Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 06.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 10.04.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 10.04.2024

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Aktuelles)


Gesundheit
Aktuelles: Oropouche-Fieber

Oropouche-Fieber ist eine durch das gleichnamige Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die ähnlich wie Dengue-Fieber mit plötzlichen Fieberanstieg, starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gelenk- und Gliederschmerzen und selten einer Hirnhautentzündung verläuft. Die Erkrankung wird vorwiegend nachts über Stechgnitzen sowie Stechmücken übertragen.

Seit März 2024 treten im zu Brasilien und Peru angrenzenden Tiefland der Departments La Paz und Pando vermehrt Fälle auf. Von einer höheren Dunkelziffer muss ausgegangen werden. Eine Therapie oder Impfung existiert nicht.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Oropouche-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxeexternal arrow icon insbesondere abends und nachts konsequent vor Mückenstichen. Mückenschutzmittel sollten aus Deutschland mitgebracht werden.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 16.05.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 16.05.2024

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)


Sicherheit
Kriminalität

Die Sicherheitslage in Bolivien ist vergleichsweise gut; gewalttätige Übergriffe auf Touristen eher selten. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Straftaten (wie Trickdiebstählen oder, im Einzelfall, bewaffneten Überfällen), vor allem an von Touristen frequentierten Orten. Besondere Vorsicht gilt in El Alto und bestimmten Gegenden von La Paz, Santa Cruz und in der Region Chapare. Dies gilt auch für Los Yungas, Uyuni sowie generell bei Reisen in abgelegene Gebiete.

In Grenzgebieten Boliviens wird wegen gewaltbereiter Drogen- und Schmuggelbanden zu besonderer Vorsicht geraten. Dies gilt v.a. für das Grenzgebiet zu Brasilien.

Es ist bereits vorgekommen, dass Reisende z.B. bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden. Dort wurden sie unter Mithilfe falscher Polizisten in Uniform mit dem Vorwand, eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen.
Blitz- bzw. Expressentführungen mit demselben Ziel gibt es landesweit, aber insbesondere in Cochabamba, La Paz und Santa Cruz und auf den Verbindungsstrecken.

In Zusammenarbeit mit weiteren Kriminellen, die vortäuschen, z.B. südamerikanische Touristen zu sein, kontrollieren falsche Polizisten Ausweise und/oder bringen sie unter einem Vorwand an einen anderen Ort, um sie dort auszurauben. Personenkontrollen auf offener Straße oder offenen Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor.

Taxis auf der Straße bergen ein erhöhtes Überfallrisiko, insbesondere nachts. In der Öffentlichkeit gezeigte Bargeldsummen, Ausweispapiere, Schmuck und teure technische Geräte erregen unnötig die Aufmerksamkeit von Kriminellen. Auch werden Fahrzeuge aufgebrochen und gestohlen.

Besuchern von Bars und Diskotheken werden K.-o.-Tropfen verabreicht, um sie dann auszurauben. Auch Fälle von Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer wurden bekannt.

Drogenkriminalität ist weit verbreitet, und Reisende werden bisweilen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als Drogenkurier missbraucht.

Bei Investitionen beispielsweise in Grundstücke, Immobilien o. Ä. ist wie bei allen größeren Investitionen stets Vorsicht geboten. Vor Vertragsabschlüssen sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden.
  • Tragen Sie keinen teuren Schmuck und Uhren.
  • Zeigen Sie keine teuren technischen Geräte und Handys in der Öffentlichkeit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen und Busbahnhöfen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie sich von Polizisten immer den Dienstausweis zeigen.
  • Winken Sie keine Taxis auf der Straße heran, sondern bestellen Sie sog. Radio-Taxis, die am Leuchtschild auf dem Dach mit Namen und Telefonnummer der Gesellschaft zu erkennen sind, ggf. mithilfe des Hotels oder des Restaurants vor.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten, insbesondere wegen der erhöhten Unfallgefahr.
  • Nehmen Sie grundsätzlich keine von Fremden angebotenen offenen Getränke oder Speisen an.
  • Lassen Sie Getränke und Speisen nicht unbeaufsichtigt.
  • Halten Sie sich von Drogen fern.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen, lassen Sie keine Wertsachen sichtbar zurück und parken Sie nur auf bewachten Parkplätzen.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren den Inhalt des eigenen Gepäcks.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch.
  • Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Der Flugverkehr in Bolivien wird gelegentlich durch kurzfristige Streichung von Flügen und erhebliche Verspätungen beeinträchtigt. Das Busnetz ist gut ausgebaut und günstig. Jedoch bergen Überlandfahrten per Bus die Gefahr schwerer Busunglücke mit Todesopfern. Daher sollten Überlandreisen per Bus nur mit bekannten Busunternehmen unternommen und Nachtfahrten vermieden werden.

Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.

Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Nur auf Hauptverkehrsrouten gibt es asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege und Brücken) sind während der Regenzeit (November bis April) oft tagelang nicht passierbar.

Autofahrer agieren Fußgängern gegenüber häufig rücksichtslos.

Trotz gesetzlicher Vorgaben sind nur wenige Straßen, Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei. Bürgersteige und Rampen sind häufig in schlechtem Zustand. Barrierefreie Verkehrsmittel in La Paz sind die Seilbahn Teleférico und der Puma-Katari-Bus.

Überlandfahrten per Pkw
Blockaden oder Proteste können zu längeren, kaum vorhersehbaren Wartezeiten führen. Reisende sollten für diese Fälle ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird auch von Überlandfahrten im Pkw bei Dunkelheit abgeraten. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung.

Bei der Anmietung eines Pkw für Überlandfahrten ist es – auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen – ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten.
Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und mit nur unzulänglicher Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem „Salar de Uyuni“ u.a.) nur schwer einzuschätzen.

Eine gesetzliche Regelung schreibt Tankstellenbetreibern vor, dass mit ausländischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge für Benzin höhere Preise zahlen müssen als mit bolivianischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellenbetreiber nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher zum Teil weigern, Kraftstoff an ausländische Fahrzeuginhaber zu verkaufen.
Generell wird Diesel nicht an Privatpersonen mit Dieselfahrzeugen unter 4 Liter Hubraum verkauft. Vor allem bei Überlandfahrten kommt es gelegentlich zu Engpässen bei der Versorgung mit Dieselkraftstoff.
  • Planen Sie Wartezeiten aufgrund von Blockaden oder Protesten ein und führen bei Überlandfahrten einen ausreichenden Wasservorrat und Proviant mit sich.
  • Vertrauen Sie insbesondere bei länger anhaltendem Regen bzw. in der Regenzeit auf ortskundige Fahrer, die mögliche Gefahren bzw. die Vorgehensweise bei einem Unfall besser einschätzen können. Autovermietungen bieten die Möglichkeit, Pkw mit ortskundigen Fahrern anzumieten.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Möglichkeiten, Dieselkraftstoff zu tanken und führen Sie ggf. einen vollen Extrakanister Diesel mit sich.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 14.10.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 14.10.2024

Letzte Änderungen:
- Natur und Klima
- Reiseinfos (Überlandfahrten per Pkw; Wanderungen, Touren, Besuch von Nationalparks)
- Einreise und Zoll (Doppelstaater)
- Gesundheit


Natur und Klima
Waldbrände

Die bolivianische Regierung hat wegen monatelanger Waldbrände den Katastrophenzustand ausgerufen.

Zum Ende der Trockenzeit kommt es regelmäßig zu Bränden, deren Rauchentwicklung den (Flug-)Verkehr und bei sensiblen Personen die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Regenzeit, Überschwemmungen und Erdrutschgefahr
Das Klima reicht vom Hochgebirgsklima in den Anden über subtropisches Klima in Los Yungas bis zu tropischem Klima in Beni und der Trockenzone in Chaco.
In der Regenzeit, die normalerweise von November bis April dauert, kommt es insbesondere in gebirgigen Regionen regelmäßig zu Überflutungen und Erdrutschen. Straßen werden oft für mehrere Tage unpassierbar, Brücken sind häufig beschädigt. In den letzten Jahren forderten anhaltende Regenfälle mehrere Todesopfer. Auch der große Salzsee von Uyuni birgt - nicht nur, aber insbesondere - in der Regenzeit erhebliche Gefahren, sich zu verfahren oder festzufahren.

Erdbeben
Die Auswirkungen von Erdbeben, die zumeist ihr Epizentrum in Chile oder Peru haben, sind gelegentlich in unterschiedlicher Intensität auch in den verschiedenen Landesteilen Boliviens zu spüren. Reiseinfos
Überlandfahrten per Pkw

Blockaden oder Proteste können zu längeren, kaum vorhersehbaren Wartezeiten führen. Reisende sollten für diese Fälle ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird auch von Überlandfahrten im Pkw bei Dunkelheit abgeraten. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung.

Bei der Anmietung eines Pkw für Überlandfahrten ist es – auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen – ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten.
Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und mit nur unzulänglicher Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem „Salar de Uyuni“ u.a.) nur schwer einzuschätzen.

Eine gesetzliche Regelung schreibt Tankstellenbetreibern vor, dass mit ausländischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge für Benzin höhere Preise zahlen müssen als mit bolivianischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellenbetreiber nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher zum Teil weigern, Kraftstoff an ausländische Fahrzeuginhaber zu verkaufen. Generell wird Diesel nicht an Privatpersonen mit Dieselfahrzeugen unter vier Liter Hubraum verkauft. Vor allem bei Überlandfahrten, zunehmend aber auch in den Städten kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Dieselkraftstoff.
  • Planen Sie Wartezeiten aufgrund von Blockaden oder Protesten ein und führen bei Überlandfahrten einen ausreichenden Wasservorrat und Proviant mit sich.
  • Vertrauen Sie insbesondere bei länger anhaltendem Regen bzw. in der Regenzeit auf ortskundige Fahrer, die mögliche Gefahren bzw. die Vorgehensweise bei einem Unfall besser einschätzen können. Autovermietungen bieten die Möglichkeit, Pkw mit ortskundigen Fahrern anzumieten.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Möglichkeiten, Dieselkraftstoff zu tanken und führen Sie ggf. einen vollen Extrakanister Diesel mit sich.
Wanderungen, Touren, Besuch von Nationalparks
Wanderungen und Gebirgstouren sind im ganzen Land möglich, insbesondere in den Regionen um La Paz, nahe Rurrenabaque in den bolivianischen Anden, in Los Yungas und auf dem Inca-Trail.

Verschiedene Reiseveranstalter bieten Touren in Bolivien an. Nicht alle Veranstalter sind offiziell akkreditiert und teilweise nicht einmal als Unternehmen angemeldet. Es wird dazu geraten, sich vor der Buchung zu informieren, ob der Anbieter offiziell registriert ist und ob angemessene Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Dies gilt vor allem für Abenteuertourismus. Zusätzlich kann überprüft werden, ob der Anbieter Mitglied der Vereinigung „Asociación Boliviana de Agencias de Viaje y Turismo“ ist und über in erster Hilfe geschultes Personal, einwandfrei funktionierendes Material sowie, bei Reisen in großer Höhe, über Sauerstoffflaschen verfügt. Insbesondere bei Reisezielen außerhalb der großen Städte (Uyuni, Madidi, Coroico und „Todesstraße“) sind keine oder kaum Rettungswagen vorhanden. In Uyuni wurde die Touristenpolizei als Anlaufstelle für Touristen, die Opfer von Verbrechen geworden sind, abgezogen. Eine eingehende Prüfung des Touranbieters und seiner Ausstattung vor Buchung wird dringend empfohlen, weitere Informationen bietet die Webseite des bolivianischen Ministeriums für Tourismus. Dort kann auch überprüft werden, ob Touranbieter über die erforderliche gewerbliche Genehmigung verfügen.

Bei Hochgebirgstouren kommt es aufgrund der extremen Höhenlage und der besonderen lokalen Bedingungen wie z.B. überwachsenem Geröll auch unter erfahrenen Bergsteigern zu teilweise schweren Unfällen. Es gibt in Bolivien jedoch keine Gebirgsrettung, Rettungsflüge sind vielerorts nicht möglich. Vor Aufbruch sollten Sie beim Veranstalter bzw. lokalen Führern Informationen über die konkreten Rettungsmöglichkeiten im Notfall einholen, im Zweifel mit Nachdruck. Restriktionen und Empfehlungen der nationalen Parkverwaltung (SENAP) zu den einzelnen Gebieten sollten unbedingt beachtet werden.

Einreise und Zoll
Doppelstaater

Deutsch-bolivianische Doppelstaater müssen mit einem bolivianischen Reisepass ein- und ausreisen.

Ehemalige bolivianische Staatsangehörige, die die bolivianische Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung verloren haben, erwerben die bolivianische Staatsangehörigkeit automatisch wieder, wenn sie bolivianisches Staatsgebiet betreten.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind zwar keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist aber ab dem vollendeten 12. Lebensmonat eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Alle Gebiete in Bolivien unterhalb von 2.300 m und damit u.a. der gesamte bolivianische Amazonas sind Gelbfieberübertragungsgebiet.
Daher wird grundsätzlich allen Reisenden dringend eine Gelbfieberimpfung empfohlen, bevor sie in diese Gebiete reisen. Die Impfung ist ab dem zehnten Tag im internationalen Reiseverkehr gültig.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten kann eine Typhusimpfung erwogen werden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Chikungunya-Fieber
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe auch Chikungunya-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen. Mückenschutzmittel sollten aus Deutschland mitgebracht werden.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden in weiten Teilen des Landes durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern, Älteren, Übergewichtigen und Menschen mit Vorerkrankungen schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen. Mückenschutzmittel sollten aus Deutschland mitgebracht werden.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
Oropouche-Fieber
Oropouche-Fieber ist eine durch das gleichnamige Virus ausgelöste Infektionskrankheit, die ähnlich wie Dengue-Fieber mit plötzlichen Fieberanstieg, starken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gelenk- und Gliederschmerzen und selten einer Hirnhautentzündung verläuft. Die Erkrankung wird vorwiegend nachts über Stechgnitzen sowie Stechmücken übertragen.

In einigen Regionen des Landes, insbesondere an der Grenze zu Peru und Bolivien, treten immer wieder Fälle auf., teilweise in Ausbrüchen. Eine Therapie oder Impfung existiert nicht.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Oropouche-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere abends und nachts konsequent vor Mückenstichen. Mückenschutzmittel sollten aus Deutschland mitgebracht werden.

Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe auch Malaria.
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
In Bolivien tritt hauptsächlich Malaria tertiana auf (Plasmodium vivax über 99%).

Ein hohes Risiko besteht im Amazonasbecken (Department Pando und nördliche Gebiete der Departments Beni und La Paz).

Ein geringes Risiko besteht über 2.500 m im restlichen Department Beni. Minimales Risiko in ländlichen Gebieten im Rest des Landes über 2.500 m. Malariafrei sind La Paz und Höhenlagen über 2.500 m. Siehe auch die aktuellen Verbreitungskarten des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.
  • Die Notwendigkeit einer Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) hängt von Ihrem Reiseprofil ab. Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropen- oder Reisemediziner.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria). Mückenschutzmittel sollten aus Deutschland mitgebracht werden.
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Bolivien mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
  • Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen, siehe Zika-Virus-Infektion.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durchfallerkrankungen
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe auch Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.
Leptospirose
Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt über Hautverletzungen durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden.

Diese bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen. Siehe auch Leptospirose.
  • Erwägen Sie bei zu erwartender Exposition im Einzelfall nach Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin.
Mammarenaviren (Machupo-Virus/Chapare-Virus)
Diese Viren lösen eine schwere infektiöse Fiebererkrankung aus, die mit Blutungen einhergeht (hämorrhagisches Fieber). Die Übertragung erfolgt über Nagetier-Ausscheidungen (v.a. Urin von bestimmten Mäusearten) und nur in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch. Die den Virus übertragenden Nagetiere, die durch Abholzung ihres Lebensraums beraubt sind, weichen auf der Suche nach Nahrungsmitteln zunehmend auf Wohngebiete aus. In der Reisemedizin haben Mammarenaviren eine eher untergeordnete Bedeutung.
  • Halten Sie hygienische Maßnahmen strikt ein, z.B. Früchte vor dem Verzehr gut abzuwaschen, bevor sie geschält werden.
  • Waschen Sie sich gründlich die Hände, um dem Infektionsrisiko vorzubeugen.
Leishmaniasis
In den ländlichen Regionen kommt sowohl die Haut-/Schleimhaut-Leishmaniasis als auch die Organ-Leishmaniasis vor. Überträger der Parasiten sind dämmerungs- und nachtaktive kleine Sandmücken, die sich bevorzugt in feuchten und schattigen Habitaten aufhalten. Bei schlecht-heilenden Insektenstichen oder z.B. anhaltendem unklaren Fieber sollten beide Erkrankungen ausgeschlossen werden.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung der Leishmaniasen im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere abends und nachts konsequent vor Mückenstichen.
Chagas-Krankheit (südamerikanische Trypanosomiasis, „Mal de Chagas“)
Die Übertragung erfolgt normalerweise durch Raubwanzen, deren infizierter Kot in die Bisswunde gelangt. In den ländlichen Regionen kann es in sehr einfachen Unterkünften bei fehlenden Schutzmaßnahmen zu Infektionen mit der Chagas-Krankheit kommen.

Bei den letzten aktuellen Ausbrüchen in Südamerika erfolgte die Übertragung durch die orale Aufnahme der Parasiten über verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte („garapa“). Dieser Übertragungsweg scheint sich zu häufen und soll inzwischen für die meisten Fälle in den Endemiegebieten verantwortlich sein.

In der akuten Erkrankungsphase treten grippeähnliche Symptome und bei Übertragung durch den infizierten Kot in bis zu 50% eine Schwellung des Augenlides auf. Jahre nach der Infektion kann es zu gravierenden Organveränderungen mit Todesfällen kommen.
  • Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. in Bolivien auch von Açaí-, Coco- oder Majo-Saft.
  • Schützen Sie sich durch eine Expositionsprophylaxe, insbesondere durch korrekt angebrachte Bettnetze vor nächtlichen Raubwanzenbissen in einfachen Unterkünften auf dem Land.
Höhenkrankheit (Soroche)
In Lagen über 2.500 m mögliche, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe in Erscheinung tritt. Warnsymptome können Schlafstörungen, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftnot sein. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause bzw. eine Übernachtung, sollte abgestiegen werden unter eine Höhe von 2.000 m. Aufgrund der ausgeprägten Höhenlage von La Paz (Flughafen 4.070 m, Innenstadt 3.600 m) kann es nach Ankunft in den ersten Tagen zu Symptomen der Höhenkrankheit kommen. Gegen die Höhenkrankheit eingesetzte Medikamente sind verschreibungspflichtig. Sie sollten aus Deutschland mitgebracht werden.

Nicht zu unterschätzen ist die in der Höhe extreme Intensität der Sonneneinstrahlung - besonders der ultravioletten Strahlung, der mit entsprechenden Hautschutzmaßnahmen und angemessener Kopfbedeckung Rechnung zu tragen ist, siehe Höhenkrankheit.
Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist auf dem Land vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Es ist damit zu rechnen, dass der Patient für die anfallenden Behandlungskosten zunächst in Vorlage treten muss.
  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 21.02.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 21.02.2025

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- Sicherheit (Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Visum)


Sicherheit
Kriminalität

Die Sicherheitslage in Bolivien ist vergleichsweise gut; gewalttätige Übergriffe auf Touristen sind eher selten. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Straftaten (wie Trickdiebstählen oder, im Einzelfall, bewaffneten Überfällen), vor allem an von Touristen frequentierten Orten. Besondere Vorsicht gilt in El Alto und bestimmten Gegenden von La Paz, Santa Cruz und in der Region Chapare. Dies gilt auch für Los Yungas, Uyuni sowie generell bei Reisen in abgelegene Gebiete.

In Grenzgebieten Boliviens wird wegen gewaltbereiter Drogen- und Schmuggelbanden zu besonderer Vorsicht geraten. Dies gilt v.a. für das Grenzgebiet zu Brasilien.

Es ist bereits vorgekommen, dass Reisende z.B. bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden. Dort wurden sie unter Mithilfe falscher Polizisten in Uniform mit dem Vorwand, eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen.
Blitz- bzw. Expressentführungen mit demselben Ziel gibt es landesweit, aber insbesondere in Cochabamba, La Paz und Santa Cruz und auf den Verbindungsstrecken.

In Zusammenarbeit mit weiteren Kriminellen, die vortäuschen, z.B. südamerikanische Touristen zu sein, kontrollieren falsche Polizisten Ausweise und/oder bringen Touristen unter einem Vorwand an einen anderen Ort, um sie dort auszurauben. Personenkontrollen auf offener Straße oder offenen Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor.

Taxis auf der Straße bergen ein erhöhtes Überfallrisiko, insbesondere nachts. In der Öffentlichkeit gezeigte Bargeldsummen, Ausweispapiere, Schmuck und teure technische Geräte erregen unnötig die Aufmerksamkeit von Kriminellen. Auch werden Fahrzeuge aufgebrochen und gestohlen.

Besuchern von Bars und Diskotheken werden K.-o.-Tropfen verabreicht, um sie dann auszurauben. Ähnliches ist auch bei Bekanntschaften über Dating-Apps bekannt geworden. Auch Fälle von Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer wurden bekannt.

Drogenkriminalität ist weit verbreitet, und Reisende werden bisweilen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als Drogenkurier missbraucht.

Bei Investitionen beispielsweise in Grundstücke, Immobilien o. Ä. ist wie bei allen größeren Investitionen stets Vorsicht geboten. Vor Vertragsabschlüssen sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden.

Der Diebstahl persönlicher Daten über QR-Codes (z.B. auf gefälschten Strafzetteln, beim Abrufen der Speisekarte in Restaurants oder Cafés) sowie mit Hilfe von WhatsApp-Nachrichten nimmt zu.
  • Tragen Sie keinen teuren Schmuck und Uhren und zeigen Sie keine teuren technischen Geräte und Handys in der Öffentlichkeit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen und Busbahnhöfen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie sich von Polizisten immer den Dienstausweis zeigen.
  • Winken Sie keine Taxis auf der Straße heran, sondern bestellen Sie sog. Radio-Taxis (erkennbar am Leuchtschild auf dem Dach mit Namen und Telefonnummer der Gesellschaft), ggf. mithilfe des Hotels oder des Restaurants vor.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten, insbesondere wegen der erhöhten Unfallgefahr.
  • Nehmen Sie grundsätzlich keine von Fremden angebotenen offenen Getränke oder Speisen an; lassen Sie Getränke und Speisen nicht unbeaufsichtigt.
  • Halten Sie sich von Drogen fern.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen, lassen Sie keine Wertsachen sichtbar zurück und parken Sie nur auf bewachten Parkplätzen.
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld mit.
    Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks sorgfältig.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Der Flugverkehr in Bolivien wird gelegentlich durch kurzfristige Streichung von Flügen und erhebliche Verspätungen beeinträchtigt. Das Busnetz ist gut ausgebaut und günstig. Überlandreisen per Bus sollten aufgrund der Gefahr schwerer Busunglücke und Diebstähle aber nur mit bekannten Busunternehmen unternommen und Nachtfahrten vermieden werden.

Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.

Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Nur auf Hauptverkehrsrouten gibt es asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege und Brücken) sind während der Regenzeit (November bis April) oft tagelang nicht passierbar.

Autofahrer agieren Fußgängern gegenüber häufig rücksichtslos.

Trotz gesetzlicher Vorgaben sind nur wenige Straßen, Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei. Bürgersteige und Rampen sind häufig in schlechtem Zustand. Barrierefreie Verkehrsmittel in La Paz sind die Seilbahn Teleférico und der Puma-Katari-Bus.

Überlandfahrten per Pkw
Blockaden oder Proteste können zu längeren, kaum vorhersehbaren Wartezeiten führen. Reisende sollten für diese Fälle ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird auch von Überlandfahrten im Pkw bei Dunkelheit abgeraten. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung. Andere Fahrzeuge sind mit stark blendender Beleuchtung ausgestattet. Bei der Anmietung eines Pkw für Überlandfahrten ist es – auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen – ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten. Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und mit nur unzulänglicher Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem „Salar de Uyuni“ u.a.) nur schwer einzuschätzen.

Eine gesetzliche Regelung schreibt Tankstellenbetreibern vor, dass mit ausländischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge für Benzin höhere Preise zahlen müssen als mit bolivianischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellenbetreiber nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher zum Teil weigern, Kraftstoff an ausländische Fahrzeuginhaber zu verkaufen. Generell wird Diesel nicht an Privatpersonen mit Dieselfahrzeugen unter vier Liter Hubraum verkauft. Vor allem bei Überlandfahrten, zunehmend aber auch in den Städten kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Dieselkraftstoff.
  • Planen Sie Wartezeiten aufgrund von Blockaden oder Protesten ein und führen bei Überlandfahrten einen ausreichenden Wasservorrat und Proviant mit sich.
  • Vertrauen Sie insbesondere bei länger anhaltendem Regen bzw. in der Regenzeit auf ortskundige Fahrer, die mögliche Gefahren bzw. die Vorgehensweise bei einem Unfall besser einschätzen können. Autovermietungen bieten die Möglichkeit, Pkw mit ortskundigen Fahrern anzumieten.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Möglichkeiten, Dieselkraftstoff zu tanken und führen Sie ggf. einen vollen Extrakanister Diesel mit sich.
Einreise und Zoll
Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen pro Kalenderjahr kein Visum. Mehrfache Ein- und Ausreisen sind gestattet. Doppel- oder Mehrstaater, die nicht auch die bolivianische Staatsangehörigkeit innehaben, sollten darauf achten, mit dem Pass nach Bolivien einzureisen, in dem auch die Ausreise aus dem Land des Voraufenthalts vermerkt ist.

Bei Ankunft an den internationalen Flughäfen in La Paz, Santa Cruz und Cochabamba wird in der Regel ein Einreisestempel mit dem Einreisedatum im Pass eingetragen, jedoch oft kein Gültigkeitsdatum.

Deutschen Touristen wird eine Aufenthaltserlaubnis für 90 Tage erteilt.

Bei Einreise auf dem Landweg muss durch die Grenzkontrolle unbedingt ein Einreisestempel im Pass erteilt werden, um legal einzureisen. Es kommt beispielsweise vor, dass Grenzposten nicht besetzt sind oder bei Einreise im Nachtbus die Grenzkontrollen bisweilen durchfahren werden. Dies führt beim Versuch der Wiederausreise zu Problemen, da die Person dann nicht registriert ist und Strafzahlungen für den illegalen Aufenthalt fällig werden. Bei Einreise ohne Einreisestempel sollte umgehend die Migrationsbehörde aufgesucht werden, um den erforderlichen Stempel nachzutragen, obwohl auch hier die genannten Strafzahlungen fällig werden. Daher sollte auf dem Einreisestempel am Grenzübergang bestanden werden.

Am Grenzübergang Villazón/La Quiaca zu Argentinien gilt die Sonderregelung, dass der argentinische Ausreisestempel gleichzeitig als Einreisenachweis für Bolivien bzw. der argentinische Einreisestempel gleichzeitig als Ausreisenachweis für Bolivien gilt. Dieser kann auch in Form eines Blattvisums erteilt werden.

Für alle anderen Reisezwecke (z.B. Praktikum, Arbeitsaufnahme, Studium etc.) muss vorher bei den bolivianischen Botschaften im Ausland ein entsprechendes Visum (visa de objeto determinado) beantragt werden.
  • Bestehen Sie auf dem Einreisestempel am Grenzübergang, um etwaige Strafzahlungen zu vermeiden.
[url=https://www.auswaertiges-amt.de/sid_507A073092E7E661EBA1C2B50D89AA3F/DE/Laenderinformationen/Uebersicht_Navi.html]Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 24.06.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 24.06.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage, Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Visum)
- Gesundheit (Impfschutz)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

In Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen können. Dies kann auch im Vorfeld der Wahlen am 17. August 2025 nicht ausgeschlossen werden. Die Reisemöglichkeiten werden dann zum Teil stark eingeschränkt, z. B. durch Straßenblockaden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien zur aktuellen Lage und planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
  • Meiden Sie Protestveranstaltungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
    ['*]Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden eigenmächtig zu durchbrechen.
  • Nehmen Sie zusätzlich Essen, Trinken, warme Kleidung und notwendige Medikamente mit, um bei längeren Reiseverzögerungen ausreichend versorgt zu sein.
  • Beachten Sie die stark eingeschränkte Treibstoffversorgung bei Benzin und Diesel, siehe Reiseinfos - Infrastruktur/Verkehr.
Kriminalität
Die Sicherheitslage in Bolivien ist vergleichsweise gut; gewalttätige Übergriffe auf Touristen sind eher selten. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Straftaten (wie Trickdiebstählen oder, im Einzelfall, bewaffneten Überfällen), vor allem an von Touristen frequentierten Orten. Besondere Vorsicht gilt in El Alto und bestimmten Gegenden von La Paz, Santa Cruz und in der Region Chapare, sowie für Los Yungas, Uyuni und generell bei Reisen in abgelegene Gebiete.

In Grenzgebieten Boliviens wird wegen gewaltbereiter Drogen- und Schmuggelbanden zu besonderer Vorsicht geraten. Dies gilt v.a. für das Grenzgebiet zu Brasilien.

Es ist bereits vorgekommen, dass Reisende z.B. bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden. Dort wurden sie von falschen Polizisten in Uniform unter dem Vorwand, eine Drogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummern gezwungen.

Blitz- bzw. Expressentführungen mit demselben Ziel gibt es landesweit, aber insbesondere in Cochabamba, La Paz und Santa Cruz und auf den Verbindungsstrecken.

In Zusammenarbeit mit Kriminellen, die vortäuschen, z.B. südamerikanische Touristen zu sein, kontrollieren falsche Polizisten Ausweise und/oder bringen sie unter einem Vorwand an einen anderen Ort, um sie dort auszurauben. Personenkontrollen auf offener Straße oder offenen Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor.

Nicht vorbestellte Taxis bergen ein erhöhtes Überfallrisiko, insbesondere nachts. In der Öffentlichkeit gezeigte Bargeldsummen, Ausweispapiere, Schmuck und teure technische Geräte erregen unnötig die Aufmerksamkeit Krimineller. Auch werden Fahrzeuge aufgebrochen und gestohlen.

Besuchern von Bars und Diskotheken werden K.-o.-Tropfen verabreicht, um sie dann auszurauben. Ähnliches ist auch bei Bekanntschaften über Dating-Apps bekannt geworden. Auch sind Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer bekannt.

Drogenkriminalität ist weit verbreitet, und Reisende werden gelegentlich in Unkenntnis und gegen ihren Willen als Drogenkuriere missbraucht.

Bei Investitionen beispielsweise in Grundstücke, Immobilien o. Ä. ist wie bei allen größeren Investitionen stets Vorsicht geboten. Vor Vertragsabschlüssen sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden.

Der Diebstahl persönlicher Daten über QR-Codes (z.B. auf gefälschten Strafzetteln, beim Abrufen der Speisekarte in Restaurants oder Cafés) sowie mit Hilfe von Messenger-Nachrichten (z.B. WhatsApp) nimmt zu.
  • Tragen Sie keinen teuren Schmuck und Uhren und zeigen Sie keine teuren technischen Geräte und Handys in der Öffentlichkeit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen und Busbahnhöfen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie sich von Polizisten immer den Dienstausweis zeigen.
  • Winken Sie keine Taxis auf der Straße heran, sondern bestellen Sie sog. Radio-Taxis (erkennbar am Leuchtschild auf dem Dach mit Namen und Telefonnummer der Gesellschaft), ggf. mithilfe des Hotels oder des Restaurants vor.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten, insbesondere wegen der erhöhten Unfallgefahr.
  • Nehmen Sie grundsätzlich keine von Fremden angebotenen offenen Getränke oder Speisen an; lassen Sie Getränke und Speisen nicht unbeaufsichtigt.
  • Halten Sie sich von Drogen fern.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen, lassen Sie keine Wertsachen sichtbar zurück und parken Sie nur auf bewachten Parkplätzen.
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld mit.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks sorgfältig.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Der Flugverkehr in Bolivien wird gelegentlich durch kurzfristige Streichung von Flügen und erhebliche Verspätungen beeinträchtigt. Das Busnetz ist gut ausgebaut und günstig. Jedoch bergen Überlandfahrten per Bus die Gefahr schwerer Busunglücke mit Todesopfern. Daher sollten Überlandreisen per Bus nur mit bekannten Busunternehmen unternommen und Nachtfahrten vermieden werden. Die Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel ist aufgrund der stark eingeschränkten Treibstoffversorgung (Benzin und Diesel) eingeschränkt.

Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.

Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Nur auf Hauptverkehrsrouten gibt es asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege und Brücken) sind während der Regenzeit (November bis April) oft tagelang nicht passierbar.

Autofahrer agieren Fußgängern gegenüber häufig rücksichtslos.

Trotz gesetzlicher Vorgaben sind nur wenige Straßen, Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei. Bürgersteige und Rampen sind häufig in schlechtem Zustand. Barrierefreie Verkehrsmittel in La Paz sind die Seilbahn Teleférico und der Puma-Katari-Bus.

Überlandfahrten per Pkw
Blockaden oder Proteste können zu längeren, kaum vorhersehbaren Wartezeiten führen. Reisende sollten für diese Fälle ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen. Unverbindliche Informationen zu aktuellen Protesten und Straßenblockaden können auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde (ABC: Administradora Boliviana de Carreteras) eingesehen werden.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird auch von Überlandfahrten im Pkw bei Dunkelheit abgeraten. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung. Andere Fahrzeuge sind mit stark blendender Beleuchtung ausgestattet. Bei der Anmietung eines Pkw für Überlandfahrten ist es – auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen – ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten. Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und mit nur unzulänglicher Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem „Salar de Uyuni“ u.a.) nur schwer einzuschätzen.

Eine gesetzliche Regelung schreibt Tankstellenbetreibern vor, dass mit ausländischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge für Benzin höhere Preise zahlen müssen als mit bolivianischen Kennzeichen registrierte Fahrzeuge. In der Praxis bedeutet dies, dass viele Tankstellenbetreiber nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher zum Teil weigern, Kraftstoff an ausländische Fahrzeuginhaber zu verkaufen.
Generell wird Diesel nicht an Privatpersonen mit Dieselfahrzeugen unter vier Liter Hubraum verkauft. Vor allem bei Überlandfahrten, zunehmend aber auch in den Städten kommt es immer wieder zu wochenlangen Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Dieselkraftstoff. Auch Rettungs- und Sicherheitskräfte sind teilweise vom Treibstoffmangel betroffen und nur eingeschränkt mobil.
  • Planen Sie Wartezeiten aufgrund von Blockaden oder Protesten ein und führen bei Überlandfahrten einen ausreichenden Wasservorrat und Proviant mit sich.
  • Vertrauen Sie insbesondere bei länger anhaltendem Regen bzw. in der Regenzeit auf ortskundige Fahrer, die mögliche Gefahren bzw. die Vorgehensweise bei einem Unfall besser einschätzen können. Autovermietungen bieten die Möglichkeit, Pkw mit ortskundigen Fahrern anzumieten.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Möglichkeiten, Dieselkraftstoff zu tanken und führen Sie ggf. einen vollen Extrakanister Diesel mit sich.
Einreise und Zoll
Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tage pro Kalenderjahr kein Visum. Mehrfache Ein- und Ausreisen sind gestattet.

Bei Ankunft an den internationalen Flughäfen in La Paz, Santa Cruz und Cochabamba wird in der Regel ein Einreisestempel mit dem Einreisedatum im Pass eingetragen, jedoch oft kein Gültigkeitsdatum. Deutschen Touristen wird eine Aufenthaltserlaubnis für 90 Tage erteilt.

Bei Einreise auf dem Landweg muss unbedingt ein Einreisestempel im Pass durch die Grenzkontrolle erteilt werden, um legal einzureisen. Es kommt beispielsweise vor, dass Grenzposten nicht besetzt sind oder bei Einreise im Nachtbus die Grenzkontrollen gelegentlich durchfahren werden. Dies führt beim Versuch der Wiederausreise zu Problemen, da die Personen dann nicht registriert sind und Strafzahlungen für den illegalen Aufenthalt fällig werden. Bei Einreise ohne Einreisestempel sollte umgehend die Migrationsbehörde aufgesucht werden, um den erforderlichen Stempel nachzutragen, obwohl auch hier die genannten Strafzahlungen fällig werden. Daher sollte auf dem Einreisestempel am Grenzübergang bestanden werden.

Am Grenzübergang Villazón/La Quiaca zu Argentinien gibt es folgende Sonderregelung: der argentinische Ausreisestempel gilt als Einreisenachweis für Bolivien bzw. der argentinische Einreisestempel als Ausreisenachweis für Bolivien. Dieser kann auch in Form eines Blattvisums erteilt werden.

Für alle anderen Reisezwecke (z.B. Praktikum, Arbeitsaufnahme, Studium etc.) muss vor Einreise nach Bolivien bei den bolivianischen Botschaften im Ausland ein entsprechendes Visum (visa de objeto determinado) beantragt werden.
  • Bestehen Sie auf dem Einreisestempel am Grenzübergang, um etwaige Strafzahlungen zu vermeiden.
Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind zwar keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist aber ab dem vollendeten 12. Lebensmonat eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Alle Gebiete in Bolivien unterhalb von 2.300 m und damit u.a. der gesamte bolivianische Amazonas sind Gelbfieberübertragungsgebiet.
Daher wird grundsätzlich allen Reisenden dringend eine Gelbfieberimpfung empfohlen, bevor sie in diese Gebiete reisen. Die Impfung ist ab dem zehnten Tag im internationalen Reiseverkehr gültig.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten kann eine Typhusimpfung erwogen werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 22.07.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 22.07.2025

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Aktuelles)


Gesundheit
Aktuelles: Chikungunya-Fieber Region Santa Cruz

Aktuell wird über einen Chikungunya-Fieber-Ausbruch in der Region Santa Cruz im Osten des Landes berichtet. Die Hauptstadt La Paz in einer Höhe von 3.000 m ist nicht betroffen.

Reisende sollten sich durch eine Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen schützen. Eine Impfung ist vorhanden, eine dahingehende reisemedizinische Beratung empfohlen. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 17.10.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 17.10.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen können. Dies kann auch im zeitlichen Zusammenhang mit den Stichwahlen am 19. Oktober 2025 nicht ausgeschlossen werden. Die Reisemöglichkeiten werden dann zum Teil stark eingeschränkt, z. B. durch Straßenblockaden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien zur aktuellen Lage und planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
  • Meiden Sie Protestveranstaltungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden eigenmächtig zu durchbrechen.
  • Nehmen Sie zusätzlich Essen, Trinken, warme Kleidung und notwendige Medikamente mit, um bei längeren Reiseverzögerungen ausreichend versorgt zu sein.
  • Beachten Sie die stark eingeschränkte Treibstoffversorgung bei Benzin und Diesel, siehe Reiseinfos - Infrastruktur/Verkehr.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 21.10.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 21.10.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage, Kriminalität)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

In Bolivien kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen können. Die Reisemöglichkeiten werden dann zum Teil stark eingeschränkt, z. B. durch Straßenblockaden.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien zur aktuellen Lage und planen Sie Ihren Aufenthalt entsprechend.
  • Folgen Sie stets den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
  • Meiden Sie Protestveranstaltungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Versuchen Sie nicht, Straßenblockaden eigenmächtig zu durchbrechen.
  • Nehmen Sie zusätzlich Essen, Trinken, warme Kleidung und notwendige Medikamente mit, um bei längeren Reiseverzögerungen ausreichend versorgt zu sein.
  • Beachten Sie die stark eingeschränkte Treibstoffversorgung bei Benzin und Diesel, siehe Reiseinfos - Infrastruktur/Verkehr.
Kriminalität
Die Sicherheitslage in Bolivien ist vergleichsweise gut; gewalttätige Übergriffe auf Reisende sind eher selten. Nichtsdestotrotz kommt es immer wieder zu Straftaten (wie Trickdiebstählen oder, im Einzelfall, bewaffneten Überfällen), vor allem an von Reisenden frequentierten Orten. Besondere Vorsicht gilt in El Alto und bestimmten Gegenden von La Paz, Santa Cruz und in der Region Chapare, sowie für Los Yungas, Uyuni und generell bei Reisen in abgelegene Gebiete. Es wird empfohlen, sich in der Unterkunft nach den Orten zu erkundigen, die aus Sicherheitsgründen gemieden werden sollten.

In Grenzgebieten Boliviens wird wegen gewaltbereiter Drogen- und Schmuggelbanden zu besonderer Vorsicht geraten. Dies gilt v.a. für das Grenzgebiet zu Brasilien.

Es ist bereits vorgekommen, dass Reisende z.B. bei der Ankunft am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto von angeblichen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren wurden. Dort wurden sie von falschen Polizisten in Uniform unter dem Vorwand, eine Drogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummern gezwungen.

Blitz- bzw. Expressentführungen mit demselben Ziel gibt es landesweit, aber insbesondere in Cochabamba, La Paz und Santa Cruz und auf den Verbindungsstrecken.

In Zusammenarbeit mit Kriminellen, die vortäuschen, z.B. südamerikanische Touristen zu sein, kontrollieren falsche Polizisten Ausweise und/oder bringen sie unter einem Vorwand an einen anderen Ort, um sie dort auszurauben. Personenkontrollen auf offener Straße oder offenen Plätzen kommen im Allgemeinen nicht vor.

Nicht vorbestellte Taxis bergen ein erhöhtes Überfallrisiko, insbesondere nachts. In der Öffentlichkeit gezeigte Bargeldsummen, Ausweispapiere, Schmuck und teure technische Geräte erregen unnötig die Aufmerksamkeit Krimineller. Auch werden Fahrzeuge aufgebrochen und gestohlen.

Besuchern von Bars und Diskotheken werden K.-o.-Tropfen verabreicht, um sie dann auszurauben. Ähnliches ist auch bei Bekanntschaften über Dating-Apps bekannt geworden. Auch sind Vergewaltigungen während der Bewusstlosigkeit der Opfer bekannt.

Drogenkriminalität ist weit verbreitet, und Reisende werden gelegentlich in Unkenntnis und gegen ihren Willen als Drogenkuriere missbraucht.

Bei Investitionen beispielsweise in Grundstücke, Immobilien o. Ä. ist wie bei allen größeren Investitionen stets Vorsicht geboten. Vor Vertragsabschlüssen sollte anwaltlicher Rat eingeholt werden.

Der Diebstahl persönlicher Daten über QR-Codes (z.B. auf gefälschten Strafzetteln, beim Abrufen der Speisekarte in Restaurants oder Cafés) sowie mit Hilfe von Messenger-Nachrichten (z.B. WhatsApp) nimmt zu.
  • Tragen Sie keinen teuren Schmuck und Uhren und zeigen Sie keine teuren technischen Geräte und Handys in der Öffentlichkeit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen und Busbahnhöfen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie sich von Polizisten immer den Dienstausweis zeigen.
  • Winken Sie keine Taxis auf der Straße heran, sondern bestellen Sie sog. Radio-Taxis (erkennbar am Leuchtschild auf dem Dach mit Namen und Telefonnummer der Gesellschaft), ggf. mithilfe des Hotels oder des Restaurants vor.
  • Vermeiden Sie Nachtfahrten, insbesondere wegen der erhöhten Unfallgefahr.
  • Nehmen Sie grundsätzlich keine von Fremden angebotenen offenen Getränke oder Speisen an; lassen Sie Getränke und Speisen nicht unbeaufsichtigt.
  • Halten Sie sich von Drogen fern.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen, lassen Sie keine Wertsachen sichtbar zurück und parken Sie nur auf bewachten Parkplätzen.
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld mit.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks sorgfältig.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
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Siehe dazu

Kapitalismus für alle
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 26.01.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 26.01.2026

Letzte Änderungen:
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Visum)


Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Der Flugverkehr in Bolivien wird gelegentlich durch kurzfristige Streichung von Flügen und erhebliche Verspätungen beeinträchtigt. Das Busnetz ist gut ausgebaut und günstig. Jedoch bergen Überlandfahrten per Bus die Gefahr schwerer Busunglücke mit Todesopfern. Daher sollten Überlandreisen per Bus nur mit bekannten Busunternehmen unternommen und Nachtfahrten vermieden werden.

Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.

Das Land ist verkehrsmäßig wenig erschlossen. Nur auf Hauptverkehrsrouten gibt es asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege und Brücken) sind während der Regenzeit (November bis April) oft tagelang nicht passierbar.

Autofahrer agieren Fußgängern gegenüber häufig rücksichtslos.

Trotz gesetzlicher Vorgaben sind nur wenige Straßen, Gebäude und öffentliche Verkehrsmittel barrierefrei. Bürgersteige und Rampen sind häufig in schlechtem Zustand. Barrierefreie Verkehrsmittel in La Paz sind die Seilbahn Teleférico und der Puma-Katari-Bus.

Überlandfahrten per Pkw
Blockaden oder Proteste können zu längeren, kaum vorhersehbaren Wartezeiten führen. Reisende sollten für diese Fälle ausreichend Wasser und Proviant mit sich führen. Unverbindliche Informationen zu aktuellen Protesten und Straßenblockaden können auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde (ABC: Administradora Boliviana de Carreteras) eingesehen werden.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation wird auch von Überlandfahrten im Pkw bei Dunkelheit abgeraten. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet und vielfach in schlechtem Zustand. Viele Verkehrsteilnehmer, oft auch Busse, fahren ohne Licht oder mit nur unzureichender Beleuchtung. Andere Fahrzeuge sind mit stark blendender Beleuchtung ausgestattet. Bei der Anmietung eines Pkw für Überlandfahrten ist es – auch im Hinblick auf das Vorgehen bei Verkehrsunfällen – ratsam, einen Pkw mit Fahrer anzumieten. Dies gilt insbesondere für Fahrten abseits der Hauptverkehrsstrecken, da sich in abgelegenen Gebieten ohne befestigte Straßen und mit nur unzulänglicher Beschilderung die Orientierung extrem schwierig gestalten kann. Auch handelsübliche Navigationssysteme und Landkarten bieten häufig keine ausreichende Sicherheit. Ohne ortskundigen Fahrer sind Gefahren (z.B. während der Regenzeit, auf dem „Salar de Uyuni“ u.a.) nur schwer einzuschätzen.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass viele Tankstellenbetreiber keine Kenntnis von der Aufhebung der höheren Kraftstoffpreise für ausländische KfZ haben und nicht wissen, wie sie diese Preise abrechnen sollen und sich daher weigern, Kraftstoff an ausländische Fahrzeuginhaber zu verkaufen.
Generell wird Diesel nicht an Privatpersonen mit Dieselfahrzeugen unter vier Liter Hubraum verkauft. Vor allem bei Überlandfahrten, aber auch in den Städten kann es aufgrund von Protesten und Straßenblockaden zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin und Dieselkraftstoff kommen. Auch Rettungs- und Sicherheitskräfte sind teilweise vom Treibstoffmangel betroffen und nur eingeschränkt mobil.
  • Planen Sie Wartezeiten aufgrund von Blockaden oder Protesten ein und führen bei Überlandfahrten einen ausreichenden Wasservorrat und Proviant mit sich.
  • Vertrauen Sie insbesondere bei länger anhaltendem Regen bzw. in der Regenzeit auf ortskundige Fahrer, die mögliche Gefahren bzw. die Vorgehensweise bei einem Unfall besser einschätzen können. Autovermietungen bieten die Möglichkeit, Pkw mit ortskundigen Fahrern anzumieten.
  • Informieren Sie sich vor Reiseantritt über Möglichkeiten, Dieselkraftstoff zu tanken und führen Sie ggf. einen vollen Extrakanister Diesel mit sich.
Einreise und Zoll
Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tage pro Kalenderjahr kein Visum. Mehrfache Ein- und Ausreisen sind gestattet. Die Gewährung des 90-tägigen visumsfreien Aufenthalts pro Kalenderjahr erfordert eine Ausreise aus Bolivien; eine automatische Verlängerung um 90 Tage über den Jahreswechsel ist nicht möglich.

Bei Ankunft an den internationalen Flughäfen in La Paz, Santa Cruz und Cochabamba wird in der Regel ein Einreisestempel mit dem Einreisedatum im Pass eingetragen, jedoch oft kein Gültigkeitsdatum. Deutschen Touristen wird eine Aufenthaltserlaubnis für 90 Tage erteilt.

Bei Einreise auf dem Landweg muss unbedingt ein Einreisestempel im Pass durch die Grenzkontrolle erteilt werden, um legal einzureisen. Es kommt beispielsweise vor, dass Grenzposten nicht besetzt sind oder bei Einreise im Nachtbus die Grenzkontrollen gelegentlich durchfahren werden. Dies führt beim Versuch der Wiederausreise zu Problemen, da die Personen dann nicht registriert sind und Strafzahlungen für den illegalen Aufenthalt fällig werden. Bei Einreise ohne Einreisestempel sollte umgehend die Migrationsbehörde aufgesucht werden, um den erforderlichen Stempel nachzutragen, obwohl auch hier die genannten Strafzahlungen fällig werden. Daher sollte auf dem Einreisestempel am Grenzübergang bestanden werden.

Am Grenzübergang Villazón/La Quiaca zu Argentinien gibt es folgende Sonderregelung: der argentinische Ausreisestempel gilt als Einreisenachweis für Bolivien bzw. der argentinische Einreisestempel als Ausreisenachweis für Bolivien. Dieser kann auch in Form eines Blattvisums erteilt werden.

Für alle anderen Reisezwecke (z.B. Praktikum, Arbeitsaufnahme, Studium etc.) muss vor Einreise nach Bolivien bei den bolivianischen Botschaften im Ausland ein entsprechendes Visum (visa de objeto determinado) beantragt werden.
  • Bestehen Sie auf dem Einreisestempel am Grenzübergang, um etwaige Strafzahlungen zu vermeiden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 16.02.2026

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 16.02.2026

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Aktuelles)


Gesundheit
Aktuelles

Zu Beginn des Jahres 2026 wurde in Bolivien ein Ausbruch von Chikungunya-Fieber vorrangig in der Provinz Santa Cruz gemeldet.
  • Schützen Sie sich vor allem tags und in der Dämmerung konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt eine Impfung gegen Chikungunya-Fieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 13.05.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 13.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Streik und Protestaktionen)


Aktuelles
Streik und Protestaktionen

Seit dem 6. Mai 2026 ruft die regionale Transportgewerkschaft von La Paz zu einem unbegrenzten Streik auf. Auch andere Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben z.T. landesweite Protest- und Blockadeaktionen angekündigt, deren Ziel zumeist die Unterbrechung aller Verkehrsströme ist, siehe auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr.
Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
  • Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee)
  • Zwischen La Paz und Oruro
  • Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
  • Zwischen La Paz und Rurrenabaque
Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein. Die staatlichen Behörden unterstützen nur in Ausnahmefällen bei der Umgehung von Blockaden bzw. der Fortsetzung der Reise.
  • Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Reise zur Sicherheitslage entlang der geplanten Strecke, z.B. auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde.
  • Vermeiden Sie es, die oben genannten Strecken zu Fuß zurückzulegen, u.a. aufgrund der Gewaltbereitschaft von Demonstrierenden sowie der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Höhenlage. Es besteht die Gefahr, ohne Zugang zu Wasser und Lebensmitteln in Funklöchern liegen zu bleiben.
  • Falls Ihr Reiseziel von Straßensperren betroffen ist: bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und folgen Sie den Empfehlungen der lokalen Behörden.
Auswärtiges Amt


Siehe auch:

BPfeilB Bolivien | Proteste und Straßenblockaden

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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 15.05.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 15.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Streik und Protestaktionen)


Aktuelles
Streik und Protestaktionen

Seit dem 6. Mai 2026 ruft die regionale Transportgewerkschaft von La Paz zu einem unbegrenzten Streik auf. Auch andere Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben z.T. landesweite Protest- und Blockadeaktionen angekündigt, deren Ziel zumeist die Unterbrechung aller Verkehrsströme ist, siehe auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr.
Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
  • Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee)
  • Zwischen La Paz und Oruro
  • Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
  • Zwischen La Paz und Rurrenabaque
In der Folge ist die Versorgung in La Paz mit Lebensmitteln, Kraftstoff und Medikamenten unterbrochen. Kliniken verfügen über keinen, auch zur Behandlung von Höhenkrankheit nötigen, Sauerstoff mehr.

Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein.
  • Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Reise zur Sicherheitslage entlang der geplanten Strecke, z.B. auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde.
  • Vermeiden Sie es, die oben genannten Strecken zu Fuß zurückzulegen, u.a. aufgrund der Gewaltbereitschaft von Demonstrierenden sowie der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Höhenlage. Es besteht die Gefahr, ohne Zugang zu Wasser und Lebensmitteln in Funklöchern liegen zu bleiben.
  • Falls Ihr Reiseziel von Straßensperren betroffen ist: bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und folgen Sie den Empfehlungen der lokalen Behörden.
Auswärtiges Amt


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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 16.05.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 16.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Streik und Protestaktionen)


Aktuelles
Das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in das Departamento La Paz, inklusive des Regierungssitzes La Paz, und zum Flughafen El Alto ab.

Streik und Protestaktionen

Seit dem 6. Mai 2026 ruft die regionale Transportgewerkschaft von La Paz zu einem unbegrenzten Streik auf. Auch andere Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben z.T. landesweite Protest- und Blockadeaktionen angekündigt, deren Ziel zumeist die Unterbrechung aller Verkehrsströme ist, siehe auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr.
Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
  • Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee) sowie Desaguadero (Grenze zu Peru)
  • Zwischen La Paz und Oruro
  • Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
  • Zwischen La Paz und Rurrenabaque
In der Folge ist die Versorgung in La Paz mit Lebensmitteln, Kraftstoff und Medikamenten unterbrochen. Kliniken verfügen über keinen, auch zur Behandlung von Höhenkrankheit nötigen, Sauerstoff mehr. Es wird zu Vorratshaltung, insbesondere von dringend benötigten Medikamenten, geraten. Für Montag, 18. Mai 2026 haben Anhänger des ehemaligen Präsidenten Evo Morales ihre Ankunft in La Paz angekündigt. Mit einer Zuspitzung der Lage muss gerechnet werden.

Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein.

Der Flugverkehr unterliegt derzeit keinen Einschränkungen. Allerdings ist die Zufahrt zum Flughafen von La Paz zeitweise aufgrund von gewalttätigen Auseinandersetzungen von Polizei und Demonstranten in El Alto unterbrochen. Flüge sind mangels Transportalternativen auf dem Landweg zurzeit schnell ausgebucht.
  • Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Reise zur Sicherheitslage entlang der geplanten Strecke, z.B. auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde.
  • Vermeiden Sie es, die oben genannten Strecken inklusive Zugang zum Flughafen von La Paz in El Alto zu Fuß zurückzulegen, u.a. aufgrund der Gewaltbereitschaft von Demonstrierenden sowie der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Höhenlage. Es besteht die Gefahr, ohne Zugang zu Wasser und Lebensmitteln in Funklöchern liegen zu bleiben.
  • Falls Ihr Reiseziel von Straßensperren betroffen ist: bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und folgen Sie den Empfehlungen der lokalen Behörden.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen fern.
  • Verfolgen Sie lokale Medien und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
Auswärtiges Amt


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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 20.05.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 20.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Streik und Protestaktionen)


Aktuelles
Von Reisen in das Departamento La Paz, inklusive des Regierungssitzes La Paz, und die Nachbarstadt El Alto wird dringend abgeraten.
Der in El Alto gelegene internationale Flughafen ist aufgrund von Protesten zeitweise nur eingeschränkt erreichbar.

Streik und Protestaktionen

Seit dem 6. Mai 2026 ruft die regionale Transportgewerkschaft von La Paz zu einem unbegrenzten Streik auf. Auch andere Gewerkschaften und soziale Bewegungen haben z.T. landesweite Protest- und Blockadeaktionen angekündigt bzw. organisiert, deren Ziel zumeist die Unterbrechung aller Verkehrsströme ist, siehe auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr. Demonstrationen können in allen Stadtvierteln und Bereichen entstehen. Es kann zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften kommen.

Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
  • Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee) sowie Desaguadero (Grenze zu Peru)
  • Zwischen La Paz und Oruro
  • Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
  • Zwischen La Paz und Rurrenabaque
In der Folge ist die Versorgung in La Paz mit Lebensmitteln, Kraftstoff und Medikamenten unterbrochen. Kliniken verfügen u.a. kaum noch über den auch zur Behandlung von Höhenkrankheit nötigen Sauerstoff. Es wird zu Vorratshaltung, insbesondere von dringend benötigten Medikamenten, geraten.

Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein.

In Folge von teils gewalttätigen Demonstrationen in La Paz und El Alto ist der Verkehr inklusive der Minibusse, Taxen und einigen Seilbahnlinien eingeschränkt (La Paz) oder teilweise unterbrochen (El Alto, Verbindungsstraßen).

Die Zufahrt zum Flughafen von La Paz ist zeitweise aufgrund von gewalttätigen Auseinandersetzungen von Polizei und Demonstranten in El Alto unterbrochen. Insbesondere tagsüber ist der Zugang zum Flughafen in El Alto eingeschränkt; nachts und in den frühen Morgenstunden ist der Zugang in der Regel möglich. Es muss jedoch mit schlecht erkennbaren Hindernissen auf den Zufahrtswegen gerechnet werden. Flüge sind mangels Transportalternativen auf dem Landweg zurzeit schnell ausgebucht.
  • Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Reise zur Sicherheitslage entlang der geplanten Strecke, z.B. auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde.
  • Vermeiden Sie es, die oben genannten Strecken inklusive Zugang zum Flughafen von La Paz in El Alto zu Fuß zurückzulegen, u.a. aufgrund der Gewaltbereitschaft von Demonstrierenden sowie der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Höhenlage. Es besteht die Gefahr, ohne Zugang zu Wasser und Lebensmitteln in Funklöchern liegen zu bleiben.
  • Falls Ihr Reiseziel von Straßensperren betroffen ist: bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und folgen Sie den Empfehlungen der lokalen Behörden.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen fern.
  • Verfolgen Sie lokale Medien und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
Auswärtiges Amt


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BPfeilB Bolivien | Proteste und Straßenblockaden

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Reise-/Sicherheitshinweis Bolivien 21.05.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Bolivien
Stand 21.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Streik und Protestaktionen)
- Sicherheit (Sicherheitshinweis)


Aktuelles
Von Reisen in das Departamento La Paz, inklusive des Regierungssitzes La Paz, wird dringend abgeraten.
Der in El Alto gelegene internationale Flughafen ist aufgrund von Protesten zeitweise nur eingeschränkt erreichbar.

Streik und Protestaktionen

Seit dem 6. Mai 2026 haben eine Reihe von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen Proteste und Straßenblockaden insbesondere im Departamento La Paz, inklusive des Regierungssitzes La Paz und der Nachbarstadt El Alto, organisiert, siehe auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr. Es kann zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften kommen. Demonstrationen können in allen Stadtvierteln und Bereichen entstehen und haben im Regelfall die Plaza Murillo (Sitz der Regierung und des Parlaments) im Zentrum von La Paz als Ziel.

Derzeit ist der Verkehr auf folgenden Strecken in Folge von Straßenblockaden unterbrochen:
  • Zwischen La Paz und Copacabana (Titicacasee) sowie Desaguadero (Grenze zu Peru)
  • Zwischen La Paz und Oruro
  • Zwischen La Paz und Uyuni via Oruro
  • Zwischen La Paz und Rurrenabaque
In der Folge ist die Versorgung in La Paz mit Lebensmitteln, Kraftstoff und Medikamenten unterbrochen. Kliniken verfügen u.a. kaum noch über den auch zur Behandlung von Höhenkrankheit nötigen Sauerstoff. Es wird zu Vorratshaltung, insbesondere von dringend benötigten Medikamenten, geraten.

Zusätzliche Blockaden können kurzfristig und ohne Vorankündigung entstehen. Vermeintlich alternative Routen auf schlecht erschlossenen Nebenstraßen können ebenfalls unterbrochen oder nicht bis zum Ziel befahrbar sein.

In Folge von teils gewalttätigen Demonstrationen in La Paz und El Alto ist der Verkehr inklusive der Minibusse und Taxen eingeschränkt (La Paz) oder teilweise unterbrochen (El Alto, Verbindungsstraßen).

Die Zufahrt zum Internationalen Flughafen La Paz in El Alto ist insbesondere tagsüber aufgrund von Blockaden eingeschränkt und teilweise unterbrochen; nachts und in den frühen Morgenstunden ist der Zugang in der Regel möglich. Es muss jedoch mit schlecht erkennbaren Hindernissen auf den Zufahrtswegen gerechnet werden.
Flüge sind mangels Transportalternativen auf dem Landweg zurzeit schnell ausgebucht.
  • Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer Reise zur Sicherheitslage entlang der geplanten Strecke, z.B. auf der Webseite der Bolivianischen Fernstraßenbehörde.
  • Vermeiden Sie es, die oben genannten Strecken inklusive Zugang zum Flughafen von La Paz in El Alto zu Fuß zurückzulegen, u.a. aufgrund der Gewaltbereitschaft von Demonstrierenden sowie der möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Höhenlage. Es besteht die Gefahr, ohne Zugang zu Wasser und Lebensmitteln in Funklöchern liegen zu bleiben.
  • Falls Ihr Reiseziel von Straßensperren betroffen ist: bleiben Sie in Ihrer Unterkunft und folgen Sie den Empfehlungen der lokalen Behörden.
  • Sehen Sie von der Buchung von Unterkünften in der direkten Umgebung des Regierungsviertels in La Paz ab.
  • Halten Sie sich von Demonstrationen fern.
  • Verfolgen Sie lokale Medien und folgen Sie den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden.
Sicherheit
Von Reisen in das Departamento La Paz, inklusive des Regierungssitzes La Paz, wird dringend abgeraten.
Der in El Alto gelegene internationale Flughafen ist aufgrund von Protesten zeitweise nur eingeschränkt erreichbar.
Auswärtiges Amt


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