indiz, wie haltlos deine Argumentation ist.

Ich sage das nicht verächtlich, abgesehen davon gibt es bei uns auch jede Menge "Gutmenschen" kenne allerdings nur eine Familie, die einen Flüchtling aufgenommen hat und die lässt sich das vom Staat auch gut bezahlen.
Genauso wie die ganzen NGOs, man trifft immer wieder mal welche und keiner von denen verdient weniger als ich verdient habe, alles auch nur ein Geschäft.

Nur vermute ich stark, dass man einem Grossteil derjenigen nichts holen kann,
da sie auch dem Staat auf der Tasche liegen, von daher ist es auch leicht immer ja zu sagen,
wenn es um's Geld verteilen geht.

Das war meine Aussage, es gibt überall Ausnahmen oder eben Minderheiten.

Ich verstehe ja wie jemand wie du oder Jörg im Dilemma stecken, von denen gibt es noch einige, werden aber immer weniger, weil sie einsehen, dass die Quadratur des Kreises nicht möglich ist.
Jeder kann versuchen nach seiner Überzeugung zu handeln, jeder sollte dann aber auch dafür geradestehen.
Mir steht das Wohl unsere Kinder und Enkelkinder und das Wohl unseres Landes an vorderster Stelle und dafür stehe ich gerade und zwar ohne wenn und aber.
Ein wenig Nationalismus sollte noch erlaubt sein, ohne in die rechte Ecke gedrängt zu werden und es würde manchem gut zu Gesicht stehen, sich daran zu erinnern was seine Eltern aufgebaut haben und was im Moment teilweise den Bach runter geht, für Fremde die es zum Grossteil noch nicht mal schätzen.

Und auch hier nochmal, Kriegsflüchtlinge aufnehmen, muss man nicht diskutieren, bin ich auch dafür, fällt der Fluchtgrund weg, gibt's eine Rückfahrkarte, wegen mir noch mit Startgeld, alle anderen die illegal hier sind haben hier nichts verloren.
Kontrollierte Zuwanderung mit Kontingenten und unter genauer Kontrolle wer reinkommt ist akzeptiert.

Ich schreibe was viele Anderen denken, ist vielleicht mein Problem, aber ich steh dazu.

liebe Grüsse Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Jürgen Kempe » 07.07.2018 21:17

Auch ich wünsche niemanden eine Zukunft von Leuten wie Turi, für die Leid, Not und Elend vorrangig eine Frage von Gewinn und Verlust ist!
Den Begriff "Gutmensch" ins Gegenteil zu verkehren und als Schimpfwort zu verwenden, entspricht dem Gedankengut dumpfer Schlägertypen.
Der Glaube, der nette weisse Kolonial-Herr würde die Fehlgeleiteten andersfarbiger Haut zu Frieden und Wohlstand leiten, ist ja wohl zur Genüge durch das Chaos in dieser Welt, das von ihm angerichtet und hinterlassen wurde/wird, ausreichend als Irrglabe belegt!

Unser Vorteil, der ohne auch nur das geringste eigene Zutun unseren Wohlstand begründet, ist der Ort unserer Geburt. Hier, bei gemässigtem Klima, ausreichend Wasser und fruchbarem Boden, lässt sich gut leben. Rechtzeitig wehrhafte "nationale" Grenzen gezogen zu haben, und immer bei der Entwicklung tötlicher Waffen ein "glückliches Händchen" gehabt zu haben, hat es uns ermöglicht, Schwächere zu unterdrücken.

Wohin es führt, andere Menschen auszuschliessen, zu verfolgen und..., ist mit der deutschen Geschichte in furchtbarer Weise belegt.

Schönen Abend: Jürgen Kempe
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon schnorr » 07.07.2018 22:44

hallo turi, das, was du hier loslässt, ist an zynismus nicht zu überbieten :kotz: mit der vollen bierflasche in der hand und dem gewehr neben dem sofa ist es leicht über die dreckigen und faulen afrikaner zu schimpfen.
natürlich hast du recht mit deinen eigenen erfahrungen, die sich auch mit meinen eigenen erfahrungen decken. ich würde es aber nicht mit faulheit der afrikaner bezeichnen, sondern mit deren mentalität, von der wir schaffe-schaffe-häusle-bauen-westeuropäer noch einiges lernen könnten.
deine abschottungsvorschläge sind genau falsch, denn sie schaffen nur noch mehr begehrlichkeiten in richtung ärmere menschen.
auch deine abknall-theorie wird nicht funktionieren, da nicht zuende gedacht ([zynismus an:] vielleicht aber trotzdem mal eine a-bombe in richtung mugabe und seinen despotenfreunden?[/zynismus aus])
genau dieses denken hat uns ja in das dilemma erst reingebracht und nicht erst seit 30 jahren, sondern schon bevor vasco da gama sich auf sein segler geschwungen hat, um die welt zu erkunden.

Turi hat geschrieben:Hallo Jörg
Was ich noch ganz vergessen habe, mach mal einen Vorschlag, wie wir aus dem Dilemma herauskommen sollen,

eigentlich ganz einfach, wird dir nur nicht schmecken, weil du dann verzichten musst. und das willst du wahrscheinlich nicht!

nur noch wirklich faire waren einkaufen und nur ware, die eindeutig(!) sozial-, umwelt- und gesundheitsverträglich hergestellt und vertrieben wurde. und keine produkte, die irgendwelche pseudolabel haben (wie z.b. utz oder save the planet bei schokolade). oder am besten waren, die bio und lokal in europa produziert wurden (warum muss es zu weihnachten bloß erdbeeren geben?).
wenig fleisch und wenn, dann nicht billig aus argentinien. (für intensive viehwirtschaft werden wertvolle agrarflächen vernichtet, selbst bei uns werden langsam alle böden verseucht)
kein palmöl (auch nicht bio - weil auch dafür werden urwälder gerodet)
kein biosprit (dafür werden einheimische agrarflächen vernichtet)
keine freihandelsabkommen, die nur den konzernen dienen und nicht der bevölkerung. wir konnten uns noch ein wenig gegen ttip wehren, die afrikaner können das zur zeit nicht). geht mir nicht in den schädel, warum sich politiker darauf einlassen, kann ich mir nur mit erpressung oder macht vorstellen.
nestle, mars und andere konzerne, die die größten ausbeuter sind, boykottieren und nix mehr von denen kaufen. wenn keiner mehr von nestle und subunternehmen kaufen, sähen die ganz schön arm aus. wir verbraucher haben eigentlich eine ganz schöne macht.
keine waffenexporte mehr! egal an wen.
technologie und pharmatransfer open source auch in arme länder.
warum kann ich für 19.99€ nach marokko fleigen, der marokkaner aber nicht für den preis nach europa?

und verschiedenes mehr, was wir tun könnten!

alexander hat es geschrieben: bildung, bildung, bildung. wenn ich höre, dass in ghana die kinder nicht in die schule gehen können, weil sie in den kakaoplantagen als billiglöhner arbeiten müssen, habe ich keine lust mehr auf unfair produziere schokolade, wenn mars oder nestle dann als ausgleich "großzügig" entwicklungshilfe zum bau der schulen geben, die nur bis zur grundmauer reichen, wird mir vor lauter zynismus schlecht.
und gesundheitsvorsorge finde ich auch wichtig. das heisst nicht, das in länder, in denen kaum herzprobleme existieren, abgelaufene herzmedikamente gesendet werden, sondern echte hilfe.

das alles kostet geld, viel geld und es würde auch bedeuten, das wir nicht jedes wochenende grillen könnten, nicht jeden tag eine tafel schokolade essen können, kein t-shirt für 5 euro kaufen können, sich keine drei autos leisten könnten.

jeder darf sein geld verdienen, aber bitte nicht auf kosten von anderen!

das dass nicht direkt morgen geht, ist wohl jedem klar. aber in zwei, drei generationen würde es deutliche fortschritte geben. wenn wir schon vor 40 jahren damit angefangen hätten, hätten wir heute keine "flüchtlingskrise" und ich müsste mich hier nicht über rechtes geschwafel ärgern.
aber geld regiert die welt und wer das meiste hat, bestimmt leider.
in dieser beziehung bin ich gerne gutmensch (was mir ja schon vor ca. 80 seiten in diesem fred vorgeworfen wurde).
und ich bin realist genug, das viele meiner vorschläge zwar leicht machbarwären, aber leider wegen der gier der meisten menschen nicht zum tragen kommen wird. aber träumen darf man ja und im kleinen bei sich selber mal anfangen mit fairen lebensmitteln und kleidung.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 08.07.2018 09:06

Guten Morgen Wüschigemeinde

Hallo Jürgen

Der Glaube, der nette weisse Kolonial-Herr würde die Fehlgeleiteten andersfarbiger Haut zu Frieden und Wohlstand leiten, ist ja wohl zur Genüge durch das Chaos in dieser Welt, das von ihm angerichtet und hinterlassen wurde/wird, ausreichend als Irrglabe belegt!

Was ist den das? Mach dich mal schlau, bzw. lese mal die Geschichte.
Die Kolonialherren, wie du schreibst, die zB. das südliche Afrika in grossem Stil aufgebaut haben, waren Missionare ab ca 1820, die haben erst mal versucht ein wenig Frieden unter den Volksgruppen zu bringen, das ist das Eine.
Das andere ist, wären sie nicht gewesen, gäbe es heute noch nur einen kleinen Teil an Schulen bzw, Bildung für die Schwarzen im südlichen Afrika.
Liess mal die Bücher von Vedder oder von Walter Moritz.
Erst sie haben den Grundstein gelegt für Schulen in denen man Bücher hat.



Unser Vorteil, der ohne auch nur das geringste eigene Zutun unseren Wohlstand begründet, ist der Ort unserer Geburt. Hier, bei gemässigtem Klima, ausreichend Wasser und fruchbarem Boden.

Da irrst du dich aber gewaltig, in Europa sah es vor Jahrhunderten auch aus wie im Kongo, überall Wald, nur hatten die hier extreme klimatische Bedingungen und mussten, um zu überleben den Finger aus dem A... nehmen und hart arbeiten um zu diesem Wohlstand zu kommen.
Sie mussten Vorräte anlegen um den Winter zu überstehen und das hat sich in den Genen der Europäer niedergeschlagen, wir sind nicht umsonst wie wir sind.
Auch in den Ländern wo die klimatischen Bedingungen besser sind als bei uns, haben sie es lange vor unserer Zeit nicht auf die Reihe gebracht, bzw. hat sich die Bevölkerung in Grenzen gehalten und konnten dadurch überleben, die Kindersterblichkeit lag so grob bei 8 von 10, heute ist es dank uns umgekehrt für das einzelne Kind ist das zwar schön, für die Menschheit aber ein verderben.
Ich wäre auch dafür gewesen, hätte man Afrika, wie im übrigen auch alle anderen Kontinente für sich leben gelassen, dann hätten sie heute noch keinen Bildung , ausser im Jagen und Früchte sammeln, wären aber sicher glücklicher, ist aber anders gelaufen.

Wohin es führt, andere Menschen auszuschliessen, zu verfolgen und..., ist mit der deutschen Geschichte in furchtbarer Weise belegt

Den Mist kannst du getrost weglassen, da können wir und die kommenden Generationen nichts dafür.
Damals hat man gezielt versucht eine Volksgruppe auszulöschen, heute kommen die Einwanderer aber freiwillig, und niemand wird behaupten wollen, dass man irgend etwas, was damals geschah, heute vorhat, also lass das mal weg.


hallo Jörg

ich würde es aber nicht mit faulheit der afrikaner bezeichnen, sondern mit deren mentalität, von der wir schaffe-schaffe-häusle-bauen-westeuropäer noch einiges lernen könnten.

Da sind wir doch einer Meinung, ich rede auch nicht von Faulheit, sondern von anderen Genen, die sich über Jahrtausende entwickelt haben, nur darf man dann nicht erwarten, dass mit der afrikanischen Mentalität, wenn man das mal pauschaliert, sie den gleichen Wohlstand erreichen können als wir, wollen ihn aber.
Ich habe einiges dort unten gelernt, ich nehme mir die Zeit um zu leben und nehme dadurch bewusst finanzielle Verluste in Kauf, bzw. verzichte auf das Einkommen bis zur Rente, habe dadurch mehr Lebensqualität.
Musste mir das allerdings in 42 Jahren erarbeiten, eben mit schaffe schaffe Häusle bauen.



auch deine abknall-theorie wird nicht funktionieren, da nicht zuende gedacht ([zynismus an:] vielleicht aber trotzdem mal eine a-bombe in richtung mugabe und seinen despotenfreunden?[/zynismus aus])
genau dieses denken hat uns ja in das dilemma erst reingebracht und nicht erst seit 30 jahren

Das Dilemma hat in 30 Jahren Mugabe verursacht, vorher ging es der Bevölkerung gut und sie konnten noch exportieren.
Dazu kommt, dass in Schwarzafrika hunderttausend durch die Gewehre der eigenen um kommen und die werden überwiegend nicht von Europa geliefert, der billige Schrott, der auch schiesst kommt nicht von uns.

Nochmal, wie bekommt man einen Kabila dazu seine Macht abzugeben, wie bekommt man
einen Joao Lourenco in Angola oder Buhari in Nigeria dazu das gestohlenes Geld mit der Bevölkerung zu teilen,
um ihnen den Fluchtgrund zu nehmen?



nur noch wirklich faire waren einkaufen und nur ware, die eindeutig(!) sozial-, umwelt- und gesundheitsverträglich hergestellt und vertrieben wurde. und keine produkte, die irgendwelche pseudolabel haben (wie z.b. utz oder save the planet bei schokolade). oder am besten waren, die bio und lokal in europa produziert wurden (warum muss es zu weihnachten bloß erdbeeren geben?).
wenig fleisch und wenn, dann nicht billig aus argentinien. (für intensive viehwirtschaft werden wertvolle agrarflächen vernichtet, selbst bei uns werden langsam alle böden verseucht)
kein palmöl (auch nicht bio - weil auch dafür werden urwälder gerodet)
kein biosprit (dafür werden einheimische agrarflächen vernichtet)
keine freihandelsabkommen, die nur den konzernen dienen und nicht der bevölkerung. wir konnten uns noch ein wenig gegen ttip wehren, die afrikaner können das zur zeit nicht). geht mir nicht in den schädel, warum sich politiker darauf einlassen, kann ich mir nur mit erpressung oder macht vorstellen.

Bin ich auch deiner Meinung, ich kaufe auch beim Gärtner nebenan das Kilo Aprikosen für 8.50 ein und den Salatkopf für 2.50, weil ich weiss es kommt von hier, das aber muss man sich leisten können und gerade in D , wo die Lebensmittel am billigsten sind von ganz Europa ist der Geiz halt scheinbar geil.
Betreffend den Freihandelsabkommen, wie soll das funktionieren in Ländern wie dem Senegal etc. man muss mit der Regierung Verträge machen und auch wenn sie einem schriftlich bestätigen, dass das Geld der Bevölkerung zu gute kommt, hast du das Gefühl das da viel ankommt?
Da braucht es Leute vor Ort, die das einfädeln und kontrollieren und das wiederum lässt sich die Regierung gut bezahlen auf Kosten der Bauern,

technologie und pharmatransfer open source auch in arme länder.

Da bin ich anderer Meinung bzw. das muss geregelt sein.
Geburtenkontrolle mit nicht mehr als 3 Kindern pro Familie zB
und zwar bevor die Medis runter gehen.
Es wird geschätzt, dass sich die Bevölkerung in Afrika bis 2050 verdoppelt.
Was machst du mit denen allen?




in dieser beziehung bin ich gerne gutmensch (was mir ja schon vor ca. 80 seiten in diesem fred vorgeworfen wurde).
und ich bin realist genug, das viele meiner vorschläge zwar leicht machbarwären, aber leider wegen der gier der meisten menschen nicht zum tragen kommen wird. aber träumen darf man ja und im kleinen bei sich selber mal anfangen mit fairen lebensmitteln und kleidung.

Da darf man auch gerne weiter daran arbeiten.

Das alles lösst aber nicht die jetzigen Probleme.

Ich zitiere mich hier mal selbst:

Und auch hier nochmal, Kriegsflüchtlinge aufnehmen, muss man nicht diskutieren, bin ich auch dafür, fällt der Fluchtgrund weg, gibt's eine Rückfahrkarte, wegen mir noch mit Startgeld, alle anderen die illegal hier sind haben hier nichts verloren.
Kontrollierte Zuwanderung mit Kontingenten und unter genauer Kontrolle wer reinkommt ist akzeptiert.

Das muss in meinen Augen die Lösung im Moment sein, alles was darüber hinausgeht ist Politik und Augenwischerei, wie es weiter geht, die Geschichte wird's zeigen.

schönen Sonntag
Gruss Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Barbara4x4 » 08.07.2018 10:34

Turi hat geschrieben:Gerade Marokko ist ja ein gutes Beispiel, soll man alle aus den Magrebstaaten auch einladen zu uns zu kommen?
Weil du zu Anfang geschrieben hast "hätte man" würde Marokko wie viele anderen Staaten mal was an der Geburtenkontrolle drehen, so hätten mehr Arbeit und weniger müssten "auswandern" von Flüchtlingen kann man hier ja nicht reden.
....................

Gerade heute morgen gelesen, allein im Juni sind 6000 Wirtschaftsflüchtlinge von Marokko nach Spanien gekommen, mit ihnen 65 To Drogen.


Moin Turi,

Bei den Geburten war Marokko als Beispiel eine ganz schlechte Wahl. In den 50/60ern waren knapp 6 Kinder Standard. Bereits Mitte der 80er war es bei etwa 3,5 Kindern pro Frau, heute 2,17. Weltdurchschnitt liegt bei 2,45.

http://welt.sebaworld.de/bevoelkerung/f ... tsrate.php

Drogen und Menschen gehen nicht auf den selben Booten und Wegen übers Meer, die Geschäftszweige sind sauber getrennt. Mit einzelnen Flüchtlingen kommen vielleicht kleine Mengen, aber keine Tonnen.

Soviel mal zur Korrektur. 8)

Marokko hat in den letzten beiden Jahren jeweils 15-20 000 Illegale pro Jahr mit Bleiberecht ausgestattet. Und sammelt sehr viel vor der eigenen Küste, neulich erst wieder ein Boot mit 472 Leuten, die zurück nach MA gebracht wurden. Kam in unseren Medien nicht vor.

Viele Grüße
Barbara
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 08.07.2018 11:22

Hallo Barbara



Betreffend Marokko, bei der Geburtenrate, wenn das stimmt und dem Tourismusboom, dann frage ich mich, was ist der Fluchtgrund? 3000 Marokkaner in einem Monat!
Denke in Marokko muss keiner hungern, oder?
Vielleicht einige im Riff, von denen wird sich aber eher selten einer unter den Flüchtlingen befinden.


Sicher hätte jeder gerne ein noch besseres Leben, dann sollte er oder sie das auf ordentlichem Weg mit Visa und Arbeitserlaubnis erledigen, muss man dort unten auch, sofern man das will, nur als Tourist um 3 Monate verlängern war schon eine mehrtägige Prozedur.
Die tausenden von Touristen bringen einiges an Geld in's Land, vor allen Dingen seit Libyen, Tunesien und Algerien wieder Ausnahmeziele geworden sind.
Da kann man gezielt helfen, so man will.

aus den Medien:
Hauptroute für Flüchtlinge verschiebt sich

Vermehrt kommen Migranten via Marokko nach Europa. In Spanien wurden im Juni bereits 6000 irreguläre Grenzübertritte gezählt.
Der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, hat vor einer neuen Hauptroute für Migranten nach Europa gewarnt. Die Hauptroute für afrikanische Migranten nach Europa könnte sich nach dessen Einschätzung von Italien nach Spanien verschieben.

«Wenn die Zahlen dort so steigen wie zuletzt, wird sich dieser Weg zum wichtigsten entwickeln», sagte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri der deutschen Zeitung «Welt am Sonntag». Im Juni habe Frontex rund 6000 irreguläre Grenzübertritte nach Spanien gezählt. Etwa die Hälfte dieser Menschen seien Marokkaner, die anderen stammen aus Westafrika.

Dass die Route über Libyen schwieriger zu benutzen sei, habe sich auch bei Migranten und Schleusern herumgesprochen, sagte Leggeri laut Vorabbericht. Im Transitland Niger werde den Menschen daher seit einigen Monaten angeboten, statt über Libyen via Marokko den Weg nach Europa zu suchen.

Kriminelle schleusen Migranten und Drogen

Auf der Route zwischen Marokko und Spanien schleusten kriminelle Netzwerke nicht nur Migranten, sondern versuchten auch, mit deren Hilfe im grossen Stile Drogen zu schmuggeln. Fast die Hälfe aller Rauschgiftfunde von Frontex an den EU-Aussengrenzen seien in Marokko und Spanien gemacht worden - rund 65 Tonnen.

Leggeri sprach sich dafür aus, die Pläne für internationale Unterkünfte in Afrika voranzutreiben, damit niemand mehr davon ausgehen könne, dass er nach seiner Rettung nach Europa gebracht werde. «Wenn es diesen Automatismus nicht mehr gibt, können wir das kriminelle Geschäftsmodell erfolgreich bekämpfen.»


Gruss Turi


Aber vielfach geht es nicht um Flüchtlinge eines Krieges, sondern um Wirtschaftsflüchtlinge und da sollte es uns doch erlaubt sein, Grenzen zu setzen.

Gruss Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 08.07.2018 12:39

Hallo Wüschigemeinde

Vielleicht ist das Flüchtlingsproblem nur das kleinere was wir in Zukunft zu bewältigen haben:
https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q= ... iTYcqNA1Su

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Joburg » 08.07.2018 14:02

Hart Härter und nochmal Härter als Hart,

Afrika wird wahrscheinlich nicht mehr zu retten sein.Allein schon die im wahrsten Wortsinn apokalyptische Bevölkerungsexplosion in den nächsten Jahrzehnten wird Afrika an den Rand des Abgrunds bringen. Europa wird dies mit Abstand am meisten negativ merken.Auch immer wieder die gleiche Leier wer Schuld ist an den Zuständen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent ist nicht von Relevanz.Seit mehreren Jahrzehnten immer das gleiche man müsste, man sollte, man könnte u.s.w. dafür ist es in vielen Fällen bereits zu spät - das Kind ( Kontinent Afrika ) ist in den Brunnen gefallen !!! Um eine Wende in Afrika einzuleiten zum guten für die Afrinaner bräuchte es mit ziemlicher Sicherheit sehr radikale Lösungen die auch sehr schmerzlich wären. An diesem Kontinent wird nun seit Jahrhunderten rumgedoktert alles ursprünglich um Gutes zu bewirken. Die Frage die sich dabei immer wieder stellt für wenn etwas Gutes in Afrika schaffen.
Der weiße Mann hat ohne wenn und aber auch eine Aktie am Niedergang Afrikas. Aber nichts desto trotz muss man auch die Schwarzen in die Pflicht nehmen und deren großen Anteil in der heutigen Zeit das der Abwärtstrend in Afrika überall anhält.
Wirklich horrende Korruption in allen afrikanischen Staaten ist Mitschuld. Der große Spruch überall bei europäischen Regierungen Fluchtursachen beseitigen - ist eigentlich ein Beweis dafür das viele Länder in Europa überhaupt nicht wissen was in Afrika in punkto Korruption abläuft.
In Afrika ist jeder Staatschef egal ob kleines oder großes Land entweder Milliardär noch mal Milliardär oder zumindest im mittleren oberen sagenhaft reich. UNO Organisationen müssen kleinlaut zugeben das die Entwicklungshilfe auf dem gesamten Kontinent Afrika faktisch gescheitert ist. Seit bestehen der UNO hat alleine die UNO circa 2,8 Billionen in dem Versenkt. Und dabei sind die Hilfsgelder verschiedener privaten und sonstigen Organisationen noch nicht einmal berücksichtigt. Einige afrikanische Staaten bräuchten überhaupt keine Entwicklungshilfe so reich sind die heutzutage durch den Verkauf ihrer Bodenschätze z.B.nach China Hauptabnehmer. China hat in den letzten 20 Jahren schätzungsweise fast 800 Milliarden an Rohstoffen aufgekauft.
Die weltweite aller nur erdenklichen Branchen der Luxus Sparten macht auf dem Schwarzen Kontinent die allerhöchsten Umsätze weltweit - völlig irre !!!
Viele afrikanische Staaten schieben die Probleme ihrer Bevölkerungen ganz frech an die westliche Welt - und unsere Regierungen wissen das auch - so ist es nicht !!!
Jährlich verschwinden sage und schreibe geschätzt 30 Milliarden Dollar Entwicklungshilfegelder.
Im Nairobi sagte einer scherzhaft zu mir mittlerweile gibt es so reiche Afrikaner auf diesem Kontinent Afrika dagegen wären russische Oligarchen Bettler.
Es gibt eine Fülle haarsträubender Storys über Korruption in Afrika. Um den Schwarzen etwas zu entlasten spielen natürlich Weiße eine ganz gewichtige Rolle dabei. Wer mal in die Schweiz fährt und in Zürichs Bahnhofstraße in irgendeine x beliebige Bank geht und sich in den Wartebereich setzt wird staunen wie viele Schwarze in den Banken ein und ausgehen. Wohlfahrts Checks werden die dort nicht einlösen !!!!

Afrika kann sich nur selbst helfen -
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 08.07.2018 16:00

hallo Joburg
Das alles interessiert eigentlich wenige, Haupsache die Hilfgelder fliessen weiter und tausende NGOs können sich auch weiter die Taschen füllen.
Wir haben in Äthiopien einen von US Aid kennengelernt.
10 000 US Dollar im Monat, grossen Toyota für sich , kleinen für die Frau, da die Kinder zur Schule gefahren werden müssen,
Villa mit Pool. Der hatte absolut kein Stress mit dem Geld verteilen.
Wir haben im gleichen Dorf bei einem alten holländischen Patre übernachtet, der uns Diesel organisierte, weil wieder mal kein Strom für die Pumpen da war,der hat uns gesagt, die NGOs streiten sich um die Prestigeobjekte seine Schüler hätten noch nicht mal Schreibstifte. Aber ganz Äthiopien ist am betteln.
Namibia bekommt jedes Jahr Millionen nur von D, die Kinder in der Schule im Norden, die pro Tag 1 NAD vom Staat zu kriegen hätten, warten Monate darauf, sie sind angewiesen auf Spenden, zB des Sahara Clubs Deutschland.
Die demokratische Republik Kongo liefert 68 % des weltweiten Kobalt das für die Batterieherstellung benötigt wird.
Glencore ist im Clinch mit Kabila wegen des Preises und die Chinesen versuchen an die Minen zu kommen.
DRC bzw Kabila sind steinreich und wir haben im Dorf Familien aus dem Kongo die von der Sozialhilfe leben, sind Flüchtlinge, weil Kabila die Oposition killt, da könnte ich dann :kotz:
Jetzt soll man Glencore oder den Chinesen einen Vorwurf machen?
Zahlen die der Regierung mehr, hat die Bevölkerung weiter nichts davon, nur Kabila mit seinem Gefolge streicht die Kohle ein.
Das zieht sich one Ausnahme durch alle afrikanischen Länder.
Man könnte das unbegrenzt weiterführen, nur nützt das nichts, hier wollen viele die Tatsachen einfach nicht sehen.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Turi » 08.07.2018 16:07

noch was

Heute in einem Kommentar gelesen;

Ein neuer Realismus beim Thema Migration und Integration war längst überfällig,
doch er kommt spät und mit hässlicher Begleitung.
Egoismus und Nationalismus breiten sich aus.
Wird Humanismus zum Kollateralschaden?
Willkommenskultur war einmal. Sie ist gescheitert.
Nicht am guten Willen sondern an den Realitäten!

Hans-Jürgen Maurus war der Autor

Wie recht er hat.

Gruss Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Maputo » 08.07.2018 16:40

Willkommenskultur kann keine Lösung sein, ausser für weltfremden naive Politiker.

Afrika ist ein schwieriges Thema mit unendlich vielen Facetten, aber das Muster ist fast immer gleich. Der Kontinent zerstört sich selbst, schuld sind aber immer die anderen. Die Weltbank, die Kolonisation -die viele Jahrzehnte zurückliegt-, der böse weisse Mann, der Chinese usw..usw...

Ich bereise den Kontinent seit fast 30 Jahren und habe irgendwann die Hoffnung verloren.

Die Menschen flüchten vor bitterer Armut und völliger Perspektivlosigkeit. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen, ich würde das gleiche tun. Schuld für diese Zustände sind fast ausnahmslos die korrupten Eliten. Diese ignorieren das Elend und haben wenig Anlass sich Gedanken über dessen Abschaffung zu machen. Sie leben immer noch recht üppig von Entwicklungshilfe, Kahlschlag, Teakplantagen, Ölfeldern und Bodenschätzen.

Diese "upper class" lebt nur für 2 Ziele: Macht und Selbstbereicherung! Gemeinsinn, Verantwortung, Zukunftsplanung gibt es nicht. Ihre Aktiva sind Misswirtschaft, Bestechlichkeit und Raffgier. Die kriminelle Abzockerei der Staatseliten setz sich im kleinen fort, in der Bestechlichkeit von Staatsdienern, die miserabel bezahlt sind.


Afrika, eigentlich reich an Rohstoffen, Energierserven und Arbeitskräften, kommt aber auf keinen grünen Zweig, weil allerorten Schlamperei und Inkompetenz regieren. Seit 50 Jahren pumpen wohlhabende Länder Entwicklungshilfe nach Afrika, ohne sichtbaren Erfolg. Das "Helfersyndrom" ist enorm, die Entwicklungs-Industrie der Hilfsorganisationen boomt und naive Politiker können ihr Gewissen beruhigen.

Die Vertretter der Globalisierungsgegner und Dritte-Welt-Bewegten bei uns sind fest davon überzeugt, dass die Not in Afrika nur von Aussenmächten verursacht werde.

Reflexartig wird man bei Kritik an Afrika unter Rassismusverdacht gestellt. Afrikaner, das gehört zum Einmaleins der politischen Korrektheit sind immer Opfer, niemals Täter. Sie sind korrupt, weil wir sie korrupt gemacht haben usw...usw.

Das Problem wird sich drastisch verschärfen. Geburtenkontrolle ist in Afrika ein Fremdwort und schon jetzt sind etwa 50% der Bevölkerung unter 16 Jahren. Afrika muss sich endlich einmal selber helfen lernen, die Regierungen stehen in der Verantwortung, die Probleme können nur auf dem Kontinent gelöst werden und nicht bei uns. Ich sehe bildlich "schwarz" für die Zukunft.

lg Maputo
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitragvon Lothar » 08.07.2018 18:48

Jürgen Kempe hat geschrieben:Auch ich wünsche niemanden eine Zukunft von Leuten wie Turi, für die Leid, Not und Elend vorrangig eine Frage von Gewinn und Verlust ist!


Wieviel deines „finanziellen Wohlstandes“ spendest du zu Linderung von Leid, Not und Elend - oder gehörst du zur Empfängerseite ?


Jürgen Kempe hat geschrieben:Den Begriff "Gutmensch" ins Gegenteil zu verkehren und als Schimpfwort zu verwenden, entspricht dem Gedankengut dumpfer Schlägertypen


Offensichtlich bist du ausser Stande zwischen einem „gutem Menschen“ und dem Begriff „Gutmenschen“ zu unterscheiden.


Hier kannst Du dein Defizit ausgleichen :

https://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch

Wenn ich den Begriff „Gutmenschen“ etwas Positives abringen möchte, würde ich ihn folgendermassen beschreiben:

„Gut gedacht, schlecht gemacht.“

Die deutlich weniger schmeichelnde Variante:

Lautstarkes Herummoralisieren, um sich gegenüber anderen in der Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Jürgen Kempe hat geschrieben:Unser Vorteil, der ohne auch nur das geringste eigene Zutun unseren Wohlstand begründet, ist der Ort unserer Geburt. Hier, bei gemässigtem Klima, ausreichend Wasser und fruchbarem Boden, lässt sich gut leben.


Unsinn ! Unsere Klimazone ist nicht besonders lebensfreundlich. Man vergleiche nur die Vielfalt der Flora und Fauna eines Grossteils Afrikas mit der der gemässigten Zonen. Wir, ab Neandertaler aufwärts, haben durch die besonderen Herausforderungen unserer Zone (Winter !!) uns präventives Denken und Handeln und technische Kreativität aneignen müssen.

Kannst ja mal versuchen in unserer „gemässigten Zone“ 12 Monate alleine ohne Hilfsmittel im Wald zu überleben, zieh dich warm an ....

Die Afrikaner hatten es leichter als die Neandertaler.

Jürgen Kempe hat geschrieben:Wohin es führt, andere Menschen auszuschliessen, zu verfolgen und..., ist mit der deutschen Geschichte in furchtbarer Weise belegt


So etwas musste ja noch kommen ..... nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.


Wenn du hier Leute indirekt als „dumpfe Schlägertypen“ bezeichnest, dann erlaube ich mir, dich der dumpfen Schlussfolgerungen und dumpfen Gedankengänge zu bezichtigen.



# Maputo, Turi, Joburg , etc.

Wer längere Zeit in Afrika unterwegs war, kann eurer Sichtweise eigentlich nur zustimmen, Afrika muss aus eigenen Fehlern lernen und seinen eigenen Weg, der eigenen Mentalität entsprechend, selbst finden.

Einen anderen Weg sehe ich nicht, obwohl ich in vielen afrikanischen Nächten über irgendwelchen anderen Lösungen nachgedacht habe.

Weg von finanzieller Unterstützung hin zu Sachunterstützung.

Die Einheimischen müssen selbst Vorstellungen entwickeln, was sie machen wollen und was sie dazu brauchen. Das Material und die technische Beratung kann man ja zur Verfügung stellen.

„Learning by doing“ und zwar von ziemlich weit unten angefangen. Ich glaube, da kämen ganz interessante Dinge bei heraus.

Gruss
Lothar
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