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Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Alexander » 28.04.2014 19:51

Nein, nach keinen der Geräte wurde jemals gefragt oder musste eingetragen werden.

und danke für das vmv


Grüsse
Alexander
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Kuno » 28.04.2014 20:57

Das AA schreibt unter "Besondere strafrechtliche Vorschriften":

"Das Fotografieren und Filmen von Einrichtungen, Fahrzeugen und Personal des Militärs und der Polizei ohne entsprechende Genehmigung ist nicht gestattet; dasselbe gilt für Gefängnisse bzw. Gebäude der Gefängnisverwaltung. Bei Verstoß droht Beschlagnahme des Foto-/Filmapparates und Festnahme."

Frueher waren da noch alle anderen Regierungsgebaeude, Flughaefen, Schiffshaefen, Einsenbahen... und eben auch Bruecken mit drin. Heute offensichtlich nicht mehr. Insofern kann das Fotografieren einer Bruecke also nicht mehr das Problem sein. Oder der Polizist hielt sich noch an die alte Regelung 8)

Alexander; du hast dich mit deinem Bericht nun offensichtlich dem haemischen Grinsen einiger Leute aussgesetzt. Lass die Grinsen und babeln. Mich beeindruckt deine Vorgehensweise hier um einiges mehr, als die von Leuten, die zuerst einen breiten Strahl pissen, dann in Schwierigkeiten geraten... und sich nachher nie mehr melden :mrgreen:
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon landcruiser. » 28.04.2014 21:12

Kuno hat geschrieben:...

Alexander; du hast dich mit deinem Bericht nun offensichtlich dem haemischen Grinsen einiger Leute aussgesetzt. Lass die Grinsen und babeln. Mich beeindruckt deine Vorgehensweise hier um einiges mehr, als die von Leuten, die zuerst einen breiten Strahl pissen, dann in Schwierigkeiten geraten... und sich nachher nie mehr melden :mrgreen:


Es sind bezeichnenderweise immer die gleichen Typen, die sich in der nachzulesenden Art und Weise äußern.

Haben ihr Kaff vermutlich selbst noch nie verlassen, meinen aber sich über andere abfällig äußern zu müssen.

Da man sie kennt, nimmt sie eh keiner ernst.

Wenn man die anderen Beiträge des Herrn aus dem vmv liest, kann man sich ausmalen wes Geistes Kind er sein mag ...

War auch einer der Gründe warum ich mich (auch als einer der ersten, die dort mitgemacht haben) vor einiger Zeit aus dem vmv zurückgezogen habe.
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Alexander » 28.04.2014 21:24

Liebe Wüstenschiffer,

ich möchte mich bei euch für eure Gedanken und Meinungen bedanken. Es tut gut, sich nach einem Erlebnis dieser Art auszutauschen und das Erlebte von der Seele schreiben zu können.

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Kuno » 29.04.2014 05:52

An anderer Stelle hat sich jemand sehr verwundert geaeussert, dass man ein GPS mit nach Kairo nimmt - "oversized" hat er das genannt.

Wirklich "oversized"? Ich mache das auch. Da ich mir den Stadtplan selten im Kopf behalten kann, speichere ich mir gerne ein paar relevante oder interessante Punkte bevor ich irgendwo hinfahre in mein uraltes GPS60. Dann laufe ich auch los... und wenn ich unterwegs etwas interessantes sehe, dann nehme ich mir da einen Punkt, damit ich es spaeter zum Beispiel auf Google Earth verifizieren kann.
Wo ist der Unterschied zu einem Smart Phone mit inkludiertem GPS und den entsprechenden Apps :mrgreen:

Wie orientieren sich andere Leute in einer fremden Grossstadt?

["Oversized" koennte man mit "ueberdimensioniert" uebersetzen. Anglizismen sind Bullshit!]
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Stefanie » 29.04.2014 06:41

Das Problem auf dem Photo ist nicht die Bruecke selber. Auf dem ersten Bild kann man hinter der Mauer das obere Stueck eines Wachpostens erkennen...
Die ganze Gegend dort ist 'Hochsicherheitstrakt'. Das Problem ist nur, das man es nicht erkennt, wenn man als Tourist dort ist!

Ich hatte vor 2 Jahren einmal ein Erlebnis, dass ich einen Wiedehopf vor einer Mauer mit Tele abgelichtet habe, nicht wissend, das hinter der Mauer eine Militaeranlage war. Das war eine sehr unerfreuliche Diskussion. Da ich mich nicht einschuechtern liess, auf arabisch diskutiert habe und meine Kinder dabei hatte, die Aegypter sind, war der Uniformierte so ueberaus guetig weder meine Bilder vom Urlaub zu loeschen, auf dessen Rueckreise wir uns befanden, noch mich des Landes zu verweisen!
Der Hauptunterschied ist allerdings: damals war Aegypten 'demokratischer' als heute... die Wahlen des ersten frei-gewaehlten Praesidenten waren gerade gelaufen...Die Stimmung war positiver!

Heute sind fast alle poranoid geworden! Bei Alexander sind dann ein paar unglueckliche Umstaende zusammengekommen. Kein 'normaler' Aegypter kann sich voestellen, dass es fuer einen Touristen interessant sein koennte einfach mal ein Bild von einer unspektakulaeren Bruecke zu machen!
Wenn sie nun Warnschilder aufstellen wuerden, wenn nicht photografiert werfen darf, dann gibt es vor lauter Schildern nichts mehr zu sehen ;-)
GPS und SAT sind in der Stadt einfach nicht ueblich. Hier bei uns muss man sie haben - und das unter den Augen und auf ausdrueckliche Order der Sicherheitskraefte!
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Bäärti » 29.04.2014 07:49

Alexander – du hattest einfach Pech gehabt. In totalitären Staate kann das jedem von uns passieren. Da können die Siebenmalklugen herumrüsseln solange sie wollen ...
Nach der nächsten Revolution darfst du dann vielleicht auch wieder einreisen?

Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Hazi » 29.04.2014 19:17

Ich stieß erst vor Kurzem auf dieses Forum, habe schon stundenlang die Reiseberichte gelesen und ließ mich so auf manche Reise mitnehmen, ohne die Strapazen auf mich nehmen zu müssen. Einfach nur herrlich u. ich bewundere alle, die sich das wagen u. habe den Gedanken: Wenn ich das doch auch so könnte.
Umso schockierter bin ich über so manchen Beitrag in anderen Foren.
Da wird persönlich im Land kontrolliert, überprüft, ob man dir nicht doch einen eigenen Fehler nachweisen kann, ebenso ob man dich nicht der Lüge überführen kann, damit man deinen Bericht in das Land der Phantasie schicken kann.
Alles, um zu belegen, dass Ägypten absolut sicher ist. Ich glaube ja eher, dass die betroffenen Personen im Land ihr Gesicht wahren müssen u. deshalb alles etwas anders darstellen.
Achtung Ironie:
Sie haben dich doch nur gerettet. Überdenke bitte nochmal, ob du nicht doch vor 3.30 Uhr an Bord des Fliegers gegangen bist. Ging deine Uhr vllt vor? :)
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Alexander » 29.04.2014 19:38

Hallo Hazi,

danke, ich habe den von dir erwähnten Beitrag gerade gelesen und auch geantwortet. ;-) Ich dachte zunächst, ich glaube nicht, was ich da lese. Mich würden die wirklichen Beweggründe interessieren, die einen Menschen dazu treiben, seine Meinung auf diese Art und Weise in der Öffentlichkeit Kund zu tun.

Viele Grüsse
Alexander
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Kuno » 30.04.2014 05:44

An anderer Stelle schreib jemand, dass Alexander sich ganz eindeutig wie ein Journalist verhalten haette, da er Leute interviewte. Dies sei den Touristen verboten und da er gegen alle moeglichen Vorschriften verstossen haette, sei er konsequenterweise im Einverstaendtnis mit der Deutschen Botschaft verhaftet und dann zu seiner eigenen Sicherheit abgeschoben worden.

Dass diese Aussage wohl Quatsch ist, versteht sich von selbst. Aber - auch wenn man sich selber nichts vorzuwerfen hat, draengt sich doch die Frage auf, wie die ET sicherheitskraefte mittlerweile ticken. Offensichtlich befuerchten sie mittlerweile bei jedem, der seinen Blick nicht direkt auf die Pyramiden fokussiert einen Spion oder gar einen Reporter.

Muss man daraus jetzt schliessen, dass man als interessierter Mensch, der nicht einfach nur Baden will, besser nicht mehr nach Aegypten gehen sollte?

20.Minuten schreibt heute das: "Soll man angesichts der frappanten Menschenrechtsverletzungen jetzt auf Ferien in Ägypten verzichten? Menschenrechtlerin Karle wiegelt ab: «Amnesty International hält nichts von einem Boykott», sagt sie. Viele Menschen im Land seien direkt und existenziell vom Tourismus abhängig. «Aber wer dorthin reist, sollte sich bewusst machen, was in Ägypten passiert», das heisst «sich über die Situation im Land informieren und sich – auch durch Gespräche mit Einheimischen – vor Ort selbst ein Bild machen.» "

Die Gespraeche mit Einheimischen koennten als fuer Touristen "verbotene" Journalistische Taetigkeit ausgelegt werden - wenn man das so moechte.
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Ricca » 30.04.2014 07:44

Hallo Alexander,

Alexander – du hattest einfach Pech gehabt. In totalitären Staate kann das jedem von uns passieren. Da können die Siebenmalklugen herumrüsseln solange sie wollen ...


das ist auch genau meine Meinung.
Es tut mir nur für dich leid, weil ich nachvollziehen kann wie das ist wenn man in eine geliebte Gegend nicht mehr reisen darf.
Zum Glück ist mir das bisher nicht passiert. Aber wie Bäärti schreibt ist das einfach nur Glück.

Alles Liebe und ich drück dir die Daumen, dass sich das irgendwie wieder in deinem Sinne einrenkt

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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Achim Vogt » 30.04.2014 08:53

Schon richtig: Die Luft wird für Besucher derzeit knapper in Ägypten. Von einem Boykott halte ich dennoch nichts. Wohl aber muss jede(r) gut abwägen, welches eigene Risiko er oder sie bereit ist einzugehen. Das beginnt bei der Frage, ob die Hotelanlage in Hurghada oder Marsa Alam oder das Camp in Nuweiba oder Dahab für einen Kurztrip nach Kairo verlassen werden soll und endet mit der Frage, auf welche Diskussionen man sich mit Einheimischen und / oder Sicherheitskräften einlässt. Langfristig wird die derzeitige Paranoia in Ägypten nur aufgelöst, wenn möglichst viele Touristen möglichst viele Brücken fotografieren :twisted:

Ich habe in Beirut vor ein paar Jahren eine lange Diskussion mit Sicherheitskräften des berühmten Hotels "Phoenicia" gehabt, die nicht wollten, dass ich das Hotel fotografiere und mich zum Löschen der Fotos aufforderten. Hier war die Situation natürlich im Vergleich zu Alexander in Kairo wesentlich einfacher: Es handelte sich nicht um staatliche Organe und ich konnte dem Hotelmanager in einem längeren Gespräch verständlich machen, dass eine solche "Politik" sinnlos ist, weil es schon Zehntausende Fotos des Phoenicia gibt.

Aber die Paranoia von Sicherheitskräften ist generell nicht leicht zu entkräften: Bei meinem ersten Aufenthalt in Ägypten 1985 wurde ich von der Polizei angehalten, weil ich den Nil fotografiert hatte - das sei eine "militärische Wasserstraße" (sic!) meinte der Uniformierte im Brustton der Überzeugung! Nun war das in Assiut und wäre mir in Luxor wohl nicht passiert - aber eben deshalb (siehe oben): Nur steter Tropfen höhlt den Stein.

Viele Grüße
Achim
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Günther Schulz » 30.04.2014 09:59

Alex on the black list
nr.45 Codename pictures man

Nicht Erst nehmen Alex

Habe hier in Marokko einige Sachen erlebt, da kann man grün werden im Gesicht. werde aber erst darüber schreiben, wenn ich wieder in Deutschland bin (zur eigenen Sicherheit).

Zum letzen Mal, Gruß aus Marokko (Inshallah)

Günther

PS.: Morgen geht es ab Richtung Allmanni! :h:
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon martin1101 » 30.04.2014 12:27

Günther Schulz hat geschrieben:PS.: Morgen geht es ab Richtung Allmanni! :h:


ich wünsche Dir/Euch eine gute Reise und freu mich auf Deine Updates aus Allemania

Gleichzeitig hoffe ich (und gehe auch davon aus), dass mir im Sommer in Marokko nicht Ähnliches widerfährt wie Alexander in Kairo.

Grüße aus Linz
Martin
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Re: Spionage: Ich wurde ausgewiesen aus Ägypten

Beitragvon Günther Schulz » 30.04.2014 19:43

Hallo Martin,

danke für die Wünsche.

Hier, in Marokko, solltest du auch mit dem Fotografieren vorsichtig sein, was öffentliche Einrichtungen angeht. Habe mal eine Story von Thomas F. gehört, du kennst bestimmt auch, das betraf ihn selbst und das Gleiche betraf auch David, der bei ihm eine Zeitlang lebte. Das ganze wurde fast zur Staatsaffäre.

Ein ganz wichtiger Hinweis, nimm bloß keine Modellflugzeuge, oder Drohnen mit Kameras mit, die in Deutschland so „beliebt“ sind, hier sehen sie das als Spionageakt an!

Gruß Günther
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