Auswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi
Stand 27.10.2026
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Teilreisewarnung)
- Natur und Klima
- Reiseinfos (Grenzschließung; Infrastruktur/Verkehr)
- Einreise und Zoll (Anmerkungen)
Sicherheit
Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo westlich der RN 5 wird gewarnt.
Von Reisen in das Grenzgebiet zu Ruanda (nördlich der RN 5/6/10 vom Grenzübergang Rukana I bis Kayanza) wird dringend abgeraten.
Von Reisen in das übrige Grenzgebiet zu Ruanda wird abgeraten.
Von nicht notwendigen Reisen in den nördlichen Teil der Provinz Bujumbura (ehemalige Provinzen Cibitoke und Bubanza) sowie in den Kibira Nationalpark wird abgeraten.
Natur und Klima
Es herrscht ein äquatoriales Regenklima, in Höhenlagen gemäßigt.
Die Trockenzeiten gehen von Mitte Mai bis Anfang Oktober und Januar bis Februar.
Vor allem in den Regenzeiten von Mitte Oktober bis Dezember und Februar bis Mitte Mai führen starke Regenfälle häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen, in der Folge zu unpassierbaren Straßen und Brücken und damit erheblichen Verkehrsbehinderungen. Bis ca. April 2027 werden erhebliche, über das sonstige Maß hinausgehende Regenfälle vorhergesagt. Dies kann die Passierbarkeit von Straße und Brücken zusätzlich verschlechtern. Burundi liegt in einer seismisch aktiven Zone; es kann zu Erdbeben kommen.
- Verfolgen Sie in der Regenzeit regelmäßig Wetterberichte.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
Reiseinfos
Grenzschließung
Alle Grenzübergänge an der Landgrenze zwischen Burundi und Ruanda wurden im Januar 2024 bis auf Weiteres geschlossen. Am Grenzübergang Kobero zu Tansania (Ausweichroute nach Ruanda) ist mit langen Wartezeiten zu rechnen. Die Flugverbindungen zwischen beiden Ländern sind nicht betroffen.
Eine Schließung des Grenzübergangs zur DR Kongo bei Gatumba kann jederzeit und auch sehr kurzfristig erfolgen.
Infrastruktur/Verkehr
Siehe Aktuelles.
Der Zustand der Straßen ist im Land sehr unterschiedlich. Strecken sind häufiger ohne Markierung oder beschädigt, schlecht beleuchtet und haben keine Verkehrszeichen. Hinzu kommt ein oft unkalkulierbares und riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer.
Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Burundi. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen in der Dunkelheit kaum noch von regulären Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert.
Die Treibstoffversorgung im Land ist massiv eingeschränkt. Die Beschaffung auf dem Schwarzmarkt ist verboten und wird hart sanktioniert. In Bujumbura kann Treibstoff nur mit tagelangen Wartezeiten bezogen werden. Im Landesinneren sind Tankstellen selten und werden in den allermeisten Fällen nicht mehr beliefert.
- Unternehmen Sie Ausflüge und Überlandfahrten möglichst nur mit vertrauensvollen Kontaktpersonen.
- Vermeiden Sie Fahrten im Landesinneren nach Einbruch der Dunkelheit.
- Übernachten Sie möglichst nur in den Provinzhauptstädten.
- Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
Stellen Sie sich auf ein riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer ein.
- Fahren Sie stets mit genügend Treibstoffreserven und rechnen Sie mit Wartezeiten an Tankstellen.
- Bestellen Sie Taxis vorab, im besten Fall über Ihr Hotel oder örtliche Vertrauenspersonen.
Einreise und Zoll
Anmerkungen
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Reisende, deren Pässe Einreisestempel aus von M23 besetzten Gebieten in der DR Kongo aufweisen, wird die Einreise sowohl über die Landgrenze als auch am Flughafen Bujumbura verweigert.