Grabkammer von Qatna
Das war einst ein König samt Gefolge
21.09.2009 - FAZ
Die Kammer ist zu eng für Lebende. Wer sich aufrichtet, stößt sich leicht den Kopf an dem Gewölbe aus bröseligem Fels. Trotzdem herrscht Hochbetrieb. Mehrere Gestalten mit Mundschutz kauern auf Brettern, die einige Handbreit über den Boden gelegt sind, und zeichnen minutiös das gruselige Chaos ab, das den etwa dreißig Quadratmeter großen Raum bedeckt: menschliche Gebeine, in enormen Mengen, überall. Zwischen Wirbeln, Rippen und Oberschenkeln funkeln lauter kleine Schätze: eine goldene Rosette hier, ein Diadem dort, ein offenbar elfenbeinernes Figürchen von der Größe einer Barbie-Puppe, ein Äffchen aus Stein. Und vielerorts stehen Gefäße. Aus einer Alabastervase nahe dem Eingang glitzert es golden - sie ist mit Schmuckstücken vollgestopft.
mehr...
_________________________________
Grabkammer von Qatna - Der Untergang der Stadt Qatna
23.09.2009 - FAZ
"Befestigt Qatna, bis ich selber eintreffen werde!" Diese Zeile hat sich König Idanda sicher mehr als einmal vorlesen lassen. Ein gewisser Hattuni hatte ihm diesen Brief geschickt, ein General Schuppiluliumas I., des Herrschers der Hethiter und um 1340 vor Christus mächtigsten Mannes der Welt.
mehr...
_________________________________
Die Ausgrabungen von Qatna
Im Reich der geräucherten Monarchen
23.09.2009 - FAZ
Tell Mishrife, Syrien. In die Unterwelt ging es links die Treppe hinunter, durch die Tür, dann den abschüssigen Gang entlang. Zwei weitere schwere Holztüren waren zu öffnen, dann sah man rechter Hand einen Schacht. Heute steht dort wieder eine Holzleiter, wie damals, vor Jahrtausenden. Peter Pfälzner klettert sie behende hinab, bis nur noch seine üppigen Locken zu sehen sind, die dem Archäologen auch in der gleißenden Sonne Syriens den Hut ersparen.
mehr...
Grüsse
Alexander