Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea
Stand 05.02.2026
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage ist weiterhin angespannt. An strategischen Punkten in der Hauptstadt Conakry, vor allem rund um den Stadtteil Kaloum, sind feste Kontrollposten eingerichtet. An diesen werden ab 20 Uhr systematische Fahrzeug- und Personenkontrollen durchgeführt. Darüber hinaus kann es auch tagsüber im gesamten Stadtgebiet zu spontanen Kontrollen kommen.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste bzw. halten Sie Ihre Daten aktuell.
- Informieren Sie sich ggf. vor Ort bei der Deutschen Botschaft Conakry.
- Befolgen Sie die Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.
- Vermeiden Sie, wenn möglich, Fahrten auf Überlandstraßen, besonders in der Dämmerung.
Im Jahresverlauf 2026 finden voraussichtlich Parlaments- und Lokalwahlen statt; es wurden noch keine konkreten Wahltermine verkündet. Im zeitlichen Umfeld der Wahlgänge kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu spontanen Versammlungen, Verkehrsstörungen oder sonstigen Einschränkungen kommt.
Erfahrungen der letzten politischen Großereignisse zeigen, dass es am Wahltag kurzfristig und insbesondere während der Öffnungszeiten der Wahllokale zu Schließungen der Landesgrenzen und des internationalen Flughafens Sékou Touré in Conakry sowie der Verhängung von Fahrverboten kommen kann.
Die wirtschaftliche Lage ist für den Großteil der Bevölkerung nach wie vor sehr schwierig. In Conakry, aber auch im Landesinneren, kann es daher immer wieder zu spontanen Demonstrationen, Vandalismus oder Straßenblockaden kommen, die von den Sicherheitskräften gewaltsam beendet werden. Proteste führten in der Vergangenheit zu Todesopfern und Verletzten.
Auch gewaltsame Konflikte zwischen sozialen oder politischen Gruppen können auftreten.
Streiks und politische Konflikte können zu Protestaktionen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen, vereinzelt auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.
Besonders betroffen sind die Hauptstadt Conakry, dort insbesondere staatliche Einrichtungen und größere Städte im Landesinnern sowie die Regionen Waldguinea (Guinée forestière), Boké und im Fouta Djallon. Aktionen richten sich nicht gezielt gegen Ausländer. Dennoch besteht die Gefahr, von solchen Ausschreitungen sowie von Gegenmaßnahmen der Sicherheitskräfte beeinträchtigt zu werden.
In Waldguinea und den südlichen Grenzgebieten zu Liberia, Sierra Leone und Côte d‘Ivoire kann es jederzeit zu ethnischen Spannungen mit gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen.
- Seien Sie bei Aufenthalten in den Grenzgebieten und in Waldguinea besonders vorsichtig.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Eine touristische Infrastruktur existiert nur in Ansätzen. Ein öffentliches Verkehrsmittelnetz gibt es nicht.
Das guineische Straßennetz ist in marodem Zustand; überall muss mit erheblichen Straßenschäden gerechnet werden. Bei starken Regenfällen und vor allem in der Regenzeit können eingeschränkte Sicht und überschwemmte Straßen zu Verkehrsbehinderungen führen; es wird zu besonderer Vorsicht geraten (siehe Natur und Klima). Im Landesinneren wechseln sich befestigte mit unbefestigten Streckenabschnitten ab. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel (Taxis, Busse) ist wegen des technischen Zustands der Fahrzeuge nicht ohne Risiken. Schwere Unfälle sind häufig.
Schwierige Straßen- und Verkehrsverhältnisse führen vor allem in den Außenbezirken Conakrys teilweise zu ausgedehnten Staus mit mehrstündigen Wartezeiten.
Auf den Überlandstraßen und in Städten muss mit Kontrollen bewaffneter Sicherheitskräfte an festen oder zeitweilig eingerichteten Kontrollposten gerechnet werden. Dies gilt auch für den Innenstadtbereich von Conakry.
- Verzichten Sie auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.