Danke, Kugici.
Im
Kenia-Reiseführer von Hartmut Fiebig lesen wir auf Seite 324 (3. Auflage von 2010!) von einem "lohnenswerten Abstecher zum Lake Bogoria View Point für Leute, die mit einem Faible für Abenteuer ausgestattet sind"
Mit der dortigen Wegbeschreibung, die zwar nicht so ganz zu der Richtung passt, aus der wir jetzt gerade kommen, machen wir uns auf den Weg. Immerhin ist der Bogoria View Point nur ca. 400 m von uns entfernt, aber leider 400 Höhenmeter. Unser Ziel liegt sozusagen senkrecht über uns
Wir haben das nahe Emsos Gate noch nicht ganz erreicht, schon sehen wir das erste Cattle. Die Ecken einigermaßen unberührter Natur sind wirklich nur noch winzige Inseln
Pan African TseTse and Trypanosomiasis Eradication Campaign
Hinweis auf eine Kampagne zur Ausrottung der
Schlafkrankheit ... das war für mich Seuchen-Fetischist wieder das richtige

aber ich hatte es vorher ja bereits erwähnt, dass die TseTse-Fliegen hier je nach Saison eine regelrechte Plage sein können
Langsam entfernen wir uns vom See
und fahren hinein in die Berge.
Kleine Canyonlandschaften im Boden - von Regenfällen hineingewaschen?
Ich frage mich, wo diese Spalten herrühren. Im Reiseführer steht, dass am Fuß des Escarpments des Bogoria View Points das Epizentrum des schwersten jemals in Kenia gemessenen Erdbebens lag. Das Beben im Jahre 1928 hatte die Stärke von 7,1 und riss wohl in der Umgebung teilweise 2 m breite Spalten auf. Ob diese Spalten hier auch noch darauf zurückzuführen sind?
Ein Stückchen weiter sehen wir das Werk der Imker
Das Bienenhaus im Baum
Ein in der Mitte geteilter Stamm wird etwas ausgehölt und mit einer Bienenkönigin besetzt. Um den Rest kümmert sich dann die Natur ...
Langsam haben wir das Gefühl, die Piste führt in die völlig falsche Richtung, immer weiter weg vom See. Es ist nichts ausgeschildert, wir halten uns instinktiv einfach immer links

Die Landschaft ändert sich abermals, wir fahren über gute Pisten durch Sisalplantagen
und später durch kleine Waldgebiete
Unglaublich, wieviel ein Afrikaner auf ein Fahrrad packen kann
Und das sind keine leichten Waren, die Säcke sind voller Holzkohle
Am Ende dieser Piste
stoßen wir dann in dem kleinen Dorf Kisanana auf eine T-Kreuzung,
an der wir uns wieder links halten müssen. Wir sind auf dem richtigen Weg!