PC Welt: Ransomware befällt Smart-TVs von LGBislang sind Erpressungs-Trojaner eher auf Smartphones oder Windows-Rechnern ein Problem. Doch schon länger warnen Sicherheitsforscher auch vor einer Infektion smarter TV-Geräte.
Grüsse
Alexander
Moderator: Moderatoren
PC Welt: Ransomware befällt Smart-TVs von LGBislang sind Erpressungs-Trojaner eher auf Smartphones oder Windows-Rechnern ein Problem. Doch schon länger warnen Sicherheitsforscher auch vor einer Infektion smarter TV-Geräte.
Und manche Schlau-Fernseher hatten den Virus bereits ab Werk eingebaut, z.B. welche von Samsung:Alexander hat geschrieben:Zum ersten Mal wurde ein Smart Fernseher von einem Virus befallen.
Also ein Doppelfehler. Der ganze Artikel bei Golem.Smart-TV blendet unerwünscht Werbung in Fremd-Apps ein
[...]
Anfang der Woche hatte eine Passage in den Smart-TV-Nutzungsbedingungen für mediale Aufregung gesorgt. Darin werden Nutzer davor gewarnt, vor dem Fernseher Privates zu erzählen, weil die Sprachsteuerung des Fernsehers Gespräche mitaufzeichnen könnte.
Alles ein "alter Hut"Samsung's warning: Our Smart TVs record your living room chatter
Technically Incorrect: Samsung's small print says that its Smart TV's voice recognition system will not only capture your private conversations, but also pass them onto third parties.
Zur Erklärung: Amazon Echo ist ein Lautsprechersystem, das auf Sprachkommandos hört. Diese werden "selbstverständlich" in der Cloud, also in irgendwelchen Schurkenstaaten außerhalb des Gültigkeitsbereichs deutscher Datenschutzvorschriften, ausgewertet. Nett übrigens, daß Amazon das Gehörte langfristig aufzeichnet. Wer sich im Sinne deutschen Rechts auf "überraschende" Klausel berufen sollte, kann es bei deutschen Gerichten gegen ein US-Unternehmen versuchen. Viel SpaßIn einem Mordfall im US-Bundesstaat Arkansas fordert die Ermittlungsbehörde nun von Amazon die gespeicherten Audiodaten des zur Tatzeit aktiven Amazon Echo des Tatverdächtigen.
Die Barbie-Puppe ist auch schon alt, und selbst der Fakten-Fakten-Fakten-Focus hat die Gefahr angedeutet:Der oberste Verbraucherschützer Klaus Müller warnt davor, dass hinter jedem sprachgesteuerten Assistenten und Kinderspielzeug ein Server stehe und es oft unklar sei, was mit den Sprachaufzeichnungen geschieht. [...]
Die Puppen schicken ausgesprochene Fragen ins Netz und suchen nach passenden Antworten. Dabei machten sie aber auffällig viel Werbung für Disney-Produkte.
Wenn ein Schlaufernseher gar eine Kamera eingebaut hat, z.B. für ein eingebautes Skype oder für die Gestensteuerung, dann ist es für manche netztechnikaffinen Leute außerhalb der Wohnung nicht besonders schwer den Fernseher zur Bildübertragung ins Netz zu "motivieren". Soll heißen: mal schauen, was die Wohnungsinhaber gerade vor ihrem Schlaufernseher machen.Ein Mädchentraum soll wahr werden: Barbie lernt sprechen. Über eine Wlan-Verbindung sollen der Puppe die passenden Antworten eingeflüstert werden. Alle Gespräche sollen allerdings nicht nur aufgezeichnet, sondern auch gespeichert werden.
Der potentielle Nutzer möge sich fragen, was diese Anpassung bedeuten könnte, wie sie funktionieren soll und wo sie letztendlich implementiert ist. Sogar eine dezent formulierte Warnung mit der schönen Übersetzung des Kürzels IoT ist dabei entstanden:Wie sehr sich Fernseher von der Glotze zum Multimediagerät wandeln, zeigt sich aber daran, dass Samsung schon vor der Messe eine neue Version seines TV-Betriebssystems Tizen angekündigt hat. Die soll es dem Nutzer ermöglichen, seinen Fernseher stärker an persönliche Vorlieben anzupassen.
Hier übrigens das Parallelprodukt zu Amazons Echo von Lenovo frisch auf der CES zu sehen und beim Lauschen zu beobachten.In den vergangenen Monaten machte das Internet der Dinger freilich weniger durch spannende Neuheiten auf sich aufmerksam, als durch seine Schwächen. Die Internetangriffe des Mirai-Botnets zeigten mehrmals, wie schlecht gesichert viele vernetzte Geräte sind - und wie leicht sie sich deshalb von außen manipulieren und als Cyberwaffe nutzen lassen.
Bei Heise.Kinder vs. Alexa: Ein Puppenhaus, kiloweise Kekse und ein Pornoklingelton
Ungewollte Bestellungen und Anfragen, die mit Pornovokabular beantwortet werden: Amazons Netzwerklautsprecher und Kinder im gleichen Haushalt sind nicht immer die beste Kombination.
Auch bei Heise.Der CES-Blick in die Zukunft: Sprachsteuerung löst grafische Benutzeroberfläche ab
Im Rahmen seiner traditionellen Prognose zum CES-Start hat Shaw DuBravac vom CES-Veranstalter CTA der grafische Benutzeroberfläche eine düstere Zukunft vorhergesagt. Schuld sind Amazon Alexa & Co.
Zeit Online: Alexa kriegt sie alleHat das Unternehmen damit Erfolg, sind Nutzer komplett abhängig von Amazon. Um aus den Anfragen und Befehlen der Nutzer zu lernen, muss die Software die Server von Amazon kontaktieren. Jede Anfrage wird damit sowohl über das Internet übertragen als auch von undurchsichtigen Algorithmen verarbeitet. Je mehr Geräte Alexa einsetzen, desto umfassender wird ihr Wissen über die Besitzer – das auch für Dritte wertvoll ist. In den USA erhoffte sich daher beispielsweise die Polizei jüngst Einblicke in einen Mordfall mithilfe von Alexas Aufnahmen. Spätestens jetzt ist klar: Sollte sich die Assistentin als Betriebssystem des Smart Home durchsetzen, potenzieren sich die Datenschutzprobleme. Alexa wäre wirklich überall.
Noch haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, ob Alexa oder nicht. Aber wie sieht es in ein paar Jahren aus, wenn es nur noch Alexa-Kühlschränke gibt? Auf mein Zitronensorbet möchte ich nicht verzichten. Brauche also einen Kühlschrank.schnorr hat geschrieben:die frage nach dem, wie blöde die menschen eigentlich sind, erübrigt sich wahrscheinlich.
Bei Etablierung der Schlaufone vor ein paar Jahren dachte ich zunächst auch, daß die Menschheit doch gar nicht so blöd sein kann ... Sie ist es :-( Aber es gibt sie trotzdem noch, die alternativen Ortungswanzen, die nur Telefon und SMS können.Alexander hat geschrieben:Noch haben wir die Möglichkeit zu entscheiden, ob Alexa oder nicht. Aber wie sieht es in ein paar Jahren aus, wenn es nur noch Alexa-Kühlschränke gibt?schnorr hat geschrieben:die frage nach dem, wie blöde die menschen eigentlich sind, erübrigt sich wahrscheinlich.
Mehr bei Heise.Amazon Echo: Nachrichtensprecher löst Massenbestellung aus
Mehr bei Heise.Sicherheitsloch im Herzschrittmacher
Ein Firmware-Update soll Patienten mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren davor schützen, dass Hacker die Kontrolle über die Geräte übernehmen. Es gibt jedoch Zweifel daran, dass die Geräte nach dem Update sicher sind.
Augsburger Allgemeine: Amazons "Echo" bereitet Sicherheitsexperten SorgeComputer-Spezialisten bemängeln die fehlende Transparenz seitens Amazon. „Amazon müsste klar formulieren, welche Daten gespeichert und wie lange sie aufbewahrt werden.“
Die Verbraucherzentrale warnt zudem vor der Möglichkeit, dass die Geräte durch unbefugten Zugriff missbraucht werden können. Ein Hacker könnte Echo anzapfen und den Nutzer mit den sieben Hochleistungsmikrofonen belauschen.