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Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitragvon Birgitt » 31.10.2015 09:37

Mal etwas anderes ...

... als immer nur Wüste, Orient oder Afrika
... als immer nur Toyo, Landy oder G

meint ein Bekannter im letzten Sommer und fragt mich, ob ich keine Lust hätte, mit nach Kuba zu kommen. Und die Räder mitzunehmen. Ich denke kurz nach, bin neugierig auf das Neue und los gehts !

Statt 4x4 nun 1x2 :mrgreen:

Im Dezember 2014/Januar 2015 war ich dann also 5 Wochen mit dem Fahrrad unterwegs in Kuba.


cuba2.JPG


Routenverlauf und Stationen:
Holguin - Bayamo - Manzanillo - Media Luna - Pilòn - La Mula - Chivirico - Santiago de Cuba - Sancti Spiritus - Trinidad - Guajimico - Cienfuegos - Santa Clara - Vinales - Palma Rubia/Cayo Levisa - Las Terrazzas - Havanna


Kuba Karte.jpg


Kartenmaterial:

:arrow: Cuba, 1:600.000 International Travel Maps
Gute und aktuelle Landkarte aus wasserfestem Material mit vernünftiger topographischer Darstellung.

Reiseführer:

:arrow: Michael Müller Verlag "Cuba" von Wolfgang Ziegler, 3. Auflage 2014
Sehr empfehlenswert! Mit Abstand der beste Reiseführer für Kuba weil nahezu 100 % stimmig und mit hervorragenden Detailkarten und vielen guten Tipps und Hinweisen für unterwegs.

:arrow: Stefan Loose Verlag "Kuba" von Dirk Krüger, 2. Auflage 2013
Der Guide aus dem Hause Stefan Loose (für Südostasien immer die Bibel) ist für Kuba nur sehr bedingt empfehlenswert, da doch sehr lückenhaft im Vergleich zum Michael Müller Verlag. Im Vergleich aber immer noch deutlich besser als das Reisehandbuch aus dem :arrow: Reise Know How Verlag "Cuba" von Frank-Peter Herbst. Möglicherweise sind bei beiden die aktuellen 2015-Auflagen nun geändert und somit verbessert. Die Auflagen 2013/2014 konnten mich jedenfalls nicht überzeugen.


Visum:
Es musste eine "Touristenkarte" für 25 € erworben werden, die aber in Frankfurt am Flughafen gegen Vorlage des Flugtickets, dem Nachweis einer Reisekrankenversicherung (die in Kuba Gültigkeit hat, ausgestellt in spanischer Sprache) sowie einer Hotelbuchung für die ersten 2 Nächte innerhalb von 5 Minuten ausgestellt wurde. Diese Karte berechtigt zu einem Aufenthalt im Land von bis zu 30 Tagen. Die Karte kann in jeder Provinzhauptstadt auf der Immigration gegen weitere 25 € für die Dauer bis zum Abflug (max. weitere 4 Wochen) verlängert werden. Das ist mit etwas "rennerei" und "warterei" verbunden, weil man zuerst zur Immigration muss, anschl. zur Bank das Geld einzahlen, die Wertmarke in Empfang nehmen und mit dieser zurück zur Immigration gehen muss. Aber alle sind freundlich und auf Kuba hat man ja alle Zeit der Welt ... 8)


Equipment:
Fahrrad: MTB Bontrager Race Lite aus dem Jahre 1993 8) mit 21-Gang Schaltung
Gepäcktaschen hinten: Ortlieb Back Roller Classic, links und rechts
Lenkertasche: Ortlieb Ultimate6 Compact
Daypack für auf dem Gepäckträger oder auch mal zum wandern zu gebrauchen: Deuter Speed Lite 20


Flug:
Direktflug mit Condor (Gabelflug) von Frankfurt/Main nach Holguin und zurück von Havanna nach Frankfurt.
Fahrradtransport klappt hervorragend, dem Rad wurde kein Schräubchen gekrümmt ;-)


Geld:
Kreditkarteneinsatz zum Geldwechseln nicht empfehlenswert, lieber Bargeld (Euro) mitnehmen. Rücktausch am Ende der Reise ist möglich, zumindest in Havanna, und zwar dort in der Edificio FOCSA in Vedado. Mehr dazu, auch zum Unterschied zwischen CUC und CUP im Laufe des Reiseberichts ... ;-)


Ich werde in den nächsten Wochen in loser Folge einige Fotos mit kleinen Berichten, auch Infos zu den Unterkünften, hier posten. Vielleicht wird ja doch der ein oder andere inspiriert, sein altes Mountain Bike zu reaktivieren ;-)
Kuba macht verdammt viel Spaß mit dem Rad ! Und noch ist der Verkehr dort ja überschaubar und schön bunt , das könnte sich bald ändern ...


Kuba _ Autos.jpg

Jetzt heißt es aber erst einmal ... Fortsetzung folgt !

Gruß
Birgitt
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Kuba - Der erste Eindruck ...

Beitragvon Birgitt » 01.11.2015 20:03

Unser Flieger landet Abends in Holguín, es ist bereits dunkel. Die Einreise ist in einer guten halben Stunde erledigt, unsere Fahrradkisten stehen schon zur Abholung bereit. Das einzige was mir von der Einreise im Gedächtnis bleibt sind die extrem kurzen Röcke und netzbestrumpften Beine der Beamtinnen der Immigration sowie deren Fingernägel 8)

Kuba trägt Mini. Und Kuba trägt Netzstrumpf ! Überall und begeistert !


Netzstrümpfe 1.jpg

Netzstrümpfe 2.jpg

Und die Damen der Insel tragen ihre reich verzierten Nägel meist farblich passend zum restlichen Outfit und selten unter gefühlten 20 cm Länge ;-)

Nägel 1.jpg
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Kuba - Holguín ... erst einmal ankommen

Beitragvon Birgitt » 01.11.2015 21:08

Wir haben keine Lust, die Räder sofort am Airport zusammenzubauen und im Dunkeln loszufahren. Erst einmal ankommen, orientieren und schauen, wie Kuba funktioniert. Ein Taxi ist schnell gefunden, eins mit Gepäckträger dauert etwas länger ;-)


Taxi.jpg

und dann geht es in unsere Pension, die "Casa de Rosa". Senora Rosa war früher Redakteurin beim kubanischen Fernsehen und hat viel zu erzählen. Wir sind froh, dass wir uns für die ersten zwei Nächte bei ihr eingemietet haben.

:arrow: Casa de Rosa, Calle Libertad 35 / entre 22 y 24 Rpto Zayas, Holguín, Telefon 53 424630 und 53 52756733, Preis Zimmer/Nacht 25 CUC (rd. 23 €)

Holguín ist nicht unbedingt mit touristischen Highlights ausgestattet. Aber Holguín vermittelt sehr gut einen ersten Eindruck von Kuba, der alle Klischees sofort bestätigt:

Die Autos der Einheimischen sind tatsächlich so schön alt und bunt

Auto alt bunt.jpg

und bestens gegen Diebstahl gesichert

Auto Diebstahlsicherung.jpg

Kuba sitzt auf Schaukelstühlen

Schaukelstuhl 1.jpg

und in den Geschäften wird vielerorts das "Nichts" verwaltet

Geschäft nichts.jpg

Wenn dann eine Warenlieferung kommt, bilden sich lange Warteschlangen.

Schlange.jpg

Die "Revolution" ist allgegenwärtig (im Südosten mehr als im Nordwesten)

Revolution.jpg

und Ivan, der nette Typ, der uns spontan zu einem Kaffee auf seine Terrasse einlädt, zeigt uns, was einem echten Kubaner wirklich am Herzen liegt ;-) Che !

che.jpg
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Kuba - Che Guevara, allgegenwärtig

Beitragvon Birgitt » 11.11.2015 20:20

Che Guevara - wer den Namen hört, denkt sofort an Kuba.
Und umgekehrt.

Ist sein Konterfei tatsächlich noch so präsent in Kuba, wie wir uns das vorstellen ?
Ja, ist es !

Ein Blick in Senora Rosas Wohnzimmer ... Che hat alle im Blick ;-)

che 1.jpg

und auf dem Vertiko hat er einen Ehrenplatz gleich neben den Familienbildern. Er gehört einfach dazu !

che 2.jpg
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Kuba - CUC und CUP ... Geld für unterwegs ...

Beitragvon Birgitt » 11.11.2015 20:23

Unsere erste Tat in Holguín ist der Besuch der Bank. Wir brauchen kubanische Pesos. Und zwar beide Sorten ;-)

Erstens den CUC, d.h. den kubanischen umwandelbaren Peso. Diese Währung ist in erster Linie für den Touristen gedacht, aber auch für den wohlhabenderen Kubaner, mit dem man alles kaufen kann und mit dem man vieles bezahlen MUSS. Übernachtungskosten beispielsweise, oder Überlandbusse, "Luxusartikel" wie Shampoo oder das Essen in den meisten Restaurants ... Umrechnungsfaktor 1 CUC = rd. 0,95 € (Zum Vergleich: ein Abendessen kostet in der Regel ca. 8-10 CUC p.P. für 3 Gänge)

Und zweitens den CUP, den kubanischen Peso. Die Währung des Volkes. Von Touristen mittlerweile auch genommen, früher undenkbar ! Sogar auf der Bank können wir Touristen uns mittlerweile CUP - kurz Peso Nacional - besorgen. Der Peso Nacional ist sehr praktisch für unterwegs, zum kaufen an Straßenständen, zum Mittagessen in kleinen Restaurants, als Handgeld für zwischendurch. Das Leben wird günstiger mit ein paar Pesos in der Tasche ...

... die Betonung liegt auf ein paar. Ich habe keine rechte Vorstellung vom Wert des Peso Nacional und besorge uns zusätzlich zu den benötigten CUC am ersten Tag auf der Bank auch für 200 € Pesos 8) wir wollen ja 5 Wochen unterwegs sein ;-) Es wird später etwas umständlich, das ganze Geld zu verstauen :mrgreen: denn 1 Peso hat einen Wert von nur rd. 5 €-Cent ! (Zum Vergleich: eine Pizza Cubana kostet max. 8 Pesos, wie wir später feststellen :lol: ist zwar nicht mit unserer Pizza vergleichbar, aber schmeckt und macht satt für zwischendurch).


Nun denn, finanziell sind wir jetzt gerüstet :)

Und machen uns auf zum Spaziergang - Holguín, bienvenidos !


Holguin.jpg
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Kuba - Spaziergang durch Holguín

Beitragvon Birgitt » 11.11.2015 22:28

Holguín - vom Aussichtspunkt auf dem "Loma de la Cruz" mit seinen 450 Stufen kann man die ganze Stadt überblicken -
wer will kann die Strecke ins tägliche Fitness-Running-Programm einbauen ;-)

holguin jogger.jpg

Wir schlendern in Richtung Downtown

holguin 3.jpg

und sind überrascht über die Masse an Pferdefuhrwerken zur "Rush Hour"

Holguin 1.jpg

Kathedrale

Holguin Kathedrale.jpg

Avenida Libertadores, mit einem jung-dynamischen Fidel an der Hauswand ;-)

holguin avenida libertadores.jpg

Das Café Proletario

holguin cafeteria proletario1.jpg

und die drei Nationalhelden Kubas, Antonio Mella, Che Guevara und Camilo Cienfuegos, auf dem Emblem des kommunistischen Jugendverbandes Kubas UJC

holguin che camillo.jpg

Graffiti am Straßenrand -
interessante Motive ;-) wir werden noch mehr davon sehen auf unserer Reise.

Holguin graffiti.jpg

Süßigkeitenkiosk -
Für wenige Peso (Nacional ! :) ) kaufen wir Gebäck ähnlich den Aachener Gewürzprinten.
Total lecker und passend zur Vorweihnachtszeit ;-)

holguin süssigkeiten 2.jpg

Essen auf Rädern ;-)
Süßes fährt einem unterwegs öfters über den Weg ...

holguin süssigkeiten.jpg

... genauso wie Mopeds mit Seitenwagen -
Kuba ist in der Tat ein Eldorado für Liebhaber alter Gefährte !

holguin seitenwagen 2.jpg

holguin seitenwagen.jpg

Ganz selten sieht man sogar noch die alten blauen Nummernschilder

Auto bunt.jpg

Ziemlich häufig hingegen begegnet man Fahrzeugen mit den leuchtend grünen Nummernschilder des kubanischen Innenministeriums, kurz :arrow: MININT, zuständig für die Sicherheit und innere Ordnung des Landes, Geheimdienst eingeschlossen 8)

Minint.jpg

Straßenszenen

holguin straßenszene 1.jpg

holguin straßenszene 2.jpg

holguin straßenszene 3.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad ... 1x1 der Verkehrsschilder

Beitragvon Birgitt » 22.11.2015 21:28

Wir machen uns noch schnell mit den Verkehrsschildern vertraut

Schild 4.jpg

Schild 1.jpg

Schild 2.jpg

und dann kann es losgehen.
Unsere Räder stehen zusammengebaut und bepackt bereit ...

Bontrager 1.jpg

Wir sind nicht die einzigen Radfahrer mit Gepäcktaschen ;-)

Rad a la cubana 1.jpg
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Kuba - Mit dem Rad von Holguín nach Bayamo

Beitragvon Birgitt » 01.12.2015 23:17

Die ersten 5 Meter auf dem Rad entwickeln sich zu meiner persönlichen Katastrophe ;-)

Ich bin noch nie vorher mit bepacktem Rad unterwegs gewesen, kannte das Fahrverhalten also nicht, habe es zum Glück ( ! ;-) ) vorher zu Hause auch nicht ausgetestet - denn sonst hätte ich die kpl. Reise wohl sofort abgesagt :lol: Was soll ich sagen, das Rad fühlte sich für mich nur noch instabil und nicht mehr fahrbar an. Das habe ich so auch lautstark artikuliert 8) Auf der Stirn meines Reisepartners bildeten sich Schweißperlen, er testete mein Rad kurz und befand alles für völlig in Ordnung :twisted:

Nun gut. Da muss ich jetzt also durch.
Ich stehe in Kuba, samt dem Rad, und muss irgendwie ans andere Ende der Insel kommen ... :twisted:
Vielleicht habe ich auch einfach etwas zu viel Gepäck dabei ?
Flickzeug, Werkzeug, Reiseführer, ein paar Klamotten, Schlafsack, Hängematte, 4 Flaschen Sonnencreme, Badesachen, Schnorchel und Taucherbrille ... :lol: was ein ambitionierter Radfahrer in Kuba halt so alles braucht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Völlig verkrampft zirkel ich zwischen Pferdefuhrwerken und Schlaglöchern aus Holguín raus -
und denke wieder und wieder, wie ich nur auf diese sch... Idee kommen konnte :lol: :lol: :lol:


Auf mehr oder weniger gerader Strecke geht es bei 33° im Schatten durch Zuckerrohrfelder in Richtung Bayamo

Bayamo Start.jpg

Wir erreichen die Provinz Granma, benannt nach der Motoryacht, mit der Fidel Castro und seine Revolutionäre im November 1956 von Mexico nach Kuba übersetzen, um das Batista Regime zu stürzen

Granma Kuba.jpg

Bayamo unterwegs Fidel.jpg

Es ist heiß, ich habe Durst, und meine Wasservorräte sind so gut wie aufgebraucht.
Ich brauche Nachschub, dringend !

Bayamo Kuba Rad.jpg

Jedem kleinen Kiosk unterwegs statte ich einen Besuch ab.
Agua? Agua mineral? Agua potable?

Bayamo Kiosk unterwegs.jpg

Wasser.... ungläubiges Kopfschütteln. Die Leute können es kaum glauben.
Wer trinkt denn hier schon Wasser? Kuba trinkt Rum !!! Und das in allen möglichen Varianten ;-)

Rum 2.jpg

Alternative ? Cerveza ! :lol:

Wir halten durch bis Bayamo, finden in Arturo und Esmeralda herzliche Gastgeber

:arrow: Casa d"Arturo, Calle Zenea 56 A / entre William Soler y Capote, Bayamo, Telefon 53 23 424051 und 53 23 428922, email: casabayamo@gmail.com, Preis Zimmer/Nacht 25 CUC (rd. 23 €)

und das eisgekühlte Bier zischt nach diesen 80 km "hardcore" jetzt so richtig gut :)
Gaaaanz langsam beginne ich mich zu entspannen ...

cerveza cristal.jpg
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Kuba - Mit dem Rad von Bayamo nach Manzanillo

Beitragvon Birgitt » 03.12.2015 23:31

Bayamo wird für uns nur ein Übernachtungsstop, obwohl das Örtchen einen richtig hübschen Eindruck macht.
Uns hält aber noch nichts, wir wollen weiter - solange ich noch nicht komplett schlapp mache :mrgreen:

75 km liegen heute vor uns auf unserem Weg nach Manzanillo

unterwegs manzanillo.jpg

Auf halber Strecke legen wir einen Boxenstop ein ...

Manzanillo Restaurant.jpg

... für wenige Peso Nacional gibts Salat und Brot - Wasser haben wir diesmal selber dabei. Reichlich !

Salat Manzanillo.jpg

Dann passiert etwas für uns völlig verrücktes:
Am Ortseingang von Manzanillo hören wir jemanden lauthals unsere Namen rufen.
Völlig irritiert schauen wir den Radfahrer an, der grinsend und wild gestikulierend auf uns zugeradelt kommt.

Er stellt sich vor als Rubén und erklärt uns, dass Arturo und Esmeralda ihn informiert hätten, dass wir wohl am Nachmittag in Manzanillo aufschlagen würden und eine Übernachtung bräuchten. Er hätte schon alles für uns vorbereitet und wir sollten ihm einfach folgen ! Wir sind sprachlos und radeln lachend hinter ihm her zu seiner Casa.

In Kuba wird man durchgereicht :lol: Das klappt ja wirklich prima. Wir lernen täglich dazu 8)

:arrow: Casa de Rubén, Calle León 256 / entre San Salvador y Concordia, Manzanillo, Telefon 53 23575160 und 53 52470066, email casadruben@correodecuba.cu, Preis Zimmer/Nacht 25 CUC (rd. 23 €)

Manzanillo Ortsschild.jpg

Spaziergang durch Manzanillo

Manzanillo Fußgängerzone.jpg

manzanillo downtown 2.jpg

Manzanillo Downtown.jpg

Autos Downtown 1.jpg

Manzanillo Downtown Invasion.jpg

Manzanillo Fassade.jpg

Öffentliche Fernsprecher !
Ein für uns schon fast fremd gewordener Anblick !

Telefon.jpg

Telefon Kuba.jpg

Telefon Manzanillo.jpg

Es gibt auch eine vergitterte Variante, damit sich niemand daran vergreift ;-)

Telefon 1.jpg

Am Abend freue ich mich wieder auf meine "Belohnung" :)
Mayabe kann man trinken, muss man aber nicht ;-) Cristal ist eindeutig besser ! 8)

Bier Mayabe.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad von Manzanillo nach Media Luna

Beitragvon Birgitt » 04.12.2015 22:51

Am nächsten Morgen wollen wir weiter, nur wohin ? Oder besser, bis wohin ?

Ein Blick auf die Karte zeigt uns zwar Örtchen wie Campechuela und Media Luna, in beiden gibt es aber keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten. Wir könnten bis Niquero fahren, dort soll es ein kleines Hotel geben, das wären aber dann knapp 100 km mit Steigungen, die ebene Strecke ist vorbei ... mich schauerts bei dem Gedanken ;-) Niquero ist außerdem eine Sackgasse, wir könnten noch zur Anlandungsbucht der Granma fahren, müssten aber dann alles zurück um irgendwo die Sierra Maestra zu queren. Es führt kein Weg daran vorbei, irgendwo müssen wir über die Berge ....

Rubén sieht uns über die Karte brüten, ahnt unsere Gedankengänge und hat den ultimativen Vorschlag: er ruft Freunde in Media Luna an, ob wir bei ihnen privat übernachten können. Von dort ist es dann eine Tagesetappe über die Berge bis Pilón an der Südküste. Das hört sich gut an, und es wird gut ! Seine Freunde freuen sich auf uns und wir düsen los ...

Raus aus der Stadt

Bayamo nach Medialuna.jpg

Vorbei an Plattenbauten

Medialuna Plattenbau.jpg

Zuckerfabriken

Medialuna Zuckerfabrik.jpg

und Ochsenkarren

Medialuna Ochsenkarren.jpg

erreichen wir Campechuela

Campechuela.jpg

wo wir in einem Kiosk am Straßenrand erst einmal einen Happen essen

Medialuna Kiosk.jpg

Dann endlich tauchen die Märtyrer und Helden am Wegesrand auf :)
und wir wissen, wir sind jetzt gleich am Ziel, denn vor nahezu jeder etwas größeren Ortschaft im Südwesten der Insel wird immer einige km vor dem Ortseingang ihrer gedacht ;-)

Medialuna Märtyrer.jpg

Ich trete nochmal so richtig in die Pedale und tatsächlich, wir sind für heute am Ziel

Media Luna Ortsschild.jpg

Wir haben keine Ahnung wo wir hin müssen, aber wir vertrauen darauf, dass wir im Ort aus dem Verkehr gefischt werden. Und genau so ist es :mrgreen: Man erkennt uns halt ;-)

Unser Gepäck laden wir ab, es ist noch früher Nachmittag und ich bin total heiß darauf, an die Karibik zu kommen. Ans türkise Meer und den weißen Puderzuckerstrand :) Der Himmel hat sich zwar bedenklich zugezogen, aber das ist völlig egal. Wir nehmen nur unser Badezeugs mit und radeln gemütlich und ballastfrei die 5 km bis zur Küste.

Da sind wir nun. Endlich. Nur .... irgendwie hatte ich mir das alles ein klein wenig anders vorgestellt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Medialuna Karibik.jpg

Und da es jetzt auch noch unangenehm windig wird, machen wir, dass wir zurück kommen.

Unsere neuen Gastgeber - Tamara ist Venezuelanerin - verwöhnen uns mit frisch gepressten Säften aus tropischen Früchten und mit dem leckersten Essen, was man sich nur vorstellen kann. Die Konversation gestaltet sich etwas schwierig, weil sie wie ein Schnellfeuergewehr redet und zwischendurch scheinbar auf Kiemenatmung umschaltet ;-) da kommen meine paar Brocken Spanisch einfach nicht mit ...

Wir lassen den Tag mit einem Bucanero auf der Terrasse ausklingen und beobachten die vorbeirasenden Pferdedroschken

Medialuna von Terrasse.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad von Media Luna nach Pilón

Beitragvon Birgitt » 10.12.2015 22:46

Früh morgens - bevor die große Hitze wieder losgeht - starten wir von Medialuna in Richtung Pilón. Wir müssen heute über die Sierra Maestra, über den Pass, auch wenn der Pass an dieser Stelle nicht höher als 500 m ist ... ich mag gar nicht dran denken :roll:

An der Wegegabelung Niquero - Pilón steht einer dieser Local Busse

_Bus.jpg

Ein kurzer Plausch und wenige Peso Nacional später fährt es sich doch deutlich relaxter und entspannter hinauf in die Berge :mrgreen:

_Bus1.jpg

Endstation ist Sevilla Arriba, das Dorf genau auf dem Pass. Das reicht uns. Runter fahren können wir alleine :lol:

_Panorama mit Rad.jpg

183 km sind es noch von hier bis Santiago de Cuba, d.h. für uns 3 Tage.
Auf den nächsten 20 km sind zwei Resorts ausgeschildert, Marea del Portillo ist ein beliebtes Ziel für Franko-Kanadier.
Wir biegen rechts ab nach Pilón ...

_Straßenschild.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad ... Unterwegs in Pilón

Beitragvon Birgitt » 11.12.2015 18:22

In dem winzigen Nest Pilon gibt es ganze zwei Casa Particulares -
wir entscheiden uns für die

:arrow: Casa Humberto, Ave. Camilo Cienfuegos # 76, Pilón/Granma, Telefon 594384 oder 59211561 - Preis Zimmer/Nacht 25 CUC (rd. 23 €)


Wir haben ein winziges Zimmer mit eigenem Bad. Fenster besitzt unsere Bude keine, dafür aber einen großen Kühlschrank :-) Normalerweise sollte man von so einem "Loch" abgeschreckt sein, sind wir aber nicht. Humbertos Eltern wohnen gleich nebenan und sind einfach nur liebe Menschen, das Zimmer ist sauber und wir haben einen wunderschönen kleinen begrünten Innenhof mit Tisch und Stühlen für uns alleine.

Nachdem wir Humberto kennengelernt haben - er ist der Metzgermeister in dem kleinen Ort, kocht fantastisch und entsprechend gut ist sein Essen ;-) - steht für uns fest, dass wir zwei Nächte bleiben wollen. Pilón ist touristisch völlig unattraktiv, aber genau darin liegt der Reiz ! Wir sind die einzigen Touristen, denn die Franko-Kanadier aus Marea del Portillo bewegen sich aus ihrem Resort keine 3 m weit raus. Und morgen startet hier im Ort DAS Event des Jahres hier am Ende der Welt: die Kirmes


Pilón ist so gut wie autofrei. Die Menschen hier gehen zu Fuß, fahren mit dem Bus oder dem Pferdefuhrwerk

_Pferdekarren aktiv.jpg

Die wohlhabenderen besitzen ein Fahrrad, vorzugsweise ein Mountain Bike mit schönen fetten Reifen. Da Fahrradreifen als Ersatzteil in Kuba so gut wie nicht erhältlich sind, dient das chice Rad mehr der Dekoration. Besonders für die Mädels. Wer etwas auf sich hält stöckelt mit Highheels durch den Ort und schiebt als Statussymbol sein glänzendes Bike neben sich her :wink:

Ein junger Kerl fällt aus dem Rahmen im Dorf, wir sehen ihn wieder und wieder. Denn er dreht genüsslich und stolz seine Runden mit seinem rot-grauen Schlitten

_Auto.jpg

Wer einen LKW oder einen Bus fahren darf, pflegt ihn liebevoll und posiert auch gerne davor ;-)

_LKW Putztag.jpg

Manch Gefährt hat schon bessere Tage gesehen ...

_LKW mit Zuckerfabrik.jpg

... genau wie die Zuckerfabrik. Nur noch Ruinen und der Schornstein erinnern an die einstige Blüte

_Zuckerfabrik Schornstein.jpg

Den Bereich der stillgelegten Fabrik haben sich die Pflanzen zurückerobert

_Blume Sahara1.jpg

_Blumen.jpg

_Blume Biene.jpg

Gleich hinter der Zuckerfabrik liegen die Boote der Fischer in einer Bucht

_Bucht1.jpg

Nicht alle Fischer fahren mit dem Boot raus, einige nutzen die verrosteten Stahlträger als Angelplatz

_Strandszene3.jpg

_Fischer Abstieg.jpg

Haben genug Fische angebissen, gehts zurück an Land

_Fischer Rückkehr.jpg

An was er wohl gerade denkt ?

_Strandszene1.jpg

Die Sonne steht schon tief am Horizont ...

_Strandszene2.jpg

_Strandszene Sonnenuntergang1.jpg

... und die Pferdetaxis verwaist am Straßenrand

_Pferdekarren.jpg

Wir beenden den Tag mit einem Cacique, stellen fest, dass Cacique genauso gruslig schmeckt wie Mayabe ;-) und dass Cristal immer noch unser Lieblingsbier in Kuba ist. An Rum (pur) trauen wir uns (noch ;-) ) nicht ran und im "Mojito-Gebiet" scheinen wir noch nicht angekommen zu sein :mrgreen:

Bier Cacique.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad ... Jahrmarkt in Pilon

Beitragvon Birgitt » 13.12.2015 20:11

Heute können wir schön lange ausschlafen, danach ganz gemütlich frühstücken, und dann gehts am frühen Nachmittag auf den Jahrmarkt :)

Verkaufsstand neben Verkaufsstand

_Pilon Verkaufsstände.jpg

Schmuck

_Pilon Verkaufsstände Schmuck.jpg

Gummischlangen, Gummispinnen ...

_Pilon Verkaufsstände Gummitiere.jpg

Was verkauft sie? Bunt gefüllte Glaskugeln am Stiel :shock:
Aaaaah, wir verstehen, das bekommen hier die Mädels von ihren Verehrern geschenkt.
Das sind dann sozusagen Lebkuchenherzen auf kubanisch 8)

_Pilon Lebkuchenherze.jpg

Die Jungs aus dem Dorf haben Spaß ;-)

_Pilon Dorfjugend.jpg

José schneidet mir eine Kokosnuss auf -
ich liebe diese Dinger ! Hier ist sicher ein halber Liter Saft drin !

_Pilon Kirmes Jose Kokosnuss.jpg

Jahrmarkt macht hungrig ...

_Pilon Verkaufsstände Pause.jpg

... auch uns. Kreolische Küche und Erfrischungen -
keine schlechte Idee, es riecht gut ...

_Pilon Essen blauer Stand.jpg

Ich betrachte mir das einmal von näher -
hmmm, Würstchen ... nein ...

_Pilon Essen blauer Stand nah.jpg

... was gibt es denn hier?

_Pilon Essen Vorbereitung.jpg

Fisch :) Fisch ist gut !!!

_Pilon Essen Fisch.jpg

Hinterher noch etwas Süßes ;-)

_Pilon Essen MTB.jpg

Che Guevara ist auch in Pilón nicht wegzudenken, weder auf den Häusern

_Pilón Haus Che.jpg

noch auf der Haut

Pilon Che Tattoo.jpg

oder an der Hose 8)

Pilon Che Gürtel.jpg

Je später der Abend, desto lauter schallt die Musik durch den Ort. Wir drehen gemeinsam mit Humberto und seiner Frau noch eine letzte Runde über den Platz ...

_Pilon kirmes abends mit humberto.jpg
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Kuba - Mit dem Fahrrad von Pilón nach La Mula

Beitragvon Birgitt » 14.12.2015 23:11

Wir stehen früh auf - knapp 190 km sind es von Pilón bis Santiago de Cuba.

Auf der Strecke sind nur zwei Übernachtungsmöglichkeiten: der erste Stop wird der Campismo La Mula sein, unseren zweiten Stop haben wir in Chivirico geplant. Auf der Karte sieht es anfangs so aus, als wenn die Strecke immer entlang der Küste führt. Tut sie auch. Theoretisch. Praktisch sieht das anders aus ;-) denn es ist auf langen Strecken eine Steilküste. Die Berge der Sierra Maestra reichen oft bis ans Wasser ... im Klartext: bei mir ist des öfteren "schieben" angesagt 8) Und was ich überhaupt nicht richtig einkalkuliert hatte ist der Faktor Wind. Insbesondere Gegenwind :mrgreen:

Landschaftlich ist die Strecke ein Traum

La Mula 4.jpg

verkehrstechnisch ebenfalls, wir sind völlig alleine unterwegs

La Mula 2.jpg

Immer wieder bieten sich spektakuläre Ausblicke -
auch wenn die Wolken das Meer nicht in seinem türkis leuchten lassen.
Ich bin dankbar für jede Wolke, die mir die strampelei etwas angenehmer macht. Es ist schwülwarm genug, auch ohne Sonne !

La Mula 5.jpg

Hoch oben in den Bergen der Sierra Maestra - die hier auf fast 2000 m ansteigt - hatten seinerzeit die Genossen Fidel, Raul, Che & Co. ihren versteckten Stützpunkt, hier wurde die Revolution geboren ...

La Mula 7 Wald.jpg

Die ehemalige Straße hat sich in Piste verwandelt

La Mula 8.jpg

Dem Tunnel fehlt das Mittelstück ;-)
es gibt nur Ein-und Ausgang, während des Baus fiel der eiserne Vorhang, die Sowjetunion als Geldgeber und Sponsor Kubas fiel weg, das Tunnelprojekt geriet in Vergessenheit ...

La Mula 10 Tunnel.jpg

Bei starkem Seegang ist diese Piste unpassierbar

La Mula 11 Piste.jpg

Wir erreichen die Bucht von La Mula

La Mula Camping Bucht von oben.jpg

und inspizieren den "Campingplatz". Zelte sehen wir keine, es erinnert mehr an ein Pfadfinder-Camp aus alten Tagen. Es gibt kleine backsteingemauerte Hütten (Cabañas), die etwas verfallen aussehen und bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie noch genutzt werden. Es gibt Sanitäreinrichtungen, die offensichtlich auch schon länger kein fließendes Wasser mehr gesehen haben

La Mula Camping Waschhäuser.jpg

zumindest keins, was aus einer Leitung fließen könnte

La Mula Camping Waschhäuser defekt.jpg

Aber es gibt für 5 CUC p.P. hübsch anzusehende und außen frisch renovierte 4er-Dormitorys mit Etagenbetten, die wir mangels Gästen für uns alleine haben ;-) sogar mit eigenem Bad (ohne funktionierende Türe) und einer Dusche, deren Duschkopf aus einem Leitungsrohr DN 50 besteht, der Wasserstrahl nicht druckreduziert :mrgreen:

La Mula Camping Dormitory.jpg

Die Speisekarte des kleinen Restaurants ist übersichtlich ;-) gezahlt wird in CUC -
wir sind froh, dass es überhaupt möglich ist, Abendessen zu bekommen ohne Vorreservierung

La Mula Camping Restaurant.jpg

Ein Blick in die Bar genügt um zu wissen, dass wir die Staff nachher zur Verzweiflung bringen werden. Nämlich spätestens mit unserer Frage "Agua ?", "Agua Mineral ?", "Agua Potable ?" :lol:

La Mula Camping Bar.jpg

Viele Gäste hat der Platz nicht, alles wirkt etwas verwaist. Außer uns ist noch eine kleine Gruppe Kubaner als Tagesgäste dort, außerdem 3 englischsprechende Wanderer, die die Gipfel der Sierra Maestra mit dem damaligen HQ von Che Guevara in Angriff nehmen wollen.

La Mula Camping Stühle am Wasser.jpg

Wir nutzen die Zeit, die bis zum Einbruch der Dunkelheit noch bleibt, zum relaxen am Strand ...

La Mula Strand 1.jpg
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Birgitt
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Kuba - Mit dem Fahrrad von La Mula nach Chivirico

Beitragvon Birgitt » 15.12.2015 20:19

Morgens werden wir "verwöhnt" mit einem "reichhaltigen" Frühstück mit beige eingefärbter Milch ;-) die wohl einen Hauch Kaffee gesehen hat. Auf unsere Frage, ob noch Kaffee komme, ernten wir ein bedauerndes Kopfschütteln mit dem Hinweis, der Kaffee sei ausgegangen. So ist das im Sozialismus :roll: dafür birgt das Frühstück aber eine Überraschung ...

La Mula Camping Butter Frühstück kpl.jpg

Deutsche Markenbutter !!! Ein Verfallsdatum suchen wir vergebens :mrgreen:

La Mula Camping Butter.jpg

Sonnenaufgang über dem Rio La Mula

La Mula Camping Sonnenaufgang 3.jpg

der hier ins Meer mündet

La Mula Camping Sonnenaufgang 1.jpg

Die Strecke heute ist immer noch einsam, aber nicht mehr so menschenleer wie gestern

22 Chivirico unterwegs.jpg

Ab und zu passieren wir kleine Ansiedlungen mit winzigen Häusern inmitten üppig tropischer Vegetation

8 Chivirico Häuser Strohdach.jpg

19 Chivirico Häuser unterwegs.jpg

2 Häuser unterwegs.jpg

Auch einen Arzt gibt es hier in der Einsamkeit

11 Hinweisschild Arzt Chivirico.jpg

Ok, ok, genug fotografiert ... ich komme ja schon 8)

15 Chivirico Rad unterwegs.jpg

Es ist oftmals sonnig heute, die Aussicht wirkt dadurch nochmals spektakulärer

7 Chivirico Strecke unterwegs.jpg

Immer wieder führen Brücken über die aus den Bergen kommenden Flussläufe

9 Chivirico Brücke.jpg

Oft haben wir allerdings den Eindruck, es stimmt etwas nicht

16 Chivirico Brücke kaputt vorne.jpg

und dem ist auch so. Es stimmt etwas nicht! Die Brücke hat einen Knacks, einen ganz ordentlichen sogar ;-)

17 Chivirico Brücke kaputt hinten.jpg

Das Meer ist so rauh hier, die Hurrikan-Saison mitunter so heftig, dass die Straße förmlich zerfetzt wird

12 Chivirico unterwegs Straße kaputt.jpg

Fahrzeuge fahren hier sowieso so gut wie keine. Zwischen Santiago de Cuba und Pilón verkehrt einmal wöchenlich, unregelmäßig, ein LKW, der Waren transportiert. Die Strecke ist für Fahrzeuge eher mühsam ... wer sich hier von a) nach b) bewegt, nimmt den Pferdekarren

La Mula Pferdedroschke2.jpg

oder - wenns schneller gehen soll - lässt den Karren ganz weg

18 Chivirico Gaucho.jpg

Dieser Landstrich hier ist in der Hand der Gauchos

14 Chivirico Gauchos.jpg

Mittags trifft man sie in den kleinen Restaurants

20 Chivirico Gauchos mittags.jpg

Fidels Parolen, d.h. wir sind kurz vor unserem Ziel

23 chivirico fidel castro parolen.jpg

Richtig ! Fidel heißt uns in Chivirico willkommen ;-)

24 ortseingang chivirico fidel.jpg

Mit dem Ort können wir wenig anfangen, die Übernachtungsmöglichkeiten sind sehr überschaubar und so fahren wir - volles Risiko ;-) - weiter in Richtung Santiago. Humberto hatte uns den Tipp gegeben, Adolfo & Delis aufzusuchen, die rd. 10 km außerhalb von Chivirico, Höhe Playa Blanca, auf freier Strecke in Richtung Santiago ein kleines Hotel-Restaurant betreiben. Der Tipp war Gold wert ! 5 Zimmer, allesamt neu eingerichtet, herzliche Gastgeber und eine Küche und ein Service, von der manch ein Sterne-Koch noch lernen könnte. Kein Wunder, Adolfo hat in einem 5*-Hotel gelernt ... ;-)

:arrow: Hotel Océano, Adolfo & Delis, Chivirico, Telefon (53) 52264717 oder (53) 52468048 oder (53) 53485579 - Preis Zimmer/Nacht 20 CUC (rd. 18 €)

Oceano Chivirico.jpg
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