Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
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- Achim Vogt
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Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Es ist schon erstaunlich - nicht so sehr, dass wir uns alle gefürchtet haben, dass Norwegen nun auch ins Visier der Al Qaeda geraten sein könnte (das ist legitim), sondern dass die vielen selbst ernannten Terrorexperten mit ihren Schnellschüssen (im wahrsten Sinne des Wortes) wieder einmal völlig auf dem Holzweg waren!
Es wurde der größtmöglich anzunehmende Unsinn erzählt - Terrorexperten? Errorexperten!
(Kommentar von Karim al Gawhary, taz, 24. Juli 2011)
Ein schier unglaubliches Interview mit einem "Terrorexperten" aus Essen (Kai Hirschmann), der sich selbst durch die Festnahme eines Norwegers nicht aus der Ruhe bringen lässt und von islamistischen Indizien fabuliert:
Error-Experte Kai Hirschmann
(aus: Deutschlandfunk)
und schließlich eine gute Analyse im Berliner Tagesspiegel:
Medienkritik im Internet: Vorschnell islamistisch
(aus Tagesspiegel, 24. Juli 2011)
Viele Grüße
Achim
Es wurde der größtmöglich anzunehmende Unsinn erzählt - Terrorexperten? Errorexperten!
(Kommentar von Karim al Gawhary, taz, 24. Juli 2011)
Ein schier unglaubliches Interview mit einem "Terrorexperten" aus Essen (Kai Hirschmann), der sich selbst durch die Festnahme eines Norwegers nicht aus der Ruhe bringen lässt und von islamistischen Indizien fabuliert:
Error-Experte Kai Hirschmann
(aus: Deutschlandfunk)
und schließlich eine gute Analyse im Berliner Tagesspiegel:
Medienkritik im Internet: Vorschnell islamistisch
(aus Tagesspiegel, 24. Juli 2011)
Viele Grüße
Achim
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
na ja, wer heute kein Experte ist für irgendetwas, macht was falsch. Jeder kleine oder auch große TV Sender hat seinen eigenen Experten, jedes Sonntagsblatt hat einen und die Bildzeitung sowieso. Dazu kommen die Institute, finanziert von irgendwem, nicht selten vom Steuerzahler.
Klimaexperten hatten mal Konjunktur, dann kamen Börsengurus, parallel dazu die Terrorexperten. Der bekannte Börsenguru Kostolany hat auch Geld an der Börse verdient, wenig, wie er selbst sagt. Vor allen Dingen hat er mit seinen Schulungen, Börsentipps usw. Geld verdient. Nicht anders ist es mit Terrorexperten. Wie schütze ich mich, wie hoch muss die Mauer um mein Haus sein, wie bringe ich sicher die Kinder zum Kindergarten. Phantasie? Leider nein. Sicherheitsdienste haben Hochkonjunktur.
Dieses furchtbare Ereignis in Oslo ist der beste Beweis, dass die Experten vor allen Dingen von einem überzeugt sind - von ihrer eigenen Wichtigkeit. Und richtig kriminell wird es, wenn sie sich den Anstrich der Unfehlbarkeit geben. Ich muss auch sagen - leider - den Überschriften im SpOn oder Zeit, wie sie alle heißen, darf man auch nur die Hälfte oder weniger glauben.
Was ist in Oslo passiert. Da hat sich ein Irrer auf den Weg gemacht und durch Verkettung unglücklicher Umstände hat er ein unvorstellbares Unglück angerichtet. Ob Links, rechts, Nazi, Kreuzritter, oder Islamismus - das ist nach m.M. alles dummes Zeug. Ob der eine schlimme Kindheit hatte, sein Vater oder Opa Nazi war, sein Umfeld ihn beflügelt hat, das sind alles Ausreden oder Erklärungen, die sich sein Anwalt ausdenken soll, das ist sein Job.
Ich habe vor zwei Dingen Angst - Nachahmungstäter. Und zum anderen, dass das Ereignis, so furchtbar es ist, wieder Vehikel sein wird, gegen irgendetwas zu sein. Gegen Moslems, Christen, rechts oder links. Solche Ereignisse spalten unsere Gesellschaft. Wenn diese ganzen Irren überhaupt was im Kopf haben, dann vor allen Dingen dies - spalten der Gesellschaft, weiteren Terror produzieren. Der Mann will in Uniform zur Aussage vor den Haftrichter treten. Wenn man sich dann noch die Uniform ansieht, weiß man doch am Besten, wie es in seinem Kopf aussieht.
Eins wird mit Sicherheit geschehen - wir nähern uns weiter dem totalen Überwachungsstaat.
Klimaexperten hatten mal Konjunktur, dann kamen Börsengurus, parallel dazu die Terrorexperten. Der bekannte Börsenguru Kostolany hat auch Geld an der Börse verdient, wenig, wie er selbst sagt. Vor allen Dingen hat er mit seinen Schulungen, Börsentipps usw. Geld verdient. Nicht anders ist es mit Terrorexperten. Wie schütze ich mich, wie hoch muss die Mauer um mein Haus sein, wie bringe ich sicher die Kinder zum Kindergarten. Phantasie? Leider nein. Sicherheitsdienste haben Hochkonjunktur.
Dieses furchtbare Ereignis in Oslo ist der beste Beweis, dass die Experten vor allen Dingen von einem überzeugt sind - von ihrer eigenen Wichtigkeit. Und richtig kriminell wird es, wenn sie sich den Anstrich der Unfehlbarkeit geben. Ich muss auch sagen - leider - den Überschriften im SpOn oder Zeit, wie sie alle heißen, darf man auch nur die Hälfte oder weniger glauben.
Was ist in Oslo passiert. Da hat sich ein Irrer auf den Weg gemacht und durch Verkettung unglücklicher Umstände hat er ein unvorstellbares Unglück angerichtet. Ob Links, rechts, Nazi, Kreuzritter, oder Islamismus - das ist nach m.M. alles dummes Zeug. Ob der eine schlimme Kindheit hatte, sein Vater oder Opa Nazi war, sein Umfeld ihn beflügelt hat, das sind alles Ausreden oder Erklärungen, die sich sein Anwalt ausdenken soll, das ist sein Job.
Ich habe vor zwei Dingen Angst - Nachahmungstäter. Und zum anderen, dass das Ereignis, so furchtbar es ist, wieder Vehikel sein wird, gegen irgendetwas zu sein. Gegen Moslems, Christen, rechts oder links. Solche Ereignisse spalten unsere Gesellschaft. Wenn diese ganzen Irren überhaupt was im Kopf haben, dann vor allen Dingen dies - spalten der Gesellschaft, weiteren Terror produzieren. Der Mann will in Uniform zur Aussage vor den Haftrichter treten. Wenn man sich dann noch die Uniform ansieht, weiß man doch am Besten, wie es in seinem Kopf aussieht.
Eins wird mit Sicherheit geschehen - wir nähern uns weiter dem totalen Überwachungsstaat.
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Kuno
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
DetlefC;
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass einer der Experten (der Begriff hat für mich mittlerweile eine ganz andere Bedeutung als früher) mit der Theorie daherkommt, dass der Mörder halt noch Gene seiner Wikingervorfahren in sich hatte und dass diese ja zeitweise auch ganz schön gewütet hätten.
Oder, dass jemand auf die Idee kommt, darzustellen, der Attentäter wäre doch trotzdem ein fanatischer Islamist gewesen, der sich nur sehr geschickt als etwas anderes ausgegeben hatte.
Das erste ist etwas sehr abstrus, die zweite Version wird früher oder später von einem Schurni / Experten aufgegriffen.
---
Was auf jeden Fall stattfinden wird: Man wird allgemein den Anlass nutzen um uns noch mehr zu überwachen, um noch mehr Daten zu sammeln und Profile zu erstellen. Es wird nicht mehr lange dauern, da ist der Bürger am meisten verdächtig, der den Datensammlern gar kein Profil mehr bietet - also jeder.
Und da nach einem Flugzeugabsturz kaum jemand dagegen opponieren wird, das Fliegen sicherer zu machen wird es auch diesmal so sein, dass sich niemand findet, der gegen die Massnahmen die jetzt (gegen uns alle) eingeleitet werden etwas entgegnen möchte. Man wird sich vielleicht noch ein paar Scheingefechte liefern, in der Hoffnung, dass man auf die nächsten Wahlen noch ein paar Stimmen einfangen kann...
---
In der Schweiz hatte man vor einiger Zeit einmal den "Schulpsychiatrischen Dienst" eingeführt. Und es ist schon mehrere Jahre her, dass dieser Dienst an die Eltern gelangt ist, deren Kinder bisher in keiner Weise auffällig geworden sind. Man hat ihnen nahegelegt, mit dem kind doch einmal vorbeizukommen, denn ein Kind, dass keine auffälligen Verhaltensmuster zeige sei doch irgendwie nicht normal...
---
Leute die gerne in die Wüste fahren haben auch ein interessantes Profil.
Ich warte eigentlich nur noch darauf, dass einer der Experten (der Begriff hat für mich mittlerweile eine ganz andere Bedeutung als früher) mit der Theorie daherkommt, dass der Mörder halt noch Gene seiner Wikingervorfahren in sich hatte und dass diese ja zeitweise auch ganz schön gewütet hätten.
Oder, dass jemand auf die Idee kommt, darzustellen, der Attentäter wäre doch trotzdem ein fanatischer Islamist gewesen, der sich nur sehr geschickt als etwas anderes ausgegeben hatte.
Das erste ist etwas sehr abstrus, die zweite Version wird früher oder später von einem Schurni / Experten aufgegriffen.
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Was auf jeden Fall stattfinden wird: Man wird allgemein den Anlass nutzen um uns noch mehr zu überwachen, um noch mehr Daten zu sammeln und Profile zu erstellen. Es wird nicht mehr lange dauern, da ist der Bürger am meisten verdächtig, der den Datensammlern gar kein Profil mehr bietet - also jeder.
Und da nach einem Flugzeugabsturz kaum jemand dagegen opponieren wird, das Fliegen sicherer zu machen wird es auch diesmal so sein, dass sich niemand findet, der gegen die Massnahmen die jetzt (gegen uns alle) eingeleitet werden etwas entgegnen möchte. Man wird sich vielleicht noch ein paar Scheingefechte liefern, in der Hoffnung, dass man auf die nächsten Wahlen noch ein paar Stimmen einfangen kann...
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In der Schweiz hatte man vor einiger Zeit einmal den "Schulpsychiatrischen Dienst" eingeführt. Und es ist schon mehrere Jahre her, dass dieser Dienst an die Eltern gelangt ist, deren Kinder bisher in keiner Weise auffällig geworden sind. Man hat ihnen nahegelegt, mit dem kind doch einmal vorbeizukommen, denn ein Kind, dass keine auffälligen Verhaltensmuster zeige sei doch irgendwie nicht normal...
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Leute die gerne in die Wüste fahren haben auch ein interessantes Profil.
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
wer ganz normal ist, macht sich verdächtig.
Und den Überwachungsstaat wollen wir ja alle. Schließlich hat ja niemand was zu verbergen, also kann auch niemand was gegen den Verfassungsschutz in Form einer Wanze unter der Matratze haben. Ich habe in Erinnerung, dass wir in DE so was schon mal hatten. Ermächtigungsgesetze nannte man das damals. Und auf dem Boden der neues Bundesländer ist es erst kürzlich abgeschafft worden. Das war die DDR.
Ein Glück nur, dass wenigstens die Norweger, trotz aller Betroffenheit, gelassen reagieren.
Ein Glück nur, dass wenigstens die Norweger, trotz aller Betroffenheit, gelassen reagieren.
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
So what! Und Leute, die in einem Forum in der Gruppe der registrierten Benutzer mehr als doppelt so viele Postings haben als der zweitplazierte Vielposter, sind das jetzt auch Experten oder schwatzen die einfach nur gerne?kuno hat geschrieben:Leute die gerne in die Wüste fahren haben auch ein interessantes Profil.
(aktuell gibt es drei Benutzer mit mehr als 2000 Postings und einen mit mehr als 4500)
mfg aus M. von L.
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Kuno
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Diesen Beitrag habe ich sofort wieder gelöscht um es Alois zu erschweren, ein Profil über mich zu erstellen. Man muss ja jetzt schon aufpassen, wieviele Beiträge man in einem Forum verfasst...
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Lieber Profilloser,
(oder Profilooser?)
stell' 'mal die 1.518 Seiten hier ein (zuerst nur als Verweis, nicht dass das Wüstenschiff noch deswegen untergeht):
Achtung, das sind über 8 Megabyte und es ist für jede und jeden was dabei: Bombenbastler, Verschwörungstheoristen und für die vielen Experten unter uns.
http://www.kevinislaughter.com/wp-conte ... ndence.pdf
Gruß von Unbekannt
(oder Profilooser?)
stell' 'mal die 1.518 Seiten hier ein (zuerst nur als Verweis, nicht dass das Wüstenschiff noch deswegen untergeht):
Achtung, das sind über 8 Megabyte und es ist für jede und jeden was dabei: Bombenbastler, Verschwörungstheoristen und für die vielen Experten unter uns.
http://www.kevinislaughter.com/wp-conte ... ndence.pdf
Gruß von Unbekannt
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Kuno
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Mache ich mich jetzt verdächtig, wenn ich das herunterlade oder bist du ein Verdächtiger, weil du das Dokument den Forumsnutzern praktisch zur Verfügung stellst?
-
Alexander
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Kuno, mit den Fragen, die du stellst, machst du dich ohnehin verdächtig 
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Re: Schwere Explosion in Oslo
Beitragvon schu achbar ? » 22.07.2011 20:50
Ich habe bisher gefunden, es seien sicher die Juden gewesen. Und wenn doch nicht, dann hätten die Kuffar es eh verdient.
Aber die Anzahl der posts ist nicht sehr hoch, so das man nicht v. Feiern sprechen kann.
NRK berichtet, dass eine unbekannte Gruppe namens «Helfer des globalen Jihad» eine Nachricht hinterlassen hat. Demzufolge soll dieser Akt erst der Anfang einer Reaktion auf norwegische Zeitungen sein, von denen Mohammed-Karikaturen publiziert worden seien. Als Quelle nennt der Sender Andrew Boyle, einen Journalisten in Norwegen.
"Kein weiterer Kommentar zum Expertenthema notwendig!"
Gruß Tölzer
Beitragvon schu achbar ? » 22.07.2011 20:50
Ich habe bisher gefunden, es seien sicher die Juden gewesen. Und wenn doch nicht, dann hätten die Kuffar es eh verdient.
Aber die Anzahl der posts ist nicht sehr hoch, so das man nicht v. Feiern sprechen kann.
NRK berichtet, dass eine unbekannte Gruppe namens «Helfer des globalen Jihad» eine Nachricht hinterlassen hat. Demzufolge soll dieser Akt erst der Anfang einer Reaktion auf norwegische Zeitungen sein, von denen Mohammed-Karikaturen publiziert worden seien. Als Quelle nennt der Sender Andrew Boyle, einen Journalisten in Norwegen.
"Kein weiterer Kommentar zum Expertenthema notwendig!"
Gruß Tölzer
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Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
luise hat geschrieben:So what! Und Leute, die in einem Forum in der Gruppe der registrierten Benutzer mehr als doppelt so viele Postings haben als der zweitplazierte Vielposter, sind das jetzt auch Experten oder schwatzen die einfach nur gerne?kuno hat geschrieben:Leute die gerne in die Wüste fahren haben auch ein interessantes Profil.
(aktuell gibt es drei Benutzer mit mehr als 2000 Postings und einen mit mehr als 4500)
Da ich ja wahrscheinlich zu den von Dir erwaehnten - ehemaligen - Vielschreibern zaehle, moechte ich Dir doch zu bedenken geben, dass allein die Zahl der Beitraege nicht unbedingt etwas ueber die Qualitaet der Inhalte aussagt. Es steht natuerlich jedem User frei, dies zu erkennen - oder auch nicht!
Zum Thema hier: ich haette nicht fuer moeglich gehalten, dass ein solch grausames Ereignis zu so kaltschnaeuzigen Betrachtungen benutzt werden kann, wie man sie hier lesen muss. Wer sich jetzt genuesslich kritisch ueber die "Terrorexperten" auslaesst, waehrend man noch die Ermordeten zaehlt, ist weiter abgedriftet, als der geistigen Gesundheit zutraeglich ist! Dass er dabei eben genau dem sinnlosen Automatismus folgt, den er den "Experten" vorhaelt, sei nur am Rande bemerkt.
-
Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
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Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Die Diskussion ueber die "Experten", Roger, hat grundsaetzlich nichts mit dem Attentat in Norwegen zu tun. Es geht nicht nur um die "Terrorexperten" sondern eigentlich darum, dass in den heutigen Medien sofort nach jedem Ereignis "Experten" praesentiert werden, die dem Leser / Zuschauer suggerieren, dass sie zum Thema abschliessend Bescheid wuessten.
Mit Kaltschnaeutzigkeit gegenueber dem Attentat in Norwegen -und das weisst du auch- hat dies hier nichts zu tun.
Fraglich bleibt fuer mich, ob man den genannten "Experten" alleine die Schuld zuschreiben sollte oder ob es nicht vor allem auch die Sender / Zeitungen sind, die absichtlich genau solche Expertenrunden zusammenstellen um moeglichst als erste eine abschliessende Analyse eines Attentates (oder anderen Ereignisses) praesentieren zu koennen.
Und weiters muesste ma sich natuerlich auh fragen, ob es nicht auch wir Endkonsumenten sind, die am liebsten immer gleich eine Antwort auf alles haben wollen? Was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?
Du sagst: "Wer sich jetzt genuesslich kritisch ueber die "Terrorexperten" auslaesst, waehrend man noch die Ermordeten zaehlt, ist weiter abgedriftet, als der geistigen Gesundheit zutraeglich ist!"
Genau das ist es, was ich weiter oben gesagt habe. Wer sich jetzt getraut, etwas anzumerken - sei es zu den "Experten" oder auch zu denen, die jetzt mehr Kontrolle usw. fordern wird sofort als gestoert abgeurteilt. Zu diesem Thema waere das kleine Buch "Angriff auf die Freiheit" von Trojanow / Zeh zu empfehlen. Es stammt zwar aus dem Jahre 2009, hat aber mMn nichts von seiner Aktualitaet eingebuesst.
Mit Kaltschnaeutzigkeit gegenueber dem Attentat in Norwegen -und das weisst du auch- hat dies hier nichts zu tun.
Fraglich bleibt fuer mich, ob man den genannten "Experten" alleine die Schuld zuschreiben sollte oder ob es nicht vor allem auch die Sender / Zeitungen sind, die absichtlich genau solche Expertenrunden zusammenstellen um moeglichst als erste eine abschliessende Analyse eines Attentates (oder anderen Ereignisses) praesentieren zu koennen.
Und weiters muesste ma sich natuerlich auh fragen, ob es nicht auch wir Endkonsumenten sind, die am liebsten immer gleich eine Antwort auf alles haben wollen? Was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?
Du sagst: "Wer sich jetzt genuesslich kritisch ueber die "Terrorexperten" auslaesst, waehrend man noch die Ermordeten zaehlt, ist weiter abgedriftet, als der geistigen Gesundheit zutraeglich ist!"
Genau das ist es, was ich weiter oben gesagt habe. Wer sich jetzt getraut, etwas anzumerken - sei es zu den "Experten" oder auch zu denen, die jetzt mehr Kontrolle usw. fordern wird sofort als gestoert abgeurteilt. Zu diesem Thema waere das kleine Buch "Angriff auf die Freiheit" von Trojanow / Zeh zu empfehlen. Es stammt zwar aus dem Jahre 2009, hat aber mMn nichts von seiner Aktualitaet eingebuesst.
-
Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Kuno hat geschrieben:Die Diskussion ueber die "Experten", Roger, hat grundsaetzlich nichts mit dem Attentat in Norwegen zu tun. Es geht nicht nur um die "Terrorexperten" sondern eigentlich darum, dass in den heutigen Medien sofort nach jedem Ereignis "Experten" praesentiert werden, die dem Leser / Zuschauer suggerieren, dass sie zum Thema abschliessend Bescheid wuessten.
Du sagst: "Wer sich jetzt genuesslich kritisch ueber die "Terrorexperten" auslaesst, waehrend man noch die Ermordeten zaehlt, ist weiter abgedriftet, als der geistigen Gesundheit zutraeglich ist!"
Genau das ist es, was ich weiter oben gesagt habe. Wer sich jetzt getraut, etwas anzumerken - sei es zu den "Experten" oder auch zu denen, die jetzt mehr Kontrolle usw. fordern wird sofort als gestoert abgeurteilt.
Der "Experte" ist nicht dafuer verantwortlich, wenn das, was er eilig stammelnd vortraegt, vom Rezipienten als "abschliessender Bescheid" verstanden wird. Diese Fehldeutung findet im Kopf des Hoerers/Sehers/Lesers statt - und er allein ist dafuer verantwortlich!
Schoen, dass Du meinen Satz zitierst! Dadurch hat jeder Leser noch einmal Gelegenheit, den darin enthaltenen Zeitbezug zu erkennen. Ein grundsaetzlicher und eigentlich einfacher Vorgang, der Dich offensichtlich wieder einmal ueberfordert.
Lass mich zum Abschluss noch einen dringenden Vorschlag machen: ich waere Dir dankbar, wenn Du meine Beitraege in Zukunft konsequent ignorieren wuerdest und verspreche, Dir die gleiche Gunst zu erweisen, indem ich Deine fleissigen Welterklaerungsversuche in stiller Bewunderung ungelesen an mir vorbeistreichen lasse!
-
AndreasHirsch
- Beiträge: 60
- Registriert: Di 4. Okt 2005, 12:03
- Wohnort: Berlin
- Kontaktdaten:
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Auch dem "Experten" steht es frei, einfach mal nix zu sagen, oder wenigstens darauf hinzuweisen, das
"nix-zu-sagen" der bessere Weg ist.
Das habe Ich aber nirgends vernommen.
Im Gegenteil, sofort sind C-Politiker und Polizeigewerkschafter erschienen, und haben unsägliches Zeug
verbreitet.
Ich bin immer noch Fassungslos.
Mein Beileid an alle Betroffenen.
GRuß aus Berlin
"nix-zu-sagen" der bessere Weg ist.
Das habe Ich aber nirgends vernommen.
Im Gegenteil, sofort sind C-Politiker und Polizeigewerkschafter erschienen, und haben unsägliches Zeug
verbreitet.
Ich bin immer noch Fassungslos.
Mein Beileid an alle Betroffenen.
GRuß aus Berlin
Gruß aus Berlin
Re: Plädoyer für Abschaffung von "Terrorexperten"
Dem kann ich nur zustimmen.
Die reflexhaften Forderungen aus Bayern, die Vorratsdatenspeicherung endlich wieder einzuführen, zeigen in die eine, unsere Rechte immer mehr einschränkende Richtung.
Und das, obwohl der norwegische Geheimdienst den Mann auf dem Kieker hatte und als unbedeutend einstufte.
Da kann man Daten sammeln ohne Ende, es wird nicht besser. Die Stasi hat auch nicht an einem Mangel an Daten gelitten. Ein Rechenzentrum verschiebt nur die Menge nach oben, wenn die Auswertung nichts taugt bringt es ausser Fehlalarmen nur repressalien.
Peter
Die reflexhaften Forderungen aus Bayern, die Vorratsdatenspeicherung endlich wieder einzuführen, zeigen in die eine, unsere Rechte immer mehr einschränkende Richtung.
Und das, obwohl der norwegische Geheimdienst den Mann auf dem Kieker hatte und als unbedeutend einstufte.
Da kann man Daten sammeln ohne Ende, es wird nicht besser. Die Stasi hat auch nicht an einem Mangel an Daten gelitten. Ein Rechenzentrum verschiebt nur die Menge nach oben, wenn die Auswertung nichts taugt bringt es ausser Fehlalarmen nur repressalien.
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade




