Wüstenschiff • Thema anzeigen - Welcome to Iran - Reisebericht 2017

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Welcome to Iran - Reisebericht 2017

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Iran 2017 - Bazar rund um den Meydan-e Ali

Beitragvon Birgitt » 02.12.2017 18:27

Wer Mittags Hunger verspürt, dem sei das kleine Restaurant gleich am Anfang der überdachten Bazargasse neben der Haroonieh Moschee am südwestlichen Ende des Meydan-e Ali empfohlen. Super leckere Eintöpfe gibts hier. Wer die Isfahaner Spezialität probieren möchte: hier gibt es Biryani, das ist feingehackte Lunge und Hammelfleisch mit Reis und Brot (ich habe es nicht probiert, weil der Gedanke an Lunge bei mir nicht unbedingt Appetit auslöst ;-) ) Biryani wird hauptsächlich mittags serviert.

Für den Nachtisch kann man sich dann ein Stück weiter gleich mit Datteln eindecken ;-)

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Auch außerhalb der überdachten Gassen des Bazar ist die Gegend interessant

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mit Besenhändlern

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und Fahrradhändlern

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Besonders angetan haben es uns die bunten handgewebten Gepäcktaschen. Es sollten wirklich die handgewebten langlebigen sein. Man erkennt sie zum einen am Preis - die handgewebten kosten knapp 10 Euro, chinesische Fabrikation hingegen nur rund ein Viertel - aber auch an der Verarbeitung. Eine solche handgewebte Tasche trägt 8 kg pro Seite. Man sieht sie oft im Gebrauch, nicht nur an Fahrrädern, auch an den Mopeds

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Iran 2017 - Vom Meydan-e Ali zum Großen Bazar

Beitragvon Birgitt » 03.12.2017 21:52

Wir bewegen uns zurück in Richtung Imam-Platz

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Manchmal lohnt nicht nur der Blick nach vorn ...

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... sondern auch nach oben ;-)

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Noch einmal abbiegen

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dann sind wir auf dem richtigen Weg zum Bazar-e Qeysarieh, dem großen Bazar ;-)

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Hier lassen wir uns noch erklären, wie die Muster auf diesen hübschen Schatullen zustande kommen

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und statten zum Schluss den Stoffdruckern noch einen Besuch ab. Schaut 'mal im Trescher-Reiseführer auf Seite 336 - erkennt ihr ihn wieder ? Die handbedruckten und handbemalten Tischdecken hier werden sehr gerne gekauft und man sieht sie im ganzen Iran.

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Die Stoffdrucker findet man vom Imam-Platz aus kommend in der ersten Gasse rechts. Dort gibt es auch einen winzigen offenen Innenhof, wo man gemütlich und sehr authentisch und untouristisch im kleinen Café Left-e sitzen kann

Tipp: Hier unbedingt die hausgemachte Minzlimonade probieren. Ein Gedicht :)

Das ist die Druckplatte

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Iran 2017 - Von Isfahan nach Varzaneh - Barssian Moschee

Beitragvon Birgitt » 04.12.2017 22:40

Es ist soweit. Ab heute haben wir ein Auto :) Mit Europcar hatten wir vorgestern vertraglich verabredet, dass wir das preiswerteste Modell der Flotte bekommen. Das wäre ein kleiner Renault Logan gewesen. In weiß, der Standard-Autofarbe im Iran.

Und was blitzt und funkelt uns hier an? Ein chicer Kia Cerato. In schwarz. Damit fallen wir im Iran garantiert nicht auf :lol: Tagesmiete knapp doppelt so viel wie der kleine Renault. Der nette Manager lächelt uns entschuldigend an: "Kleinwagen sind leider keine für den gewünschten Zeitraum verfügbar. Wir hoffen, euch gefällt auch der Kia." ;-) Da fahren wir also mit dem "großen Schwarzen" zum Preis vom "kleinen Weißen" vom Hof ;-)

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Die ersten paar Kilometer im Isfahaner Autoverkehr leide ich unter Schnappatmung ;-) ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll: aufs Navi, auf die Straßenschilder oder auf den Verkehr, der sich rechts und links um uns herum quetscht. Und dabei sitze ich doch nur auf dem Beifahrersitz :lol:

Vorbei an der großen Mosalla-Baustelle finden wir dann aber recht schnell die kleine Straße, die parallel zum Fluss Zayandehrud in Richtung Varzaneh führt. Der Verkehr hier draußen ist deutlich entspannter - ich dadurch auch ;-) - und nach einigen Kilometern wird auch der Abstand zwischen den Dörfern immer größer. Der Verkehr tendiert gegen Null

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Die Strecke ist hübsch und es gibt einiges zu sehen unterwegs, zum Beispiel in Barsian die alte Moschee mit dem Ziegelminarett, beides erbaut vor rund 900 Jahren

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Iran 2017 - Pigeon Towers von Ezhiyeh, Varzaneh und Dastjerd

Beitragvon Birgitt » 04.12.2017 22:59

Auf der neuen Brücke über den Zayandehrud bei Ezhyeh lohnt ein Stop. Von hier hat man einen schönen Blick auf die alte Ziegelbrücke - @ Carlo: du siehst, hier ist noch etwas Wasser im Fluss. In Isfahan hatte die Landwirtschaft ja "den Stöpsel gezogen" durch Umleitung ;-)

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Die Pigeon Towers von Ezhyeh

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Diese Taubentürme sind in der Landschaft um Isfahan sehr verbreitet. Das hier ist der frisch restaurierte Pigeon Tower von Varzaneh

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Im Inneren befinden sich hunderte Nischen, in denen früher Tauben siedelten. Der Taubenkot wurde vor der Einführung moderner Düngemittel als Dünger für die Landwirtschaft verwendet, aber auch als Beize zur Lederbearbeitung und zur Herstellung von Schießpulver.

Hier das Innere des Pigeon Towers von Dastjerd, südlich von Varzaneh

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Von oben überblickt man die angrenzenden Felder. Der Taubenturm von Dastjerd war bis vor sechs Jahren noch in Betrieb

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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Carlo » 05.12.2017 06:15

Moin Birgitt,

die Taubenhäuser bei Isfahan sind uns damals garnicht aufgefallen, schade. Ralf, wo waren deine Augen :shock:

Letzte Woche waren wir ein paar Tage in Süditalien. Wir bekamen statt dem gebuchten Kleinwagen einen Opel Zafira. Mann, was habe ich mich in den engen Städten über das kostenlose Upgrade geärgert :bang:

Ciao, Carlo
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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon schnorr » 05.12.2017 08:50

birgitt, irgendwie werden deine reiseberichte von mal zu mal besser! klasse und danke fürs mitnehmen. macht echt lust aufs hinfahren! :h:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Birgitt » 05.12.2017 16:51

Danke Jörg, freut mich sehr. Wenns euch gefällt, dann macht es mir gleich doppelt so viel Spaß weiter zu schreiben :)

Carlo hat geschrieben: .... die Taubenhäuser bei Isfahan sind uns damals gar nicht aufgefallen

Dabei stehen die schon etwas länger dort in der Gegend rum ;-) die meisten sind im 16. bis 18. Jahrhundert entstanden.

Viele Grüße
Birgitt
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Iran 2017 - Gavkhooni Salt Lake / Gavkhuni Salzsee

Beitragvon Birgitt » 05.12.2017 20:53

Einmal in Dastjerd, schauen wir uns auch die Schweigetürme zwischen Dastjerd und Hassanabad an

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Keine 15 Autominuten von hier befinden wir uns mitten in der Wüste :) Der Dünengürtel erstreckt sich von Varzaneh auf rund 50 Kilometer Länge nach Süden

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Die Dünen sind durch die gut geschobene und feste Piste schnell gequert, und an Stelle von Sand haben wir nun Salz unter den Reifen ;-) Unser Ziel ist der Gavkhooni Salt Lake. Eine Zuwegung für Fahrzeuge führt durch das kleine Dorf Khara zur Salzmine. An der Schranke zur Salzmine zahlt man 10.000 Toman Eintritt gegen Quittung, man ist auf den Besuch von Touristen eingestellt ;-)

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Der nahezu ausgetrocknete Salzsee ist Teil des Gavkhooni Ökosystem mit seinen Wetlands, dem Mündungsgebiet des Zayandehrud, der hier versickert, versumpft, versandet und verkrustet ... Wabenförmig platzt der Boden auf und gibt Salz frei

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Salzsee und Salzfördergebiet

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Gletscherzungen ? Oder Salzzungen ? ;-)

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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Bodo » 06.12.2017 17:44

Hallo Birgitt, ganz toller Reisebericht! Inspiriert uns den Iran nun endlich zu besuchen. Wenn ihr wählen könntet, würdet ihr im Frühjahr oder im Herbst fahren?
Viele Grüße aus Thüringen
Bodo
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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Birgitt » 06.12.2017 17:54

Hallo Bodo,

vielen Dank fürs Kompliment. Das ist schön, dass euch mein Bericht so inspiriert :)

Ich denke beide Jahreszeiten haben ihren Reiz. Im Oktober ist es von der Vegetation her sehr karg und wüstenhaft. Es blüht nichts, die Ernte neigt sich dem Ende, man ahnt den nahen Winter, auch wenn es tagsüber noch sehr warm ist. Im Frühjahr muss die Blütenpracht schier unendlich sein. Dann sieht vieles - insbesondere in den zentralen Bergregionen - sicherlich völlig anders aus. Die Menschen dort haben uns Fotos gezeigt vom Mai: unglaublich. Blütenteppiche so weit das Auge reicht ...

Viele Grüße
Birgitt
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Re: Welcome to Iran - Reisebericht 2017

Beitragvon Bäärti » 06.12.2017 20:17

Bei uns war der Salzsee im April eine endlose Schlammfläche. Trocken und weiss sieht er schon wesentlich besser aus...

Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Iran 2017 - Sunset in Varzaneh Desert

Beitragvon Birgitt » 07.12.2017 20:05

Die Sonne steht flach am Himmel jetzt, es ist diesig, der Wind mittlerweile böig und die Luft sandgeschwängert. Völlig egal ;-) wir genießen das letzte Tageslicht in den nahen Dünen

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Die Sonnenstrahlen verschwinden hinter dem Horizont, Zeit nach Varzaneh zu fahren

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Iran 2017 - Unterkunft in Varzaneh

Beitragvon Birgitt » 09.12.2017 10:28

Von Isfahan hatten wir uns ganz ohne vorherige Zimmerbuchung auf den Weg nach Varzaneh gemacht, weil wir so flexibel wie möglich sein wollten und uns die im Reiseführer beschriebenen Hostels erst einmal ansehen wollten. Eine weise Entscheidung ;-) denn wie so oft kommt alles anders. Per Zufall treffen wir im Ort auf Roohollah Khalili, der seit vier Monaten mit seiner Familie ein kleines Gästehaus am südlichen Ende des Ortes betreibt. Sehr empfehlenswert ! :arrow: Hafez Traditional Guest House, Beheshti Street, Varzaneh, N32.416179, E52.64884, mobil/whatsapp +98 913 1693115, E-Mail info@hafezhouse.com und hafez.house@yahoo.com. DZ mit eigenem Bad für 2 Personen inkl. Abendessen und Frühstück 31 Euro/Nacht (alternativ 150.000 Toman). Roohollah spricht sehr gut englisch, seine Frau kocht hervorragend.

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Was sofort auffällt in Varzaneh sind die in weiße Chadors gehüllten Frauen. Das Stadtbild ist gleich viel heller ;-) Die weißen Chadors sind leichte Tücher aus 100 % Baumwolle, für die Frauen angenehm zu tragen im heißen Wüstenklima. Außerhalb Varzaneh haben wir die Farbe weiß nicht mehr gesehen ... Es überwiegt der schwarzen Chador aus Synthetik, made in Korea ...

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Neben dem Taubenturm, den wir ja schon bewundert haben, ist die alte Ziegelbrücke in Varzaneh noch sehenswert. Hier, kurz vor dem "Versickerungsende" des Zayandehrud, fließt immer noch Wasser, und das im Oktober ...

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Die Jame-Moschee aus dem Jahre 1444 sieht nicht mehr so ganz vertrauenerweckend aus ;-) Die Ziegelsteine des Minaretts bröseln, und auch am Eingangsportal ist obenrum schon einiges weggebrochen ...

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Öffentlliche Toilette gleich um die Ecke der Moschee. Gehen wir hier noch konform mit dem islamischen womens-dresscode ? ;-)

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Frischgemüse und Kräuter - auf dem kleinen Platz in der Nähe des Taubenturms verkaufen die Bauern direkt von der Pritsche ihrer kleinen Lastwagen

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Unentschlossen zwischen Neugier und Weglaufen ;-)

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Iran 2017 - Von Varzaneh zur Khargushi-Karawanserei

Beitragvon Birgitt » 10.12.2017 20:32

Von Varzaneh gibt es zwei Möglichkeiten, nach Yazd zu fahren: entweder die Hauptstraße über Nain oder aber durch die Wüste. Die Entscheidung fällt nicht allzu schwer ;-)

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Ständig halten wir an, weil es irgendetwas zu entdecken gibt, und seien es nur ein paar alte Steine ;-)

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Eine Viehtränke

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Der Brunnen dazu ist ausgetrocknet

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Interessante Stallungen ;-) vom Vieh weit und breit keine Spur. Wie auch, hier wächst jetzt im Oktober kein Grashalm. Im Frühjahr kann das anders sein ...

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Einsam und verlassen liegt irgendwo im nirgendwo die Khargushi-Karawanserei (Caravansarai-ye Khargushi)

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Wir schauen uns das alte Gemäuer einmal näher an

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Die Ruine der alten Karawanserei ist noch recht gut erhalten, die Brunnenkammer im Innenhof ist sogar mit Wasser gefüllt

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Ein weiterer Zugang

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Wie so oft hier im Iran wünsche ich mir eine Zeitmaschine. Es wäre toll, wenn man sich schnell einmal ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte zurückbeamen könnte, um ganz kurz einen Eindruck des damaligen Lebens zu gewinnen. Hätten wir damals gelebt, würden wir jetzt vielleicht durch dieses Tor reiten auf unserem Weg zu unserem Palast nach Yazd ;-)

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Genug der Spinnerei :) Wir fahren weiter. Die Asfalt-Straße ist schon lange vor der Karawanserei zur Piste mutiert. Kein Mensch weit und breit ...

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Iran 2017 - Unterwegs in Meybod

Beitragvon Birgitt » 11.12.2017 22:19

Ein Blick in die Landkarte, und auf die Uhr -
vielleicht können wir ja Meybod noch einen Spätnachmittags-Besuch abstatten ?

Gesagt, getan. An der nächsten Pistengabelung halten wir uns nicht geradeaus in Richtung Yazd, sondern biegen links ab. Irgendwann treffen wir auf Asfalt. Die Richtung stimmt :)

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Das Stadtzentrum von Meybod

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mit seinem hübschen Clocktower

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und der wunderschön anzusehenden Moschee gleich dahinter

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Um die Ecke der Bäcker. Es kommt, wie es kommen muss ;-) der alte Bäckermeister sieht uns, freut sich wie ein König über den ausländischen Besuch im Land, kommt rausgeflitzt aus seiner Bäckerei: "Welcome to Iran !" und schenkt uns ein frisches warmes Brot ! Das passiert uns überall im Land ! Wir können an keiner Bäckerei vorbeigehen, ohne dass wir hinterher ein Brot in der Hand halten :)

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Die Gassen der mittelalterlichen Altstadt in typischer Lehmziegelbauweise. Noch während ich das Foto mache hält neben uns ein junger Mann mit seinem Moped, auf dem Gepäckträger ein großer Korb mit frischem Mandel- und Dattel-Gebäck. Er greift in den Korb und reicht uns davon: "Try ! Freshly baked ! It's from my mum. Welcome to Iran !"

Taarof, die iranische Anstandsregel, besagt, dass ich alles erst 3 x ablehnen muss. Erst wenn das Gegenüber dann weiter darauf beharrt, ist es ernst gemeint. Es ist ihm ernst gemeint ! Ablehnen geht gar nicht. Wir bestellen Grüße an seine Mutter unbekannterweise, er lacht, winkt zum Abschied und braust so schnell davon, wie er gekommen ist ! Wollen wir nachher noch zum Abendessen ? Ich glaube nicht, so langsam sind wir satt ;-)

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Narin Qal'eh - oder Narin Castle - die tausende Jahre alte Lehmziegelfestung. Laut Wikipedia 2.000 Jahre alt. Das Hinweisschild am Eingang meint 4.000 B.C.

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Von der rückwärtigen Seite bietet sich ein schöner Blick über die Stadt

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