Übergangsratschef will keine Führungsrolle mehr
Bei der zukünftigen Entwicklung Libyens wird der Regierungschef des Nationalen Übergangsrates, Mahmud Dschibril, keine Führungsrolle mehr spielen. Er werde kein politisches Amt in der neuen Regierung übernehmen, sagte Dschibril gestern in Tripolis.
Das Exekutivbüro des Übergangsrates werde seine Arbeit aber bis zur „völligen Befreiung“ Libyens fortführen, versicherte Dschibril, der für seine liberale Haltung bekannt ist und sich im Übergangsrat dem Widerstand der Islamisten ausgesetzt sieht.
Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Moderator: Moderatoren
Islamisten im Vormarsch?
Aus: http://www.orf.at/#/stories/2081942/
Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Walter, hier mehr zum Thema "Rückkehr"
http://www.transatlantic-forum.org/inde ... n-gaddafi/
http://www.livluv.org.il/?CategoryID=193&ArticleID=724
http://www.livluv.org.il/_Uploads/dbsAt ... nglish.pdf
http://www.livluv.org.il/?CategoryID=205&ArticleID=746
http://vaticaninsider.lastampa.it/homep ... colo/6220/
Am 25. Mai 2006 steht beim transatlantic-Forum:
Der Wert der Immobilien wird auf rund 500 Mio. USD geschätzt, nicht einbezogen sind dabei Synagogen und Friedhöfe.
Am 15. März 2007 heisst es in Rom:
“”Beyond the joyous celebration, an issue is still open today, regarding the goods that the Jews were forced to leave behind when they left, estimated to be worth billions of euros.””
Diese Geschäftstüchtigkeit, bzw. wunderbare Brotvermehrung erstaunt mich einmal mehr. Eine Rückkehr der Exil-Libyer jüdischen Glaubens und ein friedliches Zusammenleben von Muslims, Juden und Christen ist meines Erachtens erstrebenswert und könnte auf Dauer ein Beispiel für andere Länder (auch solche am Mittelmeer!) werden.
http://www.transatlantic-forum.org/inde ... n-gaddafi/
http://www.livluv.org.il/?CategoryID=193&ArticleID=724
http://www.livluv.org.il/_Uploads/dbsAt ... nglish.pdf
http://www.livluv.org.il/?CategoryID=205&ArticleID=746
http://vaticaninsider.lastampa.it/homep ... colo/6220/
Am 25. Mai 2006 steht beim transatlantic-Forum:
Der Wert der Immobilien wird auf rund 500 Mio. USD geschätzt, nicht einbezogen sind dabei Synagogen und Friedhöfe.
Am 15. März 2007 heisst es in Rom:
“”Beyond the joyous celebration, an issue is still open today, regarding the goods that the Jews were forced to leave behind when they left, estimated to be worth billions of euros.””
Diese Geschäftstüchtigkeit, bzw. wunderbare Brotvermehrung erstaunt mich einmal mehr. Eine Rückkehr der Exil-Libyer jüdischen Glaubens und ein friedliches Zusammenleben von Muslims, Juden und Christen ist meines Erachtens erstrebenswert und könnte auf Dauer ein Beispiel für andere Länder (auch solche am Mittelmeer!) werden.
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Kuno
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Hier ein interessanter Artikel, der die Ansichten und Erwartungen eines jungen Kämpfers in Beni Ulid sehr gut wiedergibt:
http://www.iol.co.za/news/africa/libya- ... -1.1160215?
http://www.iol.co.za/news/africa/libya- ... -1.1160215?
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Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Hallo Foristen!
Ich möchte noch ein paar Eindrücke aus Libyen geben. Obwohl der Kontakt in den letzten Monaten eng war und praktisch täglich Kontakt zu Leuten aus verschiedenen Regionen bestand, war es an der Zeit einer der z.T. schon länger ausstehenden Einladungen zu folgen. Das haben wir dann Ende September getan.
Hier einige Bilder aus Zuara.
Wie fühlt es sich an? Der erste und stärkste Eindruck begegnet einem schon an der Grenze. Die damals (vom ehemaligen System) verordnete, demonstrative Muffigkeit gegenübern Europäern ist verschwunden. Wer einmal eine DDR Grenze überquert hat weiß was ich meine: Der eine oder andere Grenzer wäre gerne freundlich, er darf aber nicht. Das ist auch in Libyen vorbei.
An den (jetzt noch zahlreicheren) Checkpoints hinter der Grenze werden wir freundlich bis euphorisch begrüßt. Winken, Händeschütteln, Daumen hoch und immer wieder das Victory – Zeichen. Die Kontrollen an den einheimischen Fahrzeugen laufen höflich und korrekt ab. Auch hier sind keine grimmigen Minen zu sehen.
In der Stadt ist die erste Normalität eingekehrt: Läden und Restaurants sind geöffnet, der Verkehr ist wie eh und je.
Wir fahren ein wenig durch die Stadt, sprechen mit Passanten und einigen Bekannten, gehen einen Couscous essen. Uns werden einige Schäden in der Stadt gezeigt, die durch die im März in die Stadt einrückenden Gaddafi-Truppen verursacht wurden, als sich die Bürger in der Innenstadt verschanzt hatten. Alles in allem sind die Schäden überschaubar und wurden zum Teil schon repariert. Lediglich die allgegenwärtigen Patronenhülsen am Straßenrand erinnern daran was hier vor wenigen Wochen noch vor sich ging.
Am Nachmittag statten wir noch einige Besuche ab und werden von der neuen Lokalzeitung interviewt.
Gegen Abend brechen wir wieder Richtung Grenze auf. Auf der Einreise hatten wir uns auf eine sehr lange Wartezeit bei der Ausreise gefasst gemacht. Aufgrund der sehr gründlichen Kontrollen hat sich für die Ausreise nach Tunesien eine Schlange von gut 5km gebildet. Wir hatten uns auf einen Tag anstehen eingestellt, aber es war schon alles vorbereitet. Wir wurden an der ganzen Schlange vorbei gewunken und über ein Seitentor an den tunesischen Übergang geleitet.
Was bleibt hängen? Es herrsch weder Chaos noch Anarchie, im Gegenteil. Jedem ist daran gelegen schnelle Ruhe und Normalität herzustellen. Ähnlich wie im April in Tunesien spürt man den Stolz und Begeisterung. Nicht nur über die Revolution, sonder auch darüber jetzt selbst Verantwortung zu tragen. Die junge Generation ist wie elektrisiert. Jeder, hat irgendeine Aufgabe und ist stolz darauf. Es werden Zeitungen und Radiosender gegründet. Es ist Aufbruchstimmung. Es war ein kleiner Einblick der optimistisch stimmt.
Abschließend möchte ich besonders Asem und Umran für die Einladung und dem netten Empfang danken, und dass sie uns diesem Besuch ermöglicht haben. Der Dank gilt auch allen die uns so herzlich empfangen haben und sich Zeit nahmen mit uns zu Reden.
Viel Glück Euch allen!! Gut gemacht!!
Ich möchte noch ein paar Eindrücke aus Libyen geben. Obwohl der Kontakt in den letzten Monaten eng war und praktisch täglich Kontakt zu Leuten aus verschiedenen Regionen bestand, war es an der Zeit einer der z.T. schon länger ausstehenden Einladungen zu folgen. Das haben wir dann Ende September getan.
Hier einige Bilder aus Zuara.
Wie fühlt es sich an? Der erste und stärkste Eindruck begegnet einem schon an der Grenze. Die damals (vom ehemaligen System) verordnete, demonstrative Muffigkeit gegenübern Europäern ist verschwunden. Wer einmal eine DDR Grenze überquert hat weiß was ich meine: Der eine oder andere Grenzer wäre gerne freundlich, er darf aber nicht. Das ist auch in Libyen vorbei.
An den (jetzt noch zahlreicheren) Checkpoints hinter der Grenze werden wir freundlich bis euphorisch begrüßt. Winken, Händeschütteln, Daumen hoch und immer wieder das Victory – Zeichen. Die Kontrollen an den einheimischen Fahrzeugen laufen höflich und korrekt ab. Auch hier sind keine grimmigen Minen zu sehen.
In der Stadt ist die erste Normalität eingekehrt: Läden und Restaurants sind geöffnet, der Verkehr ist wie eh und je.
Wir fahren ein wenig durch die Stadt, sprechen mit Passanten und einigen Bekannten, gehen einen Couscous essen. Uns werden einige Schäden in der Stadt gezeigt, die durch die im März in die Stadt einrückenden Gaddafi-Truppen verursacht wurden, als sich die Bürger in der Innenstadt verschanzt hatten. Alles in allem sind die Schäden überschaubar und wurden zum Teil schon repariert. Lediglich die allgegenwärtigen Patronenhülsen am Straßenrand erinnern daran was hier vor wenigen Wochen noch vor sich ging.
Am Nachmittag statten wir noch einige Besuche ab und werden von der neuen Lokalzeitung interviewt.
Gegen Abend brechen wir wieder Richtung Grenze auf. Auf der Einreise hatten wir uns auf eine sehr lange Wartezeit bei der Ausreise gefasst gemacht. Aufgrund der sehr gründlichen Kontrollen hat sich für die Ausreise nach Tunesien eine Schlange von gut 5km gebildet. Wir hatten uns auf einen Tag anstehen eingestellt, aber es war schon alles vorbereitet. Wir wurden an der ganzen Schlange vorbei gewunken und über ein Seitentor an den tunesischen Übergang geleitet.
Was bleibt hängen? Es herrsch weder Chaos noch Anarchie, im Gegenteil. Jedem ist daran gelegen schnelle Ruhe und Normalität herzustellen. Ähnlich wie im April in Tunesien spürt man den Stolz und Begeisterung. Nicht nur über die Revolution, sonder auch darüber jetzt selbst Verantwortung zu tragen. Die junge Generation ist wie elektrisiert. Jeder, hat irgendeine Aufgabe und ist stolz darauf. Es werden Zeitungen und Radiosender gegründet. Es ist Aufbruchstimmung. Es war ein kleiner Einblick der optimistisch stimmt.
Abschließend möchte ich besonders Asem und Umran für die Einladung und dem netten Empfang danken, und dass sie uns diesem Besuch ermöglicht haben. Der Dank gilt auch allen die uns so herzlich empfangen haben und sich Zeit nahmen mit uns zu Reden.
Viel Glück Euch allen!! Gut gemacht!!
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Kuno
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Was Wolfgang oben schreibt kann ich auf jeden Fall bestaetigen.
Was mir auch noch aufgefallen ist, ist das allgegenwaertige "Zeichen der Berber". Ich wuesste nicht einmal, wie man dieses Zeichen nennt und hatte es in all den Jahren, die ich in LY verbracht habe sonst nie gesehen - kein Wunder, noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte Ghaddafi ja immer noch offiziell verkuendet, dass in seinem Land keine Berber existieren wuerden.
Interessanterweise war aber dieses Zeichen nie alleine auf den Bannern sondern zusammen mit der neuen LY Flagge und einem Spruch, der auf die Einigkeit LYs und seiner Bewohner verwies. Das hat mir gut gefallen. Einerseits koennen sich die Berber nun offen zeigen, andererseits jedoch deklarieren sie sich auch gleichzeitig als Libyer.
Es ist noch ein weiter Weg, bis sich in LY alles wieder gefestigt hat. Aber man sieht, dass es den Leuten ernst ist und dass sie daran arbeiten. Ich kann mir vostellen, dass wenn die Libyer dieses Wochenende ihr Parlament waehlen koennten, genau so wie wir es in der CH dieses Wochenende wieder enmal tun - dass die Wahlbeteiligung in LY um einiges hoeher waere als die in der CH.
Was mir auch noch aufgefallen ist, ist das allgegenwaertige "Zeichen der Berber". Ich wuesste nicht einmal, wie man dieses Zeichen nennt und hatte es in all den Jahren, die ich in LY verbracht habe sonst nie gesehen - kein Wunder, noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte Ghaddafi ja immer noch offiziell verkuendet, dass in seinem Land keine Berber existieren wuerden.
Interessanterweise war aber dieses Zeichen nie alleine auf den Bannern sondern zusammen mit der neuen LY Flagge und einem Spruch, der auf die Einigkeit LYs und seiner Bewohner verwies. Das hat mir gut gefallen. Einerseits koennen sich die Berber nun offen zeigen, andererseits jedoch deklarieren sie sich auch gleichzeitig als Libyer.
Es ist noch ein weiter Weg, bis sich in LY alles wieder gefestigt hat. Aber man sieht, dass es den Leuten ernst ist und dass sie daran arbeiten. Ich kann mir vostellen, dass wenn die Libyer dieses Wochenende ihr Parlament waehlen koennten, genau so wie wir es in der CH dieses Wochenende wieder enmal tun - dass die Wahlbeteiligung in LY um einiges hoeher waere als die in der CH.
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Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Was mir auch noch aufgefallen ist, ist das allgegenwaertige "Zeichen der Berber".
Diese Flagge ist oft zu sehen:
Quelle Wikimedia
Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Libyen plant die Nach-Gaddafi-Zeit
Wenige Stunden nach dem Tod des langjährigen libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi hat der Übergangsrat erste Weichenstellungen für die Zukunft des Landes bekanntgegeben. ...mehr
Quelle:tagesschau.de
Jürgen
Wenige Stunden nach dem Tod des langjährigen libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi hat der Übergangsrat erste Weichenstellungen für die Zukunft des Landes bekanntgegeben. ...mehr
Quelle:tagesschau.de
Jürgen
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!
Mitglied der DTG
Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
... und man darf guten Grundes annehmen, dass es ein islamistischer Staat sein wird.hat der Übergangsrat erste Weichenstellungen für die Zukunft des Landes bekanntgegeben.
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Wolfgang K
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Hallo Walter,
was verstehst Du unter einem „islamistischen Staat“. Man muss in meinen Augen mit solchen Begriffen vorsichtig sein. Zumal „islamistischer Staat“ eigentlich schon „weißer Schimmel“ bedeutet. Meinst Du damit die Verankerung einer Staatsreligion, des islamischen Rechts, feste Verankerung des Klerus im Staatsgebilde oder gar direkt in der Exekutive? Was meinst Du mit Deiner Expertise? Das wird ja nicht nur in unseren Breiten heiß diskutiert.
Viele Grüße
Wolfgang
was verstehst Du unter einem „islamistischen Staat“. Man muss in meinen Augen mit solchen Begriffen vorsichtig sein. Zumal „islamistischer Staat“ eigentlich schon „weißer Schimmel“ bedeutet. Meinst Du damit die Verankerung einer Staatsreligion, des islamischen Rechts, feste Verankerung des Klerus im Staatsgebilde oder gar direkt in der Exekutive? Was meinst Du mit Deiner Expertise? Das wird ja nicht nur in unseren Breiten heiß diskutiert.
Viele Grüße
Wolfgang
Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Hallo Wolfgang,
ich gebe keine Expertise ab, sondern nur meine Meinung.
Mit islamistischem Staat meine ich das, was auch im allgemeinen Sprachgebrauch darunter verstanden wird: ein fundamentalistischer Staat auf islamischer Basis.
Es ist völlig unerheblich, ob es hier oder anderswo "heiß diskutiert" wird. Die Frage ist nur, welche der Strömungen sich im bevorstehenden Machtkampf durchsetzen wird: die Sanftmütigen oder die Gewaltbereiten. Wir sollten auch nicht unser Verständnis über Demokratie in Bezug auf Libyen zur Anwendung bringen.
Ich persönlich erwarte, dass die fundamentalistischen Hardliner aus dem Sammelsurium der Revolutionäre sich letztlich durchsetzen werden.
Gruß
Walter
zur Richtigstellung:Was meinst Du mit Deiner Expertise?
ich gebe keine Expertise ab, sondern nur meine Meinung.
Mit islamistischem Staat meine ich das, was auch im allgemeinen Sprachgebrauch darunter verstanden wird: ein fundamentalistischer Staat auf islamischer Basis.
So wurde ja bereits gefordert, dass die Scharia die Grundlage der zukünftigen Rechtssprechung sei.nach Tilman Nagel:
Der Islam arrangiert sich nicht innerhalb eines bestehenden Staates. Der Islam gründet einen eigenen Staat.
Es ist völlig unerheblich, ob es hier oder anderswo "heiß diskutiert" wird. Die Frage ist nur, welche der Strömungen sich im bevorstehenden Machtkampf durchsetzen wird: die Sanftmütigen oder die Gewaltbereiten. Wir sollten auch nicht unser Verständnis über Demokratie in Bezug auf Libyen zur Anwendung bringen.
Ich persönlich erwarte, dass die fundamentalistischen Hardliner aus dem Sammelsurium der Revolutionäre sich letztlich durchsetzen werden.
Gruß
Walter
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Kuno
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Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Der Islam war den Libyern schon vor der Revolution sehr wichtig und er wird es auch bleiben. Da gewisse Strömungen (auch die der "alten Sekten" im Lande, wenn ich das mal so nennen darf) völlig unterdrückt wurden, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich deren Anhänger beim Umsturz besonders ins Zeug gelegt haben (ebenso wie die Berber, welche offiziell bisher gar nicht existieren durften).
Wenn sich ebendiese Fraktionen nun auch im „neuen Libyen“ stark etablieren wollen, dann ist wohl niemand überrascht.
Wer sich wie und mit was durchsetzen wird kann zu diesem Zeitpunkt weder gesagt noch „mit gutem Grund angenommen“ werden. Schaut euch mal die Aussagen unserer Politiker vor den Wahlen an – wenn sich Künast, Westerwelle, Gabriel und Seehofer zu ein und dem selben Thema äussern, dann tönt das oft sehr unterschiedlich. Die Medien nehmen jedoch grundsätzlich am liebsten die vor die Kamera, die sich am extremsten äussern (in der Schweiz läuft das übrigens genau so).
Tunesien wird meiner Meinung nach auch jetzt, gerade dieses Wochenende, wieder ein Signal für die anderen Staaten sein. Vieles ist möglich, es wäre jedoch nicht richtig (und auch nicht fair), wenn man immer nur das Negative erwartet.
Wenn sich ebendiese Fraktionen nun auch im „neuen Libyen“ stark etablieren wollen, dann ist wohl niemand überrascht.
Wer sich wie und mit was durchsetzen wird kann zu diesem Zeitpunkt weder gesagt noch „mit gutem Grund angenommen“ werden. Schaut euch mal die Aussagen unserer Politiker vor den Wahlen an – wenn sich Künast, Westerwelle, Gabriel und Seehofer zu ein und dem selben Thema äussern, dann tönt das oft sehr unterschiedlich. Die Medien nehmen jedoch grundsätzlich am liebsten die vor die Kamera, die sich am extremsten äussern (in der Schweiz läuft das übrigens genau so).
Tunesien wird meiner Meinung nach auch jetzt, gerade dieses Wochenende, wieder ein Signal für die anderen Staaten sein. Vieles ist möglich, es wäre jedoch nicht richtig (und auch nicht fair), wenn man immer nur das Negative erwartet.
Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Ach Kuno,
Aber natürlich gibt es Gründe (ich gestehe ein, es sind keine guten Gründe, sondern schlechte) für meine Meinung. Diese schlechten Gründe haben ihre Quelle nicht in Europa, sondern in Libyen.
Eine Meinung hat mit fair oder unfair überhaupt nichts zu tun, ein Urteil hingegen schon.
Es wäre nämlich auch nicht fair, immer nur das Gute zu erwarten. Das ist Sache der Hoffnung.
Ich hoffe auch, dass die Sache gut ausgeht, aaaaber .....
Gruß
Walter
Hab ich dies etwa behauptet? Ist mir da etwas entgangen?Wer sich wie und mit was durchsetzen wird kann zu diesem Zeitpunkt weder gesagt noch „mit gutem Grund angenommen“ werden
Aber natürlich gibt es Gründe (ich gestehe ein, es sind keine guten Gründe, sondern schlechte) für meine Meinung. Diese schlechten Gründe haben ihre Quelle nicht in Europa, sondern in Libyen.
Was soll nun dieses Un-Statement!Vieles ist möglich, es wäre jedoch nicht richtig (und auch nicht fair), wenn man immer nur das Negative erwartet.
Eine Meinung hat mit fair oder unfair überhaupt nichts zu tun, ein Urteil hingegen schon.
Es wäre nämlich auch nicht fair, immer nur das Gute zu erwarten. Das ist Sache der Hoffnung.
Ich hoffe auch, dass die Sache gut ausgeht, aaaaber .....
Gruß
Walter
Re: Libyen - was hat Libyen vor am Tag danach?
Sohn Saif al Islam angeblich festgenommen
Mit der angeblichen Festnahme von Saif al Islam wäre nun auch der letzte flüchtige Gaddafi-Sohn gefunden worden. Bislang sind jedoch keine Beweisfotos aufgetaucht. ...mehr
Quelle:stern.de
Jürgen
Mit der angeblichen Festnahme von Saif al Islam wäre nun auch der letzte flüchtige Gaddafi-Sohn gefunden worden. Bislang sind jedoch keine Beweisfotos aufgetaucht. ...mehr
Quelle:stern.de
Jürgen
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!
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Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider
Waffen"exporte"
aus: http://www.orf.at/stories/2085559/2085510/
Nach dem Tod von Libyens früherem Machthaber Muammar al-Gaddafi wachsen nun die Sorgen nicht nur um die politische Zukunft des Landes. Auch die inzwischen geplünderten großen Waffenarsenale des Despoten bereiten den Staaten der Region und weltweit Kopfzerbrechen.
usw
Andere Diplomaten und Experten am Sitz der Vereinten Nationen in New York berichten, dass die libyschen Milizen im monatelangen Kampf gegen Gaddafis Truppen sämtliche Sturmgewehre, Panzerabwehrraketen und Maschinengewehre aus seinen Waffenlagern abtransportiert hätten. Die Bestände seien größtenteils außer Landes gebracht worden.




