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Pegida: der neue Antiislamismus?

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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 02.10.2015 21:16

Verlink ich halt hier nochmal, für die, die's nicht gelesen haben :
https://www.tagesschau.de/inland/fluech ... r-101.html

Hat jemand da irgend ein Contra von offizieller Seite gehört?

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon landcruiser. » 02.10.2015 22:01

Sorry, aber du hast weder eine Quelle, noch entspricht deine Behauptung den Tatsachen.

Ev. den Ball mal etwas flacher halten?
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 03.10.2015 08:26

Hallo Landcruiser

noch entspricht deine Behauptung den Tatsachen



Hast Du von der Oposition ein Contrastatement vernommen?
Geschweige denn ein Vorschlag wie es weitergehen soll.

Ich lasse mich gerne belehren.

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon landcruiser. » 03.10.2015 12:11

Du stellt eine Behauptung auf, dann ist es an dir diese zu belegen. Nicht umgekehrt. :-)
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 03.10.2015 13:03

Hallo Landcruiser

In der Politik ist es in der Regel so, macht jemand eine verbindliche Ansage und kein Gegenkomentar kommt,
ist das Thema angenommen und zwar einstimmig, evtl mit Enthaltungen.
Das ist Tatsache, oder nicht.
Fakt ist auch, dass aus günen und Linken Kreisen keine Reklamationen kamen, insofern sind sie mal einer Meinung,
zumindest nicht bei der öffentlichen Debatte.
Ansonsten werden konkrete Vorschläge erwartet.
Da muss ich nichts beweisen, die Tatsachen sprechen für sich, so sind eben die demokratischen Regeln;
Ohne Gegenstimme ist der Antrag Antrag angenommen.

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon landcruiser. » 03.10.2015 15:49

Wir sind hier aber nicht in der Politik sondern unter "normalen" Menschen. :-)
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Guido3 » 03.10.2015 16:48

Turi hat geschrieben:Die Quelle sind die Medien, schau mal was Innenminister de Maizière so verlauten lässt.


De Maizière hat ein recht langes Interview gegeben und ziemlich viele Sachen gesagt, u.a. "Bis zum Sommer waren die Flüchtlinge dankbar bei uns zu sein. Sie haben gefragt, wo ist die Polizei, wo ist das Bundesamt. Wo verteilt Ihr uns hin. Jetzt gibt es schon viele Flüchtlinge, die glauben, sie können sich selbst irgendwohin zuweisen. Sie gehen aus Einrichtungen raus, sie bestellen sich ein Taxi, haben erstaunlicherweise das Geld, um Hunderte von Kilometern durch Deutschland zu fahren. Sie streiken, weil ihnen die Unterkunft nicht gefällt, sie machen Ärger, weil ihnen das Essen nicht gefällt, sie prügeln in Asylbewerbereinrichtungen."

Nachgeschoben hat de Maizière den Nebensatz "Das ist nur eine Minderheit". Auf eine Mehrheit der Flüchtlinge treffen die ganzen Vorwürfe also gar nicht zu. Das ist aber bei den Wenigsten angekommen. Hängen geblieben ist bei den Leuten von all dem Gesagten: Flüchtlinge sind undankbar, stellen hohe Ansprüche, machen Ärger, prügeln. Wer schon immer gegen Flüchtlinge war, sieht sich von de Maizière bestätigt.

Das de Maizière als Innenminister diese Punkte anspricht, ist ja auch völlig OK. Nur wie er dass gesagt hat, erzeugt natürlich einen falschen Eindruck, was er gern in Kauf nimmt um für die CDU am rechten Rand zu fischen.

Turi hat geschrieben:In der Politik ist es in der Regel so, macht jemand eine verbindliche Ansage und kein Gegenkomentar kommt,
ist das Thema angenommen und zwar einstimmig, evtl mit Enthaltungen.


Ich weiß ja nicht, wie Politik in der Schweiz läuft, aber hier kenne ich die "Regel" so nicht. Es sagen auch andauernd Politiker von der NPD oder der Linken dummes Zeug. Wenn das nicht jedes mal kommentiert wird, ist dass die verbindliche Wahrheit und einstimmig angenommen?

Du nimmst in einer Art Filterblase anscheinend auch nur noch das wahr, was Deine bereits gefasste Meinung bestätigt. Natürlich gibt es in Politik und Medien Widerspruch zu de Maizieres Aussagen. Von SPD-Politikern (also innerhalb der Regierungskoalition), von Grünen-Politikern, usw. Ich weiß nicht, wie man das übersehen kann, wenn einen das Thema interessiert?

http://www.stern.de/politik/deutschland ... 81758.html
http://www.stern.de/politik/deutschland ... 81882.html
http://www.n-tv.de/politik/De-Maiziere- ... 61971.html
http://www.faz.net/aktuell/politik/flue ... 36124.html
http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... tlinge-zdf

Beste Grüße

Guido
Guido3
 

Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 03.10.2015 18:57

Hallo Guido

Bei den Auführungen der Presse bzw. den Opostionspolitikern in der Presse, vermisse ich eines,
nämlich konkrete Lösungsvorschläge der jetzigen Situation.
Sprüche wie; Man überlegt sich die Flüchtlinge in Kirchen unterzubringen ( wo im übrigen die Kirchen schon lange selber darauf gekommen sein sollten)
oder; man muss das Asylverfahren beschleunigen, was auch ein schon sehr alter Hut ist.
Ansonsten tote Hose.
Im Parlament habe ich bis jetzt auch noch keine konkreten Lösungsvorschläge für die momentane Situation vernommen, soweit ich die Debatten verfolgt habe.

Und diese Aussage ist auch schon mehr als fragwürdig, Der Herr Stahmann sollte sich mal die Situation der Flüchtlinge im Libanon oder Jordanien anschauen.

Überdies habe sich die Unterbringungssituation in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert, so Stahmann. „Wir sind inzwischen gezwungen, Menschen in Turnhallen unterzubringen, ohne Trennwände, die Matratzen einfach auf dem Boden, das sind Lebensbedingungen, die auch zu Recht kritisiert werden.“ 80 Prozent der Flüchtlinge kämen aus Syrien

Ich bin der Meinung, dass eine mittelfristige Unterbringung in Sicherheit, in geheizten Räumen und mit genug Verpflegung genug ist.
Was zählt mehr, Leben oder Privatsphäre?
Man ist sicher versucht die Situation zu ändern, dies jedoch geht nicht von heute auf morgen.

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Guido3 » 03.10.2015 19:59

Hallo Turi,

Turi hat geschrieben:Bei den Auführungen der Presse bzw. den Opostionspolitikern in der Presse, vermisse ich eines,
nämlich konkrete Lösungsvorschläge der jetzigen Situation.


Die eine Lösung gibt es halt nicht. Kurzfristige Lösungen schon gar nicht. Niemand kann von heute auf Morgen den Flüchtlingsstrom abschalten. Niemand kann die fehlenden Unterkünfte herbeizaubern. Man kann hier auch nicht einfach fix ein paar Wohnheime o.ä. neu bauen. Das will demokratisch mit Städteplanungen und Bebauungsplänen in Einklang gebracht werden. Es will demokratisch die Finanzierung geklärt werden. Es will ein deutscher Bauantrag gestellt sein, usw. Demokratien sind recht langsam. Es dauert, bis Dinge beschlossen sind. Es dauert noch länger, bis sie umgesetzt sind. Ein paar Maßnahmen werden sich womöglich als falsch erweisen und dann dauert es noch länger, die zu korrigieren. Diktaturen und absolute Monarchien sind da häufig viel schneller und effizienter, aber ich glaube wir wollen trotzdem eine Demokratie behalten und müssen dann auch mit deren Nachteilen leben.

Ich bin der Meinung, dass eine mittelfristige Unterbringung in Sicherheit, in geheizten Räumen und mit genug Verpflegung genug ist.


Wenn ich für Monate ohne jede Privatsphäre mit Leuten in eine Halle gesperrt werde, mit denen ich mich kaum verständigen kann, die mir zum Teil extrem auf die Nerven geht, mit kaum einer Beschäftigung um die Zeit totzuschlagen, dann wäre ich auch sehr, sehr gereizt. Und auch wenn man dankbar ist, will man irgendwann nach Monaten auch mal eine Perspektive für das weitere Leben. Bin ich noch 1 Monat hier? Oder 6 Monate? Oder werde ich dann abgeschoben? Das ist letztlich alles kein Freibrief, hier gegen geltende Gesetze zu verstoßen. Aber ich würde für mich selbst nicht garantieren wollen, das ich unter solchen Bedingungen nicht auch mal austicke.

Beste Grüße

Guido
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 03.10.2015 21:46

Hallo Guido

Da sind wir uns doch einig.
Man kann nicht kurzfristig "verträgliche" Unterkünfte schaffen, meine Aussage.

Wenn ich für Monate ohne jede Privatsphäre mit Leuten in eine Halle gesperrt werde, mit denen ich mich kaum verständigen kann, die mir zum Teil extrem auf die Nerven geht, mit kaum einer Beschäftigung um die Zeit totzuschlagen, dann wäre ich auch sehr, sehr gereizt. Und auch wenn man dankbar ist, will man irgendwann nach Monaten auch mal eine Perspektive für das weitere Leben. Bin ich noch 1 Monat hier? Oder 6 Monate? Oder werde ich dann abgeschoben? Das ist letztlich alles kein Freibrief, hier gegen geltende Gesetze zu verstoßen. Aber ich würde für mich selbst nicht garantieren wollen, das ich unter solchen Bedingungen nicht auch mal austicke.



Muss ich Dir auch zustimmen, nur, was für eine Alternative gibt es :?: :?:

Ich denke doch, die Alternative in der Turnhalle ist immer noch besser als irgenwo im Busch.

Eines noch zur Richtigstellung, sie sind sicher nicht in der Halle eingesperrt, verhalten sie sich "normal" unserer Gesellschaftsordnung angepasst, werden viele sehr viel Freiheiten haben,
wenn nicht wird es Lager mit Stacheldraht geben, ganz sicher nicht in unserem Interesse, aber zur eigenen und unserer Sicherheit dann nötig.

Und was die Politik angeht, man kann nicht alle willkommen heissen, mit der Annahme es kommen nur 10 000.
Irgendwie schon ein wenig blauäugig, oder nicht?

Absehbar war, heisst man viele willkommen, werden, dank Facebook und co, viele tausend mehr kommen.

Man hat die Auswirkungen des arabischen Frühlings ja erfahren, was und wen die Handy- und Facebookgeneration alles erreicht.

Ich hoffe die ganze Situation entspannt sich relativ kurzfristig wieder, dazu wäre jedoch auch ein Einwanderungsstop nötig, ob man das will oder nicht.

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Lafarque » 05.10.2015 08:36

An Turi

Das Dublin ein Papiertiger ist , war ja keine Absicht. Absicht war, die Flüchtlinge aus Deutschland rauszuhalten. Das jetzt einige Frontstaaten die Flüchtlinge durchwinken war nicht intendiert.

Der Zynismus besteht daran , das immer der Stärkere die Lösung definiert. Erst wird der Irak,dann Lybien und Syrien durch westliche Intervention als halbwegs funktionierende Staaten eliminiert. Dann will man mit dem Ergebnis nix mehr zu tun haben. Diese Geisteshaltung kotzt mich an, ich will jetzt aber nicht moralisch werden.
Bei den Pegidaschwachmaten wird ja sogar gejubelt wenn ein Flüchtlingsboot sinkt.
Ich finde es Super das die ganzen Flüchtlinge hier auflaufen, mit allen Problemen, die sich daraus ergeben. Deutschland muss als Mutterschiff des europäischen Kapitalismus muss jetzt mal die Konsequenzen ertragen, und wie es das macht letztendlich darauf muss / kann jeder einzelne Einflussnehmen.
Alle Protagonisten von , nun ist aber gut und die sollen sich mal benehmen sind nichts anderes als Apologeten dieses ökonomischen Systems. Ja und Damasts dann eben raus mit........ Usw. gefördert werden.
In diesem Sinn
Harald
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Barbara4x4 » 05.10.2015 11:34

Hohes Bildungsniveau, Optimismus, eine Kindheit mit liebenden Eltern, Zutrauen in die eigene Leistungskraft, vielleicht gar ein bisschen Immobilienbesitz: Dies alles scheinen Faktoren zu sein, die uns im Zweifel etwas ausländerfreundlicher und hilfsbereiter machen. Der maßgebliche Faktor liegt nicht allein im Ökonomischen. Er liegt im Selbstvertrauen, in Gelassenheit, in einer inneren Sicherheit im psychologischen Sinne.

http://t.haz.de/Sonntag/Top-Thema/Die-neue-Deutsche-Teilung

Viele Grüße
Barbara
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Turi » 05.10.2015 20:02

Hallo Harald

Die Verbrechen, die die sogenannte westliche Welt in den von Dir genannten Staaten angerichtet haben sind,in meinen Augen, Kiegsverbrechen, nur wird sich an Bush und Konsorten niemand die Finger verbrennen
Jetzt wird der Russe von den Amis verteufelt, ausgerechnet von denen, die die ganze Scheise angezettelt haben.
Die Amis haben ein seltenes Talent, alles beginnen und nichts zu Ende bringen, traurig ist, das einige europäische Staaten immer noch dahinter stehen.

Aber eigentlich egal, dir Quittung kommt hunderttausenerweise, vor allen Dingen zu den Mitläufern.

Gruss Turi
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Alexander » 13.10.2015 09:01

Pegida geht wieder auf die Straße und vergreift sich im Ton. Eine primitive Art, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen.

"Pegida" mit Zulauf - und brutaler Bildsprache

Mit der Flüchtlingskrise gewinnt "Pegida" wieder an Zulauf. Zu einer Kundgebung in Dresden kamen rund 9000 Demonstranten. Einer von ihnen würde Kanzlerin Merkel und ihren Vize Gabriel am liebsten am Galgen sehen. Das könnte ein juristisches Nachspiel haben. mehr...

Grüsse
Alexander
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Re: Pegida: der neue Antiislamismus?

Beitragvon Alexander » 13.10.2015 17:49

Zum Thema Pegida eine Satire:

Wissenschaftler finden heraus: Sonne geht nicht mehr im Osten auf, weil sie so angeekelt ist

Erste Gerüchte dazu gab es bereits um 7:21 Uhr, als in Görlitz, bekanntermaßen Deutschlands östlichste Stadt, der Himmel finster blieb. Wenige Minuten später bemerkten auch die Bewohner von Hoyerswerda, Meißen, Dresden, Pirna, Freital und Heidenau die ewige Dunkelheit über ihren Köpfen. Was zu dieser Zeit in den Köpfen vorging, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Untersuchungen. mehr...

Grüsse
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