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Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

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Beitragvon Birgitt » 13.10.2010 21:32

Terrorist Hostage Situations: Rescue or Ransom?
12.10.2010 - Time

[...] With the kidnapping of foreigners soaring in both Afghanistan and al-Qaeda's growth area of North Africa, diplomats and security officials say militant organizations are making fortunes off ransoms, which they claim are paid largely by West European governments. The figures in some cases are enough to keep groups well-stocked with weapons and desert vehicles. In North Africa, for example, al-Qaeda in the Maghreb, or AQIM, as the North African offshoot is called, has earned at least €50 million, or $70 million, since 2003 by kidnapping foreigners in a region that has grown into one of the organization's fastest-growing recruitment grounds [...] Enforcing a ban on ransoms will be tough — and African ambassadors recognize the difficult position that foreign governments could find themselves in. Algerian ambassador Jazairy says governments face a moral dilemma: "saving the lives of present hostages vs. preventing the taking of new hostages." "There are no easy solutions to this conundrum," he says ... mehr

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Beitragvon Albatross » 16.10.2010 08:27

Hrm... was kostet am Ende des Tages weniger Leben? Lösegeldzahlungen einstellen und den Tod der meisten Geiseln in Kauf nehmen bis eingesehen wird das mit Geiselnahmen keinen Blumentopf gewonnen werden kann
oder
weiterhin Lösegeld zahlen, Geiseln retten, aber mit der Kohle den nächsten Großanschlag finanzieren ob nun "Lockerbie" oder "Sept 11" oder wenn's nur 'ne Rakete ist die abgeschossen wird oder für Landminen (Die erpresste Kohle wird sicher nicht für Schulen oder Medikamente ausgegeben).
Meine Meinung: die Motivation/der Anreiz für Entführungen zu beseitigen ist die einzig mögliche Lösung
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Beitragvon Turi » 16.10.2010 12:00

Zu spät

Wehret den Anfängen.
Am Anfang wären es wenige Leben gewesen, die es gekostet hätte.
Heute ist das sicher nicht mehr machbar, würde zu viele Wählerstimmen
kosten.
sandige Grüsse
Turi
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Beitragvon Marcus der Africanus » 16.10.2010 12:33

Turi hat geschrieben:Heute ist das sicher nicht mehr machbar,
würde zu viele Wählerstimmen kosten.


Das glaube ich nicht.

Die Wähler in D pflegen die Schandtaten der Politiker spätestens nach zwei Wochen zu vergessen.

Wie sonst kann man sich die Wahlwergebnisse der letzten Bundestagswahl erklären ?
(ich beziehe mich hier auf das Ergebnis der "Deregulierungspartei" FDP, deren Politik unter anderem die Finanzkrise verursacht hat)

:evil:

MA
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Beitragvon Birgitt » 17.10.2010 22:38

The £1 billion hostage trade
How kidnapping became a global industry. Esme McAvoy and David Randall investigate.

17.10.2010 - Independent

Last week, the British aid worker Linda Norgrove was killed when US forces stormed the camp of the group holding her to ransom. In September, eight tourists died during a botched hostage rescue in Manila. In August, three Russian airmen were kidnapped in Darfur. In July, four journalists were seized in Mexico. In June, a Russian businessman's grand-daughter was taken hostage. In May, it was Chinese technicians in Nigeria; in April, eight Red Cross workers in the Democratic Republic of Congo; in March, a British film-maker in Pakistan; in February, four Pakistani employees of a US aid agency; and in January, a US contractor in Iraq ... mehr

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Beitragvon Birgitt » 26.03.2011 10:18

Geiselnahme als Boom-Branche
Tiefgreifende Veränderung in der Sahelzone als Folge von Entführungen der Kaida

26.03.2011 - NZZ

Algerische Fachleute haben vor weitreichenden Folgen der Lösegeldzahlungen zum Freikauf von Kaida-Geiseln in der Sahelzone gewarnt. Sie erkennen eine Finanzierungsstrategie der Terrorgruppen und fordern eine internationale Bekämpfung ... mehr

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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Alexander » 17.03.2012 09:40

Bei Weigerungen von Lösegeldzahlungen (schließt andere Forderungen wie Freilassung von Mittätern oder Gesinnungsgenossen ein) im Fall von Entführungen habe ich mich häufig dabei erwischt, dass ich versucht habe, mich in die Situation des Entführten zu versetzen.

Der Entführte wurde mit Gewalt aus seinem gewohnten Leben gerissen. Er weiß genau, um was es geht. Er ist das Pfand in einem schmutzigen Geschäft: Entführung mit Erpressung, um eine Forderung erfüllt zu bekommen.

Als Entführungsopfer hoffe ich natürlich, dass das Grauen zu einem baldigen Ende kommt. Ich hoffe, dass die Erpressten die Forderung der Entführer erfüllen, damit ich mit meinem Leben davon komme. Aus Sicht des Opfers habe ich vollstes Verständnis für seine Hoffnung.

Warum wurde dieses Opfer entführt?

Irgendwann gab es einen Anfang. Man hoffte für den Fall der Durchführung einer Entführung auf die Menschlichkeit, Angst, Publicity und Mitleid Anderer. Erpresste und Politiker waren geschockt ob so viel Gewalt und man hat irgendwann Lösegeld bezahlt.

Andere haben erkannt, dass sich hier eine lukrative Einnahmequelle auftut. Risikoreich aber lukrativ. Das zu erwartende Lösegeld schien es zu rechtfertigen, das Risiko einzugehen.

Nun, wie wir wissen, blieb es nicht bei einer Entführung in der Menschheitsgeschichte. Viele Einzeltäter oder Gruppen wollten oder mussten an das schnelle Geld kommen.

Zurück zu dem Opfer. Was geschieht nun, wenn ich die Hoffnungen des Opfers enttäusche und kein Lösegeld zahle?

1. Die Entführer werden mit weiterer Gewalt drohen und schließlich das Opfer töten.
2. Es wird zunächst weitere Entführungen geben
3. Irgendwann könnte es sein, dass die Entführungen auf ein niedriges Maß zurückgehen (alle wird man mit Sicherheit durch Zahlungsverweigerungen nicht überzeugen können)
4. Verbrechern und Terroristen geht das Geld aus oder die Geldbeschaffung läuft nicht mehr so flüssig um Waffen zu kaufen und in Logistik zu investieren.
5. Verbrecher und Terroristen verlieren ihre Lebensgrundlage und im Best Case lösen sich diese Gruppen auf.


Das ist das eine Szenario. Ich möchte aber noch eine andere Möglichkeit aufzeigen, die eintreten könnte.

Den Worst Case, den ich dabei sehe ist das Drehen der Gewaltspirale. Um an die obigen Punkte anzuknüpfen:

6. Verbrecher und Terroristen erhöhen das Gewaltpotential. Zunächst Drohung mit Bombenanschlägen oder gezielter Tötung von Personen aus dem öffentlichen Leben
7. Werden den Forderungen nicht nachgekommen wird aus Drohungen Taten. Bomben gehen hoch, Menschen werden getötet. Wenn es dann so richtig blutig wird und Presse und Öffentlich aufschreien, wird man sich sehr schnell besinnen, ob man nicht wieder zum alten Lösegeldzahlungsmodus zurückkehren möchte. Es gilt dabei zu bedenken, dass wir es nicht immer mit dem „Otto-Normal-Verbrecher“ zu tun haben. Häufig handelt es sich um fanatische Gruppierungen, für die ein Menschenleben wenig zählt.

Das Ziel meiner Ausführung war es aufzuzeigen, dass eine Strategie (keine Zahlung von Lösegeld) auch in verschiedene Richtungen losgehen kann. Bevor man also fragt, was will ich denn überhaupt sollte man sich fragen, welche Auswirkungen könnte meine Strategie denn haben.

Dass es mit der Gewalt nicht so weiter gehen darf, ist unbestritten. Nur wie die Gewalt vermieden bzw bekämpft werden kann (keine Lösegeldzahlungen oder Krieg gegen Terror) steht für mich in den Sternen.

Bei den ganzen Überlegungen sollte der Wunsch, endlich wieder einmal frei in der Sahara reisen zu wollen im Hintergrund stehen. Das Phänomen, mit dem wir es zu tun haben, ist ein globales. Dabei ist der Saharareisende nur ein kleines Mosaikteil.

Grüsse
Alexander
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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Wolfgang K » 17.03.2012 11:19

Hallo Alex,

Verbrecher und Terroristen erhöhen das Gewaltpotential. Zunächst Drohung mit Bombenanschlägen oder gezielter Tötung von Personen aus dem öffentlichen Leben


Das ist genau wie die Entführungen ein Verbrechen. Warum sich hiermit wieder erpressen lassen nur weil man ein anders Verbrechen nicht weiter indirekt (nicht willentlich aber wissentlich) fördert? Das kommt dem St. Florians Prinzip nahe.

Es wird immer wieder zu Anschlägen in Europa kommen. Der Lohn für die Terroristen ist in diesem Fall Aufmerksamkeit und Macht durch die Angst die es verursacht.
Sich aus Angst zu irgendwas drängen oder von etwas abhalten lassen ist das gleiche wie die Lösegeldzahlungen.

Auch hier haben die Briten in meinen Augen ein leicht anderes Verständnis. Nach den Anschlägen von London hatten viele ein mulmiges Gefühl, aber man ist weiter Bus und Bahn gefahren. Nicht weil man sich sicher fühlte, sondern weil die Leute ein sicheres Gespür dafür hatten, wie man den Verbrechern die Früchte ihrer Taten vorenthält und so verhindert, dass hier weiterhin der Hebel angesetzt wird.

Die Wahrscheinlichkeit für den Normalbürger durch einen Terroranschlag um Leben zu kommen ist zu gering, als dass man sein Leben danach planen sollte.

Noch eine Anmerkung zu den Entführungen:
Es wird immer die regionale Gefahr betont. Es ist die Rede von gefährdeten Gebieten. Da ist sicher was dran, aber diese betroffenen Gebiete richten sich nicht allein nach dem „Einflussbereich“ der Verbrecher, sondern auch danach wo Beute zu machen ist.
In meinen Augen war der Fall der Österreicher 2008 ein Indiz für so was. Die beiden waren sicher nicht in Territorium der AQIM unterwegs. Wenn man nicht direkt drankommt muss man also nur den Arm ausstrecken oder sich beliefern lassen. Geld ist ja da.
Wenn man keine Touristen bekommt schnappt man sich halt Hilfarbeiter, Ölarbeiter etc. Die Welt ist voll von Bleichgesichtern.

Denk mal daran, was die RAF in D abgezogen hat. Mit weniger Mitteln und weniger Grips, aber sie haben es „weit gebracht“, mitten in Deutschland. Solange der Lohn und die Aufmerksamkeit sicher sind wird es jemand tun und halt näher an die Opfer ranrücken.

[Zynismus]
Es sollten alle Beteiligten (außer den Opfern) froh sein, dass man sich in der Wüste noch jemand schnappen kann: Dann muss nämlich niemand bis in die Touristenzentren rauf fahren. Die Hotels haben Ruhe, die Politik hat Schuldige (die Opfer) und die Bärtigen tun was für ihren CO2 Fußabdruck, denn die Toyo Pickups brauchen menschenverachtende 25Liter. Das geht schon mal gar nicht.
[/Zynismus]

Grüße
Wolfgang
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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Turi » 17.03.2012 17:45

Hallo Alexander

Dass es mit der Gewalt nicht so weiter gehen darf, ist unbestritten. Nur wie die Gewalt vermieden bzw bekämpft werden kann (keine Lösegeldzahlungen oder Krieg gegen Terror) steht für mich in den Sternen


Für mich ist eins sicher, der Krieg gegen den Terror ist nicht zu gewinnen.
Zu viele zivile Opfer gibt es dabei und die Folgerung daraus ist, dass die Zivilbevölkerung die Terroristen deckt oder ihnen gar Unterschlupf bietet, siehe Afghanistan.
So ist der ganzen Terrorszene nicht beizukommen, man müsste ihnen das Wasser, sprich den Geldhahn, zudrehen.
Alle Länder in denen Terroristen Unterschlupf finden müssten isoliert werden.
Wieso aber wird das nicht konsequent gemacht, weil ganz andere Interessen im Fordergrund stehen ( Öl, Bodenschätze, strategische Stützpunkte usw).
Die Regierungen zu oberst der grosse westliche Verbündete ist mM nach gar nicht an Ruhe interessiert, zu gross wären die finanziellen und strategischen Verluste.
Gruss
Turi
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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Alexander » 17.03.2012 19:25

Hallo Turi,

ich bin 100% mit dir. Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen. Das ganze Gefüge hat schon zuviele Metastasen. Und es werden immer mehr. Bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis der Patient stirbt.

Grüsse
Alexander
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Lösegeldzahlung fördern die Ausbreitung von Al-Kaida

Beitragvon Birgitt » 23.06.2012 11:34

The ascendancy of al-Qaeda in Mali five months ago prompted the UN to issue a counter-terrorism report that addresses Sahel abductions and ransom revenues. The Mali incursion, some analysts say, may actually lead to the group's downfall.

Ransom payments fuel al-Qaeda expansion
22.06.2012 - magharebia

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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Birgitt » 12.09.2013 17:04

THE phone call comes in the middle of the night from a secure and secret location in a country associated with strife or poverty. The news is frightening. Men armed with assault weapons have kidnapped a loved one and taken them to a holding place, possibly the dungeon of a house, where they are locked in a room, possibly in chains. The heavily accented voice down the phone line says you can have your loved one back, for a price, and names a large ransom sum. Fail to pay the sum, the voice says, and your loved one will die. Kidnaps for ransom are on the rise and travellers or workers from First World countries such as Australia, Europe and the US with access to large cash amounts are prize targets
.
Proof of life: Behind the hostage industry
11.09.2013 - news.com.au

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Das Business mit den Geiseln ...

Beitragvon Birgitt » 15.12.2013 10:33

The UK Foreign Office has warned that ransom payments made to kidnappers are directly fuelling terrorism, and that the problem is getting worse. The G8 countries agreed, at a summit in June, not to pay ransoms to kidnappers, but in practice the agreement does not appear to be holding. Six weeks before this summer's terror alert that closed US and UK embassies in Yemen and elsewhere, al-Qaeda's franchise there took delivery of a $22m (£13.46m) in cash in exchange for Swiss, Austrian and Finnish hostages [...] "Basically the money is taken and divided into several categories for several departments," [...] "There is the weapons department. There are the training camps that need food and electricity. They need money for weapons for training, they need to obtain chemicals for explosives, they need to pay for the tickets for people to travel... the renting of apartments abroad and the building of camps outside and inside of Yemen." [...] Senior Foreign and Commonwealth Office (FCO) officials estimate that more than $60m has been paid in terrorist ransoms in the last five years. They say terrorist kidnappings are on the rise in Syria, Yemen, Nigeria and NW Africa. They believe the number of groups doing it is up and so is the going rate - from $4m per hostage in the Sahara in 2010, to well over $5m today ...

Kidnap ransoms 'fuelling terrorism' - UK Foreign Office
13.12.2013 - BBC

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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Alexander » 22.08.2014 17:23

Die spanische Vanguardia schreibt im Zusammenhang mit der Entführung und Tötung der amerikanischen Geisel James Foley:

Gesamter Westen muss Lösegelder verweigern
Eine einheitliche Position der westlichen Staaten zur Zahlung von Lösegeldern an Terroristen fordert die konservative Tageszeitung La Vanguardia nach der Hinrichtung von US-Journalist James Foley, dessen Entführer 100 Millionen Euro verlangt hatten: "Die USA weigerten sich, zu zahlen, weil sie wie Großbritannien entschieden haben, keine Konzessionen an Terroristen zu machen. ... Länder wie Spanien, Frankreich oder Italien haben hingegen Lösegelder für entführte Journalisten bezahlt. Man schätzt, dass in den vergangenen fünf Jahren für etwa 50 entführte Journalisten rund 100 Millionen Euro bezahlt wurden - und die Hälfte davon allein im vergangenen Jahr. Offensichtlich trägt auch dies zur Finanzierung des Terrors bei. Die Debatte über die Zahlung von Lösegeldern ist komplex, da es in bestimmten Umständen Priorität haben kann, ein Leben zu retten. Doch es ist klar zu erkennen, dass eine konzertierte Aktion die betroffenen Staaten stärken und die Terroristen schwächen könnte."

http://www.lavanguardia.com/index.html

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Re: Lösegeldzahlung bei Entführung - ja oder nein?

Beitragvon Turi » 22.08.2014 17:48

Hallo Alexander

da es in bestimmten Umständen Priorität haben kann, ein Leben zu retten


Das ist genau das Problem, wer entscheidet, wer und aus welchen Gründen gerettet werden soll :?: :?:

Für mich ist ganz klar, es darf oder dürfte grundsätzlich nicht gezahlt werden.
Im Krieg spricht man von Kollateralschäden, die muss man in diesen Fällen auch einrechnen.
Der Fehler wurde beim 1. Mal gemacht, aus diesem Grund müssen nun vermutlich mehr sterben, bis allen klar ist dass nicht gezahlt wird.
Gruss Turi
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