Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
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- Uwe Schmitz
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Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Schon lange hatten wir vor, mit unserem Iveco über die Türkei und den Kaukasus in den Iran zu fahren.
Doch zum einen hatten wir die Afrika-Ente in Namibia stehen, die wg. des Carnet jährlich mindestens einmal ausgefahren werden wollte, siehe:
...Mit der Ente im südlichen Afrika ,
zum anderen hatte der Iveco ab und an ein paar Leiden, die erst noch entfernt sein wollten.
Doch im Herbst 2020 kann's endlich losgehen, schon in Namibia bei der letzten Tour freuen wir uns auf eine orientalische Reise. Alles ist geplant, Finanzen, Zeitraum, Fahrzeug, Gesundheit, alles passt ...
Doch im März kommt die Plage ins Land, immer mehr Grenzen schliessen für uns, wir hoffen auf einen entspannteren Herbst (bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt), doch gerade Richtung Osten sieht's gar nicht gut aus.
Doch was sollen wir machen?
Wir fahren einfach mal los, lassen uns treiben, können niemandem sagen, wohin es geht oder wann wir wiederkommen werden, vielleicht hat die Plage doch noch ein Erbarmen mit uns.
Anfang September besuchen wir zuerst Freunde im Raum München, tags drauf geht's über den Fernpaß zum Reschenpaß. .
Dahinter übernachten wir die erste Nacht - endlich frei stehend - auf dem Parkplatz einer Seilbahn im Vinschgau mit tollem Frühstücksblick über das Etschtal und hinauf zur Ortlergruppe. . .
Das obere Etschtal ist geprägt von seinen Obst-Monokulturen, die gesamte Talfläche ist für den Anbau von Äpfeln und Birnen, Aprikosen und Pfirsichen, aber auch Wein genutzt. .
Eine Nacht später stehen wir unten im Tal und haben große Mühe, ein ruhiges Fleckchen ohne Parkverbotsschild zu finden. Von hieraus wollen wir am nächsten Morgen zum Schloß Juval, dem temporären Wohnsitz des Extrembergsteigers Reinhold Messner und seinem MessnerMountainMuseum-Projekt, bestehend aus 6 Museen (alle in Südtirol), deren Themenkatalog sich um die Bergwelt, ihren Menschen und Kulturen weltweit befasst.
Anderthalb Stunden steigen wir einige hundert Höhenmeter auf zur Burg: Der Besuch lohnt nicht nur wegen des fantastischen Ausblicks über das Etschtal, sondern auch wegen einer der weltweit größten Sammlungen an tibetischer Kunst. .
Als meist in der arabischen Kultur Reisende können wir uns nur schwer in dieses andere Leben am Himalaya hineinversetzen, doch beeindrucken uns die Kunstwerke und ihre Ausdrucksstärke.
Morgen geht's weiter.
Viele Grüße
Uwe
Doch zum einen hatten wir die Afrika-Ente in Namibia stehen, die wg. des Carnet jährlich mindestens einmal ausgefahren werden wollte, siehe:
...Mit der Ente im südlichen Afrika ,
zum anderen hatte der Iveco ab und an ein paar Leiden, die erst noch entfernt sein wollten.
Doch im Herbst 2020 kann's endlich losgehen, schon in Namibia bei der letzten Tour freuen wir uns auf eine orientalische Reise. Alles ist geplant, Finanzen, Zeitraum, Fahrzeug, Gesundheit, alles passt ...
Doch im März kommt die Plage ins Land, immer mehr Grenzen schliessen für uns, wir hoffen auf einen entspannteren Herbst (bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt), doch gerade Richtung Osten sieht's gar nicht gut aus.
Doch was sollen wir machen?
Wir fahren einfach mal los, lassen uns treiben, können niemandem sagen, wohin es geht oder wann wir wiederkommen werden, vielleicht hat die Plage doch noch ein Erbarmen mit uns.
Anfang September besuchen wir zuerst Freunde im Raum München, tags drauf geht's über den Fernpaß zum Reschenpaß. .
Dahinter übernachten wir die erste Nacht - endlich frei stehend - auf dem Parkplatz einer Seilbahn im Vinschgau mit tollem Frühstücksblick über das Etschtal und hinauf zur Ortlergruppe. . .
Das obere Etschtal ist geprägt von seinen Obst-Monokulturen, die gesamte Talfläche ist für den Anbau von Äpfeln und Birnen, Aprikosen und Pfirsichen, aber auch Wein genutzt. .
Eine Nacht später stehen wir unten im Tal und haben große Mühe, ein ruhiges Fleckchen ohne Parkverbotsschild zu finden. Von hieraus wollen wir am nächsten Morgen zum Schloß Juval, dem temporären Wohnsitz des Extrembergsteigers Reinhold Messner und seinem MessnerMountainMuseum-Projekt, bestehend aus 6 Museen (alle in Südtirol), deren Themenkatalog sich um die Bergwelt, ihren Menschen und Kulturen weltweit befasst.
Anderthalb Stunden steigen wir einige hundert Höhenmeter auf zur Burg: Der Besuch lohnt nicht nur wegen des fantastischen Ausblicks über das Etschtal, sondern auch wegen einer der weltweit größten Sammlungen an tibetischer Kunst. .
Als meist in der arabischen Kultur Reisende können wir uns nur schwer in dieses andere Leben am Himalaya hineinversetzen, doch beeindrucken uns die Kunstwerke und ihre Ausdrucksstärke.
Morgen geht's weiter.
Viele Grüße
Uwe
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Hallo Uwe,
endlich mal wieder Bilder und Texte zu Reisen in dieser Zeit. Ich bleibe dran
Ciao, Carlo
endlich mal wieder Bilder und Texte zu Reisen in dieser Zeit. Ich bleibe dran
Ciao, Carlo
-
Albrecht(Vorname...)
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Sagt mal Ihr Lieben, werden wir jetzt ein Reiseforum?
Klar, Fahrradfahren auf Kuba und wild Campen in Südtirol ist schön und macht Freude, und klar, gegenwärtig ist‘s sehr mager, aber wollt Ihr darüber Berichte lesen im <WUESTENSCHIFF>?
Andererseits bin ich da vllt einfach zu eng drauf und besser mehr Traffic als weniger auf der Seite...
naja, CU
Albrecht
Klar, Fahrradfahren auf Kuba und wild Campen in Südtirol ist schön und macht Freude, und klar, gegenwärtig ist‘s sehr mager, aber wollt Ihr darüber Berichte lesen im <WUESTENSCHIFF>?
Andererseits bin ich da vllt einfach zu eng drauf und besser mehr Traffic als weniger auf der Seite...
naja, CU
Albrecht
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Ich denke, Das Wüstenschiff ist unter anderem ein Reiseforum !!Albrecht(Vorname...) hat geschrieben: ↑Fr 16. Okt 2020, 10:16Sagt mal Ihr Lieben, werden wir jetzt ein Reiseforum?
Klar, Fahrradfahren auf Kuba und wild Campen in Südtirol ist schön und macht Freude, und klar, gegenwärtig ist‘s sehr mager, aber wollt Ihr darüber Berichte lesen im <WUESTENSCHIFF>?
Andererseits bin ich da vllt einfach zu eng drauf und besser mehr Traffic als weniger auf der Seite...
naja, CU
Albrecht
SandLover
Meine Werkstatt : Landy´s Pit-Stop in Nierstein
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- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Also ...
Wir würden auch lieber aus Syrien, Ägypten oder dem Oman berichten, ...
aber es geht ja zur Zeit fast nix. So sind wir froh, dass wir im Moment in Italien ohne Registrierung und (fast) ohne Vermumung reisen dürfen, in Geschäften und Museen wird es allerdings (wie bei uns zu Hause) verlangt.
Es geht weiter, nach Meran. Kindheitserinnerungen verbinden mich mit der Stadt und Umgebung, jetzt ist es mir fast peinlich, mit dem Dicken, bestückt mit Sandblechen, großem Wagenheber und zweitem Reservereifen auf dem Dach hier aufzukreuzen. Wir verstecken ihn oberhalb der Stadt im Dorf Tirol und wandern den Tappeinerweg runter in die Stadt. Wir gehen durch die alten Laubengassen und über die Sommerpromenade entlang der Passeier und fühlen uns dabei ein wenig wie Rentner in Kur. Schliesslich gibt's hier auch die Kurpromenade und das Kurhaus, alles wunderschön gepflegt im Jugendstil. Am Nachmittag sind wir schon wieder weg aus Meran, uns zieht's mehr in die Natur, wir fahren über den Jaufenpaß und übernachten auf einem Wanderparkplatz im Wald. Doch am nächsten Tag wartet die nächste Stadt auf uns, Bruneck. Allerdings sind wir nur hier, weil wir uns ein weiteres MessnerMountainMuseum anschauen wollen, in der Burg Ripa oberhalb der Altstadt. Thema in diesem Museum sind die Bergvölker der ganzen Welt, doch unsere Hoffnung, etwas mehr über afrikanische Völker zu finden, wird kaum erfüllt. Die Tuareg als Bewohner des algerischen Hochlandes sind mit einer Ecke im Untergeschoß abgetan, dazu weniges über Felsmalereien der ersten Hoggar- und Tassili-Bewohner, ein paar Massai-Infos (welcher Berge?), nichts über Drakensberge oder Brandberg und die dort lebenden San. Messners Schwerpunkt war und ist Asien und das Himalayagebiet, das merkt man auch hier. Trotzdem ist das Museum sehr zu empfehlen. Wir übernachten, um uns mal wieder pflegen zu können, auf dem schönen, kleinen Waldcamping am Südrand der Stadt.
Und morgen fahren wir in die richtigen Dolomitenberge...
Bald geht's weiter.
Viele Grüße
Uwe
Wir würden auch lieber aus Syrien, Ägypten oder dem Oman berichten, ...
aber es geht ja zur Zeit fast nix. So sind wir froh, dass wir im Moment in Italien ohne Registrierung und (fast) ohne Vermumung reisen dürfen, in Geschäften und Museen wird es allerdings (wie bei uns zu Hause) verlangt.
Es geht weiter, nach Meran. Kindheitserinnerungen verbinden mich mit der Stadt und Umgebung, jetzt ist es mir fast peinlich, mit dem Dicken, bestückt mit Sandblechen, großem Wagenheber und zweitem Reservereifen auf dem Dach hier aufzukreuzen. Wir verstecken ihn oberhalb der Stadt im Dorf Tirol und wandern den Tappeinerweg runter in die Stadt. Wir gehen durch die alten Laubengassen und über die Sommerpromenade entlang der Passeier und fühlen uns dabei ein wenig wie Rentner in Kur. Schliesslich gibt's hier auch die Kurpromenade und das Kurhaus, alles wunderschön gepflegt im Jugendstil. Am Nachmittag sind wir schon wieder weg aus Meran, uns zieht's mehr in die Natur, wir fahren über den Jaufenpaß und übernachten auf einem Wanderparkplatz im Wald. Doch am nächsten Tag wartet die nächste Stadt auf uns, Bruneck. Allerdings sind wir nur hier, weil wir uns ein weiteres MessnerMountainMuseum anschauen wollen, in der Burg Ripa oberhalb der Altstadt. Thema in diesem Museum sind die Bergvölker der ganzen Welt, doch unsere Hoffnung, etwas mehr über afrikanische Völker zu finden, wird kaum erfüllt. Die Tuareg als Bewohner des algerischen Hochlandes sind mit einer Ecke im Untergeschoß abgetan, dazu weniges über Felsmalereien der ersten Hoggar- und Tassili-Bewohner, ein paar Massai-Infos (welcher Berge?), nichts über Drakensberge oder Brandberg und die dort lebenden San. Messners Schwerpunkt war und ist Asien und das Himalayagebiet, das merkt man auch hier. Trotzdem ist das Museum sehr zu empfehlen. Wir übernachten, um uns mal wieder pflegen zu können, auf dem schönen, kleinen Waldcamping am Südrand der Stadt.
Und morgen fahren wir in die richtigen Dolomitenberge...
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
kleiner Vorgeschmack, wo's bald hingeht ...
...
viele grüße
uwe
viele grüße
uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Durch das Gadertal fahren wir Richtung Süden und erreichen beim Wintersportort Corvara die ersten richtigen kantigen Dolomiten-Kalksteinklötze, rechts von uns die Berge der Puez-Gruppe, links die der Kreuzkofel-Gruppe. Es geht unauffällig (keine starken Steigungen oder Serpetinen) über den Campolongopass, dicht vorbei an der Sella-Gruppe.
Keine zehn Kilometer hinter Arabba Richtung Osten finden wir über die Smartphone-App Park4Night einen wunderschönen Stellplatz für die Nacht an einer alten Weltkriegsfestung mit Blick auf Marmolada-Massiv
Der nächste Tag führt uns über den Falzaregopass Richtung Cortina d'Ampezzo.
Doch Halt, Falzaregopass, Lagazuoi, Kriegsschauplatz im WWI, Österreicher auf dem Berg, Italiener an der Flanke und im Berg ... lange Tunnel und Kavernen ... mehr dazu hier
Wir halten auf dem Pass an der Seilbahn und parken unseren Dicken zwischen lauter Pkws, und dann hoch auf den Berg. Uns erwartet eines der spektakulärsten Panoramen der gesamten Alpen, fast ein 360°-Rundblick! .
Am Gipfel des kleinen Lagazuoi steht neben dem Gipfelkreuz ein kleines Denkmal aus alten Kriegshinterlassenschaften. Wir wollen uns auch ein Stück weit die alten Steige und Tunnel in diesem Open-Air-Museum ansehen.
So klettern wir unterhalb der Bergstation den Schildern folgend auf schmalen Wegen zum oberen Eingang in das Tunnelsystem (feste Schuhe, Helm und Taschenlampe empfohlen). Natürlich haben wir nur ersteres dabei, aber Handy und der starke Fotoblitz leuchten uns ein wenig den Weg. Langsam tasten wir uns vor, und als nach einigen Kurven und zwei Ausblickscharten der unterirdische Gang einen Bogen in die Tiefe macht, drehen wir zwar unwillig, aber vernünftigerweise um und steigen wieder ans Tageslicht zurück. Wieder am Auto geht's nach Cortina und weiter Richtung Süden ins Piavetal, und schon sind die großartigen Dolomiten wieder zu Ende! Bald geht's weiter.
Viele Grüße
Uwe
Keine zehn Kilometer hinter Arabba Richtung Osten finden wir über die Smartphone-App Park4Night einen wunderschönen Stellplatz für die Nacht an einer alten Weltkriegsfestung mit Blick auf Marmolada-Massiv
Der nächste Tag führt uns über den Falzaregopass Richtung Cortina d'Ampezzo.
Doch Halt, Falzaregopass, Lagazuoi, Kriegsschauplatz im WWI, Österreicher auf dem Berg, Italiener an der Flanke und im Berg ... lange Tunnel und Kavernen ... mehr dazu hier
Wir halten auf dem Pass an der Seilbahn und parken unseren Dicken zwischen lauter Pkws, und dann hoch auf den Berg. Uns erwartet eines der spektakulärsten Panoramen der gesamten Alpen, fast ein 360°-Rundblick! .
Am Gipfel des kleinen Lagazuoi steht neben dem Gipfelkreuz ein kleines Denkmal aus alten Kriegshinterlassenschaften. Wir wollen uns auch ein Stück weit die alten Steige und Tunnel in diesem Open-Air-Museum ansehen.
So klettern wir unterhalb der Bergstation den Schildern folgend auf schmalen Wegen zum oberen Eingang in das Tunnelsystem (feste Schuhe, Helm und Taschenlampe empfohlen). Natürlich haben wir nur ersteres dabei, aber Handy und der starke Fotoblitz leuchten uns ein wenig den Weg. Langsam tasten wir uns vor, und als nach einigen Kurven und zwei Ausblickscharten der unterirdische Gang einen Bogen in die Tiefe macht, drehen wir zwar unwillig, aber vernünftigerweise um und steigen wieder ans Tageslicht zurück. Wieder am Auto geht's nach Cortina und weiter Richtung Süden ins Piavetal, und schon sind die großartigen Dolomiten wieder zu Ende! Bald geht's weiter.
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Im Piave-Tal liegt der Ort Longarone, er kam zu schrecklicher Berühmtheit, als er bei der "Katastrophe von Vajont" im Oktober 1963 durch eine Flutwelle völlig zerstört wurde. Ein riesiger Erdrutsch an den Hängen des Vajont-Tals liess das Wasser des Stausees innerhalb von Sekunden über die Staumauer und ins 260m tiefer liegende Piavetal schießen und den dort liegenden Ort wegspülen.
Wir haben die Koordinate eines schönen Stellplatzes oberhalb des Tals und können uns von dort die heute noch stehende wasserfreie Staumauer ansehen.
Danach fahren wir das Piavetal nochmals hoch, um über Sella di Razzo zum Lago di Sauris und die umliegeneden Dörfer zu gelangen. Die Gegend die bekannt für allerbesten Schinken und Bergkäse, den wir in einer kleinen Trattoria testen.
Den Sauris-See umrunden wir, bestaunen seine türkise Farbe, die durch Mineralien im Wasser hervorgerufen wird, und fahren über Pisten und durch schmale Felstunnel runter ins Tal des Tagliamento.
Ins Tagliamentotal zu kommen ist seit langem mein Wunsch, denn dieser Fluss gilt als der letzte Alpenfluss, der noch völlig ungebändigt, unbegradigt oder eingefasst fast bis zu seiner Mündung in die Adria fliessen darf. Bei einer Breite von einigen hundert Metern bis zu über einem Kilometer bieten die vielen Sandbänke und jetzt trockenen Arme des Flusses sicher offroad-Fahrspass und tolle Übernachtungsplätze.
Jetzt im Herbst ist das Flussbett so trocken, dass wir bei einer Wanderung quer durch gar kein Wasser kreuzen müssen oder ein dünnes Rinnsal vorfinden, dass nach kurzer Strecke im Untergrund versickert.
Über Tolmezzo gents danach zum winzigen Lago Cornino am Rande des Tagliomento-Tals. Auch er besitzt eine intensiv türkise Färbung und kann schön umwandert werden, doch bekannt ist diese Ecke des Tal wegen seiner steilen Felshänge, in denen etwa 100 der letzten Gänsegeier der Alpen leben.
Wie in der Sahara oder der Kalahari sehen wir große Gruppen dieser Vögel hoch am Himmel kreisen, in den Felsen sitzen am Tag nur wenige. .
Bald geht's wieder weiter.
Viele Grüße
Uwe
Wie in der Sahara oder der Kalahari sehen wir große Gruppen dieser Vögel hoch am Himmel kreisen, in den Felsen sitzen am Tag nur wenige. .
Bald geht's wieder weiter.
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
In den nächsten Tagen besichtigen wir einige kleine und schöne Orte im Tagliamento-Tal.
Zuerst sind wir in Gemona. Auch dieser Ort ist zu trauriger Berühmtheit gekommen, als zwei kurz aufeinander folgende schwere Erdbeben im Mai und September 1976 den Ort fast komplett zerstörten. Die Häuser wurden in den Jahren danach - soweit möglich - wieder in ihrem Originalaussehen, aber erdbebensicher, aufgebaut. Heute erkennen wir kaum, dass der Ort eigentlich noch keine 50 Jahre alt ist. Ein weiterer Nachtplatz am hier stark strömenden Tagliamento. Hier wollen wir mal im Potje kochen, dass wir aus Namibia mitgebracht haben. Es gibt leckeren Pferdegulasch mit Zwiebeln, Kartoffeln und Bohnen. Unser nächstes Städtchen ist Venzone, das 1976 ein ähnliches Schicksal wie Gemona traf. Die Altstadt ist mit einer Mauer aus dem Mittelalter komplett eingefasst, die das Beben überlebte, doch viele Wohnhäuser und auch der Dom brachen in sich zusammen, was beim ersten Beben stehengeblieben war und schon gestützt wurde, kollabierte beim zweiten Beben vier Monate später, was auf Fotos im Rathaus-Foyer in Erinnerung gehalten wird. Vom Dom Sant'Andrea Apostolo blieben nur eine Außenwand und ein paar Säulen stehen, er wurde so wieder aufgebaut, dass innen genau zwischen alten und neuerichteten Teilen unterschieden werden kann. Eine weitere Nacht im Tagliamento-Bett ... und am nächsten Morgen geniessen wir die Weite, Ruhe und Einsamkeit, ich fühle mich ein ganz klein wenig wie in einer micro-Wüste, herrlich! Und dann ist plötzlich wieder ein kleiner Flussarm mit Wasser ... Bald geht's wieder weiter.
Viele Grüße
Uwe
Zuerst sind wir in Gemona. Auch dieser Ort ist zu trauriger Berühmtheit gekommen, als zwei kurz aufeinander folgende schwere Erdbeben im Mai und September 1976 den Ort fast komplett zerstörten. Die Häuser wurden in den Jahren danach - soweit möglich - wieder in ihrem Originalaussehen, aber erdbebensicher, aufgebaut. Heute erkennen wir kaum, dass der Ort eigentlich noch keine 50 Jahre alt ist. Ein weiterer Nachtplatz am hier stark strömenden Tagliamento. Hier wollen wir mal im Potje kochen, dass wir aus Namibia mitgebracht haben. Es gibt leckeren Pferdegulasch mit Zwiebeln, Kartoffeln und Bohnen. Unser nächstes Städtchen ist Venzone, das 1976 ein ähnliches Schicksal wie Gemona traf. Die Altstadt ist mit einer Mauer aus dem Mittelalter komplett eingefasst, die das Beben überlebte, doch viele Wohnhäuser und auch der Dom brachen in sich zusammen, was beim ersten Beben stehengeblieben war und schon gestützt wurde, kollabierte beim zweiten Beben vier Monate später, was auf Fotos im Rathaus-Foyer in Erinnerung gehalten wird. Vom Dom Sant'Andrea Apostolo blieben nur eine Außenwand und ein paar Säulen stehen, er wurde so wieder aufgebaut, dass innen genau zwischen alten und neuerichteten Teilen unterschieden werden kann. Eine weitere Nacht im Tagliamento-Bett ... und am nächsten Morgen geniessen wir die Weite, Ruhe und Einsamkeit, ich fühle mich ein ganz klein wenig wie in einer micro-Wüste, herrlich! Und dann ist plötzlich wieder ein kleiner Flussarm mit Wasser ... Bald geht's wieder weiter.
Viele Grüße
Uwe
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martin1101
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- Registriert: Fr 21. Okt 2005, 09:35
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- Kontaktdaten:
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Danke Uwe fürs Mitreißen
Grüße Martin
Grüße Martin
- Uwe Schmitz
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Samstag ist Markttag in Spilimbergo, dem Hauptort der Gegend, da fahren wir zum Einkaufen hin. Allerdings werden hier nicht vorwiegend Lebensmittel, sondern Haushaltsgegenstände und Pflanzen angeboten, doch wir werden zwischen Klamotten- und Werkzeugständen fündig und kriegen italienische Leckereien.
Danach drehen wir noch 'ne Runde durch den alten Ortskern und gehen zum Palazzo ... leider geschlossen!
Und weil's so schön dort ist, noch eine weitere Nacht im Tagliamento-Bett, wieder ein Stück weiter südlich. Die Alpen haben wir nun hinter uns gelassen, als schmales Band sind die letzten Berge am Horizont zu erkennen, dafür hat der Tagliamento nun Platz, sich richtig auszubreiten (und er wird bisher durch den Menschen nicht daran gehindert!).
Das Flussbett hat hier eine Breite von 1,1 km, wir durchqueren es einmal komplett, ohne eine Brücke zu benutzen oder nasse Füsse zu kriegen, ... weil die Wasser des Tagliamento immer wieder versickern und erst an Stellen weiter flussabwärts wieder auftauchen.
Am Wochenende nutzen auch viele andere Leute die weiten freien Flächen und machen dort Camping und baden oder fahren mit ihrem 4x4 oder Crossgerät durch den Kies. Doch es gibt genug Platz, dass wir die Weite, Ruhe und Einsamkeit unserer micro-Wüste geniessen können.
Auf dem letzten Stück seines Weges zur Adria wird der Tagliamento doch noch geregelt, zwischen Dämmen fliesst er gut gefüllt und träge seiner nur noch 10 Kilometer entfernten Mündung entgegen.
.
Demnächst geht's weiter, ans Meer!
Viele Grüße
Uwe
Demnächst geht's weiter, ans Meer!
Viele Grüße
Uwe
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Ralf Kiefer
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Volle Bestätigung von mirUwe Schmitz hat geschrieben: ↑So 25. Okt 2020, 16:19Am Wochenende nutzen auch viele andere Leute die weiten freien Flächen und machen dort Camping und baden oder fahren mit ihrem 4x4 oder Crossgerät durch den Kies. Doch es gibt genug Platz, dass wir die Weite, Ruhe und Einsamkeit unserer micro-Wüste geniessen können.
Gruß, Ralf
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Angelika Baumann
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Bevor wir den Tagliamento hier im Reisebericht wieder verlassen, muss ich mich doch auch noch mal einmischen...
Beim Umherwandern im Trockenflusstal gab's viel zu entdecken:
Das unterirdisch fließende Wasser, sorgt dafür, dass hin und wieder doch etwas grünt und blüht
Oh - leider kann man nur noch 3 Bilder pro Beitrag einstellen...
Beim Umherwandern im Trockenflusstal gab's viel zu entdecken:
Das unterirdisch fließende Wasser, sorgt dafür, dass hin und wieder doch etwas grünt und blüht
Oh - leider kann man nur noch 3 Bilder pro Beitrag einstellen...
Zuletzt geändert von Angelika Baumann am Mo 26. Okt 2020, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
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Angelika Baumann
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
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Dann haben wir DAS gefunden...
Dann haben wir DAS gefunden...
Zuletzt geändert von Angelika Baumann am Mo 26. Okt 2020, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
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Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
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Als ausgewiesener Steinefan, mussten natürlich auch die verschiedensten Exemplare abgelichtet werden. Da ich das Forum nicht mit Steinen "zuschütten" möchte
hier zwei besonders schöne Stücke
Viele Grüße
Geli
Als ausgewiesener Steinefan, mussten natürlich auch die verschiedensten Exemplare abgelichtet werden. Da ich das Forum nicht mit Steinen "zuschütten" möchte
Viele Grüße
Geli
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