Wüstenschiff • Thema anzeigen - Siwa: Wüstenwanderung durch die Libysche Wüste

Siwa: Wüstenwanderung durch die Libysche Wüste

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Beitragvon Alexander » 24.10.2009 13:44

Kuno hat geschrieben:Immer wieder begleitet von den Pfotenspuren eines Hundes, oder gar ein Schakal?

Erstaunlich, wie schnell solche Tiere Beute ausmachen koennen 8)


Das waren auch meine ersten Gedanken :shock: Ob die Viecher wissen, dass ich zäh und vollkommen ungenießbar bin? :roll:

Grüsse
Alexander
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Beitragvon Uwe Schmitz » 24.10.2009 19:39

hallo alex,
auf diesem bild:
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müssen ja milliarden von muscheln, wahrscheinlich nummuliten, den boden bedeckt haben; alles was da spiegelt, glitzert, ...

glaubt
uwe,
der das 50km östlich von siwa mal selbst so gesehen hat
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Beitragvon Roger-Tecumseh » 24.10.2009 21:58

TGerd hat geschrieben:Zur Gewichtsreduktion des sowieso immer zu schweren Rucksacks bei solistischen Wüstenwanderungen empfiehlt sich die Verwendung von Trockenwasser. http://de.kamelopedia.mormo.org/index.php/Trockenwasser

Somit kann die freie Weglänge des Dünengängers um eine Vielfaches vergrößert werden.

Wüstengruß



Ich finde diese Produkte ueberzeugend und hilfreich. Verwundert hat mich, das es dort nicht auch einen Hinweis auf die bekannte Creme gegen stoerenden Mondbrand gibt, der jeden Schritt mit Gepaeck zur Qual werden laesst. Der Sternenstaub - waehrend naechtlicher Wanderungen im Wuesten-Hochsommer - kann uebrigens starke Hautreize ausloesen, wenn zuviel davon in Sandale geraet!
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Beitragvon sigrid » 25.10.2009 05:05

Schoener Bericht und tolle Fotos!
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Leider hat meine Siwareise jetzt im Oktober nicht geklappt und ist auf April 2010 verschoben. Aber egal, dann kann ich von dir vorher noch was lernen. :wink:

Liebe Grueße
Sigrid
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Beitragvon Alexander » 25.10.2009 16:51

Hallo Sigrid,

das wird schon noch werden mit deiner Reise ;-). Und eine Fortsetzung gibt es auch in Kürze :-)

Viele Grüsse
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Beitragvon Alexander » 26.10.2009 19:15

Teil 4:

Der Rückweg zum Lager führt mich nun endlich zum Ziel meiner Wanderung, dem Krater. Das Zielobjekt, das auf der Satellitenkarte wie ein Krater aussah, entpuppt sich als gut erhaltenes Korallenatoll, geschützt von einigen nahen Hügeln vor Wind und Sand. Ein Zeuge aus der Zeit, als der Boden, den meine Füße betreten noch Meeresboden war.

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Einige verwitterte Überbleibsel des Korallenstocks

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Zurück zum Lagerplatz geht es durch eine weitere, unberührte Sandebene

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Ein letzter Blick zurück, bevor ich meinen Rucksack schultere und mich auf den Weg zurück mache.

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Fortsetzung folgt

Grüsse
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Beitragvon Alexander » 27.10.2009 20:47

Teil 5:

Für den Rückweg nehme ich mir vor, meinen eigenen Spuren zu folgen. Man muß sich nicht mehr zu sehr mit der Navigation beschäftigen und hat mehr Zeit, die Natur zu genießen. Den eigenen Spuren zu folgen ist ganz einfach, sollte man meinen.....

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.... so folge ich nun meinen Spuren. Es bläst mir ein starker Wind entgegen, der die Temperaturen leichter ertragen läßt. Pünktlich gegen Mittag jedoch hört der Wind auf, sein Lied zu singen und die Temperaturen klettern schlagartig auf 50 Grad. Die Sandebene entwickelt sich zu einem Backofen. Der Schweiß rinnt mir in die Augen und auf die Sonnenbrille. Der Schweiß trübt mir die Sicht. Ich versuche mit dem Hemdsärmel den Schweiß abzuwischen und marschiere stoisch weiter, den Blick auf den Boden vor mir gerichtet und gegen den Schweiß ankämpfend. Jetzt merke ich erst, daß ich von meiner Spur abgekommen bin, der ich eigentlich folgen wollte. Da ich aus Erfahrung weiß, dass ich beim Laufen nach Links abdrifte, schlage ich einen östlicheren Kurs ein und stoße nach wenigen Minuten auf meine alte Spur.

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Mein Ziel ist ein schattenspendender Felsen, ca. 1,2 Kilometer entfernt, in dessen Schatten ich die Mittagshitze verbringen kann.

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Fortsetzung folgt

Grüsse
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Beitragvon Kuno » 27.10.2009 20:54

Immer wenn's spanned wird kommt ein Unterbruch... :x
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Beitragvon gnagflow » 27.10.2009 22:20

Ja, aber der Unterbruch kam eindeutig zu spät. Der Leser hätte in dieser Folge noch nicht erfahren dürfen, ob der wilde Wanderer seine Spuren wiederfindet oder sich hoffnungslos verläuft.
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Beitragvon Kuno » 28.10.2009 05:49

....und stoße nach wenigen Minuten auf meine alte Spur.

@ gnagflow; du warst offensichtlich von den Fotos abgelenkt und hast die entscheidende Stelle im Text nicht gesehen.
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Beitragvon Alexander » 28.10.2009 06:44

Kuno hat geschrieben:Immer wenn's spanned wird kommt ein Unterbruch... :x


Du kennst dass ja vom Fernsehen. "Wir unterbrechen für einen kleinen Werbeblock" :mrgreen:

Es geht ja bald weiter ;-)

Grüsse
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Beitragvon gnagflow » 28.10.2009 12:12

Kuno hat geschrieben:....und stoße nach wenigen Minuten auf meine alte Spur.

@ gnagflow; du warst offensichtlich von den Fotos abgelenkt und hast die entscheidende Stelle im Text nicht gesehen.


Eben genau das meine ich. Er findet die alte Spur nach nur wenigen Minuten. Damit ist das Problem gelöst und die Spannung dahin. Wäre der Unterbruch einen Satz früher gekommen, hätte der Leser nicht gewusst, ob er die alte Spur jemals wiederfinden wird - Spannung pur.
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Beitragvon schu achbar ? » 28.10.2009 12:28

Grossen Dank für die Mühe. Sind wunderschöne Fotos.
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Beitragvon Kuno » 28.10.2009 12:29

...vielleicht hat er sich ja auch getaeuscht und es ist gar nicht seine alte Spur :?:
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Beitragvon Jürgen Kempe » 28.10.2009 13:08

...aber zurück ist er wohl...? :?

(Bei der Gelegenheit: gefallen mir gut, Deine Bilder, Alexander! Aber der körperliche Einsatz dafür erscheint mir un-/übermenschlich!)

Gruss Jürgen Kempe
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