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Welcome to Iran - Reisebericht 2017

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Iran 2017 - Essen und Trinken in Shushtar

Beitragvon Birgitt » 13.06.2018 19:21

In unmittelbarer Nähe zu unserem Guesthouse liegt die Afzal Caravanserai mit dem Kunsthandwerkermarkt und dem darin befindlichen gemütlichen Café Termeh

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Diese beiden hübschen Grazien wollen unbedingt noch aufs Foto, bevor sie sich auf den Weg zu ihrer Theateraufführung machen ;-)

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Die Besitzerin des Cafés betreibt auch das liebevoll gestaltete kleine Museum gleich nebenan

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Den Abend verbringen wir dann in der hippen Keller-Bar ihres Bruders - gelegen nur ein wenig um die Ecke, in einem Abzweig der Emaam Khomeiny West (nördlich) - mit Caipi, Mojito und Tapas auf persische Art :lol:

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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Jürgen Kempe » 13.06.2018 20:22

Ach, liebe Birgitt,

ich muss Dir 'mal wieder zwischendurch meine höchste Bewunderung zollen, und Dir herzlichen Dank sagen, dass ich diesen herrlichen Bericht lesen darf. (...und immer wieder nagt schmerzhaft der Neid...)

Liebe Grüsse; Jürgen Kempe
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Iran 2017 - Von Shushtar Shahr-e Now nach Chogha Zanbil

Beitragvon Birgitt » 18.06.2018 18:41

Über die Pol-e Azadegan erreichen wir die "Neue Stadt" (Shar-e Now)

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Wir sind ziemlich neugierig, da dieser Stadtteil Shushtars von dem Architekten Kamran Diba in den 70er Jahren geplant und mit dem Agha-Khan-Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Das Stadtteil hat uns so gut gefallen, dass wir nur ein einziges Foto gemacht haben ;-) Wer weiß, nach welchen Kriterien in den 70ern Architekturpreise verliehen wurden ...

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Heute gehts in die Umgebung, zunächst in Richtung Osten. Kurz hinter Shushtar nehmen die Checkpoints zu. Kein Wunder, wir nähern uns der irakischen Grenze. Am Checkpoint ist anzuhalten für eine kurze Sichtkontrolle. Das Ziel der Etappe ist anzugeben. Einmal müssen wir die Papiere vorzeigen - und abgeben. Als ich unsere Papiere in irgendeinem Kabuff verschwinden sehe, meldet sich mein "afrikanisches Unterbewusstsein" ;-) Was passiert jetzt? Müssen wir die Papiere "zurückkaufen"? Ein Militär kommt nach kurzer Zeit mit unseren Dokumenten zurück, eskortiert von zwei weiteren Offiziellen, die etwas hinter ihrem Rücken verbergen. Der eine reicht uns unsere Unterlagen durchs Autofenster, die anderen holen hinter ihrem Rücken Granatäpfel hervor, die sie uns schenken. Sie lachen uns an: "Welcome to Iran !" :) :) :) Unglaublich !!!

Knapp 50 km in östliche Richtung sind es von Shushtar nach Chogha Zanbil, einer elamischen Tempelanlage

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Iran 2017 - Tempelanlage von Chogha Zanbil

Beitragvon Birgitt » 18.06.2018 19:20

Chogha Zanbil, übersetzt: korbförmiger Hügel, Eintritt 20.000 Toman

Über das Baudatum des UNESCO-Weltkulturerbes streiten sich die Gelehrten. Man ist sich aber einig darüber, dass die Anlage zwischen 1340 und 1250 v.Chr. erbaut worden sein muss

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Die Anlage wurde damals von einer mehr als 4 km langen Mauer eingefasst. Im zentralen heiligen Bereich erhob sich dann die 5-stufige Zikkurat. Das besondere: der Bau wurde nicht auf einen Hügel gesetzt. Vielmehr wurde der Bau der Hügel ! Millionen luftgetrockneter Lehmziegel formten den Bau und damit den Hügel !

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Von weitem wirkt die Anlage nicht annähernd so gigantisch, als wenn man sich im inneren Bereich aufhält. Die Seiten der ersten Stufe waren jeweils 105 m lang

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die Gesamthöhe betrug 52 m. Hier die Südwestseite mit dem rundem Altar

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Die Zikkurat war umgeben von kleinen Tempeln, in denen regionale Gottheiten verehrt wurden

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Echsen genießen das Sonnenbad auf den Lehmmauern

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Bedeuten uns mit ihrem Blick aber auch sehr eindrucksvoll, dass sie lieber ihre Ruhe hätten ;-)

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Man bemüht sich im Iran sehr um den Erhalt der alten Steine und ihrer Geschichte

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und dazu zählt auch die Sensibilisierung und Schulung zukünftiger Generationen. Schulklassen werden hier in speziellen Räumen unterrichtet und mit Informationsmaterial versorgt. Jedes Kind erhält zum Abschluss eine Infotüte und ein großes Hochglanz-Poster von Chogha Zanbil. Auch wir schaffen den Weg zu unserem Auto nicht, ohne eins der Poster mitnehmen zu müssen: "Welcome to Iran, please take a souvenir from Chogha Zanbil" :)

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Iran 2017 - Unterwegs rund um Shushtar

Beitragvon Birgitt » 18.06.2018 21:22

In der Nähe von Chogha Zanbil laden die sandigen Ufer des Dez zu einem Stop ein

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Shushtar umfahren wir südlich. Die 2006 eröffnete 670 m lange Pol-e Kable, die Kabelbrücke, führt uns zurück über den Karoun

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und weiter in den Westen Shushtars. Ein abgelegener Friedhof, Design wie aus dem Märchenbuch

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Interessant strukturierte Berg-/Felsformationen

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mit Sandstein-Kunstwerken der Natur

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Iran 2017 - Sonderwirtschaftszone ARVAND

Beitragvon Birgitt » 19.06.2018 20:37

In Shushtar und Umgebung sehen wir oft Fahrzeuge mit dem Kennzeichen "ARVAND". Auffällig gegenüber den "normalen" schlichten iranischen PKWs ist, dass es sich meist um chice, fette und teure SUVs handelt. Des Weiteren beobachten wir in Richtung Irak-Grenze an kleinen Kiosks reges Treiben am ARVAND-Kofferraum, Ausladen von Spritkanistern .... ;-)

Nun sind wir erst recht neugierig, was es mit ARVAND auf sich hat. Googeln bringt zwei Treffer. Einmal die Arvand Petrochemical Company. Dazu passt das Logo des Kennzeichens nicht so ganz. Und dann die Arvand Free Zone. Bingo. Das ist es! Hier die etwas abgespeckte deutsche Wiki-Erklärung dazu:

"Nach Beendigung des Iran-Irak-Kriegs 1989 beabsichtigte die iranische Regierung die daniederliegende Wirtschaft anzukurbeln. Hierzu wurde der erste Fünf-Jahresplan zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung aufgestellt. Infolge dieses Programms wurden sieben Freihandelszonen und mehrere Sonderwirtschaftszonen eingerichtet, um ausländische Investoren anzulocken. In diesen Gebieten herrschen spezielle Regeln und Gesetze. Bestimmte iranische Gesetze gelten in einigen Bereichen nicht und es gibt keine Beschränkungen hinsichtlich der Kapitalanteile ausländischer Investoren."

Arvand ist eine dieser Sonderwirtschaftszonen Irans im Grenzgebiet zum Irak

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Fortsetzung folgt ...

Gruß
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