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Maun - Kasane: mit LKW machbar?

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Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 05.02.2018 08:20

Hallo miteinander!

Ist zwar noch ne Weile hin, für die Planung wäre es aber wichtig zu wissen: ist Maun - Kasane mit einem LKW machbar? Sowohl von der Höhe her (3,5m), wir wollen uns den Weg nicht frei schneiden müssen. Wegen dem Untergrund muss ich nach einem Megaflopp in der Kalahari auch noch anfragen. Haben uns da rein getraut, die Spur ist jedoch sehr schmal. Seitlich kamen Wurzeln raus, die uns auf wenigen Kilometern 2 nagelneue Reifen geschrottet haben, die Folge waren mehrere Tage in der Einsamkeit und dann eine kleine Rettungsaktion. Hatten wir 1x, zweites Mal muss nicht sein.

Wer ist die Strecke selbst schon mit LKW gefahren? Würde mich nur auf selbst gemachte Erfahrungen verlassen wollen, man lernt ja.
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon fordfahrer » 05.02.2018 08:48

Hi,
ich würde es nicht machen. Bis zum Matswere Gate ist das kein Problem - außen lang - aber durch den Chobe wird es eng. Außerdem werden die Dir, falls sie Euch reinlassen, sehr viel Geld abknöpfen. Fahr außenrum über Nata. Ich würde mir in Maun oder Kasane einen Dachzelthilux mieten für ein paar Tage.
Gruss
Christian
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 05.02.2018 09:04

Hallo Christian,

danke für die schnelle Antwort. Ich war da schon vor vielen Jahren, extra mieten werde ich nicht. Ein Bekannter hat angefragt, ob wir die Strecke gemeinsam fahren.

Was bedeutet "viel Geld" konkret? Bekannte sind da schon mit dem Unimog durch, die kleben sich aber das Gewicht bedarfsgerecht aufs Auto. die 3,5 t nimmt mir aber niemand ab.

Grüße
Ebi
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon fordfahrer » 05.02.2018 10:02

Hi,
ja, da hast Du recht - geht nach Gewicht.
schaust Du zB hier:
http://www.bwana.de/images/pdf/leistung ... tswana.pdf
Je nach Gewicht BWP 1.000 oder BWP 1.500 pro Tag.

Die Brücken haben ein Gewichtslimit -zB die am North Gate im Moremi mit 5t.

Der Bush begrenzt viele Stellen, wo Du dann mit dem Laster einfach nicht hinkommst. Wenn Du Dich irgendwo mit dem Ding festfährst, könnte die Bergung teuer werden. Ich würde einschätzen, dass Du viele "mechanische" Schäden am Auto durch den Bush haben wirst - in der Höhe und in der Breite.

Gruss
Christian
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 05.02.2018 10:35

Hallo Christian,

vielen Dank für die Info. Dann lasse ich das lieber sein.

Viele Grüße
Ebi
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Thomas Lehn » 05.02.2018 14:25

Servus Ebi,

das sehen wir anders! Wir sind letztes Jahr im Juli dir Strecke gefahren. Sie ist grundsätzlich für den LKW gar kein Problem, wenn nicht gerade Regenzeit ist. Weder in der Höhe noch in der Spurbreite wird es wirklich eng.
Klar, bis 7to kostet es 1000 Pula, darüber 1500 Pula. Bei der Transitbuchung im Office in Maun frägt niemand nach dem Fahrzeugschein, einfach bis 7to angeben, rafft auch niemand an den Gates. Es sei denn, Dein Laster ist optisch so riesig, dass es dem Dümmsten auffällt... Aber, wenn Du die Sprit-Mehrkosten für die überaus langweilige Strecke unten herum rechnest, bist Du nicht mehr weit weg von den 1000 Pula.
Sehr schön ist bei der Entscheidung für die direkte Strecke der Aufenthalt am Khwai River, der ist kostenlos und Du stehst tatsächlich den ganzen Tag zwischen großen Tierherden. Schau doch einfach mal auf unserer homepage http://www.mantoco.com unter "tagebuch".
Wild campen ist außerhalb von Moremi und Chobe nirgends ein Problem.
Viele Grüße
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon fordfahrer » 05.02.2018 20:17

Hi,
ja Mababe Gate - klar - nicht Matswere.
Tommy, schön, wenn es bei Euch so gut geklappt hat. Ich hätte da jedenfalls Angst um das Fahrzeug, aber wir sind auch nie im Transit durch den Chobe und Moremi gefahren - mit einem Laster schon gleich gar nicht. Die Parks selbst waren immer das Ziel und da ist es auf den kleinen Tracks schon eng.

Schade, wir hätten uns im Naukluft eigentlich begegnen müssen. Wir waren am 29.12. bei den Tinkas, am 30. in Mirabilis und am 31. an der Blutkuppe.
Gruss
Christian
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon martin1101 » 05.02.2018 21:53

Hi,
sind die Strecke mit unserem Bremach November 2017 gefahren (https://www.stonestours.at/2017/11/09/in-das-moremi-game-reserve-szenen-wie-im-bilderbuch/) für größeren LKW sehe ich das eher schwierig.
Freistehen zB am QuaiRiver ist kaum mehr möglich- die Comunity Conservacies verjagen einem eher unfreundlich. Und mit LKW lässt es sich nicht ganz so leicht verstecken spielen.

LG Lisi &Martin
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 06.02.2018 07:02

Vielen lieben Dank für die übermittelten Informationen!

Nun habe ich was zum überlegen.

Die mantoco - Seite kenne ich, nett, nun auch mal so in Kontakt zu kommen! An Khwai habe ich durchwachsene Erfahrungen. Von da wurde ich mal ausgeflogen, nachdem man mich bewusstlos neben dem Zelt gefunden hat. Lebe aber noch, und das ist gut so.

Danke nochmals!
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ulf K. » 06.02.2018 07:47

Hallo allerseits,

Nördlich der Achse Maun-Nata gehört alles Land zu Nationalparks, Conservancy Trusts, Konzessionen oder einigen wenigen Farmen. Alle reagieren allergisch auf wild campende Europäer, die sich ein Fahrzeug für 100.000 EUR leisten, aber dann Campingkosten sparen wollen. Wenn man die Gegend nicht gut kennt, sollte man auch berücksichtigen, dass in Botswana nicht Ranger sondern vor allem die Armee die Tierwelt gegen Wilderei verteidigt. Die haben nachts ganz offiziell die Policy "Erst schießen, dann fragen".

Das man auf dem Trip über Savuti Sprit spart, halte ich auch für fraglich. Die Strecke außen herum über Nata ist zwar 50% länger, aber durchgehend Asphalt. Der ganze Sand zwischen Shorobe und Kachikau wird den Verbrauch so erhöhen, dass man durch die Abkürzung keinen Sprit spart.

Viele Grüße

Ulf
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon fordfahrer » 06.02.2018 08:10

Hi,
Ulf, das kann ich nur bestätigen. Das ist halt das Problem mit den Lastern. Man kommt nicht überall hin, und wenn, dann kostet es sehr viel. Ich habe jetzt schon diverse Berichte gelesen, wo die Leute beschrieben haben, wie sie sich dort in der Khwai Region "schwarz" "versteckt haben. Wenn das weiter so geht, wird man das immer restriktiver handhaben. Das ist das gleiche mit der Tonnage. Die sind nicht blöd, nur eben wird in Afrika manches nicht so kritisch gesehen.

Im Prinzip kann man mit einem LKW die ganzen NP's im südlichen Afrika vergessen. Sowas wie Bremach geht vielleicht grad noch so, aber größere funktionieren nicht. Ich glaube, in Ostafrika stellt sich die Frage schon gar nicht mehr, da der Besuch eines NP's mit einem ausländischen Laster unbezahlbar ist.

Gruss
Christian
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 06.02.2018 08:47

fordfahrer hat geschrieben:Im Prinzip kann man mit einem LKW die ganzen NP's im südlichen Afrika vergessen.


Ich danke nochmals für Eure Einschätzungen. Ich wollte nicht Sprit sparen, sondern die Strecke mal fahren. Und ich will keine Campinggebühren sparen, das wäre ja lächerlich. Und ich möchte mich auch an die Regeln halten, das mache ich in jedem Land, in dem ich Gast bin.

Ich war zu oft im südlichen Afrika unterwegs, um dem Zitat da oben zustimmen zu können. Wir haben 1x Schiffbruch erlitten, das war auch der Anlass meiner Frage. Ansonsten hat das immer sehr schön geklappt.
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon martin1101 » 06.02.2018 09:15

Also mit unserem Bremach sind wir überall hingekommen, wo "normale" 4x4 auch hibekommen. Daher auch Wahl dieser Fahrzeuggröße. Hat sich bewährt.
Weiterhin tolle Reisen
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Ebi » 06.02.2018 09:48

Hallo Ihr Beiden!

Hab gerade Euren Blog angeschaut, Ihr habt Schorsch getroffen... Die Welt ist klein, ich kenne ihn nur aus einem Forum, nicht persönlich. Wollen uns, wenn es zeitlich passt, im August in Namibia treffen.

Richtet Grüße aus, wenn Ihr noch Kontakt habt!
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Re: Maun - Kasane: mit LKW machbar?

Beitragvon Turi » 06.02.2018 11:42

Hallo Martin, hallo Wüschigemeinde

Also mit unserem Bremach sind wir überall hingekommen, wo "normale" 4x4 auch hibekommen


Der Bremach hat natürlich auch einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem LKW, der hat die Spurbreite von in etwa den Pick Ups.
Reisende, die nur im südlichen Afrika unterwegs sind, bzw. sich dort in erster Linie in den Nationalparks herumtreiben, sollten eher mit Fahrzeug unter 3,5 to unterwegs sein.
beim LKW:
1. stimmt die Spurbreite nicht mit den überwiegend in den Parks gefahrenen Fahrzeugen, soll heissen,
im Sand ein ewiges Geschaukel, wo's Buschwerk hat sind vielfach die Reifenflanken zerschnitten.
2. sind viele NP gar nicht zu befahren mit dem LKW.
3. wenn ja, fast unbezahlbar.
Tommy und Conny haben andere Voraussetzungen, bzw. Anforderungen an ihr Fahrzeug, sie leben seit Jahren ständig im LKW und bereisen nicht nur das südliche Afrika.
Sie müssen zwangsläufig Abstiche bei den NP und gewissen Pisten in Kauf nehmen, dafür haben sie mehr Wohnkomfort.

Sorry, bin ein wenig abgewichen. :oops:

liebe Grüsse
Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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