Teilreisewarnung Äthiopien 11.08.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Teilreisewarnung Äthiopien 05.11.2024 | Ausreiseaufruf aus der Region Amhara

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 19.12.2023

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Aktuelles; Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen; Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene; Neustrukturierung Gesundheitsteil)


Gesundheit
Aktuelles

2024 wurden im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Malariafälle gemeldet, mit einem zusätzlich signifikanten Anstieg der Fallzahlen seit September. Dabei sind insbesondere die Regionen Oromia, Amhara und der Süden des Landes besonders stark betroffen. Äthiopien ist ganzjährig Hochrisikogebiet für Malaria in Regionen ≤ 2.500 Höhenmetern. Reisende sollten daher konsequent auf Mückenschutz achten und eine Malariaprophylaxe einnehmen, siehe Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen.

Impfschutz
  • Pflichtimpfungen:
    Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets ist ab dem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
  • Reiseimpfungen:
    Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
  • Standardimpfungen:
    Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des RKI auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern und Diphtherie sichergestellt werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Äthiopien ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Es fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Es gibt einige gut ausgestattete Einrichtungen, größere, langfristig planbare Operationen sollten jedoch in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor. Insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen sollten Reisen nach Äthiopien auch wegen zusätzlicher Belastungen (z. B: Höhenlage von ca. 2.400 Hm) sorgfältig abgewogen werden.
  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
  • Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) und Mischinfektionen beträgt 76%, 22% entfallen auf Malaria tertiana (Plasmodium vivax), 2% auf andere. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist regional unterschiedlich:
  • Ganzjährig hohes Risiko: unterhalb von 2.500 Hm im ganzen Land inklusive der Stadt Lalibela
  • Ganzjährig geringes Risiko: Addis Abeba, Höhenlagen oberhalb 2.500 Hm
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniasis, Lymphatische Filariosen und Zikavirus-Infektionen.
  • Schützen Sie sich tagsüber, in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt eine Impfung gegen Gelbfieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria wird in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Malariaprophylaxe empfohlen.
  • Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Äthiopien wurde Poliomyelitis (cVDPV-2) nachgewiesen.
  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten ≥ 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt < 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis.
  • Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
In Äthiopien besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen treten in der Trockenzeit von Dezember bis Mai auf, vorwiegend im Westen und Süden des Landes.
  • Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
  • Beachten Sie lokale Warnungen.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY-Impfung ärztlich beraten.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. In Äthiopien leben eine Reihe gefährlicher, teils nachtaktiver Giftschlangen, giftiger Spinnen und Skorpione.
  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren.
  • Sollten Sie von einem Hund, einer Schlange, Spinne oder Skorpion gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung. Gegengifte sind nur begrenzt erhältlich.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung vor Reiseantritt beraten. Beachten Sie, dass Immunglobuline nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind und bei aktiven Tollwutimpfstoffen Lieferengpässe vorkommen können.
  • Beachten Sie bei Schlangenbissen die Hinweise zu Schlangenbisse.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
  • Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Aufgrund der Lage Addis Abebas zwischen Bergen kann es zu Inversionswetterlagen kommen, wodurch sich die Luftverschmutzung verstärkt.
  • Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index sowie die App IQAir.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen. Aufgrund der Höhenlage ist die UV-Exposition wesentlich intensiver als auf Meereshöhe.
  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen in große Höhe können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
  • Beachten Sie unsere Informationen zur Höhenkrankheit.
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Äthiopien 12.03.2025 | Ausreiseaufruf aus der Region Amhara

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 12.03.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage)
- Sicherheit (Teilreisewarnung für Tigray; Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Sicherheitslage

Aktuell kommt es zu erhöhten Spannungen zwischen verschiedenen politischen Fraktionen in Tigray. Auch gewaltsame Zusammenstöße können nicht ausgeschlossen werden. Die Lage ist sehr volatil. Vor Reisen in die Region Tigray wird daher gewarnt.

Es gibt seit Anfang August 2023 Kampfhandlungen zwischen den Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen in der Region Amhara und Oromia, gelegentlich unter Einsatz schwerer Waffen. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren und Einschränkung der Internetnutzung kommen. Auch Strom- und Internetabschaltungen kamen vor.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten. Falls Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Aktionen der äthiopischen Streitkräfte gegen bewaffnete Gruppen und zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.

In der Region Amhara kam es Anfang August erneut zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF) in allen größeren Städten, Flughäfen waren vorübergehend geschlossen sowie das Internet abgeschaltet. Es muss jederzeit mit einem erneuten Gewaltausbruch gerechnet werden. Die Regierung hat den Ausnahmezustand in Amhara verhängt (siehe Aktuelles).
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Region Amhara und Tigray sowie das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km) wird gewarnt. Von Reisen in die Region Afar wird abgeraten.


In dem 2020 begonnenen bewaffneten Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und der TPLF haben sich Ende 2022 beide Seiten auf eine dauerhafte Waffenruhe zur Beilegung des Tigray-Konflikts geeinigt, die Lage bleibt gleichwohl volatil und muss kontinuierlich beobachtet werden. Das westliche Gebiet in Tigray ist zwischen Amhara und Tigray umstritten und wird derzeit von amharischen Milizen kontrolliert. In Amhara muss jederzeit mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften gerechnet werden, einschließlich einer Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Regionen (siehe Aktuelles).

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.


In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.

Oromia-Region
Vor Reisen in die Region Oromia wird gewarnt.


In der Region Oromia kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften. Immer wieder gibt es Straßensperrungen, Überfälle auf Fahrzeuge sowie Entführungen.

Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia; es ist in den vergangenen Wochen bereits zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambela wird gewarnt.


In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt.Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Central Ethiopia Region, South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und Southern Ethiopia Region
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 10 km) zu Südsudan und Kenia wird gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Gebiete der Central Ethiopia Region, South West Ethiopian Peoples’ Region, Southern Ethiopia Region und der Region Sidama wird abgeraten.


Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Äthiopien 02.07.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 02.07.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Teilreisewarnung)
- Einreise und Zoll (Anmerkungen; Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Kampfhandlungen in der Region Amhara

Seit dem 4. August 2023 gilt der Ausnahmezustand für die Region Amhara. Die Lage in der Region bleibt volatil. An verschiedenen Orten der Region wird vereinzelt gekämpft.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Wägen Sie das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort zum Flughafen sorgfältig ab.
  • Nutzen Sie bestehende Ausreisemöglichkeiten aus der Region Amhara. Achten Sie dabei in jedem Fall auf Ihre eigene Sicherheit und die anderer Mitreisender.
  • Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der Region derzeit angeflogen werden.
  • Falls Sie das Risiko einer Ausreise aus der Region Amhara derzeit als zu hoch bewerten, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Informieren Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft zu den aktuell bestehenden Reiseoptionen.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
Sicherheitslage
Aktuell kommt es zu erhöhten Spannungen zwischen verschiedenen politischen Fraktionen in Tigray. Auch gewaltsame Zusammenstöße können nicht ausgeschlossen werden. Die Lage ist sehr volatil. Vor Reisen in die westliche Zone der Region Tigray wird daher gewarnt.

Es gibt seit Anfang August 2023 Kampfhandlungen zwischen den Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen in der Region Amhara und Oromia, gelegentlich unter Einsatz schwerer Waffen. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren und Einschränkung der Internetnutzung kommen. Auch Strom- und Internetabschaltungen kamen vor.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten. Falls Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.


Einreise und Zoll
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Es wird jedoch dringend empfohlen, darauf zu achten, dass die Reisedokumente noch mindestens sechs Monate über den gesamten geplanten Aufenthaltszeitraum in Äthiopien hinaus gültig bleiben.

Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti
Die dschibutischen Auslandsvertretungen in Äthiopien verlangen zur Visumerteilung oft eine Verbalnote der Deutschen Botschaft Addis Abeba. Das Visum für Djibouti kann auch auf anderem Wege beantragt werden, diese Verbalnoten werden daher durch die Deutsche Botschaft Addis Abeba nicht ausgestellt.
  • Beantragen Sie das Visum für Ihre Weiterreise nach Dschibuti entweder online als E-Visum oder vor der Abreise aus Deutschland bei der Botschaft von Dschibuti in Berlin.
  • Bitte beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für Dschibuti.
Auswärtiges Amt

Gruß
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Teilreisewarnung Äthiopien 14.11.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 14.11.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Hämorrhagisches Fieber; Kampfhandlungen in der Region Amhara)
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • die Zonen Ari (einschließlich der Stadt Jinka), Basketo, Gofa und South Omo der South West Ethiopian People’s Region;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Hämorrhagisches Fieber

Äthiopische Behörden haben am 12. November 2025 über mehrere Verdachtsfälle von hämorrhagischem Fieber in der Stadt Jinka im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Südsudan informiert. Es sind mehrere Todesfälle aufgetreten. Ergebnisse entsprechender Laboruntersuchungen sind derzeit ausstehend.
  • Halten Sie sich bei nicht vermeidbaren Reisen streng an die Auflagen der Behörden.
  • Achten Sie auf adäquate Handhygiene.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
  • Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
  • Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Blutungen auftreten.
Kampfhandlungen in der Region Amhara
Die Lage in der Region Amhara bleibt volatil. An verschiedenen Orten der Region wird vereinzelt gekämpft.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Wägen Sie das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort zum Flughafen sorgfältig ab.
  • Nutzen Sie bestehende Ausreisemöglichkeiten aus der Region Amhara. Achten Sie dabei in jedem Fall auf Ihre eigene Sicherheit und die anderer Mitreisender.
  • Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der Region derzeit angeflogen werden.
  • Falls Sie das Risiko einer Ausreise aus der Region Amhara derzeit als zu hoch bewerten, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Informieren Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft zu den aktuell bestehenden Reiseoptionen.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionen Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • die Zonen Ari (einschließlich der Stadt Jinka), Basketo, Gofa und South Omo der South West Ethiopian People’s Region;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Aktionen der äthiopischen Streitkräfte gegen bewaffnete Gruppen und zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.

In der Region Amhara kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF) vor allem in den größeren Städten. Es muss jederzeit mit erneuten Gewaltausbrüchen sowie Flughafenschließungen und Internetabschaltungen gerechnet werden (siehe Aktuelles).
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Region Amhara und die westliche Zone der Region Tigray sowie das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km) wird gewarnt. Von Reisen in die Region Afar sowie die übrigen Gebiete der Region Tigray wird abgeraten.


Trotz der Beilegung des Tigray-Konflikts bleibt die Lage in der Region gleichwohl volatil und muss kontinuierlich beobachtet werden. Die westliche Zone der Region Tigray ist umstritten und wird derzeit von amharischen Milizen kontrolliert. In Amhara muss jederzeit mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften gerechnet werden, einschließlich einer Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Regionen (siehe Aktuelles).

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.


In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.

Oromia-Region
Vor Reisen in die Region Oromia wird gewarnt.


In der Region Oromia kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften. Immer wieder gibt es Straßensperrungen, Überfälle auf Fahrzeuge sowie Entführungen.

Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia; es ist in den vergangenen Wochen bereits zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambela wird gewarnt.

In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt.Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Central Ethiopia Region, South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und Southern Ethiopia Region
Vor Reisen in das Grenzgebiet (ca. 10 km) zu Südsudan und Kenia sowie vor Reisen in die Zonen Ari (einschließlich der Stadt Jinka), Basketo, Gofa und South Omo der South West Ethiopian People’s Region wird gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Gebiete der Central Ethiopia Region, South West Ethiopian Peoples’ Region, Southern Ethiopia Region und der Region Sidama wird abgeraten.


Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.

Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Die Landgrenzen sind aufgrund der militärischen Auseinandersetzung weiterhin teilweise geschlossen. Es gibt außer einer modernen Eisenbahnverbindung von Addis Abeba nach Dschibuti, die jedoch mitunter unregelmäßig verkehrt, nur eingeschränkten Zug- und Busverkehr. Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden.

Insbesondere in den Grenzregionen und abseits regelmäßig befahrener Straßen ist von einem erhöhten Risiko durch Überfälle und Landminen auszugehen. Zudem sind außerhalb der Hauptstadt die Möglichkeiten, bei Verkehrsunfällen Hilfe zu erhalten, äußerst beschränkt.

Der Grenzübertritt mit einem Privatfahrzeug nach Äthiopien ist in der Zeit von Freitag, 18 Uhr bis Montag, 6 Uhr und unter der Woche in den Nachtstunden zwischen 18 und 6 Uhr grundsätzlich nicht möglich.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Holen Sie vor notwendigen Reisen ins Landesinnere genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage im Einzelfall ein.
  • Verzichten Sie möglichst auf Überlandfahrten. Neben sonstigen Gefährdungen ist bei schlechten Lichtverhältnissen (Dämmerung/Nacht) die Unfallgefahr erhöht.
  • Schalten Sie möglichst immer ortskundige Führer ein und stimmen Sie ggf. auch die Reise mit den örtlichen Behörden ab.
  • Bereiten Sie Überlandreisen entsprechend mit Proviant, Wasser und sinnvoller Ausrüstung (Powerbank, Ersatzreifen, Starthilfekabel etc.) vor.
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Teilreisewarnung Äthiopien 17.11.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 17.11.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Marburg-Virus-Infektionen)


Aktuelles
Marburg-Virus-Infektionen

Äthiopische Behörden haben am 14. November 2025 einen Ausbruch von Marburg-Virus-Infektionen in der Stadt Jinka im Südwesten des Landes nahe der Grenze zu Südsudan bestätigt. Es sind mehrere Todesfälle aufgetreten.
  • Halten Sie sich bei nicht vermeidbaren Reisen streng an die Auflagen der Behörden.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
  • Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
  • Achten Sie auf adäquate Handhygiene.
  • Meiden Sie den Kontakt mit Tieren und verzehren Sie kein Fleisch von Wildtieren oder unklaren Ursprungs.
  • Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Blutungen auftreten.
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Teilreisewarnung Äthiopien 25.11.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 25.11.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Marburg-Virus-Infektionen)
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Impfschutz)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • die South West Ethiopian People’s Region, den Regionalstaat South Ethiopia und den Regionalstaat Sidama;
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Marburg-Virus-Infektionen

Äthiopische Behörden haben am 14. November 2025 einen Ausbruch von Marburg-Virus-Infektionen, ausgehend von der Stadt Jinka im Regionalstaat South West Ethiopia People’s Region nahe der Grenze zu Südsudan, bestätigt. Es sind mehrere Todesfälle aufgetreten. Mittlerweile hat sich der Ausbruch nach teils unbestätigten Berichten auch auf die Regionalstaaten South Ethiopia und Sidama ausgeweitet.
  • Halten Sie sich bei nicht vermeidbaren Reisen streng an die Auflagen der Behörden.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Besuchen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen, der Teilnahme an Beerdigungen und dem Aufenthalt in großen Menschenmengen ab.
  • Meiden Sie jeden Kontakt mit Erkrankten und Verdachtsfällen sowie deren Körperflüssigkeiten.
  • Achten Sie auf adäquate Handhygiene.
  • Meiden Sie den Kontakt mit Tieren und verzehren Sie kein Fleisch von Wildtieren oder unklaren Ursprungs.
  • Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Blutungen auftreten.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und die westliche Zone der Region Tigray;
  • die South West Ethiopian People’s Region, den Regionalstaat South Ethiopia und den Regionalstaat Sidama;
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Aktionen der äthiopischen Streitkräfte gegen bewaffnete Gruppen und zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.

In der Region Amhara kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF) vor allem in den größeren Städten. Es muss jederzeit mit erneuten Gewaltausbrüchen sowie Flughafenschließungen und Internetabschaltungen gerechnet werden (siehe Aktuelles).
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Region Amhara und die westliche Zone der Region Tigray sowie das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km) wird gewarnt. Von Reisen in die Region Afar sowie die übrigen Gebiete der Region Tigray wird abgeraten.


Trotz der Beilegung des Tigray-Konflikts bleibt die Lage in der Region gleichwohl volatil und muss kontinuierlich beobachtet werden. Die westliche Zone der Region Tigray ist umstritten und wird derzeit von amharischen Milizen kontrolliert. In Amhara muss jederzeit mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften gerechnet werden, einschließlich einer Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Regionen (siehe Aktuelles).

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.


In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.

Oromia-Region
Vor Reisen in die Region Oromia wird gewarnt.


In der Region Oromia kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften. Immer wieder gibt es Straßensperrungen, Überfälle auf Fahrzeuge sowie Entführungen.

Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia; es ist in den vergangenen Wochen bereits zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambela wird gewarnt.


In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt. Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Central Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen in den Regionalstaat Central Ethiopia wird abgeraten.

South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und Southern Ethiopia Region
Vor Reisen die Regionalstaaten South West Ethiopian People’s Region, South Ethiopia und Sidama wird gewarnt.


Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.

Gesundheit
Marburg-Virus-Infektionen, siehe Aktuelles.

Impfschutz
  • Pflichtimpfungen:
    Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets ist ab dem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
  • Reiseimpfungen:
    Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
  • Standardimpfungen:
    Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern und Diphtherie sichergestellt werden.
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Teilreisewarnung Äthiopien 27.01.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 27.01.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Marburg-Virus-Infektionen)


Aktuelles
Marburg-Virus-Infektionen

Der von den äthiopischen Behörden am 14. November 2025 bestätigte Ausbruch von Marburg-Virus-Infektionen wurde am 26. Januar 2026 für beendet erklärt, 42 Tage nach Auftreten des letzten Falles.
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Teilreisewarnung Äthiopien 29.01.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 29.01.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Teilreisewarnung; Lage im Regionalstaat Tigray; Sicherheitslage)
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Innenpolitische Lage: Regionen Afar, Amhara und Tigray)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Lage im Regionalstaat Tigray

Ethiopian Airlines hat für den 29. und 30. Januar 2026 alle Flüge von und in den Regionalstaat Tigray storniert; weitere Stornierungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Lage ist unübersichtlich, das Aufflammen von Kampfhandlungen kann nicht ausgeschlossen werden. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren, Stromabschaltungen und Einschränkung der Internetnutzung kommen.

Sicherheitslage
Aktuell kommt es zu erhöhten Spannungen zwischen verschiedenen politischen Fraktionen in Tigray. Auch gewaltsame Zusammenstöße können nicht ausgeschlossen werden. Die Lage ist sehr volatil. Vor Reisen in den Regionalstaat Tigray wird daher gewarnt.

Es gibt seit Anfang August 2023 Kampfhandlungen zwischen den Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen in den Regionen Amhara und Oromia, gelegentlich unter Einsatz schwerer Waffen. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren und Einschränkung der Internetnutzung kommen. Auch Stromabschaltungen kamen vor.

In zahlreichen Gebieten im Land kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten. Falls Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Innenpolitische Lage
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Regionen Amhara und Tigray sowie das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km) wird gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in die Region Afar wird abgeraten.


Trotz der Beilegung des Tigray-Konflikts bleibt die Lage in der Region gleichwohl volatil und muss kontinuierlich beobachtet werden. Die westliche Zone der Region Tigray ist umstritten und wird derzeit von amharischen Milizen kontrolliert. In Amhara muss jederzeit mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und Sicherheitskräften gerechnet werden, einschließlich einer Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Regionen (siehe Aktuelles).

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.
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Teilreisewarnung Äthiopien 30.01.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 30.01.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Lage im Regionalstaat Tigray)


Aktuelles
Lage im Regionalstaat Tigray

Ethiopian Airlines hat in den vergangenen Tagen Flüge von und in den Regionalstaat Tigray storniert; weitere Stornierungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Lage ist unübersichtlich. Es ist an mehreren Orten zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen; eine Ausweitung der Kampfhandlungen ist möglich. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren, Stromabschaltungen und Einschränkung der Internetnutzung kommen.
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Teilreisewarnung Äthiopien 24.02.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 24.02.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Teilreisewarnung; Sicherheitslage)
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Sicherheitslage

Die Lage im Norden Äthiopiens ist sehr volatil, insb. in den Regionalstaaten Tigray und Amhara sowie den angrenzenden Gebieten, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. Bereits Ende Januar 2026 kam es in Tigray an mehreren Orten zu bewaffneten Auseinandersetzungen; eine Ausweitung der Kampfhandlungen ist möglich. In der Region Amhara kommt es seit Jahren immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen. Vor Reisen in den Regionalstaat Tigray, in die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar und die Region Amhara wird daher gewarnt.

Neben der Lage im Norden des Landes kommt es auch in zahlreichen anderen Gebieten des Landes regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten. Falls Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Nutzen Sie bestehende Ausreisemöglichkeiten. Achten Sie dabei in jedem Fall auf Ihre eigene Sicherheit und die anderer Mitreisender.
  • Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der jeweiligen Region derzeit noch angeflogen werden.
  • Falls Sie das Risiko einer Ausreise aus den Regionalstaaten derzeit als zu hoch bewerten, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt überall im Land regelmäßig zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Aktionen der äthiopischen Streitkräfte gegen bewaffnete Gruppen und zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Regionen Amhara und Tigray, das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km) sowie in die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar wird gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in andere Gebiete der Region Afar wird abgeraten.


Bereits Ende Januar 2026 kam es in Tigray an mehreren Orten zu bewaffneten Auseinandersetzungen; eine Ausweitung der Kampfhandlungen ist möglich. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren, Flugraum-/Grenzsperrungen, Stromabschaltungen sowie Einschränkungen der Internetnutzung kommen. In der Region Amhara kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF), vor allem in den größeren Städten. Es muss jederzeit mit erneuten Gewaltausbrüchen (einschließlich einer Ausweitung des Konflikts auf benachbarte Regionen) sowie Flughafenschließungen und Internetabschaltungen gerechnet werden (siehe Aktuelles).

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften.

Die Lage im Grenzgebiet zwischen Tigray und Afar ist zunehmend instabil. Verschiedene Akteursgruppen haben Präsenz und Aktivitäten zuletzt deutlich verstärkt, Spannungen in der Region nehmen zu.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.


In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.

Oromia-Region
Vor Reisen in die Region Oromia wird gewarnt.


In der Region Oromia kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften, auch unter Einsatz schwerer Waffen. Immer wieder gibt es Straßensperrungen, Überfälle auf Fahrzeuge sowie Entführungen. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren und Einschränkung der Internetnutzung sowie Stromabschaltungen kommen.

Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia. In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambella wird gewarnt.


In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt.Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Central Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen in den Regionalstaat Central Ethiopia wird abgeraten.

South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und South Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen die Regionalstaaten South West Ethiopian People’s Region, South Ethiopia und Sidama wird abgeraten.

Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.
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Siehe auch

BPfeilB Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea

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Teilreisewarnung Äthiopien 20.04.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 20.04.2026

Letzte Änderungen:
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)


Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Äthiopien ist aktuell von einer Kraftstoffknappheit betroffen. Im gesamten Land, insbesondere in Regionen fern der Hauptstadt, ist es derzeit schwierig, Kraftstoffe, insbesondere Diesel, zu erhalten. Zeitweise sind regional keinerlei Kraftstoffe verfügbar.

Die Landgrenzen sind aufgrund der militärischen Auseinandersetzung weiterhin teilweise geschlossen. Es gibt außer einer modernen Eisenbahnverbindung von Addis Abeba nach Dschibuti, die jedoch mitunter unregelmäßig verkehrt, nur eingeschränkten Zug- und Busverkehr. Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden.

Insbesondere in den Grenzregionen und abseits regelmäßig befahrener Straßen ist von einem erhöhten Risiko durch Überfälle und Landminen auszugehen. Zudem sind außerhalb der Hauptstadt die Möglichkeiten, bei Verkehrsunfällen Hilfe zu erhalten, äußerst beschränkt.

Der Grenzübertritt mit einem Privatfahrzeug nach Äthiopien ist in der Zeit von Freitag, 18 Uhr bis Montag, 6 Uhr und unter der Woche in den Nachtstunden zwischen 18 und 6 Uhr grundsätzlich nicht möglich.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten.
  • Holen Sie vor notwendigen Reisen ins Landesinnere genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage im Einzelfall ein und führen Sie ausreichend Kraftstoff, Proviant, Wasser und Ausrüstung für Verzögerungen/Notlagen mit.
Auswärtiges Amt


Siehe auch

BPfeilB Auswirkungen Iran-Krieg: Benzin und Diesel in Äthiopien

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Teilreisewarnung Äthiopien 28.05.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 28.05.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela, Oromia, (mit Ausnahme der Route von Addis Abeba nach Hawassa, von welcher abgeraten wird), Somali und Tigray sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
  • das Grenzgebiet zu Südsudan und Kenia (ca. 10 km);
  • das Grenzgebiet zu Eritrea (ca. 10 km)
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Sicherheitslage

Die Lage im Norden Äthiopiens ist sehr volatil, insb. in den Regionalstaaten Tigray und Amhara sowie den angrenzenden Gebieten, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. Bereits Ende Januar 2026 kam es in Tigray an mehreren Orten zu bewaffneten Auseinandersetzungen; eine Ausweitung der Kampfhandlungen ist möglich. In der Region Amhara kommt es seit Jahren immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen. Vor Reisen in den Regionalstaat Tigray, in die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar und die Region Amhara wird daher gewarnt.

Neben der Lage im Norden des Landes kommt es auch in zahlreichen anderen Gebieten des Landes regelmäßig zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.

Für den 1. Juni 2026 sind Parlamentswahlen geplant. Im Zusammenhang mit den Wahlen kann es landesweit zu Demonstrationen, Protesten und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und das Abraten von nicht notwendigen Reisen für alle übrigen Gebiete Äthiopiens, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in von Kampfhandlungen betroffenen Gebieten. Falls Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Nutzen Sie bestehende Ausreisemöglichkeiten. Achten Sie dabei in jedem Fall auf Ihre eigene Sicherheit und die anderer Mitreisender.
  • Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der jeweiligen Region derzeit noch angeflogen werden.
  • Falls Sie das Risiko einer Ausreise aus den Regionalstaaten derzeit als zu hoch bewerten, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Auswärtiges Amt


Siehe auch

BPfeilB Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea

BPfeilB Sudan und Äthiopien am Rande des Krieges?

BPfeilB Auswirkungen Iran-Krieg: Benzin und Diesel in Äthiopien

Gruß
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Teilreisewarnung Äthiopien 11.08.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 11.08.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Aktuelles; Sicherheitslage)
- Sicherheit (Sicherheitshinweis; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (LGBTIQ; Geld/Kreditkarten; Visum; Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti)


Aktuelles
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Tigray, Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela und Somali sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
  • das Grenzgebiet zu Eritrea, Südsudan, Sudan und Kenia (ca. 10 km zum Grenzverlauf).
  • alle Zonen westlich von Addis Abeba des Regionalstaates Oromia (einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa), sowie die Zone Arsi des Regionalstaates Oromia;
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens – inklusive der Zonen der Region Oromia, die nicht von der Teilreisewarnung umfasst sind -, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Sicherheitslage

Die Lage im Norden Äthiopiens bleibt geprägt von Kampfhandlungen, insb. in den Regionalstaaten Tigray und Amhara sowie den angrenzenden Gebieten, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage. Anfang August 2026 kam es zu schweren Kämpfen in West-Tigray, an der Grenze zu Sudan. Zuvor kam es Ende Januar 2026 an mehreren Orten in Tigray zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Eine Ausweitung der Kampfhandlungen in Nord-Äthiopien ist jederzeit möglich. Es besteht somit auch das Risiko, dass es kurzfristig zu schweren Beeinträchtigungen der Ausreisemöglichkeiten, wie die Schließung des Luftraums oder Stornierung der Flugverbindungen in der gesamten Region Tigray kommen kann. Vor Reisen in die Region Tigray sowie in die Grenzgebiete zwischen Tigray und Amhara sowie zwischen Tigray und Afar wird gewarnt.

In Amhara kommt es seit Jahren immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Sicherheitskräften der äthiopischen Bundesregierung und lokalen Milizen. Vor Reisen in die Region Amhara wird daher gewarnt.

Auch in zahlreichen anderen Gebieten des Landes kommt es gelegentlich zu gewaltsamen Protesten und bewaffneten Auseinandersetzungen.
  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung und den Sicherheitshinweis.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Ergänzen Sie diese bei Bedarf.
  • Reisen Sie nicht in von Kampfhandlungen betroffene Gebiete. Falls es unerwartet zu Kampfhandlungen kommt und Sie sich gerade in einem solchen Bereich aufhalten, seien Sie vorsichtig, begeben Sie sich an einen geschützten Ort und bleiben Sie dort, bis Sie ihn sicher verlassen können.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich auf der Website von Ethiopian Airlines darüber, welche Flughäfen in der jeweiligen Region derzeit noch angeflogen werden.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; nutzen Sie für unbedingt notwendige Reisen soweit wie möglich Inlandsflüge.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Armee, Milizen Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Halten Sie stets ein gültiges Ausweispapier bereit.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig. Dies gilt auch für religiöse Massenveranstaltungen, bei denen es in jüngerer Vergangenheit auch zu Gewalttätigkeiten kam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die folgenden Regionen und Gebiete wird gewarnt:
  • die Regionalstaaten Tigray, Amhara, Benishangul-Gumuz, Gambela und Somali sowie die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar;
  • das Grenzgebiet zu Eritrea, Südsudan, Sudan und Kenia (ca. 10 km zum Grenzverlauf).
  • alle Zonen westlich von Addis Abeba des Regionalstaates Oromia (einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa), sowie die Zone Arsi des Regionalstaates Oromia;
Von nicht notwendigen Reisen in alle übrigen Gebiete Äthiopiens – inklusive der Zonen der Region Oromia, die nicht von der Teilreisewarnung umfasst sind -, mit Ausnahme der Hauptstadt Addis Abeba, wird abgeraten.

Die Deutsche Botschaft Addis Abeba hat außerhalb der Hauptstadt Addis Abeba nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der konsularischen Hilfeleistung.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles.

Die Sicherheitslage außerhalb der Hauptstadt bleibt volatil. Es kommt in verschiedenen Teilen des Landes gelegentlich zu Demonstrationen und Unruhen, oft mit Todesopfern, sowie zu Kampfhandlungen zwischen den äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen sowie zu Geiselnahmen bzw. Entführungen. In den Grenzgebieten zu den Nachbarländern ereignen sich immer wieder gewaltsame Zwischenfälle.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Rechnen Sie vermehrt mit Kontrollen („Checkpoints“) durch Streitkräfte, Milizen, Sicherheitskräfte und Lokalbevölkerung und einer erhöhten Aktivität der Sicherheitskräfte im Land und in Städten, auch in der Hauptstadt Addis Abeba.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur Sicherheitslage über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Regionen Afar, Amhara und Tigray
Vor Reisen in die Regionen Amhara und Tigray, das Grenzgebiet zu Eritrea und Sudan (ca. 10 km) sowie in die an den Regionalstaat Tigray angrenzenden Zonen Kilbet Rasu und Fanti Rasu des Regionalstaates Afar wird gewarnt.


Die äußerst angespannte Lage in Tigray entlädt sich auch in Gewalttätigkeit oder kriegerischen Handlungen. Dabei können auch Flughäfen vorübergehend gesperrt werden. Es kann jederzeit zur Verhängung von Ausgangs- und Straßensperren, Luftraum-/Grenzsperrungen, Stromabschaltungen sowie Einschränkungen der Internetnutzung kommen. In der Region Amhara kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen amharischen Fano-Milizen und äthiopischer Armee (ENDF), teilweise auch unter Einsatz von Drohnen siehe Aktuelles.

Im Grenzgebiet zwischen den Regionen Amhara und Tigray mit Sudan sind immer wieder bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen äthiopischen Sicherheitskräften und Milizen mit sudanesischen Sicherheitskräften zu verzeichnen.

Die Lage im Grenzgebiet zwischen Tigray und Afar ist zunehmend instabil. Verschiedene bewaffnete Gruppierungen haben Präsenz und Aktivitäten zuletzt deutlich verstärkt, Spannungen in der Region nehmen zu.

Auf der Straße von Eli Dar in Richtung Assab muss mit Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden.

Somali-Region
Vor Reisen in die Somali Region wird gewarnt.


Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und bewaffneten Gruppen, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie Infiltrationsversuche und Angriffe islamischer Fundamentalisten wie Al-Shabaab stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen, vor allem im Grenzgebiet zu Somalia und Kenia. In der gesamten Somali-Region besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Region Benishangul-Gumuz
Vor Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird gewarnt.


In der Region finden seit Jahren bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen lokalen Milizen und den äthiopischen Streitkräften statt.

Oromia-Region
Vor Reisen in Teilbereiche des Regionalstaates Oromia (Zonen westlich von Addis Abeba, einschließlich der Zonen West Shewa, South West Shewa und North Shewa, sowie die Zone Arsi) wird gewarnt; von Reisen in den übrigen Zonen Oromias wird abgeraten.


In Teilen der Region Oromia kommt es gelegentlich zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Oromo Liberation Army (OLA) und den äthiopischen Streitkräften, auch unter Einsatz von Waffen. Es kann zu Straßensperrungen, Überfällen auf Fahrzeuge sowie Entführungen kommen.

Es besteht das Risiko einer Ausweitung des Konflikts in der Region Amhara auf die Region Oromia. In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Kämpfen unter Beteiligung von Fano-Milizen in an Amhara angrenzenden Teilen von Oromia gekommen. In der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borena-Zone) besteht Minengefahr abseits der Hauptverkehrsstraßen.

Region Gambela
Vor Reisen in die Region Gambella wird gewarnt.


In dieser Region bleibt die Lage trotz Präsenz von Streit- und Sicherheitskräften angespannt. Es kommt es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen.

Central Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen in den Regionalstaat Central Ethiopia wird abgeraten.

South West Ethiopian Peoples’ Region, Sidama und South Ethiopia Region
Von nicht notwendigen Reisen die Regionalstaaten South West Ethiopian People’s Region, South Ethiopia und Sidama wird abgeraten. In Süd-Omo kam es zuletzt häufiger zu Auseinandersetzung – auch mit Opfern unter den Touristen.

Stadt Dire Dawa, Harari-Region
Von nicht notwendigen Reisen in die Stadt Dire Dawa und die Harari-Region wird abgeraten.


Kriminalität
In Addis Abeba, aber auch in anderen Städten und auf dem Land, kommt es im Zusammenhang mit der schlechten wirtschaftlichen Lage Äthiopiens immer häufiger zu Taschendiebstählen und Raubüberfällen auf Ausländer. Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Parks oder auf Spaziergängen bzw. Wanderungen im Raum Addis Abeba, in Seitenstraßen (insbesondere in der Umgebung der Airport Road im Stadtteil Bole) und bei Dunkelheit geboten. Außerdem kommt es vermehrt zu Vergewaltigungen ausländischer Reisender.

Diebstähle von Wertgegenständen durch Sicherheitspersonal bei der Durchleuchtung des Gepäcks können vorkommen.
  • Wenn Sie abgeholt werden, stellen Sie – ggf. durch Anruf bei Ihrem Hotel oder Ihrer Kontaktperson – sicher, dass Sie wissen, wer Sie abholt und wie die Kennzeichennummer des Autos lautet.
  • Nutzen Sie nach Ankunft am Flughafen möglichst nur von Ihrem Hotel oder Reiseunternehmen organisierte Transportmittel oder die gelben Taxiunternehmen.
  • Wenn Sie im Auto unterwegs sind, achten Sie darauf, dass die Fenster allenfalls einen kleinen Spalt geöffnet und die Türen verriegelt sind – insbesondere vor Ampeln und bei Verkehrsstaus kann es aggressiver Bettelei und zu Diebstählen kommen.
  • Seien Sie in touristischen Gegenden und Ausgehvierteln in Addis Abeba besonders wachsam.
  • Unterlassen Sie Spaziergänge, besonders vor Sonnenaufgang und nach Einbruch der Dunkelheit und wenn Sie allein unterwegs sind.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Vermeiden Sie Konfrontationen, die zu Gewaltanwendung gegen Sie führen könnten.
  • Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten (siehe auch Reiseinfos Führerschein).
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
  • Überlegen Sie, während des Aufenthalts in Äthiopien statt eines hochwertigen Smartphones ein günstiges, ggf. gebrauchtes Gerät mitzuführen.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Legen Sie bei der Durchleuchtung Ihres Gepäcks am Flughafen Wertgegenstände wie Armbanduhren oder Mobiltelefone nicht einfach in den Behälter, sondern in ein verschließbares Gepäckstück.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen sind in Äthiopien strafbar und können Haftstrafen bis zu 15 Jahren zur Folge haben.

Es wird dringend empfohlen, sich nicht in der Öffentlichkeit als LGBTIQ erkennen zu geben, da ablehnende oder auch aggressive Reaktionen befürchtet werden müssen. Nach europäischen Maßstäben völlig unverfängliche Verhaltensweisen wie das Tragen von Ohrringen durch Männer können bereits zu einer Gefährdung führen. Auch im Privaten, besonders bei der Nutzung von Dating-Apps, wird größte Vorsicht empfohlen.
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Äthiopische Birr (ETB). Reisende sollten ausreichend EUR oder USD für die gesamte Reisedauer mit sich führen. EUR werden außerhalb der Hauptstadt nur in wenigen Orten gewechselt oder akzeptiert. Innerhalb der Hauptstadt ist der Umtausch von Euro-Noten sowie die Zahlung per Kreditkarte problemlos möglich. Beim Kauf von USD-Noten sollte darauf geachtet werden, möglichst neue Noten zu erwerben, da Scheine älterer Serien in Äthiopien nicht akzeptiert werden.

Versuche, Geld auf dem Schwarzmarkt zu tauschen, sind strafbar und können mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet werden. Fremdwährung darf nur in Banken und lizensierten Wechselstuben getauscht werden.

Geldabheben mit Kreditkarten ist an Geldautomaten in der Hauptstadt sowie den mittleren und größeren Städten Äthiopiens möglich. Außerhalb der Hauptstadt werden Kreditkarten oft nur in größeren Hotels akzeptiert, wobei damit gerechnet werden muss, dass Zahlvorgänge an den häufig vorkommenden Störungen der Telekommunikationsinfrastruktur scheitern.
  • Bitte beachten Sie jedoch die Hinweise zur Einfuhr von Bargeld im Abschnitt Einreise und Zoll - Einfuhrbestimmungen.
Einreise und Zoll
Visum

Personen, die nach Äthiopien einreisen wollen, müssen über ein gültiges Visum oder einen Aufenthaltstitel für Äthiopien verfügen. Das gilt auch für Inhaber von Dienst- oder Diplomatenpässen.

Visum vor der Einreise
Das Visum kann vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Berlin oder als E-Visum beantragt werden; der Zahlungsvorgang bei Beantragung des E-Visum ist jedoch mitunter fehleranfällig. Inhaber von E-Visa sollten unbedingt den Ausdruck des Visums sowie den Zahlungsnachweis der Gebühr mit sich führen, da sonst am Flughafen die Gebühr u. U. noch einmal gezahlt werden muss. Das E-Visum berechtigt ausschließlich zur Einreise über den Internationalen Flughafen Addis Abeba Bole.

Die genauen Einreisebestimmungen und aktuellen Visagebühren können bei der zuständigen äthiopischen Auslandsvertretung erfragt werden.

Visum bei Einreise („Visa on arrival“)
Für touristische Reisen können Visa zur einmaligen Einreise bei Ankunft am Flughafen („Visa on arrival“) erteilt werden.
  • Erkundigen Sie sich vor Abreise zu den geltenden Bedingungen für die Erteilung und der Höhe der Gebühr. Beachten Sie zudem, dass die Bezahlung in bar mit möglichst neuen USD-Noten Noten erfolgen muss. Die Möglichkeit zur Kreditkartenzahlung ist nicht automatisch gegeben.
  • Wenn Sie das „Visa on arrival“ nutzen möchten, vergewissern Sie sich vorab bei der von Ihnen gewählten Fluggesellschaft, dass Ihnen die Beförderung ohne ein vor Flugantritt ausgestelltes Visum gestattet wird.
  • Die „Visa on arrival“ werden an einem gesonderten Schalter beantragt und bezahlt. Es kann zu längeren Wartezeiten oder Verzögerungen aufgrund von Sprachbarrieren kommen.
Einreisekontrolle
Wenn die Grenzbehörden vermuten, dass Ausländer zu einem Zweck einreisen wollen, der nicht mit dem im Visum angegebenen Aufenthaltszweck übereinstimmt, wird die Einreise verweigert und der Pass bis zum Abflug einbehalten.

Erfassung biometrischer Daten
Bei der Aus- und Einreise werden die Reisenden im Rahmen der Passkontrolle fotografiert und – außer bei Diplomaten – ihre Fingerabdrücke gescannt. Eine Weigerung zur Mitwirkung kann zu einer Verweigerung der Aus- oder Einreise führen.

Transit in andere ostafrikanische Länder
Eine visumfreie Einreise für bis zu 24 Stunden ist mit einem Ethiopian-Airlines-Ticket unter Umständen möglich; Auskünfte hierzu erteilt die Fluggesellschaft.

Weiterreise von Äthiopien nach Dschibuti
Die dschibutischen Auslandsvertretungen in Äthiopien verlangen zur Visumerteilung in manchen Fällen eine Verbalnote der Deutschen Botschaft Addis Abeba. Dem kann die Deutsche Botschaft jedoch aus rechtlichen Gründen nicht nachkommen; die Visumbeantragung ist grundsätzlich eine Privatangelegenheit und Dschibuti gehört nicht zum diplomatischen Amtsbezirk.
  • Beantragen Sie das Visum für Ihre Weiterreise nach Dschibuti entweder online als E-Visum oder vor der Abreise aus Deutschland bei der Botschaft von Dschibuti in Berlin.
  • Bitte beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für Dschibuti.
Verlängerung des Aufenthalts
Visumverlängerungen müssen rechtzeitig vor Ablauf des Visums beim Hauptbüro der äthiopischen Einwanderungsbehörde in Addis Abeba beantragt werden. Sofern eine Verlängerung des Aufenthalts geplant ist, sollte ein ausreichender USD-Betrag mitgeführt werden, da ausländische Währung in Äthiopien praktisch nicht erhältlich ist und die Gebühr nur in USD gezahlt werden kann. Eine Gewähr für eine Verlängerung gibt es nicht. Bei Überschreiten der Aufenthaltsdauer ist mit einer hohen Geldstrafe zu rechnen, die ebenfalls nur in USD gezahlt werden kann. Darüber hinaus kann im Einzelfall auch eine Haftstrafe angeordnet werden.

Passverlust
Reisende, denen der Pass während ihres Aufenthalts in Äthiopien gestohlen oder anderweitig abhandengekommen ist, müssen diesen Verlust bei der zuständigen äthiopischen Polizeidienststelle anzeigen. Sie erhalten dort eine Verlustbescheinigung. Damit kann anschließend bei der Deutschen Botschaft Addis Abeba ein Reiseausweis als Passersatz oder ein vorläufiger Reisepass beantragt und ausgestellt werden. Anschließend muss unter Vorlage der polizeilichen Verlustbescheinigung bei der äthiopischen Ausländerbehörde in Addis Abeba (Department for Immigration and Nationality Affairs) ein Ausreisevisum („exit visa“) beantragt werden; ohne dieses ist die Ausreise nicht möglich.

Das Verfahren ist umständlich und erstreckt sich in der Regel über mehrere Arbeitstage. Die dafür erhobene Gebühr beträgt zwischen 50 USD und 75 USD pro Person. Gebührenerhöhungen sind jederzeit möglich. Für Personen, die der Landessprachen nicht mächtig sind, empfiehlt sich die Hinzuziehung eines Sprachmittlers.

Ausreisegebühr
Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von 20 USD fällig. Wenn diese nicht schon im Ticketpreis enthalten ist, muss sie in bar am Flughafen entrichtet werden.
Auswärtiges Amt


Siehe auch

BPfeilB Äthiopien | Tigray in der Grauzone des Krieges

Gruß
Birgitt
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