Tags darauf unternahemen wir eine ungeplante Offroad Tour in der Umgebung von San Pedro de Atacama. So gewisse Landschaftsformationen lassen mir einfach keine Ruhe und ich muss einen Abstecher machen. Leider sind wir alleine unterwegs und deshalb muss dann oft die Vernunft über die Abenteuerlust siegen.
Meine Vernunft heißt Ursula...
Ricca hat geschrieben:Ich konnte Ursula noch Zugang zum Observatorium beschaffen und wir durften eine Antenne von innen besichtigen.
Apropos Zugang: Auf einem der Panoramio-Fotos bei Google Earth sah ich ein Verbotsschild, das offensichtlich das Befahren des Plateaus mit den Antennen von einer Genehmigung abhängig macht, ansonsten verbietet. Weißt Du dazu Näheres?
das Befahren ist ohne Genehmigung verboten und der Security Dienst auch ziemlich auf Zack.
Es gibt kaum Chancen ohne Genehmigung in die Nähe zu kommen.
Gestern besuchten wir das Eisenbahn "Museum" in Baquedano. Sehr beeindruckend und unbedingt besuchenswert.
Soweit mir bekannt blieben vor sehr vielen Jahren die Dampflokomotiven einfach stehen, da sie nicht mehr gebraucht wurden. So nach und nach kam dann immer mehr hinzu und irgendwann nannte man das Ganze dann "Museum".
Der große Vorteil ist, dass man überall ran und rein kommt und keiner da ist, der alles verbietet. Eintritt gibts auch keinen.
Baquedano liegt zwischen Antofagaste und Calama.
Gleich neben Baquedano sind diverse "Geisterstädte" von ehemaligen Salpeterminen. Die wollen wir Morgen besuchen fahren.
Und unglaubliche Dünen. Sieht auf den Fotos aus der Entfernung ähnlich aus wie in der Sahara. Die Beschaffenheit ist aber ganz anders. Der Untergrund ist sehr fest und abgesehen von den Senken super leicht befahrbar.
Leider ist die Filmerei schief gegangen. Wir wollen aber nochmal hinfahren und aufnehmen.
Zuletzt geändert von Ricca am Di 17. Jul 2012, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Besuch lohnt unbedingt.
Chacabuco wurde 1924 gegründet und war eine typische Nitratstadt. Dieser Nitratstadt war ein nur kurzes Leben von 14 Jahren beschieden, da danach künstliches Nitrat den Salpeterabbau überflüssig machte. 1971 wurde Chacabuco von Präsident Salvador Allende als historisches Monument deklariert und es wurde mit Restaurierungsarbeiten begonnen. Unter Pinochet wurde Chacabuco bis Ende 1974 als Gefängnis umfunktioniert. Zu dieser Zeit waren bis zu 1800 Gefangene, darunter Ärzte, Rechtsanwälte, Künstler, Schriftsteller, Professoren und Arbeiter, interniert.
In den 90er Jahren begannen Restaurationsarbeiten, die aber abgesehen vom Theater nur als Erhaltungsarbeiten ausgeführt wurden.
schön von euch zu hören. Wie atmet es sic denn so auf 5000 m Höhe?
Ich sehe schon, diese Landschaften sind viel zu verlockend, um sie nicht einmal zu besuchen.
Weiterhin gute Reise.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
wir sind die letzten Tage etwas verschütt gegangen, weil wir eine Übernachtungsodysee durchgemacht haben. Ohne Ausrüstung im Auto schlafen und ähnlichen Unfug...
Also ich kann Chile & Argentinien nur absolut empfehlen. Keine Entführungen, nette Leute, unfassbar schöne Gegend und unedliche Weite.
Ach ja. Es atmet sich recht beschwerlich auf 5000 Meter Höhe. Hab da ja auch 2 Wochen lang gearbeitet. Ca. 1/3 Arbeitsleistung von Normal. 5 Schritte = 2 Minuten hecheln oder so ähnlich
Noch ein paar Bilder der letzten Tage.
Heute gehts wieder zurück nach Hause.
Es war die landschaftlich beeindruckendste Reise meines Lebens. Wir sind etwas mehr als 3000 Kilometer in den 14 Tagen gefahren und haben die unterschiedlichsten Gegenden gesehen.
Abgesehen von der sehr mühsamen Quartiersuche war alles sehr positiv und ich kann Argentinien & Chile nur empfehlen.
Ohne eigenes Quartier würde ich diese Reise aber nicht mehr machen.