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Iran - Wüste Lut

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 04.12.2016 22:08

Hallo Alexander, Hallo zusammen.
Es ist schon lange hier als ich das letzte mal im Wüsten Forum vorbei schaute.
Fast 3 Jahre sind vergangen als ich in diesem Forum eine Frage bezüglich einer Wanderung in Wadi Draa in Marokko stellte.
Seid vielen Jahren machen wir mindestens ein mal im Jahr eine Wüstenwanderung somit gäbe es genug Geschichten zu erzählen (mit „wir“ meine ich meinen Mann und mich). Leider habe ich damit ein paar Probleme. Erstens besitze ich kein Schreibtalent, zweitens der deutschen Sprache bin ich auch nicht ganz mächtig. Stets plagen mich Zweifel und Sorgen über meine Schreibweise.
Wenn ich z. B. Alexanders Berichte lese, denke ich immer (so wie alle anderen auch) wow, toll. Es gibt Spannung, Drama, Humor, Selbstironie usw.
Nun aber angeregt durch die Mail von Alexander, in der er mich „aufgefordert“ hat mich mal zu melden, nehme ich jetzt meinen Mut zusammen und falls Interesse besteht, würde ich gerne über unsere letzte Wanderung ( Oktober dieses Jahres) in der iranischen Wüste Lut berichten.
Warum die letzte Tour? Nicht nur deswegen weil, sie noch „frisch“ in meinem Kopf ist und nicht weil, es fast keine Berichte über Wandertouren in dieser Wüste gibt.
Für uns war es eine Wanderung der „besonderen“ Art, so zu sagen eine Premiere.
Es ging um das Umdenken und etwas loslassen.
„Wasserdepots – eine Idee, die bis dato nicht in unseren Köpfen war“. :shock:

LG Teresa
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Re: Iran - Wüste Lut.

Beitragvon Birgitt » 04.12.2016 22:45

Teresa, du machst uns verdammt neugierig !
Also los, trau dich :-) Wir freuen uns auf mehr !
Gerne auch mit Fotos ...

Viele Grüße
Birgitt
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 04.12.2016 23:48

Hallo Birgitt,
danke für deine mutmachende Antwort. Morgen fange ich an zu schreiben. Fotos wird es natürlich auch geben. Etwas schönes soll mein Bericht auch beinhalten :lol:
Teresa
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon schnorr » 05.12.2016 14:09

ja gerne!
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://www.quadridesafrica.de
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Alexander » 05.12.2016 18:01

Hallo Teresa,

ich würde mich über deinen Wüstenwanderreisebericht sehr freuen. Nicht nur weil ich ständig auf der Suche nach neuen Reisezielen bin. Mich interessiert die Wüstenwander generell und würde mich über eure Erlebnisse und Eindrücke freuen.

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 05.12.2016 22:37

Ich bin jetzt am Schreiben. Es wird aber noch etwas dauern. Fotos wird es heute aus " technischen Gründen" nicht geben. Leider, alleine kann ich es nicht und zur Zeit erreiche ich niemanden, der mir das beibringen kann. Ich werde es aber bald lernen.
Der Anfang des Berichts wird jedoch heute abgeschickt. Wenn ich aber auf mein Text schaue, ist das eher eine längere Erklärung wie es dazu kam, dass wir eine Wanderung mit "Hilfe" von eingerichteten Wasserdepots gemacht haben. Es geht um einen Wendepunkt in unserem Denken, der uns ermöglich hat ( im wahrsten Sinne des Wortes) neue Wege zu gehen.

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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 06.12.2016 00:32

Seid vielen Jahren machen wir Wandertouren. Mindestens ein mal im Jahr wird eine Wüstenwanderung geplant – meistens in Ägypten, Marokko, Jordanien oder im Oman. Bei unseren „Wüstenexpeditionen“ sind wir meistens 8 bis 12Tage unterwegs. Das wichtigste bei der Auswahl einer Wüstentour ist natürlich das Problem mit der Wasserversorgung. Unsere Gehstrecken haben wir immer so geplant, dass wir alle 2 – 3 Tage an einer Wasserstelle (z.B. eine Oase, Brunnen oder ein Kasbach ) vorbei kommen.
Wenn mein Mann eine Karre gezogen hat, war eine Wanderung ohne Wasserquelle auch bis zu 5 Tagen möglich. Das war aber schon unser Limit. Strecken, bei denen sich die Möglichkeit der Wasserversorgung in diesem Zeitraum nicht ergab, wurden für uns als „no go“ abgestempelt und somit aus unserer Liste gestrichen.
Für längere Etappen sind wir einfach nicht in der Lage Wasser mitzunehmen, weil mein Mann kein Minimalismus kennt und die Hälfte des Haushalts immer mitschleppt.
Das Lesen der Reiseberichte gehört bei uns immer zu der Vorbereitung einer Wandertour. Mit Sicherheit machen das die meisten von uns. Es ist eine super Infoquelle. Es ist wichtig zu wissen wie die Gleichgesinnten ihre Reisen organisiert und was sie erlebt haben. Gerade wenn es um Informationen bezüglich Wasserversorgung geht, z.B gibt es einen Brunnen auf der Strecke oder war er trocken? Alles super wichtig – das weiß auch jeder Wüstenwanderer.
Langsam komme ich zum Wesentlichen.
Berichte bzw. Filme über Wanderexpeditionen, die mit Hilfe von Wasserdepots durchgeführt wurden, begeisterten uns gar nicht. Unser Fazit war immer „ so was kann doch jeder “. Wir lehnten diese Form der Wasserversorgung total ab. Nicht im Geringsten dachten wir daran.
Das höchste Gebot bei unseren Wanderungen im Wüstengebieten war immer die Selbstversorgung d.h. keine organisierte Touren, keine Begleitung, keine Hilfe von Außen.
Die Alleingänge waren für uns so zu sagen „Ehrensache“.

Nun kommt der Sommer 2016. Der geplante Urlaub im Oktober kommt immer näher. Die Suche nach einem neuem Reiseziel beginnt. Eine neue Herausforderung wird gesucht. Aber wohin mit uns?
Wie alle Wüstenwanderer wissen, der Raum heutzu Tage um „sichere“ Wüstentouren in der Sahara zu machen ist nicht groß. Und Australien, Amerika oder die Wüste Gobi „ ziehen“ uns aus irgendwelchen Gründen nicht richtig an.
Ständig gucken wir auf die Karten, schauen und suchen. Marokko? – nein, dort waren wir schon ein paar mal. Jordanien?
Aus dem selben Grund auch nicht. Wir hätten gerne was anderes, was neues.
Auf der Suche nach „neuen Wegen“ richten wir eines Tages unsere Augen auf Iran, auf die wunderschöne Wüste Lut. Das Gebiet ist landschaftlich ein Traum für jeden Wüstenliebhaber. Das wissen wir schon lange. Sie ist aber auch wasserlos und somit für uns nicht machbar. Deswegen war sie bis jetzt für uns ein Tabu.
Wir überlegen, ob wir dort nur eine 4-5 tätige Tour machen? Nein, das ist ein bisschen zu kurz. Nach 4 Tagen läuft man sich erst mal warm. Wir denken weiter nach. Die Tatsache, dass es in der Wüste gar keinen Brunnen, gar keine Wasserquelle gibt - ist das wirklich ein Problem oder möglicherweise sind wir das Problem?
Endlich eines Tages ging bei uns das Licht an: WASSERDEPOTS!
Großartig ! Genial! Auf so was muss man wirklich erst kommen.
Ich weiß, wer das ließt lacht und schüttet den Kopf. Heute lachen wir über uns selbst.
Ja es stimmt. Manchmal ist man einfach nur dumm und stur. Wir trugen bis jetzt Augenklappen und hatten irgendwelche Prinzipien, die im Grunde genommen keine waren.
Also die Entscheidung ist gefallen. Unser höchstes Gebot alles alleine bewältigen zu müssen haben wir anspruchslos begraben. Wir machen eine Tour in der Wüste Lut, mit Hilfe von Wassergepots. Geht doch!
Es ging los. Zuerst kontaktieren wir drei iranische Reiseagenturen. Wir stellen unsern Plan vor, schicken Karten anbei mit unseren gewünschten Verlauf der Tour. Ca. 200 Km sollen es sein. Am liebsten hätten wir eine Durchquerung der Wüste Nord- Süd , bzw. umgekehrt. Unser Streckenverlauf ist nur ein Vorschlag. Andere Routenvorschläge sind bei uns auch willkommen. Wir brauchen nur jemanden, der uns die Wasservorräte einrichtet und dann wollen wir alleine gehen.

LUT-Verlauf.jpg

Unsere gewünschte Route

Alle drei Reisebüros schickten uns, wie fast abgesprochen, die gleichen Antworten. Es geht nicht! Es ist nicht machbar. Man darf in der Wüste nicht ohne einen Guide wandern. Es sei zu gefährlich und die Polizei wird dies auch nicht erlauben. Manche Mails schreiben noch etwas von Minen und Drogenhändler. Gleichzeitig bietet man uns Angebote - Touren mit einem Geländewagen und einem Guide durchzuführen. Wir lehnen dankend ab.
War das für uns eine Niederlage? Nein! Auf gar keinen Fall.
Diese Situationen kannten wir schon von anderen Reisen z.B. aus Ägypten.
Manchmal bedarf es gewisse Sachen vor Ort zu klären.
Flüge waren gebucht, Visum war beantragt.. Also machten wir uns am Anfang Oktober auf den Weg in das für uns unbekannte Land nach Iran. Mit viel Zuversicht, Optimismus sowie mit Plan B, C ... flogen wir über Teheran nach Kerman – eine Stadt fast am Rande der Wüste Lut.

Eine Sache habe ich noch :shake: . Bei unseren Recherchieren über die Möglichkeit in der Wüste zu Wandern fanden wir fast keine brauchbaren für uns Informationen. Eine Menge wunderschöne Bilder, viele Angaben bezüglich geographische Lage und geologische Gegebenheiten. Keine Berichte über längere Wandertouren. Nur bei WickiLoc eine etwas längere Route am Rande der Wüste. Somit war die Lut für uns noch mehr eine Reise wert.
Jetzt ist Schluss mit dem Schreiben.
Teresa
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Rudolf » 06.12.2016 00:47

Die Lut ist schon besonders. Wir sind vor ein paar Jahren von Süd nach Nord durch die Yardangs gefahren - ohne jegliche Begleitung, es war August und die Temperaturen knapp unter 50°. Diese langen "Täler" kann man ja nicht verlassen, man muss stets weiterfahren und irgendwann endet dann die Yardang-Landschaft - gar nicht sandig sondern wie ein frisch gepflügter ganz grober Salzacker, kaum fahrbar. Es war schwierig einen Weg hier heraus zu finden ohne alles retour zu fahren. Ob das 2016 so noch geht, uns ist jedenfalls keiner begegnet, ganz im Norden eine hilfreiche Fahrspur.
Rudi
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Uwe Schmitz » 06.12.2016 07:41

hallo teresa,
der anfang klingt spannend, nun aber bitte bald weiterschreiben ;-)
wir wollen doch wissen, ob ihr nach den absagen der 3 agenturen weitere möglichkeiten für eure wandertour gefunden habt.
viele grüße
uwe, zzt. in karasburg/namibia
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon abacus » 06.12.2016 10:19

Wow, toll ich bin auch auf euren Bericht gespannt. Der Start ist in etwa da wo die Straße den Wüstenfluss überquert?

Bild

Da hatte ich auch große Lust diesem zu folgen. Tagestouren haben wir da dieses Jahr auch schon gemacht, aber eure Wanderung, das sind ja gut 200km Luftlinie in zum Teil sehr weichem Untergrund. Dass Agenturen sagen, das geht nicht ist im Iran normal ...

Grüße
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 06.12.2016 14:13

Diese von uns gewünschte Strecke sind wir leider nicht gegangen :evil: . Vor Ort stellte sich raus, die Vorbereitung der Route würde 2-3 Tage dauern, was natürlich nachvollziehbar und verständig war. Dazu noch keine Garantie , dass man mit dem Auto durchkommen wird. Weil wir schon heiß waren so schnell wie möglich los zu gehen, haben wir uns auf eine andere Tour eingelassen. Diese Strecke war 160 Km lang und verlief fast zur Hälfte im westlichen Gebiet der Wüste so ungefähr wo Rudi mit dem Auto unterwegs war, also zwischen den Yardangs.
Weiter geht es erst heute Abend. Ich will die Spannung nicht hoch treiben, ich muss nur arbeiten gehen.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Rudolf » 06.12.2016 17:26

Lut6.jpg
Lut5.jpg
Lut4.jpg
Lut3.jpg
LUT2.jpg
LUT1.jpg
Hier unser Track in der Lut. Natürlich kein Fluss (wasser) im August, aber viel Salz. Die Querung des Flussbettes war ein Megaproblem, wir fanden per Zufall eine Passage.
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 06.12.2016 21:53

Mensch Rudolf, wo warst du als ich nach einer Strecke in der Wüste suchte? :) Echt, die Tour ist ein Hammer genau das wonach wir suchten ! Ich bin gerade in einem Schockzustand. Tolle Bilder! Wenn es geht bitte die Koordinaten
Teresa
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Rudolf » 06.12.2016 23:16

Gerne lasse ich Dir den LUT-Track zukommen. Per email oder ?? RUDI
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Re: Iran - Wüste Lut

Beitragvon Teresa » 07.12.2016 00:25

P1000044.JPG

Vom Flughafen in Kerman gab es nur eine kurze Fahrt in das Akhavan Hotel. Und wie das üblich in solchen Situationen ist, wurden wir beim Einchecken gefragt was wir in Kerman unternehmen wollen. Als der Meneger des Hotels etwas von Wüste hörte, wollte er sofort ein Taxi nach Shahdad ( diese kleine Ortschaft am Rande der Wüste dient als Ausgangspunkt für Touristenausflüge in die Wüste) für uns bestellen. Mein Mann sagte - ein Taxi ist nichts für uns. Wir brauchen Profis :wink:
Und so wurden wir schnell an einem Mann Namens Moin weiter geleitet. Zwei Stunden später gab es schon ein Treffen.
Im Gespräch ergab sich schnell, das war ein Volltreffer - eine Treck um Wasserdepots einzurichten, gar kein Problem.
Es gab leider andere Probleme. Erstens – der nächste Tag war ein Feiertag „Aschura“. An diesem Feiertag geht schon mal gar nichts, ( den Tag haben wir während der Planung übersehen, weil es ein bewegliche ist). Zweitens – unsere gewünschte Route ist nicht einfach.
Man müsste mit 2 Auto fahren und dafür ca. 2 Tage berechnen. Danach könnten wir eventuell erst starten. Er gab uns ebenfalls keine Garantie, dass man mit 2 Autos durchkommen wird. Es war uns natürlich klar, er hatte Recht. In Grunde genommen war uns tatsächlich jetzt auch egal, welche Strecke wir laufen werden. Eine Durchquerung von Norden nach Süden bzw. umgekehrt hätten wir nur „geiler“ gefunden. Unsere Füße brannten schon. Wir wünschten uns nur eins, endlich loszulaufen. Einen anderen Anbieter wollten wir nicht mehr aufsuchen, da wir uns mit Moin prächtig verstanden haben.
Es stellte sich schnell heraus - Moin ist, so wie mein Mann, ein Ultramarathonläufer. Da trafen sich zwei Gleichgesinnte. Moin war gleichzeitig der Organisator diesjährigen Ultramarathons (IRSU) in der Wüste Lut. Und so kam es dazu, dass ein Teil der Marathonstrecke unsere Route war.
Wir entschieden ebenfalls, gemeinsam in die Wüste zu fahren, die Wasservorräte einzurichten und dann alleine die Route zurück zu Fuß in umgekehrte Richtung zu gehen.
Am 12 Oktober um 5 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt. Unterwegs kauften wir Wasserflaschen und es ging nach Karimabad, eine Oase am Rande des West-südlichen Teils der Wüste. Während der Fahrt habe ich noch kurze Bedenken, ob es eine richtige Entscheidung war - die Tour erst mal zu fahren und anschließend diese zu laufen?. Etwas doof aber was soll das jetzt.
Moins Freund Afschar fährt ebenfalls mit uns.
In Karimabad machen wir einen kurzen Zwischenstopp. Wir wurden einer Familie vorgestellt, zur der wir nach der Rückkehr von der Wanderung kommen sollen.
Von dort aus sollten wir uns bei Moin wegen der Abholung zurück melden. Tschüss und Auf Wiedersehen.
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Endlich sind wir da!
Die Einfahrt in die Wüste bereitet am Anfang etwas Schwierigkeiten. Der Fahrer muss ein paar mal drehen aber weiter als wir auf die Marathonstrecke auffahren geht alles gut. Wir fahren in Richtung Norden
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Nach ca. 20 Km Fahrt der erster Stopp. Wasserdepot wird eingerichtet.
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Unsere Begleiter machen uns einen Diner. Weil wir uns beeilen müssen gibt es nur aufgewärmtes Fertigprodukt. Das war aber lecker.
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Afschar ist ein verrückter Meteoritensammler. Während der Fahrt hält er ständig Ausschau nach den Steinen. Wieder mal etwas gefunden.
Wow, die ersten wunderschönen Landschaften - wir sind begeistert
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Wieder eine Wasserstelle wird eingerichtet. Insgesamt haben wir 6 Depots angelegt.
Als wir die asphaltierte Straße im Norden erreicht haben, biegen wir rechts ab.
Nach einer ca. 20 Km Fahrt geht es wieder rechts rein in die Wüste.
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Der Untergrund ist hier der Hammer! Sehr uneben – es beginnt eine sehr holprige Fahrt. Der Boden ist eine Schicht voller Buckel. Wir fahren im Schritttempo. Der Wagen schüttelt heftig. Die ganze Zeit hören wir nur laute, knallende Geräusche. Die Uhr zeigt – 17 Uhr. Die Dunkelheit bricht an. Für heute ist es Schluss.
Am Abend entscheiden wir zusammen, auf die weitere Fahrt zu verzichten. Für uns hat es kein Sinn weiter in diesem Lauftempo ( vielleicht noch langsamer) zu fahren. Wir rechnen, uns erwartet eine Strecke von ca. 150 Km – es reicht für das erste Mal. Wir beschließen diese Tour als Schnuppertage anzunehmen. Wir können doch wiederkommen - jetzt wissen wir eben, wie man das macht :lach:
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