Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Kuno
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Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Kuno »

Karikaturisten sind nicht “bessere Menschen” als „du und ich“. Auch nicht, nur weil ein paar von ihnen mit spitzer Feder gegen die Islamisten anzeichnen.
Karikaturen werden von allen gemacht und eingesetzt. Im Dritten Reich zum Beispiel waren Karikaturen sehr gebräuchlich.
Karikaturisten haben jetzt alle Sympathien, auch die von denen, denen sie sonst eher ein Dorn im Auge sind.

Warum lässt man es jetzt nicht dabei und versucht aus der Stimmung des Augenblicks wirklich etwas Besseres zu machen?
Stattdessen werden einige der an der gestrigen Demonstration teilnehmenden Staatsoberhäupter nun als Heuchler bezeichnet.
Ist das wirklich schlau?
Natürlich hat es da Heuchler unter den Staatsoberhäuptern gehabt. Wahrscheinlich aber auch nicht wenige unter den „Normalen“ Teilnehmern der Demonstration.
Ein Staatsoberhaupt ist exponiert. Immer. Die Leute in der Masse von 1,5 Millionen Teilnehmern eher nicht.
Für einen Herrn Abbas war es wahrscheinlich kein einfacher Schritt, schnell nach Paris zu fliegen und sich in die vorderste Reihe zu stellen. Er nimmt das Risiko, dass ihn seine eigenen Leute damit konfrontieren – auf die eine oder auch die andere Weise.

Der holländische Karikaturist und Charli Hebdo Mitarbeiter Willem Holltrop sagte: „Wir kotzen auf all unsere neuen Freunde“

Er sagt, dass nicht er sondern „sie“, die Karikaturisten auf alle ihre neuen Freunde kotzen.
Er sagt, dass er und seine Kollegen auch auf mich kotzen.

Karikaturisten können auch Arschlöcher sein.
Finde ich.

Hier der Artikel zum Thema: http://www.20min.ch/ausland/news/story/ ... --17621762
Wolfgang K
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Wolfgang K »

Karikaturisten können auch Arschlöcher sein.
Kuno, das ist die Jobbeschreibung eines Satirikers! :mrgreen:
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

Kuno hat geschrieben: Der holländische Karikaturist und Charli Hebdo Mitarbeiter Willem Holltrop sagte: „Wir kotzen auf all unsere neuen Freunde“
Der Folgesatz in diesem Artikel ist der wichtige, der nicht unterschlagen werden sollte:
"«Wir kotzen auf all die Leute, die sich plötzlich unsere Freunde nennen», so Holtrop. Viele hätten noch nie eine Ausgabe «Charlie Hebdo» gesehen."

Ich verstehe ihn so, daß er es sehr befremdlich findet, daß Leute einen zum Freund erklären, _weil_ man tot ist, dieselben einen aber vorher nie auch nur angeschaut hätten geschweige denn ihn kennen würden. Diese Vereinnahmung würde auch mich als Betroffenen stören. Sie stört mich sogar jetzt als Außenstehenden und Unbeteiligten.

Seine wesentliche Aussage in diesen paar zusammengerafften Sätzen des Artikels ist allerdings diese:
«Aber natürlich ist es eine gute Sache, die Redefreiheit zu verteidigen»
Wenn man das in Bezug zu den Politikern setzt, die an der gestrigen Demonstration teilgenommen haben, kann man verstehen, weshalb er diese Worte so gewählt hat.

Gruß, Ralf
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

In der SZ wird gerade über die aktuellen Entwicklungen berichtet, so auch über unseren Justizminister Haas:
"Für den von Pegida geplanten Aufmarsch mit Trauerflor fand Maas klare Worte: "Ihr seid alle Heuchler", sagte der Justizminister dem Deutschlandfunk auf die Frage, was er den Pegida-Anhängern mit auf den Weg geben wolle.

Die Pegida-Initiatoren haben ihre Anhänger aufgerufen, im Gedenken an die Opfer von Paris am Montag Trauerflor zu tragen. Maas bezeichnete es als "widerlich", wie die Organisatoren das Verbrechen ausschlachten wollten."

Würden die Pegida-Anhänger nicht trauern, würde ich gerne jenen Herrn Maas hören, was er dazu sagen würde. Ich sehe es als eine recht offensichtliche Methode dem politischen Gegner anläßlich eines solchen Hintergrunds ans Bein zu pinkeln. Der Mann ist ja Bundesminister, auch noch für Justiz, der kennt sich aus ... und er kann Ministeramt von Parteipolitik klar trennen.

Gruß, Ralf
Wolfgang K
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Wolfgang K »

Man kann nur sagen, dass die Vorfälle und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit von allen politischen Lagern recht unschön ausgenutzt werden. In F ist es nicht anders. :shake:
Wolfgang K
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Wolfgang K »

Irgendwie passt es hier rein - oder auch nicht, egal - wie "muselmanische" Karikaturisten versuchen mit den Anschlägen und den Erwartungen an sie umzugehen.

Wieder einmal etwas von _z_, von dem ebenfalls n Charlie Hebdo veröffentlicht wurde.

_Z_ s'explose...la tête
Difficile d'être caricaturiste en ce début d'année. Après le massacre du 7 janvier dernier, dessiner est devenu un métier à haut risque. Plus difficile encore de dessiner quand on est issu de ces pays où l'Islam domine la société. Après ce 7 Janvier de merde, où n'importe quel caricaturiste sur terre ne peut que pleurer Charlie, on attend de nous, dessinateurs "musulmans",...

weiter

Bild

evtl. zieht es ja noch jemanden in die Ausstellung vom 16.-30.01


Grüße
Wolfgang
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

Wolfgang K hat geschrieben:Irgendwie passt es hier rein - oder auch nicht, egal - wie "muselmanische" Karikaturisten versuchen mit den Anschlägen und den Erwartungen an sie umzugehen.
Gehen wir ein bißchen rückwärts in der Geschichte. Schauen wir, was seinerzeit in der Tageszeitung stand (Link bei Fefe geklaut :-) ):
"Die neuen Mohammed-Karikaturen, mit denen das französische Satireblatt Charlie Hebdo auf sich aufmerksam macht, dürften bei vielen Muslimen auf wenig Gegenliebe stoßen. Einen stärkeren Schutz gegen Blasphemie fordern die deutschen Islamverbände deshalb aber nicht.

Der CSU-Politiker Johannes Singhammer hatte am Mittwoch dafür plädiert, den Blasphemie-Paragrafen 166 zu verschärfen. CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen. "Wenn das vorhandene Recht solche Provokationen nicht beherrscht, dann muss man überlegen, wie man es beherrschbar macht", sagte er am Donnerstag im oberfränkischen Kloster Banz. "

Da haben wir es: in Deutschland sind Staat und Kirche eindeutig voneinander getrennt, klar abgegrenzt und keiner redet der anderen Seite rein. Daß solch ein Statement von einem Vorsitzenden einer Lokalpartei in einem Kloster geäußert wurde, ist sicher purer Zufall.

Den Rest braucht man gar nicht weiter zu kommentieren.

Gruß, Ralf
Wolfgang K
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Wolfgang K »

Da haben wir es: in Deutschland sind Staat und Kirche eindeutig voneinander getrennt, klar abgegrenzt und keiner redet der anderen Seite rein.
Es ist unbestritten, dass es de jure und de facto diese Trennung in D tragischwerweise nicht gibt, auch wenn es keine Staatsreligion gibt. Das würde auch niemand behaupten.

Der Zusammenhang Deines Beitrags mit dem Zitat (meines Beitrags) erschließt sich mir aber nicht.

Grüße
Wolfgang
markus-1969
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von markus-1969 »

Karikaturen basieren wesentlich doch darauf, daß sich jemand über andere lustig macht, diese veräppelt oder ins Lächerliche zieht. Einen konstruktiven Beitrag zum Leben haben sie nicht. Ich halte aus diesen Gründen halte ich schon nicht viel davon.

Nun gibts zweierlei Betroffene: Zum einen, diejenigen, die es sich ausgesucht haben. Die sind kraft eigenem Wunsches und eigenem Handeln im Amt - also etwa Politiker. Und es gibt andere, die sind betroffen, weil sie z. B. einer gewissen Religion angehören. Man glaubt es einfach.

Hier wird alles unter Meinungsfreiheit oder gar Kunstfreiheit subsumiert. Bin ich schon der Auffassung, daß es problematisch ist, den Geltungsbereich der Meinungs- und der Kunstfreiheit ins Unermeßliche auszudehnen, meine ich erst recht, daß der Schutz der Betroffenen in keinster Art und Weise gerichtlich funktioniert.

Jetzt nehme man jemanden, der religiös betroffen ist, aus dem Ausland kommt und den grenzenlosen Schutz der bei uns so wichtigen Meinungsfreiheit nicht versteht. Meinung & Spott über alles - auch wenn nichts Konstruktives dabei ist. Man beobachtet das Gerichtssystem der westlichen Welt und stellt fest, daß einfach nichts passiert.

Nun sehe man sich diejenigen an, die diese Karikaturen veröffentlichen. Wissen sie, daß sie manche Leute einfach nur verletzen ? Sie haben keine Rücksicht, sie haben kein Empfinden, aber sie teilen aus. Wo bleibt die Rücksichtnahme auf den, der berechtigterweise einfach nur in Frieden seinen Glauben leben will ? Was tut letzterer ? "Rechtsstaatlich" geht hier nicht viel. Und selbst wenn sich z. B. die Regierung eines muslemischen Landes beschweren sollte, dann heißt es "Oh unsere Justiz ist unabhängig und wir haben Meinungsfreiheit."

Natürlich gibts gepuscht von all den Medien nun Solidarität hinsichtlich Meinungs- und Kunstfreiheit. Aber wenn man nun meint, auf diese Solidarität (die durch die Medien herbeigepuscht wurde) kotzen zu müssen, dann spricht das nur für die Einstellung der Karikaturisten respektive bringt deren wahre Einstellung zu Tage: Großkotzigkeit einhergehend mit Rücksichtslosigkeit.

Ich kotze daher fortan auf Karikaturisten.
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

Wolfgang K hat geschrieben: Der Zusammenhang Deines Beitrags zu dem Zitat (meines Beitrags) erschließt sich mir aber nicht.
Du schriebst von Erwartungen an die " "muselmanische" Karikaturisten", ich fand die Ansichten von Moslem bzgl. Karikaturen (in Charlie Hebdo) bemerkenswert, die vor ein paar Jahren schon vorhanden waren und somit nicht zum 1. Mal derart intensiv abgefragt werden.

Im Gegensatz dazu lese ich von den Meinungen von ein paar Christen damals und sehe ihre aktuellen Ansichten in den letzten Tagen bzgl. Meinungsfreiheit und Karikatur. Meine Kommentar ging über das von Dir angeschnittene Thema weit hinaus und ergab sich ausschließlich aus dem Taz-Artikel.

Gruß, Ralf
Wolfgang K
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Wolfgang K »

Hallo Markus,

Es kann nicht jeder die gleiche Antenne für Humor haben. Ich bin teilweise in Frankreich „sozialisiert“, sprich ich habe Teile meiner Kindheit und Jugend dort verbracht und davon war einiges prägend. Mit die stärksten Spuren hat neben dem guten Essen die französische Comickultur hinterlassen. Dort geht es recht derb zur Sache Daher bin ich möglicherweise etwas desensibilisiert was Satire angeht und habe wohl auch daher ein gewisses Faible für schwarzen bis rabenschwarzen Humor. Obendrein stärkt es das Selbstbewusstsein Gegenstand einer satirischen Attacke zu sein und einfach mitzulachen. Nebenbei regt es zur Selbstreflektion an. Wenn ich wissen möchte, wie ich als Europäer/Deutscher in einer Gegend wahrgenommen werde schaue ich mir immer die Karikaturen an, die in diese Richtung gehen. Nichts hilft beim Verstehen des Gegenüber mehr als den Humor des Anderen zu verstehen.

Zur angeblichen Beleidigung „religiöser Gefühle“ durch Karikaturen (insb. CH): Es wird niemand genötigt die Karikaturen anzuschauen oder gar „gut“ zu finden. Es würde aber lohnen, sich anzuschauen was dort überhaupt verspottet wird, nämlich Blödheit und Bigotterie in Politik und Gesellschaft. Nicht umsonst hat der Vatikan auch schon mal die Juristen bemüht. Für mich ein klaren Zeichen von Schwäche und Schuldeingeständnis weil der Pfeil getroffen hat. Und das sage ich als jemand der neben der französischen Comickultur auch durch eine erzkatholische Erziehung sozialisiert wurde. Anders als die Sache mit den Comics habe ich das aber abgelegt.

Wenn jemand Spott nicht aushält, ist das für mich ein klares Zeichen, dass er entweder Komplexe hat oder im Hinterkopf durchsickert, dass er sich verrannt hat und das Gegenüber ihn durchschaut. Wer dann aggressiv reagiert, hat seine geistige Unterlegenheit auch noch eingestanden und wird meistens noch wütender. Um religiösen Fundamentalisten oder anderen Dumpfbacken beizukommen ist Satire also das Mittel erster Wahl. Das Gerede von „verletzten religiösen Gefühlen“ halte ich für eine Ausrede, da niemals der Glaube (wie auch), sondern immer das eigene, von einem selbst bestimmte Verhalten aufs Korn genommen wird. Auch hier wieder Religion als Deckmantel für die eigene Unzulänglichkeit. Würde ich bei allem was mir „heilig“ ist wütend werden, wenn es in Zusammenhang mit Spott verwendet würde, bräuchte ich den Knüppel gar nicht mehr aus der Hand zu legen. Warum sind „religiöse Gefühle“ höherwertiger als andere?

Was machen wir mit nationalen Gefühlen? Was mit kulinarischen Gefühlen? Keine Witze mehr über die britische Küche?

Ich habe in den letzten Jahren die Karikaturen aus dem nordafrikanischen Raum besonders schätzen gelernt, daher verweise ich hier hin und wieder mal auf solche. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen. Sei es gegen „den Westen“, die Frömmler, die ehemaligen Potentaten oder sich selbst. Und was dort gegen Frömmler und Salafisten gestichelt wird würde in Europa sofort einen Sturm der Entrüstung auslösen.

Man könnte jetzt noch sagen, dass die europäischen Satiriker natürlich leichtes Spiel haben, da sie von Pressefreiheit geschützt aus der sicheren Stube heraus sticheln, währen ihre Kollegen riskieren im besten Falle im Knast zu landen.
Nur hat sich es gezeigt, dass es hier eben doch nicht so sicher ist und das haben die Getöteten mutig in Kauf genommen.

Grüße
Wolfgang
markus-1969
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von markus-1969 »

Ich seh es eben anders:

Wieso dürfen diese Kotzbrocken (Verfasser von "Karikaturen") schamlos austeilen und wieso müssen die andern einstecken ? Was ist mit wechselseitiger Rücksichtnahme ? Ich denke, im Zweifel ist die Verantwortung bei dem, der aussendet. Der hat die Signale zu verantworten.

Das Signal kommt an, auch wenn man sie sich nicht anschaut. Was ist mit Personen, die andern Personen mitteilen, daß die Karikaturen erfolgt sind ? Sie weiterleiten ?

Ich hab es 2014 in Pakistan zu hören bekommen: "Die Israelis töten unsere unschuldigen Frauen und Kinder." Ich mag mir wenn ich wieder auf Reisen geh, anhören müssen "Oh die westliche Welt kümmert sich einen Dreck um unsere Emotionen und beleidigt uns durch Karikaturen." Natürlich sind diese Karikaturen beste Nahrung für Extremisten.

Ich denke, die Kotzbrocken (Verfasser von "Karikaturen") können auch mal zurück stecken und beginnen, sich in Rücksichtnahme zu üben. Ich erkenne nämlich nicht, daß das gemacht wird. Man muß nicht jede religiöse Empfindung durch "Karikaturen" bloßstellen - was bringt das außer das das die nächsten Reisenden zum Kanonenfutter werden wenn sie wieder durch muslemische Länder reisen ?

Wenn wir Frieden zwischen den Religionen wollen, keinen Terrorismus und Ruhe dann müssen wir auch was tun und uns in Respekt üben. Kotzbrocken tun das nicht.
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

Wolfgang K hat geschrieben:Mit die stärksten Spuren hat neben dem guten Essen die französische Comickultur hinterlassen.
Die besten Reiseführer der 1970er Jahre waren die Asterix-Bände. So in Kurzfassung gab's sonst nirgends eine derart prägnante Zusammenfassung der Eigenarten einzelner Länder oder Kulturkreise. Und das Tolle ist: die funktionieren heute noch.

Du hast Karikaturen und Artverwandtes samt der franz. Besonderheiten sehr gut zusammengefaßt.

Gruß, Ralf
Ralf Kiefer
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von Ralf Kiefer »

markus-1969 hat geschrieben:Ich denke, im Zweifel ist die Verantwortung bei dem, der aussendet.
Jeder sendet, um das in Deiner Formulierung zu beschreiben.
markus-1969 hat geschrieben: Ich denke, die Kotzbrocken (Verfasser von "Karikaturen") können auch mal zurück stecken und beginnen, sich in Rücksichtnahme zu üben.
Wo ziehst Du eine Grenze? Wie gehst Du mit Kabarett um? Z.B. mit Hagen Rether? Was darf Satire? Wie weit ist für Dich Ironie als sprachliches Stilmittel noch zulässig? Wie gehst Du mit Menschen um, die diese Grenze anders ziehen?


markus-1969 hat geschrieben: Man muß nicht jede religiöse Empfindung durch "Karikaturen" bloßstellen - was bringt das außer das das die nächsten Reisenden zum Kanonenfutter werden wenn sie wieder durch muslemische Länder reisen ?
Man kann mit Karikaturen mit allem Respekt auch religiöse Themen aufs Korn nehmen, nicht nur politische oder gesellschaftliche. Wer damit nicht zurechtkommt, hat noch andere Probleme, siehe Wolfgangs Stichworte Selbstbewusstsein, Selbstreflektion, Schwäche und Schuldeingeständnis.
markus-1969 hat geschrieben: Wenn wir Frieden zwischen den Religionen wollen, keinen Terrorismus und Ruhe dann müssen wir auch was tun und uns in Respekt üben.
Das Gegenteil von Frieden zwischen den Religionen, vermutlich meinst Du zwischen den Anhängern verschiedener religiöser Ansichten, ist nicht automatisch Terrorismus. In Umkehrung ist für Terror nicht automatisch ein religiöses Thema der Aufhänger.

Gruß, Ralf
lehencountry
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Re: Karikaturisten kotzen auf alle ihre neuen Freunde

Beitrag von lehencountry »

Markus
Ich seh es eben anders:
meine Zustimmung Markus.
Ich finde es wird unnötig provoziert, zumal es absehbar war, dass Anschläge kommen werden.
War es das wert ? Sind es die nächsten Opfer auch noch wert ? Haben diese Zeichnungen jetzt unsere Meinungsfreiheit, unsere Demokratie verteidigt?
Wenn wir diese Karikaturen nicht mehr zeigen, sind wir dann weniger ?
Warum machen wir uns nicht über die nackten Indianer im Amazonas lustig ? Die leben ja auch nicht wie wir, haben nicht unsere Werte.
Es ist nun leider so wie es ist, mit den islamischen Fundamentalisten ist nicht zu spassen, daher sollte man nicht unnötig provozieren. Wer würde provozieren, wenn so ein Fundamentalist in der Nachbarschaft leben würde ?
Beispiel: Euer Kind möchte sich bei diesem CH Verlag bewerben und auch Anti Islam-Karikaturen zeichnen. Würdet ihr das befürworten ? Jeder dieser Toten hatte auch Verwandte. Wir haben mit oder ohne Karikaturen nicht mehr oder weniger Demokratie oder Meinungsfreiheit verloren - aber wir haben unnötige Opfer und eine Spirale der Gewalt und Sturheit auf beiden Seiten.
Ein paar Fundamentalisten haben eine fürchterliche Art der Rache gewählt, die sollten wir nicht ignorieren und abwägen was uns lieber ist.
Ich kann mir vorstellen, dass viele moderate Moslems diese Karikaturen auch nicht gut finden.
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