Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Schiffs- und Fährverbindungen mit Fahrzeugbeförderung zu den jeweiligen Regionen.

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tlc100
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Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von tlc100 »

Hallo zusammen

Ich bin neu hier im Forum, zumindest als Mitglied. Während meiner Recherche für eine geplante Afrikareise ab kommendem Dezember habe ich oft aus dem Wüstenschiff-Forum Infos erhalten und viele spannende Reiseberichte gelesen. Heute also meine Premiere in diesem Forum. Noch kurz zu mir:

ich bin 26, wohne in der Schweiz und möchte zusammen mit meiner Freundin in einem kürzlich gekauften Toyota Land Cruiser 100, 4.2l Turbodiesel, Jg. 2003 eine einjährige Reise durch Afrika und Südamerika antreten.

Die Planung hierfür läuft seit über einem Jahr und kommt jetzt in die heisse Phase:
- Der Toyota soll reisetauglich gemacht werden mit einem Dachzelt und den überlebenswichtigen Gadgets wie zum Beispiel einem guten Kühlschrank :-)
- Die genauere Routenplanung nimmt aktuell Form an (Djibouti, Äthiopien, Kenia, Uganda, Ruanda, Tansania, ab da ist noch offen --> wer weiss was?)
- Nicht zuletzt die Frage wie unser Fahrzeug nach Dschibuti kommt.

Wer kennt sich mit Fahrzeugverschiffung ab Europa nach Dschibuti aus und hat Infos dazu?

Oder habt ihr andere Vorschläge wie man nach Äthiopien kommt?

Updates zur Fahrzeugvorbereitung, der Reiseplanung und was sonst dazugehört werden wir hier reinschreiben.

Gruss, tlc100

unser Land Cruiser wie gekauft. Oktober 2015
unser Land Cruiser wie gekauft. Oktober 2015
albrecht willems
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von albrecht willems »

Hi,
Vonwegen sicherheiten :!: in Container(deine falle 20" Dry Box).
Moglichkeiten....MSC.COM/BEL Antwerpen-Djibouti dauer 22 Tage
ECUWORLDLINE.COM Antwerpen-Alexandria dauer 12 Tage
Antwerpen-Port Sudan dauer 21 Tage
Habe damals mit der Eculine 2x verschifft nach Durban( 1997 & 2003).
Vonaus Durban/Cape Town/Port Elisabeth/Walvisbaai gibst moglichkeiten nach Buenos Aires.
grs
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WolfgangT2b
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von WolfgangT2b »

Hallo,

warum willst Du unbedingt über Ostafrika verschiffen? Wir haben in Kenia und Tansania etliche Leute getroffen, die Ihr Auto dort nur mit ziemlichem Aufwand aus dem Zoll bekommen haben. Am bequemsten und vermutlich auch am billigsten ist es, nach Namibia oder Südafrika zu verschiffen.

Wenn Ihr ohnehin eine Rundfahrt über mehrere Monate durch das südliche und östliche Afrika plant, dann startet doch einfach in Namibia/Walvisbay, fahrt über Botswana und Zambia durch die Mitte des Kontinents hoch nach Uganda und ggf. nach Äthiopien, kehrt dort um und fahrt in Küstennähe wieder gen Süden, durch Mocambique nach Südafrika und von dort weiter nach Lateinamerika.

Mit dieser Schleife müsst Ihr nicht ständig Zickzack durch Afrika fahren, denn die schönsten Stellen liegen leider nicht wie an einer Perlenschnur zwischen Kapstadt und Kenia, sondern wild verstreut über den Kontinent. Wir sind diese Strecke inzwischen sechs Mal gefahren, auf immer wieder anderen Routen. Und es lohnt sich jede Strecke. Es wäre doch schade, wenn man gerade auf Sansibar ist und deshalb die Gorillas in Ruanda links liegen lassen muss (oder einige tausend Kilometer Umweg in Kauf nehmen muss). Wenn Ihr die Ecken, die Ihr auf jeden Fall besuchen wollt, mal auf einer Karte einzeichnet, dann lassen sich die mit einer Schleife sicher leichter und kürzer verbinden als mit einer direkten Zickzack-Route von Nord nach Süd, ganz unabhängig vom Vorteil der Verschiffens.

Nur mal so als Gedanke...

Schöne Grüße

Wolfgang
Birgitt
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von Birgitt »

Hallo tlc100,

willkommen bei uns an Bord :-)

Wolfgangs Hinweis kann ich mich nur anschließen, die Option nach Südafrika oder Nambia zu verschiffen, ist sicherlich die einfachste.

Ansonsten gibt es hier ein paar interessante Threads für dich aus dem Jahre 2013:

:arrow: Container mit Landy nach Dschibuti

:arrow: Ostafrika Anreise Alternativen - Djibouti

Viele Grüße
Birgitt
tlc100
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von tlc100 »

WolfgangT2b hat geschrieben:Hallo,

warum willst Du unbedingt über Ostafrika verschiffen? Wir haben in Kenia und Tansania etliche Leute getroffen, die Ihr Auto dort nur mit ziemlichem Aufwand aus dem Zoll bekommen haben. Am bequemsten und vermutlich auch am billigsten ist es, nach Namibia oder Südafrika zu verschiffen.

Wenn Ihr ohnehin eine Rundfahrt über mehrere Monate durch das südliche und östliche Afrika plant, dann startet doch einfach in Namibia/Walvisbay, fahrt über Botswana und Zambia durch die Mitte des Kontinents hoch nach Uganda und ggf. nach Äthiopien, kehrt dort um und fahrt in Küstennähe wieder gen Süden, durch Mocambique nach Südafrika und von dort weiter nach Lateinamerika.

Mit dieser Schleife müsst Ihr nicht ständig Zickzack durch Afrika fahren, denn die schönsten Stellen liegen leider nicht wie an einer Perlenschnur zwischen Kapstadt und Kenia, sondern wild verstreut über den Kontinent. Wir sind diese Strecke inzwischen sechs Mal gefahren, auf immer wieder anderen Routen. Und es lohnt sich jede Strecke. Es wäre doch schade, wenn man gerade auf Sansibar ist und deshalb die Gorillas in Ruanda links liegen lassen muss (oder einige tausend Kilometer Umweg in Kauf nehmen muss). Wenn Ihr die Ecken, die Ihr auf jeden Fall besuchen wollt, mal auf einer Karte einzeichnet, dann lassen sich die mit einer Schleife sicher leichter und kürzer verbinden als mit einer direkten Zickzack-Route von Nord nach Süd, ganz unabhängig vom Vorteil der Verschiffens.

Nur mal so als Gedanke...

Schöne Grüße

Wolfgang
Hallo Wolfgang

Besten Dank für deine Tips. Die Reisezeit in Afrika wird etwa sechs Monate betragen, ist das für eine solche Rundreise nicht sehr weit? Hast du einen Blog wo man deine Reiseberichte lesen kann? vielleicht gibt mir das eine Vorstellung davon, was eine solche Schlaufenroute bedeuten würde. Natürlich würde ich gerne länger reisen, jedoch kann ich zeitlich kaum etwas schieben sodass die Route entsprechend gewählt werden muss. Ich kann mir die Distanzen noch nicht ganz vorstellen, wie weit man täglich bequem kommt ohne gestresst durch die Prärie brettern zu müssen.
Die Idee jedoch gefällt mir ganz gut!
WolfgangT2b
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von WolfgangT2b »

Hallo,

sechs Monate sind schon eine ganze Menge Zeit, deutlich mehr als die meisten Reisenden haben. Selbst wenn Ihr am Tag nur 100 km fahren wollt, dann sind das immerhin fast 20.000 km. Und wir trafen Leute mit deutlich mehr Kilometern pro Tag (auch wenn das ganz sicher nicht erstrebenswert ist). Afrikas Straßen sind, wenn man als Hobby Kilometerfressen hat, nicht so schlecht, jedenfalls nicht die Hauptstraßen. Wir saßen vor ein paar Jahren mal in Windhoek und mussten unbedingt zwei Freunde am Flughafen in Nairobi/Kenia erwischen. Wir hatten für die knapp 5000 km eine Woche Zeit und haben sogar noch einen Tag Pause einlegen können. Es geht also grundsätzlich, wenn es mal sein muss. Spaß ist das aber nicht … und schon gar nicht, wenn man etwas sehen will (wir kannten die Strecke schon).

Wenn ich unter Euren Randbedingungen diese Reise planen würde, würde ich, wie oben schon erwähnt, alle Muss-Ziele mal auf einer Karte einzeichnen. Afrika bietet verdammt viel und ich würde auch nur sehr sehr grob planen. Es werden Euch unterwegs eine Menge wunderbare Gelegenheiten begegnen, die jeden Plan über den Haufen werfen. Das ist ja das Schöne daran.

Aber das alles ist sehr abhängig von Euren persönlichen Vorlieben (was reizt Euch an Afrika?) und ich kann Euch da auch kaum eine Empfehlung geben.

Orte und Nationalparks, die uns am meisten beeindruckt haben und wo wir zum Teil auch mehrfach waren: (von oben nach unten) Turkana, kenianische NP (Maassai Mara, Nakuru, Tsavo, Meru,…), einige ugandische NP, Gorillas (Uganda oder Ruanda),tansanische NP (Kilimanjaro, Serengeti, Ruaha,…), Schifffahrt Kigoma-Zambia (weiß nicht, ob das heute noch geht, war ein altes deutsches Kriegsschiff), Sansibar, tansanische und mocambiquanische Küste, Malawi-See, zambische NP (Luangwa, Kafue, Vic. Falls,…), Chimfunshi, Etosha Pfanne, Namib und Sossusvlei (Namibia), botswanische NP (Chobe, Savuti, Moremi, Central Kalahari,…), südafrikanische NP (Kruger, Addo, Pilanesberg, Kgalagadi, Karoo,…), Kapstadt. Ich habe auf dem Navi mal versucht, die meisten dieser Punkte auf kürzestem Wege miteinander zu verbinden und komme bei Djibuti-Kapstadt auf ca. 20.000 km, ohne Umwege und Abstecher. Das macht am Ende dann eher 25-30.000 km. Zumindest wäre das die Größenordnung, mit der ich rechnen würde.

Ich nehme an, eine Schleife von Namibia durchs Innere des Kontinents nach Addis und in Küstennähe wieder zurück nach Kapstadt liegt in der gleichen Größenordnung. Doch Genaueres müsst Ihr nach Eurer eigenen "Hitliste" festlegen. Und diese Richtung hätte noch einen kleinen psychologischen Vorteil: sie beginnt in den „einfacheren“ Ländern Afrikas und führt dann in die „afrikanischeren“. Ostafrika ist deutlich mehr Hardcore-Afrika als der Süden des Kontinents, erkennbar auch an der sehr viel geringeren Anzahl an Touristen, zumal an selber fahrenden. Wir trafen zuweilen wochenlang keinen. Wir lieben den Osten, aber genießen auch die entspanntere Art des Reisens im Süden.

Einen Blog haben wir nicht, nur ‘ne Website (siehe rechts).

Viel Spaß beim Planen

Wolfgang
albrecht willems
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von albrecht willems »

WolfgangT2b hat geschrieben:warum willst Du unbedingt über Ostafrika verschiffen? Wir haben in Kenia und Tansania etliche Leute getroffen, die Ihr Auto dort nur mit ziemlichem Aufwand aus dem Zoll bekommen haben. Am bequemsten und vermutlich auch am billigsten ist es, nach Namibia oder Südafrika zu verschiffen.
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Hi Wolfgang,
Vonwegen die Ost-Afrika Hafen(Mombasa/Dar es salaam) stimmt, am besten zu meiden when moglich.
Bei der Grimaldi: HH...Walvisbaai(ohne zwissenstops!) Festpreis 2570 Euro, in 20" Container alles inklusive.
Jede 14 Tage, Laufzeit 26 Tage. Scheint dort in Walvisbaai alles grundlig/ordentlich zu verlaufen.
gruss
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tlc100
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von tlc100 »

Hallo Wolfgang
Besten Dank für deine Inputs. Ich habe in den vergangenen Tage dies Variante geprüft und habe mit erstaunen festgestellt, dass die Fahrstrecke für Dschibuti-Namibia mit allen Stops die wir einlegen möchten ähnlich lang ist wie wenn wir deine vorgeschlagenen Rundroute wählen würden. Insofern macht es für uns Sinn die Reise in Namibia oder Südafrika zu starten. Vor allem hätten wir dann keine lange Wartezeiten (hoffentlich) um das Fahrzeug aus dem Container zu holen.
Für uns stellt sich nun die Frage: wir wollen Mitte/Ende November unser Fahrzeug aus dem Container holen und die Reise starten. Ist das die richtige Reisezeit für das südliche Afrika?

Wir hatten bei der ursprünglichen Planung für die Route Dschibuti-Namibia eine Wetterkarte erstellt und geschaut, ob wir zu einigermassen sinnvollen Zeitpunkten in den jeweiligen Ländern sein werden. Sinnvoll also in dem Sinn, dass wir nicht mit dem Fahrzeug im Schlamm steckenbleiben oder die Lodges in den Nationalparks geschlossen sind oder ganz Südafrika in der Nähe Urlaub macht.

Ich habe mit einem Screenshot von Googlemaps die jeweilig besten und schlechtesten Reisezeiten eingetragen. Die Infos hierzu haben ich von beste-reisezeit.org

Bildschirmfoto 2016-05-05 um 00.30.38.png

Es stellt sich heraus, dass die Abfahrt im November im südlichen Afrika sich als ungünstig herausstellt, da dann die Regenzeiten beginnen und so weder Safaris erstrebenswert noch das Okavango-Delta passierbar, noch noch noch

Vielleich bin ich hier ein wenig schwarzmalerisch, wie seht ihr das?
Den Reisezeitpunkt vorzuverschieben kann ich nicht, frühester Zeitpunkt wie erwähnt Mitte Novmeber. Die Reisedauer wie erwähnt rund sechs Monate.

Gruss, tlc
albrecht willems
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von albrecht willems »

Hi tlc100,
Schaue mal auf folgende wetterkarte, jedes landesteil detailliert....und die beste zeiten sind dort zwischen Juni und Augustus. Selbst dort mehrmals on-the-road gewesen immer in dieser zeit..Namibia hat sowieso fast keine Regenzeit.
Ebenso Zimbabwe/Swaziland/Lesotho in dieser zeit kein problem.
WWW.KLIMAATINFO.NL
gruss
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WolfgangT2b
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von WolfgangT2b »

Hallo ... (hier könnte Dein Name stehen :wink:),

bin gerade unterwegs, deshalb nur kurz zum Thema "beste Reisezeit".

Ja, es gibt Zeiten, in denen das Reisen keinen Spaß macht. Und: nein, außerhalb dieser Zeiten ist es nicht furchbar oder gar unmöglich.

Ich habe es nicht nachgeprüft, doch ich nehme an, dass wir inzwischen zu jeder Jahreszeit dort waren. An große Dramen kann ich mich nicht erinnern.

Was ist eine beste Reisezeit? Was die schlechteste? Und warum? Nehmen wir das Beispiel Namibia. Auf Deiner Karte sind Dez.-Jan. schlecht. Doch wir versuchen jedes Jahr, genau dann dort zu sein. Dann es ist warm (wir lieben die Wärme), die meiste Zeit trocken (obwohl es offiziell Regenzeit heißt) und wenn es doch einmal regnet, triffst Du zwei Millionen glückliche Namibier. Wir haben es in all' den Jahren drei Mal erlebt, dass es etwas schwierig wurde. 2011 hat's extrem geregnet, (1500 mm in wenigen Monaten) und zahlreiche Pisten waren zeitweilig gesperrt. Wir sind, obwohl zweiradgetrieben, mitten durch und haben ein paar Mal vor unpassierbaren Flüssen übernachtet oder sind umgedreht. Kein Problem. Ein anderes Mal waren einige Pisten in Etosha wegen Schlamm für größere Fahrzeuge gesperrt. Mit dem VW-Bus galten wir als klein und sind gut durchgekommen. Das Unangenehmste war, hinterher das - äußerlich - komplett verdreckte Fahrzeug wieder sauber zu bekommen. Außerdem müsste vor ein paar Jahren mal ein Staudamm wegen Überlaufgefahr geöffnet werden und eine Stadt stand einen Meter unter Wasser.

Eine normale Regenzeit kommt auf ca. 350 mm Niederschlag in drei Monaten, das ist etwas mehr als wir im Durchschnitt in Deutschland abbekommen. 2015-16 und in den Vorjahren lag es weit unter 300. Natürlich kann es mal einen Tag mit extrem viel Regen geben, dann macht man halt ein Päuschen. Am nächsten Tag ist es wieder fein.

Regenzeit heißt also nicht, täglich tropische Unwetter, sondern Wetter wie bei uns im Sommer, meistens schön, doch es kann auch mal 'ne Woche rumpeln. Und wenn Du ganz viel Glück hast, erlebst Du Namibia grün und blühend, statt staubig, grau und braun. Selbst in der matschigsten Regenzeit siehst Du in den Nationalparks genügend Tiere. Dann stehen sie halt nicht aufgereiht am Wasserloch, sondern Du musst sie ein wenig suchen.

Selbstverständlich kann es mal eine Region kräftig erwischen, so dass sie unter Wasser steht (speziell Nordnamibia). Plötzlich gibt's Flüsse, wo keine waren. Dann suchen wir uns eine andere Route.

Und die beste Reisezeit? April-Mai und Aug.-Okt. wie auf Deiner Karte sind ohne Zweifel gut, wobei es in den höheren Lagen auch im Mai und August schon mal knackig kalt werden kann. Windhoek liegt auf 1600 m und wir hatten dort nachts schon -14°C. Ist kein Spaß und für uns völlig unafrikanisch. Auch die Namibier in ihren ungeheizten Häusern mögen das nicht. Trotz der nächtlichen Kälte ist es am Tage immer 20-25°C warm, denn der Himmel ist stets blau. Wenn die Nächte nicht wären, könnte man es prima aushalten. Wer also Wärme mag, für den ist unsere Sommer da unten nix. Kälteresistente werden das garnicht so schlecht finden.

Lange Rede, kurzer Sinn: die "schlechte" Reisezeit ist nicht wirklich schlecht und die "gute" hat auch ihre schlechten Seiten.

In anderen Ländern sieht das zuweilen anders aus. Zambia kann im Regen ersaufen, auch Malawi und Mocambique, selbst Nordbotswana. Wir mussten schon mehrmals durch die Regenfront, die quasi von Nord nach Süd und wieder zurück wandert (immer hinter dem Sonnenhöchststand hinterher). Dann haben wir halt ein wenig Gas geben, um durchzukommen. Die Hauptverkehrsachsen sind alle asphaltiert. Und wenn es sich lohnt, würde ich auf der Rückreise nochmal vorbeischauen.

Wenn Ihr Mitte November anfangt, würde ich als erstes Namibia, Botswana und Zambia besuchen und dann hoch nach Osten. Wie dort wann die Wetterlage ist, habe ich nicht mehr so genau im Kopf, doch auch hier heißt Regenzeit nicht, dass es ständig regnet. Das kann regional sehr unterschiedlich sein. Wir sind letztes Jahr in Kenia im Meru NP kräftig im Schlamm versackt und mussten da 24 h ausharren. Der Park ist bei Regen nicht zu befahren. Andererseits waren wir ein paar Tage später in der Nähe der äthiopischen Grenze und haben den Regen in den Sanddünen genossen. Etwas Ähnliches hatten wir mal in der Zentralkalahari/Botswana, als uns der Mann am Eingang mit den Worten empfing "Was wollt Ihr denn hier, Ihr seid die ersten seit drei Wochen!". Der Park war leer und dank des Regens waren die sonst tiefsandigen Pisten wunderbar zu befahren.

Ihr habt doch ein Dickschiff mit vielen Gängen und reichlich PS. Wenn wir das mit 50 PS, Viergang und 2 Tonnen Gewicht hinkriegen, dann ist das für Euch sicher kein Problem.

Eines ist aber ein großes und unausweichliches Problem: die südafrikanische Weihnachtszeit. Bei uns sind Weihnachten und Urlaubszeit durch ein paar Monate voneinander getrennt, dort fällt beides zusammen. Für Namibia und Südafrika heißt das, ab Mitte Dezember bis Mitte Januar ist alles dicht, sprich, die Geschäfte sind geschlossen und die touristischen Brennpunkte, speziell die in Meernähe, sind überfüllt. Da hilft nur eines: abhauen.

Und noch eine spezielle Region: wir haben unseren Wagen mehrmals in Mombasa/Kenia stehen gelassen und sind von dort heimgeflogen. Vor und nach jeder Reise habe ich da natürlich einiges am Auto gemacht. Doch man muss es mögen, bei morgens und abends 100% Luftfeuchtigkeit zu arbeiten. Für den Rest Kenias gilt das nicht, da herrscht deutlich anderes Wetter. Man kann also nicht für ein ganzes Land eine gute oder schlechte Reisezeit definieren, da können extreme regionale Unterschiede herrschen (siehe Hinweis von albrecht willems).

Macht's wie die Engländer: es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und für den Fall, dass ein Etappenziel nicht erreichbar ist, umplanen. Es gibt mehr als genug Alternativen.

Soweit meine zwei Sätze, die ich dazu schreiben wollte :wink:.

Schöne Grüße

Wolfgang
albrecht willems
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von albrecht willems »

Und....Gibst kein kaltes klima/wetter, nur schlechte kleidung :wink:
Und mit der T2b.... :wink:
gruss

bild1.jpg
bild2.jpg
WolfgangT2b
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von WolfgangT2b »

Ooops, that looks like bigger trouble :shock:.

Ist schon ein paar Jahre her oder?
albrecht willems
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von albrecht willems »

WolfgangT2b hat geschrieben:Ooops, that looks like bigger trouble :shock:.

Ist schon ein paar Jahre her oder?
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Nun ja....man "gewohnt" sich daran mit der zeit :wink: Bei der T1 & T2 nur einfach ausfahren und fertig(luftgekuhlt) naher mit die Wasserboxern etwas kompliziertes! Problem war: 2 ventile adee! Hatte wie immer damals ersatz-bloch dabei! In Ghana 1989...bei der 2e Sahara durchquerung. In 1970 in Tchad 1e Sahara durchquerung: kopplungausdrucklager adee!
In 1976 in Zaire(hin/zuruck Capetown) Kupplungswechsel(ohne wagenheber=shon verkauft!)=mittels ein Loch!

1997-2000= T3/CU 70ps Sudliches Afrika.

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2003-2005=T3/Syncro/WBX 112ps Sudliches Afrika.

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tlc100
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von tlc100 »

Lieber wolfgang

besten Dank für deine ermunternden Gedanken. Wir werden und kommende Woche für eine Route entscheiden und entsprechend den Transport per Container organisieren. Ein Update kommt selbstverständlich hier rein!

Albrecht, echt coole Bilder! 1989 durch Tschad und angrenzende Staaten, echt beeindruckend!
fordfahrer
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Re: Verschiffen nach Dschibuti/Djibouti

Beitrag von fordfahrer »

Hi,
was ich jetzt nicht lesen konnte - wart ihr schon mal in Afrika?
Du kannst in Afrika nicht alles planen. Du musst das so nehmen, wie das kommt.

Ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist, so eine Reise so zu planen, ohne wenigstens ein Mal da gewesen zu sein. Ihr müsst Euch darüber im Klaren sein, dass die Tour viel Geld kosten wird und Ihr insbesondere ohne "Afrikaerfahrung" sehr anfällig für "Überdentischzieherei" sein werdet. Stellt sicher, dass Ihr keine falschen Vorstellungen habt. Es hält jeder die Hand auf. Alles, was mit Tieren zu tun hat, kostet viel Geld. Ordentliche Unterkünfte kosten schon. Wenn Ihr mit Euerm Fahrzeug in die Nationalparks wollt, kostet das teilweise für ausländische Fzg exorbitant viel Geld (zB Tanzania oder Uganda). Teilweise werdet Ihr keine gewohnte Infrastruktur vorfinden. Man wird versuchen, Euch mit afrikanischer Bürokratie zu bekämpfen ;-).

Insofern ist es sicherlich ein Vorteil in NAM zu starten. Dort ist alles noch relativ organisiert und preiswert. Man muss sich über die SA Ferien nicht so viel Gedanken machen, gerade in NAM sind dann viele an der Küste, aber das Land ist groß. Die Aussagen, die Ihr über die Regenzeit gelesen habt, sind Quark. Ich bin da ganz bei Wolfgang. Wir fahren seit Jahren im Februar, von SA bis Malawi konnten wir bisher überall hin. Der Wasserstand im Okavango Delta hängt nicht vom Regen vor Ort ab, sondern von den Niederschlägen im angolanischen Hochland. Die "Flut" erreicht das Delta erst Mitte-Ende Mai. Es gibt ein paar spezielle Gebiete wie zB Liuwa in Zambia, die in der Regenzeit wirklich nicht erreichbar sind, aber das sind wenige.

Bild084.jpg

Macht Euch nicht so viele Pläne. Ich denke, Ihr habt Euch da zu viel vorgenommen. Eigentlich reicht es, wenn man in den 6 Monaten NAM, BW, ZAM, ZIM, MOZ und RSA bereist. Da könnt Ihr Euch etwas Zeit nehmen und pro Land 4 Wochen ist nicht zu viel. Wenn da jetzt noch RW,UG,KE,TZ,AT etc. dazu kommen, habt Ihr 2 Wochen pro Land. Das ist viel zu wenig. Allein für Botswana muss man mE mindestens 4 Wochen einplanen. Das gleiche für NAM, für Zambia und Zimbabwe jeweils sowieso, da man weitaus langsamer vorwärts kommt. Da wärst Du jetzt bei meiner Rechnung schon bei 4 Monaten ... .

Gruss
Christian

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