Beschneidungsritual | Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

Moderator: Moderatoren

Ralf Kiefer
Beiträge: 1575
Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
Wohnort: nahe Karlsruhe

Re: Uganda: Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Beitrag von Ralf Kiefer »

Kuno hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2012, 20:35
Die Zoepfe muesste man vielleicht eher mit den Baerten vergleichen - und die koennen ja nach wie vor dranbleiben.
Werte Frauen, verzeiht mir, aber ich mache den Vorschlag, sollte es diesbezüglich einen Gesetzentwurf im deutschen Reichstag geben und zu einer Abstimmung kommen, nur die Herren Abgeordnete abstimmen zu lassen. Und zwar nicht mit den Händen, sondern wie bei der Musterung. Sie haben momentan noch Zeit genug sich auf ihr Abstimmverhalten angemessen vorzubereiten. Schaunmermal, wie dann die Mehrheitsverhältnisse ausfallen sollten! Besonders dem Thema Fraktionszwang käme endlich die Bedeutung bei, die er sonst auch haben sollte.

Richtig spannend wird's in der Konstellation natürlich, wenn z.B. die CDU/CSU-Fraktion vor der Abstimmung im Reichstag eine Probeabstimmung in den eigenen Reihen unternimmt und die Chefin persönlich zählt ;-)

Sorry, eigentlich ist das Thema überhaupt nicht lächerlich, aber es wird von einigen jüdischen Vertretern ("schlimmer als der Holocaust") sowie islamischen Vertretern schon lächerlich genug gemacht und von einigen christlichen (das 'C') Abgeordneten munter nachgeplappert. Noch lächerlicher! Gepredigt wird hierzulande immer die Trennung von Kirche und Staat und mit dem Finger auf die gezeigt, die das weder formal noch hintergründig trennen. Nun sieht die Wirklichkeit in .de doch anders aus.

Die Argumentationslinie bei der männlichen Genitalverstümmelung wäre übrigens dieselbe wie bei der weiblichen Genitalverstümmelung, und die steht merkwürdigerweise derzeit in .de nicht zur Disposition. Wo bleibt da der Männerminister? Ah, haben wir nicht, wir haben nur eine Frauenministerin. Könnte man auch mal ändern, denn schließlich gibt's das Allgemeine-Gleichgültigkeits-Gesetz (oder so ähnlich) schon länger. Aber dessen Umsetzung?

Gruß, Ralf
Kuno
Beiträge: 9586
Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
Kontaktdaten:

Re: Uganda: Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Beitrag von Kuno »

Shlomo R., Deutscher Staatsbuerger Juedischen Glaubens darf nun nicht mehr nach altem Brauch beschnitten werden. Damit seine Koerperliche Unversehrtheit erhalten bleibt. Das stoert ihn in den ersten Lebensjahren nicht. Aber schon bald merkt er, dass die anderen Kinder hinter seinem ruecken tuscheln. Als ihm klar wird, dass er anders ist als alle anderen Juedischen Kinder, faengt er an sich abzusondern. Das hilft natuerlich der Situation gaz und gar nicht - im Gegenteil. Zehn Jahre Spaeter klagt Shlomo R. gegen die Bundesrepublik, weil er offensichtlich aufgrund des Beschneidungsverbotes in seienr Kindheit zwar koerperlich unversehrt geblieben ist aber aufgrund von fuenf psychologischen Gutachten (welche von nahmhaften Spezialisten erstellt wurden) einen erheblichen mentalen Schaden erlitten hat. Das Gericht gibt Shlomo Rosenbaum in zweiter Instanz recht und sein Fall dient fortan als Praezedenz. Der Sprecher der "Tagesschau" erklaert, dass man nun eine Klagewelle gegen die Bundesrepublik erwarte und dass sich bereits mehrere der grossen US Anwaltsbueros anerboten haetten eine Sammelklage zugunstten der "mental Verstuemmelten" zu fuehren.

Ahmed M. (er moechte seinen Nachnamen auch nicht genannt haben) ist Muslimischen Glaubens. Da er aufgrund der Deutschen Rechtslage ebenfalls die religioes begruendete Beschneidung nicht erhlaten konnte, beschlossen seine Eltern - beide arbeiteten in einer intenrational taetigen Firma in Deutschland- zuerueck nach Bahrein zu gehen. Dies obwohl sie eigentlich aufgrund der sich immer mehr zuspitzenden Lage in ihrem Heimatland lieber noch ein paar Jahre in Deutschland geblieben waeren. Zwei Wochen nach ihrer Rueckkehr geriet die Familie in eine Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Sicherheitskraeften, die das Koenigreich Saudiarabien nach Bahrein geschickt hatte, um die dortigen Behoerden beim Schutz der staatlichen Einrichtungen zu unterstetzen. Als die Sicherheitskraefte das Feuer auf die Demonstranten eroeffneten wurde Familie M. versehentlich getroffen. Ahmed und seine Mutter waren sofort tot, der Vater wurde verletzt in ein Spital eingeliefert. Der Schuetze aus Saudiarabien war von Deutschen Spezialisten ausgebildet worden und mit einer H&K MP5 bewaffnet (das ist eine der besten MP die es auf dem Markt gibt). Als der Vater wieder genesen war, schloss er sich den Demonstranten an. Leider war er noch nicht ganz gesund so dass er nicht schnell genug rennen konnte. Deshalb war er eienr der ersten, welcher von den neu gelieferten Leopard II Panzern (die mit dem Raeumschild vorne dran) erwischt und auf dem rauhen Strassenbelag der Strasse {XXXX} wurde*.

* es ist nicht mehr endgueltig festzustellen, ob die Reste des Menschen, die man noch von der Strasse aufnehmen konnte tatsaechlich dem Vater von Ahmed M. zuzuordnen sind. Es koennte sich auch um eines der 23 anderen Opfer dieses Tages handeln, welches von den Panzern zermalmt worden ist.
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Uganda: Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Beitrag von Alexander »

Am 07. Mai 2012 fällte das Landgericht in Köln ein folgenschweres Urteil: Es wertete die Beschneidung eines muslimischen Jungen als Körperverletzung. Der ausführende Arzt wurde zwar nicht verurteilt. Unter Juden und Muslimen herrscht seither aber Unsicherheit. Wer Beschneidungen durchführt macht sich nämlich dem Urteil zufolge im Prinzip strafbar. Es entspann sich eine Debatte über die Grenzen der Religionsfreiheit ...

tagesspiegel: Ex-Verfassungsrichter kritisiert geplantes Beschneidungsgesetz

In den letzten Tagen entschied ein deutscher Richter, dass es sich bei dem Stechen von Ohrringlöchern bei einem 3jährigen um eine Straftat handeln könnte und berief sich dabei auf das Beschneidungsurteil. Aufklärung und Rechtssicherheit tut Not.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Götz Krieger
Beiträge: 569
Registriert: Do 10. Jan 2008, 22:16
Wohnort: Hillesheim/Eifel
Kontaktdaten:

Südafrika: Beschneidungen fordern 30 Todesopfer

Beitrag von Götz Krieger »

30 junge Männer tot, mehr als 300 verletzt oder verstümmelt - eine Beschneidungszeremonie in Südafrika endete für viele junge Männer schrecklich. Die Regierungspartei ANC ist erschüttert, hält die Riten aber für ein wichtiges Kulturgut des Landes.

Bhisho - Bei missglückten rituellen Beschneidungen in Südafrika sind 30 junge Männer ums Leben gekommen. Rund 300 weitere junge Männer würden im Krankenhaus behandelt, nachdem auch an ihnen die traditionelle Beschneidung der Genitalien vollzogen worden sei, teilte die Gesundheitsbehörde der Provinz Ostkap mit....

Spiegel: Südafrika: Beschneidungen fordern 30 Todesopfer

Gruß
Götz
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Südafrika: Beschneidungen fordern 30 Todesopfer

Beitrag von Alexander »

Einige von ihnen hätten keine Genitalien mehr.
Wie kann das passieren? Gehört zum Beschneidungsprozess auch der Konsum von Rauschmitteln und Alkohol? Hoffentlich regt dieser Vorfall zum Denken an.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Südafrika | Bis zu 23 Tote bei Beschneidungen

Beitrag von Alexander »

Anscheinend handelt es sich bei diesen Vorfällen nicht um Einzelfälle. Im Mai ereignete sich folgender Vorfall:


Nach zeremoniellen Beschneidungen in Südafrika sind in den vergangenen neun Tagen bis zu 23 Jugendliche ums Leben gekommen. Woran die Jungen gestorben sind, ist noch unklar - denkbar sind Infektionen und zu hoher Blutverlust ...

Spiegel: Mordermittlungen in Südafrika: Bis zu 23 Tote bei Beschneidungen

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Kuno
Beiträge: 9586
Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
Kontaktdaten:

Re: Uganda: Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Beitrag von Kuno »

"Das Hohe Gericht des Rabbinats in Israel hat eine Frau zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie sich weigerte ihren Sohn zu beschneiden. Die Mutter will den Fall weiterziehen."

Wenn man es aus religioesen Gruenden macht, dann darf man nicht bestraft werden. Wenn man es hingegen nicht macht schon. Oder wie?

Von hier: https://www.20min.ch/story/sohn-nicht-b ... 8520741316
weiland alex
Beiträge: 221
Registriert: So 27. Apr 2008, 23:34
Wohnort: Diessen

Re: Uganda: Kein Zucken, kein Blinzeln, kein Ton

Beitrag von weiland alex »

Das ganze rumgeschnipsle - egal ob an Frauen oder Männern - ist archaisch

Die Natur hats hingemacht - der Mensch, wie immer( der grösste Störenfried der Natur ) meint wieder, etwas
verändern zu müssen - diese Rituale sind alle wider der Natur !!!
Alex
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35341
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Beschneidungsritual in Kenia

Beitrag von Birgitt »

Kenyan men from several ethnic groups in the western town of Moi's Bridge have gone into hiding fearing they will be forcibly circumcised. This follows the forced circumcision of at least eight men in the small agricultural town by groups of youths from the Bukusu ethnic community. The Bukusu hold their traditional circumcision ceremonies in August. But not all of Kenya's communities practise circumcision, which marks the transition from boy to man. The BBC's Odeo Sirari in Moi's Bridge says the town is dominated by the Bukusu and Kalenjin groups, which practise circumcision, but it is also home to several other groups who do not. In the last 10 days, Bukusu youths have been rounding up uncircumcised men from other communities such as the Turkana, Teso and Luo groups, he says.
Kenyan men in hiding fearing circumcision
11.08.2014 - BBC

Gruß
Birgitt
Antworten