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Route 62 - Südafrika

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Route 62 - Südafrika

Beitragvon lehencountry » 03.10.2017 09:00

Schöne Strecke durch die Kleine Karoo mit wenig Verkehr, Berge, Obstplantagen und malerischen kleinen Städten ohne Hektik.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/rou ... 68855.html
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon abacus » 06.10.2017 09:57

Kann ich nur bestätigen ... und ein kleiner Stop in Ronnies Sex shop :roll:
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Turi » 06.10.2017 13:22

Hallo Wüschigemeinde

Nach Ronnys Sexshop gehts links weg, zu einer schönen Campsite mit 3 Warmwasser Schwimmbecken bis 40 Grad warm.
Schön, wenn man im Winter unten ist und ein wenig Wärme tanken will.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon wickychicky » 07.10.2017 08:24

Das stimmt! Wir haben die Route und den Campingplatz genossen. Das Wasser ist mehr als warm!!
https://www.warmwaterbergspa.co.za
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon abacus » 07.10.2017 16:33

Stimmt, nur bei uns hats nachts so viel geregnet, dass die Zelte weggeschwommen sind (ausser unserem) ... aber beim 2. Mal haben wir den Camping dann auch richtig rundrum genossen ;) auch im Hochsommer.
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon lehencountry » 07.10.2017 20:58

Danke für den Tipp mit Warmwaterbergspa.
Hat jemand noch weitere interessante Plätze in der Gegend?
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Turi » 07.10.2017 22:05

hallo Lehencountry
Schau mal hier im Wüschi unter: unsere grosse Reise rund um Afrika Südafrika Teil 3 rein.
Den Rest kannst du natürlich auch lesen :wink: sofern Lust vorhanden, da findest du einige Campsites mit Angabe der Koordinaten.
Gruss Turi
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon lehencountry » 08.10.2017 10:50

Besten Dank Turi.
hab in den Bericht gerade reingelesen, sehr schön und tolle Bilder, man kann nicht mehr aufhören. :wink:
Interessant finde ich z.B. auch die Gamkaskloof Campsite, nähe Swartbergpass. Ich selbst war nicht dort, aber ich finde es immer wieder faszinierend unter welchen Umständen früher die Siedler diese extrem einsame Gegend bewohnten.
http://www.diehel.com/
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Turi » 08.10.2017 15:05

hallo Lehencountry
Wir kommen jedes Jahr für mehrere Monate in's südliche Afrika und wenn man sieht, wie den Siedlern, die das Land mit vielen Verlusten und Entbehrungen urbar machten, sei es in Südafrika oder Namibia, streitig gemacht wird, vielfach von Völkern, die eigentlich auch keinen Anspruch darauf hätten, wird man ziemlich ungehalten und kann verstehen, wenn sie sich versuchen zu wehren.
Aber auch da, wie an vielen anderen Orten, hat die UNO mehr Schaden angerichtet als genützt.
Ich kenne Farmer, die leben seit Generationen dort und sind im Begriff auszuwandern, hinterher sind diese Länder gleich weit wie Zimbabwe und unsere Regierungen unterstützen die noch. :shake:
Nächste Woche geht's wieder runter, solange man noch halbwegs sicher kann.
Gruss Turi
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon lehencountry » 09.10.2017 06:58

Hallo Turi
Die Entwicklung in Namibia und Südafrika ist sehr enttäuschend. Die Slums um Kapstadt wurden seit der schwarzen Regierung eher größer als kleiner. Man kann dem früheren Apartheid Regime vorwerfen, dass sie die Schwarzen nicht mitgenommen haben in ihrem Wohlstand. Das aber mit dem Ende der Apartheid es nicht besser wurde für die Mehrheit, das ist die große Enttäuschung und Verlogenheit des ANC.
Ich kenne SA seit 1975, als ich ein halbes Jahr als junger Kerl dieses schöne faszinierende Land bereiste. Weil es mich nicht los ließ, bin ich 1982 zurück und blieb einige Jahre, einige Zeit auch in Namibia mit permanent Residence. Es war die Zeit der Homelands und politisch brodelte es mächtig mit täglichen Bombenanschlägen. Irgendwann wurde das zuviel, Bombe auch nähe meines Arbeitsplatzes, man sah das Land im Bürgerkrieg versinken, das Reisen innerhalb des Landes wurde sehr gefährlich. Mit großem Bedauern verließ ich das Land 1985. Mit der Freilassung Mandelas 1990 hatte ich eigentlich große Hoffnung auf seinen friedlichen Wandel. Ich wollte es nochmal probieren (hatte ja immer noch die Daueraufenthaltsgenehmigung) und war dann schon unten, als an dem Tag Mandela frei kam. Welch ein Tag, egal wo man fuhr, zigtausende zogen jubelnd durch die Straßen. Leider wurde es immer krimineller in SA und durch ein Jobangebot in Namibia kam ich wieder nach Windhuk.
Bei meinen kürzlichen Reisen nach SA erfuhr ich von Farmern über deren Probleme, Wasser und Strom oft nicht verfügbar - die schwarze Regierung kopiert anscheinend vom Rest Afrikas. Im Westkapp (DA regiert) scheint es noch einigermaßen gut zu laufen, im Vergleich zum östlichen und nördlichen Teil, wo der ANC dominiert.
Ich weiß nur am Rande, das Farmbesitzer in Namibia enteignet werden sollen, wenn sie nicht dort leben. Man hört in letzter Zeit viel von Überfällen auf Farmen in SA. Vielleicht sind die Farmer u.a. auch deswegen geneigt das Land zu verlassen. In den 90er Jahren sind viele Südafrikaner ausgewandert, eben wegen der ungewissen Zukunft.
Im Kopf bin ich fast täglich in SA und Namibia, und würde jetzt als Rentner dort gerne leben, z.B. im Hinterland in der kleinen Karoo, an der Route 62 :wink: oder nahe der Küste. Sicherheit ist jetzt mit Familie natürlicher ein wesentlicher Aspekt. So lange es hier in D nur eAutos und keine eZäune gibt, werde ich wohl doch hier bleiben müssen, zumal meine Frau zuviele Verbindungen hier hat.
Aber wie du sagst, Zimbabwe sollte eigentlich ein abschreckendes Beispiel für das ANC regierte SA sein. Aber nein, man will ja nicht aus den Fehlern anderer Länder lernen.
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Turi » 09.10.2017 15:04

Hallo Lehencountry
In allen schwarzafrikanischen Ländern herrscht doch das gleiche Chaos.
Korruption ohne Ende, kein Machthaber, der sich nicht die Taschen füllt.
Ein paar der Minderheit halten das Rad bzw. die Wirtschaft am laufen, die Frage ist; Wie lange noch?
Die stark pigmentierte Bevölkerung arbeitet unerlässlich daran die funktionierenden Systeme zu zerstören.
Die namibische Regierung hat in der Verwaltung 10 % Personal eingespart mit welchem Resultat?
15 % Mehrausgaben!
Derweil verschuldet sich das Land immer mehr
https://www.az.com.na/nachrichten/moody ... niveau-ab/
Wo bleibt all das Geld aus dem boomenden Tourismus?
Die zurückgekauften (quasi enteigneten)Farmen, die an die schwarze Bevölkerung abgegeben werden, verfallen, den andere Teil der Farmen haben sich Regierungsmitglieder angeeignet die sie auch nicht selbst bewirtschaften.
Es wird nur noch erwirtschaftet was die eigene Familie benötigt.
Die Liste könnte noch beliebig fortgesetzt werden.

Freunde von uns sind im Moment auf der Suche nach einem Land für ihre Auswanderung, nach 3 Generationen harter Arbeit. Es ist ein Trauerspiel was dort unten passiert.

In gleichem Atemzug schaufelt die deutsche Regierung Millionen nach Namibia, wo ein Grossteil versickert.

Im Moment passiert ein anderer Völkermord, nur das interessiert niemanden, sind ja nur Weisse.

http://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q=& ... J3zI8QbvPX

https://www.google.ch/url?sa=t&rct=j&q= ... ZAqDv-RGRV

Aber all das darf man nicht erwähnen, man ist sogleich ein Rassist!

Gruss Turi
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon lehencountry » 10.10.2017 07:35

Hätte nicht gedacht, dass diese Überfälle auf weiße Farmer so extrem oft passieren.
Man findet viele Berichte dazu und die Vorgehensweise der Täter ist erschreckend grausam.
Ein Farmer in Free-State hält sich einen Löwen in einem engen Gehege ums sein Farmhaus.
Und dieser Julius Moleme scheint die Lage anzuheizen mit Aufrufen die Farmer zu töten.

einer von vielen Berichten
http://www.stern.de/politik/ausland/kri ... 17322.html
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Alexander » 11.10.2017 07:00

Hallo Turi,

Turi hat geschrieben:Aber all das darf man nicht erwähnen, man ist sogleich ein Rassist!Gruss Turi


Ich denke nicht, dass man deswegen gleich in die rassistische Ecke gestellt wird. Es ist eine traurige Wahrheit, was in Südafrika geschieht. Auch in anderen Ländern wie in Simbabwe stehen weiße Farmer unter Beschuss. Wer soll das Land bewirtschaften, wenn es keine weißen Farmer mehr gibt? Wären die schwarze Farmer genauso in der Lage?

Grüsse
Alexander
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon Turi » 11.10.2017 15:34

Hallo Alexander
Auch in anderen Ländern wie in Simbabwe stehen weiße Farmer unter Beschuss. Wer soll das Land bewirtschaften, wenn es keine weißen Farmer mehr gibt? Wären die schwarze Farmer genauso in der Lage?


In Simbabwe waren die weissen Farmer mal unter Beschuss, heute sind sie praktisch nicht mehr existent.
Seit 37 Jahren regiert Mugabe das Land zu Tode, wird er mal abtreten, wird seine Frau um so erbarmungsloser weitermachen.
Wir haben riesige Apfelplantagen gesehen die nach Jahrzehnten einfach vertrocknet sind, nicht weil es kein Wasser gibt, sondern weil sie nicht mehr gegossen werden.
50 Jahre lang giesst ein Schwarzer die Plantagen unter den Engländern, sind sie weg könnte man doch erwarten, dass was gelernt wurde, niente, nichts, man verfällt zurück in die Lethargie wie vor tausenden von Jahren.
Das Beispiel könnte fast unendlich fortgesetzt werden, sagt man einem er muss jeden Tag eine Stunde den Garten giessen,
tut er das, auch wenn's draussen Katzen hagelt und alles schon ersoffen ist.

Dieses System wird vom namibischen Präsidenten als Vorbild gepriesen und Südafrika ist schon einen Schritt weiter.

Betreffend der Bewirtschaftung der Farmen, zB. in Namiba, da wird von Produktionsausfällen die bei 40% liegen, geredet.

und da fragst Du;
Wären die schwarze Farmer genauso in der Lage?

Die Antwort kannst du dir selber geben.




Ich höre schon die Einwände, das geht nicht von heute auf morgen!
Nur hat das Heute schon vor mehr als 50 Jahren begonnen und das Morgen wird auch in 100 Jahren noch nicht eintreffen.
Bildung hin oder her.

Und noch eine kleine Anmerkung; Es gibt im südlichen Afrika einige Schwarze, die vermögende Geschäftsleute geworden sind , nicht nur die Politiker und oberen Staatsangestellte sind reich, nur behandeln diejenigen ihre Mitarbeiter um ein vielfaches schlechter als die Weissen es tun und taten.

Gruss Turi
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Re: Route 62 - Südafrika

Beitragvon landcruiser. » 11.10.2017 16:37

Was sich in diesen Ländern (nicht nur NAM und Süfarfrika, sondern u.a. auch Kenya) seit Jahren abspielt, läuft doch sehr ähnlich.

Dem Grunde nach muss man sich über die Entwicklung und die Vorkommnisse doch nicht wundern.

Vielleicht sollte man die Geschichte dieser Länder nicht vergessen und was die "Weißen" dort ab irgendwann ca. 1500 (NAM) so mit der schwarzen Bevölkerung veranstaltet haben.

Phasenweise wurden die Schwarzen zu tausenden regelrecht abgeschlachtet. Auch nach 1900 noch rechtlos unterjocht und geschunden.

Das ist die eine Seite, die die Menschen dort nicht so einfach vergessen haben.

Die andere ist eine völlig andere soziale Entwicklung im angesprochenen Zeitraum.

In Europa hatten wir über 500 Jahre Zeit uns zu dem entwickeln was wir heute sind und wie wir leben.

Die Zeit verlief ja auch nicht ohne Probleme und Phasen einer Rückentwicklung. Aber letztlich wurde sogar daraus noch gelernt.

So haben wir heute eine liberale freiheitliche sozial eingestellte Demokratie. Zumindestens würde ich das als den derzeitigen mehrheitlichen gesellschaftlichen Konsens bezeichnen. ( Natürlich im Wissen, dass es dazu auch andere Standpunkte geben wird. )

Wie lange hatten sie angesprochenen afrikanischen Völker Zeit für ihre eigene Entwicklung in Unabhängigkeit von Kolonialherren oder anderen "Herrschern"?

Kenya etwas über 50 Jahre

Südafrika Ende der Apartheid 23 Jahre

Etwas wenig Zeit sich eigenständig auf einen ähnlichen Stand zu entwickeln?

Wurden die Menschen nicht einfach aus der Steinzeit nach 1963 oder 1994 (oder kurz davor) katapultiert?

Man kann in 20 oder 50 Jahren ein Staatssystem mit Gesetzen und dem ganzen Verwaltungsblabla und eine Wirtschaft aufbauen, wenn man entsprechend finanziell gepuscht wird.

Nur das Erhalten und Fortentwickeln wird dann das Problem.

Und nebenbei die massiven wirtschaftlichen Interessen anderer Staaten an dieser Wirtschaft, Aufträgen oder Bodenschätzen.

Die wirklich spannende Frage ist doch aber, ob man erwarten kann, dass die Menschen sich vom Denken in 20 bis 50 Jahren komplett umstellen können. (Müssen sie das überhaupt?)

Ich denke nicht dass das funktionieren kann.

Man sieht die Misswirtschaft in vielen dieser Länder. Was die Weißen mal mühsam aufgebaut haben ruinieren die Leute in kürzester Zeit. Sie arbeiten manchmal nur so lange bis es fürs Essen die nächsten Tage reicht und sitzen lieber unter einem Baum und klönen. Sie halten keine Verabredungen ein und kommen wann sie wollen.

Ja, so sind sie manchmal. Aber sie dürfen das, es ist ihr Leben und ihr Land.

Und es sind längst nicht alle so.

Und wir müssen sie nicht ständig mit unseren Maßstäben messen.

Aber wir müssen sie auch nicht alimentieren.

Korruption sollten wir ihnen besser nicht vorhalten, das könnte ein böser Bummerang werden ("Ich habe mein Ehrenwort gegeben" über EU-Kaviardiplomatie und FIFA).

Die Verbrechen dort unten will ich nicht beschönigen.

Man sollte aber auch nicht erwarten, dass sich dort bald etwas ändern wird.

Ich würde da weggehen. Das ist deren Land, da hab ich nichts zu suchen, wenn die mich nicht wollen.
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