Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 27.06.2006 - 27.03.2012

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 27.06.2006 - 27.03.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 27.06.2006 (Unverändert gültig seit: 27.06.2006)

In der Umgebung von Bujumbura ("Bujumbura Rural") kann es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Armee und Rebellen der FNL sowie zu Überfällen kommen. Auch in anderen Landesteilen besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle.

Gebiete in Grenznähe zur Demokratischen Republik Kongo und zu Ruanda können gewisse Sicherheitsrisiken bergen. Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

In Bujumbura gibt es keine deutsche Botschaft. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia. In dringenden Notfälle steht die belgische Botschaft in Bujumbura, Bvd. de la Liberté 9, Tel.+257 22 32 66, zur Verfügung.

Es wird zudem empfohlen, dass deutsche Reisende sich auch im deutschen Verbindungsbüro melden: Bureau de Liaison, 22 Rue de 18 Septembre, Bujumbura, Tel. +257 22 64 12.
Auswärtiges Amt
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Sicherheitshinweis Burundi 07.11.2006

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 07.11.2006 (Unverändert gültig seit: 07.11.2006)

In Bujumbura besteht besonders nachts die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs zu sein.

Gebiete in Grenznähe zur Demokratischen Republik Kongo und zu Ruanda können gewisse Sicherheitsrisiken bergen. Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Die deutsche Botschaft in Bujumbura ist seit September 2006 wieder geöffnet.

Deutsche Botschaft
z.Zt. Hotel Source de Nil Suite 301
Avenue du Stade
Bujumbura / Burundi
geöffnet Montag bis Freitag von 8.00 – 12.00
Tel. 00 257 22 10 62 /64
Bereitschaftstelefon für Notfälle außerhalb der Dienststunden:

00257 950706 und 00257 587942
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 20.08.2007

Beitrag von Alexander »

Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 20.08.2007 (Unverändert gültig seit: 20.08.2007)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
In Bujumbura besteht besonders nachts die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs zu sein.
Gebiete in Grenznähe zur Demokratischen Republik Kongo und zu Ruanda können gewisse Sicherheitsrisiken bergen. Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.
Die deutsche Botschaft in Bujumbura ist seit September 2006 wieder geöffnet.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für die Einreise nach Burundi wird ein Visum benötigt, das in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Das Visum wird nur dann an der Grenze ausgestellt, wenn der Reisende normalerweise in einem Land lebt, in dem es keine burundische Botschaft gibt.
Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein. Es besteht keine Registrierungspflicht nach Einreise.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist ausreichend. Es bestehen keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Medizinische Hinweise
In Burundi gibt es folgende Gesundheitsrisiken: Darminfektionen einschließlich Amöbiasis, Hepatitis A, Typhus, Bilharziose, Hepatitis B und C, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Tollwut, Schlafkrankheit, Malaria (s.unten)
Seltener sind Polio, Elefantitis, Flussblindheit, Gelbfieber, Fleckfieber.
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Weitere Pflichtimpfungen werden derzeit nicht verlangt.
Generell werden folgende Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A.
Bei längerfristigem Aufenthalt im Gastland sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen folgende Erkrankungen vorliegen: Gelbfieber, Hepatitis B, Typhus, Meningitis, evtl. Tollwut.
In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
Auswärtige Amt
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Reise/Sicherheitshinweis Burundi 18.04.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 18.04.2008 (Unverändert gültig seit: 18.04.2008)

Aktueller Hinweis
Am 17. April 2008 gab es in Bujumbura Gefechte zwischen Armee und Rebellen, die Entwicklung der Lage wird derzeit weiter beobachtet.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Im Schatten von Armut und zunehmend politisch motivierter gewaltsamer Übergriffe ist seit dem Jahreswechsel 2007/2008 auch eine Zunahme krimineller Gewalttaten zu verzeichnen. Besonders nachts besteht im ganzen Land die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit (zu Fuß) unterwegs zu sein.
Reisen über Land
Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Die deutsche Botschaft in Bujumbura ist seit September 2006 wieder geöffnet. Die Anschrift lautet:
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
22, avenue du 18 Septembre
B.P. 480 Bujumbura
Tel.: +257 – 22 25 77/78
Fax: +257 – 22 22 10 04
Mail: info@buju.auswaertiges-amt.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Für die Einreise nach Burundi wird ein Visum benötigt, das in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Das Visum wird nur dann an der Grenze ausgestellt, wenn der Reisende normalerweise in einem Land lebt, in dem es keine burundische Botschaft gibt.
Reisedokumente
Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist ausreichend. Es bestehen keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.
Es besteht keine Registrierungspflicht nach Einreise.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Medizinische Hinweise
In Burundi gibt es folgende Gesundheitsrisiken: Darminfektionen einschließlich Amöbiasis, Hepatitis A, Typhus, Bilharziose, Hepatitis B und C, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Tollwut, Schlafkrankheit, Malaria (s.unten)
Seltener sind Polio, Elefantitis, Flussblindheit, Gelbfieber, Fleckfieber.
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Weitere Pflichtimpfungen werden derzeit nicht verlangt.
Generell werden folgende Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A.
Bei längerfristigem Aufenthalt im Gastland sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen folgende Erkrankungen vorliegen: Gelbfieber, Hepatitis B, Typhus, Meningitis, evtl. Tollwut.
In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
Auswärtige Amt
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Reise/Sicherheitshinweis Burundi 22.04.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 22.04.2008 (Unverändert gültig seit: 22.04.2008)

Aktueller Hinweis
Seit dem 17. April 2008 gibt es in Bujumbura immer wieder aufflammende Gefechte zwischen Armee und Rebellen, zuletzt auch außerhalb der Stadt.
Bis auf weiteres wird von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Burundi abgeraten. Bei bereits angetretenen Reisen wird empfohlen, Kontakt zur Deutschen Botschaft zu halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Im Schatten von Armut und zunehmend politisch motivierter gewaltsamer Übergriffe ist seit dem Jahreswechsel 2007/2008 auch eine Zunahme krimineller Gewalttaten zu verzeichnen. Besonders nachts besteht im ganzen Land die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit (zu Fuß) unterwegs zu sein.
Reisen über Land
Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Die deutsche Botschaft in Bujumbura ist seit September 2006 wieder geöffnet. Die Anschrift lautet:
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
22, avenue du 18 Septembre
B.P. 480 Bujumbura
Tel.: +257 – 22 25 77/78
Fax: +257 – 22 22 10 04
Mail: info@buju.auswaertiges-amt.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Für die Einreise nach Burundi wird ein Visum benötigt, das in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Das Visum wird nur dann an der Grenze ausgestellt, wenn der Reisende normalerweise in einem Land lebt, in dem es keine burundische Botschaft gibt.
Reisedokumente
Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist ausreichend. Es bestehen keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.
Es besteht keine Registrierungspflicht nach Einreise.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Medizinische Hinweise
In Burundi gibt es folgende Gesundheitsrisiken: Darminfektionen einschließlich Amöbiasis, Hepatitis A, Typhus, Bilharziose, Hepatitis B und C, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Tollwut, Schlafkrankheit, Malaria (s.unten)
Seltener sind Polio, Elefantitis, Flussblindheit, Gelbfieber, Fleckfieber.
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Weitere Pflichtimpfungen werden derzeit nicht verlangt.
Generell werden folgende Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A.
Bei längerfristigem Aufenthalt im Gastland sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen folgende Erkrankungen vorliegen: Gelbfieber, Hepatitis B, Typhus, Meningitis, evtl. Tollwut.
In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 18.08.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:

Stand 18.08.2008 (Unverändert gültig seit: 18.08.2008)
Aktueller Hinweis
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Burundi wird abgeraten.

Nach der Beschießung Bujumburas im April 2008 durch die Rebellenbewegung FNL haben die Regierung und die FNL im Mai 2008 ein erneutes Friedens- und Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Die darin vorgesehene Entwaffnung der Kombattanten hat bisher nicht stattgefunden. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können auch angesichts der hohen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei unabweisbaren Reisen wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Kriminalität und damit einhergehende gewaltsame Übergriffe sind im ganzen Land sehr hoch. Diese Indikatoren werden durch einen schwachen Polizeiapparat und endemische Straflosigkeit verstärkt. Besonders nachts besteht im ganzen Land und auch in Bujumbura die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit (zu Fuß) unterwegs zu sein.
Reisen über Land
Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber und unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
Die deutsche Botschaft in Bujumbura kann wie folgt erreicht werden:
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
22, avenue du 18 Septembre
B.P. 480 Bujumbura
Tel.: 00257 – 22 25 77 77
Fax: 00257 – 22 22 10 04
Mail: zreg@buju.diplo.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Für die Einreise nach Burundi wird ein Visum benötigt, das in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Das Visum wird nur dann an der Grenze ausgestellt, wenn der Reisende normalerweise in einem Land lebt, in dem es keine burundische Botschaft gibt.
Reisedokumente
Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist ausreichend. Es bestehen keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.
Es besteht keine Registrierungspflicht nach Einreise.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Medizinische Hinweise
In Burundi gibt es folgende Gesundheitsrisiken: Darminfektionen einschließlich Amöbiasis, Hepatitis A, Typhus, Bilharziose, Hepatitis B und C, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Tollwut, Schlafkrankheit, Malaria (s.unten)
Seltener sind Polio, Elefantitis, Flussblindheit, Gelbfieber, Fleckfieber.
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Weitere Pflichtimpfungen werden derzeit nicht verlangt.
Generell werden folgende Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A.
Bei längerfristigem Aufenthalt im Gastland sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen folgende Erkrankungen vorliegen: Gelbfieber, Hepatitis B, Typhus, Meningitis, evtl. Tollwut.
In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 03.11.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 03.11.2008 (Unverändert gültig seit: 03.11.2008)

Aktueller Hinweis
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Burundi wird abgeraten.

Nach der Beschießung Bujumburas im April 2008 durch die Rebellenbewegung FNL haben die Regierung und die FNL im Mai 2008 ein erneutes Friedens- und Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Der Versöhnungsprozess kommt aber kaum voran, die Entwaffnung der Kombattanten und ihre Integration in die burundischen Institutionen hat bisher nicht stattgefunden. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können auch angesichts der hohen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei unabweisbaren Reisen wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Kriminalität und damit einhergehende gewaltsame Übergriffe sind im ganzen Land sehr hoch. Diese Indikatoren werden durch einen schwachen Polizeiapparat und endemische Straflosigkeit verstärkt. Besonders nachts besteht im ganzen Land und auch in Bujumbura die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Dunkelheit (zu Fuß) unterwegs zu sein.
Reisen über Land
Fahrten außerhalb Bujumburas sollten nur tagsüber und unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Für die Einreise nach Burundi wird ein Visum benötigt, das in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin beantragt werden kann. Das Visum wird nur dann an der Grenze ausgestellt, wenn der Reisende normalerweise in einem Land lebt, in dem es keine burundische Botschaft gibt.
Reisedokumente
Das Einreisedokument muss mindestens 6 Monate gültig sein.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist ausreichend. Es bestehen keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder bei Reise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.
Es besteht keine Registrierungspflicht nach Einreise.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Medizinische Hinweise
In Burundi gibt es insbesondere folgende Gesundheitsrisiken: Darminfektionen einschließlich Amöbiasis, Hepatitis A, Typhus, Bilharziose, Hepatitis B und C, Geschlechtskrankheiten, HIV/AIDS, Tollwut, Schlafkrankheit, Malaria (s.unten)
Seltener sind Polio, Elefantitis, Flussblindheit, Gelbfieber, Fleckfieber.
Impfschutz
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen. Weitere Pflichtimpfungen werden derzeit nicht verlangt.
Generell werden folgende Standardimpfungen empfohlen: Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A.
Bei längerfristigem Aufenthalt im Gastland sollte zusätzlich ein Impfschutz gegen folgende Erkrankungen vorliegen: Gelbfieber, Hepatitis B, Typhus, Meningitis, evtl. Tollwut.
Malaria
In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
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Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 19.12.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 19.12.2008 (Unverändert gültig seit: 19.12.2008)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Nach der Beschießung Bujumburas im April 2008 durch die Rebellenbewegung FNL haben die Regierung und die FNL im Mai 2008 ein erneutes Friedens- und Waffenstillstands-abkommen geschlossen. Der Versöhnungsprozess kommt kaum voran, die Entwaffnung der Kombattanten und ihre Integration in die burundischen Institutionen hat bisher nicht stattgefunden. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der hohen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der ethno-sozialen Auseinandersetzungen 1993 ist das Vorhandensein von Waffen im ganzen Land massiv. Bewaffnete Überfälle sind die Folge. Grundsätzlich gibt es keine Feindseligkeit gegenüber Ausländern, doch werden im Hinblick auf die große Armut der Bevölkerung auch Ausländer überfallen. Jede Reise ins Landesinnere birgt daher eine Gefahr. Von touristischen Ausflügen ist abzuraten. Polizei und Justiz sind nicht auf europäischem Standard bezüglich Disziplin, Ausstattung und der Wirksamkeit.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es einmal (in Kürze zweimal) wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Inneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität dringend vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Ebenfalls wird auf das riskante Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer hingewiesen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge auf keinen Fall vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, jedoch im Hinblick auf die Gefahren nicht ohne Risiko. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise nach Burundi ist nur mit einem Reisepass möglich. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines miteinreisenden Elternteils wird anerkannt. Der deutsche Kinderpass wird uneingeschränkt anerkannt. Alle Einreise-dokumente müssen bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotographiert werden dürfen. Ansonsten existieren keine von europoäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei Einreise ist grundsätzlich eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen (außer Kinder unter 1 Jahr). Das Auswärtige Amt empfiehlt ausserdem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen auch gegen Hepatitis B und Meningitis. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Safari u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
Malaria
Ganzjährig, verstärkt von September – Dezember und März - Mai (Regenzeiten) hohes Risiko landesweit. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica (mehr als 85% der Fälle), bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Eine Malariaprophylaxe wird für den Aufenthalt dringend empfohlen. Dazu sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
Weitere nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen kommen vor.
HIV/AIDS
HIV/Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Besonders nach starken Regenfällen können auch Cholera-Fälle auftreten, meist als fokale Ausbrüche in bestimmten urbanen oder ländlichen Gebieten. Nähere bzw. aktuelle Informationen diesbezüglich erhalten sie in der Regel vor Ort. Generell lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene die meisten Durchfallerkrankungen, auch Cholera, vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Bilharziose (Schistosomiasis)
Die Gefahr der Übertragung der Bilharziose ist beim Baden in stehenden Gewässern (auch ufernah im Tanganika-See) gegeben. Der Eintritt der Bilharziose-Larven erfolgt über die intakte Haut. Das Baden sollte deshalb in solchen Gewässern generell vermieden werden.
Weitere aber seltenere Gesundheitsrisiken die in Burundi auftreten können sind:
Amöbiasis, Polio, Schlafkrankheit, Elefantiasis, Flussblindheit u. Fleckfieber.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Bei lebensbedrohlichen Krankheiten oder Unfällen müssen die Patienten nach Johannesburg oder Nairobi ausgeflogen werden. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Burundi durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
Auswärtige Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 24.04.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 24.04.2009 (Unverändert gültig seit: 24.04.2009)

Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft langsam an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der ethno-sozialen Auseinandersetzungen 1993 ist das Vorhandensein von Waffen im ganzen Land massiv. Bewaffnete Überfälle sind die Folge. Grundsätzlich gibt es keine Feindseligkeit gegenüber Ausländern, doch werden im Hinblick auf die große Armut der Bevölkerung auch Ausländer überfallen. Jede Reise ins Landesinnere birgt daher eine Gefahr. Von touristischen Ausflügen ist abzuraten. Polizei und Justiz sind nicht auf europäischem Standard bezüglich Disziplin, Ausstattung und der Wirksamkeit.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Inneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität dringend vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Ebenfalls wird auf das riskante Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer hingewiesen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, jedoch im Hinblick auf die Gefahren nicht ohne Risiko. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise nach Burundi ist nur mit einem Reisepass möglich. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines mit einreisenden Elternteils wird anerkannt. Der deutsche Kinderpass wird uneingeschränkt anerkannt. Alle Einreise-dokumente müssen bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert .
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4fach-Impfstoff). Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen,
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden) und in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen sowie ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Dengue
Dengue, eine von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung, existiert landesweit in auch von der Malaria (von der es sich klinisch nicht immer eindeutig differenzieren lässt) heimgesuchten Landesteilen. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in den trockenen Monaten Mai bis August und Januar bis März übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung (bitte beachten: Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY!) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 05.05.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 05.05.2009 (Unverändert gültig seit: 05.05.2009)

Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise nach Burundi ist nur mit einem Reisepass möglich. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines mit einreisenden Elternteils wird anerkannt. Der deutsche Kinderpass wird uneingeschränkt anerkannt. Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert .
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (4-fach-Impfstoff). Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen,
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden) und in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen sowie ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Dengue
Dengue, eine von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung, existiert landesweit in auch von der Malaria (von der es sich klinisch nicht immer eindeutig differenzieren lässt) heimgesuchten Landesteilen. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in den trockenen Monaten Mai bis August und Januar bis März übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung (bitte beachten: Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY!) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Für weitere Informationen steht der Regionalarzt der Botschaft Nairobi/Kenia zur Verfügung.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 06.08.2009

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Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 06.08.2009 (Unverändert gültig seit: 06.08.2009)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise nach Burundi ist nur mit einem Reisepass möglich. Der Personalausweis wird nicht akzeptiert. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines mit einreisenden Elternteils wird anerkannt. Der deutsche Kinderpass wird uneingeschränkt anerkannt. Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, siehe www.who.int/csr/ith/ gefordert.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie zuletzt in Bujumbura auf. Für Risikoreisenden könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zur Zeit sinnvoll sein.
Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
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Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 29.09.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 29.09.2009 (Unverändert gültig seit: 29.09.2009)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:


[table color=#EFD495]
[col]Reisedokumente[col]Einreise möglich / Bedingungen
[row]Erwachsene[col]
[row]Reisepass[col]ja
[row]vorläufiger Reisepass[col]nein
[row]Personalausweis[col]nein
[row]vorläufiger Personalausweis[col]nein
[row]weitere Anmerkungen[col]Impfpass sollte mitgeführt werden
[row]Reisedokumente[col]
[row]Kinder/Jugendliche[col]
[row]Kinderreisepass[col]nein
[row]Reisepass[col]ja
[row]Personalausweis[col]nein
[row]vorläufiger Personalausweis[col]nein
[row]bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich)[col]nein
[row]noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)[col]nein
[/table]

Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, siehe www.who.int/csr/ith/ gefordert.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie gegenwärtig in Bujumbura sowie in den Provinzen Rumonge und Cibitoke auf. Für Risikoreisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein.
Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 30.10.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 30.10.2009 (Unverändert gültig seit: 30.10.2009)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente
Erwachsene
Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Nein
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Impfpass sollte mitgeführt werden
Reisedokumente
Kinder/Jugendliche

Kinderreisepass nein
Reisepass Ja
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein

Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Kommen die Einreisenden aus einem Land, indem keine burundische Botschaft vorhanden ist, können an den Grenzen Visa für drei Tage ausgestellt werden. Bei längerem Aufenthalt in Burundi muss innerhalb der drei Tage vor Ort ein langfristiges Visa beantragt werden. Bei Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, siehe www.who.int/csr/ith/ gefordert.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie gegenwärtig in Bujumbura sowie in den Provinzen Rumonge und Cibitoke auf. Für Risikoreisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein.
Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 27.01.2010

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 27.01.2010
(Unverändert gültig seit: 27.01.2010)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.
Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL hat deutliche Fortschritte gemacht. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern läuft an. Burundi befindet sich aber weiterhin in einer Post-Konflikt-Lage. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Bei Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene
Reisepass: ja
vorläufiger Reisepass: nein
weitere Anmerkungen: Impfpass sollte mitgeführt werden
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass: nein
Reisepass: ja
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht möglich.
Die Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, siehe www.who.int/csr/ith/ gefordert.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie gegenwärtig in Bujumbura sowie in den Provinzen Rumonge und Cibitoke auf. Für Risikoreisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein.
Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Quelle: Auswärtiges Amt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 06.04.2010

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 06.04.2010 (Unverändert gültig seit: 06.04.2010)

Aktueller Hinweis
Von Mai bis September 2010 finden mehrere Wahlen statt, anlässlich derer es zu politischer Instabilität und erhöhten Sicherheitsrisiken kommen kann.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.

Der Friedens- und Versöhnungsprozess zwischen der Regierung und der letzten Rebellenbewegung FNL ist erfolgreich abgeschlossen worden. Die FNL wurde als politische Partei zugelassen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Integration von FNL-Anhängern hat deutliche Fortschritte gemacht. Burundi bleibt jedoch ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 finden Richtungswahlen statt, die beträchtliche politische Risiken bergen. Erneute bewaffnete Auseinandersetzungen können angesichts der großen Zahl von Waffen im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Vor beabsichtigten Reisen nach Burundi wird der Kontakt zur Botschaft dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnungen für die „Demokratische Republik Kongo“. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz erheblicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten; sie sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.

Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es zweimal wöchentlich, ansonsten Umsteigeverbindungen über Nairobi und (über Kigali/Ruanda nach) Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
Touristische Reisen sind grundsätzlich möglich, aber nicht ohne Risiko und sollten jedoch aufgrund der Kriminalität nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros eingetauscht werden. Mit Kreditkarten Visa und MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden. Euroschecks werden nicht akzeptiert, Zahlungen mit Kreditkarten können nicht getätigt werden. Das Eintauschen von Travellerchecks in lokale Währungen ist möglich, jedoch muss eine Wartezeit von mindestens 3 Wochen berücksichtigt werden.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente
Erwachsene
Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja
vorläufiger Reisepass Nein
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen Impfpass sollte mitgeführt werden
Reisedokumente
Kinder/Jugendliche

Kinderreisepass Nein
Reisepass ja
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein

Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin erforderlich. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht möglich.
Die Überschreitungen der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Weitere offizielle Einreisebestimmungen der Republik Burundi sind nicht vorhanden. Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten (u.a. keine Einfuhr von Waffen, Drogen usw.).

Besondere Zollvorschriften
Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornographischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops u.ä.) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Aufgrund des neuen Strafgesetzes wird Homosexualität mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe zwischen 50.000 – 100.000 BIF (entspricht ca. 30 – 60 Euro) geahndet.
Es ist zu beachten, dass der Flughafen sowie militärische Einrichtungen nicht fotografiert werden dürfen.
Ansonsten existieren keine von europäischen Regelungen abweichenden strafrechtlichen Bestimmungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, siehe www.who.int/csr/ith/ gefordert.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut ggf. auch Cholera (s.u.) empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig und landesweit.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin®, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Die HIV-Prävalenz liegt derzeit bei 6%. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - u.a. treten auch sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien wie gegenwärtig in Bujumbura sowie in den Provinzen Rumonge und Cibitoke auf. Für Risikoreisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein.
Meist lassen sich durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene Durchfallerkrankungen aber vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis August und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) auch bei einer Aufenthaltsdauer von unter 4 Wochen indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
Die Gefahr einer Infektion mit der Schistosomiasis (Bilharziose) – einer durch Schnecken als Zwischenwirt übertragenen Wurmerkrankung – besteht landesweit in allen Süßwassergewässern. Baden in diesen Gewässern sollte deshalb grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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