Eine Schweizerin wurde auf der Terrasse des Café Scanner in Djanet ermordet. Die Behörden halten sich bedeckt.
https://www.liberation.fr/international ... 4U62BG3OY/
Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Moderator: Moderatoren
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Artikel in deutscher Sprache
https://www.20min.ch/story/algerien-sch ... -103206328
https://www.20min.ch/story/algerien-sch ... -103206328
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Die Gruppe kam aus Davos - Klosters
https://www.suedostschweiz.ch/graubuend ... l-ermordet
Grüsse
Ursula
wenn der erste Link nicht will, dann hier
https://www.20min.ch/story/klosters-es- ... -103207169
https://www.suedostschweiz.ch/graubuend ... l-ermordet
Grüsse
Ursula
wenn der erste Link nicht will, dann hier
https://www.20min.ch/story/klosters-es- ... -103207169
Flickr bis 2019 https://www.flickr.com/photos/72664388@N00/albums
Flickr ab 2019 https://www.flickr.com/photos/182588035@N04/albums
Flickr ab 2019 https://www.flickr.com/photos/182588035@N04/albums
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Danke Ursula für die weiterführenden Links über Opfer und Hinterbliebene dieses unfassbaren Verbrechens.
Leider erfährt man kaum etwas über die Hintergründe dieser schrecklichen Tat und noch weniger über Massnahmen der Regierung. Und die deutschsprachigen Medien informieren sehr oberflächlich und zitieren nur andere Quellen. Hier ein etwas weitergehender Beitrag des Westschweizer Fernsehens mit Recherchen vor Ort:
https://www.rts.ch/info/suisse/2024/art ... 72024.html
Zusammenfassung:
In anderen Medien zirkulieren auch noch Behauptungen, dass der Täter ein lokaler Dieb war, welcher dem Opfer das Handy stehlen wollte und erst dann zum Messer griff.
Jetzt wo die Behörden den Täter lebend gefasst haben und sich der öffentliche Druck erhöht, ist zu hoffen, dass offiziell über die Hintergründe der Tat und über Massnahmen zur Vermeidung eines künftigen Anschlags informiert wird. Nur so kann das Vertrauen wieder hergestellt werden.
Ich hätte kein Vertrauen in einen Ort, wenn ich gerüchteweise erführe, dass dort ab und zu Menschen ermordert werden aber die Regierung, statt zu handeln, die Bevölkerung jeweils dazu auffordert, die Vorkommnisse totzuschweigen.
Dass es anders geht, hat Marokko 2018 gezeigt: Der Tourismus hat trotz der tragischen Ermordung zweier Däninnen im Atlasgebirge keinen Rückschlag erlitten.
Grüsse
Andi
Leider erfährt man kaum etwas über die Hintergründe dieser schrecklichen Tat und noch weniger über Massnahmen der Regierung. Und die deutschsprachigen Medien informieren sehr oberflächlich und zitieren nur andere Quellen. Hier ein etwas weitergehender Beitrag des Westschweizer Fernsehens mit Recherchen vor Ort:
https://www.rts.ch/info/suisse/2024/art ... 72024.html
Zusammenfassung:
- Die lokalen Behörden haben die Bevölkerung gebeten, über den Vorfall zu schweigen und insb. nicht in den sozialen Medien darüber zu berichten. So hat es 11 Tage gedauert, bis der Vorfall ausserhalb Algeriens publik wurde.
- Der Täter hatte bereits kurz zuvor auf dem Markt versucht, eine andere Touristengruppe anzugreifen, was ihm nicht gelang, weil er zurückgestossen wurde.
- Bei der Tat habe der Täter "Allahu akbar" und "es lebe Palästina" geschrien.
- Unmittelbar nach der Tat haben die Behörden die Touristen in den Strassen gebeten, sich in ihr Hotel zu begeben und das Hotel nur noch in kleinen Gruppen zu verlassen. Es habe Ruhe geherrscht und es sei nicht zu Panik gekommen.
- Die Polizei habe Flugblätter mit dem Foto des Täters verteilt und die Gegend mit Hubschraubern abgesucht.
- Nach mehreren Tagen konnte der Täter gefasst werden (gemäss einem Bericht im "Figaro" sei der Mann erkannt worden, als er eine Moschee betrat).
- Der Täter sei vor mehreren Monaten aus dem Norden Algeriens nach Djanet gezogen und habe zurückgezogen auf einem Hügel gelebt. Er habe Kontakt vermieden und er gab sich als stumm.
In anderen Medien zirkulieren auch noch Behauptungen, dass der Täter ein lokaler Dieb war, welcher dem Opfer das Handy stehlen wollte und erst dann zum Messer griff.
Jetzt wo die Behörden den Täter lebend gefasst haben und sich der öffentliche Druck erhöht, ist zu hoffen, dass offiziell über die Hintergründe der Tat und über Massnahmen zur Vermeidung eines künftigen Anschlags informiert wird. Nur so kann das Vertrauen wieder hergestellt werden.
Ich hätte kein Vertrauen in einen Ort, wenn ich gerüchteweise erführe, dass dort ab und zu Menschen ermordert werden aber die Regierung, statt zu handeln, die Bevölkerung jeweils dazu auffordert, die Vorkommnisse totzuschweigen.
Dass es anders geht, hat Marokko 2018 gezeigt: Der Tourismus hat trotz der tragischen Ermordung zweier Däninnen im Atlasgebirge keinen Rückschlag erlitten.
Grüsse
Andi
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Hallo Andi
Du hast Humor, was tun die deutschen-schweizer-und österreichischen Behörden und Medien, wenn es um die nun schon tausenden Gemesserten in Westeuropa geht?
"Ich hätte kein Vertrauen in einen Ort, wenn ich gerüchteweise erführe, dass dort ab und zu Menschen ermordert werden aber die Regierung, statt zu handeln, die Bevölkerung jeweils dazu auffordert, die Vorkommnisse totzuschweigen."
In welche europäische Stadt hast du in dem Fall noch Vertrauen?
Hier handelt es sich tatsächlich um einen traurigen "Einzelfall", was man in Europa schon lange nicht mehr behaupten kann.
Der Rest dieser Welt müsste über diese Länder Reisewarnungen herausgeben.
Meine Bedenken gehen eher dahin, dass die Reisen nach Algerien nun wieder noch mehr Einschränkungen erfahren werden, schade drum.
Gruss Turi
Du hast Humor, was tun die deutschen-schweizer-und österreichischen Behörden und Medien, wenn es um die nun schon tausenden Gemesserten in Westeuropa geht?
"Ich hätte kein Vertrauen in einen Ort, wenn ich gerüchteweise erführe, dass dort ab und zu Menschen ermordert werden aber die Regierung, statt zu handeln, die Bevölkerung jeweils dazu auffordert, die Vorkommnisse totzuschweigen."
In welche europäische Stadt hast du in dem Fall noch Vertrauen?
Hier handelt es sich tatsächlich um einen traurigen "Einzelfall", was man in Europa schon lange nicht mehr behaupten kann.
Der Rest dieser Welt müsste über diese Länder Reisewarnungen herausgeben.
Meine Bedenken gehen eher dahin, dass die Reisen nach Algerien nun wieder noch mehr Einschränkungen erfahren werden, schade drum.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
- Jochen Baumann
- Beiträge: 191
- Registriert: Di 17. Feb 2009, 22:46
- Wohnort: nähe Köln
- Kontaktdaten:
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Hallo
Wir sind zurzeit in Djanet. Polizei ist auf den Straßen zu sehen, ok etwas häufiger als z. B. In illizi. Ansonsten sieht alles normal aus und wir fühlen uns sicher..
Jochen
Wir sind zurzeit in Djanet. Polizei ist auf den Straßen zu sehen, ok etwas häufiger als z. B. In illizi. Ansonsten sieht alles normal aus und wir fühlen uns sicher..
Jochen
Re: Schweizerin in Djanet ermordet 11.10.24
Komme soeben aus Djanet und Umgebung zurück. Ziemlich viel Polizei und Gendarmerie unterwegs, auch zeitweise Posten bei Hotels. Ich war gewohnheitsmäßig viel unterwegs in der Stadt, wie immer, hatte keinerlei Unsicherheitsgefühl, das will aber allgemein nichts heißen. Habe mich bei gelegentlichem Blick über die Schulter ertappt. Das war neu.
Gehört zwar nicht zum obigen Thema, doch sei's drum:
Was aus Djanet allerdings geworden ist, hat mit dem Örtchen, das viele noch kennen, nicht mehr viel zu tun. Djanet hat sich gewaltig vergrößert, Eferi ist eine stark anwachsene Stadt geworden. Der Commerz in Djanet ist dermaßen ausufernd, die schönen alten Artisanat-Lädchen mit guter Ware sind verschwunden, ein riesen Markt mit reichlich Schund ist entstanden. Das alte Museum gibt es noch, doch scheint es da an finanziellen Mitteln zur Renovierung und Konservation der Exponate zu fehlen.
Gehört zwar nicht zum obigen Thema, doch sei's drum:
Was aus Djanet allerdings geworden ist, hat mit dem Örtchen, das viele noch kennen, nicht mehr viel zu tun. Djanet hat sich gewaltig vergrößert, Eferi ist eine stark anwachsene Stadt geworden. Der Commerz in Djanet ist dermaßen ausufernd, die schönen alten Artisanat-Lädchen mit guter Ware sind verschwunden, ein riesen Markt mit reichlich Schund ist entstanden. Das alte Museum gibt es noch, doch scheint es da an finanziellen Mitteln zur Renovierung und Konservation der Exponate zu fehlen.
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.


