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Hexenjagd - Den Scheiterhaufen gibt es noch

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Studie zur Hexenjagd

Beitragvon Birgitt » 10.01.2018 17:15

Vermutlich schon zu allen Zeiten wurden Menschen überall auf der Welt als Hexen oder Hexer bezeichnet und als solche gebrandmarkt. Wie und warum es dazu kommt, das haben nun chinesische und britische Anthropologen in einer Feldstudie untersucht ...

Hierzu untersuchten die Wissenschaftler um Ruth Mace vom University College London, gemeinsam mit Kollegen der Lanzhou University und der Chinesischen Akademie der Wissenschaftler fünf ländliche Dörfer im südwestlichen China. Grundlage der Studie war die verbreitete Hypothese, dass es sich bei der Beschuldigung der Hexerei um eine Art Strafe gegenüber den Bezichtigten dafür handele, wenn diese sich nicht an lokale gesellschaftliche Normen halten. Laut dieser Hypothese, werden besonders vertrauensunwürdige Personen entsprechend gebrandmarkt, um so andere darin zu bestärken, sich an eben jene soziale Regeln zu halten, um nicht selbst als “Hexe” bezeichnet zu werden. Im Gegensatz zu dieser Vermutung konnten frühere empirische Studien allerdings zeigen, dass die Praxis des Verschreiens von Hexen und Hexern in einer Gemeinschaft viel größeren sozialen Schaden bezüglich des Vertrauens und der Bindungen innerhalb von Gemeinschaften erzeugt, als diese zu stärken.

Studie: Warum Menschen als Hexe verschrien werden
10.01.2018 - grenzwissenschaft aktuell

Population structured by witchcraft beliefs
08.01.2018 - nature

Gruß
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