Hallo,
1999 waren wir mit Gruppe im äußersten Westen Algeriens in Richtung Mauretanien unterwegs und stießen in Chenachane zu unserer Überraschung auf ein großes Militärlager. Es war damals schon gut bestückt. Wir trafen u.a. einen Piloten und einen Arzt an, erhielten frische Baguette, jede Menge Wasser und sogar Diesel. Wenige Tage später wurden wir in Mauretanien ausgeraubt und verloren 4 Fahrzeuge.
Jetzt habe ich eine offensichtlich neuere Satellitenaufnahme gefunden, die zeigt wie stark das Lager, sicher zur Bekämpfung der Terroristen, ausgebaut wurde.
Wenn man auf http://www.flashearth.com geht, dort links oben als Datenquelle "HERE Maps" anklickt und die Koordinate 26°02'41'' N, 4°12'53'' W eingibt, so sieht man das Lager in verblüffender Auflösung. Der Landingstrip wurde offensichtlich verlängert und asphaltiert, ein Hubschrauberlandeplatz angelegt auf dem 4 Hubschrauber abgestellt sind. Auf einem Parkplatz stehen, schön aufgereiht ca. 30 Fahrzeuge. Nach rechts unten führt eine Straße, an deren Ende mehrere Lkw zu sehen sind. Das ist die Wasserstelle am Wadi, an der wir von einer starken Pumpe versorgt wurden. Man wundert sich, wofür die so viel Wasser brauchen, dass sie da gleich eine ganze Latte von (Tank-) Lkw stehen haben.
Aber auch in der Umgebung der alten Festung Bordj Flye Sainte-Marie, ebenfalls im extremen Westen Algeriens nahe der Grenzen zu Mauretanien und Mali, tut sich was. Auf Google Maps ist das gut zu sehen. Wird da nur die alte Piste groß ausgebaut oder tut sich da noch mehr? 27°19'12''N, 2°59`01'' W.
Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
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Klaus Daerr
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Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
Zuletzt geändert von Klaus Daerr am Mo 26. Jan 2015, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
Äußerst interessant ist der Unterschied zu Google Earth! Als Aufnahmedatum dieses Ausschnitts wird dort 4/10/2013 angegeben. Von dem ganzen Ausbau mit der komplett neuen Landebahn ist dort überhaupt nichts erkennbar. Stellen sich mir zwei Fragen:Klaus Daerr hat geschrieben: Wenn man auf http://www.flashearth.com geht, dort links oben als Datenquelle "HERE Maps" anklickt und die Koordinate 26°02'41'' N, 4°12'53'' W eingibt, so sieht man das Lager in verblüffender Auflösung.
- Kann man der Datumsangabe sowie dem Bild von Google Earth trauen? Google ist eine US-Firma.
- Wenn die Algerier es schaffen innerhalb dieser kurzen Zeit einen ganzen Flugplatz aufzubauen, warum nehmen wir nicht die als Entwicklungshelfer für den Berliner Flughafen?
Am Ende der Straße rund 5km südlich Deiner Koordinate stehen ebenso etliche große LKW und ein paar Gebäude herum. Auf den Bildern von vor einigen Jahren war da noch "blanke" Natur.
Auf Google Earth fällt nichts besonderes auf. Das Bild ist besser als das von Here.com bzw. Flashearth, aber ich erkenne keine Fahrzeuge. Bist Du Dir sicher mit der Koordinate?Klaus Daerr hat geschrieben: Auf Google Maps ist das gut zu sehen. Wird da nur die alte Piste groß ausgebaut oder tut sich da noch mehr? 27°19'12''N, 2°59`01'' W.
Gruß, Ralf
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Klaus Daerr
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Re: Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
Hallo Ralf,
wenn Du etwas aus dem Bild rauszoomst, so erkennst Du zunächst ein weißes Feld mit darin liegenden "Wasserbecken" oder was das auch ist. Noch weiter westlich hinter den Dünen eine streckenweise breit ausgebaute helle Piste. Als wir 1999 dort waren gab es z.T. noch schwach erkennbare Spurenbündel. Hier wurde also heftig gearbeitet, nur was? Wenn Du noch viel weiter raus gehst, dann wirst Du festellen wie abgelegen die beiden von mir angegebenen Punkte sind, weshalb es Spass macht zu spekulieren was da abläuft.
Das "Fort Flye Sainte-Marie" selber ist offensichtlich unbenutzt. Als wir dort waren lagen da nur alte Kfz-Batterien drin rum und Uniformteile.
Inzwischen ist mir gekommen, dass der offensichtliche hohe Wasserbedarf an beiden Punkten daran liegen könnte, dass die Pisten aufgekiest wurden und unter Verwendung von Wasser verdichtet wurden. Die breiten weißen Felder mit umliegenden Spuren könnten die Plätze sein an welchen der Kies abgegraben wurde. Beides ließe darauf schließen, dass sie für schwere Fahrzeuge präpariert wurden, denn normale Wüstenpisten werden nicht so breit und aufwändig präpariert.
wenn Du etwas aus dem Bild rauszoomst, so erkennst Du zunächst ein weißes Feld mit darin liegenden "Wasserbecken" oder was das auch ist. Noch weiter westlich hinter den Dünen eine streckenweise breit ausgebaute helle Piste. Als wir 1999 dort waren gab es z.T. noch schwach erkennbare Spurenbündel. Hier wurde also heftig gearbeitet, nur was? Wenn Du noch viel weiter raus gehst, dann wirst Du festellen wie abgelegen die beiden von mir angegebenen Punkte sind, weshalb es Spass macht zu spekulieren was da abläuft.
Das "Fort Flye Sainte-Marie" selber ist offensichtlich unbenutzt. Als wir dort waren lagen da nur alte Kfz-Batterien drin rum und Uniformteile.
Inzwischen ist mir gekommen, dass der offensichtliche hohe Wasserbedarf an beiden Punkten daran liegen könnte, dass die Pisten aufgekiest wurden und unter Verwendung von Wasser verdichtet wurden. Die breiten weißen Felder mit umliegenden Spuren könnten die Plätze sein an welchen der Kies abgegraben wurde. Beides ließe darauf schließen, dass sie für schwere Fahrzeuge präpariert wurden, denn normale Wüstenpisten werden nicht so breit und aufwändig präpariert.
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
Du meinst hier den zweiten Punkt. Auf Google Earth sind rund 1km südwestlich vom alten Fort einige gut gefüllte Wasserbecken zu erkennen, aber auch hier fast keine Fahrzeuge (ein Tanklaster). Aufgrund der unregelmäßigen Form vermutete ich zuerst natürliche Teiche, aber die Aufschüttungen neben diesen Teichen deuten auf das Werk von Baggern.Klaus Daerr hat geschrieben: wenn Du etwas aus dem Bild rauszoomst, so erkennst Du zunächst ein weißes Feld mit darin liegenden "Wasserbecken" oder was das auch ist.
Die wird im Buch "Durch Afrika, Streckenbeschreibungen", hier bei mir im Regal von 2000, gar nicht beschrieben. Eine Nachlässigkeit des Autors?Klaus Daerr hat geschrieben: Noch weiter westlich hinter den Dünen eine streckenweise breit ausgebaute helle Piste.
Spekulieren kann man viel, gerade in Algerien. Wird Öl in dieser Gegend vermutet und möchte "man" es fördern? Sind US-Amerikaner ggf. auch militärisch beteiligt, siehe Gerüchte aus dem Jahr 2003? Andrerseits dürfte Öl für die US-Amerikaner derzeit kein Grund sein irgendeinen Teil der Welt aufzumischen.Klaus Daerr hat geschrieben: Als wir 1999 dort waren gab es z.T. noch schwach erkennbare Spurenbündel. Hier wurde also heftig gearbeitet, nur was? Wenn Du noch viel weiter raus gehst, dann wirst Du festellen wie abgelegen die beiden von mir angegebenen Punkte sind, weshalb es Spass macht zu spekulieren was da abläuft.
Oder sind es andere Bodenschätze, z.B. Uran? Möchte der algerische Staat "einfach nur" die Hoheit über sein Staatsgebiet haben, die in dieser Gegend selten überzeugend war. Spielen politische Ziele eine Rolle? Tindouf/Polisario/Westsahara ist nicht sehr weit entfernt, Mali und seine Probleme der vergangenen Jahre ebensowenig.
Ich finde mehrere Stellen nahe dem Pistenverlauf, wo offensichtlich gegraben wurde, was zu Deiner Idee der Kiesgewinnung passen würde.Klaus Daerr hat geschrieben: Inzwischen ist mir gekommen, dass der offensichtliche hohe Wasserbedarf an beiden Punkten daran liegen könnte, dass die Pisten aufgekiest wurden und unter Verwendung von Wasser verdichtet wurden. Die breiten weißen Felder mit umliegenden Spuren könnten die Plätze sein an welchen der Kies abgegraben wurde. Beides ließe darauf schließen, dass sie für schwere Fahrzeuge präpariert wurden, denn normale Wüstenpisten werden nicht so breit und aufwändig präpariert.
Ich sehe am südlichen Ende des präparierten Teils der Piste einen eingefriedeten Komplex, der eher industriellen als militärischen Ursprungs sein dürfte: 27° 8.944'N 3° 2.327'W. Südlich davon ist der neue Pistenverlauf noch ein Stückchen frisch trassiert, aber noch nicht weiter befestigt. Auf dem älteren Foto auf Flashearth sieht's noch recht ruhig dort aus, wenn auch die Gebäude bereits stehen.
Das alles ist ziemlich frisch, denn, sollten die Datumsangaben bei Google Earth stimmen, gab's den Ausbau im Jahr 2012 noch nicht, aber 2014 wurde bereits weiter nördlich asphaltiert: 27° 59.286'N 2° 42.859'W.
Gruß, Ralf
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Ralf Kiefer
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Re: Algerien: Militärlager zur Terrorabwehr?
Hallo Klaus!
Gruß, Ralf
Ich habe mir gerade den Film aus diesem Beitrag (Schattenkrieg in der Sahara) angeschaut. Dort finden sich mehrere Gründe, weswegen Algerien in diesem Gebiet als Staatsmacht Präsenz zeigen möchte.Klaus Daerr hat geschrieben: Aber auch in der Umgebung der alten Festung Bordj Flye Sainte-Marie, ebenfalls im extremen Westen Algeriens nahe der Grenzen zu Mauretanien und Mali, tut sich was.
Gruß, Ralf




