Namibia | Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
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Birgitt
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Namibia | Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
Urheimat des Adolf Lüderitz – vor 125 Jahren Schutzherrschaft
03.06.2009 - AZ online
In diesen Tagen sind es genau 125 Jahre her, dass die Landerwerbungen des Adolf Lüderitz an der südwestafrikanischen Küste unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt wurden: Aus der Keimzelle Lüderitzland entstand Deutsch-Südwestafrika, dessen Grenzen – mit Ausnahme der ehemaligen britisch-südafrikanischen Enklave Walvis Bay – das heutige Hoheitsgebiet von Namibia umfassen ... mehr
Gruß
Birgitt
03.06.2009 - AZ online
In diesen Tagen sind es genau 125 Jahre her, dass die Landerwerbungen des Adolf Lüderitz an der südwestafrikanischen Küste unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt wurden: Aus der Keimzelle Lüderitzland entstand Deutsch-Südwestafrika, dessen Grenzen – mit Ausnahme der ehemaligen britisch-südafrikanischen Enklave Walvis Bay – das heutige Hoheitsgebiet von Namibia umfassen ... mehr
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Birgitt
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Alexander
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Re: Namibia | Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
Ehemalige deutsche Kolonie: Namibia, der ergaunerte Platz an der Sonne
Vor 125 Jahren hissten deutsche Siedler die Fahne des Kaiserreichs in der Bucht Angra Pequena, fortan bekannt als Lüderitz-Bucht. Das heutige Namibia wurde die erste deutsche Kolonie in Afrika. Bis 1915 führten die Deutschen dort ein Schreckensregime. Geblieben sind die deutsche Sprache und alte Wunden. mehr...
Grüsse
Alexander
Vor 125 Jahren hissten deutsche Siedler die Fahne des Kaiserreichs in der Bucht Angra Pequena, fortan bekannt als Lüderitz-Bucht. Das heutige Namibia wurde die erste deutsche Kolonie in Afrika. Bis 1915 führten die Deutschen dort ein Schreckensregime. Geblieben sind die deutsche Sprache und alte Wunden. mehr...
Grüsse
Alexander
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Hans Kolpak
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»Völkermord an den HEREROS?«
Ein Oberstleutnant deckt eine Legende auf
von Gerd Schultze-Rhonhof
Die 3sat-Sendung »Völkermord an den HEREROS?« die unlängst im Fernsehen lief, mahnt mich, ein Versprechen einzulösen. Am 31. März 2001 starb Oberstleutnant a.D. Klaus Lorenz, der im Herbst 2000 an der Universität Hamburg eine Magisterarbeit zu genau dem Thema vorgelegt hatte.
Lorenz stürzte die Mär vom Völkermord vom Sockel, aber er kam nicht mehr dazu, seine Arbeit einem breiteren Publikum vorzustellen. Nun mein Versprechen: Ich sagte seiner Witwe zu, eine Kurzversion zu schreiben und zu verbreiten.
Es geht dabei um die altbekannte "Geschichte" von einem Völkermord, den die deutsche Schutztruppe in der damals deutschen Kolonie Süd-West-Afrika, dem heutigen Namibia, an dem Volk der HEREROS begangen haben soll.
Hintergrund der Geschichte ist ein Aufstand der HEREROS im Jahre 1904.
Die HEREROS, ein Nomadenvolk, zogen damals, wie seit altersher, mit ihren Rinderherden durch das nördliche Süd-West-Afrika. Sie gerieten dabei – wie ebenfalls seit altersher - mit anderen schwarzen Völkern in kriegerische Auseinandersetzungen um Weideland und Wasserstellen. Seit der Ansiedlung deutscher, englischer und burischer Landwirte in der Kolonie kam hinzu, daß ihre Häuptlinge viel Land an weiße Farmer verkauften und es trotzdem weiterhin als eigenes Weideland nutzen ließen. So kamen zu den bis dahin üblichen schwarz-schwarzen Auseinandersetzungen in "deutscher Zeit" die schwarz-weißen.
In den Kriegen der angestammten afrikanischen Völker waren mal die HEREROS Sieger, mal andere. So kam es, daß das Volk der Hottentotten 1884 die deutsche Kolonialverwaltung um einen Schutzvertrag gegen die HEREROS bat. Unter dem Schutz dieses Vertrages gingen die Hottentotten dann gegen die HEREROS vor. Die Folge war die Bitte der HEREROS um einen gleichen Schutzvertrag. Doch auch damit kehrte kein dauerhafter Friede in der deutschen Kolonie ein. Das Ganze hat Parallelen zu den Streitigkeiten der Völker heutzutage auf dem Balkan, und die Rolle der Schutztruppe von damals ist jener der KFOR in manchem ähnlich.
1904 versuchten die HEREROS, die Deutschen loszuwerden und ihr verkauftes Land dadurch wiederzubekommen. Im Januar des Jahres wurden 123 deutsche Siedler, Händler und Soldaten umgebracht und dabei auch viele Angehörige des ebenfalls dort lebenden Damara-Volkes.
Die Schutztruppe versuchte daraufhin ein halbes Jahr lang erfolglos, der HEREROS in einem Buschkrieg Herr zu werden. 1904 war ein besonderes Trockenjahr. Die HEREROS zogen sich deshalb im August mit ihren Familien und mit den Viehherden
auf noch frisches Weideland zurück, das sie östlich des Waterbergs fanden, eines Bergmassiv im Landesinneren. Die Schutztruppe versuchte nun, die HEREROS dort einzukesseln und zu schlagen. Doch das mißlang, und die HEREROS zogen nach Osten in die Kalahari-Steppe ab, wo sich ihre Spur zunächst verlor. Das beschriebene Geschehen ist als die Schlacht am Waterberg in die Geschichte eingegangen. Der Kommandeur der Schutztruppe meldete nach der Schlacht, um seinen Mißerfolg abzuschwächen, nach Berlin, daß die HEREROS in der Kalahari-Steppe verdurstet und umgekommen wären.
Bemerkenswert ist nun, was Lorenz in den Akten der britischen Kolonialverwaltung dazu gefunden und nachgezeichnet hat:
Die Führer der HEREROS hatten sich schon lange vor der Schlacht am Waterberg die Rückendeckung der britischen Kolonialverwaltung in den benachbarten Gebieten eingeholt. Sie hatten dabei zugesagt, Landbesitz und Leben der englischen und burischen Farmer bei den Kämpfen zu verschonen. Im Gegenzug hatten sie sich für den Fall des Scheiterns ihres Aufstandes Asyl und Weideland in Britisch-Betschuanaland zusichern lassen. So ist es auch gekommen. Nach der Kesselschlacht am Waterberg zogen die HEREROS mit Herden und Familien auf ihnen bekannten Wegen, vorbei an den noch vorhandenen Wasserstellen, durch die Kalahari-Steppe nach Osten zu den Briten. Die Deutschen, die das damals für unmöglich hielten, glaubten offensichtlich selbst an das Verdursten aller abgezogenen HEREROS in der dürren Kalahari.
Der Zug der HEREROS durch die Steppe hat sehr viele Opfer an Menschenleben, an Hab und Vieh gekostet. Die trockenen Weiden und das knappe Wasser konnten so viele Menschen und so viel Vieh in so kurzer Zeit weder tränken noch ernähren. Die Zahl der Toten wird sich nie klären lassen. Doch tauchen Wochen und Monate nach der Schlacht große Zahlen von HEREROS im deutschen Farmland wieder auf. Sie erscheinen auf den Lohnlisten deutscher Farmer, in den Berichten der Missionsstationen und der Polizei. Sie wandern in Gruppen bis zu Tausenden bei ihren schwarzen Nachbarvölkern ein. Und 1930 werden sechstausend HEREROS bei einer Volkszählung im Betschuanaland registriert.
Nun ist die Flucht durch eine trockene Steppe noch kein Völkermord, auch wenn sie viele Menschenleben gekostet hat. Dieser Vorwurf stammt aus der Feder eines DDR-Historikers, der in den 60er Jahren die "verbrecherische
Kriegsführung der imperialistischen deutschen Kolonialtruppen" zu belegen hatte. Sein Vorwurf lautet, daß die Schutztruppen die HEREROS nach der Schlacht in die Kalahari getrieben und vorsätzlich dem Verdursten preisgegeben hätten. Er belegt das mit dem deutschen Operationsplan, der eine schwache Stelle im Einschließungsring vorgesehen hätte, durch den die HEREROS in die Steppe entweichen und in ihr Verderben rennen sollten.
Lorenz hat in dem Operationsplan ganz anderes gefunden. Nach diesem Plan waren an der späteren Durchbruchsstelle besonders starke Kräfte
vorgesehen, die jedoch verspätet kamen und den Kessel nicht mehr schließen konnten. Der Auftrag an die Truppe lautete außerdem: einschließen, niederkämpfen und entwaffnen.
Nachdem die HEREROS dennoch durchgebrochen und entwichen waren, konnten die deutschen Truppen zunächst nicht folgen. Erschöpfung und
Krankheiten von Pferden und Soldaten sowie der Wassermangel erlaubten erst nach fünf Tagen, den HEREROS nachzusetzen. Damit hatte die deutsche Truppe ihren Auftrag nicht erfüllt. Sie hatte die HEREROS nicht bezwungen und entwaffnet. Sie hat sie auch nicht in die Steppe getrieben.
Der Feldzug der Schutztruppe gegen die HEREROS entsprang dem Bemühen, die Massaker und Überfälle auf Deutsche und Damaras zu beenden. Das Ende dieser Kämpfe war schicksalhaft für die HEREROS. Viele überlebten, viele starben bei den Gefechten, viele auf der Flucht. Das war kein Völkermord, und es war auch nicht geplant.
Was verleiht dieser fast hundert Jahre alten Geschichte und der Magisterarbeit von Klaus Lorenz heute Aktualität? In den vergangenen zwei Jahren sind Vertreter der HEREROS bei der Uno, beim Internationalen Gerichtshof und bei der deutschen Bundesregierung erschienen und haben Wiedergutmachung für den deutschen "Völkermord von 1904" verlangt. Die Magisterarbeit von Lorenz liegt dem Auswärtigen Amt in Berlin vor und dient dort zur Aufhellung der Sachverhalte. So kann man auch als pensionierter Offizier noch seinem Lande dienen.
von Gerd Schultze-Rhonhof
Die 3sat-Sendung »Völkermord an den HEREROS?« die unlängst im Fernsehen lief, mahnt mich, ein Versprechen einzulösen. Am 31. März 2001 starb Oberstleutnant a.D. Klaus Lorenz, der im Herbst 2000 an der Universität Hamburg eine Magisterarbeit zu genau dem Thema vorgelegt hatte.
Lorenz stürzte die Mär vom Völkermord vom Sockel, aber er kam nicht mehr dazu, seine Arbeit einem breiteren Publikum vorzustellen. Nun mein Versprechen: Ich sagte seiner Witwe zu, eine Kurzversion zu schreiben und zu verbreiten.
Es geht dabei um die altbekannte "Geschichte" von einem Völkermord, den die deutsche Schutztruppe in der damals deutschen Kolonie Süd-West-Afrika, dem heutigen Namibia, an dem Volk der HEREROS begangen haben soll.
Hintergrund der Geschichte ist ein Aufstand der HEREROS im Jahre 1904.
Die HEREROS, ein Nomadenvolk, zogen damals, wie seit altersher, mit ihren Rinderherden durch das nördliche Süd-West-Afrika. Sie gerieten dabei – wie ebenfalls seit altersher - mit anderen schwarzen Völkern in kriegerische Auseinandersetzungen um Weideland und Wasserstellen. Seit der Ansiedlung deutscher, englischer und burischer Landwirte in der Kolonie kam hinzu, daß ihre Häuptlinge viel Land an weiße Farmer verkauften und es trotzdem weiterhin als eigenes Weideland nutzen ließen. So kamen zu den bis dahin üblichen schwarz-schwarzen Auseinandersetzungen in "deutscher Zeit" die schwarz-weißen.
In den Kriegen der angestammten afrikanischen Völker waren mal die HEREROS Sieger, mal andere. So kam es, daß das Volk der Hottentotten 1884 die deutsche Kolonialverwaltung um einen Schutzvertrag gegen die HEREROS bat. Unter dem Schutz dieses Vertrages gingen die Hottentotten dann gegen die HEREROS vor. Die Folge war die Bitte der HEREROS um einen gleichen Schutzvertrag. Doch auch damit kehrte kein dauerhafter Friede in der deutschen Kolonie ein. Das Ganze hat Parallelen zu den Streitigkeiten der Völker heutzutage auf dem Balkan, und die Rolle der Schutztruppe von damals ist jener der KFOR in manchem ähnlich.
1904 versuchten die HEREROS, die Deutschen loszuwerden und ihr verkauftes Land dadurch wiederzubekommen. Im Januar des Jahres wurden 123 deutsche Siedler, Händler und Soldaten umgebracht und dabei auch viele Angehörige des ebenfalls dort lebenden Damara-Volkes.
Die Schutztruppe versuchte daraufhin ein halbes Jahr lang erfolglos, der HEREROS in einem Buschkrieg Herr zu werden. 1904 war ein besonderes Trockenjahr. Die HEREROS zogen sich deshalb im August mit ihren Familien und mit den Viehherden
auf noch frisches Weideland zurück, das sie östlich des Waterbergs fanden, eines Bergmassiv im Landesinneren. Die Schutztruppe versuchte nun, die HEREROS dort einzukesseln und zu schlagen. Doch das mißlang, und die HEREROS zogen nach Osten in die Kalahari-Steppe ab, wo sich ihre Spur zunächst verlor. Das beschriebene Geschehen ist als die Schlacht am Waterberg in die Geschichte eingegangen. Der Kommandeur der Schutztruppe meldete nach der Schlacht, um seinen Mißerfolg abzuschwächen, nach Berlin, daß die HEREROS in der Kalahari-Steppe verdurstet und umgekommen wären.
Bemerkenswert ist nun, was Lorenz in den Akten der britischen Kolonialverwaltung dazu gefunden und nachgezeichnet hat:
Die Führer der HEREROS hatten sich schon lange vor der Schlacht am Waterberg die Rückendeckung der britischen Kolonialverwaltung in den benachbarten Gebieten eingeholt. Sie hatten dabei zugesagt, Landbesitz und Leben der englischen und burischen Farmer bei den Kämpfen zu verschonen. Im Gegenzug hatten sie sich für den Fall des Scheiterns ihres Aufstandes Asyl und Weideland in Britisch-Betschuanaland zusichern lassen. So ist es auch gekommen. Nach der Kesselschlacht am Waterberg zogen die HEREROS mit Herden und Familien auf ihnen bekannten Wegen, vorbei an den noch vorhandenen Wasserstellen, durch die Kalahari-Steppe nach Osten zu den Briten. Die Deutschen, die das damals für unmöglich hielten, glaubten offensichtlich selbst an das Verdursten aller abgezogenen HEREROS in der dürren Kalahari.
Der Zug der HEREROS durch die Steppe hat sehr viele Opfer an Menschenleben, an Hab und Vieh gekostet. Die trockenen Weiden und das knappe Wasser konnten so viele Menschen und so viel Vieh in so kurzer Zeit weder tränken noch ernähren. Die Zahl der Toten wird sich nie klären lassen. Doch tauchen Wochen und Monate nach der Schlacht große Zahlen von HEREROS im deutschen Farmland wieder auf. Sie erscheinen auf den Lohnlisten deutscher Farmer, in den Berichten der Missionsstationen und der Polizei. Sie wandern in Gruppen bis zu Tausenden bei ihren schwarzen Nachbarvölkern ein. Und 1930 werden sechstausend HEREROS bei einer Volkszählung im Betschuanaland registriert.
Nun ist die Flucht durch eine trockene Steppe noch kein Völkermord, auch wenn sie viele Menschenleben gekostet hat. Dieser Vorwurf stammt aus der Feder eines DDR-Historikers, der in den 60er Jahren die "verbrecherische
Kriegsführung der imperialistischen deutschen Kolonialtruppen" zu belegen hatte. Sein Vorwurf lautet, daß die Schutztruppen die HEREROS nach der Schlacht in die Kalahari getrieben und vorsätzlich dem Verdursten preisgegeben hätten. Er belegt das mit dem deutschen Operationsplan, der eine schwache Stelle im Einschließungsring vorgesehen hätte, durch den die HEREROS in die Steppe entweichen und in ihr Verderben rennen sollten.
Lorenz hat in dem Operationsplan ganz anderes gefunden. Nach diesem Plan waren an der späteren Durchbruchsstelle besonders starke Kräfte
vorgesehen, die jedoch verspätet kamen und den Kessel nicht mehr schließen konnten. Der Auftrag an die Truppe lautete außerdem: einschließen, niederkämpfen und entwaffnen.
Nachdem die HEREROS dennoch durchgebrochen und entwichen waren, konnten die deutschen Truppen zunächst nicht folgen. Erschöpfung und
Krankheiten von Pferden und Soldaten sowie der Wassermangel erlaubten erst nach fünf Tagen, den HEREROS nachzusetzen. Damit hatte die deutsche Truppe ihren Auftrag nicht erfüllt. Sie hatte die HEREROS nicht bezwungen und entwaffnet. Sie hat sie auch nicht in die Steppe getrieben.
Der Feldzug der Schutztruppe gegen die HEREROS entsprang dem Bemühen, die Massaker und Überfälle auf Deutsche und Damaras zu beenden. Das Ende dieser Kämpfe war schicksalhaft für die HEREROS. Viele überlebten, viele starben bei den Gefechten, viele auf der Flucht. Das war kein Völkermord, und es war auch nicht geplant.
Was verleiht dieser fast hundert Jahre alten Geschichte und der Magisterarbeit von Klaus Lorenz heute Aktualität? In den vergangenen zwei Jahren sind Vertreter der HEREROS bei der Uno, beim Internationalen Gerichtshof und bei der deutschen Bundesregierung erschienen und haben Wiedergutmachung für den deutschen "Völkermord von 1904" verlangt. Die Magisterarbeit von Lorenz liegt dem Auswärtigen Amt in Berlin vor und dient dort zur Aufhellung der Sachverhalte. So kann man auch als pensionierter Offizier noch seinem Lande dienen.
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trapperjoe
- Beiträge: 204
- Registriert: Sa 17. Nov 2007, 22:18
- Wohnort: N 52° 24' 6" O 9° 46'56"
Re: Namibia | Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
Falls jemand den obigen Beitrag nicht in seiner Gesamtheit verstanden hat, einfach ins Profil von Hans Kolpak gehen und die Website anklicken.
mit freundlichen Grüßen
trapperjoe
trapperjoe
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Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
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Re: Namibia | Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
(Irgendwie laedt die Seite heute sehr langsam bei mir.)
Man muss schon aufpassen, wenn man sich mit der Kolonialzeit in Afrika befasst. Namibia / Deutsch Suedwestafrika waere auf jeden Fall ein sehr interessantes Kaptitel, vor allem auch daher, weil die Deutsche Praesenz recht kurz war. Ergo ist das Thema dort vielleicht etwas ueberschaubarer als fuer andere Laender. Waehrenddem man selbst nachdem die Deutschen in Namibia das "Ruder" abgegeben hatten kaum etwas schlechtes ueber ihre Vorgehensweise geschrieben hatte (wahrscheinlich, weil sie gar nicht so unterschiedlich zu der der anderen Kolonialmaechte war) hat es vor einiger Zeit fast gekippt und man liest nur noch vom Voelkermord an den Herero.
Was mir am obigen Ansatz gefaellt ist, dass sich jemand offensichtlich mit Akten und Dokumenten beschaeftigt hat. Und zwar nicht nur mit denen der Deutschen sondern auch mit Englischen. Wie diese Akten dann ausgewertet und gewichtet wurden kann man so natuerlich nicht sagen; dazu fehlen die Quellenangaben.
Man muss bestimmt kein Vertreter der Deutschen sein, wenn man sagt, dass die Herero keine "Heiligen" waren. Die haben sich mit ihren Nachbarstaemmen recht ausgiebig und langwierig gefetzt (was die Unterlegenen auch nicht unbedingt toll fanden). Und dass die einen Nachbarn mit den Deutschen einen Vertrag hatten ist glaub ich auch historisch belegt. Wer den wann und unter welchen Umstaenden abgeschlossen hat wuesste ich jetzt im Detail auch nicht. Ich wuerd es aber nicht ausschliessen, dass auch Staemme wie die Herero (und ihre Nachbarn) sich in die Politik der Kolonialmaechte einspannen liessen, wie es zuvor schon die Indianer Nordamerikas praktizierten.
Mein Fazit ist auch hier: Die boesen Weissen und die guten Schwarzen hat es auch in Namiia nicht gegeben...
Man muss schon aufpassen, wenn man sich mit der Kolonialzeit in Afrika befasst. Namibia / Deutsch Suedwestafrika waere auf jeden Fall ein sehr interessantes Kaptitel, vor allem auch daher, weil die Deutsche Praesenz recht kurz war. Ergo ist das Thema dort vielleicht etwas ueberschaubarer als fuer andere Laender. Waehrenddem man selbst nachdem die Deutschen in Namibia das "Ruder" abgegeben hatten kaum etwas schlechtes ueber ihre Vorgehensweise geschrieben hatte (wahrscheinlich, weil sie gar nicht so unterschiedlich zu der der anderen Kolonialmaechte war) hat es vor einiger Zeit fast gekippt und man liest nur noch vom Voelkermord an den Herero.
Was mir am obigen Ansatz gefaellt ist, dass sich jemand offensichtlich mit Akten und Dokumenten beschaeftigt hat. Und zwar nicht nur mit denen der Deutschen sondern auch mit Englischen. Wie diese Akten dann ausgewertet und gewichtet wurden kann man so natuerlich nicht sagen; dazu fehlen die Quellenangaben.
Man muss bestimmt kein Vertreter der Deutschen sein, wenn man sagt, dass die Herero keine "Heiligen" waren. Die haben sich mit ihren Nachbarstaemmen recht ausgiebig und langwierig gefetzt (was die Unterlegenen auch nicht unbedingt toll fanden). Und dass die einen Nachbarn mit den Deutschen einen Vertrag hatten ist glaub ich auch historisch belegt. Wer den wann und unter welchen Umstaenden abgeschlossen hat wuesste ich jetzt im Detail auch nicht. Ich wuerd es aber nicht ausschliessen, dass auch Staemme wie die Herero (und ihre Nachbarn) sich in die Politik der Kolonialmaechte einspannen liessen, wie es zuvor schon die Indianer Nordamerikas praktizierten.
Mein Fazit ist auch hier: Die boesen Weissen und die guten Schwarzen hat es auch in Namiia nicht gegeben...
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Alexander
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Re: Namibia - Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
Berlin: Massaker an Hereros kein Völkermord
UN-Konvention erst 1955 in Kraft getreten
Berlin - Die brutale Niederschlagung des Aufstandes der Volksgruppen der Herero und Nama durch deutsche Kolonialtruppen 1904 im damaligen Deutsch-Südwestafrika wird von der deutschen Regierung offiziell nicht als Völkermord bewertet. mehr...
Grüsse
Alexander
UN-Konvention erst 1955 in Kraft getreten
Berlin - Die brutale Niederschlagung des Aufstandes der Volksgruppen der Herero und Nama durch deutsche Kolonialtruppen 1904 im damaligen Deutsch-Südwestafrika wird von der deutschen Regierung offiziell nicht als Völkermord bewertet. mehr...
Grüsse
Alexander
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Re: Namibia - Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
... habe mal einen TV-Bericht darüber gesehen, demnach wird das Thema „Herero Wiedergutmachung“ von amerikanischen Rechtsanwälten „gemanagt“.
Darüber, ob die Herero-Vertreter die Rechtsanwälte, oder die Rechtsanwälte die Hereros kontaktiert haben, kann man spekulieren - oder auch nicht.
Bei den Forderungen in Milliardenhöhe auf alle Fälle ein lukratives Geschäft(smodell).
Anmerkung: Bin weder rechts, links, oben, unten, braun, gelb, schwarz, rot, oltraviolett oder infrarot.
Gruss
Lothar
Darüber, ob die Herero-Vertreter die Rechtsanwälte, oder die Rechtsanwälte die Hereros kontaktiert haben, kann man spekulieren - oder auch nicht.
Bei den Forderungen in Milliardenhöhe auf alle Fälle ein lukratives Geschäft(smodell).
Anmerkung: Bin weder rechts, links, oben, unten, braun, gelb, schwarz, rot, oltraviolett oder infrarot.
Gruss
Lothar
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Guido3
Re: Namibia - Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
Hallo,
Beste Grüße
Guido
Das ist aber ein alter Hut. Die amerikanischen Gerichte erklären sich selbst für ziemlich viel zuständig und deshalb haben die Herero und Nama dort 2002 Deutschland auf 2 Milliarden US-Dollar verklagt. Natürlich mit Hilfe amerikanischer Rechtsanwälte, die auf soclhe Fälle immer ganz großen Appetit haben. Die Klage wurde aber genauso abgewiesen, wie zuvor 1999 die Klage vor dem Internationalen Gerichtshof. Vor dem Internationalen Gerichtshof könnte nur das Land Namibia klagen. Aber die regierende SWAPO ist hauptsächlich die Partei der Ovambo und die haben keine Lust sich für die Herero und Nama ins Zeug zu legen.Lothar hat geschrieben:... habe mal einen TV-Bericht darüber gesehen, demnach wird das Thema „Herero Wiedergutmachung“ von amerikanischen Rechtsanwälten „gemanagt“.
Beste Grüße
Guido
Re: Namibia - Lüderitzland / Deutsch-Südwest-Afrika
.. ja, ist ein alter Hut, aber der Thread war hier wieder aktuell.
Mir ging es um die Überlegung, dass wohlmöglich die Hereros selbst nicht so eine Welle daraus gemacht hätten, wären sie nicht von geschäftstüchtigen Winkeladvokaten so heiss gemacht worden. Manch einer fand die Aktion der Hereros damals etwas daneben, ohne zu ahnen, wer eigentlich dahintersteckt.
Lothar
Mir ging es um die Überlegung, dass wohlmöglich die Hereros selbst nicht so eine Welle daraus gemacht hätten, wären sie nicht von geschäftstüchtigen Winkeladvokaten so heiss gemacht worden. Manch einer fand die Aktion der Hereros damals etwas daneben, ohne zu ahnen, wer eigentlich dahintersteckt.
Lothar
-
Alexander
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Das Deutsche in der Wüste, eine optische Täuschung
Das Deutsche in der Wüste, eine optische Täuschung
In der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia verschwindet das Deutsche. Die alten Südwester suchen Halt in Traditionen. Doch sie werden weniger – und spüren nun die Folgen der blutigen Vergangenheit. mehr...
Grüsse
Alexander
In der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia verschwindet das Deutsche. Die alten Südwester suchen Halt in Traditionen. Doch sie werden weniger – und spüren nun die Folgen der blutigen Vergangenheit. mehr...
Grüsse
Alexander
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