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Welcome to Iran - Reisebericht 2017

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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon S t e f a n » 16.11.2017 17:43

...danke. Ich freue mich auf den nächsten Teil !!


Gruß Stefan
S t e f a n
 
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Iran 2017 - Die Bürgerhäuser von Kashan - Khane-ye Borujerdi

Beitragvon Birgitt » 16.11.2017 21:23

Kashan - bekannt für den Teppichhandel - war Mitte des 19. Jahrhunderts eine Stadt reicher Kaufleute. Entsprechend großzügig wurde damals auch gebaut ;-) Einige der traditionellen Bürgerhäuser aus der damaligen Zeit sind gut erhalten und stehen zur Besichtigung offen.

Das Boroujerdi Haus mit seinen Windfängern ist das bekannteste dieser Häuser, Eintritt 15.000 Toman p.P.

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Wie mag sich das Leben unter diesen herrlich gestalteten Kuppeln vor 170 Jahren abgespielt haben?

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Wie mag es zugegangen sein in den Häusern der reichen Kaufleute mit den verwinkelten Erkern und hölzernen Türen?

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Wir können uns kaum satt sehen

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an den schönen Detailarbeiten

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Bürgerhäuser von Kashan - Khane-ye Tabatabaee und Abbasian

Beitragvon Birgitt » 16.11.2017 22:06

Gleich um die Ecke das Tabatabei Haus

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etwas schlichter in der Gestaltung der Kuppeln und Wände

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dafür um so farbenfroher im Wohnbereich ;-)

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Auch das Abbasian Haus, nur 200 Meter weiter, lohnt einen Besuch

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nicht nur wegen der weitläufigen Bauweise

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sondern auch für eine Pause im angeschlossenen Restaurant und Teehaus ;-)

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Iran 2017 - Hamam-e Soltan Mir Ahmad in Kashan

Beitragvon Birgitt » 16.11.2017 22:34

Tabatabei Haus und Abbasian Haus kosten auch jeweils 15.000 Toman Eintritt. Es gibt ein Kombi Ticket für 35.000 Toman, das die Besichtigung beider Häuser und zusätzlich noch des angrenzenden Hamam-e Soltan Mir Ahmad (Einzelticket 15.000 Toman) beinhaltet.

Die 10.000 Toman durch Kauf des Kombitickets sparen wir gerne, denn wir wollen uns das alte Badehaus, dessen Lichtkuppel-Dach wir schon von außen bewundern, sowieso anschauen

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Wir treten ein

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und staunen. Das Bad wurde in safawidischer Zeit vor über 400 Jahren errichtet und soll wegen seiner Ausstattung und des Wandschmucks zu den schönsten seiner Art im Iran gehören.

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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Carlo » 17.11.2017 08:03

Moin,

Kashan hatten Ralf und ich damals ausgelassen. Ein Fehler, wenn ich mir die schönen Gebäude ansehe.

Ciao, Carlo
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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Birgitt » 17.11.2017 17:38

Hallo Carlo,

wir hatten auch überlegt, ob wir Qom oder Kashan einen Besuch abstatten sollten. Der Iran ist zu groß, um alles in einer Tour zu sehen. Da Qom eine der heiligsten Städte der Schia ist und entsprechend konservativ, und wir dazu noch im Muharram unterwegs waren, hatten wir uns für Kashan entschieden. Der Ort hat uns - auch wenn er sehr touristisch ist - ausgesprochen gut gefallen.

Gleich gehts weiter mit Fotos ...

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Iran 2017 - Rosenwasser aus Kashan

Beitragvon Birgitt » 17.11.2017 18:34

Kashan ist berühmt für die Planzen- und Naturfarbenherstellung, die früher im ganzen Land für die Teppichproduktion verwendet wurde.

Eine Besonderheit auch heute noch ist der Anbau der Mohammadi-Rose, aus denen Rosenwasser gewonnen wird. Viele Menschen in der Gegend um Kashan leben vom Rosenanbau. Insbesondere Qamsar, 28 km südwestlich von Kashan, ist eines der weltgrößten Rosenzuchtgebiete. Blüte- und Erntezeit ist jetzt im Oktober lange vorbei. Getrocknete Rosenblätter, Kosmetikprodukte wie Rosencremes und Rosenöle sowie Rosenwasser in unterschiedlichsten Variationen und Konzentrationen - für Kosmetik und Süßspeisen - werden hier aber das ganze Jahr über in speziellen Geschäften, die sich ausschließlich dem Thema Rose widmen, verkauft

Tipp: unbedingt einmal im Iran Roseneis mit Mandelsplitter probieren !!!

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Rosenwasser-Destillerie

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Iran 2017 - Bazar von Kashan und Madrese Aqa Bozorg by night

Beitragvon Birgitt » 17.11.2017 21:51

Mit Einsetzen der Dämmerung kommt wieder Leben ins Volk ;-) Im Iran ist die Mittagspause etwas ausgedehnter, als bei uns. Die Geschäfte haben meist zwischen 13 und mindestens 16 Uhr geschlossen. Am späten Nachmittag gehen dann so langsam die Rolläden wieder hoch ...

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Uns treibt der Hunger ins Zentrum der Stadt

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und hinein in den Bazar

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Frauen stehen mit glänzenden Augen vor hochkarätigen Auslagen

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edlen Brokatroben

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und feinen Tschador-Stoffen

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Auch wir finden bald unseren Ort der Begierde ;-) Hammam-e Khan !

Inmitten des Bazars sind alte Badehäuser umfunktioniert in Teehäuser und traditionelle Restaurants, in denen man - umrahmt von kleinen Wasserbecken mit Springbrunnen - auf hochflorigen Teppichen im Schneidersitz seine Mahlzeiten zu sich nimmt.

Tipp: Hier unbedingt :arrow: Abgusht - von allen nur Dizi genannt - probieren. Dizi ist eine mesopotamische Schmorfleischsuppe, die im traditionellen Tontopf serviert wird. Für Vegetarier sind Kuku Sabzi zu empfehlen, leckere fest gebackene Kräuteromeletts ...

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Angenehm gesättigt machen wir auf unserem Weg zurück zu unserem Gästehaus nochmals einen kleinen Schlenker zur Madrese und Moschee Aqa Bozorg und genießen vorm Schlafengehen noch einen Moment unser Märchen aus 1001 Nacht

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Iran 2017 - Gartenanlage Bagh-e Fin bei Kashan

Beitragvon Birgitt » 18.11.2017 09:58

Ein strahlend schöner Tag beginnt, keine Wolke mehr weit und breit :) Es ist Freitag morgen, gleichzusetzen mit unserem Sonntag, d.h. die meisten Geschäfte haben geschlossen. Die Menschen zieht es hinaus "ins Grüne" ;-) hinaus aus der Stadt. Wir tun es ihnen gleich und heuern ein Taxi für den kpl. Tag bis Isfahan an.

Grün ist jedoch, sobald man die Stadt hinter sich gelassen hat, etwas Mangelware in der wüstenhaften Umgebung ;-)

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Entsprechend gut besucht sind an Freitagen die bekannten persischen Gärten. Die älteste existierende Gartenanlage Irans, Bagh-e Fin, befindet sich nur knapp 8 km vom Zentrum Kashans entfernt, Eintritt 15.000 Toman

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Die alten Perser waren Künstler im Anlegen dieser Gartenanlagen. Hohe Außenmauern bieten Schutz vor Wind

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und im Atrium gibt es ein - oder mehrere - von nahen Quellen gespeiste Wasserbecken, umgeben von Bäumen und Blumenbeeten, dazwischen Parkbänke. Meist gehört auch ein Pavillon in der typisch orientalischen Bauweise zum Ensemble (hier ebenfalls, jedoch gerade "under construction"). In diesen kleinen Oasen lässt sich bei angenehmem Mikroklima die sommerliche Gluthitze bestens aushalten. Der Ursprung der Fin-Gartenanlage soll zurückgehen bis ins 6. Jahrhundert v.Chr.

Tipp: Wer weiterreist nach Yazd kann Bagh-e Fin auslassen und statt dessen dort Bagh-e Dolat Abad besuchen ...

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Iran 2017 - Unterwegs in Abyaneh

Beitragvon Birgitt » 18.11.2017 19:41

Unser nächstes Ziel heute heißt Abyaneh. Wir nehmen die Autobahn in Richtung Isfahan und biegen nach rd. 45 km vom Highway ab. Die Straße nach Abyaneh führt direkt entlang der Natanz Nuclear Facilities, der Uran-Anreicherungsanlage. Auf Fotos haben wir lieber verzichtet, die Hinweisschilder zum Fotografierverbot sind hier deutlich genug ;-)

Einige Kilometer führt die Straße zwischen Wachtürmen und Flak-Stellungen hindurch, bevor wir in die kleine Straße nach Abyaneh abbiegen. In wildem Zickzack schraubt sich die Strecke die Karkas-Berge hinauf. Kurz vor Abyaneh eine Schranke: für das historische Dorf sind 10.000 Toman Eintritt pro Person fällig (Taxi-Fahrer ausgenommen ;-) )

Freitags in Abyaneh ist ein einziges Spektakel ! Reisebus parkt neben Reisebus, man meint, man sei in Rüdesheim in der Drosselgasse gelandet :) Glücklicherweise ist es auch hier wie überall auf der Welt: die Massen knubbeln sich nur in der Hauptgasse des Dorfes. Sobald man sich eine Etage höher bewegt, ist man alleine unterwegs ...

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Das malerische Dorf mit seinen rotbraunen Lehmziegelhäusern, den schmalen Gassen und steilen Treppen schmiegt sich wie ein Schwalbennest an den Berghang

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Die Frauen im Ort tragen traditionell Kopftücher mit Rosendekor. Bei allem Stress am heutigen Freitag tut ihr eine kurze Verschnaufpause in der Sonne sicher gut

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denn das halbe Dorf ist eingebunden in das allfreitagliche Amusement. In traditionellen Trachten sieht man die Frauen und Mädchen vor den Häusern und viele posen sehr gerne fürs Foto

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In einer Art Kostümverleih können sich die Besucher die traditionellen Trachten auch ausleihen und historisch korrekt ihren Ausflug zelebrieren. Bei den jungen Leuten aus den Städten kommt dieses Angebot sehr gut an. Viele Paare laufen entsprechend verkleidet durchs Dorf

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und werden nicht müde wieder und wieder in die Kameras ihrer Freunde zu lächeln :lol:

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Iran 2017 - Jame-Moschee und Keramik-Workshop in Natanz

Beitragvon Birgitt » 19.11.2017 16:33

Von Abyaneh nach Isfahan liegt Natanz auf dem Weg. Die Hauptsehenswürdigkeit dort ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende "Jame-Moschee", die Freitags-Moschee, mit dem Sheikh abd al-Samad Mausoleum. Eintritt 15.000 Toman

Unser Taxi-Fahrer scheint etwas enttäuscht, dass wir uns eine Besichtigung sparen - aber für heute reicht es uns an Kultur ;-) auch wenn der Komplex von außen hübsch anzusehen ist

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Wir schauen uns lieber im Keramik-Atelier von Abbas Ebadi um, das nur ein paar Meter zu Fuß entfernt liegt

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Hier werden Töpferarbeiten - vornehmlich Vasen - handbemalt und gebrannt

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Bei den Farben handelt es sich ausschließlich um Naturfarben aus der Region. Nicht nur aus Pflanzen werden die Farben gewonnen, sondern auch aus unterschiedlichen Steinen, die zu Farbpulver gemahlen werden

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Nun machen wir uns aber endgültig auf den Weg nach Isfahan. Ab auf die Autobahn, kein Zwischenstop mehr ...

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Iran 2017 - Hotel in Isfahan / Faszination Meydan-e Imam

Beitragvon Birgitt » 26.11.2017 18:57

Eine gute Option zum Übernachten in Isfahan ist das :arrow: Saba Hotel, Anschrift: 2, Banki (Aitam), Takhti Square, Esfahan, Telefon +98 31 34711210 und 34711172. DZ mit eigenem Bad für 2 Personen inkl. Frühstück 40 Euro/Nacht (alternativ 180.000 Toman). Langfristig vorbuchen scheint hier nicht notwendig, wir haben morgens erst angerufen und gleich für 3 Nächte ein Zimmer buchen können. Das Hotel liegt ruhig und fußläufig von dem für uns interessanten Geschehen entfernt.

Wir checken schnell ein und betreten kurz vor Sonnenuntergang noch das Herz Isfahans, den Meydan-e Imam. Einen der größten und schönsten Plätze unserer Welt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Auf 510 x 160 Meter tummeln sich Touristen und Einheimische gleichermaßen, man flaniert oder kutschiert entlang der Arkaden mit ihren unzähligen Geschäften (es gibt eine eigene Spur für die Droschken ;-) ), man sitzt zum Picknick auf dem Rasen

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oder richtet seine Liebsten zum perfekten Familienfoto vor den spektakulären Kulissen der Imam- und Lotfullah-Moschee aus ;-)

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Es dämmert bereits, als die Imam-Moschee heute am Freitag ihre Pforte zum Innenhof für Besucher öffnet

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Trotz reger Bautätigkeiten stockt uns etwas der Atem, als wir den Innenhof betreten

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Diese Gebäude sind so prächtig, dass ihr Anblick unweigerlich eine Gänsehaut auslöst. Fotos können nicht annähernd das Erlebnis des majestätischen Anblicks widergeben

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In der Dunkelheit entfaltet die Pracht dann eine weitere Dimension

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Der Meydan-e Imam hat einfach etwas Magisches ... ;-)

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Iran 2017 - Armenisches Viertel Jolfa in Isfahan

Beitragvon Birgitt » 26.11.2017 21:30

Es ist Samstag. Samstag und Sonntag wollen wir auf jeden Fall noch in Isfahan bleiben und uns die Stadt etwas ansehen. Ab Montag wäre es dann prima, wenn wir für die restliche Zeit im Iran einen Leihwagen hätten. Also auf zu Europcar ;-)

Unser Hotel liegt wirklich perfekt, mit Bushaltestelle vor der Türe ! Europcar hat das Büro im Süden von Isfahan, im Bezirk Jolfa (teils Julfa geschrieben) - uns zu Fuß heute Morgen zu weit, wir laufen lieber zu Fuß zurück, aber mit dem Bus (Linien 91 und 94) nur wenige Minuten entfernt. Mit nur 10 Euro-Cent pro Person sind wir dabei. Ich steige brav hinten bei den Damen ein - nur um dann festzustellen, dass im Bus die Geschlechter gemischt sitzen ... :lol:

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Im Europcar-Büro schauen sie etwas verdutzt, als wir so völlig unangekündigt zur Türe hereinspazieren, freuen sich aber sehr, dass wir einen Wagen leihen möchten. Schnell sind wir uns handelseinig und verabreden uns zur Fahrzeug-Übernahme am Montag nach dem Frühstück.

Mit den Vertragsunterlagen in der Tasche erkunden wir Jolfa, das armenische Viertel von Isfahan. Graffiti schmücken die Mauern

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Trotz alter Wurzeln wirkt Jolfa jung und modern, mit hübschen kleinen Geschäften, Arkaden gesäumten Plätzen

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und klaren Strukturen

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sowie unzähligen kleinen Cafés. Wir machen unseren ersten Boxenstop des Tages. Die liebevoll mit Obst angerichteten Kuchenstückchen im Café Ani schmecken hervorragend und in den Milchschaum des leckeren Capuccinos ist - wie überalll hier im Land - das Hoheitszeichen des Iran eingearbeitet

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Die Hauptsehenswürdigkeiten des armenischen Viertels sind das Musik-Museum und die Vank-Kathedrale (Kelisa-ye Vank, Eintritt 20.000 Toman). Das Museum interessiert uns nicht so sehr und die Vank-Kathedrale ist uns gerade etwas zu gut besucht ;-) Für die knapp 400 Jahre alte Bethlehem-Kirche (Kelisa-ye Beyt ol-Lahm, Eintritt 5.000 Toman) scheint niemand ein Auge zu haben, hier sind wir völlig alleine

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Wandgemälde, Fresken und Innenkuppel lohnen durchaus den Besuch

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Iran 2017 - Grand Mosalla Isfahan / Friedhof Takht-e Foulad

Beitragvon Birgitt » 27.11.2017 08:53

Zu Fuß machen wir uns weiter auf den Weg Richtung Osten, Richtung Mosalla Street. Gewitterwolken ziehen auf, es wird zunehmend schwül.

Gleich neben dem großen Supermarkt "Hyper Me" entsteht seit Jahren eines der größten Kuppelbau-Projekte des Iran: The Grand Mosalla of Isfahan. 8 Minarette, 3 große Hallen und irgendwann soll hier auf 11 Etagen auch ein Museum untergebracht sein. Mosallas werden in allen größeren Städten des Iran gebaut, wobei die Mosalla von Isfahan bei allen Projekten herausragt und auf dem internationalen Symposium "Structures for the Future - The Search for Quality" in Rio de Janeiro 1999 ausgezeichnet wurde.

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Vom Friedhof Takht-e Foulad aus werden die immensen Ausmaße erst deutlich ...

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Hier scheint alles etwas größere Dimensionen zu haben, auch das sehr weitläufige Friedhofsgelände mit seinen unzähligen Gräbern und Gedenkstätten, auf dem nicht nur normale Bürger und viele Kriegstote bestattet sind, sondern auch Dichter, Theologen und Mystiker

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Wir verlassen den Takht-e Foulad nicht ohne noch die fliesengeschmückten Windtürme des Wasserspeichers Abandar Kazeroni zu bestaunen

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Iran 2017 - Masjed-e Rokn ol-Molk in Isfahan

Beitragvon Birgitt » 28.11.2017 18:58

Eine alte Karawanserei in der Nachbarschaft des Takht-e Foulad dient Autoschraubern als Unterstand und Lagerstätte für Schrott

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und manch einer zieht sich auch fürs Mittagsschläfchen hierhin zurück ;-)

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Wenige Schritte weiter bestaunen wir das überwältigende Fliesen-Blumendekor der Masjed-e Rokn ol-Molk

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Wir treten in den Vorhof und schauen uns um

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Sofort eilt jemand herbei und bittet uns freundlich hinein in den eigentlichen Moscheebereich. Hübsch sieht das alles aus !

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