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Mali - Hilfe für Schule im Dogonland

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Beitragvon Kuno » 15.03.2011 08:07

Roger-Tecumseh hat geschrieben:Wer in den erstarrten Gesichtern liest, wird verstehen, was ich meine.


Roger; ich kenne Fotos aus meiner Schulzeit. Die"offiziellen" Aufnahmen halt. Da habe ich aehnlich in die Kamera geschaut. Kennen wir doch alle, oder :?:
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Beitragvon Alexander » 15.03.2011 08:51

Hallo Silke,

danke für die Fotos. Jetzt lernen wir "unsere" Kinder endlich mal kennen, wenn auch nur aus der Ferne :wink:

Es ist erstaunlich, wie schnell der Finger oder die Stimme erhoben wird, um Kritik zu äußern. Anerkennung für euren Einsatz habe ich noch kaum gelesen. Das viel privates Engagement (nicht nur Zeit und Geld) für Projekte dieser Art notwendig ist, übersehen wahrscheinlich die Meisten.

Daher nochmal vielen Dank für Euren Einsatz und macht bitte weiter so. ;-)

Viele Grüsse
Alexander
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Beitragvon Schmitt.silke » 15.03.2011 09:40

Damit muss man leben. Kritisiert wird schnell, geholfen nur langsam. Ich bin's gewöhnt - aber nach dem Besuch in der Schule wissen wir selbst immer sehr genau, dass es richtig ist, was wir tun und es macht uns große Freude, jedes Jahr die Fortschritte zu sehen- das ist für uns Anerkennung genug!

Damit Ihr auch die anderen Gesichter seht, die die Kinder machen, anbei noch 2 Bilder.

Liebe Grüße

Silke


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Beitragvon Jürgen Kempe » 15.03.2011 09:43

Auch ich möchte mich bedanken,

Silke,

füe Euren Einsatz und die Fotos :oops: .

Alles Gute!

Jürgen Kempe
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Beitragvon TGerd » 15.03.2011 20:59

Vielen Dank auch von mir. Prima, im welche Ecke man sogleich gestellt wird wegen einer durchaus berechtigten Anmerkung. Ich stimme dem Post von Roger voll zu. Es ist nicht nötig immer wieder die gleichen Fehler zu machen.

Seid jedoch versichert, daß es hier im Forum auch noch Leute gibt, die nach Kräften Kindern in dem Land helfen, daß uns viel gegeben hat und auf diese Weise wieder etwas zurückgeben wollen. Allerdings verzichten die auf peinliche Standfotos mit Pappkartongs und machen auch sonst kein Gedöns drum. Die reklamieren auch kein 'Recht' für ihre Hilfeleistung. Diese ist einfach nur selbstverständlich und bedarf keiner weiteren Bestätigung.

Wünsch Euch trotzdem alles Gute für Eure weiteren Aktivitäten.

Mit freundlichen Grüßen.
In der Wüste triffst Du Dich selbst,
oder Du triffst nichts.
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Beitragvon Roger-Tecumseh » 15.03.2011 22:43

Eigentlich wollte ich mich dazu nicht mehr aeussern. Der Beitrag von @TGerd zeigt mir aber, dass es doch Menschen gibt (eben die, welche ueber eine intime Landeskenntnis verfuegen), die intuitiv eine Situation erfassen und deshalb auch "gegen den Strich" denken koennen. Danke dafuer! :wink:

Silke, Du hattest gekraenkt geschrieben:"..man kann es eben nie allen Recht machen - und da hat auch jeder ein Recht, diese Kinder, wenn auch nur auf diesem Wege, kennenzulernen. ... Dur wirst überrascht sein, wie fröhlich die Kinder Dich begrüßen werden. Wenn Ihr Euch aber derartig gestört findet, dann kann Alexander Euch zuliebe die Bilder sicherlich wieder löschen.."

Nein, froehliche afrikanische Kinder werden mich nicht ueberraschen. Der materielle Mangel in einigen Teilen des Kontinents hat ja dort keineswegs die Lebenskraft vernichtet und in psychische Lethargie gefuehrt. Das unbaendige Lachen der Kinder gibt uns - wo immer auf der Welt man ihm begegnet - im Gegenteil Kraft und Hoffnung!
Du ziehst Eure Sache so durch, wie Du sie verstehst - und das ist Dein Weg, Dich vielleicht auch selbst zu verwirklichen. Ich bin ueberzeugt, dass Du dabei Hilfe leistest und Dich voll fuer Deine Aufgabe einsetzt.
Du bist auch sicher nicht dazu da, "es allen Recht zu machen" - davon war hier keine Rede und ein Loeschen der Bilder waere deshalb nicht ehrlich.

Mein Einwurf war nur Ausdruck meiner Meinung zu diesem sehr speziellen Thema, bei dem viele eingefahrene Verhaltensweisen eben manchmal auch zu Fehlern geworden sind.
Ich habe aus einer anderen Sensibilitaet heraus reagiert, die aber kein Mensch zu teilen, aufgefordert ist! Hilfe hat fuer mich etwas mit Demut zu tun. Nicht der dem geholfen wird muss sie zeigen, sondern der, welcher helfen darf, sollte sie praktizieren!

Die Kinder auf Deinen Fotos wissen, dass sie dankbar sein muessen - und das finde ich nicht gut! Sie werden hier zum Objekt fuer "Spender". Nein, niemand hat da ein "Recht, die Kinder kennenzulernen", weil er doch gespendet hat! Misérabilisme zementiert Abhaengigkeiten; wer geben kann, sollte es tun und dann im Hintergrund verschwinden.

Kennst Du das bittere afrikanische Sprichwort:"Die Hand, die gibt, ist immer ueber der, die empfaengt"!
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Beitragvon Schmitt.silke » 16.03.2011 08:25

@roger- auch ich wollte dazu nichts mehr sagen, aber muss doch noch feststellen:
nein- ich war überhaupt nicht gekränkt, sondern habe nur ganz sachlich festgestellt, dass man es ohnehin nie allen recht machen kann:-)
Ich bin sehr demütig, wenn ich mich in diesem unheimlich gastfreundlichen Land bewege und dränge mich nie in den Vordergrund- auch verlangt kein Mensch von diesen Kindern, dass sie ihre Dankbarkeit zeigen sollen. Allerdings soll so ein Projekt ja auch Brücken bauen und Vorurteile abbauen- oder nicht? Ich finde es wichtig und richtig, dass die "Betroffenen" wenigstens ein Bild vom anderen haben-auch wenn mir das intuitiv genauso gegen den Strich geht wie Euch! Irgendwo muss man aber "beide Seiten" akzeptieren und die Leute hier möchten eben absolut ein Bildchen haben. Übrigens machen die meisten Paten auf ihren Bildern genauso betrippste Gesichter wie die Kinder (lach) und ich brauche absolut keine Anerkennung und betrachte dieses Projekt auch nicht als "Selbstverwirklichung"- ganz im Gegenteil! Aber: Ohne Trommeln und Werbung bekommt man leider auch keine Unterstützung und das, was man so ganz alleine erreichen kann, bewegt leider nur relativ kleine Dinge.
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