Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 11.08.2026
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Sicherheitslage)
- Sicherheit (Sicherheitshinweis; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (LGBTIQ; Geld/Kreditkarten; Visum; Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti)
Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
- die Regionalstaaten Tigray, Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela und Somali sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
- das Grenzgebiet zu Eritrea, Südsudan, Sudan und Kenia (ca. 10 km zum Grenzverlauf).
- alle Zonen westlich von Addis Abeba des Regionalstaates Oromia (einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa), sowie die Zone Arsi des Regionalstaates Oromia;
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens – inklusive der Zonen der Region Oromia, die nicht von der Teilreisewarnung umfasst sind -, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.
Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
Sicherheitslage
Die Lage im Norden Äthiopiens bleibt geprägt von Kampfhandlungen, insb. in den Regionalstaaten Tigray und Amhara sowie den angrenzenden Gebieten, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. Anfang August 2026 kam es zu schweren Kämpfen in West-Tigray, an der Grenze zu Sudan. Zuvor kam es Ende Januar 2026 an mehreren Orten in Tigray zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Eine Ausweitung der Kampfhandlungen in Nord-Äthiopien ist jederzeit möglich. Es besteht somit auch das Risiko, dass es kurzfristig zu schweren Beeinträchtigungen der Ausreisemöglichkeiten, wie die Schließung des Luftraums oder Stornierung der Flugverbindungen in der gesamten Region Tigray kommen kann.
Vor Reisen in die Region Tigray sowie in die Grenzgebiete zwischen Tigray und Amhara sowie zwischen Tigray und Afar wird gewarnt.
In Amhara kommt es seit Jahren immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen.
Vor Reisen in die Region Amhara wird daher gewarnt.
Auch in zahlreichen anderen Gebieten des Landes kommt es gelegentlich zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und den Sicherheitshinweis.
- Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
- Reisen Sie nicht in von Kampfhandlungen betroffene Gebiete. Falls es unerwartet zu Kampfhandlungen kommt und Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
- Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der jeweiligen Region derzeit noch angeflogen werden.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
- Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
- Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
- Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
- die Regionalstaaten Tigray, Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela und Somali sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
- das Grenzgebiet zu Eritrea, Südsudan, Sudan und Kenia (ca. 10 km zum Grenzverlauf).
- alle Zonen westlich von Addis Abeba des Regionalstaates Oromia (einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa), sowie die Zone Arsi des Regionalstaates Oromia;
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens – inklusive der Zonen der Region Oromia, die nicht von der Teilreisewarnung umfasst sind -, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.
Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
Innenpolitische Lage
Siehe Aktuelles.
Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt in verschiedenen Teilen des Landes gelegentlich zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Kampfhandlungen zwischen den äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen sowie zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
- Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
- Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Regionen Amhara und Tigray, das Grenzgebiet zu Eritrea und Sudan (ca. 10 km) sowie in die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar wird gewarnt.
Die äußerst angespannte Lage in Tigray entlädt sich auch in Gewalttätigkeit oder kriegerischen Handlungen. Dabei können auch Flughäfen vorübergehend gesperrt werden. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren, Luftraum-/Grenzsperrungen, Stromabschaltungen sowie Einschränkungen der Internetnutzung kommen. In der Region Amhara kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF), teilweise auch unter Einsatz von Drohnen siehe Aktuelles.
Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan sind immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften zu verzeichnen.
Die Lage im Grenzgebiet zwischen Tigray und Afar ist zunehmend instabil. Verschiedene bewaffnete Gruppierungen haben Präsenz und Aktivitäten zuletzt deutlich verstärkt, Spannungen in der Region nehmen zu.
Auf der Straße von
Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der
Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.
Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.
Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.
Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.
In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.
Oromia-Region
Vor Reisen in Teilbereiche des Regionalstaates Oromia (Zonen westlich von Addis Abeba, einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa, sowie die Zone Arsi) wird gewarnt; von Reisen in den übrigen Zonen Oromias wird abgeraten.
In Teilen der Region Oromia kommt es gelegentlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften, auch unter Einsatz von Waffen. Es kann zu Straßensperrungen, Überfällen auf Fahrzeuge sowie Entführungen kommen.
Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia. In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.
Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambella wird gewarnt.
In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt. Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.
Central Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen in den Regionalstaat Central Ethiopia wird abgeraten.
South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und South Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen die Regionalstaaten South West Ethiopian People’s Region, South Ethiopia und Sidama wird abgeraten. In Süd-Omo kam es zuletzt häufiger zu Auseinandersetzung – auch mit Opfern unter den Touristen.
Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.
Kriminalität
In Addis Abeba, aber auch in anderen Städten und auf dem Land, kommt es im Zusammenhang mit der schlechten wirtschaftlichen Lage Äthiopiens immer häufiger zu Taschendiebstählen und Raubüberfällen auf Ausländer. Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba, in Seitenstraßen (insbesondere in der Umgebung der Airport Road im Stadtteil Bole) und bei Dunkelheit geboten. Außerdem kommt es vermehrt zu Vergewaltigungen ausländischer Reisender.
Diebstähle von Wertgegenständen durch Sicherheitspersonal bei der Durchleuchtung des Gepäcks können vorkommen.
- Wenn Sie abgeholt werden, stellen Sie – ggf. durch Anruf bei Ihrem Hotel oder Ihrer Kontaktperson – sicher, dass Sie wissen, wer Sie abholt und wie die Kennzeichennummer des Autos lautet.
- Nutzen Sie nach Ankunft am Flughafen möglichst nur von Ihrem Hotel oder Reiseunternehmen organisierte Transportmittel oder die gelben Taxiunternehmen.
- Wenn Sie im Auto unterwegs sind, achten Sie darauf, dass die Fenster allenfalls einen kleinen Spalt geöffnet und die Türen verriegelt sind – insbesondere vor Ampeln und bei Verkehrsstaus kann es aggressiver Bettelei und zu Diebstählen kommen.
- Seien Sie in touristischen Gegenden und Ausgehvierteln in Addis Abeba besonders wachsam.
- Unterlassen Sie Spaziergänge, besonders vor Sonnenaufgang und nach Einbruch der Dunkelheit und wenn Sie allein unterwegs sind.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Vermeiden Sie Konfrontationen, die zu Gewaltanwendung gegen Sie führen könnten.
- Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten (siehe auch Reiseinfos Führerschein).
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
- Überlegen Sie, während des Aufenthalts in Äthiopien statt eines hochwertigen Smartphones ein günstiges, ggf. gebrauchtes Gerät mitzuführen.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Legen Sie bei der Durchleuchtung Ihres Gepäcks am Flughafen Wertgegenstände wie Armbanduhren oder Mobiltelefone nicht einfach in den Behälter, sondern in ein verschließbares Gepäckstück.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
LGBTIQ
Homosexuelle Handlungen sind in Äthiopien strafbar und können Haftstrafen bis zu 15 Jahren zur Folge haben.
Es wird dringend empfohlen, sich nicht in der Öffentlichkeit als LGBTIQ erkennen zu geben, da ablehnende oder auch aggressive Reaktionen befürchtet werden müssen. Nach europäischen Maßstäben völlig unverfängliche Verhaltensweisen wie das Tragen von Ohrringen durch Männer können bereits zu einer Gefährdung führen. Auch im Privaten, besonders bei der Nutzung von Dating-Apps, wird größte Vorsicht empfohlen.
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Äthiopische Birr (ETB). Reisende sollten ausreichend EUR oder USD für die gesamte Reisedauer mit sich führen. EUR werden außerhalb der Hauptstadt nur in wenigen Orten gewechselt oder akzeptiert. Innerhalb der Hauptstadt ist der Umtausch von Euro-Noten sowie die Zahlung per Kreditkarte problemlos möglich. Beim Kauf von USD-Noten sollte darauf geachtet werden, möglichst neue Noten zu erwerben, da Scheine älterer Serien in Äthiopien nicht akzeptiert werden.
Versuche, Geld auf dem Schwarzmarkt zu tauschen, sind strafbar und können mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet werden. Fremdwährung darf nur in Banken und lizensierten Wechselstuben getauscht werden.
Geldabheben mit Kreditkarten ist an Geldautomaten in der Hauptstadt sowie den mittleren und größeren Städten Äthiopiens möglich. Außerhalb der Hauptstadt werden Kreditkarten oft nur in größeren Hotels akzeptiert, wobei damit gerechnet werden muss, dass Zahlvorgänge an den häufig vorkommenden Störungen der Telekommunikationsinfrastruktur scheitern.
- Bitte beachten Sie jedoch die Hinweise zur Einfuhr von Bargeld im Abschnitt Einreise und Zoll - Einfuhrbestimmungen.
Einreise und Zoll
Visum
Personen, die nach Äthiopien einreisen wollen, müssen über ein gültiges Visum oder einen Aufenthaltstitel für Äthiopien verfügen. Das gilt auch für Inhaber von Dienst- oder Diplomatenpässen.
Visum vor der Einreise
Das Visum kann vor Reiseantritt bei der
äthiopischen Botschaft in Berlin oder als
E-Visum beantragt werden; der Zahlungsvorgang bei Beantragung des E-Visum ist jedoch mitunter fehleranfällig. Inhaber von E-Visa sollten unbedingt den Ausdruck des Visums sowie den Zahlungsnachweis der Gebühr mit sich führen, da sonst am Flughafen die Gebühr u. U. noch einmal gezahlt werden muss. Das E-Visum berechtigt ausschließlich zur Einreise über den Internationalen Flughafen Addis Abeba Bole.
Die genauen Einreisebestimmungen und aktuellen Visagebühren können bei der zuständigen
äthiopischen Auslandsvertretung erfragt werden.
Visum bei Einreise („Visa on arrival“)
Für touristische Reisen können Visa zur einmaligen Einreise bei Ankunft am Flughafen
(„Visa on arrival“) erteilt werden.
- Erkundigen Sie sich vor Abreise zu den geltenden Bedingungen für die Erteilung und der Höhe der Gebühr. Beachten Sie zudem, dass die Bezahlung in bar mit möglichst neuen USD-Noten Noten erfolgen muss. Die Möglichkeit zur Kreditkartenzahlung ist nicht automatisch gegeben.
- Wenn Sie das „Visa on arrival“ nutzen möchten, vergewissern Sie sich vorab bei der von Ihnen gewählten Fluggesellschaft, dass Ihnen die Beförderung ohne ein vor Flugantritt ausgestelltes Visum gestattet wird.
- Die „Visa on arrival“ werden an einem gesonderten Schalter beantragt und bezahlt. Es kann zu längeren Wartezeiten oder Verzögerungen aufgrund von Sprachbarrieren kommen.
Einreisekontrolle
Wenn die Grenzbehörden vermuten, dass Ausländer zu einem Zweck einreisen wollen, der nicht mit dem im Visum angegebenen Aufenthaltszweck übereinstimmt, wird die Einreise verweigert und der Pass bis zum Abflug einbehalten.
Erfassung biometrischer Daten
Bei der Aus- und Einreise werden die Reisenden im Rahmen der Passkontrolle fotografiert und – außer bei Diplomaten – ihre Fingerabdrücke gescannt. Eine Weigerung zur Mitwirkung kann zu einer Verweigerung der Aus- oder Einreise führen.
Transit in andere ostafrikanische Länder
Eine visumfreie Einreise für bis zu 24 Stunden ist mit einem Ethiopian-Airlines-Ticket unter Umständen möglich; Auskünfte hierzu erteilt die Fluggesellschaft.
Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti
Die dschibutischen Auslandsvertretungen in Äthiopien verlangen zur Visumerteilung in manchen Fällen eine Verbalnote der Deutschen Botschaft Addis Abeba. Dem kann die Deutsche Botschaft jedoch aus rechtlichen Gründen nicht nachkommen; die Visumbeantragung ist grundsätzlich eine Privatangelegenheit und Dschibuti gehört nicht zum diplomatischen Amtsbezirk.
- Beantragen Sie das Visum für Ihre Weiterreise nach Dschibuti entweder online als E-Visum oder vor der Abreise aus Deutschland bei der Botschaft von Dschibuti in Berlin.
- Bitte beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für Dschibuti.
Verlängerung des Aufenthalts
Visumverlängerungen müssen rechtzeitig vor Ablauf des Visums beim Hauptbüro der äthiopischen Einwanderungsbehörde in Addis Abeba beantragt werden. Sofern eine Verlängerung des Aufenthalts geplant ist, sollte ein ausreichender USD-Betrag mitgeführt werden, da ausländische Währung in Äthiopien praktisch nicht erhältlich ist und die Gebühr nur in USD gezahlt werden kann. Eine Gewähr für eine Verlängerung gibt es nicht. Bei Überschreiten der Aufenthaltsdauer ist mit einer hohen Geldstrafe zu rechnen, die ebenfalls nur in USD gezahlt werden kann. Darüber hinaus kann im Einzelfall auch eine Haftstrafe angeordnet werden.
Passverlust
Reisende, denen der Pass während ihres Aufenthalts in Äthiopien gestohlen oder anderweitig abhandengekommen ist, müssen diesen Verlust bei der zuständigen äthiopischen Polizeidienststelle anzeigen. Sie erhalten dort eine Verlustbescheinigung. Damit kann anschließend bei der Deutschen Botschaft Addis Abeba ein Reiseausweis als Passersatz oder ein vorläufiger Reisepass beantragt und ausgestellt werden. Anschließend muss unter Vorlage der polizeilichen Verlustbescheinigung bei der äthiopischen Ausländerbehörde in Addis Abeba (Department for Immigration and Nationality Affairs) ein Ausreisevisum („exit visa“) beantragt werden; ohne dieses ist die Ausreise nicht möglich.
Das Verfahren ist umständlich und erstreckt sich in der Regel über mehrere Arbeitstage. Die dafür erhobene Gebühr beträgt zwischen 50 USD und 75 USD pro Person. Gebührenerhöhungen sind jederzeit möglich. Für Personen, die der Landessprachen nicht mächtig sind, empfiehlt sich die Hinzuziehung eines Sprachmittlers.
Ausreisegebühr
Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von 20 USD fällig. Wenn diese nicht schon im Ticketpreis enthalten ist, muss sie in bar am Flughafen entrichtet werden.