Hallo Wüschis!
Wir sind gestern nach 3 wunderbaren, problemfreien und sehr heissen Wochen aus Tunesien zurückgekehrt.
Die Tunesier sind sehr relaxt, überaus freundlich und gelassen. Bereits auf dem Schiff (wir waren der einzige 4x4 sowohl auf der Hin- wie auf der Rückfahrt) fiel uns die Offenheit der Einheimischen auf, sie suchten vermehrt den Kontakt und das Gespräch, erzählten viel aus der B-A-Zeit und wollten offensichtlich auch unsere (europäische) Meinung hören zu ihrer Revolution. Die Situation im Land empfanden wir durchwegs als ruhig, gelassen und unaufdringlich freundlich. Auffallend im ganzen Land ist die Freundlichkeit der Sicherheitskräfte. Gem. Aussage eines Freundes wurden die Polizei und die Garde Nationale nach der Revolution im Umgang mit der Bevölkerung und der Touristen neu geschult. Sicherheitsrelevante Probleme betr. Innenpolitik gab es keine. Das bestätigten auch die wenigen anderen Reisenden, denen wir begegneten. In diesem Zusammenhang vielleicht ganz intereessant: Die Unruhen in Douz vom 2.9. hatten gem. einheimischer Freunde keinen polit. Hintergrund, es handelte sich um einen Familienzwist ausgelöst durch den Streit zweier Jungs. Er muss kurz und heftig gewesen sein, immerhin wurden vor dem Einschreiten der Sicherheitskräfte 2 oder 3 Tankstellen demoliert. Sind aber inzwischen wieder in Betrieb. Ebenfalls wussten die Einheimischen nichts von einer Ausgangssperre.
Zeltplatz in Douz: Ich erachte es als wichtig, hier mitzuteilen, dass der "neue" Zeltplatz ( "al Bustan") Anfang vergangene Woche behördlich geschlossen wurde. Er wurde Mitte Januar, als plötzlich keine Polizei und Garde National mehr da war, widerrechtlich übernommen und bis zur Schliessung illegal (ohne Bewilligung, ohne Versicherung etc.) betrieben. Die vormalige Betreiberin, die Französin Sophie, hat dies vergangene Woche vor Gericht geltend machen können, worauf die Garde National den Platz geschlossen hat. Sophie und die alte Crew werden den Platz baldmöglichst wieder im Ursprungszustand unter dem alten Namen "Desert Club Douz" weiterbetreiben. Anzumerken bleibt, dass wir mehrere Nächte dort verbracht haben. Im Nachhinein mussten wir feststellen, dass unsere Anmeldefichen genausowenig an die Sicherheitsbehörden weitergegeben wurden wie unsere jeweiligen Routeninfos. Wir sind teilweise auf den Camping Municipale an der Strasse nach Matmata ausgewichen.
Touren: Wir konnten auch als Alleinfahrer völlig unbehelligt machen, was wir wollten. Die Regel ist nach wie vor so, dass man für die Tour zum See eine Bewilligung, bzw. einen Führer braucht. Da es auch jetzt wieder Gruppen unten hat, die einfach so zum See fahren, möchte ich allen ans Herz legen, sich an die Vorschriften zu halten. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass auch der nördlichere Teil geschlossen wird. Im Zusammenhang mit den bewaffneten Auseinandersetzungen bei Bir Znigra wurde im ganzen Gebiet die ohnehin schon hohe Militärpräsenz verstärkt und das Gebiet wird mit Aufklärungsflugzeugen überwacht. Uns riet die Garde Nationale zwei Tage nach dem Vorfall folgendes: Pisten Douz-KG sowie das Gebiet bis Südrand (Zaun) Parc du Djebil kein Problem, mit der Fahrt bis Tembain sollten wir noch 3 - 4 Tage warten, da die Armee das ganze Gebiet durchkämmt. Was das für Leute waren wissen wir nicht. Im Moment ist aber die Fahrt zu den Sandrosen südl. El Faouar ab dem schönen grünen Brunnen verboten. Dort wird man von den Sicherheitskräften zurückgeschickt.
Wir hatten eine supertolle Zeit mit viel Spurenlegearbeit, sehr heissen Tagen (z.T. >50°C), viel Einheimischenkontakt und einsamsten Touren.
Gruss Michael
zurück aus Tunesien
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Michael Escher
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Re: zurück aus Tunesien
Hallo Michael, willkommen zu Hause
hat sich was in Sachen Einreise nach Tunesien etwas getan?
Wie wars beim Zoll?
Läuft die Abfertigung auf dem Schiff immernoch schleppend?
Berichte bitte mal was sich alles diesbezüglich getan hat.
Grüsse aus dem sonnigen Allgäu
Jürgen
hat sich was in Sachen Einreise nach Tunesien etwas getan?
Wie wars beim Zoll?
Läuft die Abfertigung auf dem Schiff immernoch schleppend?
Berichte bitte mal was sich alles diesbezüglich getan hat.
Grüsse aus dem sonnigen Allgäu
Jürgen
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!
Mitglied der DTG
Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider
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Michael Escher
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Re: zurück aus Tunesien
Hi Jürgen,
im Ablauf hat sich nichts geändert. Bei uns ging es zügig voran, das Schiff war aber auch fast leer. Bei der Hinfahrt waren grad mal 250 Autos in der Garage.
Auffallend sowohl bei Ein- als auch bei Ausreise die Freundlichkeit bei Zoll und Polizei.
Gruss Michael
im Ablauf hat sich nichts geändert. Bei uns ging es zügig voran, das Schiff war aber auch fast leer. Bei der Hinfahrt waren grad mal 250 Autos in der Garage.
Auffallend sowohl bei Ein- als auch bei Ausreise die Freundlichkeit bei Zoll und Polizei.
Gruss Michael
Re: zurück aus Tunesien
Hallo Michael
Danke für den Erfahrungsbericht aus Tunesien.
Positive Nachrichten von selbst "Erfahrenem" sind immer Gold wert, da sich die Presse überwiegend auf Negatives "eingeschossen" hat.
Positives ist ja auch nicht so spannend, als Schlagzeile.
Wir werden im Dezember runterfahren, mal sehen wie's dann läuft.
Der See ist meines Wissens am nördlichen Rand des Sperrgebiets.
Wir haben jedenfalls bis letzten Dezember nie einen Führer gehabt und es hat auch nie jemand danach gefragt.
Evtl. mal eine formlose Abmeldung beim Posten in Gsar Ghilane mit Angabe des Ziels, wenn einer gefragt hat und sofern man dort Pause gemacht hat.
Dort wurde dann nur unsere Autonummer notiert.
Haben wir da etwas verpasst
Gruss Turi
Danke für den Erfahrungsbericht aus Tunesien.
Positive Nachrichten von selbst "Erfahrenem" sind immer Gold wert, da sich die Presse überwiegend auf Negatives "eingeschossen" hat.
Positives ist ja auch nicht so spannend, als Schlagzeile.
Wir werden im Dezember runterfahren, mal sehen wie's dann läuft.
Die Regel betreffend Bewilligung/Führer zum See wäre mir aber neu.Die Regel ist nach wie vor so, dass man für die Tour zum See eine Bewilligung, bzw. einen Führer braucht
Der See ist meines Wissens am nördlichen Rand des Sperrgebiets.
Wir haben jedenfalls bis letzten Dezember nie einen Führer gehabt und es hat auch nie jemand danach gefragt.
Evtl. mal eine formlose Abmeldung beim Posten in Gsar Ghilane mit Angabe des Ziels, wenn einer gefragt hat und sofern man dort Pause gemacht hat.
Dort wurde dann nur unsere Autonummer notiert.
Haben wir da etwas verpasst
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Michael Escher
- Beiträge: 587
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Re: zurück aus Tunesien
Sali Turi,
die Info habe ich von einheimischen Freunden (nein, keine Führer) und von der Garde Nationale Touristic (Posten bei den Hotels). "Immer noch" habe ich geschrieben, weil ich das schon mal irgendwo gehört habe. Aber über die Handhabung vor Ort kann ich nichts sagen. Ich denke aber, dass ich auch in KG vorstellig würde und mich dann, wie du, nach deren Aussage oder Verhalten richten.
Gruss Michael
die Info habe ich von einheimischen Freunden (nein, keine Führer) und von der Garde Nationale Touristic (Posten bei den Hotels). "Immer noch" habe ich geschrieben, weil ich das schon mal irgendwo gehört habe. Aber über die Handhabung vor Ort kann ich nichts sagen. Ich denke aber, dass ich auch in KG vorstellig würde und mich dann, wie du, nach deren Aussage oder Verhalten richten.
Gruss Michael




