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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 18.11.2016 11:32

Hallo Wüstenfreunde,

diese Woche bin ich von einer besonderen Wüstenreise zurückgekehrt. :) Ich hatte die Gelegenheit in Niger die traditionelle Salzkarawane durch die Ténéré und das Air Gebirge zu begleiten.

Bereiste Gebiete bzw. Städte:
Niamey, Agadez, Bilma, Fachi, Air/Timia und ein paar kleinere Ortschaften.

Sicherheit:
Nach einigen Sicherheitsbedenken aufgrund der Entführung eines Entwicklungshelfers entschloss ich mich diese einmalige Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen und trat die Reise unter Inanspruchnahme von Militärbegleitung an. Ein weiterer Teilnehmer, der mich auf der Karawane begleiten wollte, konnte sich nicht rechtzeitig entscheiden.

Bei Niger handelt es sich, wie das Auswärtige Amt schon schreibt, um ein Land mit hohem Sicherheitsrisiko. Besonders im Westen in der Nähe zu den Grenzen von Mali (AQIM) und im Süden zu Nigeria (Boko Haram). Diese Gegenden würde ich als No Go Zone betrachten.

Der von mir bereiste Osten ist terrorismusmässig nicht relevant. Flüchtlingsströme auf der Strecke Agadez - libysche Grenze gibt es nicht mehr, seit die Regierung in Niger keine Flüchtlingskonvois mehr zulässt. Dies birgt allerdings für Reisende ein neues Risiko, da die zahlreichen Schlepper nun ihr Business aufgeben mussten. Aus Libyen kommen zahlreiche weiße Pkw auf der Piste nach Agadez, von denen man nicht wirklich weiss, wer in diesen Fahrzeugen sitzt. Auf dem Weg von Agadez nach Bilma begleitete uns ein starkes Militärkonvoi und bei einem Brunnen auf der Strecke meinte einer, man sollte sich nicht zu weit entfernen. Es könnte sein, dass man dann plötzlich verschwindet. Das Tragen von Tuaregkleidung wurde aus traditionellen und Sicherheitsgründen angeraten. Wenn man sich unter Tuaregs aufhält ist das Tragen des Tagelmoust eh obligatorisch.

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Während der Salzkarawane selbst gab es keine Militärbegleitung.

phpBB [video]

https://www.youtube.com/watch?v=Miszp1BuEbU

Erst bei der Ankunft in Timia wurde ich wieder von zwei Militärs mit AK 47 auf Schritt und Tritt bewacht. An einem Abend machten der Chief of Security und sein Stellvertreter mir ihre Aufwartung. Sie versicherten mir, dass es keinen Grund zur Sorge gäbe und alles nur reine Vorsichtsmaßnahme wäre. Der Chef meinte: take it easy and enjoy life

Mit dem Militär gab es zu keiner Zeit Unannehmlichkeiten oder Probleme. Alle waren freundlich und das gegenseitige Verhältnis absolut locker und aufgeschlossen.

Ein paar Bilder hätte ich noch. :roll:

Grüsse
Alexander
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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon majasch » 18.11.2016 16:24

tönt spannend!
mehr fotos aus der wüste? jaaaaaaaaaaaaaaaa gerne :h:
freue mich drauf maja
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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Turi » 18.11.2016 18:06

Hallo Alex

Gratuliere Dir zu der Tour ins Herzen von Afrika und der gesunden Heimkehr.
Wie heisst es so schön; Ausser man tut es.
Wäre schön, wenn Du noch näher berichten würdest, ich bin dabei.
Niger steht auch noch auf meinem Programm, aber wenn irgend möglich als Selbstfahrer.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Birgitt » 18.11.2016 18:30

Hallo Alex,

willkommen zurück !
Und lass dir schööööön viiiiiiiiel Zeit bei deinem Bericht :-)
Dann haben wir den ganzen Winter was zum träumen.

Viele Grüße
Birgitt
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Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon martin1101 » 18.11.2016 19:04

Hi Alexander,
schön dich wieder in der Heimat zu wissen - trotz allem Fernwehs.

LG
Martin
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 19.11.2016 17:43

Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Es ist schon erstaunlich, auf welchem Wege sich manchmal Wünsche erfüllen. Am letzten Tag meiner Algerienreise letztes Jahr kam ich mit einer Agentur ins Gespräch. Seit vielen Jahren träume ich von einer Reise mit einer Karawane. Nein, keine Kameltour, wie sie Touristen angeboten wird. Eine richtige Kamelkarawane, wie diese, die auf ihrer Handelsroute die Wüste Nigers durchzieht.

Während meiner Zeit in Ägypten lernte ich einen Mann aus Siwa kennen, der gelegentlich eine Karawane für besondere Freunde veranstaltete. Sie führte von Siwa über Libyen nach Tunesien. Aus bekannten Gründen und mangels meiner Möglichkeit nach Ägypten einzureisen zerschlug sich diese Möglichkeit.

Als ich im Gespräch mit der Agentur nun von "meiner" Karawane erzählte meinte sie ganz trocken: "Da lässt sich bestimmt etwas arrangieren. Ich kenne den Karawanenführer der Salzkarawane…"

Einige Monate später bekam ich die Mitteilung, dass wir da "Go" hätten und ich konnte mit der Planung beginnen.
Zwei Wochen vor dem Abflug schien die Reise vor dem vorzeitigen Aus. Ein Überfall auf ein Hochsicherheitsgefängnis bei Niamey und die Entführung eines Amerikaners verschärften die Sicherheitslage im Land. Meine Entscheidung stand aber fest. Der Flug nach Niamey ist gebucht.
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 19.11.2016 17:44

Kurz nach Mitternacht komme ich am Aéroport International Diori Hamani in Niamey. Ein Fahrer des Terminus Hotels steht schon am Ausgang mit einem kunstvoll gemalten Namensschild bereit. Auf dem Weg zum Fahrzeug bietet mir ein Geldwechsler einen Kurs von 400 CFA für einen Euro. Weit unter dem üblicherweise erzielbaren Wechselkurs. Das Angebot erhöht sich auf 450 CFA, aber selbst dieser Kurs ist nicht akzeptabel.

Eigentlich bin ich zu müde, um mich mit Wechselkursen zu beschäftigen und ich bin froh, als mein Rucksack verstaut im Kofferraum liegt und wir uns durch die Nacht auf den Weg zum Hotel machen.

Kurz nach dem Airport fällt mir ein großes Plakat mit dem Konterfei unserer Bundeskanzlerin auf. In Kürze wird sie in Niger erwartet. Die Menschen in Niger stecken große Hoffnungen in den Besuch von Angela Merkel.

Ich checke kurz ein. Die lokale Agentur hat bereits alles vorbereitet. Ich bekomme den Schlüssel, werde zu meinem Zimmer begleitet, der Thermostat des Kühlschranks wir auf Maximum gedreht und ich lege mich, ohne meinen Rucksack auszupacken aufs Bett, um einige Stunden Schlaf aufzuholen. Ich hatte einen Tag Aufenthalt in Niamey bevor es per Flieger weiter nach Agadez geht.

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Ursprünglich hatte ich den Transfer von Niamey nach Agadez auf dem Landweg geplant. Der Weg hätte mich allerdings durch die Ortschaft geführt, in welcher der amerikanische Entwicklungshelfer zwei Wochen vorher entführt wurde.
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 19.11.2016 17:45

Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich von einem Muezzin, bellenden Hunden oder gackernden Hühnern geweckt werde. Doch nichts dergleichen geschah. Da war ein anderes, alles durchdringendes Geräusch. Es wird Zeit aufzustehen und dem Störenfried auf den Grund zu gehen.

Auf dem Weg zum Frühstück entdecke ich den Grund, der für meinen Schlafabbruch verantwortlich ist. Ein Pfau macht Jagd auf seine Weibchen.

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Auf dem Weg durch den Hotelgarten lauern Monster am Wegrand.

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Nach dem Frühstück geht es auf Entdeckungstour. Mein Guide, der mir Niamey zeigen sollte ist nicht aufgetaucht, also mache ich mich selbst auf den Weg in Richtung Stadtmitte.

Ich verlasse das durch Mauern, Zäune und Militärstacheldraht gesicherte Hotelgelände. Die Zufahrt zum Hotel wird noch durch ein Eisentor gesichert, das durch Soldaten mit AK 47 bewacht wird.

Ich biege nach rechts ab.
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 19.11.2016 17:46

Vor einer Bäckerei steht dieser Mercedes mit einem Aufkleber meines Heimatfussballclubs :) Ich versuche, leider erfolglos den Eigentümer des Fahrzeugs ausfindig zu machen. Vermutlich wurde der Daimler schon mit dem Aufkleber nach Niger exportiert.

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In den Straßen wird Gegrilltes angeboten. Teilweise wird richtig schmackhaft gewürztes Fleisch angeboten. Man sollte sich mit Fleisch allerdings etwas auskennen. Häufig wird auch Suppenfleisch gegrillt und das eignet sich überhaupt nicht für diese Art von Zubereitung :) Es erspart aber den Dentalkaugummi. Die Kaumuskulatur wird mit Sicherheit ausreichend beansprucht :cool:

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Weiter geht es an der Botschaft Ägyptens vorbei.

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Und plötzlich sehe ich ihn zum ersten Mal. Den drittgrößten Fluss Afrikas: den Niger

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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 20.11.2016 17:58

Auf dem Weg zum Niger komme ich an diesem Schild vorbei. Hier kämpft die Association Nigérienne pour la Défense des Droits de l'Homme für die Menschenrechte.

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Panorama: zum Vergrößern auf das Bild klicken.

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Fischer in einer Piroge auf dem Niger versuchen ihr Glück.

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Selbst bei starkem Verkehr kann man ohne Probleme auf die andere Seite der Brücke wechseln. Teilweise halten die Fahrzeuglenker an und winken einen rüber. Für Afrika wohl eine Ausnahme ;-)

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In das Museum schaffe ich es leider nicht mehr. Ich hätte zu gerne den Abre du Ténéré gesehen. Ich behalte mir den Besuch für das nächste Mal vor.

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Es ist Waschtag am Niger. Die Wäsche wird am Fluß gewaschen und am Straßenrand zum Trocknen aufgereiht.

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Ein schönes und großes Exemplar einer Piroge. Ein Traum ist es immer noch, mit so einem Boot den Niger entlangzuschippern.

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Fleisch wird am Straßenrand zum Verkauf angeboten. Irgendwie wundert es mich, dass das Fleisch keine Fliegen anzieht.

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Eigentlich gibt es keinen Grund für diesen Stau. Irgendjemand hat auf die Straße ein Schild aufgestellt, dass jetzt gleich ein Bus kommen würde. Busse scheinen absolute Vorfahrt zu haben. ;-)

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Badetag am Niger:

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Zurück im Hotel liegt in meinem Fach die Genehmigung, dass ich mich im Land frei bewegen darf. Zusätzlich hinterließ mein Kontakt das Flugticket nach Agadez.

Geld habe ich auch gewechselt. Jetzt steht der großen Reise nichts mehr im Weg 8)

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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 20.11.2016 19:23

Auf nach Agadez

Der Flughafentransfer des Hotels bringt mich wieder zurück zum Flughafen. Mit mir warten noch 23 Fluggäste auf den Flug nach Agadez.

In Niamey werden die Boardkarten noch manuell ausgestellt :)

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Pünktlich hebt die Fokker 50 der Palestinian Airline nach Agadez ab.

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Im Passagierraum fällt mir ein Plakat mit der Aufschrift "FLIGHT CREW CHECK LIST FOR IN - FLIGHT CHEMICAL/BIOLOGICAL WAEPONS" auf dem die Crew instruiert wird, wie sie sich im Falle eines Angriffs mit chemischen oder biologischen Waffen zu verhalten hat. Anweisungen gibt es für folgende Szenarien: Die Waffe befindet sich im Flugzeug und wurde aktiviert, noch nicht aktiviert oder die Waffe befindet sich im Cargo Bereich. :roll: Interessant für welche Situationen es alles Vorschriften gibt.

Die Aussenbereiche Niameys aus der Luft.

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Anflug auf Agadez.

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Am Flughafen steht mein Fahrer schon bereit, der mich zum Hotel Paix d'Agadez kutschiert.

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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Peter D » 20.11.2016 20:00

Hallo Alex,

die Stadt ist ja heftig gewachsen seit meinem letzten Besuch 1992...
Die Azelai-Karawanen, ehemaligen Flüchtlingstransporte, Schmuggler-Zwischenstationen und das nahegelene Uranbergwerk allein werden dafür nicht verantwortlich sein...
Aber was ist es dann...?

In welchem Verhältnis bist du zu Fuß versus reitend die Etappen angegangen ?
Die Azelai haben ja durchaus einen flotten Schritt..

lg Peter
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 20.11.2016 20:32

Hallo Peter,

vor 30 Jahren war ich zum ersten Mal in Agadez. Seit dem ist die Stadt ein Stück gewachsen. Die Karawanen sind dafür weniger verantwortlich. Die gehen vor allem ins Air und nach Süden zu den Haussa in Nigeria.

Bevor die Flüchtlinge ihre Finale Reise nach Europa andreten konnten, mussten sie eine zeitlang in Agadez arbeiten, um ihre Reise zu finanzieren. Am Stadtrand entstanden teilweise Gärten, Schule und das amerikanische Militär hält sich ebenfalls in Agadez auf. Arlit gewinnt auch immer mehr an Bedeutung. Derzeit wird die Straße nach Arlit neu gebaut.

Die Schrittgeschwindigkeit der Karawane betrug im Schnitt knapp über 3 km/h. Selten bis zu 4 km/h. Ursprünglich hatte ich vor mal einen Tag durchzulaufen. Die Temperaturen waren aber brutal und erreichten Spitzen über 60 Grad Celsius. Es war der heißeste November seit Jahrzehnten. Die Regenzeit fiel dieses Jahr auch mager aus. Bis auf einen Tag, an dem ich mir Rippenprellungen zugezogen hatte bin ich bis Mittag die Hälfte, also ca. 25 km gelaufen und dann während der Mittags- und Nachmittagshitze geritten. Zwischendurch dann wieder gelaufen. Wobei das Laufen unter dem Strich leichter ist als das Reiten. Das geht ganz schön an die Substanz.

Grüsse
Alexander
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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 21.11.2016 08:21

In Agadez angekommen halte ich mich nicht lange im Hotel raus. Ich möchte sehen, wie sich die Wüstenstadt in den letzten 30 Jahren seit meinem ersten Besuch verändert hat.

Zunächst steht das Haus des berühmten deutschen Forschers Heinrich Barth auf dem Programm.

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Barth war der erste Deutsche, der Agadez besuchte und auch dort zeitweise wohnte. Zu diesem Zeitpunkt war die einst prachtvolle Handelsstadt dem Verfall preisgegeben. Wohnten einst in Agadez 50.000 Menschen, waren es zu Barths Zeiten nur noch 7.000. Heute wohnen in der Stadt ca. 118.000 Menschen.

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Noch heute stehen in Barths Haus alte Kisten und Utensilien, die er auf seinen Reisen benutzte.

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Re: Niger: mit der Salzkarawane durch die Ténéré und Air

Beitragvon Alexander » 21.11.2016 16:32

Es geht weiter durch die Gassen von Agadez. Viel hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Agadez ist immer noch eine geschäftige Handelsstadt. Der Hauptunterschied im Vergleich zu vergangenen Jahren: es gibt keine Touristen.

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Kinder verkleiden sich und feiern ein Fest.

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Die berühmte Mosche von Agadez. Deren Besichtigung hebe ich mir für später auf.

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Wie mag Agadez von der Spitze dieses Turms aus aussehen? Ich klettere auf den Turm. Der Schweißstil der Treppen läßt mich zunächst zurückschrecken. Aber die Stabilität ist ausreichend.

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Der Blick von dort oben ist atemberaubend ;-)

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Panorama: Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

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Der Hauptwasserturm von Agadez.

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