Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 08.11.2005 Unverändert gültig seit: 08.11.2005 Die politische Situation in Guinea-Bissau bleibt fragil. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt, was zusätzlich zur besonders gründlichen Einhaltung der für diese Länder angemessenen Vorsichtsmaßnahmen aufruft. So sollten nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände am Körper mitgeführt und menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit gemieden werden.
In Guinea-Bissau gibt es keine deutsche Auslandsvertretung. Zuständig ist die Deutsche Botschaft in Dakar im benachbarten Senegal.
Für Notfälle unterhält die Botschaft Dakar ein Verbindungsbüro in Bissau (Edificio SITEC, Bairro de Ajuda/2a fase rua José Carlos Schwartz, Tel: (00245) –25 50 20, Fax: -25 50 21).
Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 08.11.2005 - 06.06.2012
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 08.11.2005 - 06.06.2012
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Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 23.03.2006
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 23.03.2006 Unverändert gültig seit: 23.03.2006
Wegen einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der Armee Guinea-Bissaus und Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance wird derzeit von Reisen in die Region von Sao Domingos im Grenzgebiet zum Senegal abgeraten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 29.10.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 29.10.2008 (Unverändert gültig seit: 29.10.2008)
Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Die politische Lage in Guinea-Bissau ist derzeit instabil. Am 16. November 2008 sollen Parlamentswahlen stattfinden. Im Zuge der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Wahlen könnte es im Land zu Unruhen kommen. Von Reisen nach Guinea-Bissau im Umfeld der Wahlen wird daher abgeraten.
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur
Die politische Situation in Guinea-Bissau bleibt fragil. Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe
http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 24.11.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 24.11.2008 (Unverändert gültig seit: 24.11.2008)
Aktueller Hinweis
Die politische Lage in Guinea-Bissau ist derzeit instabil. Ein Putschversuch am 23.11.2008 hat die Lage weiter verschärft. Von Reisen nach Guinea-Bissau wird daher zurzeit dringend abgeraten.
Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur
Die politische Situation in Guinea-Bissau bleibt fragil. Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe
http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 22.12.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 22.12.2008 (Unverändert gültig seit: 22.12.2008)
Aktueller Hinweis
Die politische Lage in Guinea-Bissau ist derzeit instabil. Ein bewaffneter Angriff auf die Residenz von Präsident Vieira am 23. November 2008 hat die Lage weiter verschärft. Von Reisen nach Guinea-Bissau wird daher zurzeit abgeraten.
Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur
Die politische Situation in Guinea-Bissau bleibt fragil. Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, ein Lichtbild ist unabhängig vom Alter des Kindes erforderlich. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe
http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 10.03.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 10.03.2009 (Unverändert gültig seit: 10.03.2009)
Aktueller Hinweis
Am Abend des 1. März 2009 ist der Generalstabschef bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Armee ums Leben gekommen. In den frühen Morgenstunden des 2. März 2009 wurde der Staatspräsident getötet. Die weitere Entwicklung der politischen Situation bleibt abzuwarten. Aufgrund der zurzeit herrschenden instabilen innenpolitischen Lage in wird derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach und innerhalb von Guinea-Bissau abgeraten.
Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau war bereits in den letzten Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderreisepass wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein ( siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 09.04.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 09.04.2009 (Unverändert gültig seit: 09.04.2009)
Aktueller Hinweis
Anfang März 2009 wurden der Generalstabschef sowie des Staatspräsident Guinea-Bissaus ermordet. Vereinzelte staatliche Übergriffe auf Oppositionelle sowie Menschenrechtsvertreter werden derzeit gemeldet. Für den 28. Juni 2009 sind zudem Präsidentschaftswahlen angekündigt. Es ist zu erwarten, dass die innenpolitische Lage in den kommenden Wochen angespannt bleibt. Das Auswärtiges Amt rät daher derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach und innerhalb Guinea-Bissaus ab.
Sicherheitshinweis
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau war bereits in den letzten Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde zunächst der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer eines Attentats. Für den 28.06. 2009 sind jetzt Präsidentschaftswahlen vorgesehen.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderreisepass wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein ( siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 05.06.2009 (Unverändert gültig seit: 05.06.2009)
Aktueller Hinweis
Anfang März 2009 wurden der Generalstabschef sowie der Staatspräsident Guinea-Bissaus ermordet. Vereinzelte staatliche Übergriffe auf Oppositionelle sowie Menschenrechtsvertreter werden seitdem gemeldet. Am 5. Juni wurde zudem ein ehemaliger Innenminister und Kandidat für die Präsidentschaftswahlen am 28. Juni erschossen. Es ist zu erwarten, dass die innenpolitische Lage in den kommenden Wochen weiterhin äußerst angespannt bleibt. Das Auswärtiges Amt rät daher derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach und innerhalb Guinea-Bissaus ab.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau war bereits in den letzten Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde zunächst der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Für den 28.06. 2009 sind Präsidentschaftswahlen vorgesehen. Diese werden aktuell durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.09 überschattet. Ob das jüngste Attenat Auswirkungen auf den Wahlgang haben wird, ist noch unklar. In jedem Fall bleibt die innenpolitische Lage brüchig.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderreisepass wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein ( siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind.
Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Stand 01.08.2009 (Unverändert gültig seit: 01.08.2009)
Aktueller Hinweis
Anfang März 2009 wurden der Generalstabschef sowie der Staatspräsident Guinea-Bissaus ermordet. Vereinzelte staatliche Übergriffe auf Oppositionelle sowie Menschenrechtsvertreter werden seitdem gemeldet. Am 5. Juni wurde zudem ein ehemaliger Innenminister und Kandidat für die Präsidentschaftswahlen am 28. Juni erschossen. Auch nach dem 2. Wahlgang zu den Präsidentschaftswahlen am 26.07.2009 und nach Verkündung der Wahlergebnisse ist die innenpolitische Lage gespannt. Vor Antritt einer Reise sollte man sich stets über aktuelle Entwicklungen vor Ort informiert halten.
Das Auswärtiges Amt rät daher derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach und innerhalb Guinea-Bissaus ab.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen am 29.07.2009 ist es zwar zu keinen Unruhen gekommen, es wäre aber verfrüht, schon jetzt von einer Entspannung der Lage zu sprechen.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Für die Einreise wird ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Der deutsche Kinderreisepass wird anerkannt. Der Eintrag eines Kindes im Reisepass eines Elternteils wird akzeptiert.
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 13.11.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 13.11.2009 (Unverändert gültig seit: 13.11.2009)
Aktueller Hinweis
Anfang März 2009 wurden der Generalstabschef sowie der Staatspräsident Guinea-Bissaus ermordet. Vereinzelte staatliche Übergriffe auf Oppositionelle sowie Menschenrechtsvertreter werden seitdem gemeldet. Am 5. Juni wurde zudem ein ehemaliger Innenminister und Kandidat für die Präsidentschaftswahlen am 28. Juni erschossen. Auch nach dem 2. Wahlgang zu den Präsidentschaftswahlen am 26.07.2009 und nach Verkündung der Wahlergebnisse ist die innenpolitische Lage gespannt. Vor Antritt einer Reise sollte man sich stets über aktuelle Entwicklungen vor Ort informiert halten.
Das Auswärtiges Amt rät daher derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach und innerhalb Guinea-Bissaus ab.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen am 29.07.2009 ist es zwar zu keinen Unruhen gekommen, es wäre aber verfrüht, schon jetzt von einer Entspannung der Lage zu sprechen.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen:
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass ja
Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein
Weitere Anmerkungen:
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 01.04.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 01.04.2010 (Unverändert gültig seit: 01.04.2010)
Aktueller Hinweis
Am Morgen des 01.04.2010 gab es in Guinea-Bissau einen Putschversuch. Die Lage bleibt weiterhin unübersichtlich. Gefährdungen für ausländische Staatsangehörige können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen nach Guinea-Bissau sollte daher bis auf weiteres abgesehen werden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen am 29.07.2009 ist es zwar zu keinen Unruhen gekommen, es wäre aber verfrüht, schon jetzt von einer Entspannung der Lage zu sprechen.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen:
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass ja
Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein
Weitere Anmerkungen:
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, (www.who.int/ith/countries/en/index.html), die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten auf aktuellem Stand sein, siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_195844/DE/ ... /30_08.pdf
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
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• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
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HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 12.11.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Guinea-Bissau:
Stand 12.11.2010 (Unverändert gültig seit: 12.11.2010)
Aktueller Hinweis
Am 1. April 2010 gab es in Guinea Bissau einen Putschversuch. Die Lage bleibt weiterhin unübersichtlich. Gefährdungen für ausländische Staatsangehörige können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen nach Guinea-Bissau wird bis auf Weiteres abgeraten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit vielen Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet, die Wahlen selbst verliefen problemlos. Am 01.04.2010 wurden der Generalstabschef, Admiral Zamora Induta, und Ministerpräsident Carlos Gomez Junior von einer Gruppe Militärs unter der Führung des Vize-Generalstabschefs, General Antonio Indjai, illegal festgenommen. General Indjai wurde zwischenzeitlich in seinem Amt als Generalstabschef bestätigt. Auch der ehemalige Marinegeneral Bubo Na Tchuto ist erneut eingesetzt worden, obwohl er im August 2008 am Regierungsumsturz beteiligt war und nach Gambia fliehen musste. Die politische Instabilität hält nach wie vor an, so dass von einer Entspannung der Lage nicht gesprochen werden kann.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
Drogen
Guinea-Bissau hat sich in jüngster Zeit zu einem zentralen Drogenumschlagplatz an der Westküste Afrikas entwickelt. Die Organisierte Kriminalität, zum Teil aus Lateinamerika, hat Fuß im Land gefasst. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass Ja
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass ja
Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein
Weitere Anmerkungen -
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr. Siehe auch www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, Beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 25.11.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea-Bissau:
Stand 25.11.2010
(Unverändert gültig seit: 25.11.2010)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Am 1. April 2010 gab es in Guinea Bissau einen Putschversuch. Die Lage bleibt weiterhin unübersichtlich. Gefährdungen für ausländische Staatsangehörige können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen nach Guinea-Bissau wird bis auf Weiteres abgeraten.
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit vielen Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet, die Wahlen selbst verliefen problemlos. Am 01.04.2010 wurden der Generalstabschef, Admiral Zamora Induta, und Ministerpräsident Carlos Gomez Junior von einer Gruppe Militärs unter der Führung des Vize-Generalstabschefs, General Antonio Indjai, illegal festgenommen. General Indjai wurde zwischenzeitlich in seinem Amt als Generalstabschef bestätigt. Auch der ehemalige Marinegeneral Bubo Na Tchuto ist erneut eingesetzt worden, obwohl er im August 2008 am Regierungsumsturz beteiligt war und nach Gambia fliehen musste. Die politische Instabilität hält nach wie vor an, so dass von einer Entspannung der Lage nicht gesprochen werden kann.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
In Guinea-Bissau sind in jüngster Zeit auch Aktivitäten von organisierter Kriminalität erkennbar. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass ja
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass ja
Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein
Weitere Anmerkungen -
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr. Siehe auch www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV / AIDS
- Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, Beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 09.05.2011
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea Bissau:
Stand 09.05.2011
(Unverändert gültig seit: 09.05.2011)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Am 1. April 2010 gab es in Guinea Bissau einen Putschversuch. Die Sicherheitslage hat sich seitdem stabilisiert, bleibt jedoch wegen des starken und unbeständigen Einflusses des Militärs fragil.
Bei Reisen nach Guinea-Bissau wird daher zu besonderer Vorsicht geraten. Reisende sollten sich vor jeder Reise nach Guinea-Bissau über die aktuelle Lage vor Ort informieren.
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich zudem Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Die politische Situation in Guinea-Bissau ist seit vielen Monaten fragil. Nach den Parlamentswahlen am 16.11.2008 gab es mehrere gewalttätige Angriffsversuche auf Mitglieder der Regierung und des Militärs. Am 01.03.2009 wurde der Chef des Generalstabes, einen Tag später auch der Staatspräsident Opfer von Attentaten. Die am 28.06.2009 und am 26.07.2009 durchgeführten Präsidentschaftswahlen wurden durch die Ermordung eines Kandidaten am 05.06.2009 überschattet, die Wahlen selbst verliefen problemlos. Am 01.04.2010 wurden der Generalstabschef, Admiral Zamora Induta, und Ministerpräsident Carlos Gomez Junior von einer Gruppe Militärs unter der Führung des Vize-Generalstabschefs, General Antonio Indjai, illegal festgenommen. General Indjai wurde zwischenzeitlich in seinem Amt als Generalstabschef bestätigt. Auch der ehemalige Marinegeneral Bubo Na Tchuto ist erneut eingesetzt worden, obwohl er im August 2008 am Regierungsumsturz beteiligt war und nach Gambia fliehen musste.
Infrastruktur
Auch Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau in einer schwierigen Übergangsphase. Zudem zählt Guinea-Bissau zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards zum Beispiel erfordern daher weitere angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, auch in der Hauptstadt, ist mangelhaft. Geteerte Straßen sind, soweit vorhanden, in einem schlechten Zustand. Die zahlreichen Pisten sind vor allem in der Regenzeit - wenn überhaupt - nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert.
Minengefahr
Große Mengen an schlecht oder gar nicht kartographierten Minen erschweren zudem die Bewegungsfreiheit. Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Seit etwa zwei Jahren ist es gängige Praxis in Guinea-Bissau, ausländischen Autofahrern hohe Bußgelder für kleinere Vergehen (kein Feuerlöscher im Auto, Anordnung zum Halten nicht rechtzeitig befolgt, usw.) zu erteilen. Das Auswärtige Amt rät daher davon ab, im eigenen Fahrzeug nach Guinea-Bissau zu fahren.
Die weit verbreitete Armut führt zu wachsender Kleinkriminalität. Zur eigenen Sicherheit sollten daher nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
In Guinea-Bissau sind in jüngster Zeit auch Aktivitäten von organisierter Kriminalität erkennbar. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Guinea-Bissau. Dieses Visum ist bei der guinea-bissauischen Botschaft in Brüssel zu beantragen. Nur in Ausnahmefällen ist ein entsprechendes Visum an der Grenze erhältlich. Visa für touristische Zwecke sollten grundsätzlich vorab bei der guinea-bissauischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung eines 360-Tage-Visums bei Botschaft von Guinea-Bissau in Brüssel ist möglich.
Reisedokumente
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass ja
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Weitere Anmerkungen -
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass ja
Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
Vorläufiger Personalausweis nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) ja, Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) nein
Weitere Anmerkungen -
Medizinische Hinweise
Aktuell wird Guinea-Bissau erneut von einer Choleraepidemie heimgesucht; vorrangig betroffen ist die Hauptstadt Bissau. Die Vorbeugemaßnahmen gegen Cholera sind die gleichen wie gegen jede andere Durchfallerkrankung, d.h. konsequente Hände- und Lebensmittel/Getränke-Hygiene.
Impfschutz
Guinea-Bissau ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung verlangt wird. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, die aus einem Gelbfiebergebiet sowie aus Djibouti, Madagaskar, Mosambik, Sambia und von den Kapverdischen Inseln einreisen, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr. Siehe auch http://www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (tetravalenter Impfstoff ACWY).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea-Bissau. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (ca. 85 % der Fälle in Guinea-Bissau!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV / AIDS
- Körperbedeckende eher helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- ganztägig (Dengue-Fieber kann auch vorkommen) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS stellt auch in Guinea-Bissau ein großes Problem dar, nach Daten von UNAIDS sind schätzungsweise 2% der erwachsenen Bevölkerung (Alter 15-49 Jahre) infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien (derzeit bis Anfang Oktober 2008 über 10 000 Fälle) auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Meningokokken-Krankheit
Die Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) tritt vorrangig in der trockenen Zeit von Dezember bis Mai (April) auf. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist beschränkt und in der Hauptstadt konzentriert. Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Touristen, die nach Guinea-Bissau kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig in Guinea-Bissau aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten vor Ort, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung (Rückholung) bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea-Bissau durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea-Bissau 29.12.2011
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Guinea Bissau:
Stand 29.12.2011 (Unverändert gültig seit: 29.12.2011)
Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitsinformationen
- Allgemeine Reiseinformationen
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Bei Reisen nach Guinea-Bissau wird zu besonderer Vorsicht geraten. Reisende sollten sich vor jeder Reise nach Guinea-Bissau umfassend über die aktuelle Lage vor Ort informieren und auch vor Ort auf eine Krisensituation vorbereitet sein.
Am 26. Dezember gab es in Bissau einen gescheiterten Putschversuch von Teilen des Militärs mit mindestens zwei Toten und mehreren Verletzten. Die Sicherheitslage hat sich danach wieder beruhigt, bleibt jedoch insgesamt instabil.
Im nördlichen Grenzgebiet zu Senegal halten sich Rebellengruppen aus der südsenegalesischen Region Casamance auf. Mit Minengefahr und Überfällen ist hier zu rechnen.
Allgemeine Reiseinformationen
Politische Situation
Der Putschversuch am 26. Dezember 2012 droht die stabilisierende Entwicklung der vergangenen zwei Jahre zu gefährden. Zwischen März 2009 und April 2010 hatten Morde an und illegale Festnahmen von hohen politischen und militärischen Amtsträgern mehrmals vorübergehend für Unruhe in Guinea-Bissau gesorgt, danach konnte das Land bis zum neuerlichen Putschversuch von einer Phase relativer politischer Stabilität profitieren.
Infrastruktur
Erst Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs von 1997/1998 befindet sich Guinea-Bissau langsam in der Aufbauphase. Guinea-Bissau zählt dennoch zu den ärmsten Ländern der Welt. Armutskriminalität oder schlechte Hygienestandards erfordern von Reisenden angemessene Vorsichts- und Verhaltensmaßnahmen.
Die bestehende Infrastruktur, insbesondere das Straßensystem in der Hauptstadt, hat sich in letzter Zeit verbessert, bleibt jedoch unzureichend, so etwa im Energiebereich. Die zahlreichen Pisten und Nebenstrecken im Landesinneren sind insbesondere in der Regenzeit nur mit geländetauglichen Fahrzeugen befahrbar. Eine regelmäßige Strom- und Wasserversorgung ist nicht garantiert. Die Müllabfuhr funktioniert derzeit in der Hauptstadt.
Minengefahr
Gemäß UNDP soll Guinea-Bissau ab Ende Dezember 2011 frei von Personen-Minen sein. Die Hauptstadt soll bereits minenfrei sein, nur in den nördlichen Landesgebieten besteht nach wie vor Minengefahr.
Das durchaus vorhandene touristische Potential (Bijagos-Inseln) bleibt aufgrund fehlender Infrastruktur (Straßen, Hotels, Elektrizität) und mangelnder Sicherheit weitgehend ungenutzt.
Kriminalität
Die Anzahl der überhöhten Strafzettel, insbesondere an Touristen hat abgenommen. Auch die Straßenkriminalität hat sich verringert.
Auch die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung hat sich leicht verbessert, so dass die Zahl der unter dem Existenzminimum lebenden Familien gesunken ist. Damit einher geht auch eine leichte Abnahme der Kleinkriminalität.
Zur eigenen Sicherheit sollten dennoch nur geringe Bargeldbeträge und möglichst keine Wertgegenstände sichtbar am Körper mitgeführt werden. Zudem ist es ratsam, menschenleere Gegenden vor allem bei Dunkelheit zu meiden.
In Guinea-Bissau sind auch Aktivitäten von organisierter Kriminalität erkennbar. Betroffen sind vor allem die Küstengebiete sowie die Bijagos-Inseln.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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