GPS und Artverwandte: Back to the Roots
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Ralf Kiefer
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- Wohnort: nahe Karlsruhe
GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Hallo!
Manch einer ist heute noch auf dem alternativlosen GPS-Trip und traut jedem Bildschirm mehr als allem auf Papier. Die US-amerikanischen Militaristen waren bei der Einführung der elektronischen Systeme Vorreiter, und ausgerechnet die sind es jetzt bei der Bewahrung alter Fertigkeiten wie dem Navigieren ohne Strom und Software. Sie beschäftigen sich wieder mit Sextanten. Hier eine kurze Meldung bei Heise.
Gruß, Ralf
Manch einer ist heute noch auf dem alternativlosen GPS-Trip und traut jedem Bildschirm mehr als allem auf Papier. Die US-amerikanischen Militaristen waren bei der Einführung der elektronischen Systeme Vorreiter, und ausgerechnet die sind es jetzt bei der Bewahrung alter Fertigkeiten wie dem Navigieren ohne Strom und Software. Sie beschäftigen sich wieder mit Sextanten. Hier eine kurze Meldung bei Heise.
Gruß, Ralf
Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Ein Sextant in der Hand ist auch viel schöner als ein Smartphoneähnliches Ding in der Hand
... meine Meinung
Gruß Albatross
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Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Ja, sieht flott aus, vor allem der Cassens&Plath mit künstlichem Horizont.
Seinerzeit in den Siebzigern um 1600 Euro gekauft, und für den künstlichen Horizont - ohne den abends/nächtens nix geht - nochmal 600 euro.
Das war das Profigerät wie es heute noch auf Großschiffen vorschriftsmäßig geführt werden muß.
Das Ding hatte gegen meinen Theodoliten (vom Wiener Vermessungsamt einfach ein altes aber gute Gerät kostenlos für 1 Jahr geliehen bekommen...) natürlich nicht den Hauch einer Chance.
Beste Genauigkeit 800m, damit ist ein getarnter Flachbrunnen nie zu finden...
Das alte verbeulte Theodolitenklumpert schaffte nicht selten 60-80m.
Das Teil hat auch vier Libellen, die vierte Libelle ist die "Versicherungslibelle", ein hauch von einem Lüftchen und sie ist weg..
Der Sextant hatte im künstlichen Horizont nur eine einzige mäßig "gedämpfte Luftblase", nicht viel besser als ein Bauhausding, nur eben gedämpft...
Und natürlich legt sich dann über den zu messenden "Vegastern" in der Nacht die einzige Wolke zwischen Atlantik und Nil drüber, und kann Eineinhalb Stunden warten bis der nächste brauchbare Stern mit passender Lichtbrechung daherkommt.
Romantik gewöhnt man sich schnell ab, wenn's dann 1h Nachts wird und die Gruppe unruhig, weil noch kein Fix da ist..
lg
Peter
Seinerzeit in den Siebzigern um 1600 Euro gekauft, und für den künstlichen Horizont - ohne den abends/nächtens nix geht - nochmal 600 euro.
Das war das Profigerät wie es heute noch auf Großschiffen vorschriftsmäßig geführt werden muß.
Das Ding hatte gegen meinen Theodoliten (vom Wiener Vermessungsamt einfach ein altes aber gute Gerät kostenlos für 1 Jahr geliehen bekommen...) natürlich nicht den Hauch einer Chance.
Beste Genauigkeit 800m, damit ist ein getarnter Flachbrunnen nie zu finden...
Das alte verbeulte Theodolitenklumpert schaffte nicht selten 60-80m.
Das Teil hat auch vier Libellen, die vierte Libelle ist die "Versicherungslibelle", ein hauch von einem Lüftchen und sie ist weg..
Der Sextant hatte im künstlichen Horizont nur eine einzige mäßig "gedämpfte Luftblase", nicht viel besser als ein Bauhausding, nur eben gedämpft...
Und natürlich legt sich dann über den zu messenden "Vegastern" in der Nacht die einzige Wolke zwischen Atlantik und Nil drüber, und kann Eineinhalb Stunden warten bis der nächste brauchbare Stern mit passender Lichtbrechung daherkommt.
Romantik gewöhnt man sich schnell ab, wenn's dann 1h Nachts wird und die Gruppe unruhig, weil noch kein Fix da ist..
lg
Peter
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Cool! Mit einem Sextanten würde ich auch gerne umgehen können!
Analogie zur "Nautik": als ich mit meinen Freunden mit den Segeltörns begonnen hatte Anfang der 90er, wurde der ganze Törn noch auf Papierkarten mit Zirkel, Dreiecken und Peilung auf die Leuchtfeuer navigiert! Einen Garmin GPS12 hatten wir, glaube ich, ab 1995/96 oder so mit als Experimentiergerät!
Heutzutage geht alles nur mehr über GPS bei uns - Garmin 276c, Garmin 76csx, OziExplorer, iPad,....
Beherrschen der "alten Technik" schadet auf keinen Fall, aber der Komfort von GPS, GLONASS und in Zukunft Galileo ist halt schon toll!! Speziell die dadurch gewonnene Zeit!
Analogie zur "Nautik": als ich mit meinen Freunden mit den Segeltörns begonnen hatte Anfang der 90er, wurde der ganze Törn noch auf Papierkarten mit Zirkel, Dreiecken und Peilung auf die Leuchtfeuer navigiert! Einen Garmin GPS12 hatten wir, glaube ich, ab 1995/96 oder so mit als Experimentiergerät!
Heutzutage geht alles nur mehr über GPS bei uns - Garmin 276c, Garmin 76csx, OziExplorer, iPad,....
Beherrschen der "alten Technik" schadet auf keinen Fall, aber der Komfort von GPS, GLONASS und in Zukunft Galileo ist halt schon toll!! Speziell die dadurch gewonnene Zeit!
Liebe Grüße aus Wien - Robert
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Das geht heute nur noch sehr eingeschränkt, wenn überhaupt noch. Der Betrieb von vielen Leuchtürmen ist eingestellt, und z.B. LORAN ist Geschichte. Nach meinem Kenntnisstand ist der einzige deutsche Sender auf Sylt nicht mehr in Betrieb, auch wenn der Wikipedia-Eintrag was anderes vermuten läßt.RobertL hat geschrieben: Analogie zur "Nautik": als ich mit meinen Freunden mit den Segeltörns begonnen hatte Anfang der 90er, wurde der ganze Törn noch auf Papierkarten mit Zirkel, Dreiecken und Peilung auf die Leuchtfeuer navigiert!
Mein erster, gebraucht erworbener GPS-Empänger war ein Garmin 55, der 8 Satelliten seriell(!) beobachten konnte. Die Zeit der Positionsbestimmung war damit nicht viel schneller als mit Mechanik, aber auch für mich als Sextant-Ahnungslosen möglich.RobertL hat geschrieben: Einen Garmin GPS12 hatten wir, glaube ich, ab 1995/96 oder so mit als Experimentiergerät!
Gruß, Ralf
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Bäärti
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- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
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Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Hoi zäme
Jetzt zügelt eure Begeisterung wieder! So ein Sextant funktioniert ja nur bei klarer Sicht. Bei Regen oder Nebel oder Bewölkung oder Dämmerung kann man damit nicht messen. Und auch in der Nacht ist es sehr problematisch, da dann der schnellen Mond oder einer der schwierigen Sterne herhalten muss. An Land kommt dann noch das Problem mit dem künstlichen Hotizont dazu.
Und dann die Rechnerei. Diie dauert mindesten eine halbe Stunde - und das Resultat ist bloss auf einige Kilometer genau...
Gruss Bäärti
.
Jetzt zügelt eure Begeisterung wieder! So ein Sextant funktioniert ja nur bei klarer Sicht. Bei Regen oder Nebel oder Bewölkung oder Dämmerung kann man damit nicht messen. Und auch in der Nacht ist es sehr problematisch, da dann der schnellen Mond oder einer der schwierigen Sterne herhalten muss. An Land kommt dann noch das Problem mit dem künstlichen Hotizont dazu.
Und dann die Rechnerei. Diie dauert mindesten eine halbe Stunde - und das Resultat ist bloss auf einige Kilometer genau...
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
...HrmBäärti hat geschrieben:....
Und dann die Rechnerei. Diie dauert mindesten eine halbe Stunde - und das Resultat ist bloss auf einige Kilometer genau...![]()
...
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Gruß Albatross
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Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Bäärti hat geschrieben:Hoi zäme
Jetzt zügelt eure Begeisterung wieder! So ein Sextant funktioniert ja nur bei klarer Sicht. Bei Regen oder Nebel oder Bewölkung oder Dämmerung kann man damit nicht messen. Und auch in der Nacht ist es sehr problematisch, da dann der schnellen Mond oder einer der schwierigen Sterne herhalten muss. An Land kommt dann noch das Problem mit dem künstlichen Hotizont dazu.
Und dann die Rechnerei. Diie dauert mindesten eine halbe Stunde - und das Resultat ist bloss auf einige Kilometer genau...![]()
Gruss Bäärti
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Da hat Bäärti recht, die 800m waren die glücklichen Glanzergebnisse zwischendurch, im Schnitt waren wir aber so um 1.2-1,6km...
Hätte es eine Libelle mit 3 Wasserwagen drin gegeben, wäre man auf gute 3-400m gekommen.
Die Herstellungskosten wären aber dabei damals exlpodiert, nicht verkaufbar...
Die Messung ist relativ simpel, Stark vereinfacht erklärt holt man mit dem Winkelmessgerät mit Hilfe der Spiegel das Gestirn in die Horizontale, das Gestirn muß sich aber ein paar Milimeter über der Fadenkreuzlinie befinden. Und es muß sinken. In dem Moment wo das Gestirn die Linie erreicht, drückt man auf der Chronographenuhr auf stop. Zeit und Winkeldaten des Geräts gehen in die HNO-Tabellen.
Ein Gestirn ergibt auf der Karte eine Linie.
Drei Gestirne ergeben auf der Karte drei Linien, sie bilden ein Dreieck. In dem Dreieck bist du irgendwo drin...
Einen HP-Rechner (damals in den Siebzigern) hätte es damals schon 3500 Euro gegeben.
Aber ich war beim Sextantenkauf schon etwas ausgeblutet und nahm lieber die Papiertabellen.
Unter 1h30min (ohne Rechner) ging nix.
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Re: GPS und Artverwandte: Back to the Roots
Als "Warmwasser-kroatische-Adria- Gelegenheitssegler" kenne ich die deutschen Gewässer nicht!Ralf Kiefer hat geschrieben:Das geht heute nur noch sehr eingeschränkt, wenn überhaupt noch. Der Betrieb von vielen Leuchtürmen ist eingestellt, und .....RobertL hat geschrieben: Analogie zur "Nautik": als ich mit meinen Freunden mit den Segeltörns begonnen hatte Anfang der 90er, wurde der ganze Törn noch auf Papierkarten mit Zirkel, Dreiecken und Peilung auf die Leuchtfeuer navigiert!
Liebe Grüße aus Wien - Robert




