Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ghana
Stand 12.05.2023
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Sicherheit; Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Gesundheit (Impfschutz; Dengue-Fieber)
Sicherheit
Von Reisen
- in den Norden in die Grenzgebiete zu Burkina Faso, Togo und Côte d’Ivoire, insbesondere die Städte Bawku, Garu, Zebilla, Tempane und Nalerigu und deren unmittelbare Umgebung
wird derzeit abgeraten.
Innenpolitische Lage
In Accra und anderen großen Städten kann es zu Protesten und Demonstrationen kommen, die meist gut organisiert sind und friedlich verlaufen. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Verkehrsbeeinträchtigungen können gleichwohl nicht ausgeschlossen werden.
In den Provinzen Northern Region, North-East, Savannah Region, Upper West and Upper East wird die Sicherheitslage auch durch gelegentliche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt. Schließung von Geschäften und auch Verhängung von Ausgangssperren können die örtliche Versorgungslage beeinträchtigen. Eine baldige Lösung dieser Konflikte ist zurzeit nicht absehbar.
In der Stadt Bawku und unmittelbarer Umgebung (Garu, Tempane, Nalerigu) im Nordosten von Ghana, kommt es zu ethnischen Auseinandersetzungen.
- Seien Sie bei Reisen in die Provinzen Northern Region, North-East, Savannah Region, Upper West and Upper East besonders vorsichtig.
- Meiden Sie die Städte Bawku, Garu, Zebilla, Tempane, Nalerigu und deren unmittelbare Umgebung.
- Informieren Sie sich regelmäßig in lokalen und sozialen Medien über die aktuelle Lage vor Ort.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist im regionalen Vergleich gering, steigt aber derzeit aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage und der exponentiell angestiegenen Preise. Mit vermehrten Eigentumsdelikten (Raubüberfälle, Einbrüche, Diebstähle) muss gerechnet werden. Die Sichtbarkeit der Polizei wurde insbesondere in Accra erhöht.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommen besonders in den größeren Städten wie in Accra und Umgebung und bei kulturellen Veranstaltungen vor. Vereinzelt kommt es zu Überfällen, teils auch mit Waffengewalt.
Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu, in den wohlhabenden Wohnbezirken Cantonments, Labone und Airport Residential Area erfolgen Diebstähle und Gewaltdelikte vermehrt in den frühen Abendstunden und nachts. Opfer werden dabei häufig mit einer Waffe bedroht.
Die Täter nutzen für diese Überfälle und die Flucht zumeist Motorräder. Bei der Nutzung von Taxis und Kleinbussen (Tro-Tro) ereigneten sich vereinzelt Diebstahls- und Gewaltdelikte. Die Täter saßen dann bereits im Tro-Tro. Diese Vorfälle ereigneten sich meistens in den Abend- und Nachtstunden, auch Hauptstraßen waren betroffen.
In Hotellobbys kommt es gelegentlich zum Diebstahl von Gepäck.
An den Stränden kann es zu Eigentums- und auch Gewaltdelikten kommen.
In den Regionen Northern Region, North-East, Savannah Region, Upper West and Upper East besteht die Gefahr von Entführungen und Überfällen, auch auf den Hauptverkehrsstrecken.
In Ghana kommt es immer wieder zu Betrugsversuchen (Scamming) unter Vortäuschen von Liebesbeziehungen oder Heiratsabsichten sowie bei vermeintlichen Geschäften wie Grundstückserwerb oder fingierten Erbschaftszahlungen. Bei persönlichem Kontakt mit Betrügerbanden besteht die konkrete Gefahr körperlicher Übergriffe sowie von Entführungen.
Auch Kreditkartenbetrug und Trickbetrügereien mit angeblichen Preisnachlässen sind weit verbreitet.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf, verschließen Sie Wertgegenstände sicher in Ihren Unterkünften.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit. Zeigen Sie diese nicht in der Öffentlichkeit.
- Vermeiden Sie möglichst den Einsatz von Kreditkarten und geben Sie sie nie aus den Händen, sondern bestehen Sie auf Zahlung mit mobilen Terminals bzw. bleiben Sie beim Bezahlvorgang anwesend.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, bei kulturellen Veranstaltungen, im Bus, im Tro-Tro und im Taxi oder Uber sowie in Hotellobbys besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Dunkelheit.
- Verriegeln Sie die Türen des Fahrzeuges und schließen Sie die Fenster.
- Beobachten Sie Ihre Umgebung während der Fahrt, um verdächtige Situationen einer möglichen Verfolgung zu erkennen.
- Lassen Sie keine wertvollen Gegenstände im Auto zurück und bevorzugen Sie beleuchtete und bewachte Parkplätze.
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.
- Gehen Sie nicht alleine nach Einbruch der Dunkelheit spazieren und vermeiden Sie einsame Strände.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Liebesbekundungen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch und reisen deshalb nicht selbst nach Ghana.
- Informieren Sie sich über Scamming bei der deutschen Botschaft in Accra.
Gesundheit
Impfschutz
Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.
Ghana ist Gelbfieberinfektionsgebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen älter als neun Monate zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll. Eine einmalig durchgeführte Gelbfieberimpfung wird akzeptiert.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) sicher, siehe Poliomyelitis.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken (ACWY) empfohlen.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
- Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.