Reisewarnung Jemen 30.07.2026 | Ausreiseaufruf

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reisewarnung Jemen 30.07.2026 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reise-/Sicherheitshinweise bzw. die Reisewarnung für den Jemsn seitens AA vollständig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 23.11.2005 - 20.04.2012 findet ihr unter: Sicherheitshinweis / Reisewarnung Jemen 23.11.2005 - 20.04.2012

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 12.07.2012

Letzte Änderung:
- Reisewarnung (Vollständige Überarbeitung)


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen aber auch in der Hauptstadt Sanaa auftreten können. Zudem besteht in ganz Jemen die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden. Auch deutsche Staatsangehörige waren hiervon mehrfach betroffen.

Für deutsche Staatsangehörige gilt daher unverändert, dass sie sich nicht in Jemen aufhalten sollten.Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft oder dem Auswärtigen Amt Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Allen Deutschen vor Ort wird zu größtmöglicher Vorsicht geraten. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist seit dem 31. Januar 2012 wiedereröffnet. Sie ist nur mit einem begrenzten Stab besetzt und kann nur in Notfällen konsularische Hilfestellung leisten. Visa können derzeit nur für Antragsteller, deren Aufenthalt in Deutschland aus übergeordneten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder humanitären Gründen erforderlich ist, erteilt werden. Anfragen zu Jemen können an das Auswärtige Amt Berlin, Telefon (030) 5000-0 gerichtet werden.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im vergangenen Jahr mehrfach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Dabei wurden auch schwere Infanteriewaffen eingesetzt. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Unter erheblichem internationalen Druck unterzeichnete der damalige Präsident Saleh am 23. November 2011 in Riad die Initiative des Golfkooperationsrats für eine geordnete Machtübergabe. Die militärische Konfrontation hat sich seither beruhigt. Wichtige Schritte zur Umsetzung des Abkommens zum politischen Übergang wurden vollzogen, weitere müssen folgen. Bei den vorzeitigen Präsidentschaftswahlen am 21. Februar 2012 wurde der bisherige Vize-Präsident Hadi zum neuen Staatspräsidenten Jemens gewählt; am 27. Februar 2012 hat er sein Amt angetreten. Bereits am 7. Dezember 2011 war eine paritätisch besetzte Übergangsregierung einberufen worden.
Eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage steht noch aus. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Auch mit terroristisch motivierten Anschlägen ist zu rechnen. Beeinträchtigungen des kommerziellen Flugverkehrs sind nicht auszuschließen.
In verschiedenen Landesteilen Jemens kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen von miteinander rivalisierenden Parteien kommen. Im Süden sind Massendemonstrationen, auch verbunden mit gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, nicht auszuschließen.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch einen regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Wiederholt drohte das Netzwerk im Internet auch mit Entführungen nicht-islamischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Im Zuge einer Offensive der Übergangsregierung gegen Al-Qaida haben jemenitische Regierungstruppen im Juni 2012 die Kontrolle über eine Reihe strategischer Stellungen in den Provinzen Abyan und Shabwa wieder erlangen können und damit einen wichtigen Erfolg im Anti-Terrorkampf errungen. Gleichzeitig dürfte sich ein Teil der terroristischen Kämpfer in andere Regionen abgesetzt haben.

Am 11. Juli 2012 kam es zu einem Anschlag auf die Polizeiakademie in Sanaa mit mehreren Toten. Bereits am 21. Mai 2012 hatte ein Selbstmordattentäter einen schweren Anschlag auf Angehörige der Sicherheitskräfte in Sanaa verübt, bei dem nahezu 100 Tote und 300 Verletzte zu beklagen waren. Al Qaida auf der arabischen Halbinsel bekannte sich zu dem Anschlag. Am 18. März 2012 kam in der Stadt Taiz ein US-Staatsbürger ums Leben. Auch hier bekannte sich Al-Qaida zu dem Anschlag. In Aden haben terroristische Anschläge im Laufe des letzten Jahres stark zugenommen: Am 21. Juni 2012 kam der Befehlshaber der südlichen Militärregion General Qatan bei einem Selbstmordanschlag in Aden ums Leben. Am 4. Januar 2012 stürmten islamistische Militante ein Hotel, in dem Alkohol ausgeschenkt worden sein soll. Es kam zu zwei Todesopfern und mehreren Verletzten.

In den Jahren 2007, 2008 und 2009 wurden bei verschiedenen Anschlägen auf Reisegruppen mehrere Touristen getötet, im Jahr 2010 kam es in Sanaa zu zwei Anschlägen auf Fahrzeuge der britischen Botschaft, 2011 wurde in Aden ein britischer Staatsangehöriger durch eine Autobombe getötet.

Interne Konflikte
Die Zentralregierung hat die Kontrolle über weite Landesteilen verloren oder übt diese nur noch unzureichend aus.
Die gesamte Provinz Sa'ada und Teile der Provinz al-Dschauf sind nicht mehr unter Regierungskontrolle. Es kommt weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Al-Houthi-Rebellen und Salafisten bzw. Stammeskriegern, die der Islah-Partei nahestehen. In einzelnen Bezirken des angrenzenden Gouvernorats Amran können immer wieder Kampfhandlungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen aufflammen.

Arhab, ca. 20 km nördlich der Hauptstadt Sanaa gelegen, war in der Vergangenheit mehrfach Schauplatz von Auseinandersetzungen von Al-Qaida-nahen Kräften (vermutlich unterstützt von dem abtrünnigen General Ali Muhsin) mit den Republikanischen Garden, deren zwei Kasernen sie zu stürmen versuchten. Auch hier ist weiterhin mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zu rechnen.
Die Stadt Taiz im Südwesten Jemens war in der Vergangenheit Schauplatz von Demonstrationen und heftigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Stammeskriegern. Wiederholt kam es zu Straßenschlachten unter Einsatz von schweren Schusswaffen. Die Lage in Taiz bleibt angespannt.

Darüber hinaus strebt die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) weiterhin die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kann weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen kommen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei. Insbesondere in der Stadt Aden hat sich in den letzten Monaten die Sicherheitslage deutlich verschlechtert.

Gewaltsame Auseinandersetzungen können auch in anderen Landesteilen aufflammen.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger; auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen.
Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten, ereignen.

Im Januar 2012 ist eine Gruppe von Mitarbeitern der Vereinten Nationen, darunter ein Deutscher, 50 km nordwestlich von Sanaa verschleppt und zwei Tage später wieder freigelassen worden. Kurz zuvor war ein norwegischer VN-Mitarbeiter in Sanaa entführt und knapp zwei Wochen später wieder freigekommen. Am 12. März wurden in al Hodeidah eine Schweizerin und am 28. März ein saudischer Staatsangehöriger in Aden entführt.

Am 12. Juni 2009 wurden mehrere Ausländer, darunter auch Deutsche, in der Region Sa’ada verschleppt. Drei Frauen dieser Gruppe sind brutal ermordet worden, zwei Kinder kamen erst im Mai 2010 frei. Weitere Gruppenmitglieder werden noch vermisst.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada und Abyan geben.

Schiffsreisen/ -expeditionen
Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Allgemeine Reiseinformationen
Lage/Klima
Die Republik Jemen liegt im Südwesten der arabischen Halbinsel, begrenzt im Westen vom roten Meer, im Süden vom Golf von Aden, im Osten von Oman und im Norden von Saudi-Arabien. Der Küstenstreifen im Westen entlang des Roten Meeres, bestehend aus Sandwüste und Buschsteppe, ist ganzjährig durch tropisch-feuchtes Klima gekennzeichnet. Das zentrale Hochland, welches von gemäßigtem Klima und Bergmassiven bis 3.600 m Höhe geprägt ist, geht Richtung Osten in eine trockenheiße Steppen- und Wüstenregion über.

Anreise
  • Flugzeug: Jemen ist derzeit von Europa aus nur noch mit wenigen, zumeist nichteuropäischen Fluglinien erreichbar.
  • Schiff: Geregelter Passagierverkehr besteht nicht.
  • Landweg: Von einer Anreise auf dem Landweg wird zur Zeit dringend abgeraten. Die Grenze nach Saudi-Arabien ist derzeit für Privatpersonen faktisch geschlossen. Die Einreise auf dem Landweg über Oman ist möglich. Die Sicherheitslage in den Grenzregionen ist jedoch derzeit nicht überschaubar.
Kleidung / Freizeit
Die Reisekleidung sollte ganzjährig aus leichter Baumwollkleidung bestehen, im Winterhalbjahr ergänzt durch dicken Pullover oder Jacke, feste Schuhe und Strümpfe. Da Jemen ein streng islamisches Land ist, sollte die Kleidung nicht figurbetont sowie hochgeschlossen sein und zudem Arme und Beine bedecken. Von westlichen Besucherinnen wird nicht erwartet, dass sie ihr Haupt mit einem Kopftuch bedecken. Wegen der intensiven UV-Strahlung sollte auf Sonnenhut, Sonnenbrille und ausreichend Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor geachtet werden. Aus Respekt vor islamischen Traditionen und Sitten sollten Frauen nur in unmittelbarer Nähe von Hotels sonnenbaden und schwimmen. Um Belästigungen vermeiden zu helfen, sollte auch hier einem Badeanzug der Vorzug gegenüber einem Bikini gegeben werden.

Zahlungsmittel
Die einheimische Währung ist der jemenitische Rial. USD und EUR können in Wechselstuben, die es in allen größeren Städten gibt, problemlos getauscht werden. Zweckmäßigerweise sollten kleinere Dollarnoten (v.a. für Trinkgelder) sowie 100-Dollar-Scheine zum späteren Wechseln mitgebracht werden. Der Gebrauch von Kreditkarten beschränkt sich im Wesentlichen auf Banken, Hotels und Reiseagenturen . In Sanaa – und vereinzelt auch in größeren Städten wie Aden und Mukalla – wurden unlängst Bankautomaten einführt, die Kreditkarten (wie Mastercard, Visa, AMEX und Maestro) akzeptieren und gegen geringe Gebühr Rial oder USD ausgeben.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Jemen ein Visum, das rechtzeitig vor der Einreise bei der jemenitischen Botschaft in Berlin oder beim Generalkonsulat in Frankfurt/Main zu beantragen ist.

Es gibt seit dem 5. Februar 2010 nicht mehr die Möglichkeit, Visa bei der Einreise am Flughafen Sanaa und bei den Grenzübergangsstellen zu erhalten. Alle Einreisevisa müssen vorab bei der zuständigen jemenitischen Vertretung beantragt werden!

Eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis nach Einreise ist möglich. Es sollte strikt darauf geachtet werden, rechtzeitig vor Ablauf des Visums auszureisen oder das Visum rechtzeitig zu verlängern. Neben Strafen für illegalen Aufenthalt muss nach Ablauf der Aufenthaltserlaubnis mit Ausweisung/Abschiebung gerechnet werden.

Bei einem elf Tage übersteigenden Aufenthalt muss der Aufenthalt bei der nächstgelegenen Polizeistation gemeldet werden. Ohne den bei dieser Gelegenheit im Pass angebrachten Stempel können sich Probleme bei der Ausreise ergeben. Bei einem Aufenthalt in Jemen, der vier Wochen übersteigt, wird zur Ausreise ein Ausreisevisum benötigt, das mindestens sieben Tage vor Abreise bei der "Immigration Authority'' beantragt werden muss.

Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
  • Reisedokumente: Einreise möglich / Bedingungen
  • Reisepass: Ja, gültig drei Monate über die Reise hinaus
  • vorläufiger Reisepass: Ja, gültig drei Monate über die Reise hinaus
  • Personalausweis: Nein
  • vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja, gültig drei Monate über die Reise hinaus
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Nein
Anmerkungen
Bitte beachten Sie die Ausführungen zur Visumspflicht u. israelischen Einreisestempeln (s. Anmerkungen unten).
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Alleinreisende Minderjährige sollten unbedingt eine Vollmacht der Eltern, die nach Möglichkeit von der jemenitischen Botschaft in Berlin beglaubigt sein sollte, mit sich führen. Reist nur ein Elternteil mit einem Kind, so ist eine Vollmacht des anderen Elternteils ebenfalls zu empfehlen.

Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten besteht eine Registrierungspflicht nach Einreise. Bei einem Aufenthalt von mehr als einem Monat sollte eine Registrierung innerhalb der ersten Woche vorgenommen werden.

Israelische Einreisestempel können zu erheblichen Schwierigkeiten - bis hin zur Zurückweisung - führen.

Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes klären. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr folgender Güter ist strengstens untersagt:
  • Jede Art von Drogen, ausgenommen Qat
  • Pornografische Magazine, Zeitschriften, Videos und andere pornografische Materialien (Videokassetten und DVDs werden grundsätzlich bei der Einreise beschlagnahmt und auf pornografischen Inhalt untersucht)
  • Tiere und Pflanzen, die nach dem Artenschutzabkommen geschützt sind und Produkte daraus
  • Güter, die in Israel produziert wurden
  • Waffen, Munition, explosive Stoffe und Feuerwerkskörper
  • Alkoholische Getränke
Da jedoch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig geworden ist, toleriert die jemenitische Regierung, wenn Ausländer bis zu maximal einem Liter alkoholische Getränke mit sich führen. Während des Fastenmonats Ramadan wird das Einfuhrverbot für alkoholische Getränke allerdings durchgesetzt. Reisende sollten mit Alkoholika keinerlei öffentliches Aufsehen erregen.
Folgende Waren dürfen zollfrei eingeführt werden:
  • Gebrauchte persönliche Gegenstände
  • Geschenke, die den Gegenwert von 100.000 Rial (ca. 650 Euro) nicht übersteigen, sofern sie keinen kommerziellen Wert haben, eingeschlossen Kleidung, Spielzeug, Kassettenrecorder, Fernseher, gewöhnliche Fotokameras, 600 Zigaretten oder die vergleichbare Menge Tabak,
  • persönliches Sportgerät, persönliches Werkzeug, Rollstühle, Fahrräder, etc.
  • Goldschmuck bis zu 350 Gramm
  • Elektrische Geräte werden in der Regel in den Pass eingetragen und müssen wieder ausgeführt werden.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Die Einfuhr jeglicher Art von Drogen wird mit Gefängnisstrafe geahndet. Der öffentliche Genuss von Alkohol ist strafbar.

Fotografierverbot besteht für militärische Einrichtungen (wie z. B. Kasernen, Flugplätze, Panzerstellungen usw.), Regierungsgebäude wie z.B. Präsidentenpalast, Verteidigungs¬ministerium, Gebäude der politischen Sicherheit usw., militärisches Personal und Waffen und für Wohnhäuser hochrangiger Persönlichkeiten.

Homosexuelle Handlungen sind nach islamischem Recht verboten und können mit dem Tod bestraft werden.
Bevor man Frauen fotografiert, sollte man unbedingt um Erlaubnis bitten.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts http://www.rki.de sollten auf dem aktuellem Stand sein. Das Auswärtige Amt empfiehlt darüber hinaus Schutz gegen Hepatitis A, Polio, Masern/Mumps/Röteln sowie ggfs. Meningokokkenmeningitis, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

HIV/ Aids
ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Jemen vor. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden.

Prophylaxe
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Im Jemen findet sich überwiegend die Malaria tropica in Gebieten unter 2.000 Metern und besonders in den Küstenregionen, verstärkt von September bis Februar. Es besteht in weiten Landesteilen ein mittleres oder geringes Infektionsrisiko! Die Hauptstadt Sanaa gilt als malariafrei.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Kleidung, Moskitonetz, Repellentien) ggfs. auch eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfehlenswert. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Weitere Infektionskrankheiten
Insbesondere einige weitere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind aber bei Reisenden insgesamt selten (z.B. Dengue, Leishmaniose, Phlebotomus Fieber, Filariose, Rift-Valley-Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Bilharziose ist in weiten Landesteilen endemisch, dort Süßwasserkontakt unbedingt meiden!

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Sanaa ist insgesamt für die meisten akuten Notfälle ausreichend, außerhalb der Hauptstadt ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen bzw. eine Versorgung gar nicht gewährleistet!
Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Reisewarnung Jemen 14.09.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 14.09.2012

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen aber auch in der Hauptstadt Sanaa auftreten können. Zudem besteht in ganz Jemen die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden. Auch deutsche Staatsangehörige waren hiervon mehrfach betroffen.

Für deutsche Staatsangehörige gilt daher unverändert, dass sie sich nicht in Jemen aufhalten sollten.Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft oder dem Auswärtigen Amt Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Allen Deutschen vor Ort wird zu größtmöglicher Vorsicht geraten. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse um den umstrittenen islamfeindlichen Film wird zu besonderer Vorsicht geraten. Es wird insbesondere empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist seit dem 31. Januar 2012 wiedereröffnet. Sie ist nur mit einem begrenzten Stab besetzt und kann nur in Notfällen konsularische Hilfestellung leisten. Visa können derzeit nur für Antragsteller, deren Aufenthalt in Deutschland aus übergeordneten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder humanitären Gründen erforderlich ist, erteilt werden. Anfragen zu Jemen können an das Auswärtige Amt Berlin, Telefon (030) 5000-0 gerichtet werden.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im vergangenen Jahr mehrfach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Dabei wurden auch schwere Infanteriewaffen eingesetzt. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Unter erheblichem internationalen Druck unterzeichnete der damalige Präsident Saleh am 23. November 2011 in Riad die Initiative des Golfkooperationsrats für eine geordnete Machtübergabe. Die militärische Konfrontation hat sich seither beruhigt. Wichtige Schritte zur Umsetzung des Abkommens zum politischen Übergang wurden vollzogen, weitere müssen folgen. Bei den vorzeitigen Präsidentschaftswahlen am 21. Februar 2012 wurde der bisherige Vize-Präsident Hadi zum neuen Staatspräsidenten Jemens gewählt; am 27. Februar 2012 hat er sein Amt angetreten. Bereits am 7. Dezember 2011 war eine paritätisch besetzte Übergangsregierung einberufen worden.

Eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheitslage steht noch aus. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Auch mit terroristisch motivierten Anschlägen ist zu rechnen. Beeinträchtigungen des kommerziellen Flugverkehrs sind nicht auszuschließen.
In verschiedenen Landesteilen Jemens kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen von miteinander rivalisierenden Parteien kommen. Im Süden sind Massendemonstrationen, auch verbunden mit gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, nicht auszuschließen.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
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Gruß
Birgitt
Alexander
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Reisewarnung Jemen 27.12.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Jemen:
Stand 27.12.2012

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- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Reisen in den Jemen sollten daher vermieden werden. Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.

Reisen auf die Insel Sokotra, die durch einen verlässlichen Reiseveranstalter vorbereitet und begleitet werden, erscheinen derzeit mit einem geringeren Sicherheitsrisiko verbunden zu sein. Bei der Zwischenlandung in Sanaa bzw. Mukalla sollte jedoch das Flughafengelände nicht verlassen werden.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist wiedereröffnet. Sie ist nur mit einem reduzierten Stab besetzt und kann daher nur begrenzt konsularische Hilfestellung leisten. Visa können derzeit nur für Antragsteller, deren Aufenthalt in Deutschland aus übergeordneten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder humanitären Gründen erforderlich ist, erteilt werden.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Sale 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z. T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Auf Basis der am 23. November 2011 unterzeichneten Initiative des Golfkooperationsrats ist der Machtübergang durch Wahlen am 21. Februar 2012 auf den neuen Präsidenten Abdrabur Mansour Hadi vollzogen und ein politischer Transformationsprozess eingeleitet worden. Seitdem hat sich die Sicherheitslage beruhigt, wenn auch Risiken bestehen bleiben. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.
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Reisewarnung Jemen 01.03.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Jemen:
Stand 01.03.2013

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Reisen in den Jemen sollten daher vermieden werden. Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist wiedereröffnet. Sie ist nur mit einem reduzierten Stab besetzt und kann daher nur begrenzt konsularische Hilfestellung leisten. Visa können derzeit nur für Antragsteller, deren Aufenthalt in Deutschland aus übergeordneten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder humanitären Gründen erforderlich ist, erteilt werden.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Auf Basis der am 23. November 2011 unterzeichneten Initiative des Golfkooperationsrats ist der Machtübergang durch Wahlen am 21. Februar 2012 auf den neuen Präsidenten Abdrabur Mansour Hadi vollzogen und ein politischer Transformationsprozess eingeleitet worden. Seitdem hat sich die Sicherheitslage beruhigt. Dennoch ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Politisch motivierte Demonstrationen und Massenansammlungen können spontan zustande kommen. Dabei kann es auch sehr schnell zu gewaltsame Auseinandersetzungen kommen. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.

Reisen auf die Insel Sokotra, die durch einen verlässlichen Reiseveranstalter vorbereitet und begleitet werden, scheinen derzeit mit einem geringeren Sicherheitsrisiko verbunden zu sein. Bei der Zwischenlandung in Sanaa bzw. Mukalla sollte jedoch das Flughafengelände nicht verlassen werden.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.
Auswärtige Amt
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Reisewarnung Jemen 04.03.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 04.03.2013

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen -siehe www.rki.de
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit, Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

HIV/ Aids
ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Jemen vor. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden. Die Prävalenz im Land liegt allerdings unter 0,1%.

Prophylaxe
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Im Jemen findet sich überwiegend die Malaria tropica in Gebieten unter 2.000 Metern und besonders in den Küstenregionen, verstärkt von September bis Februar. Die Hauptstadt Sanaa gilt als malariafrei.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Kleidung, Moskitonetz, Repellentien) ggfs. auch eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfehlenswert. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Weitere Infektionskrankheiten
Insbesondere einige weitere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind aber bei Reisenden insgesamt selten (z.B. Dengue, Leishmaniose, Phlebotomus Fieber, Filariose, Rift-Valley-Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz , langärmlige Kleidung).

Bilharziose ist in weiten Landesteilen endemisch, dort Süßwasserkontakt unbedingt meiden!

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Sanaa ist insgesamt für die meisten akuten Notfälle ausreichend, außerhalb der Hauptstadt ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen bzw. eine Versorgung gar nicht gewährleistet.
Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend empfehlenswert.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de/
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Reisewarnung Jemen 08.08.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 08.08.2013

Letzte Änderung:
- Geringfügige Änderungen in der Reisewarnung
- Medizinische Hinweise (Aktuell: Neues Coronavirus)


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Reisen in den Jemen sollten daher vermieden werden. Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Auf Basis der am 23. November 2011 unterzeichneten Initiative des Golfkooperationsrats ist der Machtübergang durch Wahlen am 21. Februar 2012 auf den neuen Präsidenten Abdrabbuh Mansour Hadi vollzogen und ein politischer Transformationsprozess eingeleitet worden. Dennoch ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Politisch motivierte Demonstrationen und Massenansammlungen können spontan zustande kommen. Dabei kann es auch sehr schnell zu gewaltsame Auseinandersetzungen kommen. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.


Medizinische Hinweise
Aktuell: Neues Coronavirus (MERS-CoV)

Seit dem Sommer 2012 kommt es in Ländern der arabischen Halbinsel vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Die meisten Erkrankungen wurden aus Saudi-Arabien bekannt. Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist noch unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht aber seit kurzem davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Es gibt nach wie vor aber keinen Nachweis einer kontinuierlichen Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Eine aktuelle Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet sich für Deutschland unter http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/C/Co ... tzung.html .

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht keinen Grund für Einschränkungen im Reiseverkehr oder Handel mit Ländern der arabischen Halbinseln und ihren Nachbarn. Das europäische Center for Disease Control (ECDC) betont jedoch, dass EU-Bürger, die in die Region reisen, auf die Existenz des MERS-CoV und das geringe Infektionsrisiko hinzuweisen sind (siehe ECDC Rapid Risk Assessment – Update vom 8.5.2013 unter http://www.ecdc.europa.eu ).
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Reisewarnung Jemen 26.08.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 26.08.2013

Letzte Änderung:
- Reisewarnung (Sokotra)


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen. Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Reisen in den Jemen sollten daher vermieden werden. Wer dennoch reist, muss sich der eigenen Gefährdung und der hohen Sicherheitsrisiken im ganzen Land bewusst sein. Es wird empfohlen, bei unaufschiebbaren Reisen nach Jemen möglichst schon vor Abreise mit der Deutschen Botschaft Verbindung aufzunehmen und sich mit den geplanten Aufenthaltsdaten in die Deutschenliste http://service.diplo.de/registrierungav einzutragen. Grundlage einer Reise sollte ein tragfähiges Sicherheitskonzept sein. Vor Überlandfahrten wird dringend gewarnt.

Es wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Auf Basis der am 23. November 2011 unterzeichneten Initiative des Golfkooperationsrats ist der Machtübergang durch Wahlen am 21. Februar 2012 auf den neuen Präsidenten Abdrabbuh Mansour Hadi vollzogen und ein politischer Transformationsprozess eingeleitet worden. Dennoch ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Politisch motivierte Demonstrationen und Massenansammlungen können spontan zustande kommen. Dabei kann es auch sehr schnell zu gewaltsame Auseinandersetzungen kommen. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

In einigen Gebieten der ehemaligen Südprovinzen fanden im Frühjahr 2012 heftige Kämpfe zwischen militanten Kräften und Regierungstruppen statt; inzwischen hat die Regierung in Teilen der umkämpften Gebiete die Kontrolle zurückerlangen können. Rückschläge sind jedoch nicht auszuschließen. In der Provinz Abyan werden Minen noch auf absehbare Zeit ein hohes Risiko darstellen.

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Reisen auf die Insel Sokotra, die durch einen verlässlichen Reiseveranstalter vorbereitet und begleitet werden, scheinen derzeit mit einem geringeren Sicherheitsrisiko verbunden zu sein. Bei der Zwischenlandung in Sanaa bzw. Mukalla sollte jedoch das Flughafengelände nicht verlassen werden.
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Reisewarnung Jemen 07.10.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 07.10.2013

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.

Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Am 6. Oktober 2013 wurde im Stadtgebiet Sanaa ein deutscher Staatsangehöriger erschossen.
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Reisewarnung Jemen 27.11.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Jemen:
Stand 27.11.2013

Letzte Änderung
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.

Die Lage im ganzen Land ist weiterhin unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die in einzelnen Landesteilen, aber auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Am 6. Oktober 2013 wurde im Stadtgebiet Sanaa ein deutscher Staatsangehöriger erschossen.


Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Bereits am 21. Mai 2012 hatte ein Selbstmordattentäter einen schweren Anschlag auf Angehörige der Sicherheitskräfte in Sanaa verübt, bei dem nahezu 100 Tote und 300 Verletzte zu beklagen waren. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsbürger erschossen.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern.
Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Es ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.
Die Zentralregierung hat die Kontrolle über weite Landesteilen verloren oder übt diese nur noch unzureichend aus.

Besonders unübersichtlich ist die Lage in der nördlichen Provinz Sa’dah. Insbesondere in der Region Dammaj finden derzeit teils heftige Kämpfe statt.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei. Insbesondere in den Städten Aden und Mukallah hat sich in den letzten Monaten die Sicherheitslage deutlich verschlechtert.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (DAmmai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Insel Sokotra
Reisen auf die Insel Sokotra, die durch einen verlässlichen Reiseveranstalter vorbereitet und begleitet werden, scheinen derzeit mit einem geringeren Sicherheitsrisiko verbunden zu sein. Bei der Zwischenlandung in Sanaa bzw. Mukalla sollte jedoch das Flughafengelände nicht verlassen werden.

Reisende auf die Insel Sokotra sollten sich unbedingt in die elektronische Deutschenliste Elefand (http://service.diplo.de/registrierungav) eintragen.
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Reisewarnung Jemen 06.12.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Jemen:
Stand 06.12.2013

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.

Die Lage im ganzen Land ist weiterhin sehr unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können. Zudem besteht in ganz Jemen, auch in der Hauptstadt, die Gefahr, Opfer einer Entführung zu werden.

Am 6. Oktober 2013 wurde im Stadtgebiet Sanaa ein deutscher Staatsangehöriger erschossen. Am 05. Dezember 2013 fielen zwei Deutsche einem Terroranschlag in Sanaa zum Opfer.
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Reisewarnung Jemen 24.02.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 24.02.2014

Letzte Änderung:
- Reisewarnung


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.

Die Lage im ganzen Land ist weiterhin sehr unübersichtlich. Es bestehen erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge, die im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Sanaa, auftreten und von denen auch Unbeteiligte betroffen sein können.

Am 6. Oktober 2013 wurde im Stadtgebiet Sanaa ein deutscher Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 fielen zwei Deutsche einem Terroranschlag in Sanaa zum Opfer.

In Jemen, auch in der Hauptstand Sanaa, besteht ein sehr hohes Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. Dies gilt in besonderem Ausmaß auch für Ausländer. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger.


Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch einen regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Wiederholt drohte das Netzwerk im Internet auch mit Entführungen nicht-islamischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Bereits am 21. Mai 2012 hatte ein Selbstmordattentäter einen schweren Anschlag auf Angehörige der Sicherheitskräfte in Sanaa verübt, bei dem nahezu 100 Tote und 300 Verletzte zu beklagen waren. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter zwei deutsche Staatsangehörige.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern.
Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Es ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.
Die Zentralregierung hat die Kontrolle über weite Landesteilen verloren oder übt diese nur noch unzureichend aus.

Besonders unübersichtlich ist die Lage in der nördlichen Provinz Sa’dah. Insbesondere in der Region Dammaj finden derzeit teils heftige Kämpfe statt.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei. Insbesondere in den Städten Aden und Mukallah hat sich in den letzten Monaten die Sicherheitslage deutlich verschlechtert.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (Dammai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.
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Reisewarnung Jemen 22.04.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 22.04.2014

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Aktuell: Neues Coronavirus (MERS-CoV)
Seit dem Sommer 2012 kommt es in Ländern der arabischen Halbinsel vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Die meisten Erkrankungen wurden aus Saudi-Arabien bekannt. Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist noch unklar. Es gibt Hinweise, dass Fledermäuse das Virusreservoir sind und Kamele an der Übertragung beteiligt sein könnten. Reisende sollten unnötige Kontakte mit Tieren meiden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Es gibt nach wie vor aber keinen Nachweis einer kontinuierlichen Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Eine aktuelle Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet sich für Deutschland unter http://www.rki.de/.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht keinen Grund für Einschränkungen im Reiseverkehr oder Handel mit Ländern der arabischen Halbinseln und ihren Nachbarn. Das europäische Center for Disease Control (ECDC) betont jedoch, dass EU-Bürger, die in die Region reisen, auf die Existenz des MERS-CoV und das geringe Infektionsrisiko hinzuweisen sind (siehe ECDC Rapid Risk Assessment – Update vom 25.11.2013 unter http://www.ecdc.europa.eu ).

Aktuelle Merkblätter finden Sie unter http://www.auswaertiges-amt.de/Reisemedizin

Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen -siehe www.rki.de
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit (A/C/W/Y), Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

HIV/ Aids
ist weltweit ein großes Problem und kommt auch in Jemen vor. Die bekannten Risiken sollten wie überall gemieden werden. Die Prävalenz im Land liegt allerdings unter 0,1%.

Prophylaxe
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Im Jemen findet sich überwiegend die Malaria tropica in Gebieten unter 2.000 Metern und besonders in den Küstenregionen, verstärkt von September bis Februar. Die Hauptstadt Sanaa gilt als malariafrei.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe (Kleidung, Moskitonetz, Repellentien) ggfs. auch eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfehlenswert. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ggf. mit Imprägnierung,
  • ganztägig und in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.
Weitere Infektionskrankheiten
Insbesondere einige weitere durch Mücken oder Zecken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind aber bei Reisenden insgesamt selten (z.B. Dengue, Leishmaniasis,, Phlebotomus Fieber, Filariasis, Rift-Valley-Fieber). Insektenschutz beachten (z.B. Repellentien, Moskitonetz, langärmlige Kleidung).

Bilharziose ist in weiten Landesteilen endemisch, dort Süßwasserkontakt unbedingt meiden!

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher im gesamten Land konsequent abgesehen werden.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Sanaa ist insgesamt für die meisten akuten Notfälle ausreichend, außerhalb der Hauptstadt ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen bzw. eine Versorgung gar nicht gewährleistet.
Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org/ oder www.frm-web.de/
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reisewarnung Jemen 23.01.2015

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 23.01.2015

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise/Reisewarnung


Aktuelle Hinweise
Am 19.Januar 2015 kam es in Sanaa zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In deren Folge traten am 22. Januar 2015 die Regierung sowie der Staatspräsident zurück.

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Jemen.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Landausgesprochen volatil. Es bestehen im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Sanaa, erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische AnschlägeVon diesen können auch Unbeteiligte betroffen sein.


Im gesamten Land besteht ein sehr hohes Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. Dies gilt in besonderem Ausmaß auch für Ausländer.

Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch einen regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Wiederholt drohte das Netzwerk im Internet auch mit Entführungen nicht-islamischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 07. Januar 2015 zu einem schweren Anschlag in Sanaa. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter zwei deutsche Staatsangehörige.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens kam es im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z.T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Auch sind Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

In Sanaa kommt es regelmäßig zu Demonstrationen. Im September 2014 kam es zu einem schweren Selbstmordattentat auf eine Demonstration auf dem Tahrir Platz in Sanaa. Es ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch Versuche, den politischen Übergangsprozess zu hintertreiben. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die Zentralregierung hat die Kontrolle über weite Landesteilen verloren oder übt diese nur noch unzureichend aus.
Besonders unübersichtlich ist die Lage in Sanaa sowie in der Provinz Marib.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (Dammai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
https://www.auswaertiges-amt.de
Auswärtige Amt
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ReisewarnungJemen 11.02.2015 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 11.02.2015

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise (Reisewarnung)


Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, werden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.

Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil. Es bestehen im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Sanaa, erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge. Von diesen können auch Unbeteiligte betroffen sein. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht an jedem Ort sichergestellt.
Auswärtige Amt
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Reisewarnung Jemen 13.02.2015 | Ausreiseaufruf

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Jemen:
Stand 13.02.2015

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise/Reisewarnung


Landesspezifische Sicherheitshinweise/Reisewarnung
Das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen nach Jemen. Deutsche, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, werden aufgefordert, aus dem Jemen auszureisen.

Die deutsche Botschaft in Sanaa ist vorübergehend geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten.
Sowohl die politische als auch die Sicherheitslage ist im ganzen Land ausgesprochen volatil.
Am 19. Januar 2015 kam es in Sanaa zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In deren Folge traten am 22. Januar 2015 die Regierung sowie der Staatspräsident zurück.

Es bestehen im ganzen Land, auch in der Hauptstadt Sanaa, erhebliche Risiken durch innere Konflikte, Stammesauseinandersetzungen, Massendemonstrationen und terroristische Anschläge. Von diesen können auch Unbeteiligte betroffen sein. Die Gewährleistung der Sicherheit durch staatliche Behörden ist nicht an jedem Ort sichergestellt.

Im gesamten Land besteht ein sehr hohes Risiko, Opfer einer Entführung zu werden. Dies gilt in besonderem Ausmaß auch für Ausländer.


Terrorismus
In Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen durch einen regionalen Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaida. Wiederholt drohte das Netzwerk im Internet auch mit Entführungen nicht-islamischer Ausländer in Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Westliche Ausländer – darunter nicht zuletzt deutsche Staatsangehörige – sind besonders gefährdet. Weite Teile des Landes stehen nicht unter der Kontrolle der Regierung.

Regelmäßig kommt es zu terroristischen Anschlägen auf Sicherheitskräfte sowie zu Sabotageakten an Infrastruktureinrichtungen. Zuletzt kam es am 07. Januar 2015 zu einem schweren Anschlag in Sanaa. Am 6. Oktober 2013 kam es zu einem tödlichen Anschlag auf einen deutschen Staatsangehörigen, am 27. November 2013 wurde ein russischer Staatsangehöriger erschossen. Am 5. Dezember 2013 wurden bei einem Terroranschlag in Sanaa mindestens 50 Personen getötet, darunter zwei deutsche Staatsangehörige. Am 5. Mai 2014 starb ein französischer Staatsangehöriger bei einem Anschlag in der Hauptstadt.

Entführungen
Immer wieder kommt es in Jemen zu Entführungen ausländischer Staatsangehöriger. Auch deutsche Staatsangehörige waren mehrfach betroffen. Häufig versuchten lokale Stämme damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen. Die Geiseln kamen oftmals nach mehrmonatiger Geiselhaft wieder frei. Dennoch befinden sich nach wie vor Personen in der Hand von Entführern. Im Februar 2014 kam es zu einer Reihe von Entführungen ausländischer Staatsangehöriger.

Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel hat wiederholt zu Entführungen aufgerufen; es liegen Hinweise auf konkrete Planungen für Entführungen westlicher Ausländer durch das Terrornetzwerk vor. Entführungen können sich grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten sowie in der Hauptstadt, ereignen.

Interne Konflikte
Durch den Rücktritt von Staatspräsident und Regierung am 22. Januar 2015 sind die staatlichen Institutionen landesweit nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Bereits im September 2014 hatten Milizen der schiitisch-zaiditischen Huthi-Bewegung die Kontrolle über weite Landesteile, darunter auch die Hauptstadt Sanaa, übernommen und auch Teile der Sicherheitskräfte unter ihre Kontrolle gebracht. Seither kommt es, auch in Sanaa, immer wieder zu Demonstrationen von Anhängern und Gegnern der Huthis.

Im September 2014 wurde ein schweres Selbstmordattentat auf eine derartige Demonstration auf dem Tahrir-Platz in Sanaa verübt. Es ist weiterhin mit erheblichen Risiken zu rechnen, darunter auch erneute Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen, häufig bewaffneten politischen Gruppierungen. Die staatlichen Sicherheitsorgane sind nur bedingt funktionsfähig und können im Einzelfall keinen ausreichenden Schutz garantieren.

Die südjemenitische Bewegung („al-hirak al-ganubi“) strebt die Unabhängigkeit bzw. Autonomie des seit 1990 mit dem Nordjemen vereinigten Südens an. Es kommt weiterhin sehr rasch zu Massendemonstrationen, zum Teil verbunden mit gewaltsamen Ausschreitungen. Die Spannungen zwischen Nord- und Südjemen tragen zur Instabilität des Landes bei.

In Sanaa und in anderen Landesteilen Jemens war es bereits im Zuge der Proteste gegen das Regime von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh 2011 mehrfach zu gewaltsamen, z. T. mit schweren Waffen ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition gekommen. Dabei waren auch Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden und den Norden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana’a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali. Neue Minenfelder soll es in den Konfliktgebieten in den Regionen Sa’ada (Dammai) und Abyan geben.

Schiffsreisen/-expeditionen
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen.

Von individuellen Schiffreisen vor und in den jemenitischen Küstengewässern wird dringend abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden zunehmend Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet. Bitte beachten Sie die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Somalia und die Gewässer um das “Horn von Afrika”.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
https://www.auswaertiges-amt.de
Auswärtige Amt
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