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Iran - Wüste Lut

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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon schnorr » 07.12.2016 08:17

Teresa hat geschrieben:...somit gäbe es genug Geschichten zu erzählen (mit „wir“ meine ich meinen Mann und mich). Leider habe ich damit ein paar Probleme. Erstens besitze ich kein Schreibtalent, zweitens der deutschen Sprache bin ich auch nicht ganz mächtig. Stets plagen mich Zweifel und Sorgen über meine Schreibweise.

völliger blödsinn :mrgreen:
es macht freude, deinen bericht zu lesen und anzuschauen und ich warte sehnsüchtig auf den nächsten teil.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Ralf Kiefer » 07.12.2016 17:12

schnorr hat geschrieben:
es macht freude, deinen bericht zu lesen und anzuschauen und ich warte sehnsüchtig auf den nächsten teil.

Dem schließe ich mich an :-)

Gruß, Ralf, ebenfalls mal als Gast im Hotel Akhavan
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 07.12.2016 22:03

Tag 1
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Die blaue Linie zeigt die Route des Autos. Die Rote Markierung ist ungefähr unser Gehweg.
Nacht dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Helfern und marschieren los.
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Zu dem ersten Depot planen wir erst in 3 Tagen ankommen, deswegen nehmen wir reichlich Wasser mit.
Endlich tauen wir in eine kahle, leere Wüstenlandschaft. Unsere Wanderfreude dauert jedoch nicht lange.
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Die Beschaffenheit der Erde, der hügelige, harte Boden ist leider für unsere Karre eine Nummer zu groß.
Schon nach ein paar hundert Meter müssen wir anhalten. Und so geht es den ganzen Tag. Entweder kippt der Kleintransporter um oder notdürftige Reparaturen müssen durchgeführt werden.
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Die Achsen verschieben sich, die Räder stehen immer wieder quer. Die Karre verliert Teile.
Misst !Was für ein Schrott.
Bei unseren Touren gehe ich meistens vor. Heute jedoch werde ich nach hinten geschickt.
Ich bin der Aufpasser. Meine Aufgabe ist, erstens darauf zu achten, dass die Karre nicht umkippt, zweitens – verlorene Teile zu sammeln.
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Ich bekomme nur wenig von der Landschaft mit. Ich kann nicht viele Fotos machen. Mein Blick ist auf die Karre fixiert.
Wenn ich an den Konstruktor und den Macher des Fahrzeugs denke, bekomme ich echt Mordgelüste! :bang:
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Für Heute ist endgültig Schluss. Der Wagen ist fast tot. Schon am frühen Nachmittag suchen wir uns einen schattigen Platz. Der Kleintransporter braucht eine Totalüberholung.
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Während mein Mann den Wagen repariert erkunde ich die Umgebung.
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...erkennt ihr den schlafenden Mond ? Der sagt Gute Nacht.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 08.12.2016 23:51

Tag 2-4
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Das Problem vom Gestern wurde aufgehoben.
Nach der Generalreparatur fährt der Wagen ab heute einwandfrei :)
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Der Boden ist diese Tage immer noch hügelig. Wir können jedoch häufig durch Umwege auf einen einfachen Untergrund ausweichen. Dass wir Umleitungen machen macht uns nichts aus. Zeit und Wasser haben wir schließlich genug.
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Auf den trockneten Salzseen und Salzflüssen lässt sich einfacher gehen.
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Immer wieder müssen wir den längeren Berghügel, die quer auf den Weg Richtung Westen stehen, ausweichen.
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Am dritten Tag der Wanderung erreichen wir das erste Wasserdepot. Was für eine Freude.
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Gut versorgt und voller Vorfreude auf den nächsten Tag, schlafen wir jeden Aben ein.
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Als ich die großen Erdplatten sah, musste ich sofort an die Autobahn: Berlin - polnische Grenze aus den 90ern Jahren denken.
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Es gibt genug Zeit, auf die Hügel zu keltern, dort einige Zeit zu verweilen und Fotos machen.

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Nur selten war der Untergrund leicht matschig.
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Der Boden wird zunehmend einfacher. Es macht Spaß auf kiesigen, leicht sandigen Untergrund die Karre zu ziehen.
Der Kleintransporter rollt.
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Am vierten Tag kommen wir in die Nord- westliche Ecke der Wüste. Die Panorama ändert sich. Wunderschöne, überdemensionale Sandburge und -Formationen füllen den Hintergrund der Landschaft.
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Das Wandern macht uns riesigen Spaß. Seit Tagen sind wir wie im "Warteschleife -modus" und sagen ständig - Oh wie ist das schön.
Wir freuen uns sehr auf die kommenden Tage der Wanderung.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Alexander » 09.12.2016 18:49

Hallo Teresa,

fantastische Bilder 8)

Dieser löchrige Boden erinnert mich etwas an den Devels Golf Course im Dead Valley. Als Nutzer einer Wüstenkarre bin ich natürlich an eurem Wagen interessiert. :wink: Die rote Wanne scheint optimal für die unebene und steinige Gegend zu sein. Man dürfte damit kaum hängen bleiben, im Gegensatz zu einem Gitterrohrrahmen.

Wie habt ihr die Karre bewegt? Habt ihr die einfach mit der Hand gehalten und gezogen oder hattet ihr ein Geschirr oder eine Halterung und sie damit am Körper befestigt, damit man die Hände frei hat? Bei meiner Karre arbeite ich noch an dem Problem. Da bin ich noch nicht richtig zufrieden.

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 10.12.2016 01:48

Tag 5-7
Am Tag 5 der Wanderung stehen wir früh auf um die Wüste beim Morgenlicht zu fotografieren.
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Bei solchen Ausblicken, da kann einem nur der Atem stocken. Das Frühaufstehen hat sich wirklich gelohnt.
Die wunderschönen Felsformationen sind eine wahre Wonne für unsere Augen und die Seele.
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Nach einem kleinen Rundgang drehen wir unsere Wanderrichtung um 90°und laufen ab jetzt geradeaus in die südliche Richtung.
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Seit diesem Tag folgen wir unseren Autospuren. Diese Route ist ebenfalls ein Teil des Ultramarathons.
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Über kleine bis mittelhohe Erhebungen des Geländes laufen wir unserem Ziel entgegen.
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Zwischen den manchmal kilometerlangen Bergketten formte der Wind diese kleinen Hügelchen.
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Am Nachmittag bei einer Gabelung des Weges passen wir nicht richtig auf.
Als das GPS ein Signal gibt " 300 M bis Wasserdepot" merkten wir - ups wir sind in ein falsches Korridor zwischen den Bergketten gegangen. Es ist kein Problem. Mein Mann nimmt den Rucksack, steigt über den Hügel und holt das kostbare Wasser.
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In diesen Tagen gleicht die Luftlinie fasst den Laufweg. Weil die Wasserdepots alle 20 Km legen, haben wir genug Zeit um immer wieder eine Pause zu machen. Schattige Plätze gibt es genug.
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Nur die zwei kleinen Lebenwesen haben wir insgesamt bei der Wanderung gesehen.
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Mein Mann bei der Morgenpflege seiner Solaranlage.
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Wir merken wenig davon, dass wir auf Strecke vor ein paar Tagen mit Auto unterwegs waren. Immer wieder bleiben wir stehen fragen wir uns - sind wir hier wirklich vorbei gefahren?

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Bei einer Pause entdecke ich zufällig den Spruch auf der Globetrottertasche." Träume...leben" steht dort geschrieben.
Es passt großartig zu dem Augenblick.
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10 Wasserflaschen je 1,5 Liter haben wir bei jedem Depot gelassen. Es sollte uns auch gut gehen.
Und was denken wir heute darüber?---> :lach: Schade, dass wir an Obst nicht gedacht haben.
Eine Melone zu essen, wäre jetzt auch nicht schlecht :lol:
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Mein Mann hat sich für den heutigen Tag extra rausgeputzt.
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Die letzte Nacht in der Wüste Lut. Für uns war die Wanderung ein wunderschönes Erlebnis.
Mit dem bekannten Spruch " Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum", schlafen wir ein.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 10.12.2016 02:20

Hallo Alexander
Die Karre ist eine bei Globetrotter gekaufte für ca. 40 Euro Pulka. Diese wurde in der Mitte durchgeschnitten, somit kann man sie schnell zusammenschieben und am Rucksack tragen. De Räder ( Kinderlaufrad) und die restlichen Teile kommen in den Rucksack. Gezogen wird sie mittels 8 mm dicken Seilen und Geschirr. Mann kann sie aber auch am Hüftgurt eines Rucksacks befestigen. Die Karre wiegt zusammen fast 5 KG.
Der Wagen bleibt selten hängen dafür aber wegen Schmalen spur, kippt er leicht um. Mit diese Karre sind wir immer noch nicht ganz zufrieden und halten ebenfalls Ausschau nach Verbesserungen.
viele Grüsse
Teresa
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 10.12.2016 18:56

Tag 8
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Heute ist der letzte Tag der Wanderung. Wir verlassen die wunderschöne Lut Wüste und laufen noch ca. 10 Km bis Karimabad. Unsere Gastfamilie sehen wir aus weiter Entfernung. Sie wartet auf uns am Rande der kleinen Oase. Nach der Begrüßung gehen wir gemeinsam in das Haus der Familie.
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Eine leckere Mahlzeit wird für uns vorbereitet. Wir melden uns bei Moin, dass wir zum Abholen bereit sind.
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Nach dem Motto „Lieber derselben Herzen als derselben Sprache zu sein“ verläuft die Unterhaltung. Erstmal gibt es eine Führung durch den Hof. Hühner, Kaninchen und vor allem eine Kuh im Stahl sind der ganze Stolz der Gastgeberin.
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Mit den Kinder der Familie haben wir viel Spaß. Wir spielen gemeinsam Fußball, fahren Fahrrad.
Sie zeigen uns die Umgebung und führen zu den Sehenswürdigkeiten des Dorfes.
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Der Besuch bei der Familie macht die ganze Tour noch runder. Es ist ein schöner Abschluss der Wanderung.
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Nach drei Stunden werden wir von Moin abgeholt und fahren zurück nach Kerman.
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Mit der Hoffnung mal wiederzukommen um die nordsüdliche Durchquerung der Wüste zu machen, natürlich mit Hilfe von Wasserdepots :h: beenden wir die Tour.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Alexander » 11.12.2016 12:21

Hallo Teresa,

unter Wüstenwandern mit Hilfmitteln. Aber wie? habe ich den Bau meiner Wüstenkarre dokumentiert. Der Wagen ist zwar wesentlich größer und schwerer. Man wird aber auch unabhängiger von Wasserdepots, was mein Hauptziel bei der Wahl der Konstruktion war. Auch von anderen Wanderern gab es einige Tipps. Teilweise richtig wissenschaftlich durchgerechnet. Evtl. sind eine Anregungen für euch dabei.

Ich hätte schon wieder mal Lust, meine Karre in der Wüste spazierenzufahren ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon vanguard » 23.09.2018 12:06

Wir fanden die LUT auch traumhaft !!
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