eigentlich hatte ich mir für meinen Reisebericht den Titel "Niger: Wanderung durch das Air Gebirge" ausgedacht. Mein Plan: Von Agadez nach Timia und von dort zu Fuß eine Woche durch das Air Gebirge nach Kodri, um unsere Schule und den Brunnen zu besuchen.
Was ist aber, wenn die Situation sich plötzlich ändert und Banden oder Terroristen plötzlich ein Kopfgeld auf dich aussetzen, um an eine lukrative Geisel zu kommen? Wie flexibel will oder kann man sein, damit der Urlaub doch noch zu einem unvergessenen Erlebnis wird und das natürlich im positiven Sinn?
Ich sollte aber nicht zu viel vorne weg nehmen, sondern dort anfangen, wo eine Reise typischerweise beginnt.
Zur Sicherheitslage in Niger habe ich mich in meinem letzten Reisebericht schon ausführlich geäußert. Dieses Mal musste ich zusätzlich die Erfahrung machen, das die Sicherheitslage sehr volatil sein kann.
In meinem Gepäck hatte ich 300 Schulhefte und ebensoviele Kugelschreiber, um die mich Lehrer in Agadez gebeten hatten. Ich hätte nie gedacht, dass Papier soviel wiegen kann und ich musste die Mitbringsel irgendwie loswerden, bevor ich meinen Anschlussflug nach Agadez antrete, da mein Tarif nur ein Freigepäck von 20 Kilo vorsah.

Der Plan war die Hefte am Busbahnhof für den Mittagsbus aufzugeben. Ich hatte Abbaye in Agadez bereits informiert, dass er am nächsten Tag ein Paket erhalten würde, auf das er schon wartet.
Ist man mit den Auto in Niamey unterwegs ist Vorsicht angesagt. Häufig fehlen Kanaldeckel, was besonders nachts zu einer Herausforderung werden kann.

Die Abwicklung ist einfach. Ein Angesteller wickelt einige Kilo Klebeband um das Paket, damit wirklich nichts aus dem Paket fallen kann.

Von der Schlepperei bin ich mittlerweile genauso erschöpft wie dieser Straßenschläfer. Selbst das laute Gehupe scheint ihn nicht zu stören. Ich beneide ihn um seinen gesunden Schlaf.

Nach dem Hochwasser dieses Sommers führt der Niger ungewöhnlich viel Wasser. Ein Segen für die Reisfelder im Süden. Ein Alptraum für die Bewohner der Agadez Region.


Überall an der Straße werden gegrillte Leckereien angeboten. Manches Hühnchen ist schon so gut durchgebraten, dass man ein gutes Gebiss benötigt, um das Fleisch in passende Stücke zu zerkauen.
































































