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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 12.12.2017

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 12.12.2017

Beitragvon Birgitt » 01.11.2011 12:58

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Elfenbeinküste / Côte d/Ivoire:
Stand 01.11.2011
(Unverändert gültig seit: 01.11.2011)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nach der jüngsten Krise in Côte d’Ivoire ist bei Reisen in das Land erhöhte Vorsicht geboten. Das Hotel bzw. die Unterkunft sollten nachts (ab 23.00 Uhr) nicht verlassen werden. Von Reisen in den Westen des Landes (v.a. Grenzgebiet zu Liberia) wird derzeit abgeraten.
Nach der Festnahme von Laurent Gbagbo am 11. April 2011 und der Bildung der neuen Regierung Anfang Juni hat sich die politische sowie Sicherheitslage in Côte d’Ivoire zwar beruhigt, bleibt aber insgesamt noch fragil.
Im Zusammenhang mit den für 11. Dezember 2011 angesetzten Parlamentswahlen muss erneut mit politisch motivierten Zusammenstößen gerechnet werden. Bei Reisen nach Côte d´Ivoire ist daher in den Monaten November und Dezember 2011 erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Reisen über Land / Kriminalität / Straßenverkehr
Reisen über Land sollten nur nach sorgfältiger Planung unter Beachtung der aktuellen Sicherheitslage unternommen werden.

[b]Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige[b]
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Côte d'Ivoire ein Visum, das von der Botschaft der Republik Côte d'Ivoire ausgestellt wird.
Das Visum kann verlängert werden. Die Gebühren hierfür betragen derzeit 20.000 FCFA (ca. 30 EUR). Ausländer, die sich länger als drei Monate im Land aufhalten wollen, müssen eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Informationen zum Verfahren bietet die Botschaft Abidjan auf ihrer Homepage. Die Gebühr für die Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis beträgt 300.000 FCFA (ca. 450 EUR).
Reisedokumente

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, muss noch mindestens 6 Monate über das Ende der beantragten Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
Vorläufiger Reisepass Ja, muss noch mindestens 6 Monate über das Ende der beantragten Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen Der vorläufige Reisepass wird zwar anerkannt, es kann bei den regelmäßigen Polizeikontrollen im Lande jedoch zu Problemen kommen, da dieser nicht so bekannt ist wie der Europapass.
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, jedoch nur mit Foto.
Reisepass Ja, muss noch mindestens 6 Monate über das Ende der beantragten Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Nein
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige müssen von den Eltern zum Flughafen begleitet bzw. dort abge-holt werden. Besondere Formalitäten sind nicht zu beachten. Eine Einwilligungserklärung des nicht anwesenden Elternteils (mit beglaubigter Unterschrift) sollte vorsichtshalber verfügbar sein.
Impfungen
Vorgeschrieben ist darüber hinaus eine mindestens 10 Tage vor Einreise durchgeführte Gelbfieberschutzimpfung. Der Nachweis wird bei der Einreise verlangt.
Ausreise
Bei der Ausreise wird eine Flughafensteuer von FCFA 3.000,-- (ca. 4,50 EUR) erhoben, die bereits im Ticketpreis enthalten ist. Eine Mehrwertsteuerrückerstattung für während des Aufenthalts gekaufte Waren ist nicht möglich.
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Sollten Sie Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

[b]Besondere strafrechtliche Bestimmungen[b]
Delikte im Zusammenhang mit Drogen werden in Côte d'Ivoire sehr ernst genommen und streng bestraft. Auf Drogenhandel stehen 5 bis 20 Jahre Haft, auf Drogenbesitz und Drogenkonsum 3 Monate bis 5 Jahre sowie eine Geldstrafe. Nach ivorischem Recht ist Prostitution strafbar, Homosexualität hingegen nicht. In der Rechtsprechung wird die Vorschrift zur Prostitution jedoch gelegentlich auf Homosexualität ausgeweitet. Die Zustände in den ivorischen Haftanstalten sind außerordentlich schwierig. Bei einer Verhaftung muss unbedingt darauf gedrängt werden, dass sofort die Botschaft benachrichtigt wird.

[b]Medizinische Hinweise[b]
Impfschutz
Côte d’Ivoire ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, Ausnahme: Kinder unter 1 Jahr. Siehe auch http://www.who.int/ith/countries/en/index.html
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de
sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber
In den vergangenen Jahren wurden zwischen 30 bis knapp 300 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Côte d'Ivoire. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 80 % der Fälle in Côte d'Ivoire!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land, im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Für Reisende ist eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
750.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Côte d'Ivoire gemeldet. 2005 waren 4,7 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) und ca. 44 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden von Côte d'Ivoire wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit mehreren hundert gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations- impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe
Im Jahr 2006 traten erstmalig in Abidjan Fälle der klassischen Geflügelpest (H5N1, hoch pathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden bisher nicht nachgewiesen. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter http://www.bmelv.de.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Abidjan hingegen ist trotz Abwanderung von Fachärzten immer noch das medizinische Referenzzentrum für Westafrika, auch wenn der Standard vor allem in den öffentlichen Krankenhäusern absinkt. Französisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen sind vorhanden. Deutsch sprechende Fachärzte sind nicht bekannt.
Einfache bis mittelschwere Operationen können in Abidjan, in ausgewählten Krankenhäusern durchgeführt werden. Für planbare Operationen ist Deutschland trotzdem vorzuziehen. Für den Notfall kommen mehrere Privatkliniken in Abidjan in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in Côte d'Ivoire haben ein gutes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt sind allerdings nicht auszuschließen.
Touristen, die nach Côte d'Ivoire kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Côte d'Ivoire durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de)


Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 20.09.2016

Beitragvon Alexander » 21.09.2016 17:11

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 20.09.2016 (Unverändert gültig seit: 20.09.2016)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Medizinische Hinweise

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Am 13. März 2016 kam es in der Hafenstadt Grand Bassam zu einem Terrorangriff auf ein Hotel. Reisenden wird geraten, den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und die Medienberichterstattung zu verfolgen.
In Abidjan und im Landesinneren gibt es weiterhin Straßenkontrollen. Es wird geraten, besondere Vorsicht während der Nacht walten zu lassen.

Bei geplanten Reisen in den Westen und Norden des Landes wird vorherige Anfrage bei der deutschen Botschaft in Abidjan empfohlen. Im Grenzgebiet zu Mali ist es im März 2015 zu Terrorakten mit islamistischem Hintergrund gekommen.

Reisen über Land-/-Kriminalität-/-Straßenverkehr
Reisen über Land sollten nur nach sorgfältiger Planung unter Beachtung der aktuellen Sicherheitslage unternommen werden. Bewaffnete Straßenüberfälle in den nördlichen und westlichen Landesteilen werden weiterhin gemeldet.
Auf Nachtfahrten sollte wegen der häufigen Verkehrsunfälle und der Gefahr von Überfällen verzichtet werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja; es kann bei den regelmäßigen Polizeikontrollen im Lande jedoch zu Problemen kommen, da der vorläufige Reisepass nicht so bekannt ist wie der Reisepass.
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja, mit Foto.

Anmerkungen:
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate über das Ende der beantragten Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Côte d' Ivoire ein Visum, das von der Botschaft der Republik Côte d'Ivoire ausgestellt wird und für das eine Gebühr zwischen 50,- und 110,- € erhoben wird, je nach Aufenthaltsdauer.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, ein Visum bei Ankunft am Internationalen Flughafen Abidjan zu erhalten. Das Visum muss mindestens drei Tage vor geplanter Abreise online beantragt und bezahlt werden. Ohne vorherige Online-Beantragung ist der Erhalt des Visums bei Ankunft am Flughafen nicht möglich. Informationen zum Verfahren bietet die Deutsche Botschaft Abidjan auf ihrer Homepage (http://www.abidjan.diplo.de/)

Das Visum kann vor Ort bis zu einer Aufenthaltsdauer von max. drei Monaten verlängert werden. Die Gebühren hierfür betragen derzeit 65.500,- FCFA (ca. 100,- €). Ausländer, die sich länger als drei Monate im Land aufhalten wollen, müssen eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Informationen zum Verfahren finden Sie ebenfalls auf der Homepage der deutschen Botschaft Abidjan. Die Gebühr für die Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis beträgt 6.000,- FCFA (ca. 9,20 €).
Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Minderjährige müssen von mindestens einem Elternteil zum Flughafen begleitet bzw. dort abgeholt werden. Besondere Formalitäten sind nicht zu beachten. Eine Einwilligungserklärung des nicht anwesenden Elternteils (mit beglaubigter Unterschrift) sollte vorsichtshalber verfügbar sein.

Impfungen
Vorgeschrieben ist eine mindestens zehn Tage vor Einreise durchgeführte Gelbfieberschutzimpfung. Der Nachweis wird bei der Einreise verlangt.

Ausreise
Bei der Ausreise wird eine Flughafensteuer von 3.000,-- (ca. 4,50 €) erhoben, die bereits im Ticketpreis enthalten ist. Eine Mehrwertsteuerrückerstattung für während des Aufenthalts gekaufte Waren ist nicht möglich.

Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Côte d’Ivoire ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden ab dem 1. Lebensjahr vorgeschrieben. Siehe auch http://www.who.int. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Gelbfieberfälle pro Jahr gemeldet, auch aus der Umgebung von Abidjan.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio, Masern-Mumps-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri¬kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin¬gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.

Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in der Elfenbeinküste. Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.

Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin)auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Dengue-Fieber
Dengue-Fieber kommt vereinzelt vor, wenn auch die Dunkelziffer höher sein mag durch nicht vorhandene spezifische Labordiagnostik. Es wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome zu Beginn nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden, selten mit Todesfolge, auftreten. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• Körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.o.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.

Ebola
Die Ebolaepidemie 2013-2016 in den vor allem betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone ist eingedämmt..In der Elfenbeinküste sind keine Fälle aufgetreten. Die aufgrund der Ebolaepidemie erfolgte vorübergehende Schließung der Landgrenzen zu Liberia und Guinea wurde am 8. September 2016 aufgehoben. Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, insbesondere auch die Hinweise auf der Homepage der deutschen Botschaft in Abidjan zu beachten und allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter http://www.diplo.de/reisemedizin

Durchfallerkrankungen und Cholera
Gastrointestinale Infektionen sind neben der Malaria die häufigsten Erkrankungen, v. a. durch Salmonellen verursacht. Cholerafälle treten sporadisch aber nicht als Epidemie auf und betreffen meist auf ein Umfeld mit einfachen Lebensbedingungen.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

HIV/AIDS
2015 waren 3,2 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Tollwut
Die Tollwut wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Fledermaus-Tollwut ist bisher in der Elfenbeinküste nicht bekannt. Einziger möglicher Schutz ist die vorherige Schutzimpfung bzw. Tierkontakt zu meiden. Eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt ist -wenn überhaupt- sehr begrenzt erhältlich.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Landesinneren ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. In Abidjan ist die medizinische Versorgung im Vergleich mit anderen Ländern Westafrikas recht gut. So gibt es einige gute Privatkliniken mit einem großen Spektrum an Fachärzten, in denen auch Notfalloperationen durchgeführt werden können. Planbare Operationen sollten grundsätzlich in Deutschland durchgeführt werden. Die Rechnungen müssen häufig vorab (auch in Notfällen) bezahlt werden.

Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in Côte d’Ivoire haben ein gutes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt sind allerdings nicht auszuschließen.

Der Abschluss einer gültigen Auslandskrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Côte d'Ivoire durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 13.12.2016

Beitragvon Alexander » 14.12.2016 06:12

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 13.12.2016 (Unverändert gültig seit: 13.12.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Am 18. Dezember 2016 wird in der Côte d’Ivoire ein neues Parlament gewählt. Reisende sollten sich in der Zeit um den Wahltag mit erhöhter Aufmerksamkeit bewegen und insbesondere Menschenansammlungen sowie exponierte Plätze meiden. Es wird empfohlen, Medienberichte sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 07.01.2017

Beitragvon Birgitt » 07.01.2017 13:12

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Côte d‘Ivoire / Elfenbeinküste:
Stand 07.01.2017
(Unverändert gültig seit: 07.01.2017)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Im Laufe der Nacht von Freitag auf Samstag (07.01.2017) kam es nahe des größten Militärstützpunktes in Bouake, der zweitgrößten Stadt der Elfenbeinküste, zu Schießereien. Anscheinend handelt es sich um einen Aufstand von Teilen des ivorischen Militärs. Der Verteidigungsminister wird heute (07.01.2017) in den Norden reisen, um mit den Rebellen zu verhandeln.
Bis zur Beruhigung der Lage wird vor Überlandreisen - insbesondere in den Norden - abgeraten. Es wird empfohlen, Medienberichte sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.


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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 07.01.2017

Beitragvon Alexander » 07.01.2017 17:49

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 07.01.2017 (Unverändert gültig seit: 07.01.2017)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Im Laufe der Nacht von Freitag auf Samstag (07.01.2017) kam es nahe des größten Militärstützpunktes in Bouake, der zweitgrößten Stadt der Elfenbeinküste, zu einem Aufstand von Soldaten und zu Schusswechsel.
Mittlerweile haben sich die Unruhen auf weite Teile des Landes ausgebreitet und auch die Hauptstadt Abidjan erreicht. In mehreren Stadtteilen der Metropole wurde in die Luft geschossen, es wurden Straßensperren errichtet.
Die Botschaft hat im Land lebende Deutsche gebeten, zu Hause zu bleiben.

Bis auf Weiteres wird von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Cote d'Ivoire abgeraten.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 08.01.2017

Beitragvon Alexander » 08.01.2017 16:51

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 08.01.2017 (Unverändert gültig seit: 08.01.2017)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Seit der Nacht auf Samstag, 07.01.2017, kam es in weiten Teilen der Elfenbeinküste zum Aufstand von Soldaten und zu Schußwechseln.

Inzwischen sind die Soldaten in die Kaserne zurückgekehrt. Dennoch herrscht angespannte Ruhe.

Reisenden nach Côte d’Ivore wird empfohlen, sich weiterhin umsichtig zu bewegen und sich über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise über die Lage informiert zu halten.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 18.01.2017

Beitragvon Alexander » 18.01.2017 17:50

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Elfenbeinküste/Côte d'Ivoire:

Stand 18.01.2017 (Unverändert gültig seit: 18.01.2017)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise

Seit der Nacht auf Samstag, 07.01.2017, kam es in weiten Teilen der Elfenbeinküste zum Aufstand von Soldaten und zu Schusswechseln.

Inzwischen sind die Soldaten in die Kaserne zurückgekehrt und es herrscht angespannte Ruhe. Dennoch kann es weiterhin zu Schusswechseln kommen, wie zuletzt am 17./18.01.2017.

Reisenden nach Côte d’Ivoire wird empfohlen, sich weiterhin umsichtig zu bewegen und sich über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise über die Entwicklung der Lage informiert zu halten. Es wird geraten, die Nähe von Kasernen und sonstigen Militäreinrichtungen zu meiden und von nicht notwendigen Überlandreisen in das Zentrum und den Norden des Landes abzusehen.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 07.02.2017

Beitragvon Alexander » 07.02.2017 19:19

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 07.02.2017 (Unverändert gültig seit: 07.02.2017)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise (Entfall)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im Januar 2017 kam es in weiten Teilen der Elfenbeinküste zu militärischen Unruhen und einem dreiwöchigen Streik im öffentlichen Dienst.

Am 13. März 2016 kam es in der Hafenstadt Grand Bassam zu einem Terrorangriff auf ein Hotel.

Reisenden wird empfohlen, sich weiterhin umsichtig zu bewegen, die Nähe von Kasernen und sonstigen Militäreinrichtungen zu meiden, den Anweisungen der örtlichen Sicherheitskräfte Folge zu leisten und die Medienberichterstattung zu verfolgen.
In Abidjan und im Landesinneren gibt es weiterhin Straßenkontrollen. Es wird geraten, besondere Vorsicht während der Nacht walten zu lassen.

Bei geplanten Reisen in den Westen und Norden des Landes wird vorherige Anfrage bei der deutschen Botschaft in Abidjan empfohlen. Im Grenzgebiet zu Mali ist es im März 2015 zu Terrorakten mit islamistischem Hintergrund gekommen.

Reisen über Land-/-Kriminalität-/-Straßenverkehr
Reisen über Land sollten nur nach sorgfältiger Planung unter Beachtung der aktuellen Sicherheitslage unternommen werden. Bewaffnete Straßenüberfälle in den nördlichen und westlichen Landesteilen werden weiterhin gemeldet.

Auf Nachtfahrten sollte wegen der häufigen Verkehrsunfälle und der Gefahr von Überfällen verzichtet werden.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 15.05.2017

Beitragvon Alexander » 15.05.2017 14:42

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 15.05.2017 (Unverändert gültig seit: 15.05.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Seit dem 12. Mai 2017 kommt es in Teilen des Landes, auch in Abidjan, und insbesondere in der Stadt Bouaké wiederholt zu Protesten des Militärs. Neben örtlich beschränkten Zusammenstößen und Schüssen kann es auch zu Straßensperren und anderen Verkehrseinschränkungen kommen.

Reisenden wird empfohlen, erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen und sich umsichtig zu bewegen, von Überlandreisen wird derzeit abgeraten. Betroffene Regionen, die Nähe von Kasernen und sonstigen Militäreinrichtungen sowie unübersichtliche Menschenansammlungen sollten gemieden und die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgt, Anweisungen der Sicherheitsbehörden unbedingt befolgt werden.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 15.05.2017

Beitragvon Alexander » 15.05.2017 17:10

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 15.05.2017 (Unverändert gültig seit: 15.05.2017)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Seit dem 12.5.2017 kommt es in Teilen des Landes, auch in Abidjan, und insbesondere in der Stadt Bouaké wiederholt zu Protesten des Militärs. Neben örtlich beschränkten Zusammenstößen und Schusswechseln, bei denen es auch zu Todesfällen kam, ist auch der Verkehr durch Straßensperren und Kontrollen beeinträchtigt.

Aufgrund der sich dynamisch verändernden Sicherheitslage wird Reisenden empfohlen, nicht notwendige Reisen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bereits im Land befindlichen Reisenden wird geraten, zurzeit jegliche Fortbewegung in Abidjan sowie im restlichen Land auf das absolut Notwendige zu beschränken und das Hotel nach Möglichkeit nicht zu verlassen. In jedem Fall ist es erforderlich, erhöhte Aufmerksamkeit walten zu lassen und sich umsichtig zu bewegen. Betroffene Regionen, die Nähe von Kasernen und sonstigen Militäreinrichtungen sowie unübersichtliche Menschenansammlungen sollten gemieden und die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgt werden.

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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 18.05.2017

Beitragvon Alexander » 18.05.2017 07:13

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Côte d'Ivoire:

Stand 18.05.2017 (Unverändert gültig seit: 18.05.2017)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise

Seit Januar 2017 kommt es in weiten Teilen der Côte d’Ivoire immer wieder zu Unruhen im Zusammenhang mit Lohnforderungen von Soldaten. Zuletzt meuterten vom 12. bis 15. Mai 2017 Teile des Militärs in vielen Städten des Landes einschließlich Abidjan. Sie legten den Verkehr lahm, brachten das öffentliche Leben zum Stillstand, vereinzelt kam es zu Gewaltakten auch gegen Zivilisten. Eine Wiederholung derartiger Ereignisse kann nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, größere Menschenansammlungen und die Nähe von Militäreinrichtungen zu meiden, sich umsichtig zu verhalten und generell Vorsicht walten zu lassen.

Am 13. März 2016 kam es in dem in der Nähe von Abidjan gelegenen Touristenort Grand Bassam zu einem Terrorangriff mit islamistischem Hintergrund, bei dem es etwa 20 Todesopfer gab.

In Abidjan und im Landesinneren gibt es weiterhin Straßenkontrollen. Es wird geraten, besondere Vorsicht während der Nacht walten zu lassen.

Bei geplanten Reisen in den Westen und Norden des Landes wird vorherige Anfrage bei der deutschen Botschaft in Abidjan empfohlen. Im Grenzgebiet zu Mali ist es im März 2015 zu Terrorakten mit islamistischem Hintergrund gekommen.

Reisen über Land-/-Kriminalität-/-Straßenverkehr
Reisen über Land sollten nur nach sorgfältiger Planung unter Beachtung der aktuellen Sicherheitslage unternommen werden. Bewaffnete Straßenüberfälle in den nördlichen und westlichen Landesteilen werden weiterhin gemeldet.
Auf Nachtfahrten sollte wegen der häufigen Verkehrsunfälle und der Gefahr von Überfällen verzichtet werden.
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Auswärtige Amt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 19.07.2017

Beitragvon Birgitt » 19.07.2017 16:08

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Côte d‘Ivoire:
Stand 19.07.2017
(Unverändert gültig seit: 19.07.2017)
Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Aktueller medizinischer Hinweis
Seit April 2017 gibt es in der Elfenbeinküste eine Dengue-Epidemie mit mehr als 400 bestätigten oder Verdachtsfällen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Abidjan mit den Gemeinden Cocody, Bingerville, Abobo und Yopougon. Auch außerhalb Abidjans wurden Infektionen registriert.
Weitere Informationen: siehe unten.

Impfschutz
Côte d’Ivoire ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden ab dem 1. Lebensjahr vorgeschrieben. Siehe auch www.who.int. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Gelbfieberfälle pro Jahr gemeldet, auch aus der Umgebung von Abidjan.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio, Masern-Mumps-Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Während der Trockenzeit (Dezember–April) kommt es in den Ländern des „Afri¬kanischen Meningitisgürtels“ regelmäßig zu Meningitis-Epidemien. Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Menin¬gokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.
Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen in Westafrika nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in der Elfenbeinküste. Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin)auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Dengue-Fieber
Dengue-Fieber kommt vereinzelt vor, wenn auch die Dunkelziffer höher sein mag durch nicht vorhandene spezifische Labordiagnostik. Es wird durch den Stich hauptsächlich tagaktiver, infizierter Mücken übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome zu Beginn nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden, selten mit Todesfolge, auftreten. Eine Impfung oder Chemoprophylaxe ist nicht möglich. Konsequente Barrieremaßnahmen (Schutz vor Mückenstichen, s.u.) sind die einzig möglichen Schutzmaßnahmen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, Hemden),
  • ganztägig (Dengue, s.o.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Ebola
Die Ebolaepidemie 2013-2016 in den vor allem betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone ist eingedämmt..In der Elfenbeinküste sind keine Fälle aufgetreten. Die aufgrund der Ebolaepidemie erfolgte vorübergehende Schließung der Landgrenzen zu Liberia und Guinea wurde am 8. September 2016 aufgehoben. Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, insbesondere auch die Hinweise auf der Homepage der deutschen Botschaft in Abidjan zu beachten und allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin
Durchfallerkrankungen und Cholera
Gastrointestinale Infektionen sind neben der Malaria die häufigsten Erkrankungen, v. a. durch Salmonellen verursacht. Cholerafälle treten sporadisch aber nicht als Epidemie auf und betreffen meist auf ein Umfeld mit einfachen Lebensbedingungen.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
HIV/AIDS
2015 waren 3,2 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Tollwut
Die Tollwut wird durch Biss und Speichel infizierter Tiere (meist Hunde, aber auch Affen oder andere Wildtiere) übertragen. Fledermaus-Tollwut ist bisher in der Elfenbeinküste nicht bekannt. Einziger möglicher Schutz ist die vorherige Schutzimpfung bzw. Tierkontakt zu meiden. Eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt ist -wenn überhaupt- sehr begrenzt erhältlich.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Landesinneren ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. In Abidjan ist die medizinische Versorgung im Vergleich mit anderen Ländern Westafrikas recht gut. So gibt es einige gute Privatkliniken mit einem großen Spektrum an Fachärzten, in denen auch Notfalloperationen durchgeführt werden können. Planbare Operationen sollten grundsätzlich in Deutschland durchgeführt werden. Die Rechnungen müssen häufig vorab (auch in Notfällen) bezahlt werden.
Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in Côte d’Ivoire haben ein gutes Sortiment aller wichtigen Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt sind allerdings nicht auszuschließen.
Der Abschluss einer gültigen Auslandskrankenversicherung und einer Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Côte d'Ivoire durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).


Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Côte d'Ivoire 12.12.2017

Beitragvon Alexander » 12.12.2017 17:51

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Côte d'Ivoire:

Stand: 12.12.2017 (Unverändert gültig seit: 12.12.2017)

Letzte Änderungen:
Allgemeine Reiseinformationen

Straßenverkehr
Reisen über Land sollten nur nach sorgfältiger Planung unter Beachtung der aktuellen Sicherheitslage unternommen werden.
In Abidjan und im Landesinneren gibt es weiterhin Straßenkontrollen. Es wird geraten, besondere Vorsicht während der Nacht walten zu lassen.

Straßen sind insbesondere abseits der Hauptstrecken oft in einem sehr schlechten Zustand.
Mögliche Betrugsversuche (Internet-Scamming)

Einer Kontaktaufnahme über Internet-Kontaktbörsen und soziale Netzwerke durch unbekannte Personen aus Côte d‘Ivoire sollte grundsätzlich mit Misstrauen begegnet werden. Sehr häufig handelt es sich hierbei um Betrugsversuche.
Die deutsche Botschaft in Accra hat ein Merkblatt zum Thema erstellt.

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