Kuno hat geschrieben:Optimismus im Zusammenhang mit Afghanistan ist leider nicht angebracht:
In einem Dorf nahe Kabul wird eine junge Frau erschossen, weil sie Ehebruch begangen haben soll. Männer beobachten die Exekution, manche jubeln. Nun schieben sich Taliban und Bewohner gegenseitig die Schuld zu.
Der ganze Artikel erschien eben hier:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 43229.html
wenn man sich gegenseitig Schuld zuweist, ist das ja schon ein Fortschritt, denn immerhin ist von Schuld die Rede. Ich finde das alles einfach nur widerwärtig. Wir sollten aber aufhören, von Menschenrechten oder Demokratie zu reden, denn da geht es nicht drum. Jeder Staat hat Interessen und nur um die geht es. Bisher hat nur keine westliche Regierung den Mut, das auszusprechen.
Afghanistan ist ein rohstoffreiches Land. Mit gleichem Recht, mit dem man die Taliban verurteilt, könnte man die Saudis verurteilen, tut aber keiner. Warum? Weil wir von dort einen Großteil unseres Öls beziehen, weil KSA ein Bollwerk gegen den Iran ist. deshalb bekommen die auch Panzer mit kurzen Rohren und durfen 1 x pro Woche steinigen, hängen, foltern u. erschießen u saudische Frauen haben immer noch keinen Führerschein u auch keinen Reisepass. Was würde denn passieren, wenn ein westl Politiker sagt - was wollt ihr verehrtes Stimmvolk. Menschnrechte in Riad oder den 3-fachen Spritpreis? Die Saudis vertrteten die Interessen des Westens, wie viele Jahre auch Gaddafi u Mubarak. Gaddafi hat dann überzogen, jetzt ist er tot und Mubarak ist auch weg.
16 Mrd werden nach Afghanistan gezahlt. Vermutlich Schweigegeld.
Ich wünsche mir nur, dass die Libyer u Ägypter sich endlich auf ihre eigenen Stärken besinnen und sich nicht länger von den Hillaries u. Obamas u Sarkosis dieser Welt gängeln lassen. Aus Berlin muss man keinen nennen, das sind alles kleine Lichter, nur mit ihrem weichen Sessel beschäftigt.